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Projekt Phonestion
#21
Heute habe ich den kleinen 15 cm Würfel mit dem Celestion Coax mal auf Stativ vor das Mikro gestellt und ein bisschen gedreht
   
Dabei kam dann folgendes heraus:
   
Die Weiche und Entzerrung ist nur schnell zusammengeklickt, damit man einen Überblick bekommt. Referenzachse ist hier 10°. Der TMT hat einen LR-6 Tiefpass, der HT hat LR-4 bekommen, das ergänzt sich dann mit dem natürlichen Hochpassverhalten ganz gut zu LR-6, so dass die akustischen Flanken und Phasen einigermaßen passen. Über 8 kHz wirds etwas unruhig, über 13 kHz kommt dann deutlich weniger, auch unter Winkel. Darunter sieht das eigentlich ganz gut aus, Abstrahlwinkel ca. 100-110° Die Trennung bei 2 kHz macht der Hochtöner ziemlich klaglos mit. Ich hab schon schlimmeres gesehen, und das war dann teilweise auch deutlich teurer. Wenn man was besseres haben will muss man wohl deutlich mehr investieren. Passiv wird man da wohl auch im Mittelton mit deutlich mehr Verfärbungen leben müssen.

An der Schallwandgeometrie sehe ich da gerade wenig Verbesserungspotential, aber etwas mehr Volumen möchte ich dem Gerät eigentlich doch geben...

Morgen werte ich dann noch die Messungen mit der großen Schallwand aus, vielleicht gibt das noch Inspiration.

Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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#22
Hey, das sieht ja schon richtig gut aus!  Ok_hand
Die schmale Schallwand scheint gut zu funktionieren. Ich würde es noch mit einem möglichst schmalen Trapez probieren (unten breiter, oben schmaler), das nach oben und unten noch ein bisschen weiter über das Chassis hinausragt. Dann wären die Kantenabstände noch unterschiedlich.

Bin gespannt...

Grüße
Chlang

[SIZE=2]Alle selbst ernannten Götter werden dir zürnen, wenn du dich nicht von ihnen erlösen lässt.

[/SIZE]:dont_know:
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#23
Disclaimer: Alle Messungen sich nicht Pegelkalibriert, aber mit identischem Anregungspegel (Svens STIC mit -3 dB, das sollten afaik 2V sein) gemessen. Messabstand immer 60 cm.

(Gestern, 23:42)Slaughthammer schrieb: Dabei kam dann folgendes heraus:
Ok, das ist vielleicht etwas kurz zusammengefasst gewesen, hier nochmal die rohen Messwerte für den kleinen Würfel:
           
Ich habe auch noch mit verschiedenen Normierungen des Abstrahlverhaltens experimentiert, das sieht egal für welchen Winkel immer recht unschön aus, es entstehen immer irgendwo deutliche Peaks. Wenn man es, so wie oben gezeigt, nach Energiefrequenzgang entzerrt passt es halt ganz OK, es gibt dann nur nicht den einen perfekten Winkel:
                   
Sonogramme, normiert auf 0°, 10° und 20°, das letzte dann nicht normiert mit manueller Entzerrung und die Entzerrung/Weiche.

Das ist sicherlich noch nicht die endgültige Entzerrung, ich hab das gestern Abend noch kurz im Bastelkeller so laufen lassen. Ist in der Umgebung mit 2 m Deckenhöhe und alles recht schallharter Umgebung schwer genau zu beurteilen, aber es stellte sich sofort ein Eindruck von einem einigermaßen neutralen Lautsprecher ein. Den PEQ bei 10 kHz habe ich dann beim Hören noch schnell um 0,5 dB abgesenkt (ist in allen gezeigten Entzerrungen schon so drin), vorher war die HiHat der "Nightmares Made Flesh" doch etwas zu aufdringlich. Ich hab dann noch mit einer leichten Absenkung um 2 kHz experimentiert, da sieht man ja auch eine leichte Spitze, das konnte ich aber gehörmäßig in der Umgebung nicht feststellen ob das besser wird, da könnte das 1,8 kHz Störsignal aus dem Netzteil auch noch mit reinspielen. Bassbereich stimmt natürlich auch noch nicht, schiebt aber schon ganz ordentlich, mit sehr ungleichmäßiger Raumunterstützung... wird man wohl erst am finalen Standort fertig machen können.

In dem jetzigen Minigehäuse komme ich mit dem Hochpass zusammen auf ein LR4 Verhalten mit einer Grenzfrequenz von 130 Hz. Um auf 100 Hz LR8 zu kommen bräuchte ich da noch ~6 dB Boost, das ist mir etwas zu viel. Etwas größer wird das Gehäuse also schon werden müssen. Ich hoffe aber ohne Resonator auszukommen.

Als nächstes dann die Erkenntnisse aus dem Messaufbau mit dramatisch vergrößerter Schallwand:
       
Schnell mit ein paar Leisten und Plattenresten zusammengespaxt.

Damit ich das auf mein Stativ bekomme war eine kleine Modifikation nötig:
   
Bleistiftstrich markiert die Drehebene. Messerriss 35 mm dahinter (15 mm Plattenstärke+20 mm Schraubleiste)
Und dann einfach abgelängt:
       

Leider habe ich erst nach dem Messen bemerkt, dass mein Stativ wohl doch nicht unendlich steif ist und sich unter dem Gewicht des nun deutlich schwereren DUT wohl etwas nach vorne neigt, wodurch die Drehebene nicht 100% stimmt. Was dann vor allem bei der 90° Messung zu interessanten Ergebnissen führte:
   
Da muss ich wohl noch mal mein Stativ um eine Abspannung nach hinten erweitern... irgendwann...

Also erstmal die rohen Messdaten:
           
(Ja, alle Diagramme sind exakt gleich skaliert so dass man ideal vergleichen kann!)

Und das ganze in VituixCAD geklöppelt:
   
Mit deutlich angepasster Weiche:
   

So, Zugfahrt fast zu Ende, ich mache jetzt vorerst Schluss hier. Muss heute Abend noch wieder zurückfahren, da mache ich mir dann mehr Gedanken dazu.

Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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