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  1. #21
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Lauscher
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    Hallo Spatz

    Das finde ich klasse das Du dem Diy Bereich Dein Wissen zur Verfügung stellst.
    Das finde ich richtig gut Bei mir passt das gerade ins Thema und schreit danach es einfach mal auszuprobieren und zu messen welche Auswirkungen es auf meinen Raum hat.

    1 - 2 Fragen habe ich noch - wahrscheinlich auch noch viel mehr.

    Du schreibst das das gewünschte Ergebnis mit einer DSP und einer 2ten Endstufe noch einfacher zu realisieren ist. Deine Lösung ist schon ziemlich einfach wenn man weiß wie . Wie würde Deine DSP Lösung aussehen ? Das fände ich z.B. interessant wenn unterschiedliche Setups verwendet würden.

    Zu Deiner Gegenfrage:
    Mein Chassis eignet sich m. E. nicht für den Bassbereich da der Frequenzgang für meinen Geschmack zu früh abfällt. Außerdem versuche ich die Resonanzfrequenz so weit vorne zu halten wie möglich - entspannt auch die Endstufe beim DD Betrieb - was bei diesen Chassis aber nur mit einer DSP - mit meinem Wissen - nicht geht.

    Ich bevorzuge den CB Aufbau auch im Bassbereich und werde mit entsprechenden SUB Chassis mal rumsimulieren. Ich möchte von BR auf CB wechseln - mich aber vom Wirkungsgrad nicht verschlechtern. Noch habe ich keine Passende Lösung gefunden - die Möglichkeiten sind sehr unterschiedlich.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, würde es grundsätzlich reichen bei gleicher Membranfläche die Membrannmasse zu verdoppeln ? Muss das hintere ein Chassis sein oder gehen auch mehrere die in der Summe die Voraussetzungen mitbringen? Hast Du da schon Erfahrungen sammeln können ?

    Viele Grüße
    Jens

  2. #22
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    Hatten wir nicht vor einiger Zeit mal eine längere Diskussion über Sinn und Unsinn von Cardiodiden?

    Schaut man sich die Claims dieser Cardioiden an, dann kommt man mit ein wenig Nachdenken auf ähnliche, teilweise günstigere und/oder überlegenere Lösungen.

    1.) Im Bass weniger Modenanregung
    Begründung ist die Kombination aus Druck- und Schnellewandler, welche angeblich positiv sein soll. Das stimmt auch - allerdings nur an bestimmten Positionen im Raum. An anderen verhält es sich nicht besser als ein herkömmlicher Monopol.
    Das ganze erkauft man sich dann durch eine gesteigerte Belastung der Bässe, weil der Schall ja teilweise ausgelöscht wird. Also braucht man mehr bzw. größere Tieftöner.
    Alternative Maßnahmen:
    - Raumakustik: ist eigentlich immer ratsam auch bei Cardioiden; halt für den Bass manchmal nicht immer umsetzbar
    - SBA/DBA
    - Multisub
    In allen drei Alternativen ist der Aufwand gleich oder geringer im Vergleich. Z. B. sind in der Kii Three sind 4 (!) Tieftöner, also 8 pro Paar. Damit lässt sich schon wunderbar mindestens ein SBA, abhängig von der Raumgröße sogar ein DBA erstellen. Als Multisub-Anordnung reichen meistens schon 3 für ein ordentliches Ergebnis, der Rest wird über Raumakustik und DSP erschlagen.

    2.) Gleichmäßige Bündelung schon im Grundton
    Ja, das ist mit Cardioiden möglich. Aber wozu? Bessere Ortung? Nein. Gleichmäßiger Leistungsfrequenzgang? Ja klar, aber das bekommt man auch mit herkömmlichen Lautsprechern hin, indem man dort einfach etwas absenkt, das geht bis 300 Hz praktisch ohne Nachteile, messtechnisch überprüft man das dann im Raum.
    Einen (vermeintlichen) Vorteil will ich nicht verschweigen: mit einem Cardioiden lässt sich eine höhere Bündelung erzielen. Die halte ich allerdings in normalen Hörräumen für kontraproduktiv. Erstens, zu viel Bündelung reduziert die Räumlichkeit (siehe Toole), zweitens ist das bei den üblichen kurzen Hörabständen auch nachteilig für die Größe des Sweet Spots

  3. #23
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    Spatz, bin zu tiefst beeindruckt auf deine geniale Entdeckung und dass du sie frei zu Verfügung stellst, sowas ist sehr selten!

    JFA, die Untersuchungen von Toole bezüglich der Bündelung und Raumabbildung konzentrieren sich hauptsächlich im Bereich der meisten kommerziell erhältlichen Lautsprecher also eher ab dem Mittelton, kann mir nicht vorstellen dass eine andere Bündelung im Bass sie stark verändert, schau nur wo die Blauertschen Bänder liegen.

    Ob jedoch die gleichmäßigere Korrelation von Direkt und Diffusschall im Bass auditiv auch andere Vorteile hat die man nicht per Entzerrung und/oder Bass Array schafft (Raumakustik sehe ich bei einem Lautsprecherkonzeptvergleich als konstant und gegeben) muss erstmal mit systematischen Tests untersucht werden.

  4. #24
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    Zitat Zitat von roomcurve Beitrag anzeigen
    JFA, die Untersuchungen von Toole bezüglich der Bündelung und Raumabbildung konzentrieren sich hauptsächlich im Bereich der meisten kommerziell erhältlichen Lautsprecher also eher ab dem Mittelton, kann mir nicht vorstellen dass eine andere Bündelung im Bass sie stark verändert
    Die Untersuchungen sind erstmal ganz allgemein, egal welches Lautsprecher-Prinzip.


    schau nur wo die Blauertschen Bänder liegen.
    Ja klar, deshalb mein Einwand "bis 300 Hz". Hier muss man allerdings noch berücksichtigen, dass bei tiefen Frequenzen das Ohr mehr den Gesamtschall bewertet, während bei höheren Frequenzen Direkt- und Diffusschall unterschieden werden können.

    Ob jedoch die gleichmäßigere Korrelation von Direkt und Diffusschall im Bass auditiv auch andere Vorteile hat die man nicht per Entzerrung und/oder Bass Array schafft (Raumakustik sehe ich bei einem Lautsprecherkonzeptvergleich als konstant und gegeben) muss erstmal mit systematischen Tests untersucht werden.
    Klar, systematisch könnte man das einmal überprüfen. Oder einfach messtechnisch/simulatorisch. Schnapp Dir ABEC und klöppel Dir das zusammen*. Wenn dann keine Vorteile erkennbar sind, dann ist das cardioide System im Bass einfach über.

    * Ich könnte schwören, dass Nils das schon irgendwo gemacht hat

    Edit: Cardioid, Spule, Patent, irgendwas kam mir da in den Sinn: http://www.freepatentsonline.com/EP2023651.html
    Geändert von JFA (10.07.2018 um 10:07 Uhr)

  5. #25
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    Die Untersuchungen sind erstmal ganz allgemein, egal welches Lautsprecher-Prinzip.
    Jein, unter den getesteten Setups war meines Erachtens nach keins das so tief gebündelt hatte.

    Ja klar, deshalb mein Einwand "bis 300 Hz". Hier muss man allerdings noch berücksichtigen, dass bei tiefen Frequenzen das Ohr mehr den Gesamtschall bewertet, während bei höheren Frequenzen Direkt- und Diffusschall unterschieden werden können.
    Das ist natürlich auch wahr, so dass wenn es überhaupt Unterschiede gibt, sie wohl eher gering sein werden, trotzdem aber interessant mal aus der psychoakustischen Seite gezielt zu untersuchen.

    Klar, systematisch könnte man das einmal überprüfen. Oder einfach messtechnisch/simulatorisch. Schnapp Dir ABEC und klöppel Dir das zusammen*. Wenn dann keine Vorteile erkennbar sind, dann ist das cardioide System im Bass einfach über.
    * Ich könnte schwören, dass Nils das schon irgendwo gemacht hat
    Gute Idee, mal schauen was er dazu sagt.

  6. #26
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von roomcurve Beitrag anzeigen
    Gute Idee, mal schauen was er dazu sagt.
    Ich bin gerade im Urlaub, daher nur kurz:
    hier hatte ich einen Kardioid mal im Raum simuliert. Da kann man sicherlich noch mehr Positionen und Einwinkelungen durchspielen, aber grundsätzlich ist ein Kardiodid im Bass erst mal nicht besser. Ist ja auch logisch. Selbst wenn er den Schall nur nach vorne abgeben würde, würde er die Moden mindestens einer Dimension anregen (in der Realität natürlich immer von allen dreien). Der Dipol ist da anders, weil man da Positionen finden kann, bei dem sich die Moden des rückwärtigen, invertierte Schalls mit denen des vorderen auslöschen.

    Übrigens hat ein Kumpel auch mal mit Kardioiden Subwoofern experimentiert und außer dass es etwas anders war, konnte man nicht erkennen, dass es wirklich besser war. Also sehr weit weg von einem DBA z.B..

    Übrigens: Bündelung bis in den Grundton kann man auch mit konstruktiver Beschaltung von seitlichen Tieftönern erreichen (ohne den Pegelabfall). Mein sich aktuell im Bau befindlicher Lautsprecher wird das Prinzip nutzen.

    @Spatz
    Ich finde deine Idee gut und toll, dass du sie einfach veröffentlichst!

  7. #27
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    Möchte auch meine Sympathie für Spatz für das Teilen seiner Idee bekunden!

    Ansonsten bin ich aber auch eher bei JFA, insbesondere mit der "in Frage Stellung" eines höheren Bündelungsmaßes in typischen Wohn- und Abhörsituationen. Vertikal mag das noch von nutzen (Reduktion Boden-Deckereflexionen) sein, aber horizontal gehen meine Erfahrungen etwas in eine andere Richtung. Wir hatten in einem anderen Thread ja auch die Diskussion zum Vergleich höheres Bündelungsmaß+ohne raumakustische Optimierung vs. breitere Abstrahlung+raumakustische Optimierung, wobei die Präferenz zu letzterem ging.

  8. #28
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    Z.B. Fosti fordert ja eine höhere Schallwandbreite, um die Richtwirkung im Bass/Grundtonbereich zu erhöhen. Aus dem subjektiven Grund, dass der Bass dann irgendwie leichter und angenehmer wirkt. Was ich mittlerweile nachvollziehen kann und auch für erstrebenswert halte. Damit man da über die Schallwandbreite nennenswerte Ergebnisse sieht, muss man großzügig sein. Es hilft zwar jeder Zentimeter, aber Fosti hatte mir z.B. 60cm empfohlen. Grimm LS1 lässt grüßen. Nun haben die breiten Schallwände haben auch wieder ihre Schattenseiten.

    Die Kardioid-Lösung hat mMn den Vorteil, dass sie eine Erhöhung der Bündelung ermöglicht, ohne dass man eine breite Schallwand braucht. Meine Flight hat z.B. im Bereich 200..300Hz das Problem, das sie dort im Vergleich zum Mittelton zuviel Energie in den Raum wirft. Auf 30..40cm Schallwandbreite habe ich wiederum keine Lust bei dem Konzept. Man kann die Directivity verstetigen, indem man tiefer trennt - aber klingt der Lautsprecher "klein".

    Der Kardioid ermöglicht es im Prinzip, einen kleinen Lautsprecher groß klingen zu lassen. Ideal würde ich den Kardioid im Dreiweger plus Sub oder Vierweger (beim Midcoupler) eingesetzt sehen. Die Idee der Dutch+Dutch im Bassbereich Halbraumabstrahlung durch wandnahe Aufstellung zu erzwingen erscheint plausibel, aber ich denke, dass an der Stelle auch andere Anordnungen gleichtwertig sein sollten. Bodennah statt wandnah, externe Subwoofer. Die D+D Realisierung ist für mich zunächst mal die eleganteste, weil sie passiv realisierbar ist und keine weiteren Treiber zur Auslöschung erfordert. Dort wird der Phasenversatz über die Nutzung des rückwärtigen Schalls und die Laufwege realisiert. In der Theorie nicht so perfekt wie über ein Delay... aber auch nicht schlimmer als das was eine TML macht!

  9. #29
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    Zitat Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
    Die Kardioid-Lösung hat mMn den Vorteil, dass sie eine Erhöhung der Bündelung ermöglicht, ohne dass man eine breite Schallwand braucht. Meine Flight hat z.B. im Bereich 200..300Hz das Problem, das sie dort im Vergleich zum Mittelton zuviel Energie in den Raum wirft. Auf 30..40cm Schallwandbreite habe ich wiederum keine Lust bei dem Konzept. Man kann die Directivity verstetigen, indem man tiefer trennt - aber klingt der Lautsprecher "klein".
    Nur halt, dass es keine "kleinen" Lautsprecher sind. Die Kii Three hat 4 Bässe, die D&D hat 2 8", Geithain macht das auch nicht unter einem 8" (glaube ich, RL944K), und das ist immer noch ein ganz schöner Kaventsmann.

    Das sind sicher alles ganz tolle Lautsprecher, mit einem Gesamtkonzept dahinter, aber so zu tun als wäre das der heilige Gral stört mich irgendwie. Es geht halt auch anders, und wie ich meine mit geringerem Aufwand.

    Probiere doch, den problematischen Bereich etwas abzusenken. Der liegt so tief, da macht es nichts wenn der Direktschall etwas reduziert ist.

  10. #30
    Nachwuchs Benutzerbild von Spatz
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    Zitat Zitat von Lauscher Beitrag anzeigen
    Du schreibst das das gewünschte Ergebnis mit einer DSP und einer 2ten Endstufe noch einfacher zu realisieren ist. Deine Lösung ist schon ziemlich einfach wenn man weiß wie . Wie würde Deine DSP Lösung aussehen ?
    Die Aussage, dass die DSP-Lösung einfacher zu realisieren ist, bezog sich auf den Vergleich mit den anderen bisherigen Lösungen. Die vorgehensweise ist dabei im Grunde recht einfach: eines der beiden Chassis wird über ein Delay angesteuert. Mit dem Suchbegriff "Endfire Array" findest du weitere Infos.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, würde es grundsätzlich reichen bei gleicher Membranfläche die Membrannmasse zu verdoppeln ? Muss das hintere ein Chassis sein oder gehen auch mehrere die in der Summe die Voraussetzungen mitbringen? Hast Du da schon Erfahrungen sammeln können ?
    Es können theoretisch auch unterschiedliche Chassis sein. Wichtig ist eben nur, dass sich Phasenfrequenzgang und Pegel passend unterscheiden. Das passiert eben durch die unterschiedlichen Resonanzfrequenzen von vorderem und hinterem Chassis, und einer Pegelabsenkung des hinteren Chassis. In CB muss dabei die Einbauresonanz des hinteren Chassis etwa sqrt(2)/2=0,707... des vorderen Chassis betragen. Die einfachste Methode, das zu erreichen, ist eben über die Verdoppelung der Membranmasse. Es ginge aber theoretisch auch, das vordere Chassis in ein kleineres Gehäuse einzubauen, und den Widerstand der Spule zu erhöhen. Aber da leidet wie gesagt der Tiefbass.
    Dementsprechend sollte es auch möglich sein, unterschiedliche Chassis für Front und Rückseite zu verwenden, aber da muss man dann passende Kombinationen finden, und das habe ich noch nicht gemacht... Da es aber nicht nur auf die Phase ankommt, sondern auch auf den Pegel, sind solche Kombinationen wie vorne 15 Zoll, hinten 3 Zoll natürlich nicht möglich.
    Nach den obigen Regeln ist sowas aber schnell mit Boxsim simuliert.

    Zur allgemeinen Sinnhaftigkeit von Kardioiden möchte ich noch folgendes Anmerken:
    Alle bisherigen Untersuchungen gehen davon aus, dass der Aufwand, eine Bassniere zu erzeugen, ähnlich hoch oder deutlich höher ist, als andere Methoden, den Bassbereich zu beeinflussen (DSP, SBA/DBA etc.). Mit meiner Methode ist der Aufwand nur eine Spule und ein zweites Chassis auf der Rückseite.
    Natürlich sind raumakustische Maßnahmen immer sinnvoll und richtig.
    Auffällig ist aber schon, dass drei der Lautsprecher, die aktuell als die besten genannt werden, im Bass/Grundton auf eine Niere oder zumindest starke Bündelung setzen. Vielleicht klingt es einfach besser, auch wenn die Modenanregung etc. nicht so viel vorteilhafter im Vergleich zu anderen Konzepten ist.

    Das von JFA verlinkte Patent bezieht sich nur auf passive Filter, meine Idee basiert aber auf unterschiedlichen Einbauresonanzen von vorderem und hinterem Chassis.

    @ Follgott: Kannst du uns schon ein bisschen was zu deinem nächsten Projekt verraten?

    Ein Gedanke, den ich auch schon länger habe ist folgender: Bei Verwendung von CB und Chassis mit unterschiedlichen Membranmassen könnte es unter Umständen möglich sein, beide Chassis auf ein gemeinsames Gehäuse spielen zu lassen, also quasi eine Art Compound-Anordnung. Wenn das funktioniert, dürfte eine reduzierte Gehäusegröße der Vorteil sein. Das dürfte aber sehr davon abhängig sein, wie gut der Verstärker die beiden Chassis kontrollieren kann, damit sie sich nicht zu stark gegenseitig beeinflussen. Mit AkAbak dürfte man das simulieren können, um mal grob abzuschätzen, ob diese Anordnung Vorteile bringt. Leider kann ich mit AkAbak nicht umgehen...

    Und ansonsten: Danke für die Blumen!

  11. #31
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    Zitat Zitat von Spatz Beitrag anzeigen
    Das von JFA verlinkte Patent bezieht sich nur auf passive Filter, meine Idee basiert aber auf unterschiedlichen Einbauresonanzen von vorderem und hinterem Chassis.
    Wo erreichst Du denn die unterschiedlichen Einbauresonanzen? Nur durch die vergrößerte Masse? Oder habe ich etwas überlesen? Und wie verpasst Du dem rückwärtigen Chassis in der Realität die Zusatzmasse? Und was macht die Spule da?

  12. #32
    Nachwuchs Benutzerbild von Spatz
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    Durch unterschiedliche Membranmassen oder unterschiedliche Gehäusegrößen. Die Membranmasse könnte man z. B. durch Aufkleben von Zusatzmassen vergrößern, bei Serienfertigung könnte man natürlich gleich verschiedene Chassis fertigen, mit unterschiedlichem Schwingsystem...
    Die Spule verstetigt die bereits durch die unterschiedlichen Resonanzen vorhandene Phasenverschiebung. Auch ohne Spule lässt sich schon eine gewissen Bündelung erreichen, aber mit Spule ist sie gleichmäßiger und stärker. Außerdem strahlt das hintere Chassis so weniger Mittelton ab, was ja auch gewollt ist.

  13. #33
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von sonicfury
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    Moin

    Mal kurz nachgfragt:

    Ist das Ganze überhaupt schon mal "life" aufgebaut worden oder ist das bisher nur eine Boxsim- Simulation?
    Weil simulieren kann man vieles, solange es nicht auch mal in der Realität gebaut, gemessen und bestätigt wurde,
    ist es möglich wenn auch unwahrscheinlich, dass es eine Ente ist und gar nicht funktioniert wie die Simu sich das
    vorstellt.

    Keinesfalls soll diese Nachfrage in irgendeiner Form den Ansatz, die Idee und freien Informationstausch (dafür einen
    dicken Blumenstrauss nochmal!! Toll das du sowas teilst Spatz!!! kritisieren.
    Geändert von sonicfury (10.07.2018 um 12:39 Uhr)
    Es groovt

  14. #34
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    Zitat Zitat von jfa Beitrag anzeigen
    nur halt, dass es keine "kleinen" lautsprecher sind. Die kii three hat 4 bässe, die d&d hat 2 8", geithain macht das auch nicht unter einem 8" (glaube ich, rl944k), und das ist immer noch ein ganz schöner kaventsmann.

    Das sind sicher alles ganz tolle lautsprecher, mit einem gesamtkonzept dahinter, aber so zu tun als wäre das der heilige gral stört mich irgendwie. Es geht halt auch anders, und wie ich meine mit geringerem aufwand.

    Probiere doch, den problematischen bereich etwas abzusenken. Der liegt so tief, da macht es nichts wenn der direktschall etwas reduziert ist.
    Das mit der Aufwandsfrage ist wirklich so ein Frage. Gerade bei Schallwandbreiten muss man sich wirklich fragen, ob breiter wirklich soo schwerwiegend wäre. Ich denke auch, dass sowohl die KII wie die D+D auf Ständern im Wohnraum alles andere als unscheinbar wirken werden. Eine kleine Standbox würde vermutlich dezenter wirken. Und der Materialaufwand ist dann wirklich die Frage, ob der sein muss.

    Probiere doch, den problematischen bereich etwas abzusenken. Der liegt so tief, da macht es nichts wenn der direktschall etwas reduziert ist.
    Habe ich noch nicht probiert, sollte ich allerdings. Dazu muss ich sagen: am Hörplatz passt es für mich. Wenn man allerdings in der Küche ist, überwiegt der Diffusschall, und dann klingt es sehr ausgewogen. Ist noch nicht einmal ein Luxusproblem, weil das z.B. meiner Frau recht wichtig ist. Auf dem letzten Battle gab es ähnliche Erfahrungen. Die Herren Waldorf und Statler monierten von ihrem entfernten Logenplatz einen etwas übervoluminösen Grundtonbereich. Nachvollziehbar. Am Hörplatz habe ich den Eindruck, dass es richtig ist, und das möchte ich ungern verschlechtern. Aber ich werde es nochmal probieren.

    Aber wenn man beide Seiten unter einen Hut kriegen könnte, ... das wäre schon schön. Ich denke, dass auch der Klangeindruck am Hörplatz noch davon profitieren würde. Für die Flight ist der Zug eh abgefahren (das Konzept bleibt so), dass wäre eher etwas für ein anderes Projekt. Ich habe ja auch noch Fostis Elac-Treiber hier, die Teile sind im Nutzbereich schon fast perfekte Constant Directiviy. Das nach unten fortzusetzen, wäre schon reizvoll.

    Zitat Zitat von FoLLgoTT
    Übrigens: Bündelung bis in den Grundton kann man auch mit konstruktiver Beschaltung von seitlichen Tieftönern erreichen (ohne den Pegelabfall). Mein sich aktuell im Bau befindlicher Lautsprecher wird das Prinzip nutzen.
    Das würde mich mal interessieren. Soweit ich gesehen habe, neigen Seitenbasssysteme im Grundton ja eher zum Rundumstrahlen als zum Bündeln. Der EFG ist gegenüber dem Direktschall verhältnismäßig hoch im vergleich zu frontseitiger Anordnung. Wie bekommst Du das in den Griff?

  15. #35
    Nachwuchs Benutzerbild von Spatz
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    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Ist das Ganze überhaupt schon mal "life" aufgebaut worden oder ist das bisher nur eine Boxsim- Simulation?
    Weil simulieren kann man vieles, solange es nicht auch mal in der Realität gebaut, gemessen und bestätigt wurde,
    ist es möglich wenn, auch unwahrscheinlich, dass es eine Ente ist und gar nicht funktioniert wie die Simu sich das
    vorstellt.
    Jein, ich hatte früher eine andere Methode, bei der ich eben auf CB und unterschiedliche Gehäusevolumina plus Spule gesetzt habe. Das funktionierte so, wie in BoxSim vorhergesagt. Aus diesem Grund gehe ich stark davon aus, dass auch der vom mir erst später entdeckte Trick mit der veränderten Membranmasse funktioniert, da die Grundidee (Phasenverschiebung durch unterschiedliche Einbauresonanzen) die gleiche ist.

    Messungen gibt es hier: http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-16640.html

  16. #36
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    Zitat Zitat von JFA Beitrag anzeigen
    Probiere doch, den problematischen Bereich etwas abzusenken. Der liegt so tief, da macht es nichts wenn der Direktschall etwas reduziert ist.
    Der Klangeindruck ist dennoch ein komplett anderer. Die Durchhörbarkeit nimmt durch den fehlenden "Raumschmutz" in Bass und Grundton nebst wegfallender Überlagerung der ersten Schallwelle derart zu, dass man das schon als spektakulär bezeichnen kann. Vergleichbar ist das nur mit nahezu völlig aufgestellten Lautsprechern.

    Am verblüffendsten war beim Kii-Nachbau das Phänomen, dass eine kardioide Beschaltung mit Bässen vorne und Bässen seitlich als auslöschende Elemente messtechnisch nochmals besser war als das bei der Kii Three realisierte Prinzip Bässe seitlich/hinten.

    Aber wie dem auch sei, in normalen Räumen und bei höchsten Ansprüchen würde ich nicht mehr anders bauen wollen. Die Vorteile sind dazu zu deutlich und zu einfach via DSP zu realisieren.

    Das schöne ist ja, das ein paar preiswerte Bässe, ein DSP und ein bisschen Endstufenleistung schon ausreichen, um das mal selbst zu überprüfen.


  17. #37
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
    Das würde mich mal interessieren. Soweit ich gesehen habe, neigen Seitenbasssysteme im Grundton ja eher zum Rundumstrahlen als zum Bündeln. Der EFG ist gegenüber dem Direktschall verhältnismäßig hoch im vergleich zu frontseitiger Anordnung. Wie bekommst Du das in den Griff?
    Eine Richtwirkung stellt sich mit Seitenbässen und konstruktiver Überlagerung nur ein, wenn auf der Front zusätzlich Treiber platziert werden und die so weit verzögert werden, dass sich sich ihr Schall mit dem der seitlichen Treiber perfekt addiert. Dann sind die seitlichen Schallquellen in Näherung äquivalent zu welchen auf der Front, die ihr Zentrum auf der Kante haben (praktisch wäre das natürlich nicht baubar). Das heißt, es wird eine Art Array erzeugt mit der etwas höheren Richtwirkung.

    Das ist zwar im Frequenzbereich nach unten hin begrenzt (und von der Frontbreite abhängig), aber dafür verliert man keinen Maximalpegel wie beim Kardioden.


    PS: wenn ich mich recht erinnere, strahlen sowohl kii Three als auch Dutch & Durch 8c im Bass nicht mehr gerichtet ab, wohl wegen des Maximalpegels.

  18. #38
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    Okay, danke für die Erläuterung.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Dutch & Dutch wohl so gedacht, dass die rückwärtigen Treiber für ca. 30cm Wandabstand und als reine Subwoofer zum Einsatz kommen. Im Hinblick auf die Wellenlängen wirken sie ihn ihrem Einsatzbereich damit quasi als Halbraumstrahler.

  19. #39
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    Zitat Zitat von spendormania Beitrag anzeigen
    Der Klangeindruck ist dennoch ein komplett anderer. Die Durchhörbarkeit nimmt durch den fehlenden "Raumschmutz" in Bass und Grundton nebst wegfallender Überlagerung der ersten Schallwelle derart zu, dass man das schon als spektakulär bezeichnen kann. Vergleichbar ist das nur mit nahezu völlig aufgestellten Lautsprechern.
    Ähm... ja. Na klar. Du reduzierst ja in dem Bereich die insgesamt abgestrahlte Energie. Genau das gleiche passiert allerdings auch, wenn ich bei einem normalen Monopol da etwas reduziere.

    Mit Überlagerung der ersten Schallwelle meinst Du die rückwärtige Reflexion, oder? Ich halte das für ein aufgebauschtes Problem, denn 1. trennt unser Ohr in dem Frequenzbereich (< 300Hz) direktem und reflektiertem Schall noch nicht sehr zuverlässig*, und 2. wird diese Reflexion von vielen, vielen weiteren überlagert (wenn nicht sogar noch durch Raummoden).

    *dennoch hat dieser Bereich Einfluss auf die Positionierung der Phantomschallquelle

  20. #40
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    Zitat Zitat von FoLLgoTT Beitrag anzeigen
    Eine Richtwirkung stellt sich mit Seitenbässen und konstruktiver Überlagerung nur ein
    Prinzipiell hast Du natürlich bei 2 seitlich gegenüber angeordneten Bässen durch den Treiberabstand eine höhere Bündelung als mit einem einzelnen auf der Front (D'Appolito, anyone?). Durch den Zeitversatz und den zusätzlichen Treiber auf der Front reduzierst Du natürlich die unweigerlich auftretende Keulenwirkung.

    Machst Du das Delay frequenzabhängig?

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