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  1. #1
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Standard Sinnvoller Einsatz von Matrixgehäusen?

    Hallo,

    mich würde interessieren bis zu welcher oberen Grenzfrequenz Gehäuse mit Matrix gut einsetzbar sind.

    Mit Matrix meine ich jetzt nicht ein paar Holzleistchen hier und da, sondern eine wirklich aufwendige Innenverstrebung.

    Kennt jemand Untersuchungen dazu (die Sachen von Theo und Pico kenne ich schon) oder hat bereits eigene Erfahrungen gemacht?
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



    "Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter."

  2. #2
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    Standard

    Ich glaube das es nur weinige Hersteller gibt die ihre Gehäuse mit entsprechender moderner Finite Elemente Technik optimieren. Aktuell scheint Fink Audio da recht viel dran zu experimentieren. Ich bin schon der Ansicht das man den Schwingungen der Boxenwände viel mehr Aufmerksamkeit widmen sollte als es bisher getan wird. Im DIY ist das sehr schwierig da man ja was nachbauen können soll.

    Klebt man mal einen Beschleunigungsaufnehmer an diverse Stellen von Boxen merkt man schnell das es da Potential gibt.

    Aktuell habe ich ein Projekt mit einem Autohersteller der mittels Excitern eine Beschallung über die internen Einbauten und entsprechende Materialien realisieren möchte. Das ist alles nicht so einfach und eigentlich der umgedrehte Fall. Man kann da aber viel lernen.
    Geändert von Franky (10.06.2020 um 22:34 Uhr)
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    Angestellter im Berufsfeld Audio Entwicklung

  3. #3
    wtf?! -BOOOOOOOOM Benutzerbild von 3eepoint
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    Standard

    B&W haben dazu mal ein Paper veröffentlicht, welches zeigt, wie viel Schalldruck so ein Matrixgehäuse noch abstrahlt:

    https://www.comsol.de/paper/download...nchi_paper.pdf

    (Wegen Copyright, das Paper ist öffentlich zugänglich!)

    Interessant sin hier die Abbildungen 14 und 15. Der Vergleich Messung/Simulation wird in Abbildung 12 dargestellt.

    Ich hatte leider noch keine Zeit sowas auch mal zu machen, da ich es nicht messen kann und zudem noch an der Hornoptimierung hänge.

    EDIT:

    Villleicht noch etwas relevanter:
    https://www.google.com/url?sa=i&rct=...91911864013506
    Geändert von 3eepoint (10.06.2020 um 22:51 Uhr)
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  4. #4
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Standard

    Ich persönlich halte eine Optimierung der Gehäuse auf Resonanzarmut für außerordentlich wichtig. Es gibt Leute die das anders sehen, ist mir aber wurscht.

    Ich habe dazu auch schon einige, z. T. sehr aufwendige Versuche durchgeführt.
    Was ich aber noch nicht konsequent getestet habe ist die Verlagerung der Gehäuseresonanzen auf Frequenzen oberhalb des Übertragungsbreichs des Chassis.
    Daher fehlen mir hier einfach die Erfahrungswerte.

    Nehmen wir z.B. einen Tiefmitteltöner der einen Übertragungsbereich (-6 dB) von 30 bis 700 Hz abdeckt.
    Kann eine feinteilige Matrix hier erfolgreich eingesetzt werden, bzw. welche obere Übernahmefrequenz lässt sich damit sinnvoll realisieren?
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



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  5. #5
    wtf?! -BOOOOOOOOM Benutzerbild von 3eepoint
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    Standard

    Ich mach mir mal n paar Gedanken wie man das durchrechnen könnte, denke mal Freitag kann ich da was aufsetzen.
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  6. #6
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    Standard

    Moins

    vielleicht auch eine Entkopplung eines Chassis mit einbauen. Hoch oder Mitteltöner .



    10 mm Dämmplatten sind dir bekannt ?
    Geändert von Tommes (11.06.2020 um 06:36 Uhr)

  7. #7
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Standard

    Zitat Zitat von Jesse Beitrag anzeigen
    Ich persönlich halte eine Optimierung der Gehäuse auf Resonanzarmut für außerordentlich wichtig. Es gibt Leute die das anders sehen, ist mir aber wurscht.

    .....
    Wenn man einen wirklich durchdachten Lautsprecher konzipiert und abgestimmt hat, kann man mMn eventuell (!!!) als Topping über so etwas nachdenken, vorher halte ich das für vergebene Zeit, die man für das Konzept und die Abstimmung besser genutzt hätte.

    Wenn man sich renommierte LS anschaut: Neumann, Geithain, Genelec, Grimm usw. sind die Gehäuse allesamt sehr stabil, aber doch recht schlicht aufgebaut. Vielleicht sollte man erst einmal versuchen sich an deren deren (Fein-)Abstimmung heranzutasten, als ein Matrixgehäuse aufzubauen. Wenn es klangentscheidend wäre würde es einer von denen mindestens tun

  8. #8
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    Standard

    Moin,
    man sollte nicht vergessen, dass so ein Matrixgehäuse ein sehr ausgefeiltes Dämpfungskonzept ermöglicht. Aber das braucht wahrscheinlich genau so viel Nachdenken und Hirnschmalz wie die Matrixversteifungen auch.
    Das Problem wird ja auch sein, ob man die Schallwand mit einbezieht .... und welchen Einfluß man durch das gezielte Einbringen von "Klangstäben"erreichen kann.
    https://books.google.de/books?id=3uw...ngstab&f=false
    Natürlich im umgekehrten Sinn zur Geige, die Eigenresonanz soll ja nicht verstärkt, sondern gezielt gedämpft werden. HSB hat bei der Little watt ja solche Möglichkeiten bildlich gezeigt.
    Ich habe meine abgewandelten 107er Gehäuse mit einer Matrix versehen, die Verstrebungen werden innen durch Nuten in den Gehäusewänden zusätzlich fixiert. Es war verdammt viel Arbeit. Ein Vergleichsgehäuse ohne Innenmatrix aus wissenschaftlichen Zwecken zu bauen lag mir damals fern.
    Dieter versteift seine Gehäuse innen durch eine Matrix mit großem Aufwand.
    Ich denke, er hat da auch einige Erfahrungen gemacht und sich dabei seine Gedanken gemacht.
    Jrooß Kalle
    Geändert von Kalle (11.06.2020 um 08:23 Uhr)

  9. #9
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    Diese Box ist meines Wissens nach auch durch das Finkteam mitentwickelt worden.

    https://idc-klaassen.com/wp-content/...pt-500-cut.jpg
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  10. #10
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  11. #11
    komplett verspult
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    im nachbarforum hatte sich mal wer bei nem sub mit dem thema befasst
    grüße,
    martin

  12. #12
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Standard

    Zitat Zitat von roomcurve Beitrag anzeigen
    Das ist gehäusetechnisch auch wirklich durchdacht. 2x 6,5" in D'Appo bei 2,5 kHz getrennt......ja habe ich auch schon mal ausprobiert........das Gehäuse kann das aber auch nicht mehr retten....

  13. #13
    Chef Benutzer Benutzerbild von Azrael
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    Standard

    Ist das da ein IRR, was die da "HPE™ Druck Equalizer" nennen?

    Würde ja Sinn machen, nachdem eines der weiter oben verlinkten Papers als eine Ursache für das in Wallung geratene Gehäuse ja auch stehende Wellen nennt.

    Viele Grüße,
    Michael

    *edit*:
    Dieses Paper meinte ich.
    Geändert von Azrael (11.06.2020 um 10:24 Uhr)

  14. #14
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    Standard

    Ist das da ein IRR, was die da "HPE™ Druck Equalizer" nennen?
    Korrekt, ist in dem von mir oben verlinkten white paper auf Seite 6 beschrieben.

  15. #15
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    HPE = IHA oder machen die das tatsächlich (passiv???) elektrisch?

  16. #16
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    Standard

    IRRs (nach ton-feile, wenn ich mich nicht irre) sind wohl einseitig verschlossene und locker bedämpfte Rohre, die halb so lang sind, wie der Abstand zwischen zwei Gehäusewänden, deren sich dazwischen ausbildende Mode bedämpft werden soll, also nein: nichts mit elektrisch.

    Viele Grüße,
    Michael

    *edit*:
    Hier kann man mehr über IRRs nachlesen. Ich denke, dass ich das beim geplanten Dreiweger mal versuchen werde, vielleicht auch im BR-Port.
    Geändert von Azrael (11.06.2020 um 11:09 Uhr)

  17. #17
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Standard

    Danke Dat die IHA's oder IRR's wirken ist wohl unumstritten! Auch MEG setzt sie ja in ihren Homelautsprechern ein.

  18. #18
    wtf?! -BOOOOOOOOM Benutzerbild von 3eepoint
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    Standard

    Ich werf jetzt schonmal folgendes als Versuchobjekt in den Raum:



    --Die Orangene Fläche ist unsere Membrane
    --Der davor liegende Zylinder (ebenfalls Orange) koppelt die Membrane an einen PML(Totalabsorbierender Bereich), das Chassis sieht nach hinten also das Gehäuse, nach Vorne einen offenen Raum. Ziel ist es, nur die Schallabstrahlung des Gehäuses zu bekommen.
    --In dieses Gehäuse(ca. 50L, 20mm Wandstärke) werden verschiedene Versteifungen eingepflegt. (Punktuel, Ring, Matrix, Ecken)
    --Das Chassis wird ohne TSP simuliert da hier schlicht nicht relevant

    Weitere Anregungen und Vorschläge?
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  19. #19
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Zitat Zitat von 3eepoint Beitrag anzeigen
    Ich werf jetzt schonmal folgendes als Versuchobjekt in den Raum...
    Das klingt sehr vielversprechend.
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



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  20. #20
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Zitat Zitat von 3eepoint Beitrag anzeigen
    In dieses Gehäuse(ca. 50L, 20mm Wandstärke) werden verschiedene Versteifungen eingepflegt. (Punktuel, Ring, Matrix, Ecken)
    Punktuelle Versteifungen des Gehäuses werden ja häufig mit regelmäßigen Abständen zueinander eingebracht. Dadurch ergeben sich auch viele identische Teilflächen (mit identischer Resonanzfrequenz).

    Daher würde mich zusätzlich zu einer solchen regelmäßigen Verstrebung auch eine interessieren die nur stark unterschiedliche Teilflächen ergibt.
    Zu viele Streben sind hier wahrscheinlich kontraproduktiv da dadurch die Resonanzfrequenzen der Teilflächen wieder zu dicht beieinander liegen.
    Insgesamt 6-10 sollten wohl reichen.

    Interessant zu sehen wäre wohl auch die Auswirkung einer Leiste unterhalb des Deckels, hier im Vergleich symmetrisch und asymmetrisch.
    Gruß

    Jesse
    Good Vibrations



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