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Prioritäten der Einflussgrößen bei der Lautsprecherentwicklung
#41
Damit steht du aber ziemlich alleine dar. Holzplatten klingen natürlich? Natürlich nach Holz...so wie eine Trompete auch nach Holz klingt.

(Vor 4 Stunden)JFA schrieb: Ja, das gehört zusammen. Aber meines Wissens nach hat das bisher noch nie jemand mit den Frequenzgruppen in Verbindung gebracht. Nach dieser Theorie wären diese Hügel und Täler ja durchaus hörbar, denn sie bilden sich im geglätteten Frequenzgang ab. Aber halt nicht so sehr, wie man bei Ansicht der Originalkurve vermuten würde.

Stand der Wissenschaft ist, dass Plattenresonanzen hörbar sind, wobei mir nicht klar ist, warum die hörbar sind. Richtige Anwendung von Dämmmaterial ist daher auf keinen Fall kontraproduktiv.

Dazu gibt es ja genügend Untersuchen, dass solch schmale Spitzen nicht stören. Zu der Hörbarkeit von Platteresonanzen hatte ich ja Versuche gemacht, Diese strahlen durch die große Fläche laut ab und meistens phasenverschoben (So wie bei Brechung an Gehäusekanten, die auch stören sollen). Das geschieht im Mittelton, wo das Gehör empfidlich ist.

Ich habe eben mal den ersten Test mit dem miesesten Gehäuse, also 16 mm Span, Sonofil-Füllung, keine Verstrebung gemacht, da hört man jedes Wort durch, auch bei Zimmerlautstärke des Chassis![Bild: eek.png] So darf man nicht bauen!

Ich gebe zu, ich war gespannt auf den Hörtest. Denn messbare Unterschiede sind nicht immer auch hörbar.
In diesem Fall ist es hörbar, ...
Es wurde hinter der Weiche durch 2 Vierfachstecker umgeschaltet innerhalb 1/2 sec.
Gehört wurde Klassik, Joe Cocker, Norah Jones, Roger Waters, und diverse Titel auf der Audio-Test-CD.
Der Unterschied ist hörbar bei Gesang, sowohl männlich als auch weiblich und auch gut bei Gitarre in den unteren Tonlagen. Am deutlichsten bei Nora Jones, mit Sandwich klingt sie richtig sexy und authentisch, ohne klingt sie etwas metallisch und hohl, eine Spur quäksig, auch etwas weniger direkt. Bei sonstigen Instrumenten kommt es auf die Tonlage an. Ohne Sandwich ist es dann etwas nerviger, eine Spur heller.

Im Bass und Hochton sind keine Unterschiede hörbar.

Auch bei meinen Testsignalen höre ich den Unterschied bei track 2 und 3, da klingt es ohne Sandwich irgenwie hohl.

Die Unterschiede in der Vibration sind sehr deutlich fühlbar, beim Klopftest liegen Welten dazwischen.

Das alles entspricht den Messungen. Es werden Obertöne zugemischt, die hörbar sind, dies geschieht auch phasenverschoben zum Originalton und erzeugt das weniger direkte Klangbild.

https://forum.visaton.de/forum/messtechn...t=alubutyl
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#42
(Vor 4 Stunden)walwal schrieb:
(Vor 4 Stunden)JFA schrieb: Ja, das gehört zusammen. Aber meines Wissens nach hat das bisher noch nie jemand mit den Frequenzgruppen in Verbindung gebracht. Nach dieser Theorie wären diese Hügel und Täler ja durchaus hörbar, denn sie bilden sich im geglätteten Frequenzgang ab. Aber halt nicht so sehr, wie man bei Ansicht der Originalkurve vermuten würde.
Dazu gibt es ja genügend Untersuchen, dass solch schmale Spitzen nicht stören. 

Ja, das ist mir klar. Aber wenn ich mir dann zB diese Studie von Toole/Olive anschaue, dann testen die auf spezifischen Frequenzen, und zwar 200, 500, 1000, 2000, 5000, 10000 Hz. Die sind ohne Berücksichtigung der Frequenzgruppen ausgewählt, manche (200 Hz, 2000 Hz) liegen mitten auf der Grenze zwischen 2 Gruppen, andere dagegen mittendrin (5/10 kHz). Die letzten beiden zeigen dann auch ein auffälliges Ergebnis bei Q=10: während für Q=1 und Q=50 diese beiden Frequenzen ungefähr die gleiche Empfindlichkeit haben wie die anderen Frequenzen, ist die bei Q=10 deutlich erhöht, fast genauso wie für Q=1. 
Hat das was miteinander zu tun? Keine Ahnung. Aber ich finde es verdächtig, und zumindest ist es auch, wenn man sich die frequenzgruppenweise Verarbeitung im Gehirn anschaut, plausibel. Leider ist es in der Audiotechnik sehr häufig so, dass diese weitergehenden Untersuchungen dann nicht mehr gemacht werden. Vielleicht, weil keiner weiter denkt, aber ich befürchte viel mehr mangelnde Ressourcen. 

(Fairerweise muss man dazu erwähnen, dass eine in der Studie erwähnte und mit den Ergebnissen verglichene Vorgängerstudie bei den beiden Frequenzen und Q=10 gerade ein umgekehrtes Verhalten zeigt.)
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#43
Ich hab das mal zum Anlass genommen und das mit der 5 kHz Resonanz aus der Studie durchgespielt. Ich habe, wie es in der Studie gemacht wurde, diese Resonanz mit 
oben: Q=10, Pegel auf Hörschwelle
mitte: Q=50, Pegel auf Hörschwelle der Q=10 Resonanz
unten: Q=50, Pegel auf Hörschwelle
einem glatten Frequenzgang hinzugemixt und dann meiner Frequenzgruppenglättung unterworfen. 
Was man sieht: Q=10 (oben) kommt ganz klar heraus, Q=50 mit dem Pegel von Q=10 (mitte) gar nicht, Q=50 mit dem Pegel der ermittelten Hörschwelle kommt ganz klar heraus. Das ist zwar sowas wie ine Korrelation, aber ich würde noch keine klare Aussage darüber treffen wollen. 

   

Edit: die untere Kurve guckt ja deutlicher heraus als die obere, wurde trotzdem in der Studie auch nur als Hörschwelle ermittelt, also gleich "schlimm". Liegt vielleicht daran, dass die unterste Kurve nur eine Frequenzgruppe betrifft, die oberste dagegen 2.
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