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  1. #1
    Chef Benutzer Benutzerbild von Azrael
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    Standard Was bringt eine solche Schallwandgestaltung?

    Manchmal stöbere ich bei diyaudio.com herum. Heute bin ich auf ein Bild gestoßen, das eine Box zeigt, deren Schallwand um den HT herum wohl wie ein Diffusor wirken soll. Der Gedanke dahinter mag gewesen sein, Kantenreflexionseffekte über einen weiteren Bereich zu "verschmieren", aber wer weiß?

    Es ist das zweite angehängte Bild in diesem Post eines Threads mit dem Titel "Baffle Shape for Smooth Frequency Response".

    Was denkt ihr?

    Viele Grüße,
    Michael

  2. #2
    Benutzer Benutzerbild von newmir
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    Standard

    Damit habe ich mich für die LS3/5a Battle beschäftigt..... war ja quasi "Das Thema" bei der Battle.

    https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...Newmirs-LS3-5a

    Auf der ersten Seite etwas weiter unten . posting 7 und 12 und dann in Posting 16 die Beispiele von Franky.... Im Prinzip geht es, wie Du schon vermutet hast um das Verstecken der Kantenreflektion. Das macht man, indem man schon vorher Kanten "anbietet", an denen sozusagen frühe Kantenreflektionen entstehen. An der eigentlichen Gehäusekante kommt entsprechend weniger an und der Effekt verteilt sich über einen grösseren Bereich und ist weniger ausgeprägt. Die wilden Formen sind aber garnicht nötig. Letztlich funktionieren selbst konzentrische Kreise. Das Problem für mich war nur, dass bereits der erste Ring bei mir aus herstellungstechnischen Gründen (3D Druck) zu dick war und man immer den innersten Kreis gut im Frequenzgang sehen konnte. Darum ist es bei mir am Ende doch Filz geworden .... da hast Du quasi unendlich viele schwache Kanten und die erste Kante fällt auch nicht auf.

    In deinem Beispiel ist der HT nicht eingefräßt, wenn ich das richtig sehe ....schade ....weil auch das wirkt wie ein erster ausgeprägter konzentrischer Ring und ich würde vermuten, den findet man im Frequenzgang wieder. Konsequenter Weise solle man auch gleich die Front des HT selber schon so "zerklüftet" gestalten. Aber grundsätzlich ist das doch schon eine sinnvolle und auch optisch ansprechende Sache.
    Geändert von newmir (15.08.2019 um 22:10 Uhr)
    Herzliche Gruesse
    Michael

  3. #3
    Vorsicht schräger Humor
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    Moin,
    das ist eine in der gesamten Technik angewandte Methode, zu erwartende Resonanzen so weit zu streuen, dass man zwar überall kleine und kleinste Störungen hat aber keine ausgeprägten Peaks mehr, Optik, Elektrik, Mechanik, Akustik ..........
    Primzahlen spielen dabei auch eine große Rolle.
    Das ganze Leben ist ein Kompromiss, der dargestellte optisch ausgesprochen häßlich.
    Jrooß Kalle

  4. #4
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    Weil wir gerade bei Schallwandgestaltung sind: Es gibt ja ein paar Lautsprecher mit einer, hmmm, eingewinkelten oder "geknickten" Schallwand - als Fertiglautsprecher z.B. die Focal Sopra, oder Focal Grande Utopia https://www.focal.com/de/hifi-lautsp...-utopia-em-evo , als dedizierter Bausatz z.B. die Visaton Pentaton https://www.visaton.de/de/produkte/h...me/pentaton-bb oder als Abwandlung von "geraden" Lautsprechern wie z.B. die Duetta Grandiosa https://www.lautsprecherbau.de/magaz...36,de,90898,64 . Was ich mir überlege ist eine solche Schallwandgestaltung für eine Schreibtisch-Monitorbox. Diese Box steht so, dass die Schallwand für den HT nach hinten geneigt sein muss, um direkt meine Ohren zu treffen. Im Grunde müsste der TT noch etwas flacher stehen damit er ebenso "direkt" meine Ohren trifft. Dann hätte ich aber nicht eine Fase nach hinten sondern direkt am HT eine harte Kante die über die ganze Breite des Lautsprechers läuft. Drohen mir mit einer solchen Kante unschöne Reflexionen?

  5. #5
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    Das hängt davon ab, wie stark der Knickwinkel ist. Bei den Focals sind das 5°, oder so. Das wird einen messbaren Einfluss haben, aber ich denke mal keinen schlimmen. Auch der nahe Tiefmitteltöner ist eine Störquelle, die man idR in kauf nimmt.

    Wenn man Pech hat und der Knick eine ungünstig gelegende Störung fabriziert, könnte man den Knick auch noch verrunden, was Focal auch bei den neueren Lautsprechern macht.

    VG, Matthias

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von nical
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    soweit ich mich erinnern kann, war bei den focal die intention bzw. das argument, die chassis' auf den hörer auszurichten (gestatte mir mal, das so ungendermäßig zu schreiben, da sichs bei den hifiverrückten eh fast ausschließlich um männer handelt).
    obs was gebracht hat oder ob man sich damit an anderer stelle probleme einhandelt weiß ich nicht.
    gruß reinhard

  7. #7
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    Ja Reinhard,

    so sehe ich das auch. Zwei Aspekte kommen durch das "biegen" der Schallwand zum Tragen:

    1. Die vertikalsymmetrisch um den HT angeordneten Treiber kommen in gleichen Abstand zum Hörex (ist das gendertechnisch richtig so? ) was zu besserer Bühnenwiedergabe führen könnte.
    2. Die Ohren der Hörx () sind jeweils auf der Hauptachse der Chassis. Damit kann der Hörabstand oder besser gesagt die Summation der Wege am Hörplatz optimiert werden.

    Ich finde das zwar sehr aufwendig, aber die Intention einer Hörplatzanpassung durchaus nachvollziehbar.
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  8. #8
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    Standard

    So ungefähr stelle ich es mir vor - wie man sieht kämpfe ich noch ziemlich mit der Ebenenverwaltung in DSM, ich bekomme z.B. die linken Ecken (Fasen) partout nicht nach hinten geklappt.

    Der HT ist 8,5° nach hinten geklappt, der MT 17° . Die "Kante" kann ich natürlich verrunden oder in die andere Richtung sogar als Hohlkehle ausbilden. Fragt sich halt, was weniger schlimm ist.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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