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  1. #1
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    Standard ARTA Ringversuch #3

    Hallo DIY-HiFi-Forum.

    .. da wir ja grade "Activity Week" haben... :

    Die ARTA Ringversuche #1 (2006) & #2 (2018) werden viele von euch kennen. Der letzte ist knapp 4 Jahre her. Viele von uns (so auch ich) hatten damals, da sie entweder nicht einschlägig aktiv und/oder in den Foren in Frage nicht vertreten gewesen sind, keine Gelegenheit zur Teilnahme. D.h. das Thema wird nun langsam wieder aktuell.

    Es wurde meinerseits dieser Tage der Organisator der ersten beiden Ringversuche, Heinrich / ente, gefragt, ob er selbst eine #3 in Planung hätte. Mangels dessen ersuchte ich um seinen Segen zur Durchführung. Zurück kam "wenn du möchtest, leg einfach los" . So here we are - ich biete nun hiermit die Organisation und Dokumentation an.

    Die Vorgehensweise: es wird ein DUT (Testobjekt) erstellt und von Teilnehmer zu Teilnehmer weitergeschickt. Hardware, Methodik, und Messdaten werden von jedem Teilnehmer dokumentiert / übermittelt, und schlussendlich die Ergebnisse zusammengefasst.



    Die Komponenten Peerless HDS-P830991 5,25" Konustieftöner & AUDAX TW025A0 1" Domhochtöner ...

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	IMG_20220127_033807.jpg
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ID:	64386

    ... stelle ich bereit, verbaut in einem ~15l, 50Hz fb Bassreflexgehäuse, welches, grob simuliert, wie folgt spielen wird:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Unbenannt (1).jpg
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Größe:	97,0 KB
ID:	64387

    Die Trennung und Entzerrung mit bereitgestellten Settings erfolgt vollaktiv via den Freewares VirtualDSP & VBCable, welche simpel zu bedienen und auf jedem Windows-Rechner (welcher sowieso für das ausführen von ARTA vorhanden sein muss) von XP aufwärts lauffähig sind.
    Es wird also lediglich eine Soundkarte mit zwei Kanälen und zwei Verstärkerkanäle (je ein Kanal für den Tieftöner, einer für den Hochtöner) benötigt.
    Eigene DSPs oder DSP-Softwares können nicht verwendet werden, da die verwendeten Filter nicht standardisiert sind, und diese somit zwischen verschiedenen Hardwares oder Softwares abweichen (= den Vergleich verzerren) können.



    Programm, Mindestanforderung:

    - pegelkalibrierte Wirkungsgradmessung entsprechend 1 Watt / 1 Meter
    - Phasenfrequenzgang, Gruppenlaufzeit
    - Ausschwingverhalten (Burst Decay)
    - Klirr nach Farina bei zmd. 2,83V / 1 Watt

    Darüber hinaus kann jeder ergänzen, was er will; ich werde dies so gut wie möglich im Endreport darstellen. Von mir wird's zB Klirrmessungen bis mind. 22,64V geben, wahrscheinlich TSP des Tieftöners, etc.



    Weitere Details / Infos:

    - wie die vorigen Ringversuche ist auch dieser kein Tutorial / Workshop für Einsteiger, sondern, wie ich es beschreiben würde, eine Möglichkeit für Fortgeschrittene, die Ergebnisse ihre jeweiligen Hardware, Methodik, und Messumgebung mit denen anderer zu vergleichen.
    Für nicht oder nur schwer selbst recherchierbare Punkte wird ein Infoblatt ausgehändigt. Darüber hinaus gibt es zmd. von meiner Seite kein "Coaching" - d.h. die notwendigen Kenntnisse zur Durchführung der genannten Messungen sollten idealerweise bereits vorhanden sein.
    Ich verweise in jedem Fall an dieser Stelle auf die Ressourcen auf der ARTA Website, worin alle Infos, die für die Messungen benötigt werden, enthalten sind. Auch die Auswertung von Ringversuch #2 könnte hilfreich sein.
    Anmerkung / Warnung gleich vorweg: 10€ - Baumarkt - Multimeter sind zur Messung der Verstärkerspannung selbst bei Anregung mit den standardmäßigen 50 Hz (entsprechend Netzspannung) der Erfahrung nach selten tauglich.

    - die jeweiligen Rahmenbedingungen (Hardware, Messumgebung, Methodik, ...) sind von jedem Teilnehmer zu dokumentieren (Orientierung siehe Heinrich's Musterprotokoll aus #2). Die akustischen Messungen sind im .pir Format (setzt Vollversion von ARTA voraus) an den Organisator zu übermitteln; als Ausnahme ist lediglich eine etwaige kombinierte Nahfeldmessung mit Bafflestep-Korrektur zulässig, deren Frequenzgang als .txt oder .frd übermittelt werden kann.

    - ein Hauptfokus soll die neutrale / unbeeinflusste Ermittlung der Daten sein. Die Teilnehmer verpflichten sich, ihre Messdaten bis zu Abschluss des Versuchs nicht an andere Teilnehmer zu übermitteln oder zu veröffentlichen. Kein Teilnehmer soll Anhaltspunkte haben, an denen er "richtig oder falsch" abprüft, sondern schlicht mit seinem Equipment & seiner Methode der Wahl besten Wissens und Gewissens messen, und sich dem Vergleich stellen.
    Zusatzinfo: es gibt zwar Messdaten Dritter zu den Chassis in Frage, aber 1. nicht in diesem Gesamtsystem 2. Daten anderer Exemplare des gleichen Produkts sind aufgrund Serienstreuung, Alterung etc. vermutlich nicht ident.

    - Datenschutz: im Endreport werden nur die jeweiligen Usernamen genannt. Die Übermittlung von Anschrift und Addresse an den Teilnehmer, bei dem sich das Testobjekt gerade befindet, wird jedoch für den Postversand notwendig sein. Die Teilnahme am Ringversuch verpflichtet, personenbezogene Daten anderer Teilnehmer vertraulich zu behandeln.

    - ich behalte mir vor offensichtlich (d.h. im Endeffekt in meinem ermessen als Organisator) unseriöse Interessenten / Teilnehmer nicht zuzulassen.

    - Teilnehmerzahl ist nach oben offen, was aber nehm ich an nicht die Herausforderung sein wird. Zur unteren Grenze - ich würde mir ab einem halben Dutzend fixen Zusagen die Arbeit antun.

    - Zeitrahmen: im Fall des, bzw. ab dem erreichen der ausreichenden Teilnehmeranzahl beginnt der Ringversuch. Vom Bau des DUT & erstellen des Setups bis zum einlangen beim ersten Teilnehmer wird ca. eine Woche vergehen. Die jeweiligen Schritte bei jedem Teilnehmer, d.h. messen & Versand, werden annahmsweise ebenfalls in etwa eine Woche pro Teilnehmer in Anspruch nehmen.
    D.h. wer aktuell keine Zeit hat, und sich in einem Monat oder was einklinken will, das sollte kein Problem darstellen.

    - am besten bereits vor Bekundung von Interesse oder Teilnahme VirtualDSP runterladen und am Mess-Laptop ausführen. Es ist keine Installation erforderlich - lediglich entpacken und die virtualDSP.exe ausführen. Soll dazu dienen sicherzustellen dass die Software bei euch läuft und es später keine bösen Überraschungen gibt.


    Dabei belass ich es mal. Schreibt's was!

  2. #2
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    Hi!

    Schöne Sache! Kann mir gut vorstellen, dass zu unterstützen, bzw. mit meinem Klippel Kram (NFS, LPM, LSI, etc.) mitzumachen.

    Ich finde die Chassisauswahl maximal langweilig, um dass mal so salopp zu sagen Könntest du dir vorstellen andere zu nehmen, wenn ich was sponsore?

    Wieso denn die Software DSP Lösung? Sollen die Teilnehmer auch eine Abstimmung machen? Wenn ja, könntest du dir vorstellen, evtl. ein Aktivmodul zu nutzen? Z.B. ein Hypex Fusion oder ähnlich? Dann auch gesponsert natürlich

    Grüße
    Andreas
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  3. #3
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    Standard

    Hi Andreas,

    welche Treiber würden dir denn als "genehmer" vorschweben? Den Ringversuch überhaupt einmal wieder auf die Beine zu stellen ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee und Dank hierfür an @ Stoneeh.

    Als nicht Arta User, aber Besitzer von Dats und Rew, wäre natürlich eine abgewandelter Ringversuch hier auch mal eine Überlegung wert. Da sich grade von der Bedienung her REW doch wesentlich entspannter gestaltet als Arta und man mit einem Dats, impedanzmäßig zum Ausmessen auch sehr gute Ergebnisse erzielt.

    Ich hätte hier zwei Reckhorn W-132 die man mit oder ohne passendem HT auch mal in die Messschale werfen könnte. Preislich und technisch für den Einstieg durchaus interessant.

    Aber vielleicht hat ja der eine oder andere noch ein paar andere Treiber Idee, die man mal durcheiern könnte, also nix was es schon seit anno Zopp gibt und keiner mehr hören kann und will . Eher was heute Stand der Technik und vielleicht noch nicht sonderlich vermessen oder bisher keiner auf dem Schirm hatte.

    Gruß Swany

    Edit: schlecht Deutsch

  4. #4
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    Zwei Fragen:

    1) Wieso braucht man einen DSP? Es geht doch ums messen.

    2) Und wenn .... Warum virtualDSP (kannte ich noch garnicht)? Weit verbreitet und problemlos ist eigentlich EqualizerAPO. Ich kann keine Vorteile beim virtualDSP erkennen.
    Herzliche Gruesse
    Michael

  5. #5
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    Ich würde auch keinen Software-DSP nehmen, zu kompliziert und zu viele unkontrollierte Variable. Allein schon, dass da Soundsettings in Windows falsch sein können, dass sie garantiert andere als zu normaler ARTA-Messeinstellung sind, dass die Messbox das nicht kann, dass der ARTA-Stic das nicht kann.

    Geht es darum, auch die Phasenbeziehung der Treiber zu erfassen? Was ist der Mehrwert? Wäre das nicht auch mit einer (überbrückbaren) Passivweiche zu realisieren?

    Was die Treiber angeht, der HDS hat immerhin schon einen Kurzschlussring am unteren Ende des Polkerns, d.h. im Bass verringerte Verzerrungen. Ein Treiber mit möglichst geringen Verzerrungen wäre aber schon schön, damit nicht andere Fehler (Rauschen und Verzerrungen des Amps, des Mics, Reflexionen, Umgebungsgeräusche) im Verzerrungssumpf des Treibers untergehen. Ich hätte z.B. einen einzelnen 18W Revelator (wobei der hohen K2 macht). Dito sollte man einen verzerrungsärmeren HT als den Audax hernehmen.

    Farina finde ich auch interessant, weil Einfluss von Rauschen und Reflexionen schlecht dokumentiert ist. Aber ich würde noch IMD, gefensterte Messungen, STEPs etc mit reinnehmen und vielleicht auch REW dazunehmen.
    Geändert von capslock (28.01.2022 um 12:57 Uhr)

  6. #6
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    Servus allerseits. Freut mich dass es Resonanz gibt. Bin grad (edith: falsche Redewendung) zeitlich eingeschränkt; mehr später. Aber vorweg:

    Zitat Zitat von Dausend Acoustics Beitrag anzeigen
    Chassisauswahl ... Könntest du dir vorstellen andere zu nehmen, wenn ich was sponsore?

    Wieso denn die Software DSP Lösung? Sollen die Teilnehmer auch eine Abstimmung machen? Wenn ja, könntest du dir vorstellen, evtl. ein Aktivmodul zu nutzen? Z.B. ein Hypex Fusion oder ähnlich? Dann auch gesponsert natürlich
    Alles sehr gerne. Meine Chassisauswahl ist was grad da ist, und sich günstig und simpel zu einem mEn adäquaten Testobjekt entwickeln ließe. Ebenso war die aktive Trennung via Software aus den Gründen "Kosten & Zeit" vorgesehen - Wahl des VirtualDSP übrigens weil Freeware, und weil sehr simpel zu bedienen (Funktionalität als Weiche und EQ, sonst nix) @ newmir

    Ich hab überhaupt nichts dagegen wenn's was besseres (und noch dazu simpleres, d.h. ohne Notwendigkeit für Zusatzsoftware) wird
    Geändert von stoneeh (28.01.2022 um 12:34 Uhr)

  7. #7
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    So. Nun aber.

    Weiterführende Infos / Besprechungen:


    Andere Softwares: ich habe überlegt und nichts gefunden das dagegen spricht - mit der dringenden Voraussetzung dass, um eine einheitliche Bearbeitung und Darstellung der Daten im Endreport zu gewährleisten, die Impulsantwort aus eurer Software in einem Format exportiert werden kann, welches ARTA importieren kann.
    Laut Manual sind das folgende:

    1. Microsoft .wav file (maximum of .wav set as value 1.0 in .pir file)
    2. WinMLS WMB format
    3. MLSSA binary .tim file
    4. MLSSA ASCII file - as described above (Seite 78)
    5. ASCII file - as described above (also accepts CLIO ASCII time format)

    Interessenten / Teilnehmer mit Softwares anders als ARTA mögen mir bitte jetzt bereits (per PN) Beispiel-Impulsantworten übermitteln, dass ich diese testen kann, um sicherzustellen dass sich diese tatsächlich importieren und vollwertig auswerten lassen können.

    Dausend's Klippel-Hardware nehme ich von diesen Anforderungen aus. Wenn man sowas bekommt, nimmt man's ungefragt - der Benefit für diesen Ringversuch überwiegt jegliche etwaige Nachteile.


    Testprogramm (insb @ capslock): wie gesagt, ergänzen kann jeder nach belieben. Mandatorisch soll's ein anspruchsvolles, aber dennoch auch für "moderat Fortgeschrittene" durchführbares Programm sein. Ich denk das passt so wie es ist.

    Ad STEPS: im Falle von Max. SPL @ THD Messungen, bitte Kapitel 3.5 STEPS Handbuch dringend lesen / beachten. In meinem kommenden Infoblatt (schreib ich wenn und falls genug Teilnehmer zusammen gekommen sind) gibt's dann auch noch was zu Großsignalmessungen.


    Zum Testobjekt, wenn's ein anderes als meines sein sollte:

    - es soll ein fixes unveränderbares Testobjekt, d.h. fertige Lautsprecherbox mit vorhandener passiver oder aktiver Trennung, bleiben; keine Entwicklungsarbeit bei jedem Teilnehmer.
    - Mehrwege-Lautsprecher - aus dem Grund, dass anhand eines Schriebs für alle Messungen der gesamte relevante Frequenzbereich erfasst werden kann -> ggüber Einzelmessungen im Endreport kürzer & übersichtlicher bei gleichwertigem Informationsgehalt.
    - f3 <=50 Hz - eins meiner Ziele dieses Ringversuchs ist die Messbarkeit des Bassbereichs im Raum darzustellen, und dafür muss das Testobjekt Bass können.
    - Lautsprecher soll von Abmessungen & Gewicht versandfreundlich = kompakt bleiben.
    - wenn vollaktiv mit Aktivmodul soll die Verstärkerspannung von aussen zum Zweck der Ermittlung des Wirkungsgrads abgegriffen werden können; Aktivmodul oder Chassis sollen dafür nicht rausgeschraubt werden müssen.
    - innerhalb welchem Zeitrahmen fertigstellbar?

    Bitte um Feedback / Mitteilung @ Dausend Acoustics, und/oder ggfalls. capslock (Scan Speak Revelator).


    Kommentar zu Software-DSP sollte sich mit dem letzten Punkt erübrigt haben - aufgrund beabsichtigter Materialspende wohl nun nicht mehr notwendig.


    Damit verbleibe ich zu diesem Zeitpunkt und übergebe den Ball wieder an euch.

  8. #8
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    Hi Stoneeh,

    ein paar erste Anmerkungen zur Planung des Ringversuches.

    Aus den Erfahrungen der Organisation der ersten beiden ARTA-Ringversuche würde ich empfehlen, zunächst die Zielsetzung und die dafür erforderlichen Messungen genauer zu spezifizieren. Ferner sollten zeitgleich dezidierte Überlegungen zur Auswertung angestellt werden, zumindest wenn die Nachbearbeitung überschaubar bleiben soll.

    Je nach Aufgabenstellung ist für die Nachbearbeitung nicht immer der Weg über die Impulsantworten erforderlich, mitunter tun es auch txt, frd oder zma-Dateien. Bei den Impulsantworten sind z.B. Dateiformate, die auf 1 normieren, für die weitere Bearbeitung nur bedingt geeignet. Ggf. kann man auch weitere Programme für die Auswertung/Nachbearbeitung nutzen (z.B. VCAD).

    Von bestimmten Messungen kann ich in einem Ringversuch mit unbekannter Teilnehmerschaft nur abraten. So gefährden max. SPL Messungen - insbesondere in Verbindung mit Aktivlösungen - das Messobjekt mit Sicherheit sehr stark. Dann müsste man sich auch die Frage stellen, wie es weitergehen würde, wenn z.B. bereits beim zweiten Teilnehmer die Schwingspule abraucht?

    Also, ich würde zunächst das Messprogramm und die damit verbundenen Ziele veröffentlichen. Dann können potenzielle Teilnehmer kommentieren bzw. mit den eigenen Möglichkeiten abgleichen und evtl. vorhandene Hemmnisse identifizieren.

    Gruß
    Heinrich

  9. #9
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    Guten Morgen,

    ich möchte euch da nicht so viel rein reden, ist ja schließlich euer Ringversuch

    Swany hat das bzgl. Chassisauswahl ja schon ganz gut formuliert Für mich (!) wichtig wäre also

    - gute Verfügbarkeit
    - nicht zu teuer
    - Modernes Chassis

    Wie wäre denn was von SBacoustics, Wavecor, Purifi, etc oder aus der Profi-Ecke LaVoce, 18sound, BMS, etc

    Wenn auf eine Aktivlösung hin gearbeitet werden soll, sollten die Chassis-Terminals von außen zugänglich sein. Ich würde auch von max SPL Messungen dringlich abraten, wegen Sicherheitsfaktor und beim 10. Mal ist das dann schon spürbar ausgenudelt. Lieber pegelabhängige Verzerrungsmessungen (THD, Multiton).

    Neben einer 2-Wege-Box hatte ich noch die Idee, zwei ähnliche Chassis zu vergleichen und jeder Teilnehmer muss dann eine Zusammenfassung schreiben, warum er sich für welches Chassis entscheiden würde. Das ganze dann in zwei identischen Holzkisten. Z.B. zwei 16er TMT oder so. Aber nur so eine Idee. Eine Zwei-Wege-Box mit Aktivmodul und daraus entsteht dann eine kleine Forenbox - fänd ich auch cool. Überlasse ich euch.

    Ich bin gerne bereit die Chassis und das Aktivmodul (falls gewünscht) zu spenden! Natürlich in Rücksprache...ein Beryllium-HT von Bliesma und Keramik-TT von Thiel muss jetzt nicht unbedingt sein Der Organisator darf das dann meinetwegen gerne später behalten - als Lohn für die ganze Mühe sozusagen.

    Grüße
    Andreas
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  10. #10
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    Hallo mal wieder.

    Heinrich's Post hatte ich mit ihm per PN besprochen. Im Prinzip wurde das genannte bereits beschrieben; siehe Posts #1 und #7.

    Ad. Max. SPL (@ THD) Messungen, auch @ Andreas (Dausend): siehe Post #7, dringender Verweis auf das entsprechende Kapitel im STEPS Handbuch. Dort sind Risiken und Lösungsansätze in einem Umfang beschrieben, der den der Diskussion hier übersteigt.
    Ein Infoblatt hatte ich für den Start auch angekündigt; in diesem würd ich maximale Belastungsgrenzen und mehr Details zum Zwecke des Schutz der Komponenten festlegen.
    Ist also bereits bedacht - aber trotzdem danke für die Anmerkung.

    Ansonsten hatte ich noch versucht Heinrich & seine Resourcen irgendwie "dazu zu holen" - also dass er zB als Teilnehmer dabei wär, oder seine Kontakte im Visaton Forum abklappert. Er hat leider aber keine Zeit dafür (verständlich - Real Life gibt's ja auch noch).

    Andreas: props für das großzügige Angebot. Belohnung für mich wäre das Projekt selbst; ich weiß nicht ob ich überhaupt eine "Gage" annehmen würde. Trotzdem vielen vielen Dank

    Konzentrieren wir uns doch an diesem Punkt darauf, was wir konkret brauchen: ein Testobjekt. Hatten wir ja, aber die von mir vorgeschlagene Software-DSP-Lösung erfreute sich wenig Beliebtheit. Darf ich mich diesbzgl. mit dir privat zusammenreden? Hier im Thread würd das glaub ich sonst zu lang / langwierig werden.


    Derweil, an alle anderen: das Feld ist offen. Traut euch aus eurer Deckung . Wenn's irgendwem unangenehm ist "im Rampenlicht" zu stehen machen wir die Endauswertung auch gerne anonym (d.h. zmd. Kurven werden nicht betitelt). Etc. - alles was ggfalls. im Weg steht kann gelöst werden. Wer die Hardware hat (ich bin mir bewusst, das alleine ist ein großes Hindernis) wird zwar vll. ein bischen Arbeit haben (penibel messen, Messkenntnisse evtl. auffrischen), aber im Endeffekt nur Vorteile davontragen.

  11. #11
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    Guten Morgen,

    @stoneeh: Klar, schreib mir einfach eine PM.

    Zum Thema maxSPL trotzdem noch ein paar Anmerkungen:

    - Diese können nur sehr nahe gemessen werden, da man bei den Messungen kein gate setzen kann. Die Messungen sind also voll Raumreflektionen ausgesetzt. Günstige Mikros können nur ~120dB ~1% THD. Misst man also bei etwa 10cm Abstand (praxisgerecht, wegen Reflektionen) kann man nur bis ~100dB bezogen auf 1m messen, was also quatsch wäre. Es ist also ein hochwertiges Messmikro nötig.
    - Leistungsfähiger Verstärker und Spannungsteiler nötig für den benötigten 2 Kanal-Messaufbau nach Steps Anleitung. Dies und das hochwertige Messmikro wird wohl fast jeden interessierten Teilnehmer ausschließen
    - Klirrbegrenzung ist kein Schutz vor therm. Überlastung! Klippel z.B. monitort immer auch die Schwingspulentemperatur als Schutz mit..und selbst damit habe ich schon Chassis verbrannt bekommen
    - Wenn auf einem TT Chassis 50Wrms drauf steht, kann es trotzdem auch mit 20Wrms bei 1kHz verbrennen - obwohl der Klirr unter 10% liegt. Das liegt z.B. daran, dass die elektr. Belastbarkeit mit rauschen ermittelt wird, welcehs auch tieffrequente Anteile enthält unddas Chassis auslenkung vollführt, welches warme Luft abführt und es somit aktiv gekühlt wird. Bei einem 1kHz Sinus fehlt diese Auslenkung und die Schwingspule wird lokal und schnell stark erhitzt
    - last but not least sind maxSPL Messungen selbst bei den Profis nur sehr schlecht miteinander vergleichbar...und bei dem Ringversuch wird das wohl nicht besser werden
    - Selbst bei erfahrenen Messknechten werden bei maxSPL Messungen trotz aller vorsicht ständig Chassis gehimmelt. Ich bin mir fast sicher, dass bei 10 Teilnehmer oder mehr mindestens einer dabei ist, bei dem etwas schief läuft, das Chassis zerstört wird und somit die ganze Testreihe futsch wäre

    Wenn du trotzdem darauf beruhen willst, wäre das ok für mich, ist ja deine Testreihe. Ich kann dann wenigstens behaupten, dass ich dich (euch) davor gewarnt habe

    Grüße
    Andreas
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  12. #12
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    An und für sich ein interessantes Thema. Ich würde mich dem anschließen.

    MaxSPL wäre kein Problem, wenn man das denn machen wollte. Das iSEMcon EMX-7150 hält das aus. Dennoch würde ich das wohl eher nicht in die Testreihe aufnehmen, weil:

    Zitat Zitat von Dausend Acoustics Beitrag anzeigen
    - Selbst bei erfahrenen Messknechten werden bei maxSPL Messungen trotz aller vorsicht ständig Chassis gehimmelt. Ich bin mir fast sicher, dass bei 10 Teilnehmer oder mehr mindestens einer dabei ist, bei dem etwas schief läuft, das Chassis zerstört wird und somit die ganze Testreihe futsch wäre
    Eine genaue Anleitung, wie welche Messung mit welchen Einstellungen und Voraussetzungen durchgeführt werden sollte, wäre natürlich phänomenal. So ist sichergestellt, dass wirklich jeder dieselben Schritte geht, um an das Ergebnis zu kommen.
    Viele Grüße,

    Rouven

    Roul-DIY // D.A.U.

  13. #13
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    Ich kann Andreas bzgl. maxSPL nur beipflichten. Neben der Gefahr das Messobjektes zu himmeln, müssen für ein belastbares Messergebnis schon erhöhte Ansprüche an die Messkette und die Kalibrierung gestellt werden. Ich messe z.B. maxSPL mit einem MK301 von MTG.

    Nachfolgend ein paar Beispiele zum Grenzschalldruck einiger Messmikrofone @ 1%THD (Quelle PP, S. Müller):

    Audix TM1 - 144,0 dB
    Behringer ECM 8000 - 111,0 dB
    Beyerdynamic MM1 - 113,0 dB
    Earthworks M30 - 133,4 dB
    t.bone MM1 - 108,6 dB
    Superlux ECM 999 - 116,9 dB
    Haun MBNM 550SL - 130,0 dB
    iSEMcon EMX7150 - 135,0 dB

    Zieht davon sicherheitshalber 20-30dB ab, dann seht ihr, wie weit ihr mit eurem Mikrofon im Nahfeld für diese Messung kommt.

    Wenn man trotzdem den Versuch wagen will, würde ich ein preiswertes und schnell wiederbeschaffbares Messobjekt aus dem PA-Sektor parallel mitschicken. Da findet man z.B. bei TLHP (oder bei einem nationalen Sponsor) sicherlich einige Kandidaten.

    Gruß
    Heinrich

  14. #14
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    Hallo allerseits.

    Verzeihet die lange Stille. Es wurde im Hintergrund weitergearbeitet. Und nun gibt's gute Neuigkeiten: dank großzügigem Support von Dausend Acoustics bekommen wir die Gelegenheit folgendes tolle Material vors Mikro zu bekommen:




    Tiefmitteltöner: PTT6.5X08-NAA-08 - Purifi's brandneuer 6,5" Woofer mit Alumembran, welcher auf der Hersteller-Homepage noch als "Preview" gelistet ist, und zu welchem es noch keine unabhängigen Messwerte gibt - wir sind die ersten

    Hochtöner: SB Acoustics SB26ADC-C000-4 (nicht abgebildet).

    Aktivmodul: Hypex FA123 - ebenfalls ein sehr hochwertiges Produkt. Damit entfällt auch die Notwendigkeit des Software-DSPs - das Testobjekt, welches ich gerade anfertige, und das Format einer Bassreflex-Regalbox einnehmen wird, wird lediglich einen Cinch/XLR-Input und Stromanschluss benötigen.


    Infoblatt mit Inhalt Zusammenfassung der hier bereits geteilten grundlegenden Infos, diverse Kurzanleitungen, dos & don'ts (insb. auch zu den viel kommentierten Großsignalmessungen) wird bei Start ausgehändigt.

    In Kürze geht's also los. Wer dabei sein will schicke mir eine PN mit der Lieferanschrift zur Zusendung des Testobjekts. "Non-ARTAisten" übermitteln mir bitte, wie in Post #7 erwähnt, ein Beispiel einer Impulsantwort aus ihrer Messsoftware, dass ich vor Beginn bereits testen kann ob Import / Auswertung problemlos klappt.

  15. #15
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    Schön, dass es nun doch mit solch edler Ausstattung klappt.
    Ich habe Anfang Juni einen Termin im RAR. Wenn es vom Ablauf passt, könnte ich das Objekt mit durchlaufen lassen.

    Gruß
    Heinrich

  16. #16
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    Wow! Das ist eine mehr als nur großzügige Leihgabe!
    Viele Grüße,

    Rouven

    Roul-DIY // D.A.U.

  17. #17
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    ente: super dass du dabei wärst . Von mir aus is es kein Ding. Andreas, kannst du kurz kommentieren ob du das Material so lange zur Verfügung stellen würdest?

    Roul: sag ich auch! Ich fühl mich auch grad privilegiert. Ich bau um das edle Material auch grad einen "Lautsprecher nach Lehrbuch" (lineare Abstimmung, möglichst uniforme Abstrahlung, Bedämpfung aller Resonanzen, ..) - schadet nicht, wenn's neben einem fordernden Testobjekt auch was schönes zum hören gibt.

  18. #18
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    Sehr schön! Wäre bei dem Materialeinsatz auch zu schade, wenn es nur was "dahingekleckertes" werden würde.
    Viele Grüße,

    Rouven

    Roul-DIY // D.A.U.

  19. #19
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    Testobjekt steht.

    Entwicklungsziel laut Post #17 wurde erreicht - es ist ein sehr sauber spielender Lautsprecher geworden, welcher u.a. aufgrund des großen (1/2 sd) Ports bis zu hohen Pegeln uneingeschränkt funktioniert. Ein forderndes Testobjekt ist es schon aufgrund des phänomenal niedrigen Klirr des Purifi (nicht nur laut Broschüre, auch bereits von mir verifiziert).


    Ein paar meiner Messaufbaue - bin ja nicht nur Organisator, sondern auch Teilnehmer . V.l.n.r kombinierte Nahfeldmessung Port & Membran, vertikale Stativmessung, Ground Plane Measurement (GPM):

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    Der Weg zum Ziel (-> erfüllen der in Post #1 gelisteten mandatorischen Messungen) ist natürlich jedem selbst überlassen, und wird offensichtlich je nach Umgebung bzw. Möglichkeiten bei den Teilnehmern variieren.


    Alsdann. Lang hat's gedauert, aber damit startet der ARTA Ringversuch #3! Ein paar grobe Termine mit Teilnehmern sind vereinbart. Dazwischen ist noch Platz. Wer dazustossen will, melde sich beizeiten.

  20. #20
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    Zitat Zitat von ente Beitrag anzeigen
    Ich habe Anfang Juni einen Termin im RAR. Wenn es vom Ablauf passt, könnte ich das Objekt mit durchlaufen lassen.

    Gruß
    Heinrich
    Ich denke das sollten wir dann auf jeden Fall vom Ablauf her passend machen

    Schön, dass es hier voran geht! Freue mich drauf!
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