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  1. #1
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
    Registriert seit
    27.11.2008
    Beiträge
    1.327

    Standard Modifikation des Monacor MRD-34PA

    Hallo,
    die nachfolgend dargestellte Modifikation des Hochtöners MRD-34PA von Monacor
    wurde nahezu identisch auch schon auf der Homepage der Klang+Ton veröffentlicht.
    Da diese nicht mehr ohne Weiteres öffentlich zugänglich ist, erfolgt nun eine Anleitung hier.


    Anleitung

    Zunächst entfernen wir den Dichtring...
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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ID:	58042

    und das Schutzgitter.
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    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Bitte nicht versuchen die Klebereste zu entfernen!
    Abrasiver Eingriff an dieser Stelle befördert möglicherweise
    Metallspäne direkt in den Luftspalt = Exitus Hochtöner!


    Dann lösen wir die Schrauben der rückwärtigen Kammer...
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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ID:	58045

    und nehmen diese ab.
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    Die Schwingspule muss nicht herausgenommen werden, das Foto dient lediglich dem Stillen der Neugierde.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Der innere Hohlraum der rückwärtigen Kammer wird nun mit Filz ausgekleidet.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Die selbstklebende Filzrolle bekommt man in der Sanitärabteilung des
    örtlichen Baumarktes. Üblicherweise werden damit Kupferrohre umwickelt.


    Pro Rückkammer benötigt man zwei Filzscheiben mit 5cm Durchmesser die übereinander eingeklebt werden.
    Der Filzstreifen für den inneren Rand der Rückkammer muss ein Maß von 1cm x 15cm aufweisen.


    Vorsicht beim einkleben: Die Klebeschicht hält gerne da wo sie nicht soll.




    Um die kleine Stufe im Übergang vom Treiber zum Horn H08RW von Dayton zu egalisieren,
    kann man gut eine dauerelastische Masse wie z.B. plastic-fermit verwenden
    (erhältlich ebenfalls in der Sanitärabteilung des örtlichen Baumarktes).
    Besser aussehen tut es mit Butylband, das sich aber etwas mühsamer verarbeiten lässt.


    Die dauerelastische Masse wird zu einem Strang mit ca. 5mm Durchmesser gerollt...


    ...und dann vorsichtig auf den Rand (in die Stufe) der Treiberöffnung gelegt.




    Dann wird das Horn aufgeschraubt...


    und von vorne sollte das dann so ausehen.


    Die Masse wird nun vorsichtig flach gedrückt - Wasser mit Spülmittel am Finger hilft, daß die Masse am Horn klebt und nicht am Finger.


    Es sollte ein glatter Übergang entstehen bei dem sich keine Stufe mehr ertasten lässt.


    FERTIG.

    Da sich plastic-fermit schnell und rückstandsfrei vom Horn entfernen lässt, ist es auch kein Problem wenn es mal nicht auf Anhieb klappt.

    Für Butylband (das ich mitlerweile verwende) kann ich das nicht beantworten, da ich es noch nicht entfernen musste.

    Die Modifikation ist hiermit erstmal abgeschlossen und entspricht dem modifizierten MRD-34PA wie er in der Aurum (vorgestellt in der Klang + Ton 6/2011) eingesetzt wurde.
    Geändert von Jesse (02.01.2021 um 13:54 Uhr)
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



    "Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter."


  2. #2
    Vorsicht schräger Humor
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    4.501

    Standard

    Nix geht verloren .... wann war das noch? Jrooß Kalle

  3. #3
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    1.327

    Standard Weitergehende Modifikation des Monacor MRD-34PA

    In diesem Beitrag geht es um weiterführende Modifikationen deren Einflüsse auf den Klang nicht mehr ganz so groß sind wie die Vorausgegangenen.
    Sie verfeinern den Klang noch etwas sind allerdings eher für Fortgeschrittene oder Hartgesottene geeignet.

    Anleitung

    Wir nehmen die zwangszentrierte Trägerplatte der Schwingspule heraus (merken / markieren uns die Einbauposition) und legen diese vorsichtig an einen sicheren Ort.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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ID:	58049

    Das Phasenkorrekturelement (die schwarze Kunststoffkuppel in der Mitte der Magneteinheit) wird nun herausgenommen.
    Wahrscheinlich habe ich ihn von der Gewindeseite her durchgedrückt oder herausgehebelt (das weiss ich nicht mehr so genau )
    Nach erfolgter Überarbeitung muss er aber wieder eingeklebt (z.B. Kontaktkleber "Pattex") werden.

    Dieses Phasenkorrekturelement ist ein Kunststoff-Gußteil, dessen Gussgrate und Stege nur grob entfernt wurden.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	vorher.JPG
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ID:	58050

    Diese werden nun mit Cuttermesser und Feile nachgearbeitet und das sollte nachher so aussehen...
    (Die Klebereste wurden noch entfernt)
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    ... und die Vorderseite so:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Nun kommen wir zu der Modifikation der elektrischen Anschlüsse. Entsprechend meinen negativen Erfahrungen mit sehr niederpreisigen Anschlussterminals für Lautsprecherboxen habe ich auch die hier verbauten Anschlussklemmen entfernt und es auch nicht bereut.

    Zunächst werden die Klemmen abgeschraubt und die Kontakte farblich markiert.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Dann werden seitlich neben den Montageschrauben (der Klemmen) Löcher gebohrt, Kabel durchgeführt und rückseitig festgelötet.
    Ich verwende hier gerne versilberten Kupferdraht, teflonisoliert. Ein Drahtdurchmesser von 0,5 bis 1 mm ist hier die richtige Wahl.
    Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, ersetzt die vorhandenen (wahrscheinlich magnetischen) Schrauben gegen Messingschrauben.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Nach dem Einsetzen der Schwingspuleneinheit sieht das Ganze so aus:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	2.JPG
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    Um die Lötkontakte sicher von Zug zu entlasten habe ich auf die Rückkammer einen Befestigungssockel
    für Kabelbinder aufgeklebt, die Kabel seitlich durchgeführt und mit einem Kabelbinder gesichert.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Ich wünsche nun viel Erfolg beim Umbau und viel Spaß mit dem neuen Hochtontreiber!
    Geändert von Jesse (02.01.2021 um 13:29 Uhr)
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



    "Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter."


  4. #4
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    SH / Hamburg
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    3.038

    Standard

    ... danke für's Teilen !
    Es ist einfacher die Leute zu täuschen,
    als sie davon zu überzeugen,
    dass sie getäuscht wurden. (Mark Twain)

    Audioviele Grüße,
    Matthias

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von rudi.s
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    125

    Standard

    Dankeschön. Dss kann man für viele Treiber anwenden.
    Wie genau hast du das Phasenkorrektier Element herrausgehebelt?.Mit zwei Schraubendreher.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
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    978

    Standard

    Danke Jesse für's Teilen!

    LG Hauke

  7. #7
    Weil ich Bock d'rauf hab' Benutzerbild von hoschibill
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    Moin Ronald
    Große Klasse, vielen Dank für's teilen.

    Gruß Olli
    Spaß am Hobby .

    Status: zunehmende Abstimmtaubheit


  8. #8
    Vorsicht schräger Humor
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    4.501

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    Moin,
    Ronald hat mit seinen Tunings wirklich Trends gesetzt.
    Aber worum geht es hier? Wir können preiswerte und gute Produkte aufpeppen.Hier spielt eigentlich nicht so sehr der Kostenfaktor eine Rolle sondern die Freude am Tun.
    Die Abdeckkappe als Resonanzparadies zu entschärfen hat man bei Lansing schon vor Jahrzehnten in die Serie einfließen lassen.

    Hier mal Bilder aus dem zur Zeit wohl preiswerstesten Treibers in der Nutzen-Kosten-Analyse, dem Celestion CDX1-1747, der mit einem passenden Horn von 800Hz bis ganz nach oben läuft.


    Bei diesem Treiber hat man mit Pimpen keine Chance.

    Bei den Modifikationen des ehemals sehr preiswerten Kenford Comp50B gabe es mehrere Ansätze, die zum Ziel führten und auch teilweise kommerziell angeboten wurden.
    Als Dämmstoffe wurden Ausschnitte aus Filzteppichfließen (natürlich ohne untere Plasteplatte), gestutzter Noppenschaumstoff , die Recyclingfaserputztücher (siehe oben Jesse), Dämmwolle (Flora und Fauna), Filze und andere Dämmstoffe genommen:
    Alles hatte Erfolg, einige Messreihen sind auch gemacht und dokumentiert worden, ein Vergleichstest der Dämmstoffe wurde nicht gemacht.
    Beim letzten 34er Tuning musste es schnell gehen, die Fertigboxen sollten noch auf eine Auswanderpalette, deshalb konnte es auf die Schnelle nur noch eine eingeklebte 5mm dicke weiche Filzscheibe werden. Beim Einspielen und Vergleichshören konnten wir klanglich keinen Unterschied hören .... Vergleichsmessungen, nöh, am nächsten Morgen um 8 kam der NKW.
    Bei Kalotten habe ich keine Erfahrungen und erst recht keine Lust welche zu machen.
    Bei Treibern, für die es Ersatzdiaphragmen gibt, einfach mal hineingucken. Bei manchen hat man Pech, da sind Ersatzspule unf Deckel miteinander verklebt ... oder siehe oben, der Hersteller hat schon sein Bestes gegeben:
    Bei vielen preiswerten Hochtönern wirklich einfach nur mal hineinsehen, auch wenn nur ein Filzklebefüßchen Platz hat.
    Zum Zentrieren hat Olli schon einiges geschrieben.

    Normale preiswerte Korblautsprecher haben da auch viel Tuningpotenzial. Es gibt lange Romane über das Klangtuning des berühmt berüchtigten Visaton BG20 und auch extrem teure Versionen des Treibers von Manufakturen. Vieles ist einfach gemacht.
    Aber da gibt es Spezialisten, die das viel besser beschreiben können. Bötte

    Für die Meckerer:
    Klar, man kann direkt was Fertiges kaufen, tue ich ja auch gerne.
    Aber so kleine Billigtreiber zu Höchstleistungen zu bringen ist ein preiswerter köstlicher Spaß den man sich absolut ab und zu gönnen sollte.

    Wenn ihr Lust habt baut einfach mal Jesses Aurum, das Ding ist einfach der Hammer und kann man später auch bestimmt gut versilbern

    Hi Jesse Dank Merci

    Jrooß Kalle


    Kleiner Tipp
    Filzen kann man auch selbst, also nicht alle Pullover einfach in den Altkleidercontainer, man kann auch Dämmfilze an Boxenwänden selbst öh stricken .... nöh ... Filzen
    Geändert von Kalle (02.01.2021 um 11:00 Uhr)

  9. #9
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Standard

    Moin,

    Zitat Zitat von rudi.s Beitrag anzeigen
    Wie genau hast du das Phasenkorrektier Element herrausgehebelt?.Mit zwei Schraubendreher.
    Na, wenn ich das noch so genau wüsste...

    Wenn ich mich richtig erinnere habe ich es garnicht rausgehebelt sondern von der anderen Seite durchgestoßen.

    Ich hab das auch schon in der Anleitung korrigiert.
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



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