» über uns

Seite 1 von 6 1 2 3 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 20 von 115
  1. #1
    Eigener Benutzer
    Registriert seit
    26.07.2016
    Ort
    5429x
    Beiträge
    605

    Standard Gedanken: Wann und Warum Hörner "trötig" klingen

    Nabend Forum

    Nach ein paar Jahren Recherche, Try+Error etc... lichtet sich für mich ein Gedanke.

    Man ließt von Horn Meistern viel dass die untere Grenzfrequenz des Munds trötet. Insbesondere wenn die Fs des Treibers kleiner als des Horns.
    Andere sagen wenn es nahe beieinander liegt.

    Jean Michel Le'Cleach meinte mal das liegt am Groupdelay zwischen f-Cutoff und fx=344/Umfang/0.707 .
    Warum, es sei halt so. Bei seinen Hörnern weniger. Darum die Vermutung der Mund reflektiert bei einer bestimmten Länge, und resoniert. Das sieht man auch im Wavelet Spectrum als gespreizt.

    Woanders liest man, bei ausreichender verzögerung des Weges drunter, plus Phasenanpassung, verschwindet das bis Dato hörbare Tröten im Mehrwegesystem wieder. - INTERESSANT !


    Nun mein Gedankengang warum es trötet
    Nun, für mich klingt das so:
    Die Welle vom Treiber hat nun bei bestimmter Länger gefallen am Horn wie an einer Transmissionline oder Orgel - > knapp oberhalb fu des Horns schaukelt sich eine Resonanz auf.

    Wie jede Resonanz (siehe BR) geschieht dieses Aufschaukeln mit einer Verzögerung, es dauert ein zwei drei Perioden. Das Andauern steigert den Pegel (für Längere Zeit mehr Energie), spreizt so das Group Delay (dauert an) und dessen Druck wirkt auf die Spule (Impedanz Peak) usw...

    All diese Muster wie man sie vom BR oder TML sieht kann man so auch ähnlich, jenachdem wie gut oder schlecht das Horn ist, in Pegel + Delay + Impedanz, erkennen.

    Ein Grund warum Hyperbolic weniger trötet und zB GOTO darauf schwört (Als Expo, Tractrix, LeCleach). Der Mund wird so steilflankig aufgeweitet dass hier die Laufzeit die Phase der Reflektion verzieht. Ein sanfterer Abfall (niedrigere Güte) des Frequenzgangs, flachere Impedanz sind die Folge.

    Nun nehmen wir an wir haben einen schmalen Bereich indem die Groupdelay "peakt" (starke Verzögerung / Nachschwingen).
    Das passt im Anschluss an die anderen Treiber drunter nicht mehr.
    Verzögern wir diese sodass sich deren Übertragungsband an den Peak des Horns drüber anschmiegt, klingt das Delay "erträglicher" für unser Ohr. Da ja ein kontinuierliches Verzögern tieferer Frequenzen mehr dem natürlich kausalen Muster folgt.

    Haben wir nun Treiber die fs nahe Horn-fs haben, erzeugt dies eine sehr hohe Güte des Passbands. Der Treiber fällt mit zweiter Ordnung ab. Gleichzeitig fällt das Horn ab mit 12dB (für ca eine Oktave dann ists wirkungslos).... so hat man schnell 24dB/Oct Abfall...
    Klar dass das Groupdelay da zusätzlich leidet.
    Unabhängig von den Resonanzen.

    Das "Tröten" ist nun wahrscheinlich also ein Peak im GD des Mehrwegers, oder mehrere Peaks (eins je Horn). Bei Musik hört man nun diese spezifischen Frequenzen als einzelnen Ton (zb leises Pfeifen bei 800Hz) im Hintergrund ausschwingen. Dies wird als Tröten wahrgenommen.


    Zwei Gedanken:
    Es wäre Interessant vorhandene Tröter per FIR anzupassen. Die Mundresonanzen ließen sich mit Gegenimpuls kurzschließen. Oder gar mit den anderen Treibern drunter mit Phasenversatz im Nachschwingen auslöschen.
    Das Groupdelay ohnehin mit oder gar unabhängig von der Amplitudenkorrektur verbessern.

    Ohne FIR, klingt es vielversprechend ein Hyperbolisches Horn zu bauen mit einer relativ großen T-Rate (über 1) und so einen sanften Abfall geringerer Güte nach unten zu erzeugen. Die Treiber fs sollte evtl 0.5 oder gar 1 Oktave über der Cutoff liegen, sowie die Weiche (mind 2te oder besser 4te Ordnung) ebenfalls.
    So verschwindet das Tröten aus dem hörbaren Bereich.

    In jedem Fall sollte man verhindern dass der Tieftöner früher kommt als das Hochtonhorn (Konus TT + Horn HT).
    Der TT sollte eher tiefer sitzen (auch ein Horn bekommen ), um den GD-Peak nicht zu entblößen.

    Lange Rede Kurzer Sinn. Mir scheint derartige Probleme erzeugen ein GD Diagramm welches wie ein Impedanzschrieb aussieht, viele Peaks. Das ist das Tröten.

    Was meint / wisst ihr ?

    Gruß
    Josh

  2. #2
    Vorsicht schräger Humor
    Registriert seit
    01.12.2016
    Ort
    Düren
    Beiträge
    1.672

    Standard

    Hallo Josh,
    dein Gedankengang ist mir zu theoretisch, allein weil schon der Einfluss des Treibers auf die Kombination nicht thematisiert wird.
    Dieter Achenbach hat schon vor Jahren eine Übersicht von tauglichen und weniger tauglichen Kombinationen aufgeführt, Timmermanns hat auch mal einen intressanten Vergleichstest veröffentlicht.
    Das nur an der Hornform und Länge festzumachen halte ich aus meiner Hörerfahrung nicht für hinreichend. Mein Ohrenöffner waren meine Versuche mit Jesses Aurum, am Dayton H08RW und Trennfrequenz von 2500 Hz arbeiteten der vorgesehene Monacor MRD34 und der angepasste Kenford comp50 sehr ansprechend. Am versuchsweise eingesetzten, größeren und längeren Dayton H10RW tröteten beide Treiber an den gleichen Weichen überdeutlich.
    Nach deiner Theorie müsste es genau umgekehrt sein, bzw. bei der hohen Trennfrequenz hätte der H10RW gar nicht tröten dürfen.
    Ein weiteres Beispiel, am bekannten Exponezialhorn MHD 200 arbeiten meine drei Treibertypen sehr sauber .... im Vergleich das ähnlich lange McGee HL616 mit ähnlicher Mundöffnung trötet so, dass es einem graust.
    Tröten ist auch preisunabhängig, ich habe schon sauteuere Kombinationen gehört .... bei denen es auch grauslich ......
    Gruß Kalle

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    04.05.2011
    Ort
    Görlitz - Niederschlesien
    Beiträge
    1.101

    Standard

    Hallo josh_cpct,

    es gibt interessanten Lesestoff zum Thema.
    Alt, aber ich denke immer noch gültig:

    http://www.libinst.com/cepst.htm

    http://www.audioheritage.org/vbullet...amp-Waveguides

    Den dort angeführten Artikel
    1. P. Newell and K. Holland, "Round the Horn", Speaker Builder, 8/94, pp 24-64.

    habe ich noch und kann den bei Interesse gerne bereitstellen.


    Gruß
    Thomas

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Swansteini
    Registriert seit
    17.02.2014
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    653

    Standard

    Von der Überlegung her finde ich den Gedankenansatz gar nicht so schlecht nicht ohne Grund gibt es die ganzen Konturen einerseits...und haben sich bei Hifi (klanglichen Gesichtspunkten) eher Konturen wie das Le Cleech und die Kugelwelle durchgesetzt (nur mein persönlich getrübter Eindruck.
    Jedoch muss ich mit ein bisschen Laienhaftigkeit sagen das ich (auch persönlich getrübte Meinung) ein wenig davon überzeugt bin das einige Klangphänomene die unerwünschter Weise austreten oder auftreten mitunter einem Zusammenspiel aus Materialresonanzen an zu lasten sind. Die unterungünstigen Bedingungen im Lautsprecher direkt vom Horn (meistens Kunststoff) hervorgerufen werden und sich zur Summe mit addieren.

    Nur so mal mit in den Pott geworfen.

    Gruß Swany

  5. #5
    Eigener Benutzer
    Registriert seit
    26.07.2016
    Ort
    5429x
    Beiträge
    605

    Standard

    Hallo die Runde

    Danke für die qualitativ gute Beteiligung
    Das mit der Dayton Waveguide ist interessant und seltsam! Das lässt mich doch grübeln. Wenn auch gleich meine Gedanken abschweifen an das scheppernde Material von Dayton... und je größer der Gong desto Schäpper... (?)

    Vielleicht ziehe ich auch die falschen Schlussfolgerungen bzw Ratschläge am Schluss.

    Der Link zur Heritage ist super. Das reitet eigentlich doch ziemlich in die selbe Richtung.
    Das Problem ist dass alle sagen was man nicht machen soll und je mehr man sucht desto mehr Meinungen gibt es.
    Das Phänomen jedoch dass bisher niemand den "Honk" an einem spezifischen Messergebnis oder Parameter festmachen konnte.

    Für mich war ein wenig eben genau Dieter Achenbachs Kommentar des Delays die Zündung. Er war es der mal vor Jahren schrieb dass das Sato mit K55 und Weiche 12But fürtcherlich trööötet. Und als er den Subwoofer verzögerte und die Phase am Übernahmepunkt einrastete verschwand der Honk.

    Gut dass ich die Dayton 8er und die 10er Waveguide sowie ein paar 1 Zöller rumliegen habe.
    Kalle, kennst du noch ungefähr die Weiche, sodass ich versuchen kann das nachzubilden?

    Gruß
    Josh

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.12.2012
    Ort
    OWL
    Beiträge
    1.398

    Standard

    Zitat Zitat von josh_cpct Beitrag anzeigen
    Jean Michel Le'Cleach meinte mal das liegt am Groupdelay zwischen f-Cutoff und fx=344/Umfang/0.707 .
    Warum, es sei halt so.
    Genau: "es sei halt so".

    Super Aussage, damit lässt sich alles begründen.

    Warum nicht einmal eine anständige Analyse?

    1.) Was bedeutet "trötig"?
    Einfache Antwort: es klingt hornig
    Weiterführende Antwort: eine charakteristische Verfärbung, für mich fällt auch "nasal" dort mit rein.

    2.) Was klingt trötig?
    Einfach Antwort: Hörner
    Weiterführende Antwort: eine Gruppe Musikinstrumente bzw. Lautsprecherprinzipien, die sich durch leitungsgebundene Resonanzen auszeichnen. Im Tier- und Menschenreich gibt es ähnliche lautgebende Mechanismen

    3.) Was heißt leitungsgebundene Resonanz?
    Durch unzureichenden akustischen Abschluss des Wellenleiters (des Horns ) entstehen am Ausgang (und am Eingang) Reflexionen, die bei ganz bestimmten Wellenlängen zu Überhöhungen, bei anderen zu Senken führen. Höhen und Senken wechseln sich näherungsweise bei ganzzahligen Vielfachen der Wellenlänge der untersten Überhöhung ab.

    4.) Was charakterisiert "trötig" klingende Instrumente?
    Ein Oberwellenspektrum, welches durch die Resonanzen geprägt ist.

    Hier haben wir also erstmal eine grundsätzliche Betrachtung, was auf den ersten Blick zu einem "trötigen" Klang führen kann:
    - komplexer Frequenzgang (Amplitude UND Phase (also GLZ))
    - Oberwellen

    Und genau das sollte man einmal gründlich untersuchen, bevor man sich irgendwelchen wilden Spekulationen hingibt.

    Die Idee, einen FIR einzusetzen, finde ich gar nicht einmal so schlecht. Schritt 1: Amplitudengang glattziehen. Klingt es immer noch trötig, Schritt 2: GLZ glatt ziehen (die wird nämlich, korrekt erkannt, auch verbogen). Klingt es immer noch trötig, Schritt 3: nochmal nachdenken.

    Was könnte denn noch dazu führen?
    - Abstrahlverhalten
    - Einbildung (ein Horn klingt doch trötig, oder?)

  7. #7
    Eigener Benutzer
    Registriert seit
    26.07.2016
    Ort
    5429x
    Beiträge
    605

    Standard

    Einbildung (ein Horn klingt doch trötig, oder?)
    +1

    Abstrahlverhalten?
    Trenne ich zu tief, weitet das Horn auf, wird die Trennfrequenz im Diffusschall als Peak rausstehen und lauter (weniger Bündelung off axis nahe Cutoff und drunter)

    Oberwellen?
    Trenne ich zu tief.... äh ja.
    Liegt (wie erwähnt) die fs-Treiber unter Cutoff -> viel viel mehr Hub -> ....

    Frequenzgang?
    Linearisiere ich die Amplitude erledigt sich damit eigentlich alles. Die Amplitudeninverse löscht alle Reflektionen aus die im Nahfeld idR eh Minphasig sind. Die Gruppenlaufzeit der Transferfunktion invertiert sich gleich mit. Alles 0.

    Das lustige an dem Hornquatsch ist ja, dass es trotz aller Regeln Hörchen gibt die grausig gebaut sind und trotzdem super klingen (Living Voice).
    Und andere traumhaft gebaut trotzdem grausig klingen (Cessaro).

    Man müsste mal so ein Exemplar in die Hände bekommen. Und dann spezifisch an den Parametern rumdoktorn.
    Mein Tipp wäre das Groupdelay wie erwähnt.

    Da ja normale Regalböxchen gerne viel Klirren, ungleicher abstrahlen, und trotzdem nie tröten... An solch einfachen Parametern würde ich es also irgendwie am ungernsten festmachen.
    Die besagten Groupdelay Peaks treten so bei trivialen Direktstrahlern nicht auf.

    Grüezi

  8. #8
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
    Registriert seit
    27.02.2011
    Beiträge
    1.587

    Standard

    Moin,

    das...
    Durch unzureichenden akustischen Abschluss des Wellenleiters (des Horns ) entstehen am Ausgang (und am Eingang) Reflexionen, die bei ganz bestimmten Wellenlängen zu Überhöhungen, bei anderen zu Senken führen. Höhen und Senken wechseln sich näherungsweise bei ganzzahligen Vielfachen der Wellenlänge der untersten Überhöhung ab.
    ..halte ich ebenfalls für sehr wahrscheinlich. Die Überhöhungen / Senken entstehen - abhängig von der Geometrie der Schallführung - bei definierten Frequenzen. Das wird vermutlich 'trötig' klingen...

    Je schöner verrundet (z.B. Le Cleac'h) und je flacher die Kontur (flache WGs), desto weniger ausgeprägt ist der Effekt (weniger Reflexionen). Passt das zur allgemeinen Hörerfahrung?

    Gruß,
    Christoph

  9. #9
    gewerblich Benutzerbild von Achenbach Akustik
    Registriert seit
    19.11.2008
    Ort
    Friesenheim/Rhh
    Beiträge
    393

    Standard

    Zitat Zitat von josh_cpct Beitrag anzeigen
    Für mich war ein wenig eben genau Dieter Achenbachs Kommentar des Delays die Zündung. Er war es der mal vor Jahren schrieb dass das Sato mit K55 und Weiche 12But fürtcherlich trööötet. Und als er den Subwoofer verzögerte und die Phase am Übernahmepunkt einrastete verschwand der Honk.

    Gruß
    Josh
    Danke für die Blumen, aber ich war das nicht. Hab die Treiber noch nie gesehen.

    Aber ich frage mich auch schon lange, warum manche Horn/Treiber-Kombis so seltsam klingen, obwohl messtechnisch nicht wirklich was zu erkennen ist.
    Muss mal mit meinem Digitalmischer mit durchstimmbaren EQ ran und schauen, ob man eine bestimmte Frequenz dafür finden kann.

    Meine Liste hat keinen tiefen messtechnisch Hintergrund und ist auch klangliche Bewertung. Da wurden einfach quick & dirty Horn und Treiber kombiniert, vorm Mikro gewedelt uns bewertet, wie sich Horn und Treiber vertragen. Je ausgeglichener, um so besser die Bewertung. Ein welliger Frequenzgang hat immer eine Ursache, sich sicherlich klanglich nicht positiv auswirkt.

    vg
    Dieter
    Achenbach Akustik
    www.achenbach-Akustik.de

  10. #10
    Vorsicht schräger Humor
    Registriert seit
    01.12.2016
    Ort
    Düren
    Beiträge
    1.672

    Standard

    Moin,
    sorry, nicht alle Tröten tröten. Es gibt "Hornlautsprecher", die man im Blindtest [da ist es wieder, das böse Wort] nicht heraushört, die also weitgehend verfärbungsfrei arbeiten, mein Aurumklon und meine dicke Lippe gehören unbedingt dazu.

    Der oben aufgeführte Ansatz, dass der Übergang Horn-Freiluft oder Horn-Schallwand zu den typischen Verzerrungen führen erscheint mir aus meinen Hörerfahrungen auch naheliegend. Schon in meinen Jugendjahren nervten mich z.B. die Elektro Voice Hörner 8HD, T35, T350 (letztere Hochton) einfach nur (siehe Kit3), während die gleichen "Motoren" in den "dicken Lippen" der Sentry
    http://www.audioheritage.org/vbullet...1&d=1425600352
    einfach deutlich verfärbungsfreier arbeiteten....... wie auch die Altec 811 bzw. 511.
    Dieses McGee Horn 616 (glücklicher Weise nicht mehr erhältlich)
    mit seinem extrem harten Übergang zur Schallwand trötet einfach nur nervend.

    Seltsam, diesem allseits gelobte Horn fehlt trotz seines harten Übergangs oben und unten auch senkrecht gestellt das Tröten. Vielleicht ist der Übergang gerade noch nicht krass genug.


    Irgendwie finde ich den Begriff "Waveguide" bei Hörnern affig, aber vielleicht trifft dies genau das Problem, das Kugelwellenhörner z.B. umgehen ... nervend ist hier nur der oft enge sweet spot. Aber wie schon in der grauen Vorzeit gezeigt gehen Traktrixhörner auch rechteckig.
    http://stereo-lab.de/produkt/sl350hz-rectangular/
    Man möge mir das Schildern von reinen Hörergebnissen verzeihen, aber der ganze Theoriewust und die entsprechenden Berechnungen gehen mir in meinem greisen Alter an den JBL 2344A-Backen vorbei, ich will nur noch Spaß.
    Jrooß Kalle
    Geändert von Kalle (30.05.2018 um 07:47 Uhr)

  11. #11
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.12.2012
    Ort
    OWL
    Beiträge
    1.398

    Standard

    Zitat Zitat von josh_cpct Beitrag anzeigen
    Abstrahlverhalten?
    Trenne ich zu tief, weitet das Horn auf, wird die Trennfrequenz im Diffusschall als Peak rausstehen und lauter (weniger Bündelung off axis nahe Cutoff und drunter)
    Auch, aber nicht nur. So ein Horn hat ja nicht zwangsweise ein gleichmäßiges geschweige denn konstantes Abstrahlverhalten im Übertragungsbereich, völlig nuabhängig von der Trennfrequenz.

    Oberwellen?
    Trenne ich zu tief.... äh ja.
    Liegt (wie erwähnt) die fs-Treiber unter Cutoff -> viel viel mehr Hub -> ....
    Das kann auch sein. Ich dachte allerdings auch an selektive Verstärkung von Klirrkomponenten, die selbst bei normalem Einsatz entstehen. Denn die werden durch Frequenzganglinearisierung nicht behoben.

  12. #12
    Vorsicht schräger Humor
    Registriert seit
    01.12.2016
    Ort
    Düren
    Beiträge
    1.672

    Standard

    Zitat Zitat von JFA Beitrag anzeigen
    Das kann auch sein. Ich dachte allerdings auch an selektive Verstärkung von Klirrkomponenten, die selbst bei normalem Einsatz entstehen. Denn die werden durch Frequenzganglinearisierung nicht behoben.
    Moin,
    daran zweifele ich, K3 ist bei den meisten Mittel-Hochton-Hornsytemen im sinnvollem Einsatzbereich und im Vergleich zu anderen Systemen vor allem bei Zimmerlautstärke verschwindend gering und nahe der Messgrenze.
    Gruß Kalle

  13. #13
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
    Registriert seit
    04.05.2009
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    1.373

    Standard

    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    daran zweifele ich, K3 ist bei den meisten Mittel-Hochton-Hornsytemen im sinnvollem Einsatzbereich und im Vergleich zu anderen Systemen vor allem bei Zimmerlautstärke verschwindend gering und nahe der Messgrenze.
    Was wir in den Standardmessungen aber nicht sehen, ist das Abklingen der Oberwellen...

  14. #14
    Vorsicht schräger Humor
    Registriert seit
    01.12.2016
    Ort
    Düren
    Beiträge
    1.672

    Standard

    Hallo Nils,
    dann sind wir aber auch blitzschnell bei den Reflexionen im Bereich der Hörraumakustik und dem Abstrahlwinkel.
    Man darf bei der Betrachtung aber auch nicht die Kombination von Treiber und Horn vergessen. Siehe Dieters quick and dirty.
    Hier der Comp50 rot und CDX1 1747 an meiner dicken Lippe.

  15. #15
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.12.2012
    Ort
    OWL
    Beiträge
    1.398

    Standard

    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Moin,
    daran zweifele ich, K3 ist bei den meisten Mittel-Hochton-Hornsytemen im sinnvollem Einsatzbereich und im Vergleich zu anderen Systemen vor allem bei Zimmerlautstärke verschwindend gering und nahe der Messgrenze.
    Gruß Kalle
    Da ist was dran, ich habe allerdings auch schon Furchtbares gesehen. Allerdings sind die wirklich schlimmen Resonanzen natürlich so tief, dass sie normalerweise auch nicht angeregt werden sollten - es sei denn, man trennt zu tief.

  16. #16
    gibt's das auch von Sica Benutzerbild von Olaf_HH
    Registriert seit
    19.11.2012
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    4.445

    Standard

    Hi, interessanter Beitrag.
    Ich verwende ein Sterolab SL600 und ein Sica 1,7 Zoll Treiber http://www.sica.it/en/product/compre...20-44-640-poly und es klingt nicht "trötig", eher wie ein Hifi HT
    Gerne stelle ich die Kombi zum Testen mal zur Verfügung
    In Hamburg sagt man, Moin

    Olaf_HH






  17. #17
    Vorsicht schräger Humor
    Registriert seit
    01.12.2016
    Ort
    Düren
    Beiträge
    1.672

    Standard

    Moin Olaf,
    wo trennst du?

    Gruß Kalle

  18. #18
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von sonicfury
    Registriert seit
    30.03.2010
    Beiträge
    1.094

    Standard

    Moin. Das ist der Hauptgrund warum ich Hörner seit Jahrzehnten nicht abkann. Laut sind sie ja aber das plärrig trötige.... das macht die Dinger für mich ungeniessbar. Ausnahmen waren beim letzten k&t Treff Hollys Kiste und hoschis Kiste beide erstaunlich un trötig sozusagen .... .
    Es groovt

  19. #19
    Vorsicht schräger Humor
    Registriert seit
    01.12.2016
    Ort
    Düren
    Beiträge
    1.672

    Standard

    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Moin. Das ist der Hauptgrund warum ich Hörner seit Jahrzehnten nicht abkann..
    Moin,
    sorry, da hast du wohl lange zeit nicht die richtigen Hörner gehört.
    "Es grooft" kann ich dir so gar nicht glauben.
    Das geht doch gar nicht ohne vernünftige Hörner.

    Jau, es gibt schon grausigen Edelschrott, Avangarde Acoustic z.B.

    Jrooß Kalle

  20. #20
    holly65_MKII
    Gast

    Standard

    Moin,

    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Moin. Das ist der Hauptgrund warum ich Hörner seit Jahrzehnten nicht abkann. Laut sind sie ja aber das plärrig trötige.... das macht die Dinger für mich ungeniessbar. Ausnahmen waren beim letzten k&t Treff Hollys Kiste und hoschis Kiste beide erstaunlich un trötig sozusagen .... .
    ich habe mich mit der Frage "warum Hörner "trötig" klingen" bisher nicht beschäftigt......das hat mehrere Gründe.
    Bisher habe ich überwiegend Kombis gehört die für mich eben nicht "trötig" klingen.

    Wenn man bewust und mit "Gewalt" (da muß doch was sein !!!) danach sucht.....hört man irgendwann auch irgendwas.....autosuggestion....?
    Ich möchte damit natürlich nicht behaupten das es diese "trötigen" Kisten nicht gibt.

    Aus der Praxis heraus möchte ich behaupten das es überwiegend eine Sache von Kombi Horn/Treiber,
    richtig gewähltem Einsatzbereich und Entzerrung ist.

    Ich hatte mal einen Fall, Sica 8 Coax, der nach der ersten Beschaltung tatsächlich etwas trötig klang.....
    ....es hat bei diesem etwas schwierigen Kandidaten 4 Weichenversionen gebraucht bis das raus war.

    LG

    Karsten

Seite 1 von 6 1 2 3 ... LetzteLetzte

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •  
Powered by vBadvanced CMPS v4.3.0