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Adapterkabel Chinch (RCA) ⇔ XLR: Verdrahtung je nach Einsatz? - Druckversion

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Adapterkabel Chinch (RCA) ⇔ XLR: Verdrahtung je nach Einsatz? - Okulyt - 03.11.2026

Hallo zusammen,

hin und wieder habe ich ja schon zu meinem Projekt 4-Wege aktiv – groß und mächtig - das eine oder andere gefragt.

Heute geht es mir um die Adapter Chinch (RCA) ⇔ XLR, die ich wohl brauchen werde – s. auch das Bild hier.

   

Die Kette:
  • Vorverstärker mit unsymmetrischen RCA-Ausgängen (Denon PRA-1100, Ausgangsimpedanz < 10 Ω, Pre-Out 1 V)
  • DSP (FIR-Lautsprecher-Management, 4 analoge Eingänge / 8 Ausgänge, alle XLR symmetrisch, Eingang 20 kΩ, max. +16 dBu, Ausgangsimpedanz 50 Ω)
  • Mehrere Endstufen mit unsymmetrischen RCA-Eingängen (Denon POA-800); die symmetrischen Endstufen (KTM N-Serie, voraussichtlich N960 und N1200) werden direkt per XLR–XLR angeschlossen
  • dahinter die Böxchen (die noch zu planen sind) mit Hörnern, Midbass und Sub.
    Immerhin Namen haben die schon bekommen, wahrscheinlich, also aktuell: Brocken (Heimat der Faust´schen Hexe Baubo) – Subs, Meißner (da, wo Frau Holle [germanisch Hulda] wirkt) – Midbass, und Hornsection. (*) Ob die Namen so bleiben, ist noch offen.

Aber jetzt zu den Kabeln – es gibt also zwei Adapter-Kabeltypen:
 
Kabel A: Vorverstärker RCA-Out → DSP XLR-In (unsymmetrische Quelle → symmetrischer Eingang)
Geplante Belegung: RCA-Innenleiter (Signal) → XLR Pin 2, RCA-Masse → Pin 1, und Pin 3 direkt an Pin 1 gebrückt im Stecker. Kritik?
Oder würdet ihr Pin 3 offenlassen? Manche DSP-Eingänge sollen mit offenem Pin 3 besser klarzukommen – was sind eure praktischen Erfahrungen?
 
Kabel B: DSP XLR-Out → Endstufe RCA-In (symmetrischer Ausgang → unsymmetrischer Eingang, nur für die POA-800)
Geplante Belegung: XLR Pin 2 → RCA-Innenleiter, XLR Pin 3 → RCA-Masse (als sauberer Signal-Rückleiter), Schirm am RCA-Ende floating, nur am XLR-Ende auf Pin 1.
Oder würdet ihr ganz anders verdrahten? Worauf ist da hinsichtlich des DSP Ausgangs zu beachten?

Die angedachten Kabellängen sind im Bild vermerkt.

Danke vorab, schönen Abend noch, schallende Grüße und bin gespannt, welchen Unsinn ich damit wieder verzapft habe
Rainer

P.S.: (*) In dem Fred  https://diy-hifi-forum.eu/showthread.php?tid=22395 hatte ich ja schon ein bisschen mehr erzählt und eine lebende Doku versprochen.
Das ist nicht vergessen und wird in den nächsten Wochen in einer ersten, im Wesentlichen beschreibenden Version kommen.


RE: Adapterkabel Chinch (RCA) ⇔ XLR: Verdrahtung je nach Einsatz? - Kalle - 03.11.2026

Hallo Rainer,
man findet im Netz jede Menge Schaltpläne für solche Adapter.
Ich verwende hier symmetrische Installationskabel, seit Jahrzehnten das sommer cable Albedo. 

Zu A:
Am XLR.Stecker wird ganz normal verlötet. Am RCA- Cinchstecker liegt 2 (+) am Mittelpin, Pin 3 (-) liegt an der Masse, der Schirm wird mit einem Widerstand (100 Ohm oder so) angelötet. So funktioniert der Schirm zuverlässig und eine Brummschleife existiert nicht.
Was mich irritiert, diese Leitung zwischen RIAA-Vorverstärker  und symmetrischem Analogeingang an meinem miniDSP Flex sorgt 
für eine Unterdrückung der Nadelgeräusche. Bei einem vollsymmetrischen RIAA kannn man so was erwarten. Dass dieser Effekt nur durch ein Adapterkabel entsteht, nehme ich gerne an Big Grin , kann es aber nicht verstehen oder erklären Sad .

Zu B:
ein symmetrischer Ausgang hat in der Regel eine doppelt so hohe Ausgangsspannung wie ein RCA Ausgang.
Das kann am Verstärker zu Übersteuern führen. Wenn man die Lautstärkeregelung am DSP vornimmt, muss man darauf achten, dass die Lautstärke dort nur bis cirka -20db optimal funktioniert. Bei mir sind die -20db gerade noch zu ertragen. Ich habe dehalb an den Verstärkereingängen ein kurzes Adapterkabel mit -20db dazwischen eingeschkeift....wenn es laut sein muss fliegt es natürlich heraus Rolleyes. Bei normalem Hören habe ich keinen Qualitätsverlust.
XLR-Stecker wird ganz normal verkabelt, am RCA Stecker geht 1 auf Masse, 2 geht auf den Mittelpin, 3 geht mit einem Widerstand, z.B. ( 100Ohm oder so) auf Masse. Keinesfalls 3 direkt auf Masse legen, das kann das kann das Ausgabegerät killen.

Wenn es was Genaues werden soll, bieten sich die Platinen von Herrn Funk an.
https://funk-tonstudiotechnik.de/SYMM-VERST.htm
Gruß Kalle