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  1. #1
    Vorsicht schräger Humor
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    Standard McGee HL 1018 verschmilzt mit Celestion H1-9040P

    Moin,
    ja, es gibt das Thema dicke Lippe. Das ist aber ziemlich überfrachtet und hier gibt ein neues Konstrukt, dass mit aktuellem Material gebaut werden kann.
    Mit dem originalen HL 1018 kann wegen der Stufe im Hornhals keiner entspannt Musik hören.
    Anderseits ist der weitere Hornmundhals und die klassische Hornform für Genießer durchaus interessant.

    In vielen Bauvorschlägen wird gerne ein Exponenzialhorn (Monacor MRH 200) mit einer 90/40° Hornöffnung genommen, das universell eingesetzt werden kann und zuletzt in der HH Statement und der K+T Ephedra wie auch der HSB LittleWatt eingesetzt wurde. Aber nur in der Ephedra wurde der klanglich deutlich sinnigere Übertragungsbereich bis 800Hz, den ich auch anstrebe, genutzt. Ich bin wegen des engen Abstrahlwinkels im wohnungstauglichen Nahfeld mit diesem Horn nie von der Raumabildung her klargekommen. Es wird seit vielen Jahren im PA-Bereich eingesetzt, da gehört es auch hin und da gefällt es mir in ein paar m Entfernung klanglich auch.

    Viele Anbieter haben das 1 Zoll bolted oder bolt-on Horn mit kleinen Abwandlungen im Programm.
    Celestion H1-9040P
    Dayton H812
    Monacor MRH 200
    P-Audio PH3220
    Ciare PR312

    Da ich beide Hörner mehrmals nacheinander in Betrieb hatte, kamm ich auf die Idee die Querschnitte zu messen. Es gibt einen Bereich in dem beide Hornhälse sich sinnvoll kombinieren lassen. Der Hornhalssprung verschwindet und normale 1 Zoll Treiber lassen sich montieren.
    Das preiswerteste und zur Zeit auch lieferbare ist das Celestion H1-9040P für ungefähr 15 €, für diesen Preis wird auch das McGee gehandelt.
    Hier wird ein bei Intertechnik direkt über die Theke gekauftes Dayton 812 ( 8,40€ ehedem) eingesetzt und ebenso wie das McGee bei gleichen Innenquerschnitt abgesägt und mit 80iger Schleifpapier auf der Platte abgezogen.

    Natürlich sind jetzt beide Querschnitte gleich, die Wandstärken aber nicht. Das McGee hat eine Wandstärke von 3mm, das Expo eine von stabilen 5 mm. Beim Abmessen und Sägen muss man diesen Sprung von außen mit einbeziehen.
    So soll es denn nach dem Verkleben aussehen (die Fuge ist dann deutlich kleiner dahier nur gestellt.


    Geklebt


    Die Gesamtlänge beträgt jetzt 312mm.
    Das McGee HL 1018 wird vom Hornflansch ausgehend um 70mm gekürzt, das Expohorn wird nach 93mm vom Flansch aus abgesägt. Ungefähr verbleiben 1mm Material zum Angleichen. Der zu erreichende innere Querschnitt von 41x61 mm erreicht man, wenn man das McGee ungefähr bei 47x67 mm außen und beim Eypohornaußen 51X71 mm trennt. Zur Erinnerung Materialstärke 3mm bzw. 5mm. Auf das" ² "habe ich wegen der Übersichtlichkeit verzichtet. Der neue Hornhals wird um 90° gedreht implementiert.
    Als Werkzeug benötigt man:
    -Werkbank mit Spannvorrichtung
    -Gliedermassstab
    -Metalmassstab
    -Messschieber
    -Anreissnadel
    -Metallbügelsäge (beim McGee auch Vibrationssäge)
    -Flachfeile
    -Messer
    -80er Schmirgelpapier und ebene Platte. (Sägetisch oder Fensterbank)
    Da beide Hörner aus ABS sind, ließen sie sich gut mit passender Heizplatte verschweißen. Allein so etwas habe ich nicht mehr zur Verfügung, also nehme ich aus Erfahrung UHU Kunststoffkleb stoff plast spezial. Z.B. Aktiviert werden die Klebestellen vorher durch Reinigen mit einem in Aceton getränkten flusenfreuenPutztuch.
    https://www.hornbach.de/shop/UHU-Kunststoffklebstoff-plast-spezial-30-g/5090847/artikel.html?WT.mc_ag=42610037999&gclid=EAIaIQobCh MIs_20heSL4AIVjaiaCh0MTwZkEAQYASABEgLz1fD_BwE&WT.s rch=1&WT.mc_id=DE_P_FT_AW_765083279
    Das Expohorn muss von der Flanschfläche in 92mm Entfernung abgetrennt werden, Metallbügelsäge.
    Das McGee Horn wird 40mm von der Formfuge angezeichnet und abgesägt. Hier darf es auch ein Multitool mit Sägeblatt sein.




    Abgezogen wird es dann passgenau auf der Schmirgelfläche, angefast werden die Kanten mit einem Messer oder einer Flachfeile. Mit dem Messschieber werden die 92mm des Expoflansches und die Winkelhaltigkeit kontrolliert.

    Dieser Thread wird mit vollständiger Bauanleitung und Messungen mit dem dann optimal passendem Celestion CDX1-1747 Treiber fortgesetzt.
    Jrooß Kalle


    Weiter Infos vor allem zur Ähnlichkeit zum Altec 811B findet man hier
    https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...738#post250738
    Geändert von Kalle (30.01.2019 um 10:09 Uhr)

  2. #2
    Loud`n`crazy Benutzerbild von Kaspie
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    Kalle,
    hast Du die Innenmaße ?
    LG
    Kay

    Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)

  3. #3
    Vorsicht schräger Humor
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    Hallo Kay,
    ja, kommt alles noch..... Geduld.
    Jetzt steht erst einmal Kaffe und ein schönes Eis an.
    Kaaffffeeee!!!

    Hat geholfen s.o..
    Jrooß
    Geändert von Kalle (26.01.2019 um 15:44 Uhr)

  4. #4
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Kalle, alter Leichenfledderer: Eine echte Frankenstein-Kreation, sehr schön.

    Bin gespannt wie es sich schlägt.

    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Da beide Hörner aus ABS sind, ließen sie sich gut mit passender Heizplatte verschweißen.

    Soche "Schweißarbeiten" machen ich immer (Bassreflexrohre) mit einer dünnen Kupferplatte auf dem heimischen Ceranfeld.

    Jesse
    Good Vibrations



    "Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter."

  5. #5
    Vorsicht schräger Humor
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    VA-Spachtel im Schraubstock mit Fön angeheizt ..... aber 5mm brauchen ne Menge Hitze, Kupfer nur als Kleingeld oder Wasserleitung im Haus.
    Jrooß Kalle

  6. #6
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Ich würde das Horn auch nur kleben, denn beim Schweißen wirds viel zu schnell fest, sodass man keine Zeit für Korrekturen hat und es bildet sich eigentlich immer eine mehr oder minder fette, hässliche Wulst an der Nahtstelle.

    Jesse
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  7. #7
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
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    ABS kann man auch mit Aceton verschweißen, neudeutsch solvent welding. Ansonsten ist das Zeug eher schlecht wirklich haltbar zu kleben,

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  8. #8
    Vorsicht schräger Humor
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    Hallo Ono,
    an Azeton mangelt es in unserem Haushalt nicht.
    Dann werde ich das morgen mal versuchen. Ein kurzes Fußbad und dann zusammenpressen müßte es doch tun.
    Merci und Jrooß
    Kalle

  9. #9
    Loud`n`crazy Benutzerbild von Kaspie
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    Hi Kalle,
    was hälst Du von der Möglichkeit, den Hornhals über eine Leiste anzuschrauben? Wenn ich die Maße habe, kann ich einen längeren Hornhals dafür kreieren und wir können spielen.
    Was meinst Du?
    LG
    Kay

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  10. #10
    Vorsicht schräger Humor
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    Hallo Kay,
    ich bin zu neugierig, beim nächsten Pärchen.
    Jrooß Kalle

  11. #11
    Loud`n`crazy Benutzerbild von Kaspie
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    Die Maße bekomme ich ja.
    LG
    Kay

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  12. #12
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    Revell Kleber funzt auch prima.
    Grtz
    Arnim
    Wer sich mit den Wölfen schlafen legt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er morgens mit Flöhen erwacht.

  13. #13
    Vorsicht schräger Humor
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    Moin,
    ich habe mit Aceton aktiviert und mit Uhu plast geklebt.. tat es prima.
    Da nur ein Horn als "Halbzeug" fertig ist, habe ich es mal rechts montiert.
    Druck und Saft fehlen, 4mm Wandstärke, Lippe noch nicht ausgegossen und ohne Gehäuse .... wo soll das auch so herkommen.
    Manche Hörner leben erst eingebaut und fest fixiert so richtig auf.
    Aber der Hochton erscheint mir im Vergleich deutlich differenzierter und feiner. Das habe ich ein bißchen erhofft.
    Zum entgültigen Vergleich fällt s.o. noch etliches Wasser vom Himmel.
    Jrooß Kalle

  14. #14
    Loud`n`crazy Benutzerbild von Kaspie
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    Kalle,
    beim nächsten Treffen bringe ich auch das H511B und den 902-8G mit
    LG
    Kay

    Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)

  15. #15
    Good Vibrations Benutzerbild von Jesse
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    Moin,

    bin auf die Messungen gespannt.

    Jesse
    Good Vibrations



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  16. #16
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    Kannst ja vorbeikommen und messen, wenn wir das nächste Event der Art fahren. Mit meinen REW-Messungen wird keiner zu frieden sein. Ich habe mir jetzt mal ein Lautstärkemesser zugelegt. Erstaunlich wie leise ich höre, wenn ich meine, es wäre schon satt Fête.
    Jrooß Kalle

  17. #17
    Vorsicht schräger Humor
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    Moin,
    heute Morgen war auch die Verklebung des zweiten Horn auch durchgehärtet. Es fehlen zwar noch Halsverstärkungen, das Ausgießen der Lippen und die Montage in ein Gehäuse, dennoch konnte einem Probedurchlauf nicht widerstehen.
    Jau, das Schlachten und Zusammensetzen der Hörner hat sich gelohnt. Im direkten Vergleich zur Dicken Lippe ist die Höhenwiedergabe deutlich klarer, klangfarbengetreuer und mit einer überzeugenden Räumlichkeit. Ich denke in diesem Bereich ist die McCeles überzeugender noch als das Vorbild Altec 811B , dem P-Audio PH 316 sowieso. Ich denke, dass es im Nahfeld in Breiten und Höhenwirkung zur Zeit für 1 Zoll Treiber und der tiefen möglichen Trennfrequenz kaum eine Alternative gibt, erst recht für knappe 80€ für Material und Porto das Paar ... die Arbeit ist ja das reinste Vergnügen.
    Just habe ich beim Lautsprechershop die Celestion H1 9040P für 12,80€/Stück nachbestellt, man weiß ja nie.
    Jetzt ist aber erst Fertigstellung und Gehäusebau angesagt bevor gemessen werden kannn, gerne auch gegen die PH316 mit BMS 4555.
    Jrooß Kalle
    Geändert von Kalle (28.01.2019 um 10:16 Uhr)

  18. #18
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    Jepp die Kombi Bring ich dann Mal mit
    Gruß
    Arnim
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  19. #19
    Vorsicht schräger Humor
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    Standard Schwarz oder weiß?

    Moin,
    getzt sind die McCele beinahe fertig.


    Die letzten Reste Teroson-Dämmplatten verbaut, mit Hartschaummatte verstärkt, die "Wannen" mit billigsten Acril bestrichen, Perlit (Trockenestrich) eingefüllt, neu Lage Acryl aufgebracht und mit Spachtel verdichtet, das ganze noch mal wiederholt, Fertig. Ein Rezept für RDC für Arme.
    Und ..... Operation geglückt. Das neue Ding schlägt die Dicke Lippe vor allem in der Feinauflösung, so wie gehofft.

    Heute sind die Celestion H1-9040P angekommen (12.80), Die Kontur enspricht dem MHD200 und dem Dayton812 .... aber der Faseranteil ist deutlich größer, die feine Struktur der beiden anderen im Hornhals fehlt, hier ist alles glatt, die Treibermontageplatte ist deutlich massiver. Man hat den Eindruck, dass man das Celestion an der Wand verschrauben kann und sich dann dranhängen kann, massiv für den PA-Betrieb. Hier muss der Treiber wirklich nich noch zusätzlich abgestützt werden.

    Eine Frage stellt sich mir noch, da bitte ich um Hilfe.
    Weiß wie ein EV90?
    https://i.pinimg.com/originals/7b/79...cc73c2f2b1.jpg
    Schwarz lassen?

    Oder in Taubenblau spritzen und die Schallwand mit entsprechendem Kunstleder beziehen?

    Schwierig. Ich tendiere gerade zu weiß mit EV Kennzeichnung, Retrohochstapelei
    Jrooß Kalle
    Geändert von Kalle (29.01.2019 um 21:40 Uhr)

  20. #20
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    Hallo Kalle,
    zuerst einmal vielen Dank für den Thread - sehr interessant

    Das Horn-Gehäuse und den "Montagerand" des Horns in weiß wäre eventuell auch eine hübsche Möglichkeit.
    Oder "Alles" do oben komplett in (matt) weiß... hätte auch etwas...

    Die Rohre unten würd ich auch noch streichen (schwarz oder vielleicht sogar auch weiß).

    Gruß
    Simon

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