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  1. #1
    Nachwuchs Benutzerbild von Spatz
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    Standard Idee für ein Community-Projekt: DSP-Aktivmodul

    Hallo allerseits,


    nachdem Raphaels (rkv) ursprüngliche Pläne, nämlich ein Aktivmodul für seinen Subwoofer, ja dann durch den Input der anderen Forenuser in eine andere Richtung entwickelten, an deren Ende der Aurora DSP stand, hatte ich die Idee nochmal ein Community-Projekt zu starten, an dessen Ende nun doch ein Aktivmodul stehen soll.


    Dieses Aktivmodul soll dabei einen Stereo-Eingang haben, eine Signalverarbeitung mittels DSP, und am Ende sollen vier Verstärkerkanäle das Signal an die Lautsprecher ausgeben.


    Als DSP würde sich hierbei der ADAU1701 anbieten, der ist einfach zu beschalten und hat sich schon in einigen anderen Projekten bewährt. Für einfache Einsatzzwecke wie als Frequenzweiche ist er mehr als ausreichend.


    Als Verstärker hatte ich an zwei TPA3116 gedacht. Das sind Class-D-Verstärker von Texas Instruments, die bei 24-26V Eingangsspannung 2x50W an 4 Ohm oder 2x30W an 8 Ohm liefern, aber auch gebrückt werden können, für die doppelte Leistung.


    Das Netzteil würde ich auslagern, so dass sich verschiedene 24V-Schaltnetzteile für das Aktivmodul einsetzen lassen.


    Zur Steuerung des DSP würde ich den ESP32 vorschlagen, der auch schon im Aurora zum Einsatz kommt. Mit ein bisschen Glück könnte man sicher große Teile des Codes vom Aurora wiederverwenden. Der ESP32 bietet WiFi und Bluetooth, so dass man den DSP über WiFi einstellen kann, und über Bluetooth Audiodaten übertragen kann.


    Zusätzlich zum analogen Lautstärkeregler soll es ein kleines Display und einen Push-Encoder geben, so dass man verschiedene Einstellungen auch direkt am Aktivmodul vornehmen kann.


    Das ganze Projekt sollte nicht zu teuer werden, per Hand zu löten sein, die verwendeten Teile sollten leicht verfügbar sein. (Platinen und Bauteile bei LCSC bzw JLCPCB)


    Die Frontplatte könnte man bei Schaeffer fertigen lassen. Die Verstärker-ICs würden dabei direkt an die Frontplatte geschraubt werden, die somit als Kühlkörper dient.


    Auf der Frontplatte wären also mindestens: DC-Input, Power-Schalter, Lautstärkeregler, Display, Drehencoder. Je nach Bedarf kann noch ein Speakon-Anschluss hinzugefügt werden, um einen zweiten (passiven) Lautsprecher anzuschließen, oder ein Aux-Ausgang, der genutzt werden kann, falls einer der Verstärker gebrückt genutzt wird.


    Ich hätte auch schon eine Idee für das mechanische Design, das relativ klein ist, und den Einbau in die Rückseite eines Lausprechers ermöglicht.


    Zusammengefasst: Aktivmodul mit DSP, Steuerung über WiFi, Audio über Line In oder Bluetooth, 4x50W oder 2x100W oder 2x50W und 1x100W plus externer Amp, leicht zu beziehen und zu bauen.


    Ich könnte mich um das mechanische Design und das Entwerfen der Schaltpläne und das Platinendesign kümmern, jemand anders müsste die Software übernehmen.


    Würde jemand da mitmachen wollen?


    Grüße,


    Spatz

  2. #2
    Vorsicht schräger Humor
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    Standard

    Moin Spatz,
    das wäre ja ein tolles Engagement deinerseits.
    Ich zweifele nur an der Sinnhaftigkeit.
    Warum sollte man Eingangsbereich, DSP und Endverstärkerchen ganz ohne Not in ein Modul, so wie du das beschreibst, auf eine Platine setzen. Dadurch beraubt man sich die Möglichkeiten jeglicher Variabilität erst recht auch in der Zukunftsfähigkeit. Was ist, wenn man plötzlich noch einen oder zwei Kanäle braucht, wenn die Leistung der Endstufen nicht ausreicht..... oder irgendwelcher neuer Chip als neue Sau durchs Dorf getrieben wird .... oder, oder, oder?
    Der Störungsanfällig wird so auch Tor und Tür geöffnet.
    Was machst du, wenn ein TPA durch Kurzschluss die Platine verbrennt?.
    Ich sehe keinerlei Vorteil eines Moduls gegenüber einem modularen Aufbau der einzelnen Komponenten in einem Gehäuse. Bei professionellen Lösungen ist so etwas auch getrennt aufgebaut.
    Mich erinnert das irgendwie an die Chinakracher, die mit allen möglichen Features von Wondom und deren Nachahmern für 50 Ocken angeboten werden oder viel schlimmer an Alexa.
    Sorry, mein 2 Cents dazu.
    Jrooß Kalle
    Geändert von Kalle (27.07.2020 um 07:58 Uhr)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Daumen hoch Sehr schöne Idee!

    Zitat Zitat von Spatz Beitrag anzeigen
    Zusammengefasst: Aktivmodul mit DSP, Steuerung über WiFi, Audio über Line In oder Bluetooth, 4x50W oder 2x100W oder 2x50W und 1x100W plus externer Amp, leicht zu beziehen und zu bauen.


    Ich könnte mich um das mechanische Design und das Entwerfen der Schaltpläne und das Platinendesign kümmern, jemand anders müsste die Software übernehmen.


    Würde jemand da mitmachen wollen?
    Mitmachen leider nur in dem Sinn, dass ich gerne so eine Lösung hätte, das Ganze mit Interesse verfolgen und dann auch gerne ordern bzw. nachbauen und nutzen würde.
    Hoffentlich kommt da was zusammen!

    Grüße
    Chlang



  4. #4
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Swansteini
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    Ich schließe mich mal Chlang an,...also auch mit dem Helfen da technisch derbe der Noob. Aber gerne hundert und eine Idee geben kann...

    so zum Beispiel für ein DSP Board das man auch verwenden könnte, da man ja das ganze auch semi professionell ausführen könnte und sich lustigerweise einfach auch ein paar TPA's, TDA's oder whatever auf eine Backplate schrauben könnte und dann dazu diesen hier:

    https://www.tinyosshop.com/tsa1701

    nebst dem Programmer:

    https://www.tinyosshop.com/usbi-dsp-programmer

    wäre also auch so ein relativ "simple" Möglichkeit sich ein 2.1 oder Stereo, etc Modul zusammenzuzimmern. Wobei man dann auch, wenn man von denen noch ein Board auch dazu packt eine super einfach 2.1 Lösung zusammenschrauben könnte.

    https://www.tinyosshop.com/index.php?route=product/product&path=158_189&product_id=1092

    Just say,...so eine "kostengünstige" 2.1 oder 2.2 was auch immer Lösung suche ich auch schon vergeblich seit Jahren, und eine die man entspannt noch in einen Bass verschrauben kann noch länger.

    ist aber nur meine Grütze zu der Geschichte, wenn es professioneller gehen soll dann gerne!


    Gruß Swany

  5. #5
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    Finde ich sehr gut, so ein Hypex FA1xx für Arme...
    So etwas ähnliches, für eine geringere Leistung, gibt es als FreeDSP ALLinONE.

    Was mir an vielen Lösungen immer fehlt ist eine IR-/WLAN-App zur Lautstärkeregelung und mindestens 2 Eingänge, auch fernsteuerbar. Erst dann wird daraus ein Vollverstärker wie der FA123 und man braucht keinen zusätzlichen Vorverstärker. Dem Erfolg eines solchen Projektes ist dies gewiss förderlich.

    Ich habe das Datenblatt des ESP32 mal überflogen, mir scheint es keine Unterstützung für BT-Audio zu geben.

  6. #6
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Mit kleinerer Leistung gibt es das schon recht kompakt: https://www.conrad.de/de/p/hifiberry...fD_BwE%3AG%3As

    Ich mag auch die Programmierung mit Sigmastudio, wie sie auch für die günstigen Wondoms verwendet werden kann.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von BDE
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    Vgl. € 70,04 | TPA3250 TPA3255 Bluetooth 5,0 mit DSP Verarbeitung Integrierte Netzteil Alle in Einem HiFi Verstärker https://a.aliexpress.com/_dUI8KUT

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Swansteini
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    Und dann die einfach aus dem Gehäuse auf eine Aluplatte schrauben ...?! Ist auf jedenfall ein spannender Amp mit der DSP Möglichkeit! So könnte man einen für Subs und einen für Tops einstellen.

    Gruß Swany

  9. #9
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    Zitat Zitat von fosti Beitrag anzeigen
    Mit kleinerer Leistung gibt es das schon recht kompakt: https://www.conrad.de/de/p/hifiberry...fD_BwE%3AG%3As

    Ich mag auch die Programmierung mit Sigmastudio, wie sie auch für die günstigen Wondoms verwendet werden kann.
    Ich weiß nicht ob das Beacreate-Board auch die automatische Raumkorrektur beherrscht wie der DAC+DSP aber das ist schon bequem. USB-Mikro dranhängen, Kurven berechnen lassen, frei editieren, läuft.

    Generell finde ich es super, das Thema "Verstärker" wieder mit reinzunehmen, als sich Auverdion davon wegentwickelt hat fand ich das sehr schade. Inzwischen bin ich jedoch unsicher, ob es etwas bringt, das unbedingt auf eine Platine zu packen oder ob nicht ein Blade-System besser ist. Wenn eine neue Verstärker-Sau durchs Dorf getrieben wird (20.5...) kann man den einfach reinschieben.

    Daher fände ich in einem solchen DSP-Aktivmodul den Hauptnutzen darin, die verschiedenen Input-Bearbeitung-Verstärkung-Module a) technisch und b) optisch sinnvoll zu verbinden. Viele Kombinationen hören sich erstmal sinnvoll an (Röhrenvorverstärker und Class-D-Endstufe...) aber die tatsächliche Realisierung hält dann doch ein paar technische Kniffeligkeiten auf Lager. Wenn ich das jetzt alles auf eine Platine klatsche, wirds per se nicht besser.

    Wenn ich die Wahl hätte zwischen einer All-In-One-DSP-Amp-Platine und einem modularen Rack-System, ich würde zweiteres nehmen.

  10. #10
    Chef Benutzer Benutzerbild von Kleinhorn
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    Standard

    Es gibt auch schon Lösungen, die im Ausgang dann freier sind. Kostenfaktor echt nicht hoch... https://www.3e-audio.com/dsp/adau1701-2in4out/ oder mal als Komplettgerät, nicht frei ...was ich schon erstaunlich finde. https://www.aliexpress.com/item/10000090424182.html bzw https://www.3e-audio.com/finished-am...one-amplifier/
    Kannst Du schon so machen, dann wirds halt Kac...

  11. #11
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    Hallo Spatz,

    grundsätzlich finde ich die Idee gut. Wie du bereits gemerkt hast, dürfte es schwer werden alle wünsche unter einen Hut zu bekommen.
    Ich würde mich hier nicht kirre machen lassen und von einer modularen Lösung Abstand nehmen. Wer immer den neuesten Verstärker haben möchte und alles individualisieren will, soll zum Aurora greifen. Der bietet genau das.
    Ein vielseitiges Modul, wie du es vorschlägst hat aber ohne Zweifel auch seine Vorzüge. Wenn es dann noch einen AUX Ausgang gibt, dürften damit die Meisten Fälle abgedeckt werden.
    Mit 4 Kanälen, lässt sich von Stereo 2 Wege über 2.1 Systeme bis hin zum 3- oder 4- Weger alles realisieren.

    Die Verwendung eines externen Netzteils bspw. von Meanwell macht dir das Leben leichter in Bezug auf Sicherheit und Zertifizierung. Da nicht viel analoge Signalverarbeitung nötig ist, würde ich hier konsequent auf Single Supply setzen.

    Anstelle eines ADAU1701 würde ich aber mindestens eine ADAU1451 einsetzen. Dieser verfügt bereits über SPDIF und ASRCs. Das dürfte für viele interessant sein, gerade wenn du den ESP32 auch für Audio Streaming verwenden möchtest. Außerdem sind die internen Wandler des 1701 nicht so besonders. Bei den Kosten, die allein bei der Front Platte entstehen, relativieren sich die Mehrkosten für den DSP sehr schnell.

    Ähnliches gilt für den Amp. Der TPA3116 ist ein absoluter Preis-/Leistungs-Kracher. Ein TPA3221, oder besser noch ein TPA3251, legt bei der Audio Qualität und bei der Leistung aber nochmal ordentlich einen drauf. Die Mehrkosten für diese Chips sollten im Vergleich zu Peripherie nicht viel ausmachen. Bei den Wandler Chips kann ich AKM empfehlen. Wenn von Hand gelötet werden soll, gibt es von Cirrus oder TI Alternativen, die auch empfehlenswert sind. Bei Interesse kann ich hier noch etwas weiter ausholen.

    Gruß

    waterburn

  12. #12
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    Meine Gedanken zu dem Thema (als jemand, der einen Aurora gekauft hat):

    1. Orientier dich doch bei der Hardware am Aurora - da hat Raphael/rkv schon viel Vorarbeit geleistet. Würde ich da was designen, wäre mein Ziel, dass man sowohl die die ESP32 als auch DSP Firmware möglichst einfach übernehmen kann. Musst du dann vermutlich alles unter die selbe, freie Lizenz stellen wie den Aurora. Ich baue z.B. an einem Tool, das die SigmaStudio Dateien komfortabel in Aurora Plugins umwandelt, das wäre dann auch ohne großen Aufwand verwendbar.

    2. Bei "DSP + Amp" in einem Modul ist man leider sehr unflexibel. Wenn man einen aktiven Nahfeldmonitor bauen will, dann braucht man ja ganz andere Leistungen als wenn es um einen Aktivsub geht oder bei aktiven 4-Wegern.
    Kann man aber vielleicht umgehen. Plus, viele Stereo ICs kann man ja brücken, dann könnte man ja 8x "Moderate Leistung" anbieten, und dann eben paarweise Brücken für "Viel Dampf".

    3. Wenn du eh DSP & Amp auf einem Modul verheiraten willst, schau doch mal nach Class D ICs mit I2S Input - dann kannst du dir die DAC sparen. Die Endstufen müssen dann auch nicht wieder mit einem ADC alles digitalisieren um das PWM zu erzeugen.
    DAS ist in meinen Augen der größte Vorteil bei der Geschichte - ansonsten braucht man dann wieder fette DAC s, muss sich den Ar*** aufreißen, um die Analgosignale sauber zu halten, etc. pp.


    Ich würde ja mal diese ICs ansehen: https://www.ti.com/audio-ic/amplifie...sort=p342;desc (bzw auch bei einem anderen Hersteller)
    Kann man ja auch mixen (2x "fetter Amp" + ein paar kleinere).

    Achso, je nach Kostenpunkt und Eckdaten, würde ich für mein aktuelles 2 oder 3-Wege Konzept (FAST + eventuell extra Sub; alles bei niedrigen Pegeln) drüber nachdenken. Da ist im Moment ein ADAU1701 Board plus TDA311x Endstufen unterwegs, aber ich hab noch die Befürchtung, dass das meinen Ansprüchen nicht ganz gerecht wird... (und der Aurora ist schon anderweitig verplant).

  13. #13
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Wenn man die Verstärkersektion selber basteln will, würde ich zum TDA7294 tendieren.....MEG und Neumann setzen den ein....wohl nicht ohne Grund!

    Oder zu 2en: Einmal bridged für den Bass und einmal normal für MT und HT pro Seite.

  14. #14
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    Zitat Zitat von fosti Beitrag anzeigen
    Wenn man die Verstärkersektion selber basteln will, würde ich zum TDA7294 tendieren.....MEG und Neumann setzen den ein....wohl nicht ohne Grund!
    Die Gründe dürften der Preis und die Verfügbarkeit sein...

    Am TDA7294 ist wirklich nichts besonderes dran. Er rauscht relativ viel (Zumindest im Vergleich mit moderneren ICs) und reagiert relativ zickig auf suboptimales Layout (Schwingneigung) oder Stromversorgung (Brummen). Das heißt nicht, dass man mit dem IC keine guten Verstärker bauen kann, aber man macht sich das Leben unnötig schwer. Wenn man so wie Neumann oder MEG diese Probleme bereits in den 80ern gelöst hat spricht natürlich nichts dagegen, diese ICs weiter zu verwenden. Wenn man aber etwas neues designen will sind die TPAs von Ti die erste Wahl für DIY.

    Endstufen mit I2S Eingang sind durchaus interessant. Bei den Kosten, beim Stromverbrauch oder der Audio Qualität bringen sie zwar keine Vorteile, aber ggf. beim Integrationsaufwand und ganz sicher beim Platz auf der Leiterplatte.

    Gruß

    waterburn

  15. #15
    Nachwuchs Benutzerbild von Spatz
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    Hallo allerseits,


    natürlich hat ein modulares System auch Vorteile, genau wie ein System, das man in ein externes Gehäuse packt.
    Dann kann man aber auch gleich den Aurora nehmen, und mit ein paar Verstärkern in ein Gehäuse packen. Davon abgesehen gibt es auch schon genug Lösungen für einzelne DSPs und Amps, die man sich ja auch nach belieben zusammenzimmern kann.


    Es soll hier auch nicht um die Eierlegende Wollmilchsau mit absoluten High-End-Parametern gehen, sondern um ein kleines, günstiges Modul, das dazu eingesetzt werden kann, kleine 2-3-Weger zu aktivieren, und das ganze in einem kompakten Design.


    Deswegen fände ich es auch gut, wenn man (so gut wie) alle benötigten Bauteile bei LCSC.com bekommen kann. Das schränkt zwar die Möglichkeiten etwas ein, aber dafür ist der Preis günstig, die Teile leicht verfügbar und man muss nicht bei vielen verschiedenen Händlern bestellen.


    Mir ist bewusst, dass der ADAU1701 nicht das Topmodell unter den DSPs ist, und dass dedizierte DACs und ADCs um Längen besser sind, aber der ADAU1701 bringt dafür alles in einem IC unter und ist nicht sehr teuer. Deswegen würde ich gerne bei diesem bleiben, weil das so eine günstige und kompakte Lösung ist.


    Wenn ihr euch das Bild vom mechanischen Aufbau weiter unten anschaut, werdet ihr sehen, was ich mir als Lösung für die Kühlung der Verstärker-ICs überlegt habe. Natürlich wäre mehr Leistung besser, aber Class AB fällt wegen der geringen Kühlleistung flach, und irgendwie muss der ganze Strom ja auch ins Gerät kommen, und die meisten DC-Buchsen sind für maximal 5A spezifiziert. Deswegen habe ich mir den TPA3116 ausgesucht, der kann alles, was er können soll. Die Verstärker-ICs mit I2S-Eingang, die es bei LCSC gibt sind leider nicht leistungsstark genug.


    Softwaremäßig sollte man sicher einiges vom Aurora übernehmen können, da die gleiche MCU eingesetzt wird, und der DSP auch mittels SigmaDSP programmiert wird.


    Jetzt mal ein Bild vom mechanischen Aufbau:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Aktivmodul.jpg
Hits:	38
Größe:	72,0 KB
ID:	56015


    Wie ihr seht, gibt es zwei Boards, die Huckepack aufeinander gesteckt werden, und dann kommt beides zusammen an die Frontplatte, wo es nahe der Verstärker-ICs miteinander verschraubt wird, für eine gute thermische Verbindung. Die notwendigen Anschlüsse könnten dann, wenn es der Platz her gibt, links und rechts neben die Verstärker kommen, notfalls kann die Frontplatte auch noch verlängert werden.


    Die Platine mit den Verstärkern soll zusätzlich das Display halten, und außerdem noch die erste Hälfte der Spannungsversorgung, also einen großen Pufferelko, und einen Buck-Converter, der die Eingangspannung auf ein Maß reduziert, das erträglicher für die LDOs ist.


    Auf der zweiten Platine kommt das Audiosignal rein, geht durch den DSP und wird an die erste Platine weitergeleitet. Auch die LDOs für 5V und 3,3V und der ESP32 sind hier zu finden, genau wie die restlichen Steuerelemente.


    Ihr seht also, das Ziel ist: Kompakt und günstig, nicht flexibel und high-end...


    Grüße,


    Spatz

  16. #16
    HSG Bayern Benutzerbild von SNT
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    Zitat Zitat von BDE Beitrag anzeigen
    Vgl. € 70,04 | TPA3250 TPA3255 Bluetooth 5,0 mit DSP Verarbeitung Integrierte Netzteil Alle in Einem HiFi Verstärker https://a.aliexpress.com/_dUI8KUT
    Hallo, ich sehe jetzt nicht den DSP außer vielleicht wenn in den BT Chip DSP Funktionen verbaut sind oder über BT eine Frequenzkorrekurprogramm zugeschaltet werde kann.

    Da ich ein Freund von All-in-One Lösungen bin, gefällt mir der Ansatz ausgezeichnet. Was ich mir wünschen würde wäre:

    - Garantiert kein Chinazeugs (nicht mal die Bestückung!)
    - ein einfach einzubauender kleiner 2, 4 Kanal oder von mir aus 5-Kanal Plateamp mit schöner gelaserter Alufrontplatte
    - ein sicheres Tischnetzteil
    - Eine EINFACHES ohne Bugs funktionierendes Programmierungsprozedere ohne Optionen und ohne die Möglichkeit massiv was falsch zu machen sozusagen als Einführung in DSP
    - Class-D Chipamps ca 25 bis 50 Watt Klasse
    - saubereres Powerup/ down ohne Knackser
    - garantiert nur eine Leiterplatte wo alles drauf ist (keine Kabelfricklerei)
    - Einschaltautomatik
    - BT Leiterplatte
    - keine extra GUI, über Sigma Delta abstimmen und dann fest ins Eprom schicken, zur Not neu programmieren, also DSP sehr einfach halten
    - EMV Prüfung

    Helfen könnte ich in der el. Entwicklung, Leiterplatte und Mechanik ,EMV, DSP leider nicht.

    Probleme: BT macht über die Verwendung von Equalizerprogrammen im Handy den DSP obsolet. Da sollte man erst mal den Einsatzbereich abklären. Gleiches gilt für den Einsatz am Desktop-PC.

    Interessant wäre für mich ein qualitativ hochwertiger aber preiswerter Plateamp mit 2 Kanälen für Dektopeinsatz, dann auch ohne DSP...

    Gruß von Sven
    Geändert von SNT (27.07.2020 um 18:11 Uhr)

  17. #17
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    Zitat Zitat von Spatz Beitrag anzeigen
    Ihr seht also, das Ziel ist: Kompakt und günstig, nicht flexibel und high-end...
    Dann nimm doch auch eine kompakte Lösung: https://www.ti.com/product/TAS5825M o.ä.

    Verstärker drin, DSP drin, Protection drin... das ist genau dafür gemacht.

    Es gab auch mal was von ST, das war deutlich einfacher zu bedienen (die TI Software war damals ziemlicher Murks), aber ich finde das nicht mehr wieder.

    Und ich weiß gar nicht, warum die ganze Elektronikwelt so darauf erpicht ist, immer mehrere Platinen in ein Projekt zu stopfen. Das ist teurer und schlechter.

  18. #18
    HSG Bayern Benutzerbild von SNT
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    Der TAS ist in der Tat ein interessantes Bauteil. Ohne Digital und Programmieren geht es wohl auch hier nicht. Den könnte ich mir gut auf einer Aluminium laminierten Leiterplatte vorstellen, die auf der anderen Seite gleich die Frontplatte erledigen könnte und den Class-D Chip kühlen könnte. Dann den DSP drauf, EPROM mit Steckfassung, alle Buchsen und Schalter auch gleich drauf, alles auf und an einer Platte....

    Class- D ohne Spule dürfte nur bei kurzen Leitungen EMV technisch funktionieren, aber als Einbau Plateamp...

    Sorry für meine Gedankensprünge - vielleicht etwas weit weg vom Eingangspost - aber mehrere Leiterplatten zu verbinden, davon halte ich wenig. Da lege ich sehr wahrscheinlich nur ich einen übertriebenen Wert drauf. Ich hatte schon Probleme bei einem einfachen, vollständigen Modul inkl. Versorgungsspannung, da gab es dann bei offenem Eingang ab und zu sporadisch Geräusche. Man könnte meinen es ist mit einem ordentlichen Gehäuse mit Schutzklasse 1 getan, also Modul reinschrauben, Netzversorgung über Schalter anlöten und Lautsprecher und Chinchbuchsen ran und fertig ist die Laube. Die Geräusche hab ich selbst als E-Ing nicht wegbekommen, selbst ein zusätzlicher 1kOkm Eingngswiderstand hat wenig geholfen. Ich habe mich aber auch nicht zu lange reingehängt.

    Ich will nur sagen, dass es unter Umständen sehr schwer werden kann, dass alles richtig sauber funktioniert. Das macht aber genau das aus, was ich unter Qualität verstehe.

    Gruß von Sven
    Geändert von SNT (27.07.2020 um 19:32 Uhr)

  19. #19
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    Zitat Zitat von SNT Beitrag anzeigen
    Dann den DSP drauf,
    Hat der doch schon drin

    Class- D ohne Spule dürfte nur bei kurzen Leitungen EMV technisch funktionieren, aber als Einbau Plateamp...
    Normalerweise, wenn der Hersteller da nicht allzu großen Bockmist gemacht hat, hast Du bei den ClassD-Verstärkern mit im Chip eingebauten FETs nicht so die Probleme, genau wie bei DCDC-Wandlern, wenn die keinen externen FET mehr brauchen. Die Leiterschleifen bzw. ihre Induktivitäten sind dann so klein, dass da nicht viel passiert. Was dann noch als HF da rauskommt bekommt man mit so einer Spule dann eh nicht weg, da helfen nur noch Strokos und/oder Ferrite.

    Sorry für meine Gedankensprünge - vielleicht etwas weit weg vom Eingangspost - aber mehrere Leiterplatten zu verbinden, davon halte ich wenig.
    Ist so. Lieber eine einzelne, mit großflächig Kupfer als Schirm und Kühfläche, das ist allemal besser als irgendwelche Strippen durch die Gegend ziehen. Außerdem billiger.

  20. #20
    HSG Bayern Benutzerbild von SNT
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    Es sieht so aus als ob der TI Amp hat einen DSP integriert hat, ich kenne mich mit DSP zugegebenermaßen nicht aus.

    Den zu programmieren erscheint mir als Laie jedoch noch komplexer als das halbwegs im DIY 'bewährte' Konzept vom AD Chip über die Sigma Delta SW. Außerdem wäre mir mit dem AD Chip wenigstens einigermaßen klar, was an Hardware letztlich benötigt wird.

    Gruß von Sven

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