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  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Standard A project to be ..

    Hola Gemeinde.

    Fast pünktlich zu meinem 3jährigen Jubiläum gibt's hier meinen ersten (Bau)Bericht. Nun ja, Bericht zu einem geplanten Bau, oder so

    Genau gesagt gibt's eigtl. nur noch ein Lautsprechersystem, das mich interessiert. Ich kenne alle Ansätze, ich weiss was mein Optimum ist, und dahin will ich. Was ich im Moment drüber erzählen kann / will ist dass es ein System ist welches sowohl stressfrei bzw. verzerrungsarm ein paar hundert Leute beschallen kann, als auch, moderat umkonfiguriert, als High End Home-HiFi im kleinen / mittleren Raum für einen Hörer dienen kann. Konventionell dran ist wenig.
    Der Zeitrahmen für dieses Vorhaben ist komplett offen. Ich habe aktuell ein sehr gutes HiFi System; ich bzw. meine Gruppe / mein Verein hat eine verdammt gute PA; perfekt muss nicht sein und wäre nur ein netter Bonus, und wird sich ergeben wenn und falls zuviel Zeit und Geld da ist.

    Aber, damit wir auch wohin kommen: nach Jahren loser Planung hat sich über die letzten ~12 Monate einiges konkretisiert. Der erste Schritt über das Papier hinaus wird die Wahl des Mitteltöners sein. Nach einsehen von Messdaten Dritter einer dreistelligen Anzahl an Chassis haben sich acht Kandidaten von 5 bis 6,5" Durchmesser herauskristallisiert. Drei davon sind aktuell auf dem Weg zu mir.

    Zu Beginn will ich diesen Thread als Tagebuch rund um dieses Vorhaben nutzen, und weniger das Projekt selbst als meine Vorgehensweise, und die Grundlagenforschung drumherum dokumentieren. Ich bin mir sicher einiges davon ist für die Community wertvoll.


    Die letzten Tage hab ich in Vorbereitung auf die Mitteltöner fürs probehören eine Basssektion gebastelt. Die Ansprüche hier sind noch nicht ausserordentlich hoch - sie muss lediglich bis 200 Hz resonanzfrei spielen, und mit einem ~6" Mitteltöner im Pegel mitkommen. Ich hatte einen the box 15LB075 rumliegen, welcher im kleinen BR diese Aufgabe mehr als ausreichend erfüllen wird. Merke: ein Budget-Chassis spielt bei Halbgas verzerrungsärmer als ein State of the art Chassis an seinem Limit.

    Das Gehäuse wird komplett aus Plattenresten gefertigt. Das 15er MPX welches verwendet wird war zuerst ein JBell SS15, dann ein THAM15, dann ein 140l BR. Nun wird's ein kleinerer BR. Keine Platte muss dafür zugeschnitten werden, überstehende Wände werden nicht abgesägt, und die Platten nur verschraubt, sodass keine Schnittreste verloren gehen. Einzig die Schraubenlöcher müssen jedes mal verschlossen werden, dass das Gehäuse dicht wird (sehr wichtig) - ich giess zu dem Zweck in jedes einen Tropfen Leim rein.
    Das Nettovolumen kam auf 85l raus. Die restlichen Platten liessen sich so anordnen, dass via einer Portfläche von 1/4 sd bei 32cm Portlänge ein Tuning von 40 Hz getroffen werden konnte. Die Berechnung des Kanals wurde mit BoxSim durchgeführt, welches, via Impedanzmessung überprüft, wieder mal, wie fast immer, auf einzelne cm bzw. innerhalb eines Hz korrekt gerechnet hat. Die Porteigenresonanz sollte, leichte virtuelle Verlängerung miteinberechnet, dadurch zwischen 300 und 400 Hz landen - ausreichend weit ausserhalb des Übertragungsbereichs. Zusätzlich werden Resonanzen durch Dämmwolle bekämpft.

    Mittel der Wahl:

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    Die drei Säckchen, die ich grad lagernd hatte, reingetackert; auf ausreichend Abstand / Freiraum zum BR-Port geachtet:

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    BD ohne (links) und mit (rechts):

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    Wie man sieht, selbst ohne Dämpfungsmaterial war die Mischung aus Gehäuse- und Portresonanzen nicht schlimm. Mit isses aber nochmal deutlich sauberer, weit über den Übertragungsbereich hinaus - so gefällt das!


    Frequenzgang türkis via kombinierter Nahfeldmessung mit Anpassung des Portpegels & Bafflestep-Korrektur (bewährte Methode - habe diese an bisher 8 Gehäusen an der Fernfeldmessung überprüft bzw. bestätigt); schwarz via einer Methode, die mir eben so mal eingefallen ist - Mikro so gut wie geht mittig zwischen den Schallquellen - auch im Nahfeld, d.h. auch Bafflestep notwendig:

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    Wie man sieht, das funkt!

    Methode abgebildet:

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    So - wie erwartet, bei dem kleinen Gehäuse mit der tiefen Abstimmung tut sich nicht viel untenrum. Das war vor der Konstruktion bewusst, und eine Entzerrung war geplant. Diese findet am PC, in VirtualDSP, via einem Lowshelf statt:

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    Frequenzgang original türkis, entzerrt schwarz:

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    Frequenzgang ausreichend begradigt. Die Entzerrung fordert natürlich dem Chassis elektrisch einiges ab, und auch der eher kleine Port gab mir zuerst Anlass zur Sorge. Darum wurde alsbald sowohl bei Kleinsignal als auch bis nahe Volllast probegehört. Und - Erfolg! Der Sub schiebt, puncht, spielt knackig und trocken. Portkompression fällt eigtl. keine auf, was mich überrascht hat. Quantitativ wie qualitativ sehr gut - so kann man arbeiten! D.h. Tieftonsektion fertig, und bereit für den Rest des (Test-)Systems!

  2. #2
    Vorsicht schräger Humor
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    Moin,
    dein Restefest gefällt mir sehr gut. Einfach mal Pi x zusammenschrauben, gucken was passiert und Spaß haben......... anstatt wochenlang in der Matrix zu leben......äh zu simulieren..
    Ich bin gespannt wie es weitergeht.
    Jrooß Kalle

  3. #3
    Chef Benutzer Benutzerbild von Azrael
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    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Moin,
    dein Restefest gefällt mir sehr gut. Einfach mal Pi x zusammenschrauben, gucken was passiert und Spaß haben......... anstatt wochenlang in der Matrix zu leben......äh zu simulieren..
    Es handelt es sich dabei um einen Prototypen, wenn ich das richtig verstanden habe, bei dem sich eine Resteverwendung ja auch irgendwie aufdrängt. Und dieser Prototyp scheint mir auch nicht Pi x entstanden zu sein, sondern unter Verwendung einer - sieh' an - Simulationssoftware, hier Boxsim.

    Mir erschließt sich darum der Zweck des Postings nicht so richtig, auch angesichts eines darin rumwabernder Begriffs wie "Matrix".

    Ich benutze auch Simulationssoftware. Bin ich jetzt in der Matrix gefangen.....?

    Viele Grüße,
    Michael
    Geändert von Azrael (16.12.2021 um 12:58 Uhr)

  4. #4
    Vorsicht schräger Humor
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    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Ich benutze auch Simulationssoftware. Bin ich jetzt in der Matrix gefangen.....?
    Nein, stelle dir ,ich benutze auch so was. Es geht mir einfach darum, dass man, wenn man simuliert, auch irgendwann handeln sollte. Dieses Überprüfen der Simulation mit Holzresten, deren Weiterverwendung mit eingeplant wird, ist doch fein.
    Ich kenne jemanderm, der hat sich totsimliert, der lebt jetzt in ..........nöh, das bleibt besser ein Geheimnis.
    Den Daumen, den ich bewußt als Smiley gewählt habe, zeigt nicht einfach einen dummen Daumen, was in dem ursprünglichen Sprichwort auch nicht gemeint ist, hier trifft Überschlagsrechnung auf erfahrung, sondern eine Planungs- oder Bewertungsphase aus der man dann eine positive Entscheidung/Bewertung trifft. Eine vorherige Simulation ist in diesem Nachdenken eingeschlossen.
    Gucke noch mal genau hin.
    Jrooß Kalle ......

  5. #5
    Wenig Wissen viele Fragen Benutzerbild von SimonSambuca
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    Kalle,

    da muss ich auch sagen ich habe Deinen Beitrag genau gleich wie Michael gelesen/interpretiert. Hatte dabei also auch die gleichen Gedanken wie Michael.
    Für mich hat der Smilie und die Ausdrucksweiße also auch nicht so richtig funktioniert

    Zum Thema:

    25% SD bei einem breiten, schmalen Port. Ein Rohr ist doch bezüglich Luftströmung besser? Sollte dann nicht ein Rohr bezüglich Portkompression auch mit weniger Fläche im Vergleich auskommen... 20%?

    Kann man irgendwo die gemessenen TSP von dem Chassi nachlesen?

    EDIT: TSP gefunden! -> https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...344#post240344
    Geändert von SimonSambuca (16.12.2021 um 11:13 Uhr)
    Grüße
    Simon

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von 4711Catweasle
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    Moin,

    Zitat Zitat von SimonSambuca Beitrag anzeigen

    25% SD bei einem breiten, schmalen Port. Ein Rohr ist doch bezüglich Luftströmung besser? Sollte dann nicht ein Rohr bezüglich Portkompression auch mit weniger Fläche im Vergleich auskommen... 20%?

    Kann man irgendwo die gemessenen TSP von dem Chassi nachlesen?

    EDIT: TSP gefunden! -> https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...344#post240344
    Strömungsverluste sind imho nicht so "schwerwiegend" wie potenzielle Portkompression (Pegelanforderung).
    Ich würde immer (so er sich denn leicht unterbringen lässt) den Port mit der größeren Fläche einsetzen.

    EDIT: Runde Ports ziehe ich vor - aber primär weil sie sich leichter anpassen / austauschen lassen.

    Die TSP des Thomann habe ich damals "klassisch" so gemessen:
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    Gruß Karsten

  7. #7
    Wenig Wissen viele Fragen Benutzerbild von SimonSambuca
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    Karsten vielen Dank

    Ja bei einem Subwoofer stellt sich die Frage der Port SD eigentlich nicht Sorry

    Vielen Dank für den Thread das Chassi in so einer Abstimmung bringt mich mal wieder auf eine "dumme" Idee... bzw. ist genau zur richtigen Zeit gekommen.
    Grüße
    Simon

  8. #8
    Tinnitohr Benutzerbild von ax3
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    Gutes Gelingen

    an Chassis haben sich acht Kandidaten von 5 bis 6,5" Durchmesser herauskristallisiert. Drei davon sind aktuell auf dem Weg zu mir.
    Welche sind das denn und aus welchem Grund bzw. Überlegungen heraus die Baugröße?
    Man darf annehmen, es wird ein Dreiweger mit 15" und 1" Kompressionstreiber am Horn?

  9. #9
    Erfahrener Benutzer
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    Servus allerseits.

    Das Tuning wurde, wie ja kurz erwähnt, mit einem Programm, welches sich dafür bewährt hat, simuliert. Dieses richtig zu treffen war mir bei diesem Prototypen / Testbock natürlich sehr wichtig, da wenn das nicht passt gleich nochmal auseinandergeschraubt und neu gebaut werden kann. Und ich arbeite wirklich nicht gerne umsonst / doppelt

    Frequenzgang wurde in WinISD via von mir gemessenen TSP simuliert. Das ist nur ein grober Anhaltspunkt; aber bereits dieser hat suggeriert dass wohl entzerrt werden muss, was ich hier als akzeptablen Kompromiss gesehen habe und deswegen so gebaut habe. Ansonsten wär's halt ein grösseres Gehäuse geworden - dann hätte man sich das entzerren erspart, oder wäre dieses "milder" ausgefallen.

    Allgemein nutz ich dieser Tage gerne die Tools die mir zur Verfügung stehen und sich bewährt haben und mir Arbeit abnehmen. D.h. Simulationssoftware und Messtechnik wird in dem Rahmen eingesetzt, in dem sie Sinn macht.
    Toll find ich derzeit zB, und deswegen hab ich das in Post #1 auch dokumentiert, dass ich nun da ich die Nahfeld-Messmethode so gründlich überprüft habe, zmd. für grobe Abstimmungsarbeiten nicht mehr die Box raus in den Hof oder auf den Acker schleppen muss zur GPM - bzw. für Boxen, bei denen der Port vorne ist, einen noch leichteren Weg dafür gefunden habe, bei dem man sich die mehreren Berechnungen der kombinierten Nahfeldmessung erspart, und nur noch ein Schritt notwendig ist,

    Ab einem gewissen Punkt muss in der Praxis getestet / gehört werden. Das ist zugegeben auch der Schritt der mir am meisten Spass macht


    Gut, dass wer das "Zauberwort" TSP erwähnt hat. Auch in diesem Punkt habe ich nämlich einen Test / Grundlagenforschung angestellt. D.A.U. hatte ja in einem Bericht dazu offenbart, dass sich beim einspielen erstmal sehr wohl die Parameter des Chassis verändern, aber langfristig wieder in den Ausgangszustand, oder nahe daran, zurückgehen -> Chassis einbrennen - was bringt es wirklich? - www.der-akustische-untergrund.de

    Bei meinem 15LB075 hatte ich vor einer Weile die TSP abgenommen. Das war kurz nachdem dieser, wie im OP angeschnitten, in ein paar Tapped Horns, und schlussendlich in einem BR verbaut war, und umfangreich gemessen und gehört wurde. Man kann den Zustand damals also als "eingespielt" bezeichnen.

    Nach dieser Testreihe wurde der 15LB075 ausgebaut und im Karton verwahrt - bis nun, ein halbes Jahr später. Wie sehen die TSP also nun nach dieser langen Standzeit aus?

    Gemessen wurde via der CB Methode. Signal und Signalstärke waren bei beiden Messreihen so ident wie möglich. Ebenso war die Umgebungstemperatur trotz unterschiedlicher Jahreszeiten fast ident - der Abstellraum in grosser Werkstatt bleibt im Sommer kühl, und ist im Winter beheizt.
    Hier ein demonstrativer Aufbau, bzw. meine Hardware, fürs Impedanz messen:

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    Links von Anfang dieses Jahres; rechts aktuell, direkt aus dem Karton nach Monate Lagerung:

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    Wie man sieht, die unveränderlichen Parameter wie mms und BL blieben gleich, was die Messungen validiert. Bei den aufhängungsspezifischen sieht's aber gaaanz anders aus - die Free Air fs schon offenbart den grossen Unterschied. Also ja, da hat sich sehr wohl über die Standzeit wieder was verhärtet - was die Messreihe von D.A.U. nochmal bestätigt.



    Simon, zum BR kurz: ein grosses Rohr hätte hier wohl das bessere Verhältnis von effektiver Querschnittsfläche zu Wandfläche. Aber hier ist der Schlitzfaktor noch nicht allzu extrem, und wie gesagt, in der Praxis funktioniert's sehr gut.
    Unsere 18er PA Subs haben sogar diesem Formfaktor (~50x5cm) sehr ähnliche Ports - nur halt zwei davon. Wir haben den Vergleich mit dem gleichen Chassis in ähnlich abgestimmten Gehäusen mit einem grossen Rechteckport mit ähnlicher Gesamt-Querschnittsfläche, und das nimmt sich in Max. SPL @ THD Messungen, wie beim hören, sehr wenig.
    Geändert von stoneeh (16.12.2021 um 15:01 Uhr)

  10. #10
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    Zitat Zitat von stoneeh Beitrag anzeigen
    Gut, dass wer das "Zauberwort" TSP erwähnt hat. Auch in diesem Punkt habe ich nämlich einen Test / Grundlagenforschung angestellt.
    Für mich (und vermutlich viele erfahrene Bastler) ist das (ur)altes Wissen.
    Einwobbeln dient imho ausschließlich der TSP Ermittlung -> Einschätzung/Simu in welchem Gehäuse Konzept das Chassis gut aufgehoben sein kann.
    MEn. beginnen einzelne Werte bereits nach wenigen Tagen Richtung Neuzustand zu "wandern".
    Es ist aber nicht Teil meines Hobbys das zu dokomentieren und zu präsentieren.

    Und Ja, Du hast Recht - ich habe ein grösseres Gehäuse gebaut weil ich nicht entzerren wollte (Einsatz als TT ggf. TMT).
    Für einen SUB wäre ich vermutlich genau so vorgegangen.

    Der MT interessiert mich auch.....
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    Gruß Karsten

  11. #11
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    Soooda. In meinem letzten Post musste / wollte ich unter etwas Zeitdruck den fachlichen Content unterbringen, und das persönliche kam etwas zu kurz. Darum hier nachträglich ein willkommen an Bord an alle die mitgucken, und ein danke an alle die nette Worte dagelassen haben

    Kalle: thx! Auf die Vorgehensweise bin eh in Post #9 eingegangen. Ich seh das absolut so - Theorie nutzen soweit möglich, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem diese keine Klarheit mehr schafft - dann muss gebaut und getestet werden, und das mach ich auch überaus gern!
    Zum Reste verwerten - wenn ich's mir einfach machen wollte würd ich jedesmal beim Baumarkt einen Zuschnitt holen. Das ist sehr sehr leistbar, besonders wenn Faserplatte; und dann beim zusammenbauen quasi plug & play. Aber ich verschwende einfach nicht gerne. Hat eh jeder von uns so oder so einen Riesen Footprint auf diesem Planeten.. den muss man nicht noch mit Gewalt vergrössern.

    Simon: leiwand! Ja, der 15LB075 definitiv ist einer der Preis-Leistungs-Knaller am Markt. Dazu ziemlich universell einsetzbar.

    Ax3: thx! Was es final werden soll lass ich nicht aus Geheimniskrämerei, sondern aus ein paar konkreten Gründen derzeit offen. Einfach dranbleiben.. mit der Zeit wird's von sich aus klar werden

    4711Catweasle: zum Thema einwobbeln - wie dreist - wenn du das dokumentiert hättest hätt ich mir doch die Arbeit erspart Aber so wie es ist hab ich in den 1 1/2 Jahrzehnten, die ich bereits in HiFi-Forum und co. aktiv bin, noch nie eine klare Beantwortung dieser Frage gefunden. Am nähesten kommt die verlinkte Arbeit von DAU - wobei sich diese auf zwei Chassis beschränkt, und somit keine Allgemeingültigkeit beanspruchen kann.
    Zum entzerren - belastet halt den Lautsprecher elektrisch-thermisch mehr. Geht als Faustregel am besten bei Chassis die in der Hinsicht potenter sind als mechanisch. Beim 15LB075 ist es sicherlich mehr Notlösung als sonstwas - für nen Proto, wo nicht das letzte bisl SPL gefragt ist, geht's als akzeptabler Kompromiss durch.



    Heute hab ich mich an die Hochtonsektion des Test-Setups gemacht. D.h. weiter ging's mit der Resteverwertung! Konkret fand ich in einem nur ominös mit "Lautsprecher Komponenten" beschrifteten Karton im Lagerraum folgendes Sortiment:

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    V.l.nr. sind das Infinity #902-6682 0,75" Polycell, Audax TW025A0, und Audax AW025M3. Ich hoffte dass was geeignetes dabei ist. Überprüft wurde via Messtechnik.

    Impedanz in gleicher Reihenfolge wie am Bild; RDCs sind übrigens 6,8, 5,8, 5,5 Ohm - alles 8 Ohmer also:

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    Burst Decay:

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    Sensitivity @ 1m auf Stativ, 2,83V = 1 Watt, und Klirr:

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    Fazit: Ausschwingverhalten ist bei allen dreien akzeptabel. Beim Frequenzverlauf und Klirr gibt's nen ganz klaren Gewinner - den Audax AW025M3. Vom Tiefgang ist dieser am schlechtesten - macht aber nichts, da der Mitteltöner auch im finalen Produkt bis 2000-2500 Hz hochspielen wird.

    Um die Tauglichkeit weiter zu verifizieren wurde die Klirrmessung nochmal mit höherem Pegel durchgeführt:

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    Auch bei 100 dB bleibt über das gesamte Frequenzspektrum K2 unter 1, K3 unter 0,1%. Ich nehme stark an das reicht, um mit den bald eintreffenden Mitteltönern mitzukommen.

    Passender Hochtöner für den Mitteltöner-Hörtest wurde also gefunden. Kann weitergehen

  12. #12
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    Die kleine Auswahl ist da. Ein 5Zöller kam einen Tag früher und steckt somit bereits im Testgehäuse und wurde schon provisorisch vermessen - sehr musterhaft, wie erwartet, da das ja nur noch eine Feinauswahl von Komponenten ist, die anhand online zu findenden Messwerten bereits vorselektiert wurden.

    Ich hab grad stark die Vorahnung dass ich mich von dem Testsystem nicht mehr trennen wollen werd, und dieses schon besser wird als die Infinity Kappa 90 mit denen ich aktuell zuhause höre. Das misst sich grad alles viel zu gut. Die Kappas spielen auch bis 35 Hz runter, und auch allgemein recht flat, trotzdem charmant und gut auflösend - aber ich glaub insb. im Mittelton wird das hier ne andere Nummer. Mal sehn. Derzeit gibt's noch ein paar Amp- und DSP-Kanäle aufzutreiben für den Test - mal schaun was "rumkugelt" - bisher hatte ich ja noch das Glück ausser den Mitteltönern nichts extra dafür kaufen zu müssen.

  13. #13
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    Moin!
    Klappstuhl. Stoneeh, goil!!!
    Viel Erfolg.
    Grtz
    Arnim
    Gruß
    Arnim

    "...und jetzt sitzen wir schon in der ersten Reihe beim Weltuntergang und sind immer noch nicht zufrieden"

  14. #14
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    Thx Arnim.

    Seit dem letzten Update wurde eine zweistellige Stundenanzahl in das Projekt investiert. Die drei Mitteltöner sind natürlich bereits "im Mikro". Ebenso probegehört - da ich im Moment auf zwei DSP-Kanäle beschränkt bin via Entzerrung der Mitteltöner flat auf 50 Hz, was erstaunlich gut ging.
    Alle drei Systeme wurden also von 50-20000 Hz flat entzerrt, und die Trennung sauber eingemessen. Gehört wurde jeweils diverse Musikstücke, bei leisen bis mittleren Lautstärken.
    Was ich nun lediglich teilen kann ist dass sehr viele vorgefertigte Meinungen und Pläne verworfen werden mussten, so insb. die Schriebe am Papier nicht mit der Klangqualität per Ohr korrelierten. Der Audax Hochtöner mit dem sehr guten Ausschwingverhalten und extrem niedrigen K3 klingt verwaschen und näselnd. Allerdings sehr unerwarteterweise je nach Mitteltöner unterschiedlich gravierend - die Mitteltöner hatten einen starken Einfluss darauf wie der Hochtöner klingt. Noch absurder, dass sich ein K3-dominanter Mitteltöner nicht, ein K2-dominanter Mitteltöner mittelmässig, und ein weiterer K3-dominanter sehr gut mit dem K2-dominanten Hochtöner kombiniert. Auch in dem Bezug gibt's also Null Korrelation zwischen Messwerten und gehörten klanglichen Eigenschaften.

    Das testen mit Chassis / Lautsprechern, die keinen Einzug in das finale Produkt halten, kann ich mir also sparen. Okay, die Basssektion kann vermutlich bleiben - dort unten wird's keine dramatischen klanglichen Unterschiede geben - aber der finale Mitteltöner muss am finalen Hochtöner getestet werden. Wenn und falls es soweit ist hol ich den Thread wieder hoch.

    Am Rande: bei mir findet ja oft neben konkreten Projekten Grundlagenforschung statt. So auch die Tage wieder - ich habe an dem Testobjekt der kleinen Mitteltöner-CB GPM auf Asphalt ungewinkelt vs. gewinkelt vs. GPM auf Rasen vs. Stativmessung vs. Nahfeldmessung verglichen. Die Erkenntnisse waren recht schön. Vll. schreib ich dazu noch separat was zusammen.

  15. #15
    gesperrt
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    Friedemann Hausdorf von Visaton hat ja des öfteren angemerkt, dass man Klirr bei Musik kaum bemerkt.......IMD ist mMn eine Baustelle...

  16. #16
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    Den Bezug IMD / Multitonmessungen zu subjektiven Eigenschaften bei mehreren Lautsprechern die man nicht (gut) kennt erarbeiten klingt auch wieder nach einem Mammutprojekt. Bei den Mitteltönern bleib ich derweil mal bei den Hörtests.
    Was ich aber in die Richtung zB tun könnte ist mir einen EMIT-B aus den Kappas schnappen, welche ich ja über lange Jahre kennen und mögen gelernt habe. Zum Vergleich bietet sich ja ideal der Audax an, den ich zwar erst eine kurze Zeit kenne, aber jetzt schon hasse Vll. liesse sich mit einem erweiterten Testprogramm (ich selbst hab noch die Beurteilung des ein- und ausschwingens via Sinusbursts im Programm) doch ein Zusammenhang zum Höreindruck herstellen.

  17. #17
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    Gesagt, getan. Ist wieder mehr Grundlagenforschung als ein Teil des Projekts - aber dass es viel davon geben wird hab ich ja zu Beginn des Threads angekündigt. Vll. angesichts des Umfangs ein kleines Weihnachtsgeschenk an die Messfreaks

    Dazugesellt hat sich der 1" Polycell (nicht zu verwechseln mit dem in Post #11 vermessenen 0,75"), der in den grösseren Modellen der Infinity SM xx5 (zB 125, 155) Serie verbaut ist. Dieses Teil kenn ich wie den EMIT in- und auswendig, da wir es seit ca. einem Jahrzehnt in vielfacher Ausführung zu Beschallungszwecken verwenden. Diese Kalotte taugt somit ebenso ideal um einen Zusammenhang zwischen Höreindruck und Messdaten herzustellen zu versuchen.

    V.l.nr. Infinity Polycell 1", Infinity EMIT-B, Audax AW025M3:

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    Akustische Messungen fanden wieder auf Stativ statt, 1 Watt (2V für 4 Ohm, 2,83V für 8 Ohm Treiber), 1 Meter. Hardware das gute Isemcon-Zeugs, frequenz- und pegelkalibriert.

    Zuerst Impedanz; RDCs sind 6,0, 3,6 und 5,5 - Polycell und Audax somit 8, EMIT 4 Ohm Nennimpedanz:

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    Sensitivity & Klirr:

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    Klirr 100 dB links Polycell, rechts Audax:

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    IMD, two sine, Faktor der beiden Frequenzen zueinander 1,6; obere Reihe 2,5 und 4 kHz, untere Reihe 4 und 6,4 kHz:

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    Burst Decay:

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    Ein- und ausschwingen mit Sinusbursts; obere Reihe 2,5 untere Reihe 5 kHz:

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    Power Compression wurde ebenfalls rudimentär gemessen, via Abgleich von Sinussweeps bei verschiedenen Pegeln. Signifikante Unterschiede gab's keine.



    Erkenntnisse: zuerst, was empfinde ich als subjektiv guten Klang? Indizien: ich bevorzuge alle meine Systeme flat entzerrt. Zudem bevorzuge ich im Vergleich ein bedämpftes vs. einem unbedämpften Gehäuse, und auch eine (auf den selben Tiefgang entzerrte) CB vs Resonatorbox. Zudem gefallen mir Systeme mit Headroom. Rein anhand dieser quantifizierbaren Hinweise gefallen mir neutral spielende, schnell / korrekt ausschwingende Systeme mit niedriger Powercompression. Und so würd ich auch rein aus meiner persönlichen Auffassung meine klanglichen Vorlieben beschreiben.
    Als weitere Referenz was "korrekter" Klang ist würde ich nennen, dass man ja weiss wie sich Stimmen und Instrumente in echt / live anhören. Anhand dieser Referenzen, die alle oder die meisten von uns fest eingeprägt haben, kann man, eine sinnvolle Aufnahme vorausgesetzt, abgleichen, ob eine Wiedergabekette ein Signal originalgetreu reproduziert.

    Es zeigt sich nun weiter keine Korrelation zmd. zwischen Klirr & IMD und subjektiv empfundener Signaltreue - der Polycell mit niedrigen gemessenen Verzerrungswerten klingt für mich sehr gut, der EMIT mit (für mich tbh schockierend) hohen Verzerrungswerten ebenso, und der Audax mit niedrigen Verzerrungswerten klingt für mich mittelmässig (wie zuvor erwähnt, näselnd und unpräzise).
    Die restlichen Werte zeigen nicht viele Unterschiede. Der EMIT schwingt beim 2,5 kHz Sinusburst etwas "tighter" aus, und hat allgemein ein sehr schnelles ausschwingen. Die anderen beiden sind in der Hinsicht aber auch nicht schlecht. Insb. ist der Audax in der Hinsicht nicht schlechter als der Polycell, wodurch sich auch hier keine Rückschlüsse auf die gehörten Differenzen treffen lassen.

    Wie zuvor - es scheint bei mir best practice zu bleiben die Chassis grob nach Messwerten (insb. Frequenzgang / Wirkungsgrad und Wasserfalldiagramm) und Leistungsdaten vor-auszuwählen, und ab da ausgiebig zu hören. Betonung: meine Erkenntnisse. Bitte nicht blind übernehmen, sondern jeder für sich selbst rausfinden.

    Was für mich abgesehen davon aus dieser Vergleichsserie heraussticht ist der Wirkungsgrad des 1" Polycells. Eine Kalotte mit 100 dB 1W / 1m hab ich sonst noch nie gesehen.. die die im Schnitt überhaupt 95 dB schaffen sind rar gesät. Wir hatten damals die Infinity SM Reihe rein per Ohr für Beschallungszwecke gewählt - aber man sieht nun auch anhand der Messwerte, warum das funktioniert.



    So - na denne - geniesst eure Kekse

  18. #18
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    ..... für die Hochtöner könnte man gut das neue Multitone-Tool in ARTA nutzen (siehe: Wie viele nichtlineare Verzerrungen und IMD sind ok? - Seite 7 (diy-hifi-forum.eu), #121). Das hat ferner den Vorteil, dass die Auswirkung des geplanten Filters/der Übergangsfrequenz auf die Gesamtverzerrung (TS+N) ermittelt werden kann.

    Gruß
    Heinrich

  19. #19
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    Heute ging's mal einen Schritt voran. Ich konnte zum ersten mal das komplette (Test-)System hören.

    Dafür musste extra ein DSP mit 4 Outs angeschafft werden. Zuerst hatte ich daran gedacht VirtualDSP mit sowohl der Onboard-Soundkarte, als auch meiner externen, zu nutzen - jeweils 2, d.h. insg. 4, Kanäle. Die beiden Geräte hatten aber leider grob unterschiedliche Latenzen.

    Bei den Amps musste "gestückelt" werden - zwei 2Kanal Amps wurden verwendet, statt einem 4Kanal. Ich probierte zuerst den Hochtöner direkt am DSP-Out zu betreiben - ging, aber der maximal erreichbare Spannungshub war sehr gering, so dass auf diese Art nur sehr leise gehört werden konnte.


    Gehört wurde erstmal im Raum - eingemessen auf diesen Amplitudenfrequenzgang an der Hörposition (Trennungen Filter & Treiber zusammen jeweils 24 dB/Okt beidseitig bei 200 und 2300 Hz):

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    Musikmaterial querbeet - Pop, Rock, Metal, Techno, Hiphop, etc. - die einzige Voraussetzung war eine gute Aufnahme. Auch Sprache wurde gehört - zufällig, da ich über einen lokalen Online-Radiosender mit erstaunlich guter Tonqualität gestolpert bin.
    Pegel leise bis annähernd Max. SPL des Systems. Limitierender Faktor war nach ner Zeit mein Ohr - man merkt, es gab lang keine VAs mehr - ich bin keinen Pegel mehr gewöhnt.

    Kleines Sample :




    Der Hochtöner störte im gesamten Setup nun nicht mehr so stark - vll. vom zusätzlichen Bass etwas "entschärft". Für mich ist er trotzdem selbst auf der Aufnahme als aufdringlich rauszuhören.

    Es wurden zwei Mitteltöner gehört (im gleichen Gehäuse, schnell umgeschraubt). Einer der aktuell drei vorhandenen wurde eh schon innerhalb der ersten Hörtests aussortiert. Zwischen den zwei verbleibenden kein klares Fazit - der 6ND430 ist bei Sprache überragend klar, offen, neutral, bei manchen Instrumenten von der Klangfarbe und Präzision her aber mMn verbesserungswürdig. Der andere war nicht ganz so pegelstark, kam mir aber tonal ausgewogener vor.

    Ich schlepp die Tage das System in die freie Wildbahn raus. Ohne Raumeinfluss wird's nochmal deutlich aussagekräftiger.

  20. #20
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
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    Zitat Zitat von stoneeh Beitrag anzeigen
    Der Hochtöner störte im gesamten Setup nun nicht mehr so stark - vll. vom zusätzlichen Bass etwas "entschärft". Für mich ist er trotzdem selbst auf der Aufnahme als aufdringlich rauszuhören.
    Hast du dir mal das Abstrahlverhalten deiner Kiste angeguckt?* Da kannst du dich noch so sehr auf Ein/Ausschwingen und nichtliniearitäten konzentrieren, wenn der Lautsprecher krumm abstrahlt klingts auch krumm, es sei denn..
    Zitat Zitat von stoneeh Beitrag anzeigen
    Ohne Raumeinfluss wird's nochmal deutlich aussagekräftiger.
    ... man hört ohne Reflexionen nur den Direktschall.

    Gruß, Onno

    *pseudolustiger Spruch zu Thema Tannenbaum schmücken, Weihnachten ist doch vorbei, 17/25 Kombi ohne verstetigende Maßnahmen...*hust*
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

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