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  1. #1
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard Quick & Dirty oder projektlose Chassismessungen mit Senfabgabe

    Moin DIY-Kommune,

    ich habe gestern im Keller ein bisschen rumgemessen und wollte euch diese Messungen nicht vorenthalten. Jetzt habe ich nach einem Thread gesucht, wo ich sie platzieren kann.
    Gab es nicht mal einen Thread, in dem man posten konnte, an welchen Projekten man gerade arbeitet und was man so plant? Ich habe ihn nicht gefunden.

    Aber selbst wenn ich ihn gefunden hätte, wäre es ein bisschen off-topic gewesen. Also dachte ich mir, mache ich einfach einen neuen Thread auf, in dem JEDER solche Messungen hochladen und JEDER diskutieren kann.

    Selbst Messungen, die nicht die höchsten Ansprüche genügen und die deswegen ihr Dasein auf irgendwelchen einsamen Festplatten schlummern, haben ein Recht darauf, an die Öffentlichlichkeit zu gelangen

    Ebenso fände ich es interessant, wenn danach die Messungen kommentiert oder Meinungen zu den Chassis kundgetan werden. Einfach so, wie man es auf dem Flur bei einem Forentreffen oder Contest machen würde.

    Schönen Gruß, Christoph

    P.S. Messungen kommen gleich...

  2. #2
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Ich mache mal den Anfang:

    Focal Audiom 7K2

    Messungen in 20 Liter geschlossen, Schallwand 25x40cm, 0-100°, Abstand 50cm, Pegel in etwa auf 2,83V in einem Meter Abstand normiert:


    Ausschwingen:


    Klirr bei 95dB:


    Klirr bei 105dB:


    Bitte bedenken, dass der Klirranstieg unterhalb von 400Hz durch die prozentuale Darstellung und den Einbruch der Grundwelle kommt.
    Einen signifikanten Anstieg (in Form von: die Frequenzen mag ich nicht mehr) gibt es erst unter 200Hz.

    Das Chassis ist als reiner Mitteltöner ausgelegt, was sich nicht nur an der fs (um 100Hz) erkennen lässt, sondern auch im Wirkungsgrad niederschlägt.
    Komischerweise kann der Antrieb trotzdem 3,5mm Hub und die Zentrierspinne lässt diesen Hub auch zu (deswegen steigt der K3 für einen reinen Mitteltöner eher spät an).
    Die Sicke ist dafür hubbegrenzend. Bei starken Hüben (die es in der Praxis nicht geben wird) konnte ich in Zeitlupenaufnahmen ein Verformen der Membran sehen.

    Die Membran ist sowieso eher weich, was man auch am Verhalten bei hohen Frequenzen und dem etwas höheren K2 bei 105dB sieht.

    Vielleicht noch interessant: Die Schwingspule hat nur eine Lage, was wohl den niedrigen Klirr trotz fehlender Impedanzkontrolle erklärt. Deswegen muss der Magnet entsprechend fett sein.

    Unschön ist natürlich die Resonanz bei 1500Hz.

    Kennt jemand das Chassis und hat es schon mal eingesetzt oder gehört?
    Geändert von Christoph Gebhard (01.05.2020 um 11:13 Uhr)

  3. #3
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Als nächstes ein weiterer "Klassiker" der 00er Jahre.

    Expolinear NDRL-82

    Frequenzgang freistehend auf obigem Gehäuse 0-80° Chassis 1:


    Paargleichheit:


    Ausschwingen Chassis 2:


    Klirr Chassis 1:


    Klirr Chassis 2:


    Sehr geiles Abstrahlen obenrum. Untenrum wird es unberechenbar, aber wenn man um 3,5kHz trennen würde, hätte man sich aller Sorgen (ausgenommen der Wirkungsgraddifferenz) entledigt.

  4. #4
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Und zum Abschluss (zufällig?) das fehlende Puzzlestück um die beiden obigen Chassis zusammen einzusetzen.

    Monarch DM-510

    Frequenzgang 0-80°, ebenfalls freistehend auf obiger Schallwand:


    Ausschwingen:


    Klirr 95dB:


    Klirr 100dB:


    Eine Mitteltonkalotte, die sich in Bezug auf die Grenzfrequenz wie ein guter 25er-Hochtöner verhält....nun ja...aber die Vorteile der vierfachen Membranfläche erkennt man am Klirr und das Chassis läuft, bündelt und schwingt bis 5kHz sehr gutmütig, so dass es sich tatsächlich sehr gut für eine Kombination mit einem hoch zu trennenden Bändchen eignet. Der Wirkungsgrad ist auch nicht verkehrt.

    Also ein Spezialist für ein sehr schmalen Frequenzbereich, ein typischer Fillerdriver.

    Ein Foto der drei:


    Ich würde mich über Meinungen und Diskussionen freuen. Haut mal was raus...

  5. #5
    Benutzer Benutzerbild von newmir
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    Standard

    Sehr ordentliche Messungen ...wie immer von Dir. Irgendwie schaffe ich das nicht mir so einen ordentlichen Standard anzugewöhnen. Aber ich will an mir arbeiten .... . Zu den Messungen ...der Monacor geht ja echt sauber weit rauf. Brauchst Du da überhaupt den Mitteltöner dazwischen. Den fand ich eh nicht so überzeugend ... alles aus Sicht Deiner Messungen.
    Herzliche Gruesse
    Michael

  6. #6
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    Standard

    Hallo Michael, wenn Du dir mal anschaust: der Focal (nicht Monacor) hat ja eine recht kräftige Resonanz unterhalb von 2kHz. Die müsstest du auf jeden Fall mitnehmen und wird den Klang verfärben. Man kann sicher einen Zweiweger aus den Chassis stricken, aber müsste dann größere Kompromisse eingehen. Wenn Du den Mitteltöner von 1,2kHz bis sagen wir 3...4 kHz laufen lässt, hast Du einen wunderbar glatten Frequenzgang in dem Bereich. Keiner der Treiber ist irgendwo am Limit.

    Hallo Christoph,
    Tolle Treiberkombination! Bei dem Expolinear muss ich dir zustimmen: das Abstrahlverhalten sieht echt gut aus. Die Monarchkalotte finde ich auch faszinierend. Nach so einem Treiber halte ich schon länger Ausschau. Schade dass es die nicht mehr neu gibt. Für eine Passivweiche könnte der Roll-Off durchaus hilfreich sein.

    Vieleicht im Vergleich interessant, der Fountek NeoCD3.0:

    http://www.fountek.net/neocd3.0.html

    Einsatzbedingungen: 19cm Breite Schallwand, Chassis 6,5cm unterhalb der Oberkannte, 30mm Verrundung an den Seiten.

    Horizontal 0/10..90°
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	neocd_hor_off_axis.png
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    Vertikal, nach unten, 0/10..90°
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Name:	neocd_ver_off_axis_down.png
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    Vertikal, nach oben, 0/10..90°

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Horizontal gemittelt:
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Name:	neocd_hor_avg.png
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    Treiber in VituixCAD, beschaltet auf LR4@3,5kHz. EFG, 0° + 30°:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	neocd_beschaltet.png
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    Man sieht, der Expolinear strahlt noch deutlich breiter ab als der Fountek. Die vertikale Bündelung ist deutlich zu sehen. Der Energiefrequenzgang laut VituixCAD ist aber trotzdem ausgewogen. Der Roll-off am oberen Ende ist das Messmikrofon. Man sollte wohl die im horizontalen Mittel erkennbare Überhöhung bei 9kHz filtern. Der Fountek hat einen leicht metallischen Klangcharakter und ich würde vermuten, das der sich dort lokalisiert. Ich vermute das, praktisch habe ich diese Maßnahme noch nicht umgesetzt.

  7. #7
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    Standard

    Kann gerade mal ein aktuelles HT Exemplar beisteuern : http://viawave.ru/en/product_145w_4
    Gemessen in 15L Gehäuse, Schallwand 38 x 24 cm:


    Und 0 - 60 Grad :



    Vielleicht noch ein paar Anmerkungen zu dem Chassis.
    Ich wollte schon immer mal ein echtes Bändchen ausprobieren
    Die HT sind massiv und einwandfrei verarbeitet. Die Paargleichheit ist hervorragend, ich kann da praktisch keine Unterschiede messen.
    Klanglich kann ich noch nicht viel dazu sagen, ich versuche gerade den HT mit einem 17er zu kombinieren.
    Das läuft aber gerade erst seit gestern Abend in einer ersten Version .....

    Grüße
    Dirk
    Geändert von Sepp (02.05.2020 um 07:35 Uhr)

  8. #8
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Hallo Matthias,

    Zitat Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
    Man sieht, der Expolinear strahlt noch deutlich breiter ab als der Fountek. Die vertikale Bündelung ist deutlich zu sehen. Der Energiefrequenzgang laut VituixCAD ist aber trotzdem ausgewogen.
    Das ist beim ER4 übrigens ähnlich (auch wenn die Abmessungen sich etwas unterscheiden). Seine vertikale Bündlung kompensiert gut die typischerweise etwas zu breite Energieabgabe im unteren Hochton im Vergleich zu klassichen Kalotten. Für mich ist das auch ein Grund für Erfolgsgeschichte der Duetta.

    Zitat Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
    Der Fountek hat einen leicht metallischen Klangcharakter und ich würde vermuten, das der sich dort lokalisiert. Ich vermute das, praktisch habe ich diese Maßnahme noch nicht umgesetzt.
    Den Neo kenne ich auch ganz gut. Ich mag ihn eigentlich sehr gerne und kann den silbrigen Klangcharakter bestätigen. Ich habe ihn sogar mal an ein Selbstbauhorn geschraubt. Auch wenn ich den Versuch zehn Jahre später eher skeptisch und lächelnd betrachte, verlinke ich die Ergebnisse trotzdem: http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-18269.html

    Zitat Zitat von Sepp Beitrag anzeigen
    Kann gerade mal ein aktuelles HT Exemplar beisteuern : http://viawave.ru/en/product_145w_4
    Gemessen in 15L Gehäuse, Schallwand 38 x 24 cm:


    Und 0 - 60 Grad :



    Vielleicht noch ein paar Anmerkungen zu dem Chassis.
    Ich wollte schon immer mal ein echtes Bändchen ausprobieren
    Moin Dirk, sehr leckeres Chassis.

    Ist das Chassis bei den Messungen eingefräst gewesen? Ich frage wegen der kleineren Unstetigkeiten im mittleren Hochton im Vergleich zu den Herstellermessungen...


    Hier noch ein paar Messungen von mir von gestern. Ich wollen dem Kenford PA300, den ich für die Prolley erworben habe, mal klirrtechnisch auf den Zahn fühlen:
    Eingebaut im eigentlich zu kleinen ~35Liter-BR-Gehäuse (fb 45Hz) im Vergleich zum "amtlichen" B&C 12TBX32 (für den das Gehäuse ausgelegt ist):


    Ich habe den Pegelabgleich bei ~100Hz gemacht. Ganz wichtig bei der Interpretation ist, dass der B&C viel flacher abfällt und deswegen zwischen 40 und 80Hz deutlich höhere Pegel erzielt (kann man gut an der Grundwelle sehen). Eigentlich ist es deswegen sinnvoller die Klirrwerte des B&C im Bereich unterhalt von ~80Hz mit den 5db höheren Pegeln des Kenford zu vergleichen.
    Ebenfalls wichtig: Die Skalierung des Klirrs. Bei 100dB ist 5% Maximum, bei 105dB und 110dB 10%.

    Klirr @100db (erst Kenford, dann B&C):


    Klirr@105dB (erst Kenford, dann B&C):


    Klirr@110dB (erst Kenford, dann B&C):


    IMD bei zwei verschiedenen Pegeln (erst Kenford, dann B&C):



    Die zweite IMD-Messung war so laut, dass der Kenford roch, nachdem ich ihn ausbaute
    Die Chassis waren also durchaus gefordert, der Kenford wohl auch außerhalb seines linearen Hubes (3,5 mm (50er Schwingspule) im Vergleich zu 9 mm beim B&C (100er Schwingspule)).

    Beim IMD ist der Abstand zwischen beiden Chassis größer als beim Klirr, gerade bei der lauteren Messung liegen die Spitzen beim Kenford um fast 10dB höher, während es bei der leiseren noch ~5dB waren. Die IMD-Werte des B&C sind bei der 10dB lauteren Messung trotzdem höher als beim Kenford bei der leisen Messung.

    Insgesamt zeigen die Messungen sehr gut, dass viel Membranfläche selbst mit "einfachen" Mitteln (im Bass) zu niedrigeren Klirrwerte führt als wenig Membranfläche mit High-Tech.
    Der Kenford ist absolut brauchbar, gerade wenn sich die Pegelanforderungen und/oder das Amping in Grenzen halten.

    Gruß, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (12.05.2020 um 15:00 Uhr)

  9. #9
    hört-zu Benutzerbild von Joern
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    Standard

    Moin

    mal wieder eine 1"-Hornkombi.

    Hier das Visaton HT21 mit Tymphany / Peerless DFM-2535.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	HT21 mit dfm2535.jpg
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    Keine Sterile Laborsituation - Unbeschaltet auf Mitte HT in 1m Entfernung, Messung in 15°-Schritten 0° bis 75°.
    Schallwand 7,5° geneigt - daher "wandert" der Mess-Abstand minimal - Dreh-Achse Unterkante Vorderfront. Horn aufgesetzt.
    Einbausituation: Asymetrisch (goldener Schnitt) auf 80x40cm, Messung kurze Seite.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	20200513_Messen-Georg.jpg
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    Na, so ganz "ohne" Projekt ist das nicht - "Georg" wächst hier langsam weiter voran.

    Das ist ein sehr fein klingender Hochtöner, frei von hartem und harschen Klängen - also eher der typische Hifi-treiber, PA-ler würden da vermutlich den letzten Druck vermissen.
    Ich schätze die hohe Transparenz und Feinauflösung .... Und das Visatonhorn strahlt relativ breit ab, so dass die Hörzone relativ gross wird - sehr angenehm für Hifi.
    Nicht ganz so laut wie z.B. der Cel1747 - spart ein paar Ohms im Spannungsteiler.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	DFM-2535-7.jpg
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    Geändert von Joern (13.05.2020 um 15:41 Uhr)
    Beste Grüße
    Jörn

    what the bleep do we ... - listen to ?

    Bedenke gut, was Du wünschst ! So ein Wunsch kann auch mal in Erfüllung gehen...

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    ... Moin Dirk, sehr leckeres Chassis.
    Ist das Chassis bei den Messungen eingefräst gewesen? Ich frage wegen der kleineren Unstetigkeiten im mittleren Hochton im Vergleich zu den Herstellermessungen......
    Hi Christoph,

    ja, war schon eingefräst, aber nur leicht angeschrägte Kanten und auch in Kombination mit einem TT auf der Schallwand :



    VG Dirk

  11. #11
    hört-zu Benutzerbild von Joern
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    Hi
    ....st das Chassis bei den Messungen eingefräst gewesen? Ich frage wegen der kleineren Unstetigkeiten im mittleren Hochton im Vergleich zu den Herstellermessungen...
    Dann ist das wohl der Preis für die leicht vorstehenden schicken Schrauben
    Beste Grüße
    Jörn

    what the bleep do we ... - listen to ?

    Bedenke gut, was Du wünschst ! So ein Wunsch kann auch mal in Erfüllung gehen...

  12. #12
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Sepp Beitrag anzeigen
    Hi Christoph,

    ja, war schon eingefräst, aber nur leicht angeschrägte Kanten und auch in Kombination mit einem TT auf der Schallwand :



    VG Dirk
    Sagt er einfach "ein" Tieftöner. Das ist doch Purifi? Wie zufrieden bist Du? Magst Du nicht mal Messungen von dem einstellen?

  13. #13
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hallo,

    hier mal eine Messung in gezeigten Gehäuse, auf Achse im WZ :


    und gefenstert :


    Messungen im Raum sind immer schwierig zu interpretieren.
    Mittlerweile weiss ich was ich gedanklich ausblenden muss weil es von meinem Raum kommt,
    z.B. den Einbruch zwischen 100 - 200 Hz "sehe" ich bei jedem LS, kommt von Raum, LS / Mic Position.
    Aktuell läuft der TT nur mit einem Shelving Filter um den Baffle Step zu korrigieren und einem Tiefpass.
    Ist aber nur der erste Wurf, wird noch was dauern bis ich da eine finale Abstimmung gefunden habe.
    Was ich schon mal aus Nahfeld Messungen sagen kann, das Chassis kann auch Bass in BR bis 40 Hz runter.
    Finde ich schon mal nicht schlecht aus einem 15 L Gehäuse.

    VG Dirk

  14. #14
    Erfahrener Benutzer
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    Sauber! Wie sehen Verzerrungen aus?

  15. #15
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Nabend,

    ist zwar kein Chassis, aber immerhin projektlos

    Da ich für die Prolley ein zweites 2.1.-TPA3116-Board in China bestellt habe, habe ich beim gleichen Händler mal dieses Exemplar geordert:



    Wuzhi Audio ZK-1002, Kostenpunkt 11€, ebenfalls mit TPA3116 bestückt und das sogar zweifach, also pro Kanal einer.

    Frequenzgang über den Line-Eingang an 6 Ohm Last:




    Zuerst bin ich von einem Messfehler ausgegangen, da mir ein Höhenabfall beim Hörtest nicht aufgefallen war.
    Gehört habe ich aber über den Bluetooth-Eingang. Da ich keine Möglichkeit gesehen habe, die CLIO-Messsignale über Bluetooth einzuspeisen, habe ich ein Rosa Rauschen-Signal über YouTube per Smartphone abgespielt und bin dann einmal über Bluetooth und einmal über Line in den Amp gegangen. Die Ergebnisse am Ausgang mit der RTA-Methode und 1/6 Okt-Auflösung gemessen:



    Der absolute Frequenzgang spielt keine große Rolle, da ich die spektrale Zusammensetzung des rosa Rauschens aus dem YouTube-Video natürlich nicht kenne. Es geht eigentlich nur um den Vergleich zwischen Line und Bluetooth.

    Es lässt sich - denke ich - leicht erkennen, dass der Bluetooth-Eingang linear ist und der Line-Eingang hifi-untauglich.

    Alles andere macht einen guten Eindruck:

    - TPA3116-typische Power und niedriger Stromverbrauch
    - kein Fiepen oder Rauschen
    - keine chinesischen Ansagen
    - Konnektivität problemlos

    Gruß, Christoph

    P.S. Das zweite
    2.1.-TPA3116-Board sieht optisch etwas anders aus als dass, was ich für Ghettoblaster eingesetzt habe, so dass ich die Funktion der Weiche und des Höhenreglers sicherheitshalber geprüft habe. Die Wirkungsweise ist zwar nicht 100%ig gleich, aber sehr ähnlich. Leider nur als Screenshots mit dem Smartphone:




  16. #16
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Standard

    Hoi Christoph,
    hast Du jeweils beide Kanäle 'mal gemessen? Das sieht ja eher nach einem Bauteile-/Lötfehler aus,
    kann mir nicht vorstellen, dass das so "gewollt" ist. Nach meiner Erfahrung mit dem kleinen Board aus der "wo-auch-immer" - unbedingt den Spannungsteiler für den gain checken (siehe Datenblatt 3116D2

    http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpa...=1589573576375

    S. 14, "R1/R2").

    Bei meinem gestern gekommenem 2.1 - Board (das gleiche wie Dein aus dem GB, nur ohne BT) ist der Spannungsteiler 39k / 100k für die Satelliten und 47k / 75k für den Sub, gut so. Bei dem Mini-Board war's nur 20k / 100k womit ich über BT (Ausgangspegel ist in D limitiert) nicht den Maximalpegel des 3116 erreichen konnte, also imo unbedingt den etwaigen "R1"=20k gegen 39k autauschen!

    Edith ist sowieso der Meinung, dass ein 3116 pro Kanal in Brückenschaltung für Sats oder Fullranger außer erhöhtem Stromverbrauch nicht viel bringt. Für den Sub - ok, dafür braucht's ja eh einen 2. Chip, aber normale Lautsprecher / Satelliten in 2 Ohm?
    Geändert von Don Key (15.05.2020 um 21:33 Uhr)
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  17. #17
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Mahlzeit Matthias,

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Hoi Christoph,
    hast Du jeweils beide Kanäle 'mal gemessen?
    Ja, ich habe beide probiert

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Das sieht ja eher nach einem Bauteile-/Lötfehler aus,
    Hier hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht. Ist für mich aber auch unerheblich, da ich es sowieso nur per BT ansteuern werde.

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Bei meinem gestern gekommenem 2.1 - Board (das gleiche wie Dein aus dem GB, nur ohne BT) ist der Spannungsteiler 39k / 100k für die Satelliten und 47k / 75k für den Sub, gut so. Bei dem Mini-Board war's nur 20k / 100k womit ich über BT (Ausgangspegel ist in D limitiert) nicht den Maximalpegel des 3116 erreichen konnte, also imo unbedingt den etwaigen "R1"=20k gegen 39k autauschen!
    Ich werde das im Auge behalten. Das neue Board scheint auch mehr Regelausschlag als das alte zu brauchen, wenn ich mich nicht irre.

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Edith ist sowieso der Meinung, dass ein 3116 pro Kanal in Brückenschaltung für Sats oder Fullranger außer erhöhtem Stromverbrauch nicht viel bringt. Für den Sub - ok, dafür braucht's ja eh einen 2. Chip, aber normale Lautsprecher / Satelliten in 2 Ohm?
    Theoretisch sollte der Dämpfungsfaktor besser sein. Aber ist nicht meine Baustelle, zumal die Gedanken der chinesischen Platinenarchitekten auch nicht immer high-fidelen Grundsätzen folgen soll....

    Gruß, Christoph

  18. #18
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Standard

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    ...
    Hier hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht.
    ...
    DAS ist allerdings interessant, daher umso mehr - danke für's "warnende" Teilen.
    Interessant ist auch, dass offenbar der Line-Eingang erstmal mit auf den BT-Chip geht, wahrscheinlich, um (wie auch immer) das klassische "Zirpen" zu verhindern.

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    ...
    Theoretisch sollte der Dämpfungsfaktor besser sein.
    ...
    ... halbierter Ausgangswiderstand halt.
    Nur betrifft der Dämpfungsfaktor vorrangig den Bassbereich und ganz ehrlich -
    solange ich "wasweißichwodieherkommen - mp3s" über ein Smartphone und obendrein auch noch via BT abspiele, habe ich imho klanglich noch ganz andere andere Sorgen ...

    Mit meinem Mini-3116D2-Board bin ich auf jeden Fall nach dem gain-Pimp absolut zufrieden.
    Es tut was es soll und auf die beiden Regler mag ich nicht mehr verzichten, wenngleich ich dabei bleibe, dass mir das TA2024-MiniBoard klanglich etwas besser gefällt.
    Für höherwertige Projekte ist aber das "große" 2.1 - 3116D2-Board P/L-mässig schon "state of the art".

    Ich habe jetzt schon tagelang meine "wo-auch-immer" per Aux-in am Sat-Receiver zum Radiohören hängen.
    Das klingt erheblich besser als BT, was wohl an der Qualität div. mp3s, als eben auch am Übertragungsweg liegen wird.
    Geändert von Don Key (16.05.2020 um 16:06 Uhr)
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  19. #19
    erfragender Benutzer
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    Standard

    Interessant ist auch, dass offenbar der Line-Eingang erstmal mit auf den BT-Chip geht, wahrscheinlich, um (wie auch immer) das klassische "Zirpen" zu verhindern.
    Das Umschalten zwischen Line und BT muss ja irgendwo bewerkstelligt werden. Es macht den Eindruck, als ob der (entsprechend gefilterte) Mic Eingang des BT Chips für den Line in "missbraucht" wurde.
    Q&D könnte man mit dem Line in eventuell direkt ans Poti gehen (wenn das denn hinter dem BT Chip hängt).
    Das ist bitte keine Aufforderung, sondern nur ne Frage! Ich suche so ein Teil mit Drehknopf für Schwiegermutter und wollte ihr BT mit unterjubeln. Schade!
    Bert
    DAS WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR!

  20. #20
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Nabend,

    Omnes Audio Exclusive 6M...


    ...gab es vor einiger Zeit Mal für 29€ im Ausverkauf bei oaudio.de. Vermutlich eine Konstruktion, die für Adam Audio gedacht war. Eigentlich ein geiles Chassis, brettharte Sandwich-Membran, ordentlicher Antrieb. Problem ist der Bereich zwischen Staubschutzkalotte und Polkern, der komplett unbelüftet ist. Bei großen Hüben muss sich das Luftpolster zwischen den Schwingspulenspalt quetschen. Die Schwingspule wird zwar dadurch gekühlt, es entstehen aber starke Störmungsgeräusche. Das Ding prustet bei entsprechenden Hüben wie ein Hovercraft. Heute fiel mir das Chassis in die Hände und ich dachte mir, dass das Problem mit Entfernen der Staubschutzkalotte doch sicher zu bändigen sei.

    Einen Teppichmesser-Schnitt später:



    Test mit 20Hz-Sinus vorher/nachher:



    Impedanz (vorher/nachher, die dritte Kurve ist mit Phase Plug):



    Qms steigt um 54% von 3,64 auf 5,62, Rms sinkt um 34% von 1,08 auf 0,72. Alle anderen Werte im Bereich üblicher Schwankungen.

    Problem ist der Frequenzgang ohne Staubschutzkalotte. Eine Reflektion am Polkern produziert eine fette Resonanz bei 2,5kHz.

    Also Phase Plug von einem defekten Excel eingesetzt:



    Ergebnis:


    Rot ist mit Staubschutzkalotte, grün ist ohne Staubschutzkalotte, türkis ist mit Phase Plug.

    CSD mit Staubschutzkalotte:



    CSD ohne Staubschutzkalotte:



    CSD mit Phase Plug:



    Auch der Klirr (gerade der ungeradzahlige) wird erkennbar besser. Hier bei 100dB@1000Hz und 90dB@100Hz (siehe Grundwelle):

    Mit Staubschutzkalotte:



    Ohne Staubschutzkalotte:



    Mit Phase Plug:



    Leider habe ich nur einen Phase Plug. Jemand eine Idee für eine alternative Lösung oder einen defekten Excel?

    Gruß, Christoph

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