Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Compound bei TML nutzbar?
#1
Hi zusammen.

Bei Compound wird ja das benötigte Volumen ungefähr halbiert.
Ich weiß natürlich das eine TML anders funktioniert da 1/4 Wellenresonator (heißt doch so, oder?). Aber könnte man durch einen Innentreiber, evt. durch DSP leicht verzögert, die Line kürzen? Dadurch würde bei größeren Treiber nicht direkt ein Riesengehäuse entstehen.
Dann könnte man einige wilde Konstruktionen machen.
Z.B. vorne ein 10´PA-Midbass für Dynamik und ein geeigneter Innentreiber der untenrum eingeblendet wird und sozusagen die Line öffnet. Dann dürfte es auch kein TML-Loch geben.

Ich will sowas nicht bauen. Aber manchmal hab ich etwas schräge Ideen und wüsste gern, ob es funktionieren könnte.

Gruß Tommi
Zitieren

#2
Das Koppelvolumen zwischen den beiden Treibern zählt einfach, den Rest des Volumens kannst du halbieren.
Das würde in 1. Näherung zu einer TML mit gleicher Länge und halbiertem Querschnitt führen.
Mit DSP verzögern würde ich nicht. Da gibts sonst allerlei Phasenschweinereien IMHO.
Und recht hoch laufen sollte so ein Konstrukt wohl auch nicht.
am Ziel
Zitieren

#3
Hi

als Compound - Antrieb veränderst Du durch dieses "Multichassis" die TSP - im wesentlichen halbiert sich das Vas.

Das hat nun nix mit der Resonanzfrequenz der Röhre zu tun - kürzer wird die deswegen nicht.
GGf. ein anderer Querschitt, was etwas Volumen spart, weil "dünner" - das müßtest Du mal durch ein Simu-programm jagen.
Compound braucht etwas Platz - das wird sich ggf. aufheben-so ganz den Vorteil für eine solche Röhre mag ich nicht erkennen.
Beste Grüße Smile
Jörn

what the bleep do we ... - listen to ?
Zitieren

#4
Isobaric/Compound hat bei einer TML 3 mögliche Vorteile:

  • Wenn die maximale Belastbarkeit erreicht wird vor dem Xmax, kann man einen höheren spl erreichen, wenn aufgrund der Line Geometrie der 2. Treiber nicht sinnvoll in der TML integriert werden kann. Das ist in der Regel nur bei billigen Treibern mit sehr kleinen Schwingspulen ein Vorteil. 
  • Die Push/Pull Anordnung eliminiert unsymmetrische (DC-Offset etc) mechanische Toleranzen.
  • Es werden Faltungen möglich, die sonst nicht erreichbar wären, bei sehr kleinen, niedrig Belastbaren Treibern. 

Eine kürzere Line kann in keinem der Fälle erreicht werden, die Länge der Line und die Position des/der Treiber(s) und die bedämpfung sind hier Ausschlaggebend. Absorber in der Line können das noch verändern, führen aber in der Regel zu einem größeren Gehäuse.

Fazit: Wenn die Line kleiner werden soll (nicht kürzer!), führt Compound/Isobaric nicht zum Ziel, eine Verkleinerung der Box sollte entweder mit einer Fuzzy TML  Stattfinden (Timmi läßt grüßen!), mit einer Veränderung des Line Querschnitts oder mittels einer TQWT (google that please) erreichen. Es gilt aber immer, das die Line Länge den Bassverlauf bzw die untere Grenzfrequenz bestimmt.
Zitieren

#5
Servus, 

Viertelwellen-Linien (Lines) lassen sich ganz gut mit "Hornresp" simulieren. 
Der Vorderseite des Treiber kann direkt abstrahlen, man kann die "Vorderseite" aber auch in die Line schieben, oder mit Bassreflex/Viertelwellenresonator nochmal "laden".

"Kleine Übersicht"
https://freeloudspeakerplan.rf.gd/?i=1
https://www.diysubwoofers.org/sheets/

Es gibt auch ein Dolby-Patent mit einem 2ten Treiber(mit/ohne Delay) in der Line. Der "Impuls" des zweiten Treibers läuft aber auch leider in die falsche Richtung der Line entlang und wirkt dort zeitverzögert auf den ersten Treiber am Druckmaximum.

Einfach direkt 2 verschieden lange Lines:

http://www.hm-moreart.de/1.htm


Allgemein gibt's wirklich wilde Sachen, manche funktionieren gut, manche weniger 



Grüßle 
Daniel
Zitieren

#6
(Heute, 01:23)Dexan schrieb: Fazit: Wenn die Line kleiner werden soll (nicht kürzer!), führt Compound/Isobaric nicht zum Ziel, eine Verkleinerung der Box sollte entweder mit einer Fuzzy TML  Stattfinden (Timmi läßt grüßen!), mit einer Veränderung des Line Querschnitts oder mittels einer TQWT (google that please) erreichen. Es gilt aber immer, das die Line Länge den Bassverlauf bzw die untere Grenzfrequenz bestimmt.

Was soll das jetzt heißen?
Halbierst du Vas eines Treibers, was compound in 1. Näherung macht, dann halbierst du jedes dafür nötige Boxenvolumen völlig unabhängig vom Funktionsprinzip.

Wie soll Fuzzy das Volumen verringern? Das ist bloß eine Faltungsart ( die dir im besten Fall einen IHA und ein Übermaß an Dämpfungsmaterial erspart).

Ob TQWT Volumen zu sparen im Stande ist, müsste man mal simulieren. Eine TQWT ist eine parabolische Line, die jetzt nicht für massiv kleine Volumina berühmt ist, soweit mir bekannt.....
am Ziel
Zitieren

#7
(Vor 3 Stunden)kboe schrieb: Halbierst du Vas eines Treibers, was compound in 1. Näherung macht, dann halbierst du jedes dafür nötige Boxenvolumen völlig unabhängig vom Funktionsprinzip
Ich kenne mich mit TMLs jetzt nicht so wirklich aus, aber ich denke nicht, dass sich das auf die Line-Länge anwenden lässt. Dort macht man sich ja die Längsresonanzen der Line zunutze (das, was bei BR oft stört). Und die ist ja unabhängig vom Vas des Treibers.
Viele Grüße
Michael
Zitieren

#8
Der Querschnitt der Line hängt sehr wohl von Vas ab. ( Die Länge auch von der gewählten Kontur )
Ich hab mich seinerzeit tage- stunden- und wochenlang mit AJHorn gespielt.
Meine Aussagen beruhen auf diesen - zugegeben theoretischen- Erkenntnissen.
AJHorn steht aber durchaus im Ruf, sehr brauchbare Ergebnisse zu liefern.
Eine der lustigsten Erkenntnisse von damals:
Ich hab für ein- und denselben Treiber zig Hornvarianten durchsimuliert.
Egal, welche Kontur ich gewählt habe, am Ende hatten alle einen sehr vergleichbaren Frequenzgang, bei sehr sehr ähnlichen Volumina.
Eine hyperbolische Kontur erweitert sich anfangs nur sehr langsam, am Ende dafür schnell. Eine Parabel linear über die Länge.
Bei vergleichbarem Frequenzgang war die Parabel halt kürzer, das Nettovolumen beider Konstruktionen aber genauso ähnlich wie der Frequenzgang. Auch eine große BR mit kurzem Hornstummel kam da ziemlich genau hin....
am Ziel
Zitieren

#9
(Vor 3 Stunden)kboe schrieb: Was soll das jetzt heißen?

Halbierst du Vas eines Treibers, was compound in 1. Näherung macht, dann halbierst du jedes dafür nötige Boxenvolumen völlig unabhängig vom Funktionsprinzip.

Das ist nicht der Fall bei einer TML. Für die Berechnung einer TML wird der Vas überhaupt nicht verwendet. Und in einem FLH vergrößert sich oftmals das Volumen da die Rückkammer häufig schon recht klein ist und der 2. Treiber zusammen mit der nötigen geometrischen Änderungen am Hornverlauf den reduzieren Volumenbedarf mehr als auffrisst. Das gilt auch für viele URPSe.

(Vor 3 Stunden)kboe schrieb: Wie soll Fuzzy das Volumen verringern? Das ist bloß eine Faltungsart ( die dir im besten Fall einen IHA und ein Übermaß an Dämpfungsmaterial erspart).

Weil die Faltung häufig zur Querschnittsverjüngung eingesetzt wird.

     

(Bild von Wikipedia) 

(Vor 3 Stunden)kboe schrieb: Ob TQWT Volumen zu sparen im Stande ist, müsste man mal simulieren. Eine TQWT ist eine parabolische Line, die jetzt nicht für massiv kleine Volumina berühmt ist, soweit mir bekannt.....

Ich habe noch nie eine TQWT mit hyperbolischem Verlauf gesehen. Mag sein das es die vielleicht gibt, aber eher sehr unwahrscheinlich und würde das Volumen stark vergrößern, soll der Line Anfang noch akustisch wirksam bleiben.

Der Name ist aber gleichzeitig die Definition. TQWT ist Tapered Quarter Wave Tube (konisch zulaufende Viertelwellenröhre).
Zitieren



Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
Joern, Slaughthammer, 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2026 Melroy van den Berg.