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Alt 18.08.2017, 21:55   #21
mtthsmyr
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- Flug 79 ist gestartet.

Der DHL-Mann hat es spannend gemacht, kam aber dann doch noch. Die Lautsprecher haben sich heute einige Stunden eingespielt.

Muss gestehen, dass ich den Lautsprecher gestern nochmal komplett neu abgestimmt habe. Im Grunde habe ich diesmal meine alte Prototypenweiche mit dem angepassten Cento-Tiefpass verheiratet, dann noch ein wenig Feintuning und fertig. War nur als Experiment gedacht, funktionierte aber in entscheidenden Punkten besser. Werde ich beizeiten nochmal näher ausführen.

Einziger Wehmutstropfen: den Hochton hätte ich gerne noch etwas angehoben, allein die passende Spule fehlte. Kein work-around machbar. Habe dann aus der Not eine Tugend gemacht, den Mitteltöner angepasst und eine schöne "MAMALAUDA!"-Abstimmung produziert. Der Lautsprecher macht jetzt so ziemlich das Gegenteil von dem, was im Pflichtenheft stand. Aber für den Battle vermutlich genau das richtige.
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Alt 18.08.2017, 23:34   #22
mtthsmyr
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Danke, Oli! Das Projekt wird mich noch etwas verfolgen - insofern wird es vielleicht noch die eine oder andere zukünftige Gelegenheit geben.
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Alt 21.08.2017, 17:51   #23
krama1974
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Ich verlasse meinen Falthocker und wechsle auf die Hollywood-Schaukel; da passen auch noch mehr Fluginteressierte drauf
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Alt 21.08.2017, 18:01   #24
olnima
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Lohnt sich wirklich. Neben Fostis Ungetüm (der jedoch als "schummelnder Heimspieler" am Sa. Abend seine "Särge" offenbar nochmals auf den Raum optimiert hat) hatte die Flight79 den in diesem wirklich schwierigen, weil extrem halligen Raum den saubersten Bass. Die ganze Box klingt so, als wären die Chassis nur für genau diese Kombination entwickelt worden, extrem "rund" , bruchlos und in sich "geschlossen" / stimmig. Grosses Kino !!!
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Wohlklingende Grüße,
Matthias
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Alt 21.08.2017, 18:13   #25
fosti
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Samstag Morgen war das Samstag Abend haben wir doch zusammen gegrillt und . ....aber fand' ganz geil, dass ich es wirklich hingekriegt habe.

Vor der Entwicklung der Flug 79 habe ich absoluten Respekt

EDIT: Und gefallen hat sie mir auch. Insbesondere die Mittelhochtonabteilung......im Tiefton kann es wegen mir ruhig etwas größer sein, ohne bei Olli's "Ich hab da noch ein paar 15"er!" zu landen
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DSP loudspeaker crossovers done right
http://www.grimmaudio.com/site/asset...8/speakers.pdf
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Alt 21.08.2017, 20:34   #26
mtthsmyr
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Fosti, wie wäre es mit zwei von denen pro Seite?
http://www.sbacoustics.com/index.php...shipping-font/
Ich weiß, sind auch nur +50% Membranfläche. Zwei Achter wären mehr, ...
Dass die Tieftöner mitunter als Lebensversicherung für die Mitteltöner herhalten, ist schon sehr, sehr, sehrsehr sympathisch. Irgendwie.

Zitat:
Zitat von krama1974 Beitrag anzeigen
Ich riskiere mal 'ne dicke Lippe in Abwesenheit und daher ohne persönlichen Eindruck: So ganz überraschend ist das nicht Letztlich ist es natürlich auch eine Frage, wie der Raum und die LS interagieren und ob es den eigenen geschmacklichen Präferenzen entspricht. Ich bin sehr geneigt, die 79 zu bauen, falls es eine öffentliche Dokumentation geben wird. Nicht wenige Entwickler beginnen nach derartigen Meetings aber auch eine neue Abstimmungs-Session. Mal schauen, wann die 79 zum Rollout für die Nachbauer kommt

Schönes Ding

RU, krama
Gerade im Mittelton fand ich es vor Ort sehr schwer Vergleiche anzustellen. Auch im Vergleich mit Olnimas Bibo oder Jackmans Mivi, die ein Bruchteil der Materialkosten haben. Die Räumlichkeit war eingeschränkt. Bei anhezu allen Lautsprechern. Und auch die Durchhörbarkeit. In meiner Wahrnehmung. Und auch bei Resonanzen war ich mir selten sicher, ob das vom Raum, vom Lautsprecher oder vom Mobiliar kommt.

Hier wird's jedenfalls weitergehen. Und, krama,- ja, ich würde mich natürlich sehr über einen Nachbauer freuen! Aber soweit, dass ich dafür guten Gewissens grünes Licht geben würde, bin ich noch nicht. Erst steht das Feintuning der Frequenzweiche, und von da aus muss ich mal weitersehen.

Matthias
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Alt 21.08.2017, 21:06   #27
olnima
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Hei Matthias,
unglaublich, was Du da 'reinsteckst. Verlier'r nur nicht den Punkt, wo es dann irgendwann auch 'mal fertig ist, sonst "kommst Du nie an".
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Wohlklingende Grüße,
Matthias
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Alt 22.08.2017, 10:10   #28
hoschibill
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Moinsen
Ich mach' mal hier weiter.
Zitat:
Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
Okay - dann ist mir auch klar, was Du meintest. Das war genau der Punkt, weswegen ich dich in dem Moment angesprochen hatte. Dass der Mitteltöner das kann - ungeachtet was der Rest da gerade macht. Dann hatten wir unterschiedliche Gründe fürs "nimmt mich nicht mit".

Ist ein interessanter Zufall, oder nicht, dass Du den c25-6-012 vorschlägst, weil das auch der nächste Kandidat auf der Liste wäre. Der SB26ADC erscheint mir zu "glatt". Aber auch erstmalig in dieser weise und etwas etwas Liebe hat er noch verdient. Wenn das nicht behebbar ist, dann wäre der Accutonhochtöner der nächste Kandidat. Die provisorische Alternative wäre die 22TAF/G - 2,7kHz LR4 kommt dem entgegen. Ja, der ist nicht ganz so sauber, aber lebendiger. Vielleicht ist das auch wieder zuviel "sparkle"?

Bei den Tieftönern würde mich ja auch der Scanspeak 26W/8534 reizen. Der ist sehr günstig ^^. Den Alcone muss ich mir mal näher anschauen. Ich muss aber auch drauf achten, was mein Hörraum dazu meint. Der ist recht stur in diesen Dingen und bei 35 Hz wird es kritisch.
Der Scan Speak ist schon spannend, brauch' aber sehr viel Volumen. 100 Liter + will der schon sehen. Der Alcone kommt mit der Hälfte hin. LINK zum 10HE.

Die 22TAF/G hatten Zeppi und ich letztes Jahr in unserer ToDo verbaut. Wir waren beide nicht so richtig überzeugt.

LG Olli
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Alt 22.08.2017, 10:21   #29
miwa
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Zitat:
Zitat von hoschibill Beitrag anzeigen
Die 22TAF/G hatten Zeppi und ich letztes Jahr in unserer ToDo verbaut. Wir waren beide nicht so richtig überzeugt.
Auf der sicheren Seite ist man sicherlich, wenn man zu einer der Keramik-Kalotten greift, das sollte dann auf jeden Fall passen. Ist natürlich auch erstmal eine Investition, dürfte sich aber lohnen, denke ich...

LG Micha
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Alt 22.08.2017, 11:14   #30
krama1974
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Solange meine Frau mit dem Ergebnis zufrieden ist ("LS können nur zu klein sein!") spielt Geld (fast) keine Rolle Anders gesagt: Ich darf die Fräse erst wieder anfassen, wenn eine wirklich überzeugende Box zu erwarten ist; Hauptsache, es klingt gut Leute, ich stehe echt unter Druck
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Alt 22.08.2017, 11:32   #31
Lionheart
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Lach... Das erzeugt schon ein wenig Vorspannung für künftige Projekte

Gesendet von meinem OnePlus One mit Tapatalk
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Alt 22.08.2017, 16:46   #32
mtthsmyr
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Zitat:
Zitat von olnima Beitrag anzeigen
Hei Matthias,
unglaublich, was Du da 'reinsteckst. Verlier'r nur nicht den Punkt, wo es dann irgendwann auch 'mal fertig ist, sonst "kommst Du nie an".
Ich meine, jeder hat da seinen eigenen Rythmus - und ich bin mit meinem ganz zufrieden.
Mal davon abgesehen: Stereobetrieb läuft gerade mal seit letztem Freitag. Der Spass geht doch erst los!

Zitat:
Zitat von hoschibill Beitrag anzeigen
Moinsen
Ich mach' mal hier weiter.


Der Scan Speak ist schon spannend, brauch' aber sehr viel Volumen. 100 Liter + will der schon sehen. Der Alcone kommt mit der Hälfte hin. LINK zum 10HE.

Die 22TAF/G hatten Zeppi und ich letztes Jahr in unserer ToDo verbaut. Wir waren beide nicht so richtig überzeugt.

LG Olli
Speakerheaven hat dem Scanspeak einen Zusatzmagneten spendiert. War immer noch ein großes Gehäuse, zugegeben. Für den Alcone könnte ich mich erwärmen, je länger ich mir den anschau'. Aber den sehe ich in einem anderen Projekt. Da sag ich besser erst mal nix zu.

Ich erinnere, dass Zeppi, auf dem Full-Metal-Battle auch etwas zu 22TAF/G angemerkt hat. Zischelt, Spitze bei 7kHz. Dynamisch ist die vermutlich der SB26ADC unterlegen, dafür scheint sie bei niedrigen Pegeln besser aufzulösen, was mir erst einmal wichtiger wäre. Beim SB26ADC läßt sich aber noch einiges machen. So wie vorgeführt schwächelt der etwas (~-2db) bei 4kHz und dass kostet sicher... ich sag mal 'Knackigkeit'. Ich würde den auch als nächstes mehr in die Richtung von LS3/5-Klon abstimmen, d.h. flach unter 30°. Dann sollte der auch nicht mehr so zahm klingen.

@miwa: Die Stimmen mehren sich... Wie oben schon erwähnt, die C25-6-012 ist ein heißer Kandidat.

@krama: Ich kann's irgendwie auch verstehen. Auf dem Battle fand ich die Flight 79 richtiggehend süss. Wo sie zuhause stehen, denke ich: ganz schön groß. Meine Frau auch, klar . Vielleicht komme ich mal dazu einen alternativen Korpus zu testen. Der hätte dann 7+25 Liter Volumen (gegenüber 4+36) und weniger Volumenverlust durch Verstrebung. Hauptmotivation wäre schon technisch, aber etwas kleiner dürft's für die Optik auch gerne sein.
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Alt 22.08.2017, 23:19   #33
krama1974
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Zitat:
Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
...die C25-6-012 ist ein heißer Kandidat.
Wenn es (preislich) ein bißchen mehr sein darf...: Wäre die Be-Lotte von SBA noch im Rahmen - falls die akustischen Parameter integrierbar sind?
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Alt 23.08.2017, 15:39   #34
mtthsmyr
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Lass uns das mal per PM klären...
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Alt 28.09.2017, 23:38   #35
mtthsmyr
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Seit dem Battle hat sich einiges bei der Flight getan. Erst einmal ein paar Tage Pause und dann angefangen das CD-Repertoire durchzuhören.

1. Bass
Die dringenste Baustelle schien die BR-Abstimmung zu sein, nicht zuletzt auch wegen Ollis Einschätzung. Was mir auffiel: während kontinuierliche Basssignale sehr mächtig und gut daherschoben, waren Drums häufig eher enttäuschend. Unausgewogen. Mal mehr, mal weniger, je nach Art der Drum. Bei einem Teststück (David Bowie, 1st Outside, Track #6) war kein Druck im Vergleich zu anderen Lautsprechern, was sich auf einen Durchhänger bei 50..60Hz zurückführen lies. Also die Abstimmung von 35Hz auf 41Hz erhöht. Besser, sowohl das db-Stück, wie die Manowarsachen.

Die nächste Maßnahme, war reduzierung der Sonofilleinlage.
Kein Sonofill war zu wenig, der Lautsprecher erschien unruhiger.
Stand jetzt: Statt drei Matten pro Abteil dicht gepackt, eine Matte locker verteilt. Ist ein Kompromiss zwischen lebendig und "Ruhe im Karton".

Zwei Probleme vermute ich noch: zum einen ist die Abstimmung durch das große Gehäuse zu linear, was in meinem Raum dann wieder "Knackigkeit" kostet. Zum anderen komme ich mehr und mehr zu der Überzeugung, dass dieses verschachtelte Br-Gehäuse seine ganz eigenen Laufzeitprobleme mitbringt. In irgendeiner Messung (vergessen welche) ließ sich das auch erahnen. Einen Hotfix gibt's dafür erstmal leider nicht.

2. Bafflestep/Hochton
Auf dem Battle meinte ich: Mittel- und Hochton müssen lauter. Per Equalizer hatten wir ausprobiert: Hochton +1dB. Daumen hoch dafür von olnima und discard. Zuhause sah es dann so aus: nach den Änderungen im Bass passte der Bafflestep auf einmal. Wenn, würde ich eher noch in die andere Richtung korrigieren.

Irgendwann habe ich dann den Hochtonfilter neu aufgebaut, so dass man effizient per Widerstandswechsel fine-tuning betreiben konnte. +0.5dB Hochton war das Maximum, "mehr" wurde schnell nervig. Im Mittelton ging nichts mehr.

Der Mittelhochton so ist zwar angenehm zu hören, aber so ganz die Wahrheit ist das noch nicht.

3. Vertikales Abstrahlverhalten Mittelhochton
In der Stereoplay gibt es Messungen der Avalon Indra (gleicher Mitteltöner, 10° geneigte Schallwand, schräge Fase, auch 2,7kHz Trennfrequenz). Hier mal der pegelkorrigierte Vergleich mit der Flight, 0°+30°:

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich die Box erst abgestimmt - und erst später den Vergleich gemacht. Wäre mir jedenfalls lieber so herum . Die Übereinstimmung ist schon cool. Die Senke im EFG (blaue Linie) bei 1kHz ließ sich durch Änderung der der Mitteltonbedämpfung beseitigen. Hatte dann aber keine Lust die Messung zu Wiederholen. Die EFG-Senke bei 3kHz hingegen ist echt und wird durch die vertikalen Auslöschungen hervorgerufen. Simuliert man ohne Berücksichtigung der Vertikalen verschwindet diese Senke.

Auffällig ist, dass die Indra genau an dieser Stelle eine Betonung hat, sowohl auf Achse, wie unter Winkel. Und ich vermute, das ist weder ein Messartefakt noch eine Nachlässigkeit oder Fehlabstimmung... das muss so! Eine Extra-Betonung bei 3kHz ist so ziemlich das letzte, was man seiner Abstimmung angedeihen möchte - zumindest hatte ich das bisher so im Hinterstübchen abgespeichert. Ein einfacher Test, mit dem der Mitteltöner bei 3kHz etwas lauter spielte war ganz ermutigend, eine sauberere Lösung wäre den Hochtöner an dieser Stelle etwas hervorzuholen. Wieder fehlt die passende Spule!

Ausblick:
Kurzfristig werde ich nochmal probieren, die BR-Abstimmung auf 37Hz abzusenken. Mal sehen wie das im Zusammenspiel mit der geänderten Bedämpfung wirkt. Das mit der Spule im Hochton werde ich ausprobieren - der RDC der Spule ist da die entscheidende Tuninggröße. Ansonsten laufen schon die ersten Überlegungen für ein neues Gehäuse: mehr Volumen für den Mitteltöner, weniger für die Tieftöner, anderes Verstrebungs- und Bedämpfungskonzept. Wird aber noch einige Zeit dauern bis es soweit ist.

- Matthias
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Alt 12.10.2017, 14:47   #36
mtthsmyr
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Hat sich wieder einiges getan:

  • Bassabstimmung wurde wieder auf 37Hz gesenkt, und das scheint erst einmal okay zu sein.
  • bei der Trennung Mittelhochton habe ich nochmal einen genaueren Vergleich mit der Wavecor Ardent Referenz gemacht. Die Flanken fallen jetzt etwas weniger steil, die Trennfrequenz steigt von 2500Hz auf 3,0kHz bis 3,5kHz. Das horizontale Abstrahlverhalten wird gleichmäßiger, der Klang ist nicht mehr so schöngefärbt. Klingt richtiger. So weit so gut.
  • Die untere Trennung ist jetzt von 650Hz auf 450Hz abgesenkt. Auch das scheint gut zu funktionieren. Zum einen wollte ich etwas mehr vom Accutöner haben, zum andereren hatte sich meine Frau beschwert, dass sie separat spielende Treiber heraushört.
Die neue Version:



Einseitig aufgebaut und testgehört. Ganz nett, aber man hört, dass da irgendwo etwas aufdickt. Also, mein neuestes Werkzeug herausgeholt, die "Stereophile-listening-place"-Messung. Dazu Werden mehrere Messungen in einem 90x45cm (BxH) Fenster am Hörplatz gemacht, ungefenstert, 1/6oct-Glättung. Die Messungen werden gemittelt. Meist reichen fünf, sechs Messpunkte aus.

(Blau= gemittelt, Schwarz=letzte Messung)

Jo, der Peak bei 350Hz ist es. Der läßt sich auch nicht durch herumgeschiebe beeindrucken - der ist da. Von 80..250Hz könnte der Lautsprecher ruhig etwas mehr Rumms vertragen. Der Rest sieht ja ganz okay aus.

Dabei fiel mir auf: Diese Raummessung ist vom Verhalten her genau das Inverse des gemessenen RAR-Verhaltens der Avalon Indra. Letzte Woche hatte ich mal als Spielerei versucht habe dieses Verhalten in der Simulation nachzubilden, hatte es aber gleich ad acta gelegt, weil die resultierenden Optionen für die Beschaltung unattraktiv waren (entweder 82dB Wirkungsgrad und Kupfergrab oder 2,7ohm Impedanzminimum).


Man kann sehen, was mich da abgeschreckt hat: in der Summe braucht der Bassfitler 57mH - pro Seite. Nun habe ich nochmal die Alternative versucht, die aktuelle Weiche zu modifizieren und den bisherigen Buckel von 300..500Hz in eine sanft Senke umzuwandeln. Mit mäßigem Erfolg: der Ansatz ist zu breitbandig um den Peak wirklich sinnvoll zu kompensieren. Wieder ein Punkt für die Avalon-Lösung. Muss ich die wohl mal testen!

VG, Matthias
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Dateityp: png flight_79_V2b_listening_place.png (32,5 KB, 119x aufgerufen)
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Alt 12.10.2017, 16:18   #37
olnima
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Super, wie Du das alles dokumentierst, Matthias, lese nach wie vor gespannt mit, auch wenn ich nicht wirklich etwas kontruktives beitragen kann, außer vielleicht, dass ich auch 'mal auf solch hohem Niveau "feintunen" möchte. Drück Dir auf jeden Fall alle Daumen !!!

Evtl. - Hast Du die Tieftöner 'mal probehalber mit 12dB zu trennen versucht?
Ein Kupfergrab wird's natürlich bei 350 Hz passiv allemal ...
__________________
Wohlklingende Grüße,
Matthias

Geändert von olnima (12.10.2017 um 16:41 Uhr).
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Alt 12.10.2017, 16:53   #38
mtthsmyr
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Danke, ermunternde Worte sind immer gerne gesehen!

Die bisherigen Trennungen waren überwiegend 12dB (elektrisch). Eklig wird die Avalon-Weiche dadurch, dass die Tieftöner impedanzbedingt seriell laufen müssen. Und dann muss man mal eben die Induktivitäten mal vier nehmen! Bei der Spule im RCL-Glied ist der kleinste zielführende Wert 39mH! Sieht bei Timmermanns Celline ähnlich übel aus.
Falls sich das akustisch irgendwie bewährt mit dieser seltsamen Bassabstimmung, gibt es ja langfristig immer noch die Option andere Tieftöner zu verwenden. Die AL130 mit ihrem RDC von 5,6 sind im Parallelbetrieb leider recht limitierend.
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Alt 05.11.2017, 18:23   #39
mtthsmyr
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weiter gehts...

Die Avalon-Variante

In einem Indra-Review auf theabsolutesound.com findet man den Kommentar:
Zitat:
"The Avalon possesses that rarest of shared attributes, speed and substance"
Man mag von diesen Hifi-Prosa-Artikeln im allgemeinen halten was man will, aber die Beschreibung passt. Das klang warm, voll und schnell. Die Kombination, die man eigentlich immer gern hätte und meist nicht hinbekommt. So weit, so gut.

Problem: ich habe u.a. die passive Schaltung nicht wirklich in den Griff bekommen. Filter 4.Ordnung elektrisch sind ja im Prinzip toll, aber können auch richtig Zicken machen. Zum einen landet man mit dem effektiven Vorwiderstand der Tieftöner schnell da, wo man nicht hin will (>0,4 Ohm). Oder die Impedanz sackt stellenweise ins Bodenlose. Zu allem Übel reagiert die Schaltung sensibel hinsichtlich des Impedanzverlaufes darauf, welche Spule jetzt gerade welchen Rdc hat. Ein nahezu choatisches Verhalten, unbeschreibbar. Zum anderen ist man bei den Kondensatoren bei Bauteilewerten, die man üblicherweise nur in der Form "Elko, rau" vorliegen hat. Wenn überhaupt. Und da wird dann der ESR der Kondensatoren relevant - der bei "Elko, rau" nicht mehr gut aussieht. Und teilweise sagt die Simulation schon bei 0,2ohm ESR Pegelunterschiede von 2dB voraus. Entweder hat am Ende der Verstärker wegen der Impedanz geschwächelt, oder die Abstimmung nicht mehr gepaßt.

Im Prinzip ist das alles in den Griff zu bekommen, wächst mir aber vom Zeit- und Teilebedarf gerade über den Kopf. Ein Haufen Mundorf I-Kern-Spulen wäre schön. Testreihen zum Thema Elko glatt vs. rau vs. große MKTs hinsichtlich ESR und tatsächlichem Verhalten der Filter, könnte man auch mal machen.

Auch in der Tiefton-seriell-Variante sah es irgendwie nicht besser aus. Irgendetwas war immer und die Anzahl der möglichen Störquellen ist so hoch, dass es ein enormer Aufwand ist herauszufinden, was da gerade nervt.

Ergebnis: LR2 ist ja auch ganz schön. Und so schlimm ist die Bodenreflektion nun auch nicht. *hust*

Sinnvolles zu L-Pads:
Bewährt hat sich, die Filter in kompletter Ignoranz der Zielpegel zu entwickeln und anschließend per L-Pad zu korrigieren. Beim Hochtöner hatte ich früher häufig "optimierte" Vorwiderstände verwendet, um auf kleinere Kondensatoren zu kommen. Was dann häufig dazu führt, dass ich die Schaltung komplett neu aufbauen musste, weil für "unerwartete Variante X" plötzlich doch mehr Pegel gebraucht wurde. Und man muss sich auch nicht ständig fragen, für welchen Bezugswiderstand man die aktuelle Schaltung noch gleich berechnet hatte, wenn man mal wieder ein neues L-Pad ermitteln muss.

Weiterhin bewährt hat sich, zu Beginn eine Tabelle anzulegen mit den benötigten Teilewerten für verschiedene Absenkungen.

Nerv mit Bassreflex
Nachdem ich immer wieder auf Probleme mit der BR-Abstimmung gestoßen bin, bin ich nochmal wieder einen Schritt zurückgegangen und habe eine 2-Wege-Weiche für einen AL130 und den Hochtöner zusammengeWAGOt. Für den oberen Tieftöner bin ich am Ende wieder bei 41Hz angekommen. Der untere nervt leider - egal was ich mache. Tiefe Abstimmung (37,35,30,28Hz und niedriger) dröhnt, hohe Abstimmung (37..41Hz) klingt auch auch komisch. Noch höher (44.. 48Hz) steht noch aus. BR zumachen (dann fehlt etwas), Sonofill ins Gehäuse, geringe Mengen Sonofill im Port - bringt alles nichts.

Mögliche Fehler des Aufbaus:
  • unteres BR-Rohr zu nahe am Boden (10cm). Raumanregung zu hoch.
  • Gehäusevolumen zu groß (15L). Resultierende Abstimmungen passen nicht zum Hörraum. Höhere Verluste durch Sonofill sind keine Lösung.
  • BR-Rohr "weit" entfernt vom Tieftöner - Auswirkungen für die Situation unpassend.
  • Matrix-Gehäuse stört. Irgendwie.
Was nun? Eine Variante wäre eine simples Testgehäuse für das Tieftonabteil aufzubauen (HxBxT=70x20x28cm). 25L, ein gemeinsames BR-Volumen, ein Rohr entweder vorne auf 25cm Höhe oder Hinten auf 65cm Höhe. Und so aufgebaut, dass man von unten her das Volumen reduzieren kann, so dass man effektiv Volumina von 8,5 ... 12,5 Liter pro Treiber testen kann.

Eine Idee wäre auch, die Tieftöner 10..15cm weiter nach unten zu verlegen. Das passt mir optisch zwar gar nicht, würde aber die Bodenreflektion zu höheren Frequenzen verschieben (gut), und die Nebenkeulen im Übergangsbereich zum Mitteltöner nach unten, was eventuell auch gut wäre. Die größeren Treiberabstände wären auch wieder ein Nachteil. Keine Ahnung, was da schlimmer wäre.

Bezüglich Gehäuse, Portposition und der Abstimmung für die beiden AL130 sind Vorschläge gerade sehr willkommen. Die Lautsprecher stehen 1,10m zur Seitenwand und 70..80cm Vorderseite-LS zu Rückwand (etsprechend 30..40cm Rückseite-LS zu Wand). Der Raum ist 4,6m breit, 3,6m tief, 2,5m hoch). Interessant auch die Frage, ob ihr eine Verbreiterung der Schallwand als sinnig ansehen würdet (Z.Zt. 20cm, bis zu 26cm wären denkbar).

Zum Vergleich:
Der geschlossene 7-Zöller (Standbox, qtc=0,7 / Fc=53Hz, 60cm über dem Boden) funktioniert gut im Raum. BR war da auch schon problematisch, der Treiber gilt aber auch nur als bedingt BR-tauglich. Die Kompakten (Bijou, Fostex-Monitor(10 Liter 58Hz tuning)) waren alle kein Problem.

VG, Matthias
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Alt 06.11.2017, 19:23   #40
sonicfury
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Gefühlt (Achtung aus dem Bacuh geschossen):

Bei dem Tiefpass der TTs und HP des MT's würde ich bei erster Ordnung BLEIBEN. Ich würde mich bei leistungsfähigem MT (hier vorhanden) auch nicht auf 500 oder 600Hz hochquälen, sonden den MT wirklich ab 400 Hz etc spielen lassen.

Ich weiss gerade nicht mehr wie die Weiche ausschaut (und fliege auch nur schnell über den Fred drüber)... hast du ein Schaltbild da? Hast du bei den TTs komplett entzerrt (BR- Buckel geplättet mit LCR uswusw???)

LG
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Es groovt
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