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  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Standard Motor für Eigenbau-Dreher...

    So, einer muß ja den Anfang machen.

    Neben der Lautsprecherbauerei versuche ich mich ab und an mit weiteren DIY-Geräten.
    Mein neuestes soll ein Plattenspieler werden - ein Masselaufwerk mit Riemenantrieb.
    Die Mechanik (Teller, Lager, Zarge, etc.) ist bereits im Bau.
    Was jetzt noch fehlt, ist ein schlüssiges Antriebskonzept!
    Die Kosten für den Antrieb sollten €100 möglichst nicht überschreiten.

    Also:
    - Gleichstrom- oder AC-Synchronmotor?
    - mit oder ohne Steuerung?
    - mit Regelung oder ohne?
    - ...

    Gibt es von Euch Vorschläge und Erfahrungen?

    Grüße aus Stuttgart
    Markus

  2. #2
    Klingeltoni Benutzerbild von .:hb:.
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    Der Preisrahmen limitiert die Anzahl der Möglichkeiten etwas.
    Eigentlich bleibt da nur eine Variante des "Scheu-Motors", der ja letztlich ein intern per PLL geregelter Gleichstrommotor ist, der früher zu Tausenden in RFT-Tapedecks steckte. Das kann man machen und ist ein guter Einstieg.
    Alternativ geht ein Synchronmotor mit der richtigen Drehzahl und einem genau zur Anwendung passenden Pulley, dass lässt sich bei Versorgung per Trafo und Phasenschieberkondensator u. U. auch für Zweistelliges realisieren.
    Alles Andere wird merklich teurer, sowas wie ein Papst Variodrive mit entsprechender Ansteuerung - der ist ja gerade schwer angesagt (TW Acustic, Feickert, Scheu, ...).
    Eine Steuerung braucht übrigens jeder Motor, ein Gleichstrommotor geht nicht ohne Regelung - auch wenn die PV-Fraktion mitunter Gegenteiliges behauptet.
    MfG: Holger

  3. #3
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    Hallo Holger,

    danke für die rasche Antwort.

    Die Scheu-Variante ist erstmal ganz interessant aber leider nicht (mehr) ganz einfach für Kleines zu bekommen - oder?

    Bei einem Synchronmotor der "nur" von der Netzfrequenz angesteuert wird, bin ich mir wegen einer eventuellen Drehzahlabweichung nicht ganz sicher.
    Ich dachte mir das so:

    Ein Synchronmotor macht laut Typenschild bei 50Hz sagen wir 375 U/min.
    Danach errechne ich die Pulleygröße z.B. für einen Teller mit Drm. 300mm.
    So weit, so gut.
    Der Motor könnte doch durch Fertigungstoleranzen nur mit z.B. 349 U/min drehen und durch den Antrieb des Tellers kann die Drehzahl doch auch in die Knie gehen.
    Jetzt meine Frage:
    Wie hoch kann so eine Drehzahlabweichung (nicht Drehzahlschwankung) ausfallen?

    Gibt es überhaupt eine Abweichung oder habe ich da einen Denkfehler?

    Grüße
    Markus

  4. #4
    Klingeltoni Benutzerbild von .:hb:.
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    Der Motor könnte doch durch Fertigungstoleranzen nur mit z.B. 349 U/min drehen
    Nein. Die Drehzahl eines Synchronmotors hängt nur von der Polapaarzahl und der steuernden Frequenz ab. Letztere ist auch aus dem Netz erfreulich konstant, ersteres ist ein fixer ganzzahliger Faktor, der konstruktionsbedingt nicht "etwas" andere Drehzahlen liefern kann. Der Wackelkandidat in diesem Zusammenhang ist der Pulleydurchmesser.
    und durch den Antrieb des Tellers kann die Drehzahl doch auch in die Knie gehen
    Nein. Ein Synchronmotor dreht entweder mit Nenndrehzahl oder gar nicht - das ist das Schöne an der Konstruktion. Andernfalls ist die Last so groß, dass der Kraftschluss abreißt, aber das ist kein normaler Betriebszustand.
    Man kann die Tellerdrehzahl bei Einsatz eines Gummiriemens in Grenzen durch Verändern der Riemenspannung ändern. Ein straff gespannter Riemen ist dünner seine Wirklinie läuft enger am Teller / am Pulley, damit ändert sich die Übersetzung etwas.
    MfG: Holger

  5. #5
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    ...OK, leuchtet mir alles ein.
    Also wohl ein klassischer "Nichtelektroniker-Denkfehler"

    Ich könnte mir nun folgendes vorstellen:

    Für den Anfang einen stinknormalen Synchronmotor mit sehr genauem Pulley an Netzfrequenz betreiben (Drehzahlwechsel einfach durch Riemen umlegen).
    Später bei Bedarf, eine Steuerung/Regelung nachrüsten.

    Den Gleichstrommotor a la Scheu vergesse ich mal - hier scheint es neu nichts günstiges zu geben

    Holger: Hast Du noch eine andere Idee oder kennst Du eine Bezugsquelle für preiswerte Motoren?

    Grüße
    Markus

  6. #6
    Marcus.S
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    Moins,

    eine gute Idee ist es sicher eBay im Auge zu behalten. Ab und an gibts die RFT-Motoren da recht günstig.

  7. #7
    wohnt neben dem Mühlstein Benutzerbild von bee
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    wären denn auch andere, langsam laufende Syncronmotoren verwendbar?

    Dann könnte sich sogar bei der örtlichen Abfallsammelstelle im Elektronikschrott oder im Sperrmüll etwas finden.

    Nicht nur aus alten Plattenspielern oder Tapedecks, auch Motoren aus Bandmaschinen könnten einigermaßen geeignet sein. Meist sind die Motoren die langlebigsten Teile.

  8. #8
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    wären denn auch andere, langsam laufende Syncronmotoren verwendbar?
    Klar. Da geht alles, was von Drehzahl und Drehmoment her passt.
    MfG: Holger

  9. #9
    Renegat Benutzerbild von carawu
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    Revox Motoren aus Bandmaschinen sind teilweise sehr beliebt.


    Was die PV-Version anbelangt: dort werden die Mars-Roboter-Motoren genommen: Maxon-A Typ
    Bei Terres gab es hierzu mal eine Ansteuerung mit Nachregelung aus München...

    LG Carsten

  10. #10
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    Was die PV-Version anbelangt: dort werden die Mars-Roboter-Motoren genommen: Maxon-A Typ
    Langsam. Maxxon hat auch die Motoren für den ersten Mars-Rover der NASA gebaut, das ist richtig. Das Anforderungsprofil dort sollte aber doch ein etwas anderes gewesen sein als für einen Plattenspieler. Abgesehen davon ist gegen die Maxxon-DC-Motoren auch rein gar nichts zu sagen - wenn sie mit einer Regelung betrieben werden.
    Bei Terres gab es hierzu mal eine Ansteuerung mit Nachregelung aus München...
    Jupp. Und das ist bis zum heutigen Tage lecker, was der Herr Huber da gemacht hat.
    MfG: Holger

  11. #11
    Zitronenfalter
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    Und auf der Erde sollen die sogar länger
    als auf dem Mars laufen ...

    M.f.g.
    peter

  12. #12
    Renegat Benutzerbild von carawu
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    Zitat Zitat von .:hb:. Beitrag anzeigen
    Langsam. Maxxon hat auch die Motoren für den ersten Mars-Rover der NASA gebaut, das ist richtig. Das Anforderungsprofil dort sollte aber doch ein etwas anderes gewesen sein als für einen Plattenspieler.

    Jein. Der Prototyp des Mars-Rovers steht nach wie vor in Duitsland. Welche Motoren sind da drin????
    Zum Anforderungsprofil verweise ich auf das Datenblatt....U/min direkt abhängig zu Volt. Unabhängig vom Verwendungszweck.
    BTW: Ich musste aber schon Motoren zurückgeben, da genau dieses nicht zutraf....yemv!

    LG Carsten

  13. #13
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    U/min direkt abhängig zu Volt. Unabhängig vom Verwendungszweck
    Ist bei jedem DC-Motor so. Und zwar genau so lange, bis ne Last drauf kommt...
    MfG: Holger

  14. #14
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    erstmal Danke für Eure Anregungen.

    Es wird hier und auch in anderen Foren fast nur über Gleichstrommotoren geschrieben - Woran liegt's ?

    Sollte ich den AC-Synchronmotor doch nochmal überdenken?

    Wie gesagt ist mein Budget dafür begrenzt...wenn es €120 oder so werden, soll's auch recht sein. Nur möchte ich für den Antrieb auf keinen Fall Unsummen oder gar noch mehr ausgeben - falls möglich sollte der Motor auch neu und ggf. leicht wieder zu beschaffen sein!

    Ideen???

    Grüße aus Stutgart
    Markus

  15. #15
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    Es wird hier und auch in anderen Foren fast nur über Gleichstrommotoren geschrieben - Woran liegt's ?
    Überhaupt nicht. Ohne Regelung - und die macht's aufwändig - ist ein Gleichstrommotor nicht zu gebrauchen. Ein Synchronmotor ist viel einfacher zu implementieren.
    MfG: Holger

  16. #16
    Renegat Benutzerbild von carawu
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    Moin,

    Zitat Zitat von .:hb:. Beitrag anzeigen
    Ist bei jedem DC-Motor so. Und zwar genau so lange, bis ne Last drauf kommt...
    ...neee, da antworte ich besser nicht...ich ahne, was kommt.


    Kurzantwort/Empfehlungen an den Threadersteller im Rahmen des Budgets:
    • DDR-(Scheu)-Motor aus DDR-Kassettendecks für kleines Geld
    • Scheu-(DDR)-Motor gebraucht
    • Revox-Tonband-Motor um 20-30,-Eu zzgl Regler
    Link zu diversen Motorsteuerungen:
    http://www.members.iinet.net.au/~quiddity/audio.html

    LG Carsten

    PS: Maxon-A in Kleinmenge (=1) liegt bei >100,-Eu...also lassen wir das.

  17. #17
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    ...so, jetzt habe ich mir mal so einen DDR-Motor besorgt. War nach etwas suchen doch nicht so schwer einen zu finden.
    Der Preis war recht günstig, so bleibt noch was für 1 oder 2 weitere Motoren übrig.
    Parallel zum DDR-Motor möchte ich demnach auch einen 12V oder 24V AC-Synchronmotor ausprobieren.
    Kann mir da jemand eine Bezugsquelle nennen?
    Am besten für Neuware!

    Grüße
    Markus

    P.S. Der Plattenteller wiegt ca. 5,5 KG

  18. #18
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    Hallo Zusammen,

    hat denn keiner ne Ahnung, wo ich einen neuen AC-Synchronmotor (z.B. 24V) möglichst günstig beziehen kann?
    Irgendwie kann ich nur Großhändler finden...

    Grüße
    Markus

  19. #19
    Marcus.S
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    Eine direkte Bezugsquelle habe ich leider auch nicht. Aber es kann sich lohnen, einen Großhändler einfach mal anzuschreiben. Ich habe auf die Weise zu meiner PC-Overclocker-Zeit so einiges an Material extrem günstig bekommen, dass es für Normalmenschen damals nicht einfach so im Handel oder nur zu absoluten Schweinepreisen gab.

  20. #20

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