02.01.2026, 17:37
Hallo,
ich wollte Euch mein neustes (Umbau)Projekt vorstellen.
Es ist eine kleine Triode mit der 6N6P mit einer Ausgangsleistung von ~1,2 Watt Sinus (~ 2,0 Watt Musik). Der Verstärker läuft im Eintakt und kann vielleicht als Alternative zu dem bekannten Darling 1626 gesehen werden.
Warum eigentlich Umbau? Vor gut über 10 Jahren habe ich meinen ersten Verstärker komplett selbst gebaut, damals noch mit der ECC99 und einer ECC83. Hier ein Bild, es fehlt noch die Trafohaube.
Leider war die ECC99 recht schnell verschlissen, deswegen habe ich den Verstärker auf die 6N6P umgebaut. Heute kenne ich wohl den Grund für den recht schnellen Verschleiß der ECC99, war sie damals noch mit einer maximalen Anodenverlustleistung von 5 Watt angeben, so spricht das aktuelle Datenblatt nur noch von 3,5 Watt. Gefahren habe ich sie seinerzeit mit 4,5 Watt, also nicht am Limit.
Die verwendete 6N6P ist war jetzt ~ 8 Jahre im Einsatz, natürlich kein Dauereinsatz, gemessen habe ich sie zuletzt mit 50 %, sie hält also wesentlich länger.
Bei der neuen Version liegt die Spannung etwas höher, bei minimal weniger Strom. Auf jeden Fall arbeitet die 6N6P ziemlich linear mit wenig Klirr und einer Anodenverlustleistung von 4,2 Watt. Ich habe mit verschiedenen Ra gerechnet und probiert. Die 6N6P hat einen Ri von rund 2,5 k, nach der Triodenformel (2-3 * Ri) könnte man den Ra ja niedriger ansetzen. Das bringt eine minimale Mehrleistung von ~0,1 Watt, allerdings steigt dann auch der Klirr.
Als ich den neulich mal wieder laufen hatte, beschloss ich einen Umbau. Technisch wollte ich die recht kleinen Übertrager ersetzen, dazu fand ich zwei sehr kräftige SABA Übertrager die einen gemessenen Ra von 9,5 k haben. Die kleinen Übertrager hatten zwar einen brauchbaren Frequenzgang, benötigten aber viel Gegenkopplung, was den Verstärker etwas „zugeschnürt“ klingen lies.
Dann gefiel mir die Optik nicht mehr, die außenliegenden Elkos waren ja mal „in“ heute gefällt mir das „cleane“ Design viel besser. Außerdem wollte ich zwei Vorröhren, quasi mal umgekehrt, zwei Vorröhren und eine Endröhre.
Einzeltrioden sind ja nicht so breit gesät, EC92 wäre eine Alternative gewesen, vielleicht auch eine EC900, ich wollte jedoch aus optischen Gründen eine Novaltriode. Von der EC86 und 88 habe ich nur Einzelstücke und keine zwei gleichen, dann wäre da noch 6S3P, die in die nähere Wahl kamen. Beim weiteren „Durchwühlen“ des Lagerbestands fand ich dann die 6J9P, eine Spanngitterpentode, die der Spanngitterpentode E180F sehr ähnlich ist. E180F habe ich auch noch einige auf Lager. Es sollte auf jeden Fall eine Triode in der Vorstufe sein, warum also keine Pentode also Triode schalten? Die E180F hat ja Triodenkurven im Datenblatt, die 6J9P ist in der Trioda Simulation. Und die beiden haben arbeiten als Triode wirklich linear, da kann man nicht meckern. Die E180F fristet ja wirklich ein Schattendasein, während ihre große Schwester die E280F ja langsam entdeckt wird. Die 6J9P scheint ja auch niemand zu verwenden.
Allerdings ist die Verstärkung nicht also groß (25-30 ohne überbrückten Kathodenwiderstand), daher musste ich den Kathodenwiderstand mit einem Elko überbrücken um noch Raum für eine Gegenkopplung zu haben. Die 6N6P will ja ca. 10 Volt am Steuergitter haben.
Rausgekommen ist dieser Schaltplan.
Dann ging es ans Werk. Schön wenn man ein „oben wie unten“ Gehäuse hat, dann wird der Boden zum Deckel und umgekehrt. Auch wenn ich eigentlich keine so kleinen Gehäuse mehr verwende sollte es den Verstärker trotzdem aufnehmen, warum sehr ihr weiter unten.
Hier der Rohbau und wie immer mein „Verdrahtungsplan“.
Ziemlich was los in dem Gehäuse :-), der fertige Aufbau.
Hier mit den 6J9P
Und mit den E180F
Teil 2 folgt.
Viele Grüße
Frank
ich wollte Euch mein neustes (Umbau)Projekt vorstellen.
Es ist eine kleine Triode mit der 6N6P mit einer Ausgangsleistung von ~1,2 Watt Sinus (~ 2,0 Watt Musik). Der Verstärker läuft im Eintakt und kann vielleicht als Alternative zu dem bekannten Darling 1626 gesehen werden.
Warum eigentlich Umbau? Vor gut über 10 Jahren habe ich meinen ersten Verstärker komplett selbst gebaut, damals noch mit der ECC99 und einer ECC83. Hier ein Bild, es fehlt noch die Trafohaube.
Leider war die ECC99 recht schnell verschlissen, deswegen habe ich den Verstärker auf die 6N6P umgebaut. Heute kenne ich wohl den Grund für den recht schnellen Verschleiß der ECC99, war sie damals noch mit einer maximalen Anodenverlustleistung von 5 Watt angeben, so spricht das aktuelle Datenblatt nur noch von 3,5 Watt. Gefahren habe ich sie seinerzeit mit 4,5 Watt, also nicht am Limit.
Die verwendete 6N6P ist war jetzt ~ 8 Jahre im Einsatz, natürlich kein Dauereinsatz, gemessen habe ich sie zuletzt mit 50 %, sie hält also wesentlich länger.
Bei der neuen Version liegt die Spannung etwas höher, bei minimal weniger Strom. Auf jeden Fall arbeitet die 6N6P ziemlich linear mit wenig Klirr und einer Anodenverlustleistung von 4,2 Watt. Ich habe mit verschiedenen Ra gerechnet und probiert. Die 6N6P hat einen Ri von rund 2,5 k, nach der Triodenformel (2-3 * Ri) könnte man den Ra ja niedriger ansetzen. Das bringt eine minimale Mehrleistung von ~0,1 Watt, allerdings steigt dann auch der Klirr.
Als ich den neulich mal wieder laufen hatte, beschloss ich einen Umbau. Technisch wollte ich die recht kleinen Übertrager ersetzen, dazu fand ich zwei sehr kräftige SABA Übertrager die einen gemessenen Ra von 9,5 k haben. Die kleinen Übertrager hatten zwar einen brauchbaren Frequenzgang, benötigten aber viel Gegenkopplung, was den Verstärker etwas „zugeschnürt“ klingen lies.
Dann gefiel mir die Optik nicht mehr, die außenliegenden Elkos waren ja mal „in“ heute gefällt mir das „cleane“ Design viel besser. Außerdem wollte ich zwei Vorröhren, quasi mal umgekehrt, zwei Vorröhren und eine Endröhre.
Einzeltrioden sind ja nicht so breit gesät, EC92 wäre eine Alternative gewesen, vielleicht auch eine EC900, ich wollte jedoch aus optischen Gründen eine Novaltriode. Von der EC86 und 88 habe ich nur Einzelstücke und keine zwei gleichen, dann wäre da noch 6S3P, die in die nähere Wahl kamen. Beim weiteren „Durchwühlen“ des Lagerbestands fand ich dann die 6J9P, eine Spanngitterpentode, die der Spanngitterpentode E180F sehr ähnlich ist. E180F habe ich auch noch einige auf Lager. Es sollte auf jeden Fall eine Triode in der Vorstufe sein, warum also keine Pentode also Triode schalten? Die E180F hat ja Triodenkurven im Datenblatt, die 6J9P ist in der Trioda Simulation. Und die beiden haben arbeiten als Triode wirklich linear, da kann man nicht meckern. Die E180F fristet ja wirklich ein Schattendasein, während ihre große Schwester die E280F ja langsam entdeckt wird. Die 6J9P scheint ja auch niemand zu verwenden.
Allerdings ist die Verstärkung nicht also groß (25-30 ohne überbrückten Kathodenwiderstand), daher musste ich den Kathodenwiderstand mit einem Elko überbrücken um noch Raum für eine Gegenkopplung zu haben. Die 6N6P will ja ca. 10 Volt am Steuergitter haben.
Rausgekommen ist dieser Schaltplan.
Dann ging es ans Werk. Schön wenn man ein „oben wie unten“ Gehäuse hat, dann wird der Boden zum Deckel und umgekehrt. Auch wenn ich eigentlich keine so kleinen Gehäuse mehr verwende sollte es den Verstärker trotzdem aufnehmen, warum sehr ihr weiter unten.
Hier der Rohbau und wie immer mein „Verdrahtungsplan“.
Ziemlich was los in dem Gehäuse :-), der fertige Aufbau.
Hier mit den 6J9P
Und mit den E180F
Teil 2 folgt.
Viele Grüße
Frank


