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  1. #1
    Hat Holzstaub geleckt...
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    Standard Wavecor TW030WA11 entzerren - Hilfe

    Hallo zusammen,

    ein Bekannter möchte in die Eigenentwicklung einsteigen und hat
    "einfach mal so" aus einem anderen Projekt einen TW030WA11 und
    einen Wf152CU14 in eine geschlossene Box geschraubt - die Schallwand
    war noch von einem Fräsexperiment über.

    Das ganze läuft an einem Hypex Fusion Amp.



    So misst sich der HT im Gehäuse:




    Mein Ziel ist es nun, ihm eine halbwegs vernünftige Weiche zu basteln,
    damit er davon ausgehend "spielen" kann und parallel zum Theorie lesen
    etwas zum probieren hat.

    Ich scheitere hier nun aber an der Entzerrung des HT.
    Obenrum bündelt er deutlich stärker, untenrum wenig - ich muss
    aktuell hoch und steil trennen, damit die Box nicht um 3Khz einen
    fetten Buckel im EFG bekommt - da muss ich doch irgendwo
    tüchtig Mist gebaut haben...

    Hier mal das aktuelle VituixCAD Projekt:
    https://drive.google.com/drive/folde...MI?usp=sharing



    Das Gezappel um 100 und 40Hz bitte ignorieren - in dem Raum in dem wir
    gemessen haben, liefen große Kühlschränke und sowas...
    Geändert von Sathim (06.11.2019 um 18:40 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    377

    Standard

    Hallo,

    ich würde den Bereich zwischen 2 und 5 kHz minimal absenken - 1 max 2 dB - und trotzden hoch trennen, dann wird es mit einen gleichmässigen EFG klappen...
    Liebe Grüße Willi

  3. #3
    Hat Holzstaub geleckt...
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    522

    Standard

    Das geht so - ja.

    Aber eigentlich sollte der HT doch auf dieser Schallwand auch
    tiefer trennbar sein, oder?

  4. #4
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    Standard

    Hallo,

    ich würde vor dem Setzen der Trennfrequenzen entzerren.

    - Hochtöner breitbandig mit Q 0,5 - 0,7 bei 2.000 Hz um 2-3 dB absenken, oben erstmal alles lassen und dann den Tmt entsprechend entzerren.

    Der strahlt ja auch noch fröhlich rund.

    Dann bei 1.500 Hz anfangen zu trennen, die kann der Hochtöner problemlos ab.

    Wobei - was spricht gegen eine hohe Trennung?

    VG
    Ludger

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
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    377

    Standard

    Zitat Zitat von Sathim Beitrag anzeigen
    Das geht so - ja.

    Aber eigentlich sollte der HT doch auf dieser Schallwand auch
    tiefer trennbar sein, oder?
    Ich habe viel rumexperimentiert und simuliert; und ich schaue immer, dass die Bündelung des TT bzw TMT zu der des HT passt... Da kommen automatisch höhere Trennungen bei heraus, wo dann der EFG zwar relativ stark, aber sehr gleichmässig abfällt.

    Bei den "Timmermanns-Trennungen" - der hatte den TW030 mal bei 1,2kHz getrennt, gibt es zwangsläufig den Buckel, weil das WG des HT dafür mMn zu klein ist...

    Viel mag es auch a) am geschmack - ich bin im tiefsten herzen ein Breitbänderfan - liegen; und b) vor Allem auch an der Einrichtung des Hörraumes - "Gelsenkirchener Barock" oder modern spartanisch....
    Liebe Grüße Willi

  6. #6
    Weil ich Bock d'rauf hab' Benutzerbild von hoschibill
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    Standard

    Moinsen
    Warum willst Du unbedingt tiefer trennen? Ich finde, die Simu sieht sehr gut aus. Phase, Bündelung, EFG - passt alles. Ich würde die Trennung nicht ändern. Wenn Du tiefer trennst, wirst Du Probleme mit dem Abstrahlverhalten kriegen. Hatte ich bei meiner Teltow auch. Habe da bei fast 3KHz getrennt, obwohl der HT 1500Hz könnte.

    Gruß Olli

    Scheiss' auf Eitelkeiten. Einfach nur Spaß am Hobby .

  7. #7
    Beschäftigter e. LS-Firma
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    610

    Standard

    Der TW030WA11 ist einer meiner beiden Lieblingshochtöner.
    Ich würde diesen keinesfalls so hoch trennen, das ist weder Sinn noch Zweck des Einsatzes eines Hochtöners mit Waveguide.
    Der Hochtöner kann in solch einer Kombination selbst mit Weiche 1. Ordnung um/unter 1.200 Hz getrennt werden.
    Die Bündelung im Hochton entsteht durch das Waveguide, ein Waveguide ist ja eigentlich ein Kurzhorn mit entsprechender Richtcharakteristik.
    Der Buckel bei 3 kHz ist den überflüssigen Phasen geschuldet. Ich muss bei 6 dB und gerader Schallwand mit starker Seitenabrundung mit einer passiven Weiche (+ 0,5/-1 dB) übrigens bei 3 kHz zugeben, mit völlig gerader Schallwand wird es etwas unruhiger.

    Mit dem Fusion Amp hat er ein potentes DSP mit ausreichend Biquads (15/Kanal) und kann den Buckel einfach absaugen.

    BG, Peter

  8. #8
    Heißmann-Acoustics Benutzerbild von Alexander
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    Hi

    Obenrum bündelt er deutlich stärker, untenrum wenig
    Das ist die Krux dieses HT. Da was stetig richtendes zu basteln ist nicht einfach. Sehr tiefe Trennungen passen da idR. so gar nicht, auch wenn es in Sachen Belastbarkeit uU. funktionieren würde.
    Das Mini-WG wirkt erst ab knapp unter ~3kHz. Tiefere Trennungen werden im EFG, wie Du geschrieben hast, um 3kHz aufbuckeln.

    Unter der Vorgabe "sauberes Richtverhalten in der horizontalen" hast Du alles richtig gemacht! Besser wird das vermutlich nicht mehr werden. Probehören ist jetzt an der Reihe

    Schöner LS!

    Viele Grüße
    Alexander

  9. #9
    Chef Benutzer Benutzerbild von Azrael
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    Standard

    Zitat Zitat von Wastler Beitrag anzeigen
    Der TW030WA11 ist einer meiner beiden Lieblingshochtöner.
    Ich würde diesen keinesfalls so hoch trennen, das ist weder Sinn noch Zweck des Einsatzes eines Hochtöners mit Waveguide.
    Der Hochtöner kann in solch einer Kombination selbst mit Weiche 1. Ordnung um/unter 1.200 Hz getrennt werden.
    Die Bündelung im Hochton entsteht durch das Waveguide, ein Waveguide ist ja eigentlich ein Kurzhorn mit entsprechender Richtcharakteristik.
    Es könnte doch auch sein, dass das WG, wie oben schon erwähnt, einfach zu klein für eine so tiefe Trennung ist, Das habe ich mir eigentlich schon gedacht, als ich den ersten Test dieses HTs in der HH gelesen habe.

    Viele Grüße,
    Michael

  10. #10
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    Standard

    Hallo,

    würde ebenfalls sagen, dass du auf einem guten Weg bist.
    Durch die hohe Trennung bist du in dem Bereich wo der LS in der horz. Abstrahlung stark aufweitet. Die Trennung "entzieht" in der vertikalen "Schallenergie" und gleicht die horz. Aufweitung etwas aus.

    Wie schon gesagt wurde, den Rest über Hörtests abstimmen.
    Es hilft vielleicht wenn du dir das normierte Sonogramm/FG in VituixCAD anschaust, um besser zu erkennen wo die Aufweitung am heftigsten ist, um den Achsen-FG zielgenau zu justieren (und immer die vertikale Abstrahlung etwas im Hinterkopf behalten).

    Persönlich richte ich mein Augenmerk auch auf die ersten seitlichen Reflexionen und schaue mir dazu die FG zwischen 40°-70° an; diese sollten möglichst gleichmäßig ohne/mit wenig "Buckel" abfallen - das wäre aktuell noch nicht erfüllt und müsste auf Achse eventuell noch etwas korrigiert werden, sollte aber in Ambivalenz mit dem Achsen-FG gesehen werden.

    Es spricht nichts dagegen aus dem Projekt einen sehr gut klingenden LS zu machen, da habe ich schon deutlich üblere Projekte fabriziert, wie hier festgehalten

    Gruß Armin

    UPDATE: mehr Bla, Bla...
    Geändert von ctrl (06.11.2019 um 18:04 Uhr)

  11. #11
    Hat Holzstaub geleckt...
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    Standard

    Danke für den umfangreichen Input! Habe noch das hier gefunden:

    https://www.lautsprechershop.de/hifi..._messungen.htm

    Gleiche Chassis, eckige 20cm Breite Schallwand, tiefe Trennung, sieht trotzdem sehr sauber aus.

    Wir werden mal noch ne eckige Schallwand probieren.
    Es geht vor allem ums Lernen.

  12. #12
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    Standard

    Zitat Zitat von Sathim Beitrag anzeigen
    Danke für den umfangreichen Input! Habe noch das hier gefunden:

    https://www.lautsprechershop.de/hifi..._messungen.htm

    Gleiche Chassis, eckige 20cm Breite Schallwand, tiefe Trennung, sieht trotzdem sehr sauber aus.

    Wir werden mal noch ne eckige Schallwand probieren.
    Es geht vor allem ums Lernen.

    Wenn man ganz penibel ist, sieht mann, dass zwischen 1,8 kHz und 3 kHz unter Winkeln zuviel Energie abgestrahlt wird. Zwar nicht vierl, aber so 2-3 dB sind es schon...
    Liebe Grüße Willi

  13. #13
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Gleiche Chassis, eckige 20cm Breite Schallwand, tiefe Trennung, sieht trotzdem sehr sauber aus.
    Wir werden mal noch ne eckige Schallwand probieren.
    Hmm, bei halbwegs angepasster Skalierung sind schon deutliche Unterschiede erkennbar (kommt natürlich auch noch auf die Glättung an):
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Sath_1.jpg
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    Es geht vor allem ums Lernen.
    Ein direkter Vergleich der beiden Gehäuse würde mich auch interessieren

    Gruß Armin

  14. #14
    Heißmann-Acoustics Benutzerbild von Alexander
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    Standard

    Der "Trick" bei diesem LS ist die sehr flache filterung des TMT => Er trägt trotz tiefer Trennung noch bis ~6kHz zum Geschehen bei. Da wo der HT Aufbuckelt bündelt der TMT schon deutlich. Das einhergehend mit den unsymmetrischen Flanken.
    Kann man machen!
    Wirkt sich aber im Endeffekt recht ähnlich wie eine hohe und steilere Trennung aus.

  15. #15
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    Standard

    Wenn man nur das horizontale Abstrahlverhalten berücksichtigt, das vertikale wird durch die flache Trennung ungleichmäßiger.

  16. #16
    Heißmann-Acoustics Benutzerbild von Alexander
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    Standard

    Ja!
    Ich find es steil und bei 3kHz auch deutlich hübscher.

  17. #17
    Hat Holzstaub geleckt...
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    Wenn man ganz penibel ist, sieht mann, dass zwischen 1,8 kHz und 3 kHz unter Winkeln zuviel Energie abgestrahlt wird. Zwar nicht vierl, aber so 2-3 dB sind es schon...
    Ich will ja nicht genau diesen LS nachbauen ;-)

    Ich fand jedenfalls, dass in den gezeigten Messungen die Problematik
    im besagten Bereich weniger stark ausgeprägt ist, was ja auch zu den
    Aussagen von Wastler passt.

  18. #18
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Ich fand jedenfalls, dass in den gezeigten Messungen die Problematik
    im besagten Bereich weniger stark ausgeprägt ist, was ja auch zu den
    Aussagen von Wastler passt.
    Eine flachere Filterung kann den Übergang der horz. Aufweitung weniger "sprunghaft" machen (insofern Konus-TMT und Waveguide entsprechend unterschiedlich geformt sind). Auch das Seas DXT lässt sich sehr einfach als HP-LR2 formen (siehe mein verlinktes Bsp weiter oben).

    Aber auch wenn, wie bei der Cera, mit LR2@1.6kHz getrennt wird, wird die starke horz. Aufweitung durch die gerade Schallwand sehr wahrscheinlich nicht besser werden. Eine starke Kantendiffraktion liefert auf Achse im problematischen Bereich meist schon einen heftigen Einbruch auf Achse und gleicht so einen Teil der Aufweitung aus, aber wo Auslöschung ist, bleibt die Gegenreaktion nicht aus... Das kann man bei den Winkel-FG der Cera schön sehen oder auch hier in einer ähnlichen 2-Wege Simulation.

    Das kannst du aufgrund der gleichmäßigeren Winkelfrequenzgängen deines LS (mit Fasen) besser korrigieren und kontrollieren - insbesondere beim Einsatz von Aktiv-Elektronik.

    P.S.:
    Zitat zur Cera:
    ...Hochpass erster Ordnung (6 dB/Oktave) für den Hochtöner und einem Tiefpass erster Ordnung (6 dB/Oktave)...
    Hoffe die Irreführung von potentiellen Käufern durch Angabe der elektrischen Filterordnung hört mit der zunehmenden Verbreitung von Aktiv-LS endlich auf.

    Gruß Armin

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