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Focal Clone - Scala Utopia at home
#41
Die richtige Polung lässt sich auch so ermitteln: Umpolen, da muss ein tiefer Einbruch erscheinen, jetzt spielen mit Delay/Trennung auf maximalen Einbruch. Dann umpolen, fertig.
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#42
(07.01.2026, 10:37)walwal schrieb: Die richtige Polung lässt sich auch so ermitteln: Umpolen, da muss ein tiefer Einbruch erscheinen, jetzt spielen mit Delay/Trennung auf maximalen Einbruch. Dann umpolen, fertig.
Die Methode kenne ich. So habe ich das bisher immer gemacht und auch dieses Mal.

Ich habe mal den Übergang zwischen Tieftöner und Mitteltöner heute Morgen in Angriff genommen. Gleich Methode. 0°-90° Messungen ohne Filter vom Tiefröner, dann das gleich Spiel mit dem Mitteltöner. Alles in VituixCAD importiert und angefangen den Übergang mit LR48 Filtern zu basteln. Dabei kam heraus, dass es günstig ist, die Trennfrequenz beim Tieftöner auf 265Hz und beim Miteltöner auf 250Hz zu legen. Dann kommen akustisch ziemlich exakt 250Hz raus. Übergang ist sauber, vepolt der maximale Einbruch. 

Dazu kommen ein Shelving Filter für den Mitteltöner und je ein param. EQ für MT und TT. Im Hochton nutze ich ebenfalls einen Shelving Filter und einen param. EQ. Insgesamt 5 Korrekturfilter. Momentan scheint mir das das Ende der Fahnenstange. Zumindest, was ich hier in der Wohnung umsetzen kann. Meine Messungen sind eben nicht perfekt - da jetzt anzufangen, kleinste Filter mit Q3 reinzuhauen, macht wenig Sinn. 

Dann hatte ich jetzt auch noch Zeit, etwas zu hören und will mal ein paar Eindrücke schildern. Ich lese sowas immer gerne, vielleicht geht es anderen ja auch so...

Angefangen habe ich mit Moloko - Absent Minded Friends. Das ist mein No.1 Test-Stück überhaupt. Gar nicht weil die Aufnahme über alle Maßen fantastisch wäre, sondern weil es eins meiner Lieblingslieder ist und der Teil, in dem Stimme bei 0:35 einsetzt, auf genau eine ganz bestimmte Art klingen muss. Die Stimme ist übernatürlich groß mit recht viel Hall. Sie muss im Nichts über den Lautsprechern schweben, das tut sie hier. Schonmal ein super guter Anfang. Dazu ein Bass, der ziemlich tief rumpelt, aber nicht dröhnen darf - oder zumindest nicht zu sehr. Tief geht es auf jeden Fall herunter. Interessant finde ich, dass der Bass zwar tief ist, aber nicht "immer da", sondern nur, wenn es sein soll. Weiß nicht, wie ich das anders sagen soll.

Dann weiter mit Marc Anthony - Aguanile. Das Original ist zwar auch genial, aber ich mag das hier zum testen, weil es moderner und etwas sauberer klingt. Das Zusammenspiel von Hauptstimme, Background-Sängern, Percussion und Bläsern ist eine Menge auf einmal. Das muss so abgebildet werden, dass alles seinen Platz hat und trotzdem mit einander verschmilzt. Das Rythmus-Fundament muss päsent sein, darf den luftigen Rest aber nicht überdecken. Hier klappt das absolut großartig. Ich weiß nicht, wie die Schlaginstrimente heißen, die druchgängig diese hohen Töne erzeugen, aber sie flirren außen umher, dass es eine Freude ist. 

Kaleida - Coco kommt als nächstes. Hier gibt es keine echten Instrumente, selbst die Stimme ist stark von Effekten beeinflusst. Aber das Ding klingt so dreidimensional, man könnte meinen, es spielt ein ganzes Atmos-Setup. Die ersten Synthies klingen fast, als kämen sie von hinter mir. Die Stimme, die bei 00:09 einsetzt, schwebt hoch ober in der Mitte zwischen den Lautsprechern. Dann kommt das "Schlagzeug" und die Bassdrum ist trocken, während die "Snare" einfach aus dem Nichts auftaucht, fast als wäre sie über mir. Wahnsinn. Wenn ihr mal Leute, die Stereo einfach nicht mehr kennen, beeindrucken wollt, spielt dieses Lied. Wie gesagt, alles Effekte, keine natürlichen Instrumente, aber geil gemixt im Studio.

Dann mal ein Klassiker mit Pink Floyd - High Hopes. Das dürften die meisten kennen. Die Glocke und das Klavier am Anfang geben schon einen guten Vorgeschmack auf die Klarheit und Dynamik, die da drin steckt. Ab 2:57 kommt dann das Gitarrensolo mit dem immer lauter werdenden Hintergrund, bis die Glocke und das Klavier einen wieder herausziehen Hört man das laut genug, kann man schon etwas Angst bekommen. Ich habe es nicht übertrieben, aber es macht einfach Spaß auf einem großen Lautsprecher zu erleben, was da geht. Das Finale mit dem nächsten Gitarrensolo und dem ganzen Schlagzeug löst sich so schön vom Lautsprecher. Toll. Hier kam mir allerdings der Gedanke, ob es nicht noch besser wäre, wenn die Lautsprecher noch weiter auseinander stehen würden.

Ich habe dann noch Kylie Minogue und Nick Cave - Where the wild Roses grow gehört. Das Stück ist super, weil die Stimmen so präsent sind und man sehr gut hört, wenn hier etwas nicht stimmt. Ich muss leider sagen, dass es mir im Grundton ein ganz klein wenig zu viel ist. Besonders bei Kylie ist es mir aufgefallen. Minimal zu viel Oberbass/Grundton. Ich bin da immer etwas empfindlich. Es hat noch ncht in Richtung dröhnen umgeschlagen, aber einfach etwas zu dick. Ist aber das einzige Stück, bei dem es mir so aufgefallen ist. Räumlichkeit, Direktheit und das Gefühl, die beiden würden hier im Wohnzimmer stehen, war trotzdem da.

Zuletzt noch ein wenig Klassik mit dem Cello Concerto von Dvorak gepielt von Jaquelne du Pre und dem Chicago Symphonie Orchester. Bei Orchestermusik finde ich zwei Dinge besonders wichtig - die Lautprecher müssen die Dynamik eines Konzerts halbwegs glaubwürdig transportieren und den räumlichen Überblick behalten. Für beide Aspekte ist das Concerto gut geeignet. Der erste Akt beitet direkt einen guten Einstieg, was Dynamik angeht und dreht ordentlich auf, während das Thema vom Orchester präsentiert wird. Dann wird es sehr ruhig und das Cello nimmt das Thema auf. Hier muss die Räumlichkeit passen. Passt gut. Gefällt mir super.

Soweit erstmal. Ich werde es erstmal so lassen und mit Dirac weitermachen. Aber so, wie sie jetzt spielen ist das schon ziemlich gut, meiner bescheidenen Meinung nach.


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#43
Danke fr die Test-Musik-Vorschläge
Beste Grüße Smile
Jörn

what the bleep do we ... - listen to ?
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#44
Moin,

gefällt mir sehr! Thumbs_up
Hatte gerade einen längeren Text geschrieben und dann auf die falsche Taste gedrückt...... Sad

Musik Tip für Dynamik - Klavier am Anfang sollte in "normaler Zimmerlautstärke" spielen:
Tricycle - Flim & the BB's
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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