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  1. #61
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von holly65_MKII
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    Moin,

    Zitat Zitat von kyumps Beitrag anzeigen
    das auf alle Noppenschäume zu verallgemeinern ist mir nicht ganz so genehm.
    stimmt auch schlicht und ergreifend (allgemein) nicht.
    Vergleich Gehäuse leer (schwarz) vs mit IRR bei 220Hz und 4cm Noppenschaum (rot):


    Die kleine Störung bei ca. 380Hz und die Störung bei 500Hz sind durch 4cm Noppe komplett weg.

    Es kann natürlich durchaus sein das der erwähnte 3cm Noppenschaum dieses Herstellers erst ab 1Khz wirkt.

    LG

    Karsten
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  2. #62
    Vorsicht schräger Humor
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    Ja,
    es ist wie bei dem Herstellen der Mürbeteigweihnachtsplätzchen ..... über eine Schnecke wird der Mürbeteig ... äh .. die Aluknetlegierung... durch eine Matrize gedrückt und ein Endlosprofil mit fast beliebigen Querschnittformen und Hohlräumen entsteht. Durch das Fließen in der formgebenden Matrize findet im Gefüge eine ähnliche nicht unerwünschte Steigerung der Elastizität und der Festigkeit wie beim Schmieden statt.
    Der Mürbeteig hat dagegen nach dem Pressen oft ein kamm- oder sternförmiges Profil und wird oft in Ringen oder S-Forn gelegt. Nur die Hälfte wird nach dem Tempern bei 180°C anschließend mit Schokolade eloxiert.
    Dabei findet zur Schonung des Mahlwerks garantiert vorher kein Schmiedevorgang statt.
    Jrooß

    @Karsten, ich habe mich bei meiner 1 kHz Behauptung nur auf diesen einen verlinkten Verbundwerkstoff bezogen, behufs dieses Zweckes habe ich zeitgleich das Datenblatt des Herstellers verlinkt. Frei eingelegt und vielleicht noch mit faserigem Dämmaterial unterfüttert scheint er deutlich besser zu dämpfen, verkleben ist siehe oben möglich aber anscheinend nicht immer sinnvoll.
    Entsetzt dagegen war ich, als ich bei einer Terminaländerung nach cirka 10 Jahren eine CB-Box geöffnet habe, der Noppenschaumstoff stank stark nach Essig und hatte eine fast teigartige Konsistenz. Leider weiß ich nicht mehr über welchen Fachhandel ich ihn erworben habe.
    Glücklicherweise hat sich das Chassis und seine Verklebungen als resitent erwiesen.
    Geändert von Kalle (21.11.2017 um 15:52 Uhr)

  3. #63
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    Sehr schön, Mürbeteig

    Zum Noppenschaumstoff: die Absorptions-Messungen finden ja üblicherweise im Hallraum statt. Bei denen liegt ein diffuses Schallfeld vor, und das Testobjekt wird auf eine starre, schallharte Wand platziert. Prinzipiell wird dadurch nur der senkrecht auf die Wand auftreffende Schall bedämpft*. Bei diesen dünnen Materialien haben dann natürlich nur hohe Frequenzen die wellenlängenbezogene Eindringtiefe, deswegen die Wirkung dieses Schaumstoffes erst ab 1000 Hz.

    Wenn man dann Noppenschaumstoff im Gehäuse nur an Boden und/oder Deckel tut, also bei der Längsmode nur der senkrecht auftreffende Schall bedämpft wird, bringt das natürlich nichts. Bringt man den Schaumstoff dagegen auf die Seiten (und Rückwand) auf, erreicht man ganz einfach eine ziemlich hohe Eindringtiefe (wenn man von oben bis unten geht ist es halt die komplette Länge des Lautsprechers - mehr geht nicht).

    Im Ersatzschaltbild muss man sich das als Parallelschaltung von zwei Impedanzen vorstellen: einmal die Flussimpedanz des unbedämpften Teils, einmal die des bedämpften Teils. Beide sind umgekehrt proportional zur Fläche und abhängig von der Kennimpedanz des durchströmten Mediums (wobei das in einem Fall halt Luft ist). Heißt: zu dünnes Material geht nicht, eines mit zu hoher Kennimpedanz auch nicht**, weil dann in beiden Fällen der "Dämpfungswiderstand" zu hoch gegenüber dem "Luftwiderstand" ist: der Schallfluss findet dann hauptsächlich im unbedämpften Teil statt.

    *ein ganz wenig auch der parallel laufende, aber das ist wirklich wenig, außer bei dicken Schaumstoffen. Das ist dann der Hintergrund, warum manchmal a > 1 in den Messungen vorkommt.

    **deswegen funktioniert Basotect im Bass nicht optimal. Ich habe es trotzdem aus Brandschutzgründen genommen, weil in der Nähe eine Zündquelle (Frequenzweiche) ist. Und es reicht auch, zum Glück

  4. #64
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    Das hier könnte hilfreich sein:

    Messungen der Dämmung von Gehäusewänden - Visaton Diskussionsforum

    Kurz zusammengefasst:

    Streben von Wand zu Wand an kritischen Punkten im Tiefton und im Mittelton ein Sandwich aus Elastomerbitumen + Deckschicht oder (einfacher) 2 Lagen Alubutyl mit je 2-2,5 mm Stärke.
    Der Effekt ist messbar und hörbar.

    Natürlich ist auch Absorptionsmaterial im Hohlraum nötig, wenn möglich Steinwolle.

  5. #65
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    Zitat Zitat von walwal Beitrag anzeigen

    Streben von Wand zu Wand an kritischen Punkten im Tiefton und im Mittelton ein Sandwich aus Elastomerbitumen + Deckschicht oder (einfacher) 2 Lagen Alubutyl mit je 2-2,5 mm Stärke.
    Der Effekt ist messbar und hörbar.
    kann ich nur bestätigen, ist beides handwerklich schnell gemacht und von den Kosten überschaubar.

    Zitat Zitat von walwal Beitrag anzeigen
    Natürlich ist auch Absorptionsmaterial im Hohlraum nötig, wenn möglich Steinwolle.
    Ich glaube Basotect ist hier unübertroffen. Ich stopfe immer Reste (ohne Stauchung) ins Gehäuse, bei CB randvoll, bei BR einen Weg zum Rohr freihaltend.

  6. #66
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    Meine Infos besagen, dass Steinwolle optimal ist.

  7. #67
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    Hallo Walwal,

    welche Infos sind das? Sind die zugänglich?

    Gruß,
    Christoph

  8. #68
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    Das habe ich im Laufe der Zeit herausgelesen aus vielen Berichten, zB Hifi Selbstbau.

  9. #69
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Moin,

    Meine Infos besagen, dass Steinwolle optimal ist.
    Das habe ich im Laufe der Zeit herausgelesen aus vielen Berichten, zB Hifi Selbstbau.
    Schade, eine konkrete Quelle wäre hilfreich gewesen.

    Ich meine ohnehin, dass so pauschale Aussagen wie 'das Dämpfungsmaterial x oder y ist 'optimal' wenig hilfreich sind. Optimal wofür?

    Es kommt m.E. auf den Einsatzzweck und auf die Art der Anwendung, d.h. Platzierung im Gehäuse, Dicke, Schichtung mit anderen Materialien etc. an.
    Siehe z.B. hier, Beitrag #36 und folgende.

    Für mich hat z.B. für BR-Gehäuse eine schichtweise Anordnung von Basotect und Fibsorb am besten (hier hinsichtlich der maximalen Dämpfung von Stehwellen bei möglichst kleinem Verlust von Bass) funktioniert.

    Es kann durchaus sein, dass Steinwolle (abgesehen vom unangenehmen Faserflug) für bestimmte Einsatzzwecke gut funktioniert.
    Hier wären halt konkrete Quellen hilfreich, die die Art der Steinwolle (hier gibt es sehr unterschiedliche Materialien), den Einsatzzweck und den gemessenen Effekt darstellen. Würd mich interessieren, vielleicht findest Du ja noch ein paar Quellen.

    Grüße,
    Christoph

  10. #70
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    Natürlich muss von immer danach auswählen, wo + was man absorbieren will. Da ist Steinwolle in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt, auch als Akustiksteinwolle mit Vliesoberfläche. Gegen Faserflug kann man was tun oder nimmt bei ventilierten Gehäusen etwas anderes. Basotect alleine halte ich nicht für optimal, deswegen mein "Widerspruch". Ich bin da aber flexibel, das Fibsorb ist sicher eine gute Wahl.

    Hauptsache, man macht überhaupt was.

    Der link ist sehr interessant und lesenswert. Vor dem fluffigen Sonofil für Mittelton warne ich auch immer und empfehle Schafwolle oder Steinwolle. Ich bin da flexibel. Im wesentlichen scheint es ja auf den Stömungswiderstand anzukommen.

    Im Anhang der Vergleich Mittelton Sonofil gegen Bitumensandwich+Steinwolle.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von walwal (13.03.2018 um 07:38 Uhr)

  11. #71
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    Ein Lautsprechergehäuse innen ist ja miniaturisierte Raumakustik

    Aus der Raumakustik wissen wir, das ein Material wie Basotect (in angemessener Positionierung und Materialstärke) nahezu ideal ist, bis auf den Bassbereich (<200Hz). Bei letzterem ist ein durchschnittliches Lautsprechergehäuse geometrisch ohnehin zu klein um auf die großen Wellenlängen zu wirken, daher lasse ich das meist aus.

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