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Vor 9 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 8 Stunden von JFA.)
DE102023004197A1
Ich glaube, ich hab es jetzt im Kopf klar bekommen. Also:
- Magnet steht fest, Spule ist an der Membran befestigt
- der 3-Magnet-Block erzeugt ein Magnetfeld, dessen Feldlinien von Nord- zum Südpol gehen. In seinen Bildern also jeweils von links und rechts zur Mitte. Damit liegt ein Teil des Feldvektors koplanar zu den Spulendrähten. Fließt ein Strom durch die Spule erzeugt das eine Lorentzkraft entsprechend der Stromrichtung. Weil die Feldlinien links und rechts entgegengesetzt sind, und weil der Strom diese Feldlinien in entgegengesetzter Richtung durchfließt, wirkt die Kraft in eine Richtung. Das ganze würde auch mit einer einzelnen Leiterschleife funktionieren, oder einer Spule, bei der die Wicklungen übereinander und nicht nebeneinander liegen. Oder, um es ganz einfach zu formulieren: es handelt sich dabei um einen Eintakt-Magnetostat-Antrieb.
- der Trick mit der flachen Spule ist ganz interessant. Dadurch müsste die Induktivität deutlich geringer sein, als wenn die Drähte einfach übereinander gewickelt würden. Denn so gehen die Feldlinien einer Spule durch die anderen Teilspulen teilweise entgegengesetzt, womit sich der verkettete Fluss deutlich verringern müsste. Ganz aufheben wird nicht klappen, aber zumindest teilweise.
Die geringe Ausprägung der Resonanz ist für Magnetostaten normal.
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Ja, genau. Es sind jetzt drei Jahre vergangen, und immer noch nichts. Ich bin nicht an ihrer Expertenmeinung interessiert. Ich kann fließend Russisch und verstehe sehr wohl, dass sie eine andere Spulenkonstruktion meinen. Wir könnten das zwar besprechen, aber ich habe Angst, mir Feinde zu machen.
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Auf welchen Beitrag bezieht sich das?
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Hi,
in den Impedanzmessungen scheint mir eine kleine Reso unterhalb von 200Hz sichtbar zu sein.
Coole Idee, einen Magnetostaten auf so eine Art umzusetzen.
VG
Rainer
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Vor 8 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 8 Stunden von Audio-Panda.)
Alles ist bis September bezahlt, und alle Unterlagen sind vor der Anhörung zur Patentverteidigung fertig. Sie verzögern die Sache in der Hoffnung, dass ich zurückziehe, aber das wird nicht passieren.
Wenn ich zurückziehe, wird es keine Diskussion mehr über die Verteidigung der Anmeldung geben.
Nehmen wir an, es handelt sich hierbei um Spuren möglicher Resonanz, aber bei einer Frequenz von 10 Hz ist dies das Auftreten eines kleinen Volumens, so reagiert das System auf eine geöffnete Box.
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Ich verzögere gar nichts. Ob die Erfindungshöhe ausreicht kann ich nicht beurteilen, ist mir auch egal, ich wollte nur verstehen, was da passiert. Zumindest die flache Spule ist mir vorher nie untergekommen.
Trotzdem ist das für mich auch nur ein magnetostatischer Antrieb, der im Gegensatz zu einem "echten" Magnetostaten aber die Membran nicht flächig sondern punktuell antreibt, womit die wahrscheinlich als Biegewellenwander (DML) arbeitet.
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Die Reso scheint mir bei ca. 180Hz zu sein, nicht bei 10Hz.
VG
Rainer
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10 Hz passt schon. In den Messkurven ist links unten noch ein Buckel zu sehen, und der Phasengang hat da auch die übliche Form. Bei 180 Hz resoniert was anderes, ich tippe auf eine Membranresonanz.
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Möglicherweise schwingt die Membran mit. Ich muss jedoch anmerken, dass es sich um ein offenes Lautsprechersystem handelt, das ab 200 Hz wirkungslos ist und daher für Bässe an dieser Stelle begrenzt werden muss. Zweitens fungiert der Lautsprecher selbst mit diesem Wandlersystem tatsächlich als Vibrator, ist aber kein DML-Lautsprecher, mit dem ich ebenfalls vertraut bin. Nachdem ich die Betriebsart der Spule ermittelt hatte, nannte ich sie Schmeterling, und dieser Name hat sich durchgesetzt.
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Ist die Membran nicht einfach nur eine Platte?
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Vor 6 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 6 Stunden von Audio-Panda.)
Ich beschreibe die Membran als eine Art durchgehende Platte, aber tatsächlich habe ich alles Mögliche ausprobiert: Sperrholz, Balsaholz, Wabenkarton – und zwar in verschiedenen Konfigurationen. Aktuell verwende ich eine 2 mm dicke Balsaholzmembran mit konkavem Profil und bin zufrieden damit. Allerdings funktionierte die Balsaholzmembran etwa sechs Monate lang nicht richtig; bei voller Lautstärke traten Resonanzen auf. Jetzt sind diese verschwunden, und der Klang ist überraschend klar. Jemand meinte, dieses System eigne sich gut für Kopfhörer, und tatsächlich klingen diese Lautsprecher im Moment sauberer als jeder Kopfhörer. Die Zeugen des Mührendorfer Treffens werden zwar nach dem Klang gefragt, aber sie sind nur interessiert und schweigen lieber.
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Vor 6 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 6 Stunden von JFA.)
Sind das einzelne Segmente die flexibel miteinander verbunden sind?
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 5 Stunden von Kalle.)
Hallo Jochen,
kannst du dich nicht mehr erinnern? Wir haben doch Valentins Schmetterling beim letzten Contest erleben dürfen.
Leider war etwas defekt und die Lautstärke war nicht hoch genug, so dass die Schmetterlinge aus der Wertung fielen.
Es waren aber durchaus interessante Töne zu hören.
Ich versuche Valentis Ansätze zu verstehen, aber das ist nicht so ganz einfach.
Valentis Arbeiten sind abseits des technischen Mainstreams, aber immer gut, um Anregungen zum Nachdenken zu bekommen.
bekommen
Gruß Kalle
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Da war ich leider nicht dabei
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Hier ist alles verklebt, selbst die eigens hinzugefügte Stufe ist festgeklebt. Alles wirkt monolithisch, daher entstehen in einer solchen Konstruktion ganz natürlich Resonanzen. Ich musste an Stadivari und seine Geigen denken; auch sie haben im Laufe der Jahrhunderte ihre eigenen Resonanzen erfahren.
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(Vor 5 Stunden)JFA schrieb: Da war ich leider nicht dabei
Jetzt wo du`s schreibst  .
Mit dem Alter wird man vergesslich - meinen ersten Lautsprecher habe ich vor 60 Jahren gebaut....und bin immer noch nicht fertig  .
Gruß Kalle
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Wenn die Segment in irgendeiner Form fest verbunden sind dann arbeitet die Membran auch irgendwann als DML. Zwangsläufig. Die einzige Möglichkeit, das dann noch zu umgehen, ist eine Trennung bevor der resonante Bereich beginnt.
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 5 Stunden von Audio-Panda.)
Nun ja, ich bin noch fünf Jahre von der 60-Jahres-Grenze entfernt, Kale.
Kale, ich habe damals etwas falsch gemacht und es jetzt korrigiert. Was du gehört hast, was andere nicht wiedergeben konnten, ist weder für mich noch für irgendjemanden mit einem ähnlichen Audiosystem neu.
Nicht ganz. Ja, es gibt Resonanzen, aber die treten auch auf einer Sperrholzmembran auf und verschwinden ebenfalls mit der Zeit, nur eben langsamer. Es ist vergleichbar mit einem internen Prozess innerhalb der Materialstruktur; er schleift sich gewissermaßen mit der Zeit ab und funktioniert dann einwandfrei, ohne dass Hindernisse im Weg sind.
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Hallo zusammen,
hier einmal ein paar schnelle Einblicke in die Patente, die im Rahmen der Anmeldung DE102023004197 A1, so auftauchen.
(außer der DE10338313 A1, das ist eine andere vom "Panda").
patbase_export_45484733.pdf (Größe: 410,96 KB / Downloads: 15)
21 ist nur die halbe Wahrheit
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 4 Stunden von Audio-Panda.)
Ich habe meine Einwände gegen die Arbeit des Sachverständigen bereits dargelegt und verstehe die vorgelegten Beweise. Ich weiß, dass ich auf diese Argumente eingehen kann. Die Arbeit ist auf Russisch verfasst, und ich spreche fließend Russisch. Außerdem habe ich einen Ingenieurabschluss und bin mit technischen Angelegenheiten bestens vertraut. Es mag zwar zu einer Auseinandersetzung kommen, aber sie wird kurz sein. Es wird also alles interessant werden. Was das deutsche Patent betrifft, würde ich es nicht vorlegen; es verwendet den Begriff „drei Magnete“, nicht „ein Block aus drei Magneten“, und das ist keine Diskussionsgrundlage. Für diejenigen, die es nicht verstehen, erkläre ich es: Es gibt drei Häuser in einem Block und es gibt drei freistehende Häuser. Danach erübrigt sich die Erklärung des Unterschieds – in meinem Patent verlange ich einen Block aus drei Magneten, das ist alles.
Wir haben uns etwas in der Patentsache verstrickt. Ich danke allen für die Teilnahme und die Vorschläge. Ich hoffe, das hilft weiter.
Zurück zum Thema.
Während meiner Zeit bei Schmeterling wurden verschiedene Wandlerkonstruktionen mit dieser Spule entwickelt. Alle wurden getestet und natürlich nach der Anzahl der Magnete im Wandler nummeriert. Fangen wir mit dem Hochtonkopf an. Diese Konstruktion verwendet zwei Magnete und ist mit 2M gekennzeichnet. Der Mitteltonkopf verwendet drei Magnete und ist mit 3M gekennzeichnet. Der Tieftonkopf verwendet vier Magnete und ist mit 4M gekennzeichnet. Ich muss mich mit allen vertraut machen. Es gibt noch eine weitere, seit der Antike bekannte Konstruktion, die nichts mit der Schmetterlingsspule zu tun hat; sie hat einen Magneten und ist mit 1M gekennzeichnet.
Entschuldigen Sie, aber ich bin Ingenieur und habe alles katalogisiert.
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