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  1. #1
    Aktiv-LS-Fan
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    Standard Wandverstärkung für meine Omegas

    Hallo liebe Gehäusefachleute,

    meine Omegas haben nur 18mm Pressspanwände, was ich eigentlich recht knapp finde, denn ich bin eigentlich eher dicke Gehäusewände "gewöhnt" (so 32-40mm ). Darum sind mir die dünnen Wände ein Dorn im Auge.

    Meine F. mag die Omegas im Wohnzimmer weil sie so schlank erscheinen, Ich möchte die TT Volumina (je eines für jeden TT) nicht verkleinern und auch keine neuen, effektiv dann grösseren, wuchtigeren Gehäuse bauen.

    AFB Omega Prospekt.png

    Jetzt kam mir die Idee die 18mm Seiten- und Rückwände (eventuell auch Ober-/Unterseite und Schallwand) mit Steinplatten zu verstärken. Falls jemand dazu Vorschläge, Erfahrungen, Warnungen, Dimensionierungsregeln usw. geben kann, bin ich sehr interessiert diese zu erfahren.

    Idee: Seitenwände mit 10-15 mm Granit, Schiefer oder anderen Natur- oder Kunststein bekleben. Die Sichtkanten sollen 1/4-Kreis abgerundet oder 45° angefast werden.
    Ich weis das erhöht das Gewicht beträchtlich, aber auch Standfestigkeit und Wanddämpfung sind halt dann besser und designmäßig könnte das gut aussehen - meine ich...

    Danke für Eure konstruktiven Beiträge!
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  2. #2
    Vorsicht schräger Humor
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    Hallo Winfried,
    wenn du dich erinnerst, ich habe passgenaue schwarze Granitplatten oben auf meinen Mangergehäusen liegen. An den Außenkanten liegen sie auf Lautsprecherdichtband auf. Die Wirkung ist überzeugend und der Effekt kann mit einer Zwischenlage mit jeder Bürgersteigplatte ausprobiert werden. Joachim Gerhard mit seiner Schilderung von Kantenreflexionen hat mich auf die Idee gebracht. Seitliche Platten kannst du ja nur aufs Funier kleben und steht und fällt mit dieser Klebeverbindung. Außerdem ist dann die Linie hin. Ich würde erst einmal von einer Seite innen eine Seitenwand mit dünnen Fliesen und entsprechendem hochwertigen Fließenkleber mit etwa 5mm Gesamtdicke verstärken. Das kostet nicht viel Innenvolumen und wirkt auch überzeugend. Auf die andere Seite und hinten hochkant dünne Leisten einleimen sollte den Rest besorgen.
    Gruß Kalle

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hallo Winfried,

    au weia, da wird teia.

    Die Granitplatten wirst Du vermutlich nur in 2 cm bekommen, dünneres Material wäre bei der Lange auch extrem empfindlich zu verarbeiten.
    1/4-Kreis-Kanten kosten richtig Geld, Phasen kann der Steinmetz evt. im Automaten machen.
    Aufgeklebt wir das dann mit einem Zweikomponenten-Epoxykleber (da nimmt der Steinmetz gerne Akemi)
    Das Furnier würde ich zuvor entfernen (schleifen).

    Mach dir auch mal warme Gedanken über einen Gehäuseneubau, den Volumenverlust der stärkeren Platten kannst Du mit der Tiefe ausgleichen, 25-28 mm gut durch Streben ausgesteift reichen eigentlich völlig aus.

    BG, Peter

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von xajas
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    Standard

    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    ich habe passgenaue schwarze Granitplatten oben auf meinen Mangergehäusen liegen. An den Außenkanten liegen sie auf Lautsprecherdichtband auf. Die Wirkung ist überzeugend und der Effekt kann mit einer Zwischenlage mit jeder Bürgersteigplatte ausprobiert werden.
    Warum an den Kanten?
    Die grössten Schwingungen gibt es in der Mitte der Fläche und nicht an den Kanten, also da sollte der Kontakt zwischen den Platten und dem Gehäuse statt finden.

  5. #5
    Vorsicht schräger Humor
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    Zitat Zitat von xajas Beitrag anzeigen
    Warum an den Kanten?
    Die grössten Schwingungen gibt es in der Mitte der Fläche und nicht an den Kanten, also da sollte der Kontakt zwischen den Platten und dem Gehäuse statt finden.
    Ähämm,
    ebend nicht, so können sich die Schwingungen in der Mitte nicht auf den Granit übertragen und werden so akustisch nicht wirksam öh.............. für den Deckel klingt das doch viel logischer ... oder.
    Tatsächlich geht es aber hauptsächlich um Längsschwingungen in den Seitenwänden, die so an den Kanten nicht beinahe ungedämpft in die Wand zurückreflektiert werden, sondern durch das angekoppelte Feder-Masse-System im Frequenzspektrum gestört und damit auch in der Amplitude geschwächt werden. Gleichzeitig wird durch die Masse auf dem Gehäuse die Ankoppelung des Gehäuses an den Boden deutlich verbessert, wie auch die wirsame Masse der Gesamtkonstruktion die Auslenkung der Bassmembranen präziser dem Musiksignal folgen lassen.
    Gruß Kalle

  6. #6
    komplett verspult
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    und wenn du das gehäuse primär im innern pimpst? hatte das fürs variera-battle mittels >alu-winkeln< gemacht, praktisch ohne volumenverlust.
    ursprünglich hatte ich ja angst, daß mir das subchassis die kiste gleich beim ersten anrauchen in seine einzelteile zerlegt - aber weit gefehlt, die 7mm starke bambus-seitenwand war deutlich ruhiger als die 30mm starke MDF-schallwand.

    das granit-plätt'sche kannste dann immer noch oben drauflegen
    grüße,
    martin

  7. #7
    nach zu Laut kommt Stille Benutzerbild von Olaf_HH
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    Hi
    versuche doch, auf die großen Flächen schmale Hochkant Bretter zu leinen, etwas aussermittig, damit es keine einzelne Resonant gibt.
    Die dann entstehenden Felder eventuell mit 2-4 mm Bitumenmatten bekleben, habe ich beim Vaeria Battle so gemacht.
    Es geht ja darum, die Resonanzen nicht zu eliminieren, sondern in Bereiche zu verlegen, die von den Basschassis nicht mehr angeregt werden können
    In Hamburg sagt man, Moin

    Olaf_HH






  8. #8
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    ......
    Tatsächlich geht es aber hauptsächlich um Längsschwingungen in den Seitenwänden, die so an den Kanten nicht beinahe ungedämpft in die Wand zurückreflektiert werden, sondern durch das angekoppelte Feder-Masse-System im Frequenzspektrum gestört und damit auch in der Amplitude geschwächt werden. Gleichzeitig wird durch die Masse auf dem Gehäuse die Ankoppelung des Gehäuses an den Boden deutlich verbessert, wie auch die wirsame Masse der Gesamtkonstruktion die Auslenkung der Bassmembranen präziser dem Musiksignal folgen lassen.
    Gruß Kalle
    Genau so und deshalb ist ein schwerer Deckel viel effektiver als ein schwerer Sockel.

    @Winfried: Schöne und durchdachte LS. Die würde ich auch nicht hergeben!
    Geändert von fosti (03.08.2018 um 11:03 Uhr)

  9. #9
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    Querverstrebungen plus Bitumensandwich bzw. Alubutyl in 4-5 mm sind erwiesermaßen das Optimum. Im Bassabteil Verstebungen. ab 300 Hz Sandwich.

    Messungen der Dämmung von Gehäusewänden - Visaton Diskussionsforum

    Geändert von walwal (03.08.2018 um 11:34 Uhr)

  10. #10
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    Da gehört zumindest eine Querverstrebung rein...

    dscf0685kleintrbj4.jpg

  11. #11
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    Hallo Freunde,

    Danke für die vielen Anregungen und das posten meines Omega Fotos. Ich sollte noch ein paar Klarstellungen liefern...

    Die Box hat drei Kammern: Tiefton 1, Tiefton 2 und Membranmittelton.

    Die Tiefton 1 Kammer ist wegen des Elektronikmoduls sehr gut zugänglich, da könnte (oder müsste ) ich wohl noch versteifen, muss aber die Elektronikdimensionen beachten. Welche Versteifungsmaße sind denn sinnvoll?

    Die Tiefton 2 Kammer ist nur durch die obere TT Chassisöffnung (und die kleinen Kalottentöneröffnungen) zugänglich, dieses Volumen reicht um das interne MT Volumen herum, welches darum eigentlich schon eine Seitenwandversteifung bietet. Die Rückwand wäre hier Versteifungskandidat, aber da komme ich ja nicht so richtig hin...

    Die beiden TT laufen bis 150 Hz (LR4), der MT ab 150Hz (LR4), weitere Übergänge sind 850Hz und 3500Hz. Inwieweit weitere Beschichtungen angesichts der TT/MT Übergangsfrequenz (noch) etwas bringen würde mich schon noch interessieren.

    Stärkere Bodenkopplung (und Standfestigkeit) durch mehr Gewicht war neben Wandschwingungsdämpfung einer der Beweggründe für die (Kunst)Steinanbauten...

    Die Omegas sind per Mikrofongegenkopplung fest auf 32 Hz untere Grenzfrequenz abgestimmt. Wenn ich das Volumen durch Innenwanddämpfung (z.B. Fliesen) und weitere Versteifungen verkleinere, steigt die Einbauresonanz und die Regelung braucht mehr Leistung - die TT Endstufen für die parallel geschalteten TT leisten "nur" max. 70W .

    Was meint ihr?

    Ach ja... "Edit" rief gerade noch 'rüber: "Du hast doch zwei linke Hände, schmink Dir den Gehäuseneubau gleich mal ab!"
    Geändert von wgh52 (03.08.2018 um 21:30 Uhr)
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  12. #12
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Zitat Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
    Hallo Freunde,......

    Ach ja... "Edit" rief gerade noch 'rüber: "Du hast doch zwei linke Hände, schmink Dir den Gehäuseneubau gleich mal ab!"

    Was meint ihr?
    Ja dann: Schöne Granit- oder Marmorplatte oben drauf (vom Steinmetz angefertigt ) ....fertig!

  13. #13
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    Würde ich auch machen
    Viele Grüße

  14. #14
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    Hallo Jürgen,

    Zitat Zitat von walwal Beitrag anzeigen
    Da gehört zumindest eine Querverstrebung rein...
    Das hört sich leicht machbar an, aber ich habe Detailfragen:
    Wie sollte so eine Verstrebung aussehen?
    Welche Materialstärke nehme ich?
    Wo gehört sie dann hin?
    Klebe ich sie ein?

    Danke schonmal!
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  15. #15
    Aktiv-LS-Fan
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    Zitat Zitat von fosti Beitrag anzeigen
    Ja dann: Schöne Granit- oder Marmorplatte oben drauf (vom Steinmetz angefertigt ) ....fertig!
    Ja Christoph,

    das ist in ernsthafter Erwägung, ich hab hier einen Hersteller von Steinfensterbrettern in der Nähe. Aber die Steinseitenteile sind noch nicht ganz vom Tisch - ich werd' mir wohl ein Angebot einholen.
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  16. #16
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Für die Seitenteile würde ich es mit PU Kleber*) probieren, (so wie er für Frontscheiben von Autos verwendet wird) s.u.. Ein Kleber, der eine Restflexibiltät besitzt, statt komplett auszuhärten macht mMn Sinn.

    Viele Grüße,
    Christoph

    EDIT: *)sowas https://www.carlofon.de/produktueber...ortfolioCats=9

    oder: https://deu.sika.com/content/germany...03/03a045.html

    Scheibenkleber sind wohl eher auf Butyl-Kautschukbasis und wohl nicht so geeignet:
    https://www.carlofon.de/produktueber...ortfolioCats=9
    Geändert von fosti (04.08.2018 um 09:28 Uhr)

  17. #17
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    Genau und mit den Streben dann gegenüberliegenede Seiten mittig verstreben.

    Lade doch mal eine Skizze des Gehäuses hoch, dann kann man besser was zur Position sagen.

    Und die Streben schmaler machen, als das Gehäuse breit ist, damit es sich nicht verkeilt bei der Montage. Der Spalt kann/soll vom Kleber überbrückt werden
    Viele Grüße

  18. #18
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    Viele Grüße

  19. #19
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    Zitat Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
    Hallo Jürgen,

    Das hört sich leicht machbar an, aber ich habe Detailfragen:
    Wie sollte so eine Verstrebung aussehen?
    Welche Materialstärke nehme ich?
    Wo gehört sie dann hin?
    Klebe ich sie ein?

    Danke schonmal!
    Einen oder mehrere Holzstäbe mit etwa15 mm Durchmesser von Seitenwand zu Seitenwand einleimen. Am einfachsten mit Kleber aus der Kartusche. Solange fixieren, bis der Kleber ausgehärtet ist. Am besten dorthin, wo die Wand am stärksten vibriert, oder alle 15 cm. Aber ungleichmäßig positionieren.

  20. #20
    Aktiv-LS-Fan
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    Hier also anfragegemäß eine Gehäuseskizze:

    Omega Gehäuseskizze.png

    Ich hab keine Maße eingetragen, aber die Proportionen stimmen. Also konkete Vorschläge wären willkommen
    Danke Euch!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

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