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Beton im Lautsprecherbau
#1
Hallo Zusammen,

jetzt starte ich doch mal einen Thread. 
Da ich mich schon seit langem mit Beton beschäftige ist in mir irgendwann der Wusch aufgekommen einen Betonlautsprecher selbst zu gießen. 
Ich bin absoluter Leihe in Sachen Lautsprecherberechnung und Design, dafür kann ich aus Beton, Holz und Stahl so ziemlich alles bauen.

Habe eine voll eingerichtete Werkstatt inkl. CNC Fräse und 3D Drucker im Keller.

Finden sich Leute die auch Lust darauf haben in der Richtung was zu machen und evtl. dafür in der Planung / Berechnung stark sind?

Ich bin gespannt,

Martin
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#2
Tip von mir: der Beton lässt sich mit Abtönfarbe einfärben. Hab mal eine Zarge für einen Plattenspieler gegossen. Blau-Grün marmorierter Beton sah schon cool aus.

Frage: um Lufteinschlüsse los zu werden bräuchte man idealerweise eine mini Rüttelflasche. Irgend ein tip? Deswegen hab ich das damals nicht weiter verfolgt.
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#3
(04.12.2025, 01:17)martin.zeug schrieb: Finden sich Leute die auch Lust darauf haben in der Richtung was zu machen und evtl. dafür in der Planung / Berechnung stark sind?
Hallo Martin,

stark bin ich wohl nicht, aber beim Messen und Simulieren könnte ich dich, wie wahrscheinlich einige andere hier auch, gerne unterstützen (beim Messen wahrscheinlich besser als manch andere, da ich davon ausgehe, dass du wie Claus auch aus der Ecke Erlangen kommst).
Auch deine Ideen bzgl. Konzept können wir von mir aus gerne hier diskutieren. Nur Gehäusebau ist bei mir meist Mittel zum Zweck (ich sage nur Spanplatte roh)...

Grüße
Chlang

[SIZE=2]Alle selbst ernannten Götter werden dir zürnen, wenn du dich nicht von ihnen erlösen lässt.

[/SIZE]:dont_know:
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#4
(04.12.2025, 06:52)DavidA77 schrieb: Frage: um Lufteinschlüsse los zu werden bräuchte man idealerweise eine mini Rüttelflasche. Irgend ein tip? Deswegen hab ich das damals nicht weiter verfolgt.

Einfach eine Vibrationssäge nehmen, das ist mit langem Blech ein wunderschöner Vibrator.

Gruß Kalle
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#5
Hallo Martin,
ich habe vor Urzeiten mal zwei Pärchen in Betonausführung aufgebaut. Waren so ca. 15 Liter netto mit 20mm Wandstärke.
Holzschalung würde ich heute in Siebdruckplatte machen. Innenraum aus geschichteten Styroporzuschnitten, Ausbrüche als Platten mit dem heißen Draht geschnitten und das ganze in die Form eingeklebt (schwimmt sonst auf!). Dünnflüssiger Estrichbeton war ohne Luftblasen leicht einzubringen.
Das Rauskratzen vom Styropor war einfach, weil die Rückwände praktisch nur aus der Öffnung einer KEF BD139 Passivmembran bestanden.
Bilder gibt es leider nicht mehr, Vorbild war damals eine ACR-Betonbox, die bei mir nur einen anderen TT bekam (Scan Speak 18W):

       

Ach ja, ACR hat damals geschummelt und eine gefräste Alufront davor gepappt ...
Gruß Klaus

Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
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#6
Ich nutze hochfesten, selbstverdichtenden Beton, der muss nicht mechanisch verdichtet werden. aber ich sehe schon, hier gibt es durchaus auch Interesse an sowas.

Mfg,
Martin
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#7
(04.12.2025, 14:41)martin.zeug schrieb: Ich nutze hochfesten, selbstverdichtenden Beton, der muss nicht mechanisch verdichtet werden.

Hallo Martin, dann nenne doch mal das von dir verwendete Produkt.

Gruß Kalle
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#8
Hallo Kalle, 
ich mische meinen Beton selbst, um hochfesten, selbstverdichtenden Beton herzustellen.

Enthalten sind Weißzement, Sand, Quarzmehl, Fließmittel, Dichtmittel und evt. Farbpigmente und nach Bedarf Glasfasern.
Damit entfällt das Rütteln komplett und ist sogar extrem kontraproduktiv.

Mfg,
Martin
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#9
Danke Martin,
ganz schön kompliziert.
Ich habe an Naturstein oder eine Betonzarge für meinen TT gedacht.
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#10
Im Bauexpertenforum gibt es einen ellenlangen Thread, wie man eine Küchenarbeitsplatte aus Beton macht.
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#11
(04.12.2025, 01:17)martin.zeug schrieb: Finden sich Leute die auch Lust darauf haben in der Richtung was zu machen und evtl. dafür in der Planung / Berechnung stark sind?

Ich denke Ihr habt  Martis Fragestellung nicht ganz verstanden.

Martin, wäre von Vorteil für hilfsbereite Mitglieder wenn Du konkreter wirst.

- Anforderungen an den LS
- Hörraum / Aufstellung
- persönliche Vorlieben / Musikgeschmack
- Budget
- etc.

Lastenheft im weitesten Sinne. Smile

Ggf. wird es für Dich leichter / einfacher einen fertig entwickelten Bausatz (K+T / HH) zu nutzen und den 
mit einem Beton Gehäuse aufzubauen / zu adaptieren ?

Ich habe mit Beton und Formenbau auch schon ein bisschen was gemacht, denke aber das Du da keine Hilfe / Tips brauchst.
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#12
Gibt es eigentlich 3D-Drucker für Beton für den Hausgebrauch? Also nicht solche Monster, mit denen in Holland schon ganze Häuser gedruckt wurden?
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#13
Moin, 

was erwartet man denn von so einem schweren Betongehäuse? Wäre eine Art Composite Material wie von WattPuppy eingesetzt oder eine Gehäusewandung mit Sandfüllung nicht günstiger? 

Ich habe ebenso eine gut ausgestattete Werkstatt mit CNC Möglichkeiten und einiges in Beton gebaut. Zuletzt war es eine Deckenlampe mit Bajonettverschluss und Betonkugeln, bei der ich die 4 teiligen Formen im 3D Druck erstellen konnte. Zum abformen kam ein Bastelbeton mit einer feinen Oberflächen zum Einsatz. Mit einer weißen Pigmentierung wurde dieser noch zusätzlich aufgehübscht. Nach dem ausformen hatte ich die Oberfläche abgeschliffen, was eine Finish Struktur erzeugte. Das funktionierte, weil ich den Beton vor seiner vollständigen Aushärtung ausgeformt hatte.

Grüße Christian 

           
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#14
(04.12.2025, 01:17)martin.zeug schrieb: Finden sich Leute die auch Lust darauf haben in der Richtung was zu machen und evtl. dafür in der Planung / Berechnung stark sind?

Hello,

das ist genau das was ich noch auf dem Zettel habe. 
Hab aus meiner "Jugend" noch 2 Visaton EXPERIENCE V 20. Nutze die tatsächlich auch noch..
Nun möchte ich die gerne in was schickes aus Beton ersetzen. Mein Plan war bislang mich an der Visaton Concorde zu orientieren.

Gehäuse mit mehr Rundung und Schwung.
Dann hab ich dazu mal die KI gefüttert und bin nach hin und her bei folgender Bestückung gelandet:

Quasi als Diskussionsgrundlage:
geschlossenes Gehäuse (weil ich glaube, mit DSP und Verstärker bekommt man den besseren Lautsprecher hin als ein Bassreflexsystem..!?)

DSP AMP Modul: Hypex FA123
Hochtöner: TA030WA24 1x
Mitteltöner: WF152BD06 2x
Tieftöner: Wavecor SW223BD03 2x

Das Ganze in ein schickes, Cad-optimiertes Gehäuse (Tropfenförmig etc..) nach allen Regeln der akustischen Kunst..

Was ich schön finden würde, paar gleichgesinnte zu finden, das Design, die Entwicklung gemeinsam abzustimmen und evtl. beim Bau - wenn es die Nähe zulässt, sich ebenfalls irgendwie zu unterstützen.

Was kann ich einbringen?
  • bisschen Fusion 360
  • Formenbau mit dem 3D Drucker
  • Messerfahrung auf Anfänger-Niveau
  • Bastelerfahrung
  • bisschen Beton-Erfahrung


Entwicklung etc. dann natürlich in einem Neuen Forumsabschnitt. Also - ich hätte Bock! 

Bist du dabei oder raus? 

Viele Grüße

PS: Anbei ein zwischenstand vom aktuellen Subwoofer..aus BETON!


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