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Die Qual der Wahl, symmetrische oder asymmetrische NF-Verbindungen
#1
Moin,

es gibt ist immer wieder Probleme mit der Gerätewahl, wenn in einer Anlagenkonfiguration Geräte mit verschiedenen Anschlüssen ausgerüstet sind.
Welche gibt es denn?

Mein HiFi-Leben startete mit 5-poligen DIN-Anschlüssen. Früher kamen Buchsen und Stecker von Hirschmann. Sie waren fummelig und wenig solide, erlaubten aber z.B. beim Betrieb von Tonbandgeräten mit nur einer Stereoleitung für Aufnahme und Wiedergabe zu nutzen, die Schirmung und auch nur eine Masseleitung waren nicht schlecht und wurden dann später mit solideren Buchsen und Steckern von LINN und Naum genommen. Sie sind sinnvoll, aber esgibt nur noch wenige Geräte mit dieser Austattung.

Mit dem Blühen des des Welthandels haben sich die Cinch- bzw. RCA- Stecker und Buchsen durchgesetzt und sind heute Standard. Dumm nur, dass es dazu keine Norm gibt und unterschiedliche Durchmesser der Massekontakte zu Steckertod und ausgebrochenen Buchsen führen kann, Vorsicht bei Altgeräten.
Hier sind nur asymmetrische NF-Verbindungen möglich, Masse von den Ein- und-Ausgängen sind galvanich mit der Schirming verbunden. Viel behaupten für Heimanlagen wäre das auf kurzen Strecken optimal, ich meine das Gegenteil, hier wird Störabstand verschenkt .... dem ist es egal ob die Leitung kurz oder lang ist Big Grin.

Mit der Brummschleifengefahr bei den vielen Geräten in den professionellen Aufnahme- und Wiedergabegeräten ist hier die symmetrische Signalführung durchgesetzt, Hot (+) und Cold ( - ) sind von der Schirmung getrennt. Hier sind XLR- und 6,3 mm (Stereo) Klinkenverbindungen (LTS) Standard.

Klassische Signalsymmetrierung erzeugt man durch die Verwendung von Audiotrafos oder entsprechende Verstärkerstufen.Theorie und Schaltbilder findet man unten bei Jensen.
https://www.jensen-transformers.com/wp-c.../an003.pdf
Für NF findet man bei Neutrik und Monacor gänge kleine Trafos und Adapterstecker oder-Boxenmit intergrierten Trafos. Gerne genommen wird z.B. der Monacor Monacor LTR-110 mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Aus China findet man preiswerte Symmetrierer oder Desymmetrierer mit Dumpingpreisen und fragwürdigen Eigenschaften.Bei Funk-Tonstudiotechnik findet man hier sehr gute Platinen
https://funk-tonstudiotechnik.de/SYMM-MODULE.htm

Steckerbelegungen

findet man hier
https://sengpielaudio.com/Klinkenstecker...trisch.pdf
Diese Website bietet auch für alle elektroakustischen Probleme sehr sehr interessante Information.

Bei den hier gezeigten Steckerbeschaltungen findet ihr hier für pseudosmmetrische Verbindungen zwischen XLR und Cinch jeweils die Vorschläge Pin 1und 3 der XLR Stecker, also Masse und cold, zu verbinden. Das halte ich nicht für sehr sinnvoll.
Bei der Verbindung Cinch asymmetrisch zu XLR male verbinde ich hot mit Pin 2 in XLR Buchse und Masse mit Pin 2, der Schirm wird, um Brummschleifen zu verhindern, mit einem hochohmigen Widerstand mit Pin 1 verbunden. Bei symmetrischen Leitungen verbindet man 2 mit hot, z.B. rot, pin 3, z,B, weiß wird mit Masse verbunden, der Schirm von 1 wird mit einem hochomigen Widerstand mit Cinch-Masse verbunden.
Sehr nett ist auch der Vorschlag einen asymmetrischen Ausgang durch Spiegelung des Ausgangkondensators und Parallelwiderstand gegen Masse einen pseudosymmetrischen Ausgang zu erreichen.
Siehe auch bei Jensen 2.4 oder auch bei 2Pi.

Bei der Verbindung XLR female zu Cinch ist eine symmetrische Leitung sinnig, hier wird 2 mit hot, z.B. rot, und 3 mit Masse verbunden, der Schirm wird mit einem hochohmigen Widerstand mit Masse verbunden.

Hier ein paar Eklärungen zu Funktion und Aufbau von symmetrischen und asymmetrischen
NF-Verbindungen. Besser als in diesen Quellen kann man die technischen und physikalische Unterschiede kaum erklären.

Jensen Paper von 1995
https://www.jensen-transformers.com/wp-c.../an003.pdf

Oliver Pirlic alias 2Pi :
http://www.2pi-online.de/Was_ist_Masse_1.pdf

Walter Fuchs alias Volpe :
https://volpe.at/volpe/start_frame.php?B...=&colors=1
https://volpe.at/volpe/start_frame.php?P...2_44&BL=10



Symmetrische Leitungen findet man in jeglicher Preisklasse im Profibereich von billig bis teuer und solide, und im HighEnd - Bereich mit Preisen mit garantierter Käuferverars.......

Ich verwende mittlerweile keine Mikrofonleitungen mehr, da ihre notwendige Felexibilität zu Hause nicht notwendig ist aber zur Mikrophonie führen können, sondern eher Leitungen für Dauerinstallationen. Wichtig ist auch das Isolationsmateriel, PVC zieht Wasser an und bei alten Kabeln findet man dann beim Abisolieren schwarze korridierte Kupferseelen vor.

Wird noch ergänzt.

Gruß Kalle
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#2
Korrosion kommt eher vom Chloranteil in PVC. Sieht man auch bei Lautsprecherkabeln, schön grün....Halogenfreie Kabel nehmen.
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