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Ja, auch von mir herzlichen Danke fuer das erinnern an diese Diskussion .... Und ich habe auch die aeltere Diskussion jetzt noch etwas besser verstanden, wie seinerzeit..... Und ja, ich finde es passt super ...fast zwingend ...:-) zu Deinem Thema/Text hier. Auch der Uebergang zwischen Monopol und Kardioid finde ich hoch interessant und wuerde ihn reinnehmen.
Herzliche Gruesse
Michael
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Moin zusammen,
@Michael
Zitat:Ich haette noch einen Vorschlag fuer eine Erweiterung: Richtwirkung durch Anordnung von zwei oder mehreren Lautsprecher hintereinander, die zeitlich verzoegert abstrahlen und so vorallem im Bassbereich nach vorne buendeln.
Kennst Du/Ihr diesen Thread im DIY Audio Forum schon?
Ein praktisches Beispiel, aufgebaut, gemessen, nicht allzu gross und ein xls-sheet zur Berechnung dazu...
Gruß,
Christoph
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Gaga schrieb:Kennst Du/Ihr diesen Thread im DIY Audio Forum schon? Hi, danke ..kannte ich schon in einem anderen Zusammenhang. Ist aber nicht das gleich .... wegen der Kombination mit dem Dipol Prinzip. Aber fand ich auch sehr lesenswert.
Herzliche Gruesse
Michael
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So, ich habe den Kardioid noch hinzugefügt. Einmal einen Idealen und bei den Beispielen einen Subwoofer. Auch mit Hochpass vor dem hinteren Treiber.
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Frage ..Um einen idealen Kardioid zu erzeugen muss der Schall für den hinteren Lautsprecher für alle Frequenzen
a) um die gleiche Laufzeit verzögert werden?
b) Frequenzabhängig verzögert werden?
Herzliche Gruesse
Michael
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newmir schrieb:Frage ..Um einen idealen Kardioid zu erzeugen muss der Schall für den hinteren Lautsprecher für alle Frequenzen
a) um die gleiche Laufzeit verzögert werden?
b) Frequenzabhängig verzögert werden?
Um die gleiche Laufzeit.
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Gut das ich das jetzt weiss  . Nur verstehen tue ich es noch nicht. :mad:
Ich versuch es mal selbst:
Du sagst an einer Stelle, das ganze funktioniert im Prinzip wie ein Dipol ... deswegen muss der Schall nach hinten raus erstmal verpolt sein. Wie die Abstrahlung dazu aussieht hast Du gezeigt. Seitlich bei +/-90 Grad treffen sich z.B. Druckmaximum von vorne und Druckminimum von hinten und löschen sich aus.
Dann wird (anders wie beim Dipol) hinten noch verzögert .... entspricht ja (weil ich es mir besser vorstellen kann) nach vorne frueher. Ein Druckmaximum von vorne ist dann also schon weiter "nach hinten", wenn es sich mit dem Minimum trifft. Je mehr hinten verzögert (je früher vorne abgestrahlt wird), um so mehr biegt sich der Winkel für die minimale Abstrahlung nach hinten. Irgendwann ist er dann bei +/- 180 Grad und Du hast Dein Kardoid. Soweit so gut. Erstaunlich nur, dass dabei die Abstrahlung nach vorne auch noch besser gebuendelt wird, als beim Dipol .......
Herzliche Gruesse
Michael
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07.07.2016, 14:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.07.2016, 14:50 von BiGKahuunaBob.)
Hi Nils,
wäre das was was HK Audio treibt dann eher unter Schallführung oder "Kammer mit Schlitz" einzuordnen?
BTW: Sehr interessante Konstruktion
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Das würde ich eher als Diffraktionshorn oder sowas einstufen...
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Das sieht auch wie der Querschnitt eines Plane Wave Formers für Line Arrays. Der teilt die Schallwelle vertikal in Segmente auf und sorgt dafür, dass deren Laufzeit am Ausgang identisch ist. Das hat zur Folge, dass sich das Konstrukt wie ein Linienstrahler (aus vielen Einzelquellen) verhält. Mit sowas hatte ich auch schon rumgespielt. Dummerweise entstehen in den Kanälen Resonanzen.
Das Prinzip ist also schon etwas komplexer als die "Kammer mit Schlitz". Der Tieftöner dahinter arbeitet aber im Grunde auf eine Kammer mit Schlitz, da ja der Hochtöner ihn teilweise verdeckt.
Hast du einen Link zu dem Lautsprecher?
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FoLLgoTT schrieb:Hast du einen Link zu dem Lautsprecher?
Der obige Abbildung ist von dem Modell hier:
http://hkaudio.com/products.php?id=414
HK Audio nennt das wohl "Multicell Transformer ", kommt in der Form noch bei anderen Modellen zum Einsatz.
FoLLgoTT schrieb:Das sieht auch wie der Querschnitt eines Plane Wave Formers für Line Arrays (...) Dummerweise entstehen in den Kanälen Resonanzen.
Die argumentieren, dass sich durch diese Konstruktion gerade Resonanzen vermeiden lassen.
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BiGKahuunaBob schrieb:HK Audio nennt das wohl "Multicell Transformer ", kommt in der Form noch bei anderen Modellen zum Einsatz.
Ja, jeder Hersteller nennt es irgendwie anders, damit es besonders nach High-Tech klingt.
Anscheinend haben sie aber noch in eine bestimmte Richtung optimiert, denn die Segmente sind unterschiedlich groß und nicht Symmetrisch zur Mitte. Was das genau bewirkt, kann ich nicht sagen
Zitat:Die argumentieren, dass sich durch diese Konstruktion gerade Resonanzen vermeiden lassen.
Sie beziehen sich auf der Seite aber auf den Subwoofer und nicht auf den Wave Former.
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FoLLgoTT schrieb:Das sieht auch wie der Querschnitt eines Plane Wave Formers für Line Arrays. Der teilt die Schallwelle vertikal in Segmente auf und sorgt dafür, dass deren Laufzeit am Ausgang identisch ist. Das hat zur Folge, dass sich das Konstrukt wie ein Linienstrahler (aus vielen Einzelquellen) verhält.
Hi,
na das ist der ja gerade nicht. Es geht dort nicht darum eine plane wave durch gleiche Laufzeiten zu erzeugen. Die Laufzeiten sind nicht identisch - ebenso wenig wie die Öffnungsflächen am 'Tunnelende'.
Wie das Teil funktioniert ist dort aber auch recht gut beschrieben
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nailhead schrieb:Wie das Teil funktioniert ist dort aber auch recht gut beschrieben 
Wo denn? Das habe ich anscheinend übersehen.
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Ist auch bissl versteckt:
http://87.106.71.220/oma/hk/brochures/HK...de_neu.pdf
Seite 4/5
"Die Kernidee: Der MCT zerlegt die Wellenfront in neun kleine
Teilwellenfronten. Jede dieser Teilwellen wird
durch einen Horntrichter mit individueller
Lauflänge und Mundöffnung geführt."
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nailhead schrieb:http://87.106.71.220/oma/hk/brochures/HK...de_neu.pdf
Ah ok, danke.
Ja, das Ziel ist etwas anders als bei den üblichen Plane Wave Formern, das Wirkprinzip ist jedoch dasselbe. Im Grunde teilt man die eine Schallquelle in mehrere kleine auf, die sich virtuell auf einer (gekrümmten) Linie befinden. Das ist ein interessantes Konzept.
Mich wundert allerdings, dass die Wirkung schon so früh einsetzt. Allerdings steht bei der Messung nicht dabei, ob ein oder zwei Lautsprecher gemessen wurden
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FoLLgoTT schrieb:Sie beziehen sich auf der Seite aber auf den Subwoofer und nicht auf den Wave Former.
In dem von Nailhead verlinkten Doc wird argumentiert:
"Die sehr kleinen Volumina in den einzelnen Hörnern erzeugen lediglich Verzerrungen, die oberhalb des menschlichen Hörspektrums liegen. Der nutzbare Schalldruck steigt dadurch um bis zu 10 dB
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BiGKahuunaBob schrieb:In dem von Nailhead verlinkten Doc wird argumentiert:
"Die sehr kleinen Volumina in den einzelnen Hörnern erzeugen lediglich Verzerrungen, die oberhalb des menschlichen Hörspektrums liegen.
Das will ich erst in Messungen sehen, bevor ich das glaube.
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Jetzt hatte ich mal ein bisschen Zeit, mir das Konzept genauer anzuschauen. Ein 2-Weger, bei dem der untere Weg als Linienstrahler mit mehreren Tieftönern in einem horizontalen Horn realisiert ist und der Wave Former davor hängt. Der relativ lange Wave Former (der horizontal auch ein Horn ist) erklärt die recht konstante vertikale Bündelung. Man sieht sogar dort eine Nebenkeule der Tieftöner, die durch deren Abstand ziemlich genau bei der Trennfrequenz auftritt.
Das Konzept wirkt sehr durchdacht. Gefällt mir.
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