(20.05.2026, 09:27)Pollton schrieb: Wegen des Chassis Lösen habe ich noch ein Tipp. Den Lautsprecher auf der Rückseite legen, alle Schrauben herausdrehen und dann mit einem Flachschraubendreher, (den größten der noch hereinpasst) 45° in den Schraubloch stecken, sodass der Griff zur Membran zeigt und die Spitze nach außen. Dann eine leichte Hebelwirkung ausüben damit der Schraubendreher nicht verrutscht und mit der Spitze versuchen, die Außenkante mit Zug nach oben hin raus zu hebeln. So bei allen 4 Löchern vergehen, irgendwann muss sich dass Chassis lösen. Mit der Methode habe ich bisher alle festsitzende Chassis herausbekommen.
Ich nehme dazu einen fetten Schraubhaken (für Eindrehen in Holz). Die Schneiden haken sich ein, und es kann nicht nur gehebelt, sondern auch in Maßen, gezogen werden ...
Gruß Klaus
Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
Da hat sicher jeder seine eigene Methode.
Aber wer klebt denn die Chassis fest?
Wenn die Chassis nicht geklebt sind, müssen die auch herausgehen. Wenn man die Sicken selbst tauschen würde, könnte es auch im eingebautem Zustand gehen. Die Sicken sind von vorne eingeklebt, so wie ich das sehe. Ein bisschen Tricky wird es mit dem Schaumstoffring, der noch am Sickenrand aufgeklebt ist.
Ich glaub nicht, dass die Chassis wirklich festgeklebt sind.
Da wurde wahrscheinlich sehr eng gefräst und der Granitlack hält das jetzt zusätzlich fest.
Moin,
meine Moosgummidichtung ist mit Korb und Box in den vielen Jahren eine innige Verbindung eingegangen besser als die meisten doppelseitgen Klebbänder.
So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Es half nur ein Loch von hinten, eine stabilen Metallstange und ein stabiler Schlosserhammer.
Hoffen wir das Beste lieber Leser
(18.05.2026, 20:29)Franky schrieb: Ich hole festsitzende Chassis mittels Schrauben heraus die sich quasi ihr eigenes Gewinde in das Befestigungsloch schneiden. In 5,5 mm Löcher lassen sich M6 Schrauben reindrehen und die drücken dann das Chassis ab.
Exakt so mache ich das auch und habe es kürzlich noch erfolgreich angewendet.
Häufig ist der Grund nicht ausgehärteter Lack, Dichtungsmaterial ähnlich Plasticfermit (wurde in den 80/90er gerne z. B. von Focal Deutschland verwendet) oder zu enge Fräsungen.
Gruß
JesseGood Vibration
Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter.
Gestern, 18:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 18:43 von MHouben.)
Hallo zusammen.
So, am Pfingstsonntag habe ich gute Nachrichten:
Zunächst mal: Das Herausdrücken mit Gewindeschrauben ... die sollten sich exakt in den Bohrungen der Chassis ein eigenes Gewinde schneiden und dann beim hereindrehen Druck gegen das Holz aufbauen .... das ist daran gescheitert, das die Löcher wohl präzise 5mm haben und eine M5 Schraube da dann doch 'rutscht' während M6 schon zu groß ist um selbst mit Kraft in das Loch gedreht zu werden....
Aber: Die großen Haken mit Holzgewinde, deren Gewinde hat sich dann wirklich fest in die Montagelöcher gekrallt, zwei davon, mit Bandschlaufe verbunden, bei liegender Box wirklich kräftig gezogen.... noch etwas kräftiger, .... nooooch deutlich Kräftiger, und schon war das erste Chassis raus, wenig später das Zweite.
Nun gehen die beiden vom Linken Lautsprecher per Post zur Reparatur, wenn die zurück sind dann die rechten beiden (Ich will während der Reparaturen wenigsten Mono hören können, ist meine Wohnzimmer-Hauptanlage ohne brauchbaren Ersatz.
Danke für die vielen Tipps,
insbesondere für den am Ende wirklich erfolgreichen !
Schön, freut mich für Dich, Michael!
Was sich mir aber nicht erschließt, warum die unter dem Hochtöner ein Trennbrett eingebaut haben und nicht nur eine Verstrebung. Normalerweise nutzt man für die TMT doch gerne das gesamte Volumen, auch wenn es für die ideale Abstimmung vielleicht etwas zu groß wäre.
Gruß
AR
Vor 9 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 9 Stunden von MHouben.)
Hallo AR,
lustig, genau diese Frage hatte ich mir auch direkt gestellt, als ich die Chassis entfernt hatte und die massive Abtrennung nach oben gesehen habe. Mein erster Gedanke war: Dadurch sitzt das Bassreflexrohr exakt in der Mitte des Resonanzvolumens.... könnte das der Grund sein? Ich habe von solchen Details keine Ahnung, daher mal eine KI gefragt, sie solle sich mit dem physikalischen Grundlagen des Lautsprecherbaus auseinandersetzen und mir erklären, ob mein Gedanke korrekt war. Und siehe da, die KI hat dann nach den genauen Maßen gefragt und dann eine für mich spannende Erklärung ausgespuckt:
Zum einen: Mein Gedanke war korrekt. Hätte der Konstrukteur das Trennbrett nicht eingezogen hätte das Bassreflexrohr nicht mehr in der Mitte sitzen können (da säße dann die untere Hälfte des unteren Chassis) Aber dadurch, dass das Rohr exakt in der Mitte sitzt werden die im Resonanzvolumen entstehenden Wellen perfekt neutralisiert. Mit jeden Zentimeter, welches das Bassreflexloch aus der Mitte herauswandert verstärken sich störende Resonanzfrequenzen im Tiefmitteltonbereich.
Und zweitens. Mit mehr Volumen, hätte das Bassreflexrohr länger werden müssen, man hätte die Box tiefer bauen müssen, dann wäre das Volumen noch weiter gewachsen, ...... Es gäbe für dieses Chassis genau einen 'sweet spot' und genau den habe der Konstrukteur getroffen. Laut KI ist das in der Box vorhandene Volumen, die Höhe des Resonanzraum (längste möglich stehende Welle) Die Länge des Bassreflexrohres in der Kombination exakt so angeordnet das jedwede potentielle störende Resonanz rein physikalisch verhindert wird und der Lautsprecher bis runter auf 29 Hertz präzise entsprechend seiner Kennlinie arbeiten kann. Ohne jegliche Resonanzverstärkung oder Verlust an Präzsision..... ohne sonstige konstrukjtive maßnahmen. Dabei seien die gewählten Werte perfekt auf technische Daten des konkreten Chassis abgestimmt. Laut KI hätte jede Veränderung der Maße in jedem einzelnen Punkt immer eine weniger ideale Kombination ergeben und Fehler erzeugt, die man durch andere Maßnahmen wieder hätte kompensieren müssen.
Kurz gesagt Ich weiß nicht, ob die KI sich da etwas zusammen-halluziniert hat, aber die Antworten klangen sehr plausibel, zumal die KI mich ausdrücklich darum bat, ihr jedes einzelne Maß zu schicken bevor sie zu diesem Ergebnis kam:
Ich weiß nicht, wer damals bei ACC Acoustik diese Box konstruiert hat aber er scheint genau gewusst zu haben, warum er sie präzise so und in keiner Weise anders gebaut hat :-)
Und im Nachhinein erklärt sich mir, warum mich diese Box mit im Verhältnis wirklich grandiosen präzisen Tiefbass ohne jegliches Wummern von Anfang an so überzeugt hatte....
Vor 8 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 8 Stunden von timo.)
Zu KI und unserem Hobby muss ich in jedem Falle antworten. In der Tat kommen teilweise interessante Antworten. Wenn ich dann bestimme Quellen mit reinbringe! Kommen teils 180 grad verschiedene Schlussfolgerungen.
Ich habe zwei verschiedene KI täglich in gebrauch. ChatGPT und Claude. Wenn ich die gleiche Frage stelle kommen komplett unterschiedliche Antworten. Bei Claude scheint es nur die nordeuropäischen Chassis zu geben.
Wenn man speziell nach Präzision im Treiber frage, steigen viele komplett aus. Dann kommen nur noch Schätzungen.
Kürzlich wurde mir ein faital angezeigt. Der wirklich sehr gut ist, dann habe ich nach Besserung gefragt und Tage zuvor hat er genau andersrum gedacht.
Also komplett unzuverlässig.
Mache mal bitte den eigentest. Den Chat hast du sicher noch. Widerspreche der Ki und schaue mal was passiert. Sag ihm dass du nicht glaubst was er schreibt denn du hättest praktische Erfahrung, und es würde dröhnen wie er es vorschlägt! Tolle antworten wirst du bekommen. Grüße Timo
(Vor 9 Stunden)MHouben schrieb: Zum einen: Mein Gedanke war korrekt. Hätte der Konstrukteur das Trennbrett nicht eingezogen hätte das Bassreflexrohr nicht mehr in der Mitte sitzen können (da säße dann die untere Hälfte des unteren Chassis) Aber dadurch, dass das Rohr exakt in der Mitte sitzt werden die im Resonanzvolumen entstehenden Wellen perfekt neutralisiert. Mit jeden Zentimeter, welches das Bassreflexloch aus der Mitte herauswandert verstärken sich störende Resonanzfrequenzen im Tiefmitteltonbereich.
Das BR-Rohre exakt in der Mitte sitzen sollten, habe ich bisher auch noch nie gehört. Wenn das Brett nicht da gewesen wäre, hätte man das Rohr ja auch etwas höher setzen können, damit es wieder in der Mitte sitzt. Warum wird das nicht immer so gemacht?
Zitat:Und zweitens. Mit mehr Volumen, hätte das Bassreflexrohr länger werden müssen, man hätte die Box tiefer bauen müssen, dann wäre das Volumen noch weiter gewachsen, ...... Es gäbe für dieses Chassis genau einen 'sweet spot' und genau den habe der Konstrukteur getroffen. Laut KI ist das in der Box vorhandene Volumen, die Höhe des Resonanzraum (längste möglich stehende Welle) Die Länge des Bassreflexrohres in der Kombination exakt so angeordnet das jedwede potentielle störende Resonanz rein physikalisch verhindert wird und der Lautsprecher bis runter auf 29 Hertz präzise entsprechend seiner Kennlinie arbeiten kann. Ohne jegliche Resonanzverstärkung oder Verlust an Präzsision..... ohne sonstige konstrukjtive maßnahmen. Dabei seien die gewählten Werte perfekt auf technische Daten des konkreten Chassis abgestimmt. Laut KI hätte jede Veränderung der Maße in jedem einzelnen Punkt immer eine weniger ideale Kombination ergeben und Fehler erzeugt, die man durch andere Maßnahmen wieder hätte kompensieren müssen.
Es ist schon lustig, was sich die KI alles zusammenreimt. Noch, muss man sagen.
Wie groß ist das Volumen? Ich habe mal 56 Liter angenommen. Die SPH-165CP sind eher für weniger Volumen ausgelegt, aber in 56 Liter komme ich auf ca. 35 Hz. Die 5-6 Liter oben hätte man auch noch mitnehmen können, daduch hätte sich auch nicht viel geändert. Aber vielleicht war es dem Konstrukteur doch zu viel des Guten?
Jetzt sieht man auch, warum die Chassis festsaßen. Durch die Lackierung ist die Aussparung wohl enger geworden und zusätzlich hat die Farbe die Chassis noch ein bisschen fest geklebt.
Hi allesamt,
stehe ich jetzt auf dem Schlauch oder wird die Baßreflexabstimmung bei gegebenem Reflexrohr nicht sogar tiefer, wenn man das Gehäuse vergrößert ;o) => Das Reflexrohr hätte also für die gleiche Abstimmung kürzer werden müssen.
Die KI liegt hier auch falsch!
Gruß
AR
(Vor 7 Stunden)AR schrieb: Hi allesamt,
stehe ich jetzt auf dem Schlauch oder wird die Baßreflexabstimmung bei gegebenem Reflexrohr nicht sogar tiefer, wenn man das Gehäuse vergrößert ;o) => Das Reflexrohr hätte also für die gleiche Abstimmung kürzer werden müssen.
Die KI liegt hier auch falsch!
Gruß
AR
Nun gehen die beiden vom Linken Lautsprecher per Post zur Reparatur, ...
Hallo Michael,
wo wirst du reparieren lassen?
Ich suche aktuell auch noch eine zuverlässige Quelle.
Bei mir geht´s um ein etwas größeres Chassis (EV DL18W) - mit der Lautsprechermanufaktur Mannheim, der Firma Neef und PPA-Audio hatte ich schon Kontakt.
Am ehesten scheint mir die Lautsprechermanufaktur geeignet... aber Erfahrung habe ich noch keine.
Aber vllt ja jemand anderes hier.
Weiter oben habe ich schon die Soundgarage Rainer Rihm in Leingarten empfohlen. Da habe ich schon knapp 20 Chassis Refoamen und auch Reconen lassen. Gute Arbeit dort und ein sehr freundlicher Rainer Rihm.
Vor 5 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 45 Minuten von MHouben.)
Zum einen, Soundgarage ist Notiert, genau wie 'lautsprechermanufaktur' ich werde beide mal per mail anfragen und um Kostenvoranschlag bitten.....
Was nun die KI Frage angeht....
Ich schrieb ja ausdrücklich, dass die KI möglicherweise Halluziniert hat. Ich selbst habe zwar genug physikalische Grundbildung um Resonanzfrequezen etc zu verstehen, habe mich aber nie selbst mit Bau und Berechnung von Lautsprechern beschäftigt, insofern ist es auch möglich, dass ich meinem vorherigen Post ein (aus dem Kopf heraus und viele Stunden später) das eine oder andere Detail der KI-Argumentation auch falsch widergegeben habe.
Die Originaldiskussion fand im Liegestuhl per Chat auf meiner Gartenliege statt, verteilt sich insgesamt auf drei Chats, aber hier Auszüge:
Zunächst zwei aus dem allgemeinen Teil in dem ich die KI mit geschätzten Werten gefüttert hatte,
1. Unterdrückung von Gehäuseresonanzen (Stehende Wellen)Ein 80 cm hohes, schmales Gehäuse verhält sich akustisch wie eine Orgelpfeife. Im Inneren bildet sich bei einer bestimmten Frequenz eine sogenannte stehende Welle (Gehäuseresonanz) aus.Bei 80 cm Innenhöhe liegt die tiefste Resonanz (die Lambda-Halbe-Welle) bei etwa 215 Hz.Bei dieser Resonanz ist der Luftschall-Druck an den Enden (oben an der Trennwand und unten am Boden) am höchsten.Die Luftteilchen-Geschwindigkeit (Schnelle) ist hingegen exakt in der Mitte (bei 40 cm) am höchsten, während der Druck dort theoretisch null ist.Der Clou: Ein Bassreflexrohr benötigt Druck, um zu arbeiten und den Bass zu verstärken. Wenn man es genau in die Mitte (Druckminimum der Störfrequenz) setzt, "sieht" das Rohr die störende 215-Hz-Resonanz kaum. Dadurch wird verhindert, dass dieser unerwünschte Mittelton-Schall durch das Rohr nach außen dröhnt und das Klangbild verfärbt.
Warum das Bassreflexrohr trotz der asymmetrischen Chassis oben genau in der Mitte sitzt: Dass die beiden Tieftöner zusammen im oberen Bereich sitzen und das Bassreflexrohr darunter mittig platziert ist, ist die ideale akustische Antwort auf diese Geometrie: Bekämpfung der stärksten stehenden Welle: Durch das Einziehen der Trennwand wurde der Resonanzraum für den Bass präzise auf etwa 80 cm begrenzt. Die prägnanteste stehende Welle (Resonanz) bildet sich genau entlang dieser vertikalen Achse aus. Da das Reflexrohr nun mathematisch exakt in der Mitte dieser Luftsäule (bei ca. 40 cm) platziert wurde, sitzt es im exakten Geschwindigkeitsmaximum (Schnelle-Maximum) und im Druckminimum dieser Störfrequenz. Dadurch "atmet" das Rohr den Tiefbass sauber ein und aus, transportiert aber keinerlei störendes Dröhnen des Mitteltonbereichs nach draußen. Strömungstechnischer Abstand: Ein Bassreflexrohr benötigt im Gehäuseinneren zu allen Wänden und Barrieren idealerweise einen Mindestabstand, der seinem eigenen Durchmesser entspricht. Da die beiden Monacor-Chassis mit ihren wuchtigen Magneten und Körben viel Platz im oberen Bereich beanspruchen, sorgt die tiefere, mittige Platzierung des Rohres dafür, dass der Luftstrom im Inneren nicht durch die Treiberrückseiten blockiert oder verwirbelt wird (Vermeidung von Strömungsgeräuschen/„Port Chuffing“).Der Konstrukteur hat hier ein hervorragendes Gespür für Geometrie bewiesen: Er hat das Gehäusevolumen künstlich verkürzt, um die Resonanzfrequenzen in kontrollierbare Bereiche zu verschieben, und das Reflexrohr genau an dem mathematischen Punkt platziert, an dem es am saubersten arbeitet.
und nachdem ich dann auf nachfrage der KI die Maße (wenn auch nicht millimetergenau) gemessen und übermittelt hatte kam:
Schaut man sich professionelle Simulationsprogramme an, verlangt der SPH-165CP in einer Doppelbestückung (zwei Chassis parallel) für eine audiophile, lineare Abstimmung ein Netto-Volumen von exakt 55 bis 65 Litern.Wenn dein Gehäuse schätzungsweise 65 Liter groß ist, abzüglich des Volumens für die Verstrebungen, den Hochtöner und die Frequenzweiche, bist du vollkommen im physikalischen Optimum gelandet.Das von dir gemessene Tuning bei 27 bis 29 Hz (7 cm Rohr, 17 cm Tiefe) passt wie die Faust aufs Auge.Es ist keine "Notlösung" oder überdämpfte Abstimmung mehr, sondern eine absolut perfekt berechnete Interlineare- oder Butterworth-Abstimmung für genau dieses CP-Chassis.
So weit die KI - und: wenn der Konstrukteur die obere Trennwand nicht eingezogen hätte, hätte das Bassreflexrohr für ähnliche Abstimmung 10 cm höher platziert werden müssen - und wäre dann IM unteren Tieftöner gelandet. :-)
Wie gesagt. Ich selbst kenne die Regeln und Tricks nicht, insofern .... Habe ich nach den hier gelesenen Anmerkungen mal Claude gezeigt, was sein Google-Kollege da geschrieben hatte: Antwort:
**Google KI halluziniert komplett - gleich mehrfach:**
**1. Bassreflexrohr-Berechnung ist Physik, keine Philosophie:**
- 7 cm Durchmesser, 17 cm Länge, 65L = **~50-52 Hz**, nicht 27-29 Hz
- Das ist simple Helmholtz-Resonator-Formel, kein Interpretationsspielraum
- **27-29 Hz ist physikalisch unmöglich** mit diesen Maßen
**2. "Druckminimum bei stehender Welle" ist Unfug:**
- Bassreflexrohre arbeiten mit **Helmholtz-Resonanz**, nicht mit Orgelwellen
- Die Positionierung hat mit Strömung zu tun, nicht mit 215-Hz-Stehwellen
- Bei 50 Hz ist die Wellenlänge **6,8 Meter** - im 80cm-Gehäuse irrelevant
**3. "Butterworth-Abstimmung auf 27 Hz":**
- Für Butterworth müsste fb/fs ≈ 0,7-0,8 sein
- Bei Fs=35 Hz wäre das **24-28 Hz** - aber das Rohr geht **nicht auf 27 Hz!**
- Selbst wenn: Bei 27 Hz wäre der Chassis schon längst überlastet
**Realität:**
- Box ist auf **~50 Hz** abgestimmt
- Das ist **QB3-ähnlich** (fb/fs ≈ 1,4) = knackig, schnell, kontrolliert
**Google KI hat Formeln ignoriert und Märchen erzählt.** Bleib bei den Sicken-Reparatur - die Konstruktion ist solide!
50-52 Hz Abstimmung trifft exakt den Schlagzeug-Sweetspot:
Die 2,5-Wege-Anordnung mit zwei SPH-165CP im Bass gibt dir:
Schnelles Einschwingverhalten (keine Überbetonung unter Fs)
Hohen Pegel ohne Kompression (doppelte Membranfläche)
Präzise Impulswiedergabe.
Kein HiFi-Tiefbass-Monster, sondern Live/Studio-Monitor-Charakter.
Bei Musik mit synthesiertem Tiefbass (<40 Hz) wird's dünn, aber für akustische Instrumente, Rock, Jazz ist das die bessere Wahl als eine auf 35 Hz abgestimmte träge Box.
Klassischer "Fast & Punchy" statt "Deep & Boomy" Ansatz
Nachfrage: Und was könnte es zu bedeuten haben, dass der Konstrukteur aber offensichtlich einen Sinn darin sah, das Bessreflexrohr exakt in der Mitte des Resonanzraumes zu positionieren (das war der Ausgangspunkt der Frage?
Gute Frage - aber vermutlich viel prosaischer:
Praktische Gründe für mittige Position:
Symmetrie/Optik - mittig sieht einfach besser aus als irgendwo unten
Abstand zu den Chassis-Magneten - die ragen nach hinten, Rohr braucht Platz
Strömung - gleichmäßiger Abstand zu allen Wänden verhindert Turbulenz
Verstrebung - wenn innen verstrebt ist, könnte Mitte der beste freie Platz sein
Montage - mittig am einfachsten zu bohren/fräsen bei aufrechtem Gehäuse
Zur stehenden Welle bei 215 Hz:
Die gibt's, ja - aber ist schon durch Trennwand stark gedämpft
Rohröffnung hat bei 215 Hz kaum Einfluss (Wellenlänge 1,6m vs. 7cm Rohr)
Wichtiger: Weiche trennt den unteren Bass-Chassis bei ~300-400 Hz - der gibt bei 215 Hz eh wenig ab
Occam's Razor: Mittig = bester freier Platz bei kompaktem Gehäuse mit zwei dicken Chassis oben.
Die Google-KI hat sich an der mittigen Position festgebissen und rückwärts eine Theorie konstruiert. Funktioniert die Box? Ja. Reicht als Erklärung. Konstrukteure der 2000er waren Praktiker, keine Akustik-Philosophen.
Ich experimentiere zur Zeit beruflich aber auch im Hobby mit KI - und dies ist wohl wieder ein gutes Beispiel für Halluzinationen von KI
Aber letztlich egal, ich habe die Box vor rund 25 Jahren gekauft, weil sie mich nach umfangreichem Probehören in diversen Kölner HifiStudios in der Preisklasse bis damals 1500 € am meisten überzeugt hatte. Eben auch bei einer LifeAufnahme eines Schlagzeugsolos von Billy Cobham.... Aber auch alte Scorpions, oder neuer Prince oder Keith Jarret, das waren die 4 TestCD, die ich damals dabei hatte :-)