» über uns

» Registrierung

Zeige Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Darakon
    Registriert seit
    25.09.2013
    Ort
    Neuburg a.d. Donau
    Beiträge
    410

    Standard Passiver High-Pass Filter für Subwoofer-Anbindung?

    Hallo zusammen,

    Gerade benutze ich ein Setup, bei dem ich den Subwoofer und die Lautsprecher nicht komplett aktiv trennen kann.
    Der Subwoofer verfügt allerdings über einen Low-Pass-Filter (eingestellt auf 120 Hz).

    Jetzt wäre die Frage, ob es Sinn macht, die Hauptlautsprecher jeweils mit einem passiven High-Pass-Filter bei 120 Hz zu versehen.
    Von der Entwicklung passiver Frequenzweichen habe ich nicht sonderlich viel Ahnung.

    Laut dem Rechner von Jobst (http://www.jobst-audio.de/tools-freq...frequenzweiche) würde ich für eine Trennung bei 120Hz eine Spule mit ~15mH und einen Kondensator mit ~117 µF benötigen.
    https://www.reichelt.de/visaton-kn-s...?&trstct=pol_0
    https://www.reichelt.de/tonfrequenze...?&trstct=pol_0

    Macht die Auswahl der Bauteile Sinn?
    Macht es überhaupt Sinn bei 120 Hz passiv zu trennen?
    Geändert von Darakon (17.07.2019 um 09:21 Uhr)

  2. #2
    Benutzer
    Registriert seit
    16.11.2018
    Ort
    Bretten
    Beiträge
    78

    Standard

    Zitat Zitat von Darakon Beitrag anzeigen
    Macht es überhaupt Sinn bei 120 Hz passiv zu trennen?
    Nein - das wird teurer als aktiv und geht ohne Messtechnik nur per "Weichen-Rechner" definitiv nicht! Du bist mit Sicherheit zu nahe an der Grundresonanz der Satelliten und müsstest die per Sauger erst mal glatt ziehen. Also Impedanzkurve aufnehmen, Sauger auslegen und noch mal drei Bauteile dazupacken
    Gruß Klaus

    Wer nicht bis drei zählen kann, muss es halt digital lösen !

  3. #3
    Jugend forscht... Benutzerbild von dy1026u
    Registriert seit
    19.01.2016
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    438

    Standard

    Moin,

    wenn Du die Eingangsimpedanz des Verstärkers kennst (oder messen kannst), kannst Du einen preisgünstigen PLLXO (passiv line level cross over) probieren.

    Vorteilhaft ist es zu wissen, welche Steilheit der Filter in der Basskiste hat, da er über 120 Hz ja auch noch etwas überträgt. Messen ist da schon nicht schlecht...

    Für die 6dB-Filterberechnung würde ich dann Bauteile 1 bis 2 Oktaven über den 120Hz berechnen und einige Werte einfach ausprobieren. Die kleinen Kondensatoren kosten ja nur Centbeträge. Nachmessen ist da natürlich auch von großem Vorteil .

    Gruß, Hartmut
    Geändert von dy1026u (17.07.2019 um 10:09 Uhr)

  4. #4
    Beschäftigter e. LS-Firma
    Registriert seit
    17.12.2017
    Ort
    Frankreich
    Beiträge
    606

    Standard

    jein

    Welches Gehäuseprinzip haben die Satelliten, bei BR Vollbereichslautsprechern kann es bereits ausreichend sein, die BR-Rohre zuzustopfen, damit drückst du die untere Frequenz bereits hoch.
    Du kannst aber auch die Übergangsfrequenz des Subwoofers soweit nach unten legen, dass dieser lediglich den Bereich der den Satelliten fehlt übernimmt, was am meisten Sinn macht.

    BG, Wastler

  5. #5
    Aktiv-LS-Fan
    Registriert seit
    01.07.2011
    Ort
    nahe München
    Beiträge
    628

    Standard

    Hallo "Darakon",

    zunächst wäre es gut Ross und Reiter zu kennen, denn wir kennen die Satelliten nicht und auch nicht deren Bass-Schalldruckverlauf.

    Ich gehe auch mal auf den Aspekt ein "...ob es Sinn macht..." und sage meine Meinung (die man nicht teilen muss): 120Hz sind, je nach Steilheit der eingesetzten Filter, grenzwertig, weil je nach Aufstellung des Subwoofers bereits Ortbarkeit des Subwoofers eintreten kann. Abhilfe bringt ein zweiter Subwoofer "unter" oder bei den Satelliten.

    Eine tiefere Trennung entlastet die (uns in ihrer Bassfähigkeit noch unbekannten) Satelliten natürlich weniger.

    Zur Bassentlastung der Satelliten mit einem passiven Filter 2.Ordnung zu arbeiten geht mMn nicht gut, weil die Tiefenresonanz(en) die elektrische Filterwirkung durch ihren Impedanzgang verzerren. Die angeführten passiven RC-Filter zwischen Vor und Endstufe schränken halt die Geräteflexibilität durch ihre Quell-/Last-Impedanzabhängigkeit ein. Hinzukommt, dass man mit einem einfachen Filter 2. Ordnung eventuell (bedingt durch die eventuelle Nähe der unteren Sat-Grenzfrequenz) phasenbedingte Summationsfehler bekommt (Stichwort: Linkwitz Filter und Kompensation).

    Wählt man einen Übergang von Sat nach Sub an der unteren Grenzfrequenz der Satelliten, also ohne Sat Filterung, werden diese nicht vom Bass entlastet und der oft beobachtbare Effekt einer besseren Mittenwiedergabe durch Sub-Einsatz kann durch die weiterhin grossen Sat-TT-Hübe nicht eintreten. Es kommt hinzu, dass die (unbekannten) Phasenbeziehungen im Sub/Sat Übergangsbereich eine bruchlose Sub-Anbindung behindern.

    Die Beziehungen zwischen zwei Sats und einem Sub sind komplexer als man vielleicht denkt, den Einfluss der Subplatzierung auf die Anbindung hatte ich noch gar nicht erwähnt... Darum gibt es auch ziemlich viele schlechte Sub-Anbindungen...

    Ich plädiere folglich für eine saubere, aktive, steile (z.B. 24dB/Okt) Trennung, die den Sat Schalldruckverlauf berücksichtigt (siehe z.B. Linkwitz), für Tiefbassentlastung der Sats sorgt und eventuell auch Delays für Summationsoptimierung bietet (Aufstellungsanpassung, siehe z.B. Linkwitz).

    ABER: Das alles ist natürlich abhängig vom zu erreichenden Qualitätsanspruch und der Bereitschaft Aufwand zu treiben und Mühe zu investieren
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •  
Powered by vBadvanced CMPS v4.3.0