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  1. #1
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Standard Hängende vs. stehende Linienquelle

    Wie in dem anderen Thread angedeutet, möchte ich euch meine Simulation bezüglich einer hängenden bzw. stehenden Linienquelle nicht vorenthalten. Mich hat vor allem interessiert, wie groß der Einfluss der Spiegelquellen ist, wenn die Linienquelle direkt an eine Begrenzungsfläche (Decke/Boden) anschließt. Hier ist das Ergebnis.

    Die Linienquelle ist jeweils 1,6 m lang und besteht aus 40 Punktquellen. Das entspricht einem realistischen Abstand von 4 cm zwischen den Treiberzentren.

    Zu den Diagrammen: Das vertikale Abstrahlverhalten zeigt schön die Nebenkeulen. Ansonsten ist es für einen Zylinderstrahler weniger von Wert, da man sich idealerweise im Nahfeld und damit innerhalb der Länge befindet. Das heißt, egal ob man sich bückt oder auf Zehenspitzen steht, man sollte mit geradeaus gerichtetem Blick auf die Linie immer einen Treiber vor sich sehen.

    Weiterhin habe ich den Amplitudengang über die Entfernung ausgegeben. Die Entfernung verdoppelt sich jeweils.

    Als letztes ist der Amplitudengang über die Höhe dargestellt. Ich habe dafür 21 Punkte über eine Strecke von 2 m parallel zur Linienquelle in 4 m Abstand platziert. Der Abstand zwischen zwei Punkten entspricht also 10 cm. An diesem Diagramm kann man ablesen, in welchem vertikalen Bereich sich die Klangfarbe kaum ändert. Daran kann man also ablesen, was passiert, wenn man sich bückt oder auf Zehenspitzen steht.


    Linienquelle im Nichts
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    Vertikales Abstrahlverhalten:
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    Amplitudengang über die Entfernung:
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    Amplitudengang über die Entfernung (normiert auf 2 m):
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    Amplitudengang entlang der Höhe in 4 m Entfernung (1 Punkt = 10 cm), normiert auf Punkt 11 (Mitte der Linie):
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    Stehende Linienquelle auf einem unendlichen Boden
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    Vertikales Abstrahlverhalten:
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    Amplitudengang über die Entfernung:
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    Amplitudengang über die Entfernung (normiert auf 2 m):
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    Amplitudengang entlang der Höhe in 4 m Entfernung (1 Punkt = 10 cm), normiert auf Punkt 1 (Boden):
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    Hängende Linienquelle 40 cm über einem unendlichen Boden

    Amplitudengang über die Entfernung (normiert auf 2 m):
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    Amplitudengang entlang der Höhe in 4 m Entfernung (1 Punkt = 10 cm), normiert auf Punkt 11 (Mitte der Linie):
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    Deutung
    Auffällig sind sofort die Welligkeit und der fallende Amplitudengang. Beides sind normale Eigenschaften einer (endlichen) Linienquelle. Die Welligkeit ist übrigens auch bei einem echten Linientreiber vorhanden. Sie ist begründet in der Endlichkeit der Linienquelle. Wenn man sie deutlich länger macht (z.B. 10 m), verschwindet die Welligkeit zunehmend und man sieht nur noch die erwarteten -3 dB pro Entfernungsverdopplung. Die wird durch die Welligkeit optisch ein wenig kaschiert, ist aber natürlich auch so vorhanden. Die Diagramme zeigen auch, dass die Reichweite der Zylinderwelle frequenzabhängig ist. Je höher die Frequenz, desto später verwandelt sich die Zylinderwelle in eine Kugelwelle. Soweit nichts Neues.

    Die Linienquelle im Nichts funktioniert in 4 m Abstand nur noch ab ca. 2 kHz. Darunter strahlt sie zunehmend kugelförmig ab und es setzen die -6 dB pro Entfernungsverdopplung ein. Ganz anders bei der stehenden Linienquelle. Dasselbe Aufbrechen ist erst bei ca. 400 Hz erkennbar. Hier reicht die Zylinderwelle also deutlich weiter. Dass die Länge quadratisch eingeht, kann man z.B. auch hier nachlesen.

    Die hängende dagegen entspricht weitestgehend der Linienquelle im Nichts. Nur, dass zusätzlich noch Reflexionen vom Boden dazukommen, die aber nicht helfen, die Zylinderwelle zu verlängern. Meine Quintessenz aus dem Ganzen ist, dass eine Linienquelle zwingend möglichst dicht an eine Begrenzungsfläche anschließen sollte. Der Grat zwischen Nutzen und Schaden bezüglich des Abstands ist hier anscheinend sehr schmal.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von rkv
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    Wäre es eine Idee, das Ganze als CBT zu bauen?
    Falls Du die Box nicht krümmen willst, kannst Du Dir mit elektronischen Delays behelfen. Falls das auch zuviel Aufwand (40 Verstärker etc.), JBL hat ein Patent, wo sie das passiv gelöst haben.

    Aber verstehe ich es richtig, anders als im vorherigen Thread sollen die Line-Arrays nicht mehr auf der Wand sein, sondern deutlich davor?

    Raphael

  3. #3
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von rkv Beitrag anzeigen
    Wäre es eine Idee, das Ganze als CBT zu bauen?
    Eine CBT fällt wieder mit 6 dB pro Entfernungsverdopplung. Dieser Vorteil der Linienquelle wäre somit nicht vorhanden.

    Aber verstehe ich es richtig, anders als im vorherigen Thread sollen die Line-Arrays nicht mehr auf der Wand sein, sondern deutlich davor?
    Nein, die Kiste würde dann auch an die Wand kommen. Wie kommst du auf den Wandabstand? Eine Wand kommt in diesen Simulationen doch gar nicht vor.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von rkv
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    Naja, weil ich mich in Anlehnung an den vorherigen Thread frage, was die Linienanordnung bei Wandmontage im Vergleich zu einem Punktstrahler bringen soll (außer vertikale Bündelung)? *ganzweitausdemfensterlehn* Die Spiegelquellen hinter der Box durch die Wand hast Du trotzdem.

  5. #5
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    Zitat Zitat von rkv Beitrag anzeigen
    Naja, weil ich mich in Anlehnung an den vorherigen Thread frage, was die Linienanordnung bei Wandmontage im Vergleich zu einem Punktstrahler bringen soll (außer vertikale Bündelung)?
    Vor allem eine gleichmäßigere Beschallung des Raums. Der Raum ist 46 m² groß und es kann tatsächlich vorkommen, dass bei Feiern jemand 1m vom Lautsprecher entfernt steht/sitzt und der andere 8 m. Der Raum gibt das von den Sitzgelegenheiten so her. Der Lautstärkeunterschied ist einfach deutlich geringer als bei einem Kugelstrahler.

    Außerdem habe ich im Gegensatz zu einem vertikal bündelnden Kugelstrahler eine nahezu identische Klangfarbe über eine große Höhe (sitzend, stehend). Das ist bei den anderen Konzepten nicht so. Da wird es schnell dumpf, wenn man die 0° verlässt. Der Bass und Grundton bündelt ja nicht in der gleichen Form wie der Hoch- und Mittelton.

    Warum überhaupt vertikal bündelnd? Weil ich eine möglichst gute Lokalisation erhalten möchte. Ein reiner Breitstrahler erzeugt bei den Entfernungen nur Klangbrei in dem schlecht bedämpften Raum.

    *ganzweitausdemfensterlehn* Die Spiegelquellen hinter der Box durch die Wand hast Du trotzdem.
    Aber die bringen mir ja nichts.

  6. #6
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    Zitat Zitat von FoLLgoTT Beitrag anzeigen
    Aber die bringen mir ja nichts.
    Eher das Gegenteil.

    Ok, jetzt habe ich es verstanden. Bleibt also nachwievor das Problem der Welligkeit in horizontaler Richtung bei Wandmontage, das es noch zu lösen gilt, richtig?

  7. #7
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von rkv Beitrag anzeigen
    Eher das Gegenteil.
    Ja, ok 6 dB mehr Pegel.

    Ok, jetzt habe ich es verstanden. Bleibt also nachwievor das Problem der Welligkeit in horizontaler Richtung bei Wandmontage, das es noch zu lösen gilt, richtig?
    Das Problem bleibt jedenfalls genauso bestehen wie bei den anderen Konzepten. Ob es wirklich eine Lösung gibt, bezweifel ist. Man kann es aber sicherlich optimieren, soweit es geht. Wobei die Platzierung ja auch die Breite einschränkt...

  8. #8
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    Hi Nils,

    dann probiert doch mal die 160cm mit 40x 40mm Tymphanys auf den Boden und an der Wand gestellt. Geht aber treiberseitig ins Geld, aber bei den Stückzahlen findet sich bestimmt ein williger Händler.
    Die horizontale Welligkeit kriegt man durch Optimierungen in den Griff, vertikale Nebenkeulen bleiben im Hochtonbereich.

  9. #9
    Benutzer Benutzerbild von Tinnarmorken
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    Hallo!

    ich kann nur zum Bau von Lines ermutigen, da ich damit sehr positive Erfahrungen gemacht habe, obwohl meine Lines im horiz. Anstrahlverhalten großen Schwächen haben (da wird noch nachgebessert).
    - Den geringen Pegelabfall bei Vergrößerung der Entfernung zu erleben ist eindrucksvoll. Oder andersrum: man hört mit ordentlich Power Musik, geht an die Säulen hin und ist überrascht, dass man nicht von ihnen angeschriehen wird.
    - Die Welligkeit im Amplitudengang bei Änderung der Distanz ist nicht wirklich wahrzunehmen. Man ist von "normalen" Lautsprechern und den Raumeinflüssen schlimmeres gewohnt.

    Gruß, Henrik

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