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  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Standard Plattenspieler-Selbstbau für Grobmotoriker

    Moin, wie Frank K. (s. Mein Projekt) wollte auch ich mal einen Plattenspieler bauen. Das Problem dabei war aber, dass ich von Elektronik nichts verstehe (also nicht einfach eine Motorsteuerung konstruieren kann) und auch keine Drehmaschine habe.


    Daher erfolgt der Antrieb analog dem Altmann-Turntable. (D.h. über einen Verstärker wird ein um 90 Grad versetztes Stereo-Sinussignal auf einen vierpoligen Schrittmotor (7,5°) gegeben.

    s. Bild 1Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Der Plattenteller ist von einem Dual 1219. Dieser ruht (statt wie sonst beim 1219 auf einem Kugellager) auf zwei Ringmagneten. Einer ersetzt das Kugellagers, der andere ist unter dem Kranz des Plattentellers angebracht. (sieht man am besten auf dem ersten Bild : https://www.dual-board.de/index.php?...t-magnetlager/)



    Bleibt noch der Tonarm. Als Grobmotoriker sind mir Fadenaufhängungen analog der Idee des Schröder-Tonarms leider verwehrt.
    Meine Idee besteht in einer Magnetaufhängung mit Einpunktlagerung.
    s. Bild 2Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Im Tonarmrohr befindet sich eine kleine Magnetkugel, genau an der Stelle wo unten die Kabel des Tonabnehmers herausgehen.
    Diese Kugel wird außerhalb des Tonarms durch eine weitere kleine Kugel fixiert und die Drehung des Tonarms erfolgt zwischen diesem Kugelmagneten und dem großen Kugelmagneten. Da sich zwei Kugeln in genau einem Punkt berühren, haben wir hier also eine hängende Einpunktlagerung. Diese ist insbesondere gegenüber Seitenkräften stabil, da sich die einwirkenden Gewichte (Tonabnehmer und Gegengewicht) ja unterhalb der Aufhängung befinden. Bei ggf. auftretenden Seitenkräften "hängt sich der Tonarm daher von alleine aus", was bei aufliegenden Einpunktlagern schon mal zu Wackelbewegungen führen kann.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Ein Antiskatingvorrichtung gibt es nicht, dafür ist der Tonarm ein 15 Zöller.



    ps
    Der Tonarm ist wie ersichtlich natürlich höhenverstellbar und Tonarm und Teller ruhen auf einem Subchassis.
    Der Tonabnehmer ist entsprechend Löfgren B eingestellt Überhang und Kröpfungswinkel betreffend (daher steht der Tonabnehmer auf den Bildern ersichtlich "schief" in der Tonkopfshell).




    Viele Grüße
    Juergen

  2. #2
    Weil ich Bock d'rauf hab' Benutzerbild von hoschibill
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    Standard

    Moin Juergen
    Sehr cooles Projekt. Magst Du ein bisschen was zum Tonarm erzählen? Materialien, HS Aufnahme...

    Gruß Olli

    Scheiss' auf Eitelkeiten. Einfach nur Spaß am Hobby .

    Status: zunehmende Abstimmtaubheit


  3. #3
    H-Kaspie Benutzerbild von Kaspie
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    Standard

    Hallo Jürgen,
    einen 1219 mit Magnetlager? Das scheint spannend zu sein.
    Kannst Du neben dem Tonarm auch bitte ein paar Sätze und Bilder zu diesem Lager schreiben und einfügen?

    Das wäre lieb von Dir
    LG
    Kay

    Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    Standard

    Moin,moin,


    ad Hoschibill
    der Tonarm ist eigentlich an sich ganz unspektakulär. Das Tonarmrohr besteht aus 7/6 (jeweils Außen- bzw. Innendurchmesser) Carbon Drachenbaurohr. Dieses steckt im Bereich der Aufhängung in 8/7 Messingrohr (Carbonrohre lassen sich nur schwer bohren). Damit die innere Magnetkugel fixierbar ist und nicht vor und zurück rutscht, ist eine Muffe aus Aluminumrohr 10/8 (ca. 1 cm lang) darüber geschoben. Jetzt kann man "von unten" ein Loch von 5 mm bohren das oben nur zum Teil durch die Materialien geht, so dass in der entstehenden Mulde die innere Magnetkugel platziert werden kann, die dann durch die äußere sichtbare (siehe Bild 2) fixiert wird. Durch das "untere" Loch werden dann die Tonarmkabel genau im Drehpunkt des Tonarmes nach unten ausgeleitet.
    Die Headshell ist von irgendeiner Schlachtplatte, keine Ahnung aus welchem Plattenspieler genau, halt die leichteste die ich in meinem Fundus finden konnte (der Tonarm ist 15 Zoll lang bedenke Hebelgesetze)
    Der ganze Trick des Tonarmes besteht in der hängenden Einpunktmagnetfixierung, die ich bisher noch nie irgendwo gesehen habe (was natürlich nichts heißt). Diese ist gegenüber Seitenkräften absolut stabil und selbst für jeden Grobmotoriker ausführbar.



    ad Kaspie
    was soll ich hier lange schreiben, lies Dir einfach den thread im Dual-Board Forum durch (ich glaube gerade mal 5 Seiten lang inclusive eines schicken Videos (Seite 4)) - link befindet sich im ersten post.



    Das Problem bei dieser Maßnahme (Austausch des Kugellagers durch ein Magnetlager, so daß der Teller in der Vertikalen auf dem Magnetfeld schwebt) besteht darin, dass die Automatik dann häufig nicht mehr funktioniert, da der Abstellhebel der Dual-Automatik vom Magneten in eine Dauerschleife Starten-Stopp gezwungen wird, weshalb einige angefangen haben den Abstellhebel in Messing nachzudengeln.

    Beim 1218 funktioniert es jedoch ohne Dauerschleife der Automatik (ich habe zwei KA 32 damit ausgerüstet, nachdem die 1226er der KA durch 1218er ausgetauscht wurden)

    Bei dem hier dargestellten Projekt brauche ich natürlich keine Rücksicht auf die Automatik zu nehmen, da das Modell ja rein manuell betrieben wird.


    Viel Grüße
    Jürgen
    Geändert von juergenr (30.06.2020 um 21:26 Uhr)

  5. #5
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    ....erste Sahne !! Dein Vorgehen ist beeindruckend, und danke für die ausführlichen Informationen.

    Ich habe ein kleines Anliegen, welches dieses Thema nicht betrifft. Im "Tornado-Prinzip", der
    thread wurde geschlossen, erwähnte Olli in #59: ...das kommt mir bekannt vor, das hatte KH schon....
    Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht ich damit gemeint bin, weil ich keinerlei kommerzielle
    Interessen verfolge. Olli hat mir das auch bestätigt, jemand anderes war da gemeint.
    Ich möchte nur, dass mit meinen Verstärker-Veröffentlichungen kein falscher Eindruck entsteht.
    Danke.

  6. #6
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    Moin,
    1te Sahne, dein Projekt ............. vor allem auch in der Hinsicht, das man nicht zwingend über einen umfangreichen Geräte-/Werkzeugpark verfügen muss, um ein solches Projekt zu realisieren.

    Wertvoll für mich: Ganz klar das Magnetlager beim 1219 .......... ginge das auch beim 1019?
    Dann habe ich schon 2 Kandidaten ......
    Nachfertigung von Hebelei in Messing, Stahl oder Alu ist kein Problem - Metall kann ich auch ganz gut

    Gruß
    Arvid

  7. #7
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    Moin Arvid,


    ob der Austausch des Kugellagers durch ein Magnetlager neben dem 1219 auch beim 1019 funktioniert - natürlich.


    Es ist schlicht eine Frage der Stärke der Magneten. Der Teller vom 1219 wiegt 3,1 kg der vom 1019 3,4 - sollte also kein Problem sein. Die Lagerbrücke und der Teil des Tellers, der im Lager steckt ist ja bei allen Dual-Tellern dieser Reihen identisch.


    Ob der Austausch auch klanglich einen Vorteil bietet ist eine ganz andere Frage. Voodooisten sind überzeugt davon, dass ein solcher Plattenspieler um Welten besser klingt - Messgeräte eher weniger.
    Es scheint halt plausibel zu sein, dass ein reibungslos in der Schwebe gelagerter Plattensteller besser ist als ein kugelgelagerter.
    Aber nahezu alle 12er Plattenspieler von Dual haben einen Rumpel-Geräuschspannungsabstand von circa 60dB (z.B. 1219 1229 1218) und mehr gibt eine Schallplatte halt nicht her, da ist es egal ob der Abstand des superduper Plattenspielers 80 oder mehr dB hat,
    Aber wir schrauben ja nicht am Plattenspieler damit es besser wird, sondern weil es Spaß macht.


    Wenn Du den thread (s. link) aus meinem ersten post durchliest, wirst Du feststellen, das manche ganz stolz darauf sind nur mehrere Tage gebraucht zu haben den Absteller zu dengeln, und dann die Automatik des Dual auseinander zu nehmen und das Teil auszutauschen. Es soll sogar welche gegeben haben, die die ganzen Teile am Ende wieder zusammen gekriegt haben.


    Viele Grüße
    Jürgen

  8. #8
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    Naja - die meisten Meßgeräte "kennen" ja auch meine krummen Ohren nicht ........
    Plattenspieler sind meine heimliche Liebe .. :-) ... nicht wegen der Schallplatten - schon während der Lehrzeit durfte ich immer gerne die "mechanischen Arbeiten" verrichten
    Ich mag nunmal die massive Haptik der alten 1019, 1219 oder 1229 - nur die Zargen empfand ich damals schon als schlechten Witz (zumal es die Zarge, die Haube und das Laufwerk mit Tonarm einzeln zu kaufen gab)
    Das wäre - angesichts der restlichen Massivität und des angepeilten Prädikats - mit wenig Aufwand besser gegangen (gab`s ja von einigen Industriekunden für "ihre" Geräteserien auch)
    Mein Lehrbetrieb war übrigens ein offizieller Dual Service Stützpunkt und Händler in Dssd ...........

    Gruß
    Arvid

  9. #9
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    Moin Arvid,


    da bin ich ganz Deiner Meinung. Die Zargen waren damals schon ein wenig altbacken und wirken heute erst recht so.


    Aber zum Glück lassen sich die Chassis ja umtopfen.
    Hier mal als Beispiel mein umgetopfter 1219er.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Viele Grüße


    Jürgen

  10. #10
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    Ja - das gleiche habe ich auch für meinen 1019 geplant ............... geht ja auch nicht anders, da ich ihn als Einbau-Chassis bekommen habe.
    Die Zarge meines 1219 ist zwar "stark baufällig" - weil leicht "ausgeklappert" (Geheimfach-Zarge)
    Die Klapphaube ist sowieso rott ..... stark "erblindet", verkratzt und hinten gerissen ...............
    Ich bin mir noch nicht im klaren darüber, was ich letztendlich mache .............. wenn stabilisieren zu aufwändig wird, wird`s wohl ebenso auf umtopfen hinauslaufen.
    Ist ja auch kein Problem - 3 Platten 22er MPX (ausgeschnitten wird nur, was auch wirklich an Platz für die Mechanik benötigt wird) aufeinander geleimt, eine Platte 19er MPX als Chassisrahmen und eine Platte 22er MPX als Deckplatte um das Chassis (+1cm rundum damit das Chassis frei schwingen kann).
    Terminals mache ich nicht dran, ich wechsle lieber das Phonokabel gegen ein besseres aus - ich hab`da noch ein paar Meter Proel unsymetrisches abgeschirmtes Instrumenten/ Bühnenkabel und `n paar anständige RCA/Cynch- Stecker.
    So spare ich mir eine weitere Kontakt-/ Verbindungsstelle im Phonokabel ...............

    Gruß
    Arvid

  11. #11
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    Moin Arvid,


    die Einbauschablonen für die mittlere (z.B. 1019) und die große (z.B. 1219/29) Dual-Platine, die sehr hilfreich fürs "umtopfen" sind, hast Du?


    Viele Grüße
    Jürgen

  12. #12
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    Moin,

    nur mal zwei Anmerkungen: Arvid, die Einbauschablonen hast Du sicherlich im Dual-Board schon gefunden.

    Die originalen Dual Phonokabel sind besser als sie aussehen. Die muss man nicht tauschen, wenn sie nicht beschädigt sind. Vernünftige Stecker dran reicht aus. Alles Andere kann auch Verschlimmbesserung werden...

    Ansonsten: schöne Teile, die Du da geschaffen hast, Jürgen .
    Gruß

    Günther

    "Listen to the music"



    _____________________________________________

  13. #13
    Erfahrener Benutzer
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    Moin,

    bezüglich Anschlusskabel:
    Ich spreche hier nicht von "Voodoo - Kabeln" - leider ist das originale Anschlusskabel ca. 40 cm zu kurz ....... und bevor ich da mit einer Cynch-Verlänerung rumferkel (weil eine weitere Kontaktstelle im Kabel), löte ich lieber direkt ein ausreichend langes Kabel an.

    Einbauschablonen brauch` ich nicht - beim 1019 habe ich die Einbauöffnung aus einer Konzerttruhe kopiert ......... und beim 1219 kann ich das ebenso machen (die Originalzarge ist zwar klapprig aber vorhanden)
    Das ganze hat ausserdem noch ein wenig Zeit - ich bin momentan noch mit anderen Projekten beschäftigt (Kay wartet ja immer noch auf seinen 2A3 Amp ) und da ich nun im neuen Job beruflich stark "eingespannt" bin ......
    Trotzdem Dank für die gut gemeinten Ratschläge/Hinweise ............

    Gruß
    Arvid

    P.s: Was mich aber stark interessieren würde, ist die Herstellung je einer Haube für die Spieler. Da sich die Maße aber nicht an den Originalma0en orientieren, bleibt nur der Selbstbau.
    Leider habe ich erst ein mal Plexiglas verarbeitet/gebogen ...................... und geklebt noch nie.
    Geändert von chinakohl (04.07.2020 um 08:32 Uhr)

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