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  1. #61
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    Hallo Arnim,

    was meinst Du? Betrachtung der zwei unterschiedlcihen Boxentypen, oder meinst Du eine Konstruktion mit einer Mischung aus diesen beiden Boxentypen?
    ..und was ist Deine Anliegen.
    Wie sich die Raumreflexionen bei der LX521 auswirken steht ja - prinzipiell - im AES123 Paper von Linkwitz. Die in diesem Bericht verwendete Box entspricht der LX521.
    Wie bereist geschrieben, kommt es nicht so sehr auf die Box im Speziellen an, sondern, das sie am Hörplatz genügend Reflexionen in der von Linkwitz beschriebenen Art erzeugt.
    Das kann man prinzipiell auf verschiedenen Weise machen...es gibt auch dahingehend gut funktionierende Rundumstrahler die das bei bestimmten Aufstellungen/Räumen genausogut hinkriegen (z. B. HEED).
    Das Reflexionsbild am Hörplatz hängt immer vom Abstarhlverhalten der Box, dem Raum, der Aufstellung und dem Hörplatz ab... alle 4 Faktoren müssen da zusammen betrachtet werden.
    Aus diesem Grudne kann man auch keine pauschale Aussage nur für einen dieser Faktoren machen. Deshalb funktioniert das auch mit z. T. serh unterschiedlichen Boxentypen oder mit unterschiedlcihen Räumen... dann müssen eben die jeweils anderen Faktoren entsprchend "angepasst" werden.
    Bei mir funktioniert das z. B. mit rückwärtigen Wandlern einer Box, die ein sehr ungleichmäßiges Abstrahlverhalten hat, in einem recht halligen Raum (mit sehr wenig akustischen Massnahmen) und in einem recht weiten Hörbereich.
    Ich hab sowas auch schon mit "normalen" Boxen gehört, die ein sehr gleichmäßiges und breites Abstrahlverhalten haben in einem ebenfasll grossen weitgehend unbedämpften Raum ...da war dann z. B. die Aufstellung anders.
    Auch mit Hörnern hab ich das schon so gehört...da war dann der Raum mehr "behandelt" und der Hörbereich war eingeschränkter...
    Es kommt immer auf die jeweilige Situation und Randbedingungen an...

    Was bleibt, ist dafür zu sorgen, das die nötigen Reflexionen in der entsprechenden Art (und natürlich der Drirektschall in erntspr. Art) am Hörplatz sind...das ist das für die Höreindrücke entscheidende.
    Wenn man davon ausgeht "ergibt" sich der Rest von selbst.

    Das ist m. M. n. auch der audiophile Ansatz: man geht von den Höreindrücken aus und betrachtet die Anlage nur als Mittel zum Zweck der Erzeugung der Höreindrücke... Damit sind auch Messungen immer nur Mittel zu Erreichung dieses Zewcks und nur solange hilfreich, wie sie diesem Zweck dienen. Vor Allem: Welche Messungn da überhaupt sinvoll sind und wie man die interpretiert hängt davon ab, welchem Hörmodell man glaubt.

    Grüße Joachim

  2. #62
    Benutzer Benutzerbild von Harman Hans
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    Zitat Zitat von krama1974 Beitrag anzeigen
    Wenn ein LS Spaß macht, dich mtnimmt, Musik atmet, begeistert, den Fuß zum Mitwippen bringt, Hormone freisetzt... Wie auch immer man es nennen will, dann ist man am Ziel. Die subjektive Freude beim Hören ist meines Erachtens die einzig relevante Norm; audiophil und derlei Attribute dürfen die Marketingfuzzies behalten
    das hast du sehr schön geschrieben.
    so empfinde ich es auch.

    gruß Harman Hans

  3. #63
    Neuer Benutzer
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    Hallo Joachim,

    sehr schön, was Du zu Deiner Diskus schreibst.
    Ich vereinfache für mich Toole so, dass er zu der Erkenntnis mit seinen Blindversuchen gekommen ist, dass je näher der Lautsprecher einer Punktschallquelle ähnelt, also desto gleichmäßiger die Rundumversorgung mit linearem Frequenzgang verfügbar ist, desto präziser und angenehmer wird das Klangbild.
    Das würde ich bei den Ausführungen von Linkwitz auch den Texten so entnehmen -> das war die Aussage, dass die Reflexionen im Raum auch den selben Frequenzgang haben sollen, wie der Direktschall.
    Dazu schreibt Linkwitz noch, dass nahe Reflexionen stören, das kann ich ebenfalls bestätigen.

    Jedoch lese ich hier eigentlich nur etwas, von einem eher Sonderfall eines Lautsprechers, nämlich von den Vorteilen eines Breitbänder wie dem Manger, der tief getrennt zu Tieftönern ein für Räume besonders gute Voraussetzungen liefert, homogene Frequenzgänge auch unter Winkel abzustrahlen. Solche Lautsprecher in klein habe ich schon entwickelt und kann bestätigen, dass diese in sehr vielen Räumen, auch bei ungünstiger Raumakustik eine sehr hohe Abbildungsqualität haben und diese Lautsprecher von normalen Hörern als besonders emotional ansprechend wahrgenommen werden.

    Jetzt zurück zu dem Regelfall von Lautsprechern, mit kleinen Hochtönern und großen Tieftönern.
    Hier malt Linkwitz ein hübsches Diagramm, wie das in dem theoretischen Modell dazu führt, dass der Frequenzgang unter seitlichen Winkeln so richtig wellig wird.
    Dem wiederum hat Alexander bei der Treiberwahl in der Suzie vorgebeugt, da aus den Messungen zu erkennen ist, dass der 8" Tieftöner nicht so stark im Mittelton bündelt, wie es die Theorie glauben macht und natürlich durch den Waveguide der Hochtöner nicht so breit spielt, wie eine auf der Front sitzende Kalotte. Dass unter den wichtigen Winkeln nach vorn und leicht nach oben auch der Frequenzgang der Suzie ausgewogen ist, ist einem ordentlichen Weichendesign zu verdanken, bei dem im Übergangsbereich die akustische Phase passt. Geht man jedoch auf die Abstrahlung zum Boden und der Decke differenzierter ein, ist klar, dass es hier zu Interferenzen kommt und die ursprüngliche Homogenität hinüber ist. Damit wird klar, dass abgesehen von Breitbänder und Manger Konstrukten immer irgendwelche Reflexionen zum Hörplatz gelangen, die dem Kriterium eines linearen Frequenzganges in keiner Weise gerecht werden.
    Ein weiteres Merkmal ist, dass bei normalen Lautsprechern Reflexionen aus dem Raum wenig Hochtonenergie enthalten, das ist zum einen häufig durch die Raumakustik unterstützt, zum andern ist der seitliche Frequenzgang von Hochtönern abfallend. Ist man in Räumen mit sehr gut hochtonreflektierenden Oberflächen (Glas z.B.), dann zischelt der Raum sehr schnell und der audiotive Eindruck ist nicht so toll.
    Auch spannend die Ausführungen von Dir nochmal aufzuwährmen, dass Du mit dem rückwärtigen Wandler zeitversetzt gegen einen Diffusor spielst. Damit wird auch eine Hochtonabsorption erzeugt, sodass meine Ausführung zum abfallenden Frequenzgang als Reflexionsabbild des Raumes gewährleistet wird. Ein weniger schönes Detail dabei ist natürlich, dass der Diffusor den Frequenzgang häckselt und daher von Musikern eher abgelehnt wird, da die Streuung ja frequenzabhängig ist.

    Mein ursprünglicher Ansatz ging um die Frage nach den Möglichkeiten, warum ein Weichenmod wie eingangs beschrieben als gut klingend wahrgenommen werden kann, obwohl dieser Messtechnisch zu keinen idealen Messkurven führen kann.
    Dazu gibt es das Thema, dass der Hochtöner nicht perfekt spielt und durch das zurücknehmen im Pegel an dominanz verliert und gleichzeitig etwas linearer im Hochton arbeitet, wie das Armin ausgeführt hat.
    Dann gibt es den Tieftöner, dem ich durch das Weichenmod seine Baffle step Korrektur herausgenommen, dabei jedoch das ursprüngliche sounding entgegen gewirkt habe, das ist ganz offensichtlich ein Thema des Hörgeschmackes und der Raumakustik im Hörraum, sodass es hier scheinbar nur als Orientierung den linearen Frequenzgang gibt, jedoch nicht ein allgemeinen Konsens, wie guter Klang generiert wird.

    Was mir in der ganzen Diskussion fehlt, ist der Faktor Dämpfung, das ist ein Detail, das ich immer vermisse. Der Tieftöner der Suzie kann nicht mit seiner ganzen Membranfläche den Mittelton spielen, da er sonst stärker bündeln würde. Daher muss der äußere Bereich des Membrans ruhig sein. Schaut man sich Membran Simulationen an, ist zu erkennen, dass dies gezielt über die Sicke realisiert wird. Hört man sich nun im Vergleich ein weniger und einen stärker bedämpften Mittelton in der selben Treibergröße an, so ist bei selbem linearen Frequenzgang ein deutlicher Unterschied zu hören. Ich bezeichne diesen Unterschied als Präsenz. Physikalisch würde ich es als Dämpfung beschreiben, die Kleinstsignale vernichtet. Praktisch kennt es fast jeder, dass bei einer unverständlichen Reproduktion wie es normale TV Geräte aufweisen, die fehlende Qualität durch Lautstärke ersetzt wird. Dass man dadurch nicht unbedingt mehr versteht, ist auch klar. Aber wenn es um die Ausgewogenheit eines Lautsprecherklangs geht, ist die Frequenzabhängige Dämpfung, also das Detailspielvermögen in unterscheidlichen Frequenzbändern für mich ein relevanter Faktor, der neben dem perfekten Runstrahlverhalten zu beachten gilt, oder?

    Grüße Tim

  4. #64
    Heißmann-Acoustics Benutzerbild von Alexander
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    Hallo Tim

    Ich hätte da ggf.noch was für Dich ...

    suzie_b_Six-pack.png

    ..etwas höher getrennt, auf Achse weniger Energie im HT, irgendwo zwischen GHP und ohne (Parallel-R zum GHP), horizontal noch ausgewogener, Phase nicht mehr 100% stimmig

    lg
    Alexander


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