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Alt 11.02.2018, 23:20   #41
Wave-Guider
gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 28.12.2017
Beiträge: 61
Standard

Wolfgang520 schrieb:

Zitat:
Hallo,
ich gehe mal davon aus, dass Du den Druckkammereffekt meinst.
Dieser beginnt im Gehäuse bei 300 Hz.
Wieso sollten unter dieser Frequenz keine Vibrationen mehr entstehen? Ist der Schall im Gehäuse dann weg?

Gruß
Wolfgang
Hi,

im Bereich unterhalb dem "Druckkammer" gegeben ist,
da ist es offenbar so,
dass jener "Druck", obwohl er ja mit "Druck" plakativ sehr negativ ko-notiert ist,
dass dieser "Druck" aber offenbar so niedrig ist,
dass er beileibe nicht ansatzweise das anrichten kann,
wie der Presslufthammer einer Stehwelle.

Bei Deinem Messaufbau muss irgendwas verkehrt sein,
weil sich jedoch ein gegenteiliger Eindruck ergibt.

Vielleich würden Fotos von dem Messaufbau helfen,
das näher einzugrenzen.

Grüße von
Thomas
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Alt 11.02.2018, 23:26   #42
schmiddie
vertont
 
Registriert seit: 20.03.2009
Ort: bergisches land
Beiträge: 191
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Zitat:
Zitat von Wave-Guider Beitrag anzeigen

Vielleich würden Fotos von dem Messaufbau helfen,
das näher einzugrenzen.
fände ich grundsätzlich auch interessant, dann aber bitte in einem separaten thread

-philipp-
schmiddie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2018, 23:58   #43
Jesse
Good Vibrations
 
Registriert seit: 27.11.2008
Beiträge: 645
Standard

Zitat:
Zitat von schmiddie Beitrag anzeigen
bei der blechplatte, die die hsb-jungs verwenden, meine ich es eher so in erinnerung zu haben, das die platte zwar auch ein kleines stück weit zur dämmung beiträgt, aber in erster linie eine flächenschlüssige montagebasis für die versteifungsmatrix herstellt, um entstehende zug- und scherkräfte besser aufnehmen zu können.
-philipp-
Moin,

die Aluplatte dient dazu, dass im Bitumen starke Scherkräfte entstehen die den Schwingungen der Gehäusewand viel Kraft entziehen und sie somit schnell und effektiv abgebaut werden.
__________________

Jesse
Good Vibrations



"Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter."
Jesse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2018, 00:09   #44
wolfgang520
gewerblich
 
Registriert seit: 22.03.2009
Beiträge: 189
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Zitat:
Zitat von Wave-Guider Beitrag anzeigen
Hi,

im Bereich unterhalb dem "Druckkammer" gegeben ist,
da ist es offenbar so,
dass jener "Druck", obwohl er ja mit "Druck" plakativ sehr negativ ko-notiert ist,
dass dieser "Druck" aber offenbar so niedrig ist,
dass er beileibe nicht ansatzweise das anrichten kann,
wie der Presslufthammer einer Stehwelle.

Bei Deinem Messaufbau muss irgendwas verkehrt sein,
weil sich jedoch ein gegenteiliger Eindruck ergibt.

Vielleich würden Fotos von dem Messaufbau helfen,
das näher einzugrenzen.

Grüße von
Thomas
Hallo,
ich muss das wohl etwas näher erläutern. Wenn die Vorderseite der Membran im Hörraum einen Schalldruck erzeugt, dann entsteht ein wesentlich höherer Schalldruck im Gehäuse. Das ist unabhängig vom Druckkammereffekt. Beim Druckkammereffekt gibt es lediglich im Gehäuse keine stehenden Wellen mehr. Diese sind bei meiner Messung infolge ausreichender Dämpfung überhaupt nicht relevant. Wären die Stehwellen deutlich, dann würden diese über die Membran nach außen dringen und den Frequenzgang des Lautsprechers ganz gehörig durcheinander bringen.

Im Anhang lege ich eine Messung des Druckkammereffektes beim Versuchslautsprecher bei.

Gruß
Wolfgang
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Alt 12.02.2018, 00:19   #45
wolfgang520
gewerblich
 
Registriert seit: 22.03.2009
Beiträge: 189
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Zitat:
Zitat von Jesse Beitrag anzeigen
Moin,

die Aluplatte dient dazu, dass im Bitumen starke Scherkräfte entstehen die den Schwingungen der Gehäusewand viel Kraft entziehen und sie somit schnell und effektiv abgebaut werden.
Hallo Jesse,
die Sache mit den Scherkräften trifft generell zu. Am günstigsten funktionieren 3 teilige Dämmungen, bei denen der Mittelteil im Verhältnis zu den außenliegenden Teilen relativ weich ist (oder hochviskos).
Siehe dazu beiliegenden Artikel.
gruß
Wolfgang
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Alt 12.02.2018, 01:56   #46
Wave-Guider
gewerblicher Teilnehmer
 
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Beiträge: 61
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wolfgang520 schrieb:

Zitat:
Hallo,
ich muss das wohl etwas näher erläutern.

Wenn die Vorderseite der Membran im Hörraum einen Schalldruck erzeugt, dann entsteht ein wesentlich höherer Schalldruck im Gehäuse.

Das ist unabhängig vom Druckkammereffekt. Beim Druckkammereffekt gibt es lediglich im Gehäuse keine stehenden Wellen mehr.

Diese sind bei meiner Messung infolge ausreichender Dämpfung überhaupt nicht relevant.
Wären die Stehwellen deutlich, dann würden diese über die Membran nach außen dringen und den Frequenzgang des Lautsprechers ganz gehörig durcheinander bringen.
Hi,

keine Ahnung:

ist es so gemeint, dass je weiter weg gemessen wird,
ja quasi um so besser gemessen wird?

Also je weiter weg gemessen, sich dann ja Stehwellen- und Druckkammer-Kram, ja weniger deutlich zeigt?

Aber wenn so, ob das dann nicht einfach eine Sache der geringeren Messauflösung ist, je größer die Messentfernung ist ?

Aber das Ohr trotzdem doch hören könnte, was unstimmig von der Box käme(?)

Grüße von
Thomas
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Alt 12.02.2018, 08:29   #47
wolfgang520
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Hallo Thomas,
das hat mit der Messentfernung nichts zu tun. Probier es doch selbst aus. Du misst den Frequenzgang einer Lautsprecherbox, dann öffnest Du die Box und entfernst das Dämpfungsmaterial. Jetzt misst Du erneut. Und nun wirst Du feststellen, wie stark wellig der Frequenzgang ist.
Warum ist das so? Weil die Membran nicht nur den Schalldruck erzeugt, sondern gleichzeitig auch die schwächste Stelle im Gehäuse ist. Die Reflektionen im Gehäuse kommen also am stärksten über die Membran nach außen. Um die Reflektionen gering zu halten wird Dämpfungsmaterial eingebracht.

Gruß
Wolfgang
wolfgang520 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2018, 23:48   #48
Wave-Guider
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Hi Wolfgang520,

wie auch immer.

Weit ab des direkten Nahfeldes gemessen,
gehen die schmalbandigen Einflüsse auf das Chassis durch stehende Wellen, vielleicht unter.

Für das Ohr, da sind sie aber gewiss dennoch vorhanden.

Hast Du sonst vielleicht mal Messung des Impedanzverlaufes, also von den verschiedenen untersuchten Mustern?

Wie gesagt:

- mir kommt das merkwürdig vor,
- dass unterhalb der untersten Stehwelle gemessen,
- an der/den Test-Wänden
- noch ein Pegel-Peak zu messen sein würde.

Vielleicht, dass die Impedanz-Kurve etwas Licht ins Dunkele bringen würde.

Grüße von
Thomas
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Alt 15.02.2018, 17:37   #49
Wave-Guider
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Hi,

wegen Druckkammer-Effekt noch mal.

Per Sensor gemessen, beginnt der Druckkammer-Effekt den ich jedenfalls meine, in diesem Beispiel offenbar unterhalb so 450Hz.

Von der Innenhöhe sind nur 70cm genutzt, falls jemand rechnen möchte.
(Breite 14cm und Tiefe 20cm und praktisch vollständige Dämmwoll-Füllung).

Der innere Aufbau wäre sonst hier auch zu sehen:
http://www.waveguide-audio.de/standb...haeusebau.html


Die gelbe Kurve erfasst hauptsächlich Bewegung axial zum TMT.

(Mit diesem Gehäuse mache ich demnächst die Vergleichsmessen wegen Fragen im Thread "Schallwand entkoppeln".)

Grüße von
Thomas
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Dateityp: png Standbox Rückseite und Seite.png (19,2 KB, 17x aufgerufen)
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Alt Gestern, 23:44   #50
Wave-Guider
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Zitat:
Zitat von wolfgang520 Beitrag anzeigen
Hallo Thomas,
das hat mit der Messentfernung nichts zu tun. Probier es doch selbst aus. Du misst den Frequenzgang einer Lautsprecherbox, dann öffnest Du die Box und entfernst das Dämpfungsmaterial. Jetzt misst Du erneut. Und nun wirst Du feststellen, wie stark wellig der Frequenzgang ist.
Warum ist das so? Weil die Membran nicht nur den Schalldruck erzeugt, sondern gleichzeitig auch die schwächste Stelle im Gehäuse ist. Die Reflektionen im Gehäuse kommen also am stärksten über die Membran nach außen. Um die Reflektionen gering zu halten wird Dämpfungsmaterial eingebracht.

Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,

das ist ja auch insofern auch mein Reden:

- ohne Dämmwolle (oder "mit Kanal zum BR-Rohr") wird die Membrane im Bereich von vorhandenen Stehwellen
(wenn es solche wegen der Gehäuseabmessungen gibt) gestoppt.

Was sich an Wand-Vibrationen zeigt, das zeigt sich pi-mal-Daumen, auch im Nah-Feld auf der Membrane gemessen.

Also sofern die Membrane sich dann auch im Bereich der Stehwelle befindet.
Aber üblich wird immer irgendeine Stehwelle da sein, die sich auf Position der Membrane befindet.

Aber egal:

meinerseits ein ergänzter Messbau.

Bezüglich Druckkammer-Effekt wollte ich die Sonsor-Messung mit Mikrofon-Messung verglichen haben.
Aus anderen Versuchen weis ich, dass solche Messungen nicht viel auseinander sind.
Aber man weis ja nie.....

Zunächst was zum Messaufbau selbst.

Der TMT wurde mit einem kleinen Gehäuse abgeschirmt.
Das ist mit Dämmwolle gefüllt und per Schraubzwinge und Dichtband auf das eigentliche Gehäuse gespannt.

Beides hat Einwirkungen auf den bisherigen Mess-Aufbau.
Unten sind dazu ein paar Vergleiche gemacht, was die Auswirkungen sind.

- was alleine eine Schraubzwinge verändert
- Unterschied im Impedanzverlauf
- Unterschied an der Seitenwand bei mit/ohne das abschirmende Gehäuse
 
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Alt Gestern, 23:54   #51
Wave-Guider
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Absolut Welt-einmalig nun,
dass auch "Zuschauern" ein Eindruck darüber vermittelt werden kann:


- was man per eigenem Ohr hören würde,
- wenn wie für das Beispiel gezeigt,
- so ein TMT dann von außen verkapselt ist.


Grüße von
Thomas
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Geändert von Wave-Guider (Heute um 02:42 Uhr).
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Alt Heute, 00:22   #52
Wave-Guider
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Und nun der Vergleich Sensor versus per Mic gemessen.


Bei der Messung auf der Rückseite bleibt alles ziemlich beim Alten:
der hier vorliegende Durckkammer-Effekt, der zeigt sich auch bei der Messung per Mic.

Bei der Messung auf der Seite dann (sofern man Fünf gerade sein lässt..) ist das auch der Fall.

Allerdings:

es wird die Bewertung für auf der Seite dadurch erschwert,
weil die Schraubzwinge (oder der geschirmte Messaufbau insgesamt)
auf der Seite offenbar besonders viel an parasitärem Berg und Tal beisteuert.

Frage an Wolfgang520:

das Clio müsste doch einen einen asymetrischen Mic-Eingang haben?

Wenn Du Lust hast mal mit einem Sensor zu messen, ich würde Dir einen Selbstgebauten komplett kostenfrei überlassen.

(Als quasi Solidaritäts-Gruss für die überaus seltenen Mühen, tatsächlicher praktischer Messaufbauten, die Thematik betreffend).

Müsstest nur das Anschlusskabel mit einer möglichst dünnen Leitung noch mal verlängern und einen Chinch-Stecker beisteuern
(einfach irgend ein billiges Beileg Chinch-Kabel dafür schlachten).

Grüße von
Thomas
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