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  1. #1
    Hat Holzstaub geleckt...
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    Standard Moni-DXT - 2 Wege Aktiv-Mini-Monitor

    Hallo zusammen,

    ich will auch mal anfangen, die Doku der Moni ein bisschen voranzutreiben,
    damit ich sie auch zum 01.09. wirklich fertig habe... Wird schwer genug...

    Hardware:
    Seas DXT (ja, schon wieder )
    Tang Band W4 1720 (auch populär geworden hier ;-) Ich hatte die Idee zuerst )
    - in ~5,5l netto BR, 48Hz Tuning

    MiniDSP 2x4HD, zuhause auch mit Dirac, für den Contest ohne
    DIY-IcePower-Endstufe mit 50ASX2 und 125ASX2

    Gehäuse:
    270 hoch, 155 breit, 240 tief
    schlichter Aufbau, Kanten vorne nur gefast oder gerundet, das muss ich noch klären

    Entstehungsgeschichte:

    Die Idee, (nach der Fertigstellung meiner DXT-Mon) einen wirklich kompakten
    Monitor zu bauen, der den Namen auch verdient hat und der zudem auch noch
    ohne Subwoofer auskommt, trieb mich schon länger um.

    Nachdem ich die DXT-Mon gehört hatte und vom HT und der Räumlichkeit
    wie weggeblasen war, stand der Plan nun ganz fest. Den TT hatte ich mir bei
    der Speedster abgeguckt, in die ich mich schon vor Jahren mal "verliebt" hatte.

    Auf schräge Fasen wollte ich ganz bewusst verzichten, so einfach die auch
    theoretisch herstellbar sein mögen, sind sie für den ein oder anderen Nachbauer
    doch ein Hindernis. Einen Abrund/Fasenfräser hat man aber aber sowieso,
    wenn man eine Oberfräse hat.

    Vom Aufbau der aktuellen "Test-Gehäuse" habe ich keine Bilder gemacht,
    ist halt einfach nur eine Kiste mit drei Löchern drin, aufgrund der kleinen
    Abmessungen habe ich auch keine Versteifungen drin.



    Das war im Januar...

    Nun ging es erstmal Schlag auf Schlag - messen, messen, messen und in Vituix-CAD einpflegen:

    Br-Nahfeld:


    TT-Nahfeld:



    Zunächst mal den Schallwandeinfluss auf die Nahfeldmessung des TT "errechnet" (Diffraction-Tool):






    Dann mit dem Merger BR-Port und TT Nahfeld zusammengebracht,
    die gerade erstellte Diffraction Response ebenfalls eingerechnet:




    Hierbei ist pfiffig, dass VituixCad die Nahfeldmessung von TT und BR-Rohr
    automatisch zusammenführt - wichtig ist es hier die korrekten Flächen anzugeben
    und sowohl TT Nahfeld als auch BR-Port bei gleichem Pegel zu messen.
    Nach Eingabe der Fläche bei "area" skaliert das Programm automatisch die Pegel.

    Dann die Winkelmessungen:





    Nach sehr viel probieren, hören und sehr vielen gute Tipps hier aus dem Forum stehe
    ich nun aktuell bei folgender Weichenversion:



    Die Wahl beim Abhörwinkel fiel auf 20°, da hier Frequenzgang und Bündelungsmaß
    am gleichmäßigsten waren. Abgestimmt habe ich leicht fallend ab 1Khz. Dadurch
    ergibt sich am Hörplatz ohne weitere Korrekturen ein Frequenzgang, der sowohl
    in meinem Ton-Studio-ähnlichen Hörraum (stark bedämpft) als auch im Wohnzimmer
    als "neutral" durchgeht.

    Dank Aktiv-Technik kann ich hier untenrum ein wenig mehr Schub geben, ja nach
    Aufstellung ist das aber gar nicht notwendig. Der Hochpass ist im Nahfeldbetrieb
    nicht notwendig, eher fallen einem die Ohren ab - auf 3m im Wohnzimmer könnte
    er aber vielleicht doch mal notwendig sein, um den kleinen TT etwas zu schonen.

    Der kleine PEQ um 10Khz am HT korrigiert eine Spitze, die ich mir wohl durch
    die aktuelle Schallwandgestaltung eingefangen habe - hier will ich noch mit
    einer größeren Verrundung experimentieren. Einen hörbaren Unterschied konnte
    ich nicht feststellen.

    Bei der Pegelanpassung des HT ist zu beachten, dass meine Verstärkermodule
    verschiedene Gains haben - bei identischen Amps muss der HT eher so 6dB gebremst werden.

    Was noch aussteht:

    1. Abstrahlungsverhalten Superhochton evtl. verbessern
    - die Testgehäuse kommen nochmal auf die Fräse, aus den Fasen werden Verrundungen

    2. Bedämpfung final klären
    - im Bauthread habe ich mehrere Versionen dokumentiert, ganz zufrieden war ich noch nicht
    - aktuell ist mir das BR-Rohr im Weg, das muss weiter runter um einen "Sumpf" oben bauen zu können

    3. Neue, schöne Gehäuse bauen
    - Material ist bestellt, ein Bekannter fräst mir alles gleich fix und fertig
    - Front/Rückseite MDF-schwarz geölt, ringsum furniert

    Soweit erstmal für heute


    Über Anregungen und Verbesserungsvorschläge freue ich mich natürlich!
    Geändert von Sathim (10.08.2019 um 10:24 Uhr)

  2. #2
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    Sehr cooles Projekt, ich stelle gespannt meinen Stuhl auf
    VG Michi

  3. #3
    Hat Holzstaub geleckt...
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    Gerade eben war ich nochmal in der Werkstatt und habe die Kanten der Fasen
    großzügig verrundet - unser Abrundfräser war leider nicht groß genug... daher von Hand.

    Heute Abend wird nochmal gemessen.


    Beim Chassis ein - und ausbauen musste mir natürlich auch noch ein
    Lötzinnkleckschen auf die Membran des einen TT fliegen - Sch**ße!

  4. #4
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    Über den „Sumpf“ würde ich gerne mehr lesen - gibts da einen separaten Thread dazu? Der TT ist bei mir zwar ein Exclusive 6 und statt BR gibts Passivmembran aber das Bedämpfungsthema werde ich auch bekommen und bin da noch recht planlos.

  5. #5
    Hat Holzstaub geleckt...
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    https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...-Band-W4-1720)

    Hier im eigentlichen Entwicklungsthread habe ich verschiedene Varianten probiert und jeweils
    mit Impedanzmessung verifiziert - einfach mal reinschauen.


    [EDIT]

    Habe jetzt eine lange hoffentlich (so dachte ich zumindest) letzte Mess-Session hinter mir.
    Blöderweise bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob ich beim Messen Delay und Gain im DSP
    auch deaktiviert hatte - Weiche und alle PEQs waren sicher aus.

    Irgendwie passen hier ein paar Sachen nicht ganz zusammen.
    Ich habe nun, um die Phasenlage bei der Trennfreqnenz passend zu bekommen,
    ein Delay von 100µs - zuvor waren es nur 60µs.

    Es sind halt erschwerte Bedingungen, wenn man alle 10min zum die Treppe
    hochsprinten muss um das Töchterchen, dass gerade noch einen Zahn bekommt,
    wieder zur Ruhe zu bringen...


    Ich schreibe das mal für mich "laut" auf, vielleicht hilft es ja mal jemandem...


    Ich habe in REW mit Loopback gemessen.
    REW sagt:
    TT 4,79 ms
    HT 4,75 ms

    Die Differenz von 0,04ms deckt sich mit vorherigen Messungen, also muss das Delay
    am HT im DSP während der neuen Messungen aus gewesen sein.

    Öffne ich nun die Daten in VituixCAD, muss ich ja auch hier das Delay eintragen,
    um die Phaseninformation korrekt darzustellen. Ich hatte das hier nach einen
    Tipp von Slaughthammer bisher so gemacht, dass ich das Delay so eingestellt
    habe, dass sich normal-Phase und minimal-Phase im Frequenzgangfenster
    links oben möglichst gut überlappen. Dabei komme ich dann aber auf andere
    Werte als auf die, die mir REW gibt.

    Was soll ich da denn nun eintragen?

    Folgender Gedankengang weiter dazu:

    Ich habe dann die Delay-Werte aus REW in Vituix-Cad übernommen
    und geschaut, wie es dann mit dem Delay des HT für die passende
    Phasenlage in Vituix-CAD aussieht - und siehe da, nun sind es wieder
    die zuvor ermittelten 60µs.

    Passt das also nun so?

    Was den Pegel angeht, kann ich nur nochmal nachmessen und die
    zwei Setups vergleichen, um ganz sicher zu sein.

    Nun aber erstmal zum Wichtigsten - dem aktuellen Simulationsergebnis:
    Der kleine Peak um 10Khz ist tatsächlich futsch, die Schleiferei hat sich
    also gelohnt. Das Verhalten unter Winkeln im Superhochton hat sich
    ein gutes Stück beruhigt, erstaunlich was so ein kleiner Eingriff bringt.




    Ich hatte übrigens auch mal den Realitätscheck gemacht - Simu und Messung
    gleichen sich wie ein Ei dem anderen, Verifikationsmessungen kann man sich
    hier also sparen.
    Geändert von Sathim (10.08.2019 um 23:11 Uhr)

  6. #6
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    So - fertig - aus - Ende.
    Hatte tatsächlich die Pegelanpassung noch drin, jetzt stimmt im Weichenschaltbild aber alles.

    Und so bleibt es auch bis zum Contest.
    Einzig die finale Impedanzmessung muss ich dann noch liefern, das geht aber erst
    wenn neuen Gehäuse fertig sind.

  7. #7
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    Von wegen fertig...

    Gerade festgestellt (Zufall), dass VituixCAD nach dem Update nicht mehr
    auf MiniDSP eingestellt war - also die ganze Entzerrungsgeschichte von vorn.

  8. #8
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    Standard

    Hei, das sieht aber schon lecker aus. Einzig ist mir nicht ganz klar, warum Du den Hochton, gerade in einem rel. stark bedämpften Hörraum, auf Achse um fast 5 dB abfallen lässt.
    Über persönliche Vorlieben müssen wir nicht reden, aber als jemand, der nur die Messschriebe hier im Forum "hören" kann, fällt mir das halt auf.

    P.S.: Du solltest aber nicht auf Strumpfsocken in die Werkstatt gehen ...
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  9. #9
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    In der nun aktuellen Iteration fällt der Abfall (hihi) geringer aus.
    Je nachdem wo man nun musst und wie stark man glättet, komme ich bei 2 bis 3db raus.

    Der Energiefrequenzgang fällt aber etwas weniger, der liegt ca 1db unterm Target.
    Insofern passt das schon ganz gut.

    PS: Das Foto ist im Hörraum
    In der Werkstatt trage ich natürlich feste Schuhe

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