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Thema: Prolley

  1. #41
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    @Christoph: Das sieht ja richtig gut aus!
    Ja, ich bin auch zuversichtlich. Ist natürlich noch eine aktive Trennung, aber passiv bekomme ich das vergleichbar hin, auch wenn man bei der Flanke des Mitteltöners etwas tricksen muss, um sie steil genug zu bekommen.

    Zudem kann man passiv den 12dB-Filter und den Schwingkreis für den 1000Hz-Buckel so dimensionieren, dass man im Mittelton linear auf etwa 97,5dB ab 180Hz kommt. Die Impedanz sinkt dann zwar auf unter 3,3 Ohm, was der Verstärker aber eigentlich packen sollte. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Im Hochton liegt die Impedanz aufgrund des - von Haus aus - sehr niederohmigen Hochtöners (Re 2,8 Ohm) sogar noch tiefer. Wenn es da zu thermischen Problemen beim China-Board kommt, könnte man auch auf ein gutmütiges Impedanzniveau von deutlich über 4 Ohm im Mittelton und etwas unter 4 Ohm im Hochton und etwa 96dB abstimmen.

    Das muss ich einfach in der Praxis ausprobieren. Ich werde da eine ganze Zeit mit voller Pulle hören, Temperatur am Kühlkörper des Boards messen und auf etwaige Klangveränderungen achten. Fraglich ist wohl nur, ob meine Ohren den Pegel im Wohnraum aushalten. Rechnerisch dürften es selbst am Hörplatz deutlich über 110dB werden...

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Mich würde ja noch interessieren, ob die ausgedünnte Frontplatte des Hochtöners bei der Montage am Waveguide irgendwelche statischen Probleme macht?
    Nein. Der Hochtöner wiegt einfach zu wenig und er liegt mit der gesamten Frontplatte bündig am Montageflansch des Waveguide auf. Zudem habe ich das ganze von hinten mit reichlich Heißkleber zugepflastert und verstärkt. Das ist bombenfest. In praller Sonne könnte der Heißkleber natürlich im Hochsommer im schlimmsten Fall weich werden. Aber dann hält sich der Hochtöner noch durch Knetmasse, die in einem schmalen Hohlraum des Waveguides sitzt und auf der anderen Seite an der Hochtönerfrontplatte klebt. Die Knetmasse habe ich aber nicht nur dafür benutzt, sondern auch um die Konstruktion akustisch etwas ruhiger zu stellen und damit ich den Hochtöner vor dem Heißklebereinsatz am Waveguide ausrichten konnte. Drei Fliegen mit einer Klappe sozusagen...

    Gruß, Christoph

  2. #42
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    Standard Tymphany samt Waveguide

    Hallo,

    finde die Tymphany samt Waveguide sehr interessant. Ist das Waveguide eigentlich noch irgendwo erhältlich?

    Grüße Ralf

  3. #43
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Hallo Ralf,

    meines Wissens waren sie in Deutschland nie erhältlich. Ich habe sie 2005 bei E-Bay ersteigert und im Zuge des ersten Waveguide-Hypes (noch vor dem WG300) relativ viel, nun ja, womöglich auch zu viel , bezahlt.
    Auf der Seite von Kimmo Saunisto habe ich noch baugleiche Waveguides mit der Bezeichnung AWSM-140 gefunden. Ob es die noch irgendwo gibt, weiß ich aber nicht.
    Ich habe auch noch ein Pärchen mit Gebrauchtspuren...

    Gruß, Christoph

  4. #44
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    Standard Awsm-140

    Hallo Christoph,

    habe auch noch dieses hier gefunden.

    https://www.hifitalo.fi/suuntain_awsm_140

    Auf Mails gab es leider bei beiden keine Antwort.
    Könnte deine noch vorhandenen WG's vermessen und ein 3D-Druckfile erstellen.
    (Falls noch weiteres Interesse besteht)

    Grüße Ralf

  5. #45
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Swansteini
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    Standard

    Sorry für's reingrätschen...

    @ Ralf

    wäre das nicht eh ganz geil also mit allen die da draußen so herumfliegen? Von mir aus auch nen Wg 300'ter... Wieviel aufwand wäre denn das für dich, und wäre das einen extra Thread wert?

    Sorry für die OT.


    Gruß Swany

  6. #46
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Moin,

    ich habe mich die letzten Tage um das Sub-Gehäuse gekümmert.

    Eckdaten: 40cm Breite, 60cm Höhe, 33cm Tiefe, etwas über 60 Liter netto, zwei HP100 in voller Länge, 15er MPX, Schallwand im Bereich des Treibers aufgedoppelt...



    ...Magnet abgestützt (was in diesem Fall wegen des schwabbeligen Korbes wirklich zu empfehlen ist) und mehrfach versteift (Blick von hinten ohne Rückwand und ohne BR-Rohre):


    Die aufgedoppelten Halbkreise und rechts und links an den Seitenwände sind "Reste" von der Magnetabstützung und sitzen da, um mehr "Fleisch" für die spätere Radaufhängung zu haben

    Zusammen mit den Sats:


    Zuerst kurzer Klangtest mit etwas Noppe und Basotect bedämpft: Klingt etwas boxig, aber PA-typischer guter Druck im mittleren Bassbereich.

    Was sagt die Impedanz:


    Abstimmung mit ~47Hz etwas tiefer als erwartet, aber sonst sieht`s gut aus....obwohl....leichte Unruhe zwischen 100Hz und 200Hz...

    Quick&Dirty mal Mikro davor gehalten (die Messung bitte nicht zu genau nehmen, war frei Hand):


    Rot ist das Chassis im Nahfeld, lila und grün die zwei Rohre und türkis die Summe.

    - die BR-Rohre strahlen sehr breitbandig, was aber für meinen Anwendungsfall kein Nachteil sein muss
    - f3 um 60Hz
    - zwei "Zacken" um 155Hz und 185Hz.

    Vor allem der um 155Hz gefällt mir nicht so gut. Ursache dürfte ein TML- bzw. TQWT-Effekt sein, den ich wohl dadurch provoziert habe, dass

    a) die Querversteifung hinter dem Treiber keine Löcher hat (so ergibt sich eine Art "Line") und
    b) die Rohre am anderen Ende der "Line" sitzen.

    So entsteht eine kurze - und diese Fall nicht erwünschte oder einberechnete - Viertelwellenresonanz.
    Da möchte ich noch Besserung erzielen. Ich werde die Bedämpfung am Anfang der "Line" erhöhen. Falls das nicht reicht, muss ich wohl nachträglich noch Löcher in der Versteifung bekommen, was die Resonanz abschwächen bzw. zu höheren Frequenzen schieben sollte. Wenn ich damit zufrieden bin, messe ich auch nochmal sorgfältig und ausführlich.

    Gruß, Christoph

  7. #47
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
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    Wenn ich mir deine Tops so angucke, bekomme ich fast Motivation meine auch nochmal mit schrägen Fronten neu zu bauen. Dann kann man die auch wirklich gut zusammenhängend betreiben. Habe aber gerade eigentlich gar keine Zeit dafür... Naja, mal gucken.

    Das ganze Teil sieht ja schon mal mächtig aus, ich bin da echt gespannt, wie viel Krach da dann mit der Sparverstärkung tatsächlich rauskommt.

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  8. #48
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Hallo Onno,

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Das ganze Teil sieht ja schon mal mächtig aus, ich bin da echt gespannt, wie viel Krach da dann mit der Sparverstärkung tatsächlich rauskommt.
    Im Moment versuche ich darauf auch Antworten zu finden. Ehrlich gesagt, hatte ich mich die letzten Tage schon nach preiswerten 12V-DSPs umgeschaut und doch damit geliebäugelt die Helix Competition A6 einzusetzen.
    Zum einen hat man mit dem PA-Zeugs keine Probleme die Limits des China-Boards auzuloten, zum anderen bleiben auch Zweifel in Bezug auf dessen Betriebssicherheit, wenn es mal länger laut hergeht (vermutlich werde ich zusätzlich kleine Lüfter einbauen).

    Umgekehrt dürften Kenford und Vifa an besseren Amping auch nicht mehr sooo viel zulegen, so dass dann eher eine komplette Neukonstruktion mit anderen Chassis (ein Regal höher) mehr Sinn ergeben würde. Also bleibt es jetzt erstmal beim 3116-Board.

    Ich habe die letzten Tage mal die Ausgangsleistung mit Tiefbass-Sinutönen getestet. Man kann dann beim Aufdrehen sehr gut den den Punkt hören, wann der Amp am Ende ist und verzerrt. Ergebnis: knapp unter 16 V am Ausgang des Amp, ergibt an 4 Ohm etwa 60 Watt. Dabei etwa 2,3 A Eingangsstrom bei 25 V. Hält also was das Datenblatt verspricht.


    Ich habe gestern auch das erste Mal mit Passivweiche und 3116-Board gehört.





    Die Weiche sah so aus (bleibt aber nicht so):









    - die akustischen Flankensteilheiten sind etwa 24dB LR

    - beim Mitteltöner filtert elektrisch ein scharfer, überschwingender 12dB, dessen Aufbuckeln vom Sauger linearisiert wird. Diese Sauger linearisiert auch die Stufe bei 700Hz bzw. den Buckel bei 1000Hz (je nachdem wie man es sieht). Baffle Step und Schallwandabmessungen sorgen glücklichweise dafür, dass dieser Buckel schön symmetrisch und entsprechend leicht zu filtern ist. In anderen Schallwänden schien die Stufe komplizierter zu händeln zu sein.

    - wie man am elektrischen Verlauf sehen kann, sorgt dieser Filter (und die Wechselwirkung mit dem oberen Bassreflex-Impedanzhöcker) für 1db mehr Pegel zwischen 250Hz und 800Hz. Dafür sinkt die Impedanz auf fast 4 Ohm (Gleichstromwiderstand des Speaker Trade: 5,7 Ohm). Man könnte das Spiel noch weiter treiben, die Impedanz auf 3 Ohm drücken und nochmal ein Dezibel rausholen und auf 97dB kommen. Mit der jetzigen Abstimmung fühle ich mich im Moment aber wohler. Hier würden mich Erfahrungen interessieren, ob solche Filter klangliche Nachteile haben. Ich bin grundsätzlich erstmal skeptisch, wenn etwas dazu kommt. Irgendwie muss da ja was "schwingen" und das "könnte" auch zu klanglichen Einbußen führen oder den Verstärker belasten

    - über der Serienspule vor dem Tieftöner liegt noch ein 1,5µF Kondensator, der mit der Spule einen Sperrkreis mit Mittenfrequenz 5kHz bildet. Dieser Kondensator hilft, die Flanke steiler zu machen und dem Mitteltöner das "Reinspielen" in den Hochton auszutreiben. Der Speaker Trade läuft ja noch oben raus fast wie ein Breitbänder mit vielen kleinen Resonanzen und braucht deswegen auch viel Filterdämpfung.

    - der Hochtöner wird elektrisch mit 18dB gefiltert, (noch) ohne zusätzlich ohmsche Absenkung. Meine Idee war jedes Dezibel Wirkungsgrad zu erhalten, den leichten Anstieg mitzunehmen und dann lieber den Hochtonregler des Amps etwas rauszudrehen. Problematisch dabei ist aber die Impedanz um 8Khz, die dort auf 2,3 Ohm fällt. Das mag der Amp wohl nicht (laut Datenblatt Minimum 3,2 Ohm). Ich habe den 3116 der Satelliten vorgestern bei höchsten Pegel zum Abschalten bekommen (ich vermute die Stromüberwachung hatte angesprochen). Gestern habe ich das nicht mehr hinbekommen, aber das Klangbild wurde bei höchsten Pegel etwas unangenehm (Klirr des Ausgangsfilter?). Da kenne ich vom Ghettoblaster so nicht. Hier muss ich noch was forschen. Ich hoffe, mit einem Vorwiderstand, der den Pegel absenkt und die Impedanz erhöht, wird das besser.


    Grundsätzlich rocken die Kisten richtig gut, machen mächtig Alarm und es ist auch tonal schon ziemlich schlüssig, vor allem im Mittelton. Der Kenford tritt gut in die Magengegend, dröhnt mir im Oberbass aber definitiv zu viel. Das hatte ich ja schon oben thematisiert, es ist aber klanglich auffälliger als messtechnisch. Der Hochton ist mir zwischen 4 und 6 kHz zu vorlaut. Auch da muss ich noch ran. So kann die Weiche nicht bleiben.

    Im Vergleich zum 4-Weger geht es etwas direkter, plastischer, rotziger und räumlich kompakter zu. Aber es kommt auch irgendwann der Punkt, wo man eigentlich nicht mehr lauter machen möchte. Das ist beim 4-Weger anders. Da kann man eigentlich nie genug Pegel haben. Als Grund vermute ich die bessere Ausgeglichenheit, weniger IMD und weniger Verzerrungen des Ampings. Grundsätzlich ist das Ergebnis - vor allem gemessen am finanziellen Aufwand - schon erstaunlich gut.

    Gruß, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (22.05.2020 um 18:56 Uhr)

  9. #49
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
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    Standard

    Moin Christoph,
    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Ich habe die letzten Tage mal die Ausgangsleistung mit Tiefbass-Sinutönen getestet. Man kann dann beim Aufdrehen sehr gut den den Punkt hören, wann der Amp am Ende ist und verzerrt. Ergebnis: knapp unter 16 V am Ausgang des Amp, ergibt an 4 Ohm etwa 60 Watt. Dabei etwa 2,3 A Eingangsstrom bei 25 V. Hält also was das Datenblatt verspricht.
    Das war bei meinen TPA3116D2 Modulen genau so. Basierend darauf und auf Simulationen in VituixCADs Enclosure Tool sollte dein Sub dann wohl bei 100 Hz ~8 dB mehr Pegel schieben als meiner. Nahezu doppeltes Volumen, halbe Verstärkerleistung, fast eine Oktave weniger Tiefgang. Interessant wie unterschiedlich wir da optimiert haben.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Bezüglich deiner Sorgen über die Abwärme kann ich nur sagen, dass ich da bisher keine Probleme hatte. Und die Amps sitzen bei mir in einer geschlossenen Holzkiste. Die beiden Subamps liefen bei ~30°C Umgebungstemperatur mehrere Stunden auf Vollast, ohne dass es da Probleme gegeben hätte. Die Teile scheinen einen ziemlich guten Wirkungsgrad zu haben. Bei 2,3A*25V=57,5W Eingang und 60W Ausgang bleibt auch gar nicht mehr all zu viel Leistung zum Heizen übrig.

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Die Weiche sah so aus (bleibt aber nicht so):
    https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...6&d=1590168582
    Ok, da ich keine Passivweiche habe, kann ich die doppelte Verstärkerleistung durch doppelten Akkueinsatz kompensieren ohne dass es schwerer wird! Die Verstärkerplatinen, der Pi und die Logitech Soundkarte wiegen ja quasi nichts.

    Die Abstimmung würde ich mir erstmal (zur großen Freude der Nachbarn) draußen anhören, da relativiert sich dann wahrscheinlich so einiges nochmal. Ich kann mir auch vorstellen, dass du dann auf einmal den maximalen Wirkungsgrad im Mittelhochton gar nicht mehr brauchst, weil der Sub da eh nicht mehr mitkommt.

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  10. #50
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen

    Das war bei meinen TPA3116D2 Modulen genau so. Basierend darauf und auf Simulationen in VituixCADs Enclosure Tool sollte dein Sub dann wohl bei 100 Hz ~8 dB mehr Pegel schieben als meiner. Nahezu doppeltes Volumen, halbe Verstärkerleistung, fast eine Oktave weniger Tiefgang. Interessant wie unterschiedlich wir da optimiert haben.
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    Wirklich interessant.

    Den fehlenden Tiefgang bemerkt man im ersten Moment gar nicht so stark. Viel Nutzbass und subjektiver Druck/Wärme/Punch wird wohl zwischen 60/70 und 100/120Hz erzeugt. Der Sub klingt keineswegs drahtig, sondern schiebt - im Rahmen seines begrenzten Hubs - gut nach vorne. Es gibt trotzdem Songs (vgl. Trettmann oder neues Ufo-Album), wo bei bekannten Bassläufen einfach was fehlt. Das vermisst man aber nur, weil man es anders kennt. Es ist nicht so, dass dem Klangbild Fülle fehlt.

    Erfahrungsgemäß klingen große Membranflächen subjektiv auch "mächtiger" als kleine Membranflächen mit vergleichbaren Grenzfrequenzen. Grund könnte die Ankopplung an die Luft oder der niedrigere Hub fürs gleiche Verschiebevolumen sein. Aber ich kenne den Reckhorn aus meinem Wohnzimmer-Sub und ich weiß, dass er für einen 17er unglaublich "groß" spielt und seine geringe Membranfläche sehr gut verheimlichen kann.

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Bezüglich deiner Sorgen über die Abwärme kann ich nur sagen, dass ich da bisher keine Probleme hatte. Und die Amps sitzen bei mir in einer geschlossenen Holzkiste. Die beiden Subamps liefen bei ~30°C Umgebungstemperatur mehrere Stunden auf Vollast, ohne dass es da Probleme gegeben hätte. Die Teile scheinen einen ziemlich guten Wirkungsgrad zu haben. Bei 2,3A*25V=57,5W Eingang und 60W Ausgang bleibt auch gar nicht mehr all zu viel Leistung zum Heizen übrig.
    Haha. Die Rechnung habe ich auch durchgeführt. Es dürften sich kleine Messfehler eingeschlichen haben 90% soll der Wirkungsgrad laut Datenblatt sein. Mir ging es auch eigentlich nur darum, grob zu prüfen, ob die Amps die erwartbare Performance bieten. Es soll ja auch gefakte Chips geben und man weiß ja nie, was man da aus China geliefert bekommt.

    Die Temperaturen habe ich übrigens auch gemessen. Kühlkörper um 35°C und die Ausgangsspulen um 40°C. Insgesamt noch unkritisch, aber man bekommt das mit kleinen Lüfter schnell um 10°C nach unten gedrückt.

    Der Ghettoblaster lief am Vatertag auf Hochtouren und ist mit steigendem Alkoholpegel auch oft nahe am Limit gefahren worden (ich habe übrigens wieder viel Lob für die Optik und die Performance der Kiste bekommen). Der Amp sitzt dort ohne Kühlung oder Lüftungsschlitze in der engen Kammer und die Oberfläche der Plexiglasscheibe war auch nach Stunden nur handwarm. Die Lüfter wären also womöglich tatsächlich eher fürs gute Gefühl als wirklich notwendig.

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Ok, da ich keine Passivweiche habe, kann ich die doppelte Verstärkerleistung durch doppelten Akkueinsatz kompensieren ohne dass es schwerer wird! Die Verstärkerplatinen, der Pi und die Logitech Soundkarte wiegen ja quasi nichts.


    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Die Abstimmung würde ich mir erstmal (zur großen Freude der Nachbarn) draußen anhören, da relativiert sich dann wahrscheinlich so einiges nochmal. Ich kann mir auch vorstellen, dass du dann auf einmal den maximalen Wirkungsgrad im Mittelhochton gar nicht mehr brauchst, weil der Sub da eh nicht mehr mitkommt.
    Ja, berechtigter Einwand. Draußen ist halt doch anders. Merke ich beim Ghettoblaster auch immer wieder und kann man auch in Oluvs Videos sehr leicht nachvollziehen.

    In diesem Zusammenhang ist es nach meinen Erfahrungen mit dem Ghettoblaster gar nicht so verkehrt, dass die Satelliten am Modul nur 6dB@80Hz gefiltert werden und auch etwas Oberbass können. Wenn der Sub dann verstärkerseitig am Ende ist, kannst du die Satelliten noch ein paar Dezibel nachschieben ohne dass das Klangbild komplett zerfällt. Das war am Vatertag auch nicht anders. Ich war zwar auch blitzeblau, kann mich aber daran erinnern, dass die SB Acoustics gut gehubt haben, die Regler der Satelliten teilweise im Anschlag waren und der Sound trotzdem noch angenehm war. In dieser Hinsicht ist es auch beruhigend, dass der Speaker Trade eher ein Zwitter zwischen Mitteltöner und Bass ist, untenrum noch ein bisschen Hubfähigkeit mitbringt und zumindest ein bisschen kicken kan.

    Gruß, Christoph

  11. #51
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Standard

    Moin Christoph,
    2 Anmerkungen.

    - Sub. Wenn ich mir Die Impedanzhöcker ansehe, hast Du eher zu hoch abgestimmt, bist aber trotzdem bei 'ner f3 von 47 Hz.
    Wäre es nicht sinnvoller, dass Sub-Gehäuse etwas kleiner zu machen, "richtig" abzustimmen und mit einer etwas höheren f3 das Chassis ein wenig vom Hub zu befreien?
    Trotz etwas Wirkungsgradverlust ? Kommst Du jemals dahin, dass Du Sub UND Sats maximal aufdrehst?

    - Sats. Ich würde auf jeden Fall eine kleine "BBC-Senke" einbauen. Auch wenn Du etwas Wirkungsgrad verlierst,
    wirst Du im Bereich, wo der 3116 bei entspr. Lautstärke das Klirren anfängt, dafür eine höhere "erträgliche" Max.-Lautstärke haben.
    Klirren "schreit" imho im ähnlich, wie zuviel Energie bei 2-4,5 kHz. Beides zusammen ist grauselig.

    Die Satelliten sind ja auch eigentkich zu hoch abgestimmt, aber da macht's ja, zur Nutzung des Bafflesteps, auch Sinn.

    Noch 'was. Da der Höhenregler ja bei 0°-Stellung schon einen Peak macht - ist eine dosierte Pegelabsenkung des HTs daher nicht doch ganz sinnvoll ?
    Geändert von Don Key (23.05.2020 um 11:42 Uhr)
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  12. #52
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Nabend Matthias,

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen

    - Sub. Wenn ich mir Die Impedanzhöcker ansehe, hast Du eher zu hoch abgestimmt, bist aber trotzdem bei 'ner f3 von 47 Hz.
    "Zu hoch" gemessen an welchen Maßstäben?
    Das Ding soll aus möglichst wenig Volumen möglichst viel Krach machen. Ein Lehrbuchgehäuse wäre sicher tiefer abgestimmt, aber auch größer.

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht sinnvoller, dass Sub-Gehäuse etwas kleiner zu machen, "richtig" abzustimmen und mit einer etwas höheren f3 das Chassis ein wenig vom Hub zu befreien?
    Hub ist kein Problem. Oberhalb der Abstimmfrequenz ist der Hub immer im linearen Bereich. Unterhalb geht er zwar drüber, aber ich habe ja erzählt, mit einem 20Hz Sinus die maximale Ausgangsspannung des Verstärker getestet zu haben. Man hörte dem Kenford bei diesem Test zwar an, dass er nicht mehr ganz sauber spielt und Oberwellen aufmoduliert, aber die waren um ein Vielfaches leiser als die des Verstärkers und wären mit Musik drumherum nur ganz schwer wahrnehmbar gewesen. Und 20Hz ist in den wenigsten Musikstücken konstant erhalten. Der Amp "kotzt" auf jeden Fall vor dem Chassis (auch wenn ein stärkerer Amp dem Kenford wohl nicht viel mehr Pegel abtrotzen dürfte).

    Wenn, dann würde ich das Sub-Gehäuse eher größer machen, um eine tiefere Grenzfrequenz und/oder Wirkungsgrad zu gewinnen.

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Trotz etwas Wirkungsgradverlust ? Kommst Du jemals dahin, dass Du Sub UND Sats maximal aufdrehst?
    Das möchte ich doch hoffen. Er soll ja auch kleinere Partys beschallen und vor allem im Freien etwas Druck machen.

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Ich würde auf jeden Fall eine kleine "BBC-Senke" einbauen. Auch wenn Du etwas Wirkungsgrad verlierst,
    wirst Du im Bereich, wo der 3116 bei entspr. Lautstärke das Klirren anfängt, dafür eine höhere "erträgliche" Max.-Lautstärke haben.
    Klirren "schreit" imho im ähnlich, wie zuviel Energie bei 2-4,5 kHz. Beides zusammen ist grauselig.
    Beim Ghettoblaster bin ich in der finalen Abstimmung dazu übergegangen im Präsenzbereich wieder ein Dezibel Pegel reinzunehmen und eine komplett lineare Abstimmung zu realisieren. Das hat gut zur Charakteristik des Höhenreglers gepasst und sich in der Praxis auch bewährt. Der Höhenregler steht bei uns meistens zwischen 1/4 und 1/2 (je nach Musik und Aufstellungsort). Mit dem regelbaren Sub darunter hat man dann eine leichte Badewanne, so dass ich mit einem nervigen Präsenzbereich eigentlich nie Probleme habe. Im Gegenteil war die erste Abstimmung (die in Richtung BBC-Senke ging) zu unterkühlt, tendenziell inhomogen und Stimmen fehlte Stahlkraft.

    Ob das bei der Prolley auch so sein wird, muss man abwarten. Ich plane erstmal mit einer linearen Abstimmung. Ich werde mir auf jeden Fall Zeit lassen und den Kisten einige Tage (und vielleicht Wochen) unter verschiedenen Situationen und Aufstellungsorten lauschen.

    Gruß, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (23.05.2020 um 19:24 Uhr)

  13. #53
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Standard

    Moin Christoph,
    das

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    ...
    aber ich habe ja erzählt, mit einem 20Hz Sinus die maximale Ausgangsspannung des Verstärker getestet zu haben. Man hörte dem Kenford bei diesem Test zwar an, dass er nicht mehr ganz sauber spielt und Oberwellen aufmoduliert, aber die waren um ein Vielfaches leiser als die des Verstärkers und wären mit Musik drumherum nur ganz schwer wahrnehmbar gewesen. Und 20Hz ist in den wenigsten Musikstücken konstant erhalten. Der Amp "kotzt" auf jeden Fall vor dem Chassis
    ...
    habe ich überlesen.
    Ich hatte in einem Deiner letzten posts nur gelesen, dass Du mit 47Hz tiefer als gewünscht herausgekommen bist, der Kenford nur begrenzt huben kann und es etwas "boxig" klingt.
    Mit "richtig" abgestimmt (unglücklich formuliert) meinte ich eine Ergänzung des BR-Pegels zum Chassis-Pegel
    als eine überlappende Addition. Aber wenn der Kenford mechnisch die 20 Hz bei Vollausteuerung des Amps mitmacht (viele unmittelbare Nachbarn hast du nicht, oder ... ), ist ja auch alles gut.


    Edit - eine Frage dennoch - warum strahlen die beiden (gleichlangen ?) BR-Rohre im post #46 ab ca. 180 Hz so unterschiedlich ab, oder ist das einfach nur der Freihandmessung geschuldet?
    Geändert von Don Key (26.05.2020 um 06:48 Uhr)
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

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