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Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 12.10.2026 Moin, Frage in die Runde ich sucher preiswerte Ersatzwerkstoffe für Sonofill und Konsorten Ikea Kissen sind mir bekannt, ich will aber Mattenware nehmen. Frage: Wie Messe ich am besten die Dämpfungseigenschafften der Stoffe, wie stark die Schall in bestimmten Frequenzbereichen reduzieren. Mein Ansatz wäre: Breitbänder -> ??cm Abstand - Testobjekt -- ??cm Abstand - Messmikrofon , gemessen mit Arata ? Erste Messung Breitbänder ohne Testopjekt dazwischen Nächste Messungen mit Testojekt dazwischen. Frage: ist der Ansatz so richtig, und in welchen Abständen sollten das Messojekt jeweils vom Breitbänder und vom Mic entfernt sein ? Ich will keine Wände Beruhigen, es soll nur die Reduzierung vom Schall ermittelt werden. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - mechanic - 12.10.2026 Moin Olaf, so habe ich das mal gemacht https://diy-hifi-forum.eu/showthread.php?tid=18681&highlight=Pentaton RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - JFA - 12.10.2026 (Gestern, 08:21)Olaf_HH schrieb: Mein Ansatz wäre: Bei dem Messansatz würde eine Spanplatte ziemlich gut abschneiden - kommt nichts durch. Mikrofon auf die gleiche Seite wie die Schallquelle setzen und die Reflexion messen? Da würde ein offenes Fenster besser abschneiden. Allein mit dem Gedankenexperiment zeigt sich, dass beide Tests für sich alleine für dein Vorhaben untauglich sind. Benutzt Du dagegen beide, dann misst du Reflexion und Transmission, und in Kombination kannst du dann das am besten schallschluckende Material herausfinden. Aber das heißt noch lange nicht, dass du damit auch herausfindest, welches Material im Lautsprecher zur Dämpfung der Gehäusehohlraummoden am besten funktioniert, denn dann reden wir noch über die akustische Impedanz des Materials, und die muss passen: ist sie zu hoch, dringt der Schall nicht genügend in das Material ein, und du erhältst nur ein Verschiebung (und leichte Dämpfung) der Modenfrequenzen - praktisch ein verkleinertes Gehäuse. Das passiert zum Beispiel mit Basotect. Eine zu kleine Impedanz ist dagegen mit geringer Dämpfungswirkung verbunden. Der beste Test ist tatsächlich, ein kleines Gehäuse zu bauen und die Wände mit den Testmaterialien zu belegen. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 12.10.2026 Erst mal Danke für die schnellen Antworten Den Link kann ich erst heute Abend angehen @JFA mir geht es in der Tat um die Bedämpfung des kompletten Rückwärtigen Schalls eines Breitbänders in einer Box, das dieser nicht von der Rückwand komplett reflektiert und auf den BB zurückgeworfen wird. Rückwand ist schichtweise aufgebaut mit Holz - Alu Butyl - 5mm Filz Davor will ich passendes Material verwenden um ab dem Mittenbereich den Schall zu reduzieren, bzw im Polyester in Wärme um zu wandeln. Bondum800 auf der Rückwand ist mir zu teuer, deswegen würde ich unterschiedliche Materialen ähnlich Sonofill nur in Dickerer Form testen wollen Für die Längsresonanzen würde ich einen IHA verwenden. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - walwal - 12.10.2026 Alles nur eine Frage des spezifischen Strömungswiderstandes und der Schichtdicke. Sind beide bekannt, kannst du das berechnen. Geht wunderbar hiermit: http://www.acousticmodelling.com/multi.php Vereinfacht gesagt muss für Bassabsorption der Strömungswiderstand niedrig und die Schicht dick sein, bei Hochton umgekehrt. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 12.10.2026 @walwal Danke für den Tipp. Leider stehen von dem Material keine Acoustischen Daten bzw Eigenschafften zur Verfügung. Daher der Test
RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - walwal - 12.10.2026 Lesestoff https://www.akustikforschung.de/know-how/prufverfahren-nach-norm/stroemungswiderstand-porositaet/ https://recording.de/threads/stroemungswiderstaende-von-gaengigen-materialien.230997/ RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - JFA - 12.10.2026 (Gestern, 10:53)Olaf_HH schrieb: @JFA mir geht es in der Tat um die Bedämpfung des kompletten Rückwärtigen Schalls eines Breitbänders in einer Box, das dieser nicht von der Rückwand komplett reflektiert und auf den BB zurückgeworfen wird. Diese Idee ist ja ganz gängig im HiFi, kommt aber von einem falschen Verständnis der Vorgänge in einem LS-Gehäuse. Der einfach reflektierte Schall von irgendeiner Rückwand ist nämlich überhaupt kein Problem; die Membran des Treibers ist dazu viel zu schwer, das bisschen Schall kriegt die nicht bewegt. Bei Folienwandlern ist das schon eine andere Sache, ganz besonders Elektrostaten, das musst ich mal auf die harte Tour lernen. Entscheidend sind die Moden, denn die stellen dem Chassis einen hohen Widerstand entgegen, es gibt die berüchtigten Einbrüche, und die gilt es zu dämpfen. Natürlich könnte man dann das Gehäuse vollstopfen, aber viel effektiver ist es, die Eigenschaften der Moden zu benutzen. Und dann stellt man fest, dass die Raummoden zwar nicht durch die Wand kommen, sich die Teilchen aber parallel zu ihr - auf ihr! - bewegen. Und in den Kanten ist das genau so, wobei dann noch eine weitere Richtung eingeschränkt ist. Das macht man sich mit Kantenabsorbern in der Raumakustik zu Nutze, wo es meistens nicht möglich ist, die ganze Wand/Boden/Decke zu bepflastern. Das kann man auch im LS-Bau genau so machen: einfach den passenden Schaumstoff in jede Kante, auf ganzer Länge, das macht schon richtig was. Ich klebe normalerweise auf jede Wand flächig Schaumstoff, weil das einfacher ist und noch mehr dämpft, aber eigentlich würde schon etwas in den Kanten ausreichen. Mein Favorit ist von Cellofoam der 470/471, in manchen Produkten mussten wir 461 UL wegen UL-Kennzeichnung einsetzen. Ob das die besten sind weiß ich nicht, aber sie waren gut verarbeitbar und wirksam, außerdem mit selbstklebender Schicht verfügbar. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 12.10.2026 (Gestern, 11:42)einfach den passenden Schaumstoff in jede Kante, auf ganzer Länge, das macht schon richtig was. schrieb: Ich klebe normalerweise auf jede Wand flächig Schaumstoff, weil das einfacher ist und noch mehr dämpft, aber eigentlich würde schon etwas in den Kanten ausreichen. Mein Favorit ist von Cellofoam der 470/471, in manchen Produkten mussten wir 461 UL wegen UL-Kennzeichnung einsetzen. Ob das die besten sind weiß ich nicht, aber sie waren gut verarbeitbar und wirksam, außerdem mit selbstklebender Schicht verfügbar. Hi, genau den versuche ich zu finden. Der Tipp mit dem Cellofoam 470/471 werd ich mal anschauen. Jetzt werde ich erst mal das 4qm2 Polyestervlies mit 60mm Stärke testen, was eben angekommen ist.
RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Gaga - 12.10.2026 Moin Olaf, Zitat:Mein Ansatz wäre: So in etwa hatte ich das hier mal gemacht (ich denke im LB3-Thread, bin aber nicht mehr sicher. Dort gibt es evtl. auch noch Details zum Messaufbau). Wie auch immer, ich habe einen Breitbänder von hinten an einen Kasten geschraubt, im Kasten dann eine definierte Dicke verschiedener Dämpfungsmaterialien (bei weichen Materialien zum Teil mit unterschiedlicher Kompression/Füllmenge) eingebracht und Messungen ohne vs mit Dämpfungsmaterial durchgeführt. Das Ergebnis ist in dieser Darstellung zusammengefasst: Gezeigt wird die Dämpfung bei unterschiedlichen Frequenzen gegenüber der Messung ohne Dämpfungsmaterialien. Es gilt natürlich was Jochen sagt: Zitat:Aber das heißt noch lange nicht, dass du damit auch herausfindest, welches Material im Lautsprecher zur Dämpfung der Gehäusehohlraummoden am besten funktioniert, denn dann reden wir noch über die akustische Impedanz des Materials, und die muss passen: ist sie zu hoch, dringt der Schall nicht genügend in das Material ein, und du erhältst nur ein Verschiebung (und leichte Dämpfung) der Modenfrequenzen - praktisch ein verkleinertes Gehäuse. Das passiert zum Beispiel mit Basotect. Eine zu kleine Impedanz ist dagegen mit geringer Dämpfungswirkung verbunden. In der Praxis nutze ich daher Basotect oft mit einer weiteren Schicht darauf, wie z.B. Fibsorb (das hatte ich mir irgendwann von Christoph Gebhard abgeschaut), um Reflexionen an Basotect durch die relativ hohe akustische Impedanz zu vermeiden. Dennoch finde ich diese Messung relativ brauchbar, es lässt zumindest die frequenzabhängige Dämpfung bei einer gegebenen Schichtdicke abschätzen. Wenn das Maerial auf einer (weitgehend) reflektierenden wand sitzt, muss der Schall halt 2 x durch.... Und natürlich kommt es auf den Einsatzzweck an, d.h. willst Du in einem BR-Gehäuse möglichst im Bass verustfrei Mitteltonanteile dämpfen, oder in einem Mitteltobgehäuse möglichst alles wegdämpfen. Grüße, Christoph RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 12.10.2026 @Gaga Christoph, Du hast also nn deinen Messreihen ein Chassis in die Rückwand einer Kiste (oder ähnlich) Geschraubt und dann mit dem zu messenden Material gefüllt und aufgeschrieben, wie viel dB gegenüber dem Zusand ohne Material verloren gehen ? Weißt Du noch, in welchen Abstand Du das Mic hattest ? Im Grunde genommen das was ich machen wollte. Werde es einfach mal Testen, Material ist alles da. Genau wir KI Modellationen ein sehr spannendes Thema. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Gaga - 12.10.2026 Moin Olaf, ja, ich habe eben noch nachgeschaut. Ich hatte den Breitbänder von hinten auf eine Holzplatte montiert (54cm x 40 cm) und vorne ein Platikgehäuse aufgeschraubt (Maße habe ich noch nicht gefunden, aber die Tiefe, d.h. Schichtdicke der eingebrachten Materialien war 16 cm). Ichhabe mit Sicherheit ziemlich nahe am Material gemessen, um Raumeinflüsse und den Einfluß des von der Rückseite des Breitbänders abgestrahlten Schalls (ich hatte an der Rückseite des Bretts einfach eine ziemöich dicke Schicht Dämpfungsmaterial angebracht) zu minimieren. Falls ich noch ein Foto vom Messaufbau finden sollte, poste ich das hier. Aber das ist halt auch schon deutlich über 10 Jahre her.... Bin gespannt, was Du messen kannst. Grüße, Christoph RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 12.10.2026 Du hast immer die Box komplett geschichtet / gefüllt ? Mir geht es um einen Vergleich wie sich 20mm Sonifill zu 20mm Bondum zu 60mm Ikea Material in der Durchlässigkeit verhalten. Ich denke zum testen werde ich das mal angehen. nen Breiti mit 10 oder 13cm habe ich, soll ja ab 350 ~ 400 -bis ~~ Hertz für mich Aussagen ergeben. Es wird ja der Unterschied verglichen, ohne Dämmaterial zu verschiedene Materialien, bei entsprecher Spreizung in Arta solle was zu sehen sein. Und wenn's so nicht funktioniert, ist auch nicht so wild, das Gehäuse was ich dafür nehme wird später eine Kiste für den Schreibtisch mit 16er PM hinten. Danke für deine Mühen RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Gaga - 12.10.2026 Zitat:Du hast immer die Box komplett geschichtet / gefüllt ? Ja, immer 16cm. Grüße, Christoph PS: Der Breitbänder war ein Multicel MS-115. Also relativ klein. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Koaxfan - 13.10.2026 Triggerwarnung - diese Antwort wurde unter Nutzung eines Computers, einer KI und nach dem Konsum einer Tasse Kaffee erstellt. 1. Wie würde ich messen? Dein Versuch mit Breitbänder, Dämmmaterial und Mikrofon misst zunächst die Schalldurchlässigkeit, nicht die Absorption. Eine Spanplatte würde dabei hervorragend abschneiden, obwohl sie kaum Schall absorbiert. Für einen echten Materialvergleich wäre ein Zweimikrofon-Impedanzrohr nach ISO 10534-2 die saubere Lösung. Für Deinen Anwendungsfall würde ich aber eher direkt im Gehäuse messen: - Breitbänder in ein definiertes Testgehäuse einbauen. - Zunächst ohne, dann mit verschiedenen Materialien messen. - Elektrische Impedanz und Schalldruck vor der Membran mit ARTA erfassen, bei Bedarf zusätzlich den Schalldruck im Gehäuse. - Besonders die Resonanzen und ihr Abklingverhalten ab 350–400 Hz vergleichen. - Materialmenge, Schichtdicke, Kompression und Position dokumentieren. Zum Schluss die Ausgangsmessung wiederholen. Damit siehst Du nicht nur, was ein Material durchlässt, sondern auch, was es im Lautsprecher tatsächlich bewirkt. 2. Drei Ansätze, die ich interessant fände A. Geschichteter Absorber mit Luftabstand zur Rückwand Deine vorhandenen 60 mm Polyestervlies wären ein guter Ausgangspunkt. Ich würde nicht nur verschiedene Materialien vergleichen, sondern auch deren Anordnung: direkt auf der Rückwand, mit Luftabstand und eventuell mit unterschiedlicher Kompression. Der Gedanke dahinter: Strömungswiderstand, Schichtdicke und Schallschnelle bestimmen gemeinsam die Absorption. Die relevante Grundlagenarbeit dazu ist Bradbury, *The Use of Fibrous Materials in Loudspeaker Enclosures*, JAES 1976. Das wäre mein erster Versuch. Kostet praktisch nichts zusätzlich und lässt sich leicht messen. B. Gezielte Kantenabsorber statt flächiger Auskleidung Das würde ich als zweite Variante mit derselben Materialmenge ausprobieren: längs der Gehäusekanten angeordnete, beispielsweise dreieckige Absorber statt einer gleichmäßig belegten Rückwand. Damit lässt sich untersuchen, ob die Bedämpfung der Gehäusemoden durch geschickte Materialpositionierung verbessert werden kann. Man spart möglicherweise Material, ohne entsprechend viel Wirkung zu verlieren. Ob das bei Deiner Box funktioniert, muss allerdings die Messung zeigen. C. Verjüngter Absorptionskanal nach B&W beziehungsweise Laurence Dickie Das finde ich konstruktiv am spannendsten. Statt den rückwärtigen Schall einfach auf eine bedämpfte Rückwand treffen zu lassen, führt man einen Teil davon in einen sich verjüngenden, mit Absorptionsmaterial versehenen Kanal. B&W beschreibt solche Lösungen unter anderem im Patent US 7,201,252 B2. Laurence Dickie hat mit US 8,205,712 B2 einen verwandten Ansatz speziell für Bassreflexgehäuse entwickelt, bei dem die Bassreflexwirkung möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. Mit Holz oder 3D-Druck könnte man einen gefalteten Kanal als austauschbaren Einsatz bauen. Die Geometrie und Ankopplung müssten allerdings zum Chassis und Gehäuse passen. Das ist also eher ein kleines Entwicklungsprojekt als eine sofort fertige Lösung. Mein Vorschlag: Fang mit Deinem vorhandenen Vlies an, aber miss zuerst die Wirkung im Gehäuse. Vergleiche dann unterschiedliche Anordnungen bei gleicher Materialmenge. Wenn dabei noch ausgeprägte Störungen bleiben, wäre ein gezielter Absorptionskanal eine interessante nächste Entwicklungsstufe. Den IHA, den Du ohnehin für die Längsresonanzen vorsiehst, würde ich dabei zunächst außen vor lassen, damit Du die Wirkungen sauber auseinanderhalten kannst. Gerade die Frage, ob man mit weniger, aber geschickt angeordnetem Material bessere Ergebnisse erzielt, fände ich spannend. Quellen (erstaunlicherweise ohne YouTube und Reddit): Wissenschaftliche Originalarbeiten Diese Arbeiten bilden die physikalische Grundlage für die Materialauswahl, Positionierung und Messung. 1. Bradbury, L. J. S. (1976): The Use of Fibrous Materials in Loudspeaker Enclosures. Journal of the Audio Engineering Society, 24(3), 162–170. AES – Originalveröffentlichung Relevanz: Besonders wichtig für Olaf. Beschreibt experimentell und theoretisch die Wirkung von Fasermaterial auf Schallausbreitung und Dämpfung in Lautsprechergehäusen. 2. Delany, M. E.; Bazley, E. N. (1970): Acoustical properties of fibrous absorbent materials. Applied Acoustics, 3(2), 105–116. Originalarbeit, DOI 10.1016/0003-682X(70)90031-9 Relevanz: Grundlegendes empirisches Modell für die akustische Impedanz und Ausbreitungskonstante poröser Fasermaterialien. 3. Miki, Y. (1990): Acoustical properties of porous materials – Modifications of Delany-Bazley models. Journal of the Acoustical Society of Japan (E), 11(1), 19–24. Originalarbeit, Open Access Relevanz: Weiterentwicklung des Delany-Bazley-Modells, unter anderem für die Berechnung geschichteter Absorber. 4. Karjalainen, M. et al. (2001): Comparison of Numerical Simulation Models and Measured Low-Frequency Behavior of Loudspeaker Enclosures. Journal of the Audio Engineering Society, 49(12), 1148–1166. AES – Originalveröffentlichung Relevanz: Messungen und Simulationen des akustischen Verhaltens unterschiedlicher Lautsprechergehäuse unterhalb von 1 kHz. 5. Backman, J. (1996): Effect of Panel Damping on Loudspeaker Enclosure Vibration. AES Convention 101, Paper 4395. AES – Originalveröffentlichung Relevanz: Experimenteller Vergleich von neun Gehäusen mit unterschiedlichen Wandmaterialien und viskoelastischer Dämpfung. 6. Yang, M.; Chen, S.; Fu, C.; Sheng, P. (2017): Optimal sound-absorbing structures. Materials Horizons, 4, 673–680. Originalarbeit, DOI 10.1039/C7MH00129K Relevanz: Breitbandige Metamaterialabsorber und physikalische Grenzen ihrer minimalen Bautiefe. Der veröffentlichte Versuchsaufbau ist 10,86 cm dick und absorbiert breitbandig ab ungefähr 400 Hz. Normen und Messverfahren ISO 10534-2:2023 Absorptionsgrad und Oberflächenimpedanz mit Zweimikrofon-Impedanzrohr ISO 9053-1:2026 Bestimmung des statischen Strömungswiderstands poröser Materialien ASTM E2611-24 Viermikrofonverfahren zur Bestimmung von Schalldurchgang und weiteren akustischen Materialeigenschaften Patente Die Patentnummern und veröffentlichten Dokumente sind recherchiert. Die direkten Dokumentenlinks führen zu Google Patents, wo der Originaltext und die Zeichnungen reproduziert werden. Eine individuelle amtliche Dokumenten- und Rechtsstandsprüfung bei USPTO beziehungsweise WIPO war nicht vollständig möglich. Die Links sind deshalb Dokumentennachweise, keine abgeschlossene behördliche Verifikation. US 1,901,388 A (1933) - Irving Wolff, RCA - Abgestimmte interne Resonatorkammern gegen Gehäuseresonanzen US 2,293,181 A (1942) - Frederick E. Terman - Verjüngte Absorptionshörner mit absorbierendem Abschluss US 6,324,292 B1 (2001) - Mitsuhashi/Hamada, Pioneer - Resonanzrohre zur Unterdrückung stehender Wellen im Lautsprechergehäuse US 7,201,252 B2 (2007) - Stuart Michael Nevill, B&W - Mehrere verjüngte, platzsparend angeordnete Absorptionskanäle US 7,270,215 B2 (2007) - Enrique M. Stiles - Viskoelastisch bedämpfte Gehäuseverstrebungen US 8,205,712 B2 (2012) - Laurence George Dickie - Bassreflexgehäuse mit zusätzlichem verjüngtem Absorptionskanal WO 2018/047153 A1 (2018) - Ming Yang et al., Acoustic Metamaterials Group - Breitbandabsorber mit mehreren abgestimmten Resonanzkammern US 11,647,326 B2 (2023) - Oclee-Brown/Degraeve, GP Acoustics - Impedanzangepasste Ankopplung von Metamaterialabsorbern an Lautsprecher Für Deinen Anwendungsfall würde ich insbesondere US 2,293,181 A, US 7,201,252 B2 und US 8,205,712 B2 hervorheben. Alle drei behandeln die Führung und Absorption rückwärtiger Schallenergie; das Dickie-Patent berücksichtigt dabei ausdrücklich die Anforderungen eines Bassreflexgehäuses. Originaluntersuchungen und Herstellerdokumentation 1. HiFi-Selbstbau (2008): Schallabsorption im Lautsprechergehäuse, MindStorm Mk2 Vollständiger Versuchsbericht Material, Füllmenge und Positionierung im realen Lautsprechergehäuse werden messtechnisch verglichen. Einschließlich eines Versuchs mit internem Helmholtzabsorber. 2. HiFi-Selbstbau (2015): Trio+ Absorption Vollständiger Versuchsbericht Untersuchung unterschiedlicher Bedämpfungsvarianten in einer geschlossenen Mitteltonkammer mit Visaton AL130M. 3. KEF R&D: LS50 Meta / LS50 Wireless II Technical White Paper Originaldokument als PDF Technische Entwicklung der Metamaterialabsorption, Gehäuseverstrebungen, CLD und Bassreflexkanäle mit Messungen und Modellrechnungen. 4. Cellofoam: Datenblatt Cello 470/471 Originaldatenblatt mit Absorptionskurven, PDF Technische Kennwerte und Absorptionsmessungen für das von JFA empfohlene Material. 5. BASF: Basotect G+ Technische Dokumentation mit Absorptionskurven Herstellerseitig dokumentierte Schallabsorption unterschiedlicher Materialdicken, unter anderem im Impedanzrohr, Kunststoffe & Gummi Die beiden HiFi-Selbstbau-Artikel sind originäre DIY-Messberichte, aber keine peer-reviewten wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Die Angaben von KEF, BASF und Cellofoam sind technische Primärquellen der jeweiligen Hersteller. Fachbücher und Berechnungswerkzeuge 1. Allard, J. F.; Atalla, N. (2009): Propagation of Sound in Porous Media: Modelling Sound Absorbing Materials, 2. Auflage, Wiley. Fachbuch beim Verlag Vertiefende Grundlage für die Modellierung poröser Absorber und mehrschichtiger Systeme. 2. Yang, M.; Sheng, P. (2017): Sound Absorption Structures: From Porous Media to Acoustic Metamaterials. Annual Review of Materials Research, 47, 83–114. Fachreview Systematische Darstellung der Absorberphysik. Als Übersichtsarbeit keine unabhängige experimentelle Bestätigung der zuvor genannten Yang-Originalarbeit. 3. Acoustic Modelling: Multi-layer Absorber Calculator Online-Rechner Simulation geschichteter poröser Absorber, Luftspalte und resonanter Strukturen. 4. Gesellschaft für Akustikforschung Dresden: Strömungswiderstand und Porosität Technische Beschreibung der Messverfahren Beschreibung normbasierter Materialcharakterisierung und weiterführender Absorbermodellierung. Der Online-Rechner ist ein Werkzeug auf Basis veröffentlichter Modelle, kein unabhängiger Messnachweis. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Olaf_HH - 13.10.2026 Hallo Koaxfan vielen Dank für deine Mühen, hoffe der Kaffee war auch gut Die Test Links sind eine gute Idee. Danke. Den Artikel von HiFi Selbstbau hatte ich vor Jahren auch schon gelesen, aber irgendwie vergessen. Zu A: Das hatte ich in meinen Gemini Sessions letzte Woche auch erarbeitet. Welche Materialen wo am meisten Bringen. Zu B: Gute Idee, die Wände werden mit Alubutyl und Filz Belegt. Alles andere soll nur in Akustisch relevante Bereiche, z.B hinter das Chassis. Wo, wie von der KI Empfohlen direkt auf dem Filz, oder mit etwas Abstand muss ich in der Tat ermitteln. Zu C: Interessanter Ansatz, im Grunde was Jochen gestern schon angemerkt hat. Das ich in dem Gehäuse, was zu bauen ist, messen werde ist natürlich vorgesehen. Aber, weil ich ein Akustisch Technisch nicht Dokumentiertes Material (60mm Polyester) verwenden will, Ikea Kissen lässt grüßen, wollte ich Grundsätzlich das akustische Verhalten des Materals checken, da ich das dann auch in anderen Vorhaben verbauen würde, eventuell auch bei dem 600€ Battle für meinen Selbstbau LSP empfehlen würde als Preiswerten Ersatz für Sonofill / Bondum. Auf jeden Fall vielen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht und Tipps gegeben haben. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - JFA - 13.10.2026 (Vor 10 Stunden)Koaxfan schrieb: US 11,647,326 B2 (2023) - Oclee-Brown/Degraeve, GP Acoustics - Impedanzangepasste Ankopplung von Metamaterialabsorbern an Lautsprecher Der interessante Teil an diesem Patent ist der Bezug zu Metamaterialien, die Kef ja schon einsetzt. Allerdings weiß ich nicht, auf welches Patent sich die beziehen, da gibt es mehrere zu. Das wäre mal eine Aufgabe für die KI, die Patentkette auf die Reihe zu bekommen. RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - Kaspie - 13.10.2026 Hallo Olaf, Es gibt bei Action Umzugsdecken Lege die Acrylwatte an den Wänden und dann darauf Teile der Decke, evtl locker und mehrfach gefaltet. Das darf ruhhig unordentlich sein RE: Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko - walwal - 13.10.2026 Die Caruso-PET-Vliese sind aber dokumentiert. Du brauchst wie gesagt nur die Dicke und Strömungswiderstand. Aber 20 mm ist viel zu dünn, 200 wären gut. |