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Paragon hat Insolvenz angemeldet
#21
Moin, 

Onnos Hinweis auf die Forenregeln bezieht sich auf Diskussionen über Politik. Das fing hier gerade an, sich auf deutsche Politik zu beziehen und das sollte eben nicht sein. 
Das Verbot von Verlinkungen wurde mit aufgenommen, weil es eine Zeit lang User gab, die öfters entsprechende Links gepostet hatten.
Gruß

Günther

"Listen to the music" 



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#22
(21.10.2026, 15:04)ra 31 schrieb: ich hab in vielen branchen gearbeitet, und auch mit menschen mit problemen in vieler hinsicht - ich denk, es ist gefährlich, die sprüche von politikern und "leistungsträgern" unhinterfragt zu übernehmen und uns selbst das wasser abzugraben. prof. iring fetscher veröffentlichte schon in der 2. hälte der 60er eine studie (ich glaub an der uni frankfurt), dass bei damaligem stand der automatisierung (taschenrechner gefühlt so groß wie ein tisch) eine DURCHSCHNITTLICHE wochenarbeitszeit von 4-5h ausreichen würde, um den laden am laufen zu halten. vor 60 jahren.

Eben. Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass man mit mehr Arbeit mehr Output schafft. Vor Allem qualitativ gute Arbeit. Das ist die gleiche hasenhirnig-betriebswirtschaftliche Denke wie, dass man erst den verbrauchten Bleistift zur Materialverwaltung zurückbringen muss, um einen neuen zu erhalten. 

Korrekte BWL-Denke ist es dagegen, den Optimalpunkt zu finden. Und der liegt halt nicht bei 10 oder 12 Stunden, sondern deutlich darunter. Das ist vielleicht auch vom Job abhängig, aber gerade in der Entwicklungsarbeit, also dem kreativen bzw. problemlösenden Bereich, sind 4h Nettoarbeit normal. Mit Ausreißern, wenn es gerade flutscht. Wenn man dann 2h darauf rechnet, für wieder reinfinden, Kaffee holen, mit den Kollegen quatschen, dann landet man bei einem 6h Tag. Und das mit dem Kaffee oder quatschen ist nicht abwertend gemeint, das ist wichtig, um einen aus dem Problem rauszuholen, weil man dann bei Wiederaufnahme des Denkens das gleiche Problem von anderer Seite betrachtet. 

Und wie es ein Kollege von mir neulich ausdrückte: alle Stunden nach der 6ten Arbeitsstunde sind die teuersten für den Arbeitgeber. 

Das Industrieproblem in Deutschland hat auch nur wenig damit zu tun. Es ist auch nicht der von manchen Seiten kolportierte Unsinn mit dem Flatterstrom, und sowieso sind ausnahmsweise nicht die Grünen Schuld. Es ist ganz einfach: die große Zeit der detuschen Industrie nach dem zweiten Weltkrieg lag an den eigenen, wirtschaftlich ausbeutbaren Ressourcen. Kohle, Eisenerz, Erdgas, Erdöl. Hatten wir alles selber, jetzt nicht mehr. Das heißt, wir müssen das Zeugs für unsere Industrie teuer im Ausland einkaufen. Womit man dann gegenüber anderen Ländern einen grundsätzlichen Nachteil hat.
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#23
Verstehe, danke für die Erläuterung!
Grüße Lutz
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#24
Moin!
Ich sehe auch keine Kontroversen. Falsch jemandem etwas aufstößt, bitte PN an mich.
Gruß
Arnim

Der letzte Diy Lautsprecher ist nur solange gut bis zur nächsten Idee.
Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
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#25
(24.10.2026, 09:46)JFA schrieb: Das Industrieproblem in Deutschland ...
... ist eigentlich ein ganz triviales: Wir haben den Chinesen Stahlwerke und Maschinen auf Deubel komm raus verkauft und waren Exportweltmeister. Die Chinesen haben damit Geld verdient und davon ganz viele deutsche Autos gekauft. Es wurde exportiert und expandiert auf Deubel komm raus - toll.

Und jetzt - oh Wunder - können die Chinesen Stahl und Autos und ... sehr gut selbst (mit unserer Technologie und unseren Maschinen). Und jetzt brauchen sie nichts mehr von uns, im Gegenteil, jetzt wollen sie uns was verkaufen !

Wer hätte das gedacht ?

Also, entweder wir bescheiden uns damit, die zu beliefern, die selbst nix auf die Kette kriegen (z.B. Amerikaner nach Trump) und backen kleinere Brötchen, oder wir entwickeln ein völlig neues Geschäftsmodell ...

Ach, bei HiFi-Kram war das doch genauso: Wir haben da fertigen lassen, Horden von Skandinavischen Experten haben ihr Wissen da gelassen - und jetzt machen LPG, Eton und eben Paragon keinen Sinn mehr.
Gruß Klaus

Die Entwicklung von KI muss verpflichtend mit geistiger „Aufforstung“ verbunden werden – für ein Rechenzentrum sind 10 Schulen zu bauen und zu betreiben ...
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#26
Also es kommt imho nicht darauf an wie viele Stunden jemand arbeitet (das ist wohl das deutsche Verständnis von Arbeit), es kommt darauf an ob diese Stunden eben produktiv sind oder eben nicht. Ich wüsste nicht was an der Betrachtung und Abwägung von Folien, oder noch besser "One Pager" irgendwie produktiv sein soll. Bei den meisten Kollegen waren diese Folien nichts als Werbung für die eigene Arbeit - ja klar warum sollte es denn anders sein? 

Also wie bitteschön kann das Management produktiv sein? Ich habe es bis heute nicht verstanden. Meiner Meinung nach werden die höheren Positionen zunehmend unproduktiv - was vielleicht ja auch Sinn und Zweck der Sache ist oder vielleicht dient das Management nur als natürliche Bremse für Betriebsausgaben? ;-)

Ich weiss es nicht, aber ich sehe keinen Erfolg....vielleicht ist aber mein Managementverständnis auch völlig anders....

Aus meiner Sicht werden die Mitarbeiter viel zu wenig am Projekt-Erfolg beteiligt, wohl aus Angst eine Neiddebatte würde das ach so hoch gelobte Arbeitsklima beeinträchtigen. 

lG sven
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#27
Hallo Sven!
Ich habe mal gegoogelt weil ich den Namen nicht mehr wusste:

Das Phänomen, das du beschreibst, ist in der Managementlehre weltbekannt und heißt Peter-Prinzip (Peter Principle).
Es wurde 1969 von dem Psychologen Laurence J. Peter formuliert und besagt kurz gefasst: „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

Und dann gibt es noch die Psychopathen die nix können außer die richtigen Schnittstellen zu kennen und zu aktivieren um nach oben zu kommen
Gruß
Arnim

Der letzte Diy Lautsprecher ist nur solange gut bis zur nächsten Idee.
Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
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#28
Ach so! Vielen Dank" Wusste gar nicht dass es so einfach ist... jetzt kennen wir einen Grund....

lg Sven
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