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Thema: Prolley

  1. #1
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard Prolley

    Moin,

    Corona-Zeit ist Familienzeit, Corona-Zeit ist aber auch Bastelzeit. Deswegen habe ich direkt nach der (99%igen) Fertigstellung der 4-Wege-Kellerbox das nächste Projekt gestartet.

    Der Name Prolley ist eine Wortmix aus PA, Trolley und Proll, womit klar sein sollte, wohin die Reise geht Die Idee einer portablen Klein-PA ist natürlich nicht neu und es gibt schon unzählige Projekte, bei denen man die Inspiration holen kann. Meine Vorstellung geht dahin, dass man die komplette PA (Sub plus zwei Satelliten) auf einem Trolley-ähnliche Gefährt unterbringen kann und wie ein Koffer hinter sich herziehen kann, zur Not auch über einen längeren Zeitraum, weswegen der Leichtbau ein wichtiger Punkt ist. Der Mittelhochtonpart bzw. die Satelliten sollen abnehmbar sein, um an einem festen Standort die Stereoperspektive und das zu beschallenden Areal zu vergrößern.

    Ich hatte ursprünglich vor, meine alte Helix A6 Competition Car-HiFi-Endstufe für das Projekt zu nutzen, aber habe davon Abstand genommen und möchte wieder ein TPA 3116D2-China-Modul einzusetzen. Mehrere Punkte sprechen gegen die Helix:

    - Strombedarf. Die Helix zieht im Leerlauf fast so viel Strom wie das Bluetooth-Modul bei Volllast. Natürlich muss man den Spannungsunterschied von 12 zu 24 V noch einrechnen, trotzdem sind die Unterschiede drastisch.
    - Platzbedarf
    - Gewicht
    - zusätzlicher Aufwand für die Bluetooth-Konnektivität
    - zusätzlicher Aufwand für die aktive Trennung

    Die letzten beiden Punkte sind beim China-Board schon integriert und haben sich beim Ghettoblaster bewährt und in der Auslegung als praxisgerecht herausgestellt.

    Der einzige Nachteil ist die geringere Maximalpegel. Mit der Helix hätte ich so geschätzt ~5dB mehr Maximalpegel fahren können (wobei der Stromhunger dann natürlich um ein vielfaches höher gewesen wäre, wodurch auch die Ansprüche an die Stromversorgung (Laufzeit, Gewicht, Platzbedarf, Kosten) gestiegen wären). Letzlich ist es also eher die Vernunftentscheidung statt der Suche nach Extremen

    Die Entscheidung für das leistungsschwächere China-Modul prägt dann auch die Chassiswahl, da der Wirkungsgrad einer der wichtigsten Aspekte bei der Auswahl ist.
    Desweiteren wollte ich nur Chassis verwenden, die sich schon in meinem Befund befinden. Das hat im Mittelhochton geklappt, im Bass musste ich ein neues Chassis erwerben.

    Die Chassis werde ich (mehr oder weniger ausführlich) in einzelnen Posts vorstellen. Ein bisschen gebaut habe ich schon. Das folgt dann danach. Alles im Laufe der nächsten Stunden und Tage...

    Bis dann, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (06.04.2020 um 12:48 Uhr)

  2. #2
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    Hochtöner

    Da ich im Mittelhochton deutlich über 90dB anstrebe, schaute ich beim Hochtöner erstmal nach Wirkungsgrad und hielt verschiedene Hochtöner aus meinem Fundus kurz vor`s Mikro. Einer der lautesten war der Seas 27TTFNC/GW. Den gesteigerten Pegel erreicht er durch einen Neodym-Antrieb. Leider ist bei einem meiner zwei Exemplaren ein Treiber leicht beschädigt.

    Also habe ich versuchsweise die Schwingeinheit des Seas NoFerro 900 auf den Neodym-Antrieb geschraubt und den Wirkungsgradunterschied beider Antriebe im Nahfeld q&d uneingebaut verglichen:

    2dB mehr Pegel ab 4 kHz - passt.

    Leider leidet der Neodym-Antrieb unter ein Resonanzproblem im Kanal zum angekoppelten Volumen, was man auch im Impedanzverlauf um 3 kHz entdecken kann:


    Im Ausschwingen sieht man die Problemstelle auch:


    Also habe ich unterschiedliche (stärker wirkende) Dämpfungsmaterialien probiert. Am besten hat mir Tyrofoam gefallen. Hier ein Bild vom Umbau:


    Ergebnis im Ausschwingen:

    Der Frequenzgang wurde auch linearer, während die Impedanzkurve etwas abflachte und sich verbreiterte.

    Um den Wirkungsgrad des Hochtöner im unteren Hochton zu verbessern und das Abstrahlen etwas einzuschnüren und an den Mitteltöner anzupassen, werde ich das Elefantino-Wave (AWSM140) nutzen, was erfahrungsgemäß an den Seas-Kalotten ganz ok funktioniert. Testmessungen ergaben mit Wave in einem Meter Abstand zwischen 99 und 93 dB Wirkungsgrad an 2,83V und ein relativ gleichmäßiges Abstrahlverhalten. Einzig der Frequenzgang auf Achse war etwas zerklüftet und schlechter als z.B. am WG300 (ein typisches Problem des Elefantino-Wave). Aber da so eine Klein-PA selten genau auf Achse an einem festen Ort abgehört wird und eine gleichmäßige Energiebagabe viel wichtiger ist, ist das für mich eine hinnehmbare Schwäche. Ein Vorteil des Elefantino-Wave ist der kleinere Umfang von 14 cm und der Umstand, dass ich davon noch vier im Keller liegen habe



    Morgen geht`s weiter...
    Geändert von Christoph Gebhard (06.04.2020 um 19:21 Uhr)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von db7mk
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    Grosses Forumkino zur Zeit.
    Mich Frist das Home-Office fast auf, um so mehr freue ich mich über diese Beschreibungen.

    Vielen Dank
    Markus
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  4. #4
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    Mittel/Grundtöner

    Ich habe schnell gemerkt, dass man mit den HiFi-Lautsprechern wirkunsgradtechnisch kaum über 90dB kommt, also habe ich direkt im PA-Lager geschaut, wo ich den Celestion TF 0818 und der Speaker Trade Neo noch im Keller liegen hatte. Beide sind von der Auslegung ähnlich und platzieren sich irgendwo zwischen echtem Mitteltöner und Fullrange, also relativ hohe Reso um 100Hz, aber durchaus hubfähig. Obwohl der Celestion im Mittelton wohl etwas linearer läuft, fiel die Wahl auf den Speaker Trade, da sein Magnetsystem wesentlich kompakter baut, was für mich sehr wichtig ist.

    Die Satelliten möchte ich nämlich möglichst kompakt und mit einer schrägen Schallwand bauen. Diese Schräge hat mehrere Vorteile:

    Ich bekommen einen Treiber mit 21 cm Korbbreite auf eine Grundfläche von 19,8 x 19,8 cm (so wird auch der Sub nicht breiter als 40cm)


    Die Satelliten strahlen durch die Anwinklung, wenn sie nebeneinander auf dem Sub stehen, breiter als mit flacher Schallwand:


    Wenn ich die Satelliten abnehme, kann man sie - falls keine Ständer oder eine Stellfäche zur Verfügung steht - auch auf den Boden legen und sie strahlen wahlweise im Winkel von 30° oder 60° nach oben:


    Und diese Schräge hätte ich mit dem Celestion nicht bauen können. Da passt nur der Speaker Trade mit seinem Neo-Antrieb rein (weiterer Vorteil: niedrigeres Gewicht):


    Das Gehäuse ist übrigens aus 12er MPX gebaut, die Schallwand ist mit 10mm Spannplatte von hinten aufgedoppelt. Die Fräsungen für die Chassis wollte ich im Laufe der nächsten Tage machen.

    Die Schallwand hat die Proportionen des goldenen Schnitt:


    Der Hochtöner sitzt leicht außermittig. Das verbessert den Frequenzgang auf Achse im mittleren Hochton noch minimal (zum Vergleich: Rot: so weit außen wie möglich, Orange: mittig) :


    Und hier sind noch Messungen und Fotos des Speaker Trade, die ich kurz nach dem Erwerb gemacht und damals auch hier im Forum veröffentlich hatte:






    Frequenzgang in 20 Liter geschlossen, Schallwandbreite 25cm unter ca. 5°, 45° und 85°.
    Der Pegel war damals nicht auf 2,83V normiert. Der Wirkungsgrad liegt etwa 5dB höher:


    Ausschwingen im Nahfeld:


    Klirr 90dB:


    Klirr 100dB:


    Impedanz (einmal mit 18.85g Masse):


    Die sich darauf ergebenden TSP (nicht eingewobbelt, aber kurzzeitig weich gekloppt):

    Fs 107.9715
    Re 5.7000
    Rms 3.3113
    Qms 4.6731
    Qes 0.4085
    Qts 0.3757
    Cms 0.0953
    Mms 22.8096
    BL 14.6939
    VAS 6.3819
    Sd 219
    dBSPL 94.9594
    L 1kHz 0.1978
    L 10kHz 0.0853

    Zum Abschluss die AJ-Horn-Simulation im obigen 7 Liter-Gehäuse mit unterschiedlichen Abstimmfrequenzen:


    Gruß, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (07.04.2020 um 13:11 Uhr)

  5. #5
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    So,

    die erste Box ist gefräst:


    Wie man auf dem Foto ganz gut erkennen kann, musste ich innen an der Seitenwand ein wenig Material entfernen, damit die Streben des Korbs in das Gehäuse passen. Auf der anderen Seite gegenüber musste ich hingegen das Chassis bis zum äußersten Rand versetzen. Kompakter geht also wirklich nicht. Alles bis zum letzten Millimeter ausgereizt.

    Und hier mit provisorisch eingesetzten Chassis in der Nachmittagssonne:






    Gruß, Christoph

  6. #6
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    Hallo Christoph,

    ein gewohnt toll dokumentierter Thread und gewohnt gut durchdachtes Konzept von Dir. Macht einfach großen Spaß das zu lesen - und Lust, wieder etwas mehr Zeit in's Hobby zu stecken...

    Ich verfolge den Thread auch deshalb mit großem Interesse, weil Du den Speaker Trade Neo einsetzt, den ich auch noch im Keller liege habe.

    Bin auf die ersten Messungen gespannt, bei dem Tempo, das Du vorlegst, kann das ja nicht mehr sehr lange dauern....

    Gruß,
    Christoph

  7. #7
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    Zitat Zitat von db7mk Beitrag anzeigen
    Grosses Forumkino zur Zeit.
    Mich Frist das Home-Office fast auf, um so mehr freue ich mich über diese Beschreibungen.
    Das freut mich, Markus.
    Aber - ich muss auch zugeben - dass das eine win-win-Situation ist. Ohne die Dokumentation im Forum würde mir das Ganze nicht ganz so viel Spaß machen.
    Die Anerkennung ist dann Motivation und Antrieb.

    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    Bin auf die ersten Messungen gespannt, bei dem Tempo, das Du vorlegst, kann das ja nicht mehr sehr lange dauern....
    Schönen Dank, Christoph. Ich denke auch, dass ich noch vor Ostern die ersten Messungen präsentieren kann.
    Onno hatte ja viel Theater mit dem "Müll" aus den BR-Ports. Deswegen rechne ich auch damit, dass es nicht ganz einfach wird. Aber auf das letzte Quentchen Neutralität werde ich im Zweifel aber auch verzichten können.

    Womit wir bei den Bassreflexkanälen werden...

    Ich möchte sowohl beim Sub als auch bei den Satelliten je zwei Rohre pro Box einbauen. Die Idee ist, durch Verstopfen eines Rohres auf die Schnelle eine zweite Abstimmung zu realisieren.
    Mit zwei Rohren eine überschwingende, eher hohe Abstimmung mit viel Pegel und Wirkungsgrad.
    Mit einem verschlossenen Rohr eine neutrale und lineare HiFi-Abstimmung.

    Jetzt überlege ich gerade, was passiert, wenn ich die beiden Rohre unterschiedlich lang mache, um eine weitere Abstimmungsoption zu erhalten (also entweder das eine oder das andere Rohr zu schließen). Wie verhalten sich die Rohre dann zusammen? Wie bestimme ich die gemeinsame Abstimmfrequenz und gibt es Nachteile?

    Gruß, Christoph

  8. #8
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    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Onno hatte ja viel Theater mit dem "Müll" aus den BR-Ports. Deswegen rechne ich auch damit, dass es nicht ganz einfach wird. Aber auf das letzte Quentchen Neutralität werde ich im Zweifel aber auch verzichten können.
    Ich war zu dem Ergebnis gekommen, dass man den in so einer kleinen Behausung, egal was man macht, um 100 Hz nochmal ~10 dB elektrisch draufgeben muss. War bei mir in BR oder mit PR bei gleichem Volumen und ~100 Hz Abstimmung immer einigermaßen gleich.

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Womit wir bei den Bassreflexkanälen werden...
    Mach die auf jeden Fall nicht zu kein. Meine kleinen Eckports liefen zum Schluss* mit Länge=Schallwandstärke um nicht zu tief abgestimmt zu sein.

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Ich möchte sowohl beim Sub als auch bei den Satelliten je zwei Rohre pro Box einbauen. Die Idee ist, durch Verstopfen eines Rohres auf die Schnelle eine zweite Abstimmung zu realisieren.
    Mit zwei Rohren eine überschwingende, eher hohe Abstimmung mit viel Pegel und Wirkungsgrad.
    Mit einem verschlossenen Rohr eine neutrale und lineare HiFi-Abstimmung.
    ähnliches habe ich bei meiner Boombox ja auch gemacht, allerdings war da die Zielsetzung: a) Neutral mit Subwoofer, b) neutral mit noch möglichst viel Bass ohne Subwoofer, dafür leiser
    Das haut dann natürlich nur mit aktiver korrektur einer der beiden Abstimmungen hin, funktioniert aber ganz gut. Allerdings ist es ein enormer Unterschied, ob man 50 Hz oder 30 Hz als f3 hat.
    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Jetzt überlege ich gerade, was passiert, wenn ich die beiden Rohre unterschiedlich lang mache, um eine weitere Abstimmungsoption zu erhalten (also entweder das eine oder das andere Rohr zu schließen). Wie verhalten sich die Rohre dann zusammen?
    Die beiden Rohre bilden eine normale Bassreflexresonanz aus. Also funktioniert das ganze schonmal.
    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Wie bestimme ich die gemeinsame Abstimmfrequenz und gibt es Nachteile?
    Ich könnte mir vorstellen, dass man das mit Transmissionline von Leonardaudio simulieren kann... sonst experimentell. Ich würde mal davon ausgehen, dass zwei verschieden lange Rohre sich näherungsweise so verhalten, wie zwei mit der Länge des Mittelwertes. Evtl auch geometrisches Mittel.

    Gruß, Onno

    *wenn ich ganz ehrlich bin läuft der Prototyp heute immer noch so. Bin nie dazu gekommen, da nochmal schöne Gehäuse für zu bauen. Funktioniert aber auch mit einem BR und einem PR so ganz gut.
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  9. #9
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    Hallo Onno,

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Ich war zu dem Ergebnis gekommen, dass man den in so einer kleinen Behausung, egal was man macht, um 100 Hz nochmal ~10 dB elektrisch draufgeben muss. War bei mir in BR oder mit PR bei gleichem Volumen und ~100 Hz Abstimmung immer einigermaßen gleich.
    Benjamin Jobst hat das Chassis auch in ~12 Liter auf 80Hz gezogen, wodurch es zwar relativ tief geht, aber auch früh und flach abfällt. Ich möchte nicht so tief abstimmen (da ich nicht die Leistung habe, um per EQ nachzuhelfen), sondern stattdessen zwischen 250Hz und 120 Hz möglichst viel Pegel. Der Sub kann ja im Zweifel bis 200Hz (höchst mögliche Trennfrequenz am China-Board) unterstützen.

    Deswegen auch "nur" ~6-7 Liter bei mir. Hinzu kommt natürlich noch die Passivweiche, also wieviel ich den Mittelton mit der Serienspule runterdrücke. Das hängt natürlich auch so ein bisschen vom Hochtöner ab. 92-93dB hätte ich gerne im Mittelhochton und das möglichst tief runter. Ich werde aber bewusst so abstimmen, dass es am Boden (also mit dessen Strahlungswiderstands) tonal bis in den Oberbass passt. Auf einem Ständer oder einer Stellfläche darf der Frequenzgang ruhig ein wenig zu hohen Frequenzen ansteigen (Mittenbrett ). Da muss man dann per EQ am Handy nachhelfen oder den Sub höher laufen lassen oder halt die Bassreflexabstimmung auf die Schnelle ändern

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Die beiden Rohre bilden eine normale Bassreflexresonanz aus. Also funktioniert das ganze schonmal.
    Ich werde es einfach ausprobieren.

    Hier mal eine mögliche Lösung in der Simulation:


    Rot ist ein HP50 in 7 cm Länge.
    Schwarz ist ein HP50 in 5 cm Länge.
    Grün sind zwei HP50 mit 6 cm Länge.

    Gruß, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (07.04.2020 um 22:10 Uhr)

  10. #10
    bau doch mal anders... Benutzerbild von dy1026u
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    Moin, das sieht echt super aus! Ich bewundere die perfekte Holzbearbeitung.

    Schönen Abend, Hartmut

  11. #11
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Danke Hartmut,

    perfekt ist das sicher nicht. Ein gelernter Schreiner mit Profiwerkzeug bekommt das ohne Zweifel besser hin. Aber für meine Ansprüche reicht es, zumal es sowieso alles noch mit Warnex überkleistert wird.

    Da im Baumarkt der individuelle Zuschnitt wegen Corona geschlossen war, musste ich mir die Schnitte mit der Billig-Toledo-Tischkreissäge alle selbst anfertigen. Das war im Endeffekt sogar genauer als die meisten Baumarkschnitte der Vergangenheit , wenn auch die Kanten mit der Baumarktsäge natürlich sauberer geschnitten werden. Auch die schräge Schallwand war mit einem gewissen Aufwand verbunden. Alles aber eher eine Frage von Zeit und Geduld, statt von handwerklicher Kunst

    Für die achteckige Fräsung des Tieftöner habe ich mir ein kurzes Brett als Anschlag in die Mitte aufgeschraubt und jeden der acht Abschnitte einzeln gefräst. Hat etwas Zeit in Anspruch genommen, aber ganz gut geklappt. Ggf. kann ich bei der zweiten Box Fotos davon machen, falls man es sich so besser vorstellen kann...

    Gruß, Christoph

  12. #12
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    Moin Christoph,

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht so tief abstimmen (da ich nicht die Leistung habe, um per EQ nachzuhelfen), sondern stattdessen zwischen 250Hz und 120 Hz möglichst viel Pegel. Der Sub kann ja im Zweifel bis 200Hz (höchst mögliche Trennfrequenz am China-Board) unterstützen. [...] 92-93dB hätte ich gerne im Mittelhochton und das möglichst tief runter.
    Das finde ich besonders interessant, da ich bei meiner mobilen Beschallung genau in die andere Richtung gegangen bin: kleine Sateliten, dafür mehr Amping. Dafür brauche ich dann aber auch einen etwas dickeren Akku (6s, 9Ah ist verbaut. Könnte man bei gleicher Baugröße&Gewicht noch auf doppelte Kapazität bringen.), und gerade auch die Aktivelektronik hat schon einen recht hohen Ruhestromverbrauch (~8W), was die maximale Laufzeit auch bei geringer Lautstärke reduziert. Naja, einen Tod muss man halt sterben, entweder große Töner durch die Gegend schleppen oder große Akkus.

    Lediglich die schönen 8"er können einem ein bisschen Leid tun, die könnten mit richtigem Amping noch so viel mehr Krach machen. Das ist richtig amtliches Material. Ich verstehe aber warum du den so einsetzt.

    Zum Subwoofer hast du ja noch gar nichts gesagt? Da lese hier auf jeden Fall weiter gespannt mit.

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  13. #13
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Hei Christoph,
    meinst du die Mühe mit den versch. BR-Abstimmungen lohnt?
    Einen Peak bei 150 Hz um fast 5 dB - wer will das in welcher Abhörsituation?
    Einen Abfall bei 100 Hz um 3 dB - siehe eine Zeile höher ...
    Der 8"er ist doch in jeder lebenslage an einem TPA3116 potent genug um den einfach mit dem"schwarzen Fall" aus der letzten Simu laufen zu lassen und den HP-Schalter hast Du ja auch noch auf dem Board. Hast Du 'mal überlegt, evtl. einen BRHP jew. schaltbar zu machen, macht das evtl. Sinn ? Wäre auf jeden Fall eleganter, als immer ein paar alte Socken zum Verschließen der Ports dabei zu haben ...

    Auf den Sub bin ich auch gespannt ...
    Geändert von Don Key (08.04.2020 um 09:06 Uhr)
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  14. #14
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Moin,

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Das finde ich besonders interessant, da ich bei meiner mobilen Beschallung genau in die andere Richtung gegangen bin: kleine Sateliten, dafür mehr Amping. Dafür brauche ich dann aber auch einen etwas dickeren Akku (6s, 9Ah ist verbaut. Könnte man bei gleicher Baugröße&Gewicht noch auf doppelte Kapazität bringen.), und gerade auch die Aktivelektronik hat schon einen recht hohen Ruhestromverbrauch (~8W), was die maximale Laufzeit auch bei geringer Lautstärke reduziert. Naja, einen Tod muss man halt sterben, entweder große Töner durch die Gegend schleppen oder große Akkus.
    Habe mir den Thread nochmal durchgelesen. Die PM ist natürlich "DIY to the fullest". Sehr schön auch der Erfahrungsbericht am Ende. Kann ich alles gut nachvollziehen

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Lediglich die schönen 8"er können einem ein bisschen Leid tun, die könnten mit richtigem Amping noch so viel mehr Krach machen. Das ist richtig amtliches Material. Ich verstehe aber warum du den so einsetzt.

    Zum Subwoofer hast du ja noch gar nichts gesagt? Da lese hier auf jeden Fall weiter gespannt mit.
    Passendes Stichwort. Die Speaker Trades waren halt noch da und sind für das Amping sicherlich überdimensioniert. Den Sub mache ich genau deswegen nicht so amtlich Da war mir nur der Wirkungsgrad und die Grenzfrequenz wichtig.

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    Hei Christoph,
    meinst du die Mühe mit den versch. BR-Abstimmungen lohnt?
    Eine Peak bei 150 Hz um fast 5 dB - wer will das in welcher Abhörsituation?
    Einen Abfall bei 100 Hz um 3 dB - siehe eine Zeile höher ...
    Denke ich schon. Zum einen sind Simulation und Realität zwei Paar Schuhe. Gerade so spitze Überhöhungen sind am realen Objekt durch nicht einberechnete Verluste meist wesentlich harmloser.

    Zum anderen kommt der Einfluß der Aufstellung hinzu. Ich merke das an dem Ghettoblaster. Der klingt im Grundton/Oberbass je nach Aufstellung volllkommen unterschiedlich. Oft bekomme ich das mit der Übergangsfrequenz des Subs geregelt. Aber nicht immer. Gerade mit viel Begrenzungsflächen ist auch schon mal etwas zu bauchig. Umgekehrt wird es im Freien auch schnell mal dünn und ich muss dem Sub weiter reinlaufen lassen und nachpegeln. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens sehr froh über die Regelmöglichkeiten des China-Boards. Ich nutze sie eigentlich ständig, auch den Höhenregler.

    Deswegen: Mehr Mut zum EQuen und zum Lösen von Simulationen, die nur in einer theoretisch idealen Umgebung funktionieren. Gerade mobile Lautsprecher brauchen diese Flexibiliät, weil sich ihre Aufstellungsbedingungen ständig ändern. Und diese schraubt immer heftig an der Tonalität

    P.S. Die überschwingendenen Abstimmungen (auch später beim Sub) sind natürlich hauptsächlich für den Fall, wenn maximaler Pegel gebraucht wird, die Amps am Limit laufen und die Ansprüche an die Tonalität zweitrangig sind...*drei Atü aufem Kessel hab*...

    Gruß, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (08.04.2020 um 09:32 Uhr)

  15. #15
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    ...
    Denke ich schon. Zum einen sind Simulation und Realität zwei Paar Schuhe. Gerade so spitze Überhöhungen sind am realen Objekt durch nicht einberechnete Verluste meist wesentlich harmloser.

    Zum anderen kommt der Einfluß der Aufstellung hinzu. Ich merke das an dem Ghettoblaster. Der klingt im Grundton/Oberbass je nach Aufstellung volllkommen unterschiedlich. Oft bekomme ich das mit der Übergangsfrequenz des Subs geregelt. Aber nicht immer. Gerade mit viel Begrenzungsflächen ist auch schon mal etwas zu bauchig. Umgekehrt wird es im Freien auch schnell mal dünn und ich muss dem Sub weiter reinlaufen lassen und nachpegeln. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens sehr froh über die Regelmöglichkeiten des China-Boards. Ich nutze sie eigentlich ständig, auch den Höhenregler.

    Deswegen: Mehr Mut zum EQuen und zum Lösen von Simulationen, die nur in einer theoretisch idealen Umgebung funktionieren. Gerade mobile Lautsprecher brauchen diese Flexibiliät, weil sich ihre Aufstellungsbedingungen ständig ändern. Und diese schraubt immer heftig an der Tonalität

    P.S. Die überschwingendenen Abstimmungen (auch später beim Sub) sind natürlich hauptsächlich für den Fall, wenn maxixmaler Pegel gebraucht wird, die Amps am Limit laufen und die Ansprüche an die Tonalität zweitrangig sind...*drei Atü aufem Kessel hab*...
    ...
    Da bin ich ja kpl. bei Dir, wie gesagt, outdoor ist, gerade im Frequenzkeller (oder zumindest auf der Treppe dahin) etwas kpl. anderes als indoor (weswegen ich auch keinerlei Skrupel vor einem Bandpass hatte). Hast Du 'mal mit 'nem BRHP simuliert? Habe bei mir die GHPs jew. schaltbar gemacht, allerdings bei meinen Sats mit 2,5" BBs lediglich aus Gründen der Reduzierung des Membranhubs. Vielleicht kannst Du ja auch "überschwingend" bauen und dann mittels BRHP "glattziehen". Ich habe noch nie BRHP eingesetzt, finde nur die Idee von schaltbaren Abstimmungsvarianten elegant(er).
    Und mit dem schaltbaren HP auf dem Board zusammen hättest Du dann bei entspr. "sinnvoller" Dimensionierung des Ports ja auch 4 Abstimmungsvarianten.
    Aber wie gesagt, ich habe keinerlei Erfahrung, wie sich ein Hochpasskondensator bei BR auswirkt, aber vielleicht ist es ja eine Überlegung bzw. eine Simu wert .

    P.S.: So wie der "Speaker Trade" bei 2kHz schon bündelt, wirst Du wohl bei spät. 2 kHz, eher noch d'runter trennen müssen. Macht der HT das trotz WG klaglos mit?

    Edith sieht gerade, das die Winkelmessungen des 8"ers quasi von 0° bis 90° gehen, das' relativiert natürlich einiges.
    Geändert von Don Key (08.04.2020 um 10:20 Uhr)
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  16. #16
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Ich werde es einfach ausprobieren.
    Hier die Ergebnisse...

    Ich habe die Rohre jetzt erstmal was länger gelassen (kürzen geht immer noch) und zwar 8 cm und 6 cm:


    Die Hochtonöffnung habe ich mit einem Brett verschlossen, weil Waveguide und Hochtöner noch nicht luftdicht miteinander verbunden sind.


    Das Gehäuse war spärlich mit etwas Basotect und Noppenschaumstoff bedämpft.

    Impedanz:


    Grün sind beide Rohre
    Rot ist das 6 cm-Rohr
    Türkis ist das 8 cm-Rohr

    Akustisch:

    8cm Rohr:


    6cm Rohr:


    Beide Rohre:


    Grundsätzlich scheint der Plan also aufzugehen, auch wenn die Abstimmungen in Summe alle noch etwas zu tief liegen. Hier werde ich noch 1-2 cm kürzen.
    Was auch auffällt ist, dass beide Rohre zusammen einen deutlichen Pegelgewinn auch zwischen 200 und 350 Hz bringen. Das finde ich für meinen Anwendungsfall und unter Berücksichtigung des Subwoofers, der "untenrum" ja auch helfen kann, viel wichtiger als eine tiefere untere Grenzfrequenz.

    Um 380 Hz scheint es noch eine Stehwelle im Gehäuse zu geben, in Frage kommt eigentlich nur zwischen Boden und Deckel. Die kann man mit einer sorgsam platzierten Bedämpfung ggf. noch etwas abschwächen.

    Gruß, Christoph

  17. #17
    Musik an - Welt aus Benutzerbild von Don Key
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    Etwas OT, aber denn doch nicht ganz - habe gerade gesehen, dass - zumindest auf meinem TPA3116D2-Board - sich zw. den beiden TPA3116 - "Käfern" und den beiden jew. Kühlkörpern KEINE Wärmeleitpase befindet.
    Bestätigung bringt weit, Kritik bringt weiter.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  18. #18
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Hallo Matthias,

    Zitat Zitat von Don Key Beitrag anzeigen
    P.S.: So wie der "Speaker Trade" bei 2kHz schon bündelt, wirst Du wohl bei spät. 2 kHz, eher noch d'runter trennen müssen. Macht der HT das trotz WG klaglos mit?
    Da habe ich keine Sorge. Die Sease sind relativ widerstandsfähig. Zudem ist etwas Ferrofluid im Luftspalt und auf dem Magnet ein dicker Kühlkörper. Das Wave hilft untenrum ja auch und der Verstärker hat an 5 Ohm so ~50Watt. Bei der Trennfrequenz ist der Pegel auch schon um ~6dB abgesenkt. Ich hätte auch keine Problem damit unter 2000Hz zu trennen.

    Die - sicherlich weniger widerstandfähigen - Dayton-Pillen habe ich in der Bluetooth-Box bei 1900Hz getrennt. Klirr sauber. IMD sauber. Keine Probleme im Klang, auch beim Pegeln.

    Ich denke die Diskussionen um zu tief getrennte Hochtöner, die dann anfangen "schlecht" zu klingen, kommt eher durch das geänderte Rundstrahlverhalten. In den meisten Fällen strahlen die Hochtöner ja breiter als die Mitteltöner und dann hat man meist mehr Energie im Präsenzbereich im Raum, wodurch es vordergründiger und ggf. aggressiver klingt. Das wird dann als "klirren" des Hochtöners gedeutet. Dabei klirren nur die Ohren aufgrund des unlinearen Diffusfeldes


    Ein bisschen habe ich für heute noch von Live-Front...

    Zuerst habe ich die Bedämpfung sorgfältig eingesetzt. Etwas Basotect auf die Rückwand, Fibsorb an den Seitenwänden und Noppe hinter den Rohren:




    Dann habe ich die Rohre gekürzt. Das obere Rohr von 8 cm auf 7 cm und das untere von 6 cm auf 4 cm. So bekomme ich drei insgesamt etwas höhere Abstimmfrequenzen, die untereinander gleichmäßig und praxisnah gestaffelt sind:

    Hinzu kommt: Durch die stärkere Bedämpfung im Gehäuse ist die Störung bei 380Hz reduziert.

    Hier mal die Unterschiede zwischen den drei Abstimmungen im Raum gemessen. Die Box stand dabei auf dem Boden, Mikro etwa ein Meter entfernt, mittig im Raum, keine Weiche:




    Ein Ohr habe ich auch mal kurz reingehalten. Da der Speaker Trade auch "Höhen" kann, klang das gar nicht komplett verkehrt. Die hohe Abstimmung klang am ausgewogensten und dröhnte nicht. Die tiefste klang etwas schlanker, aber auch kompletter. Man konnte Bassläufe wahrnehmen, die vorher untergegangen sind. Mit Sub ist dieser "Vorteil" natürlich fast wertlos (ggf. ist die Addition und Phasenlage zum Sub aber günstiger, mal schauen).

    Trotzdem favorisiere ich im Moment eher die hohe Abstimmung. Von einer Überhöhung wie in der AJ-Horn-Simulation ist nämlich nix zu sehen. Im Gegenteil ist sie am linearsten und ist ein guter Gegenpol zum Pegelanstieg im Mittelton. Die tiefere Grenzfrequenz der beiden anderen Abstimmungen haben im Raum gemessen kaum einen Mehrwert.

    Womit wir beim Wirkungsgrad wären...

    Beide Chassis unter etwa ~20° in genau einem Meter Abstand bei 2,83V:

    Das sieht doch vielversprechend aus. 94-95dB sollten drin sein

    Morgen werde ich wohl Winkelmessungen für VituixCAD anfertigen...

    Schönen Abend noch, Christoph
    Geändert von Christoph Gebhard (08.04.2020 um 20:23 Uhr)

  19. #19
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    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    Morgen werde ich wohl Winkelmessungen für VituixCAD anfertigen...
    Hier die ersten Ergebnisse:

    Alle Messungen sind in 1 Meter Abstand mit 2,83V. Aufgrund einer falschen Einstellung muss man aber ein Dezibel abziehen.

    Hochtöner 0-90° horizontal nach rechts gedreht:


    Hochtöner 0-90° horizontal nach links gedreht:


    Mitteltöner 0-90° horizontal nach rechts gedreht:


    Mitteltöner 0-90°horizontal nach links gedreht:



    Gruß, Christoph

  20. #20
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    Zweiter Schwung Winkelmessungen, diesmal vertikal in 15°-Schritten.

    Hochtöner 0-90° nach oben:


    Hochtöner 0-90° nach unten:


    Mitteltöner 0-90° nach oben:


    Mitteltöner 0-90° nach unten:


    Und hier nachgereicht die Nahfeldmessung im Bassbereich mit den zwei gekürzten Rohren und der Bedämpfung:

    Die Stehwelle um 380Hz ist ausreichend abgeschwächt.

    Diese Nahfeld-Messung werde ich jetzt auch für die VituixCAD-Simus einsetzen und an die obigen Winkelmessungen mergen.

    Gruß, Christoph

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