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Alt 31.01.2018, 19:31   #1
Tom78
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Registriert seit: 27.09.2017
Ort: Nähe Aachen
Beiträge: 130
Standard TPA3110 Hochpass Filter

Hi,
ich bastle gerade ein Paar kleine Breitbänder fürs Schlafzimmer. Diese sollen aktiv sein und so kam ich auf ein TPA3110 Modul. Das Modul an sich war mit 6€ sehr günstig, aber auch mit ganz billigen Bauteilen bestückt (bis auf den IC). Ich habe also alle Kondensatoren und Widerstände ausgetauscht (Kondensatoren X7R und PPS im Signalweg und nichtmegnetische Widerstände). Hört sich für ein 2x15Watt Minimodul jetzt ganz brauchbar an.
Jetzt kam mir die Idee die Breitbänder (BB 3AL) etwas zu entlasten und einen Hochpass einzubauen.
Ich denke es ist am sinnvollsten das vor dem Verstärkermodul zu machen, oder ? So kann ich Bauteile viel höherer Qualität nehmen, da das Netzteil nur 12V hat (würde dann 16 oder 25V Kondensatoren nehmen).
Jetzt hilft mir kurz auf die Sprünge : Zur Dimensionierung nehme ich die Eingangsimpendanz des Verstärkermoduls oder sehe ich das falsch ? Reicht da ein Filter 1ster Ordnung ? Oder sollte ich das sogar per opamp aktiv lösen um weniger Phasenprobleme zu kreieren ?

Ich wäre für Hilfe sehr dankbar, würde ungern erstmal Testreihen für die kleinen Lautsprecher machen.
Tom78 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2018, 20:24   #2
newmir
Benutzer
 
Registriert seit: 19.11.2013
Ort: Aachen
Beiträge: 1.875
Standard

Ja ...einfach mit dem Multimeter Eingangsimpedanz messen und ich habe damals per "LT Spice" sogar den richtigen Kondensator simuliert. Aber ausprobieren geht auch. Hat prima funktioniert aber sind halt nur 6db .....
__________________
Herzliche Gruesse
Michael
newmir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2018, 20:59   #3
Bizarre
HSG Franken
 
Registriert seit: 03.12.2013
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Eingangsimpedanz messen ( oder aus dem Datenblatt), dann :

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-RCglied.htm

Passiv müßte dazu vorher die Impedanzspitze geplättet werden, das allein kostet schon mehr wie der ganze Amp...
__________________
Bizarre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2018, 21:43   #4
Tom78
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.09.2017
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Zitat:
Zitat von Bizarre Beitrag anzeigen
Eingangsimpedanz messen ( oder aus dem Datenblatt), dann :

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-RCglied.htm

Passiv müßte dazu vorher die Impedanzspitze geplättet werden, das allein kostet schon mehr wie der ganze Amp...
Das habe ich mir schon gedacht. Der aktive Weg dürfte also sinnvoller sein ?
Tom78 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2018, 22:14   #5
Bizarre
HSG Franken
 
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Beiträge: 752
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Zitat:
Zitat von Tom78 Beitrag anzeigen
Das habe ich mir schon gedacht. Der aktive Weg dürfte also sinnvoller sein ?
Jo, ist oft so.. Hier ganz einfach möglich, muss ja nicht immer gleich ein DSP sein.
__________________
Bizarre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 08:16   #6
_Nico_
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.02.2015
Ort: OWL
Beiträge: 168
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Guten Morgen,

der einfachste Weg nach Datenblatt http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpa3110d2.pdf

Seite 22, Abs. 10.2.1.2.2 Input Capacitor

Die Eingangsimpedanz hängt von der verwendeten Gain-Configuration ab.
Die lässt sich anhand der Beschaltung nach Table 2 im PDF ermitteln.

Dann entsprechend nach Equation 4 auflösen.

Bsp.
Gain 26dB -> Zi=30.000
fc auf 70Hz gewünscht.

1/(2*Pi*30000*70) = 0,000 000 075 F -> 75nF

Wichtig: Je Kanal beide Kondensatoren (L/RINP und L/RINN) mit gleichem Wert ersetzen.

Gruß

Nico
_Nico_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 08:36   #7
Tom78
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.09.2017
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Zitat:
Zitat von _Nico_ Beitrag anzeigen
Guten Morgen,

der einfachste Weg nach Datenblatt http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpa3110d2.pdf

Seite 22, Abs. 10.2.1.2.2 Input Capacitor

Die Eingangsimpedanz hängt von der verwendeten Gain-Configuration ab.
Die lässt sich anhand der Beschaltung nach Table 2 im PDF ermitteln.

Dann entsprechend nach Equation 4 auflösen.

Bsp.
Gain 26dB -> Zi=30.000
fc auf 70Hz gewünscht.

1/(2*Pi*30000*70) = 0,000 000 075 F -> 75nF

Wichtig: Je Kanal beide Kondensatoren (L/RINP und L/RINN) mit gleichem Wert ersetzen.

Gruß

Nico
Hmm, vielen Dank. Hab das total überlesen.
Damit könnte ich also sofort einen Hochpass integrieren oder wie habe ich das zu verstehen ? Wäre dann natürlich 1ste Ordnung, klar.
Tom78 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 08:44   #8
_Nico_
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.02.2015
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Genau so. Der wird heute schon zur DC-Entkopplung da sein; jedoch mit Kondensatoren höherer Kapazität damit der Tieftonbereich nicht unnötig beschnitten wird.

Gruß

Nico
_Nico_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 12:22   #9
Tom78
Erfahrener Benutzer
 
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Zitat:
Zitat von _Nico_ Beitrag anzeigen
Genau so. Der wird heute schon zur DC-Entkopplung da sein; jedoch mit Kondensatoren höherer Kapazität damit der Tieftonbereich nicht unnötig beschnitten wird.

Gruß

Nico
Stimmt, 1uF ist schon da. Den Ersetze ich also mit den z.B. 75nF für 70hz bei 26dB gain.
Tom78 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 13:00   #10
_Nico_
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Ort: OWL
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Zitat:
Zitat von Tom78 Beitrag anzeigen
... Den Ersetze ich also mit den z.B. 75nF für 70hz bei 26dB gain.
Hallo,

Fast; nicht den einen, sondern 2 Kondensatoren pro Kanal.
Das Modul wird ja vermutlich nicht symmetrisch angesteuert, der Chip sieht das jedoch vor.
Deshalb müssten an pin4 und pin11 des TPA ebenfalls 1uF zu finden sein die gegen Massepotential liegen.
Die müssen auch getauscht werden.

Gruß

Nico
_Nico_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 13:34   #11
Tom78
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.09.2017
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Zitat:
Zitat von _Nico_ Beitrag anzeigen
Hallo,

Fast; nicht den einen, sondern 2 Kondensatoren pro Kanal.
Das Modul wird ja vermutlich nicht symmetrisch angesteuert, der Chip sieht das jedoch vor.
Deshalb müssten an pin4 und pin11 des TPA ebenfalls 1uF zu finden sein die gegen Massepotential liegen.
Die müssen auch getauscht werden.

Gruß

Nico
Ja stimmt, ist schon so vorgesehen auf dem Modul.
Für den Signalweg nehme ich am besten NP0 (C0G), da die Kapazität nicht Frequnzabhängig ist. Oder gibts da was besseres ? Wie sieht es mit den PPS aus im Signalweg ?
Tom78 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 15:03   #12
SNT
HSG Bayern
 
Registriert seit: 06.01.2009
Ort: Regensburg
Beiträge: 2.723
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12 dB Hochpass mit passivem LC Filter falls die Quelle niederohmig genug wäre ( OPV Ausgang). Auf diese Weise wäre je nach Güte sogar eine Bassünerhöhung realisierbar. Allerdings grosses L erfoderlich, ansonsten aktiver HP.

Gruss von Sven
SNT ist offline   Mit Zitat antworten
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