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Prioritäten der Einflussgrößen bei der Lautsprecherentwicklung
#81
Gibt es da nicht ein Punkt die Moden zu korrigieren. Also werden aktive nicht ausgeschlossen. 

Ganz im Gegenteil, sogar. 

Wenn jemand bestimmte Punkte hoch einschätzt, kommen automatisch aktive raus.
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#82
Danke Timo  Smile
Beste Grüße,
Winfried

PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)
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#83
(24.02.2026, 17:56)wgh52 schrieb: Emmmm... Eine bescheidene Frage: Als ich gerade die Prioritätenliste durchsah, kam mir der Verdacht, daß sich die Prioliste auf Passivboxen und solche ohne DSP Steuerung fokussiert. Ich hab darum erstmal nicht mitgemacht Wink Rolleyes , bin halt kein Passivlautsprecherfachleut... Verstehe ich da was falsch? (Das ist nur eine Frage, keine Kritik!)

Hallo Winfried,

die Prioritäten sollten aus meiner Sicht unabhängig vom gewählten Konzept sein.

zB: "Ein Lautsprecher sollte einen möglichst Linearen Frequenzgang haben" wäre eine Anforderung mit hoher Priorität. Ob man diese Anforderung (bzw Priorität) jetzt besser mit aktiven oder passiven Weichen umgesetzt bekommt, wäre dann der nächste Planungsschritt.

Aber es stimmt natürlich: manche Punkte lassen sich nur mit aktiv umsetzen, zB die Raummodenkorrektur. Das heißt, wenn diese weit oben auf der Prio-Liste steht, sollte man aktiv bauen (oder ein AVR mit Raumeinmessung benutzen).
Andere Punkte wären eher für passive Lautsprecher relevant, wie zB Elektr. Phasenfrequenzgang (denke ich) . Weshalb ich die Option 'keine Ahnung / noch keine Gedanken drüber gemacht' zugefügt habe. Kann ja sein, dass ein Kriterium für die eigenen Entwicklungen bisher Konzeptbedingt keine Rolle gespielt hat.

Grüße
Matthias

PS: nur noch 1 ausgefüllter Fragebogen fehlt, dann haben wir die 15 voll. Traut euch!  Big Grin
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#84
Guten Morgen,

16 ausgefüllte Fragebögen zusammen!

@ denjenigen, der heute Nacht um 04:00 ausgefüllt hat: bitte noch den Foren-Namen nachtragen (siehe oben). Sonst muss ich leider davon ausgehen, dass es ein chinesischer Bot war.

Auswertung folgt im Laufe des Tages.

Nochmals vielen Dank an alles, die teilgenommen haben.
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#85
Moin,

(24.02.2026, 17:56)wgh52 schrieb: Emmmm... Eine bescheidene Frage: Als ich gerade die Prioritätenliste durchsah, kam mir der Verdacht, daß sich die Prioliste auf Passivboxen und solche ohne DSP Steuerung fokussiert. Ich hab darum erstmal nicht mitgemacht Wink Rolleyes , bin halt kein Passivlautsprecherfachleut... Verstehe ich da was falsch? (Das ist nur eine Frage, keine Kritik!)


der Darakon ist mit der Liste sogar über meine ursprüngliche Grundlage hinweggegangen: 
ichselbst schrieb:Aber nur welche, die direkt Lautsprecher betreffen bzw. am Lautsprecher gelöst werden können. Den Raum lassen wir erstmal weg.

Raummodenentzerrung kann man ja immer noch hinterher machen. Die Integration in den Raum ist dagegen durchaus schon auf der Seite des Lautsprechers zu sehen: ein Rundumstrahler wird sich anders verhalten als ein Horn, breite Schallwände können näher an die Wand als schmale, etc.
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#86
Moin,

Zitat:Raummodenentzerrung kann man ja immer noch hinterher machen.

Mitm DSP Smile .....passiv muß man halt schauen das man den LS so auslegt
das er eine Bassmode nur soweit anregt (Erweiterung des F-gang nach unten) wie es 
nützlich / gewollt ist.
Ich finde das, neben Design und anderen Dingen, das der Vorteil von DIY ist.
Man kann sich den LS auf den eigenen Hörraum entwickeln.
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#87
Ja klar mit nem DSP (oder so*).
Man kann sich auch mit dem DSP nachträglich den Frequenzgang auf Achse glatt ziehen.
Mir ging es aber in dem im Ausgangspost zitierten Beitrag wirklich nur darum, welche Prioritäten man in der Entwicklung setzt. Später habe ich es dann eingeschränkt, dass man sich erstmal auf den Lautsprecher an sich konzentrieren sollte.

Das mit der Erweiterung des Frequenzgangs nach unten hatte auch mal KHF in einem Beitrag auf der High End, gibt es bei DuRöhre.

* Ich wusste nicht, dass die Technik immer noch drin ist. Die Software HVEQ zur Einstellung der EQs am PC ist von mir, inzwischen 11 Jahre alt, geht immer noch. Das manuelle Verfahren auch, schaut mal in die Anleitung, Seite 17. Gerne mal zu Hause mit den eigenen Lautsprechern ausprobieren.
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#88
Hier wie versprochen die Ergebnisse der Umfrage aus Post #69:

Teilnehmer: 16 (erfahrene) Nutzer aus dem diy-hifi-forum
Bewertungsskala         von 5 = sehr hohe Priorität (extrem wichtig)         bis 1 = geringe Priorität (unwichtig)

[Bild: attachment.php?aid=40414]

Danke an:
Kasimir, Gaga, Josh (?), JFA, walwal, Azrael, Slaughthammer, linux1972, Timo, Catweasel, Sathim, Chlang, wgh52, sowie 2 Teilnehmern ohne Namen (diese sind nur mit halber Gewichtung in den Durchschnitt eingegangen).

Keinen Anspruch auf absolute Wahrheit und wissenschaftlich korrektes Vorgehen.


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#89
Interessant. 

Was mir auffällt: 
- Irreguläre Verzerrungen sind nicht so weit oben wie ich sie erwartet hatte. Liegt vielleicht an mir, weil ich da vor Jahren ellenlange Diskussionen drüber hatte. Ich hatte meinen Chassis einen mechanischen Schutz eingebaut, die Sicke war nach 15 mm ziemlich am Ende und das hörte man auch. Dafür konnte man die Dinger quälen, es passierte nichts. Mir wurde dann vorgeworfen, dass so ein billiger B&W das nicht tun würde. Mechanisch konnten die auch nicht mehr, aber dafür war die Schwingspule und der Luftspalt kürzer, die konnten einfach nicht so derbe nachschieben (bei meinen: 6 mm Überhang + 8 mm Luftspalt). Würde ich heute auch so machen. Gibt weniger Beschwerden aus dem Feld, und die höheren regulären Verzerrungen bekommt keiner mit. 
- das die Schwingspulenerwärmung nicht hoch eingeschätzt wird habe ich mit gerechnet, das Konzept ist schlicht nicht fassbar genug, denke ich. Oder zu theoretisch. Aber dass der Wirkungsgrad als nicht so wichtig eingeschätzt wird finde ich doch merkwürdig, wird hier im Forum doch ansonsten gerne das Horn und viel Membranfläche hochgehalten. 
Ein hoher Wirkungsgrad hält die Schwingspulenerwärmung in Zaum, und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Clipping (was ich unter irreguläre Verzerrungen führe).
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#90
Moin,

Zitat:Ein hoher Wirkungsgrad hält die Schwingspulenerwärmung in Zaum, und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Clipping (was ich unter irreguläre Verzerrungen führe).
Thumbs_up

Wirkungsgrad finde ich für mich wichtig, dafür dann im Zusammenhang Erwärmung der Schwingspule halt weniger wichtig.

Einiges sollte man imho (auch) im Zusammenhang betrachten.
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#91
Warum genau ist hoher Wirkungsgrad für dich wichtig?
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#92
Es gibt mehrere Gründe...... Smile
- einfach persönliche Vorliebe
- mache auch mal aus Spaß an der Freud mit DIY "Kleinleistungs" Endstufen rum*
- und die von Dir genannten Punkte / Zusammenhänge

*Eine 15/1 2Wege Kombi (ca. 96 dB / 2,83V) ging damals mit 2x6 Watt Endstüfchen (TDA2003) ausgezeichnet....
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#93
(Gestern, 20:30)JFA schrieb: Was mir auffällt: 
- Irreguläre Verzerrungen sind nicht so weit oben wie ich sie erwartet hatte.

Irreguläre Verzerrungen sind sobald sie hörbar sind eigentlich auch störend. Das ist für mich ein absolutes KO-Kriterium, wenn ich das nicht in den Griff bekomme wird das Projekt abgebrochen oder komplett umstrukturiert. Das ist bisher aber selten der Fall gewesen, mit modernen Treibern passiert das eigentlich nur im absoluten Grenzbereich. Und wenn das dann halt schon deutlich laut genug ist bevor das eintritt, ist es auch kein Problem.
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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#94
(Vor 2 Stunden)Slaughthammer schrieb:
(Gestern, 20:30)JFA schrieb: Was mir auffällt: 
- Irreguläre Verzerrungen sind nicht so weit oben wie ich sie erwartet hatte.

Irreguläre Verzerrungen sind sobald sie hörbar sind eigentlich auch störend. Das ist für mich ein absolutes KO-Kriterium, wenn ich das nicht in den Griff bekomme wird das Projekt abgebrochen oder komplett umstrukturiert. Das ist bisher aber selten der Fall gewesen, mit modernen Treibern passiert das eigentlich nur im absoluten Grenzbereich. Und wenn das dann halt schon deutlich laut genug ist bevor das eintritt, ist es auch kein Problem.

Denke auch, dass es daran liegt, wie genau die Frage formuliert ist:

Irreguläre Verzerrung, wenn sie denn hörbar sind, sind ein no-go-Kriterium (da werden sich wohl die meisten einig sein).

Viele werden sich aber während der Lautsprecher-Entwicklung über sie eher wenig Gedanken machen, weil sie halt selten auftreten, wenn nicht irgendwo ein grobe Konstruktionsfehler, Fehler in Umsetzung und extrem hohe Lautstärken vorliegen. Zumindest fällt mir nicht ein, dass es mir jemals bei einem 'vernünftigen' Lautsprecher aufgefallen wäre (ich spreche nicht von scheppernden, in Notebooks integrierten Lautsprechern)
@JFA: oder gibt es noch andere Fälle, in denen irreguläre Verzerrung auftreten können? (ohne dass ein grober Fehler in Konstruktion oder Umsetzung vorliegt und ohne, dass der Lautsprecher sehr laut spielen muss)
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#95
(Vor 1 Stunde)Darakon schrieb: @JFA: oder gibt es noch andere Fälle, in denen irreguläre Verzerrung auftreten können? (ohne dass ein grober Fehler in Konstruktion oder Umsetzung vorliegt und ohne, dass der Lautsprecher sehr laut spielen muss)

Defekte, Undichtigkeiten usw. Das sind dann natürlich Dinge, die sich beheben lassen. Strömungsgeräusche durch das Bassrohr auch in Grenzen, häufig ist aber schon die Konzeption falsch (Bassrohr zu klein => zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten, wobei das nicht das ist was man hört, aber es löst das Problem aus). 

Aber natürlich, wenn ich die ganze Anlage in den Grenzbereich fahre dann muss ich mit Merkwürdigkeiten rechnen. Ich bin allerdings inzwischen der Meinung, dass das vermeidbar ist (also nicht das mit dem Grenzbereich, sondern die Merkwürdigkeiten). Bei Passivlautsprechern durch Überdimensionierung (oder Unterdimensionierung, siehe B&W), bei Aktivlautsprechern zusätzlich noch durch sanft greifende Limiter.
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