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  1. #1
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    Standard taxi-race am 10.03. in wien

    hallo zusammen,
    "taxen" oder "discos" haben einige von uns schon einmal gehört, meist jedoch zeitlich versetzt und in anderer umgebung - nur der direkte vergleich...


    bei unserem letzten vergleichshören hatten wir in unserer wiener community aus einer laune heraus die idee geboren, die bei bei uns vorhandenen zweiweger mit waveguide gegeneinander probezuhören. es sollen dahei lautsprecher miteinander vergleichen, welche konzeptionell und optisch an das original der little yellow cab angelehnt sind. der hieraus entstandene name: taxi-race (...zwangsläufig-naheliegend).
    nachdem wir uns auch endlich auf einen termin einigen konnten...


    ...vordergründig gehts also um den vergleich der little yellow cab mit der disco-m, weiter steht noch ralfs abwandlung der disco-m mit einem anderen hochtöner zur verfügung. je nach dem werden wir bis dahin vielleicht noch ein oder zwei weitere monitore derselben kathegorie organisiert bekommen.

    es ist vorgesehen, die LS zueinander auszupegeln und ohne zeitvezögerung direkt umschalten zu können.


    worum geht es?
    es soll:
    - ein entspannter nachmittag werden, an welchem musikhören im vordergrund steht
    - vorzüge oder patzer der einzelnen konzepte herausgearbeitet werden
    - keinen! "sieger" geben, sondern jeder LS soll individuell beurteilt werden
    - keine! religionsähnliche verdammung eines bestimmten LS stattfinden, sondern eine objektive beurteilung

    daher würden wir daher auch noch gerne zwei bis drei uns fremde personen zu diesem vergleich mit einladen, um eine grössere objektivität gewährleisten zu können. wer zeit und interesse hat, möge uns dies bitte im thread mitteilen.
    (wer unschlüssig ist: wien ist immer eine reise wert)


    zeit und ort: samstag, 10.3.2018 hier in wien.


    zum taxi-race wird je nach zeit und verfügbarkeit in einem zweiten raum auch ein hören von monitorähnlichen kleinlautsprecher mit optimiertem abstrahlverhalten stattfinden.
    in welchem raum wir die dxt-mon mitspielen lassen, sind wir uns selbst noch nicht sicher.

    es ist derzeit nicht geplant, klein-LS und taxen direkt miteinander zuvergleichen. dies ist zu fortgeschrittener stunde jedoch, sofern die ohren noch mitspielen und nicht bereits völlig "zu" sind, als option anzusehen.


    ps: ich habe mir länger überlegt, ob ich diese veranstaltung überhaupt öffentlich machen sollte. so ganz unbelastet ist das thema ja nicht. andererseits ist auch der sache nicht gedient, die LYC einfach zu negieren.
    auch werde ich diese veranstaltung morgen im nachbarforum ankündigen, da wir wiener uns primär im dortigen stammtischbereich untereinander austauschen.
    grüße,
    martin

  2. #2
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    Wenig überraschend bin ich dabei und kann als Kleinlautsprecher mal wieder das pärchen Symphony 4 ADW und wenn gewünscht RFT BR25 (oder BR26) und Technics SB-F2 mitnehmen. Das sind historische Lautsprecher aus dem Fertigsegment ebenfalls mit Schallführung beim HT.

  3. #3
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    Bin klarerweise auch mit dabei. LYC und DISCO M werden von mir beigesteuert. Und gerade noch am enstehen ein Fast Track Projekt von Ralf und mir.

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  4. #4
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    Ich bin natürlich auch dabei als HOST und freue mich schon sehr über einen direkten Vergleich.

    Gerade ab einem gewissen Qualitätsniveau und bei einem ähnlichen Konzept ist es dann irgendwann schwierig zu sagen was objektiv besser ist und was schlicht nur anders ist und vielleicht zu einem Raum und zu einer Musikrichtung besser passt.
    Das bisschen mehr an Bass lässt das eine Lied imposanter wirken und ist beim anderen zu viel, der eine mag die Details in den Höhen etwas mehr heraushören, dem Anderen ist das zu hell.

    Genau solche Unterschiede in der Abstimmung und wie Sie sich auf das Empfinden auswirken möchten wir erfassen. Dadurch dass die Lautsprecher von Konzept und Abstrahlberhalten sehr ähnlich sind lassen sich die subjektiven Unterschiede dann leichter objektiven Unterschieden bei Weichenauslegung und der klanglichen Abstimmung im Frequenzgang zuordnen.

    Ich persönlich erwarte mir daraus auch Erfahrungen mit denen ich meine eigenen Lautsprecher besser abstimmen kann. Zwei Testkandidaten werden auch von mir kommen, ein dritter entsteht in Zusammenarbeit mit Thorsten (TH_F73).

    Zuletzt möchte ich es mir nicht nehmen lassen ein riesen Dankeschön an Gast dessen Feder das kleine gelbe Taxi entsprungen ist und an Alexander Heißmann auszusprechen ohne den wir keine passenden Mitstreiter gehabt hätten die im "Race" mithalten können. Ich habe von beiden sehr viel gelernt

    lg Ralf

  5. #5
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    da ich um diese zeit wahrscheinlich in wien sein werde wär ich auch gerne dabei - als gast.
    gruß reinhard

  6. #6
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    hallo reinhard,
    sehr gerne


    kurz zum zeitlichen: treffen ab 13:00 bei ralf. es ist vorgesehen, daß wir um 14:00 mit dem "race" loslegen; open end.

    für von ausserhalb anreisende: es lässt sich davor als auch hinterher ein kleines rahmenprogramm organisieren (futteraufnahme zum beispiel ).
    grüße,
    martin

  7. #7
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    Hi - ich habe gerade eine Auftragsanmeldung erhalten.
    Manfred aus dem 14. Wiener Bezirk würde auch gerne zum Treffen kommen. Mit Manfred habe ich vor ein paar Jahren einen kleinen 5" BB Speaker gebaut. Sein Oberflächenfinisch war unglaublich gut, da er sich damals sehr intenisv mit dem Thema Schellack beschäftigt hat. Zudem ist Manfred aktiver Musiker und spielt in einer Band. Studio Monitore sind im bereits auch einige untergekommen.




    LG Thorsten
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  8. #8
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    wer die adresse benötigt, bitte kurze PN an mich oder ralf (DesLumos).
    grüße,
    martin

  9. #9
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    Hallo ihr lieben Wiener,

    Ich hoffe wir werden hier ein paar Bilder sowie Höreindrücke von euch sehen. Viel Spass heute beim Taxirace.

    Tim34

  10. #10
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    bilder hab ich keine gemacht, aber eindrücke gesammelt.
    war spannend, da ich einige LS gehört habe, die viel im gespräch sind, mir aber noch nicht über den gehörgang gelaufen sind.
    es gab für mich überraschungen, enttäuschungen und sehr befriedigendes.
    bekanntes, modifikationen, kaufLS, altes und neues.
    war sehr angenehm, tolles ambiente, gar nicht so wenig personen anwesend.
    weiteres morgen.
    gruß reinhard

  11. #11
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    Guten Abend Reinhard,

    bin sehr gespannt auf Deine Erfahrungen.

    Weil es die Chassis für die LYC bei Völkner so günstig gab, habe ich mal zugeschlagen und bin schon sehr neugierig auf den Lautsprecher.

    Viele Grüße
    Rainer

    Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche
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  12. #12
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    also gut - dann mal schon heute weiter
    LYC - wollt ich zuerst nix schreiben - aber da du fragst: erscheint mir auf den ersten moment anspringend, spektakulär - länger gehört schien es mir anstrengend zu werden. den hype kann ich nicht nachvollziehen.

    dann zwei versionen - mehr oder weniger - von der disco m: nicht nur mein P/L-sieger, sondern auch ein LS, den ich mir sofort ins wohnzimmer stellen würde, wenn ich nicht schon sehr befriedigend bestückt wäre.
    auf den ersten moment nicht so voll mitten ins gesicht, aber sehr entspannt, laid back, ohne an dynamik oder details irgendetwas vermissen zu lassen.
    souverän einfach.
    eine variation dieses LS war auch zu hören - leider zu kurz.
    sehr ähnlich, der nach meiner erinnerung 5x teurere HT (revelator) schien mir nicht wirklich einen unterschied zu machen.

    dxt mon: einfach und noch unspektakulärer - auf positive art und weise. scheint mir ebenfalls sehr langzeittauglich zu sein.

    dann die überraschung des tages - für mich. ein winzling namens twiggy irgendwie oder -was. spielte neben der dxt mon fast am längsten - draußen und drinnen sozusagen (wohnzimmer und hörraum).
    von martin (herr der ringe) konzipiert und gebaut. satt, rund - tolles kleines ding.

    dann noch die symphonie 4 von udo. war am schnellsten wieder abgebaut. für mich sehr unbefriedigend, dünn und unausgewogen.

    die kef Q100 - ja, kann man hören.

    alte DDR speaker - rfi oder rfa oder so - brauchbare speaker, aber halt auch nicht wirklich zu beurteilen - aber durchaus anhörbar.

    ein paar neuer schöner italiener - ich glaub sonus faber venere 1.5 - schienen im unteren bereich starke überhöhungen aufzuweisen. ansonsten angenehmes klangbild.
    einen cheaptrick noch (hornreflex oder so ähnlich) - für rock gut geeignet, aber die chassisqualität war halt nicht so überragend. angeblich der billigste 5zöller von TB (angabe ohne gewähr).
    ich glaub das wars so ziemlich. die anderen werden sicher ihre eindrücke bald schildern - und vielleicht auch fotos liefern.
    gruß reinhard

  13. #13
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    Moin,
    ist die Twiggy denn irgendwo dokumentiert worden, oder kommt das noch?
    Klingt interessant ...

    Und die Klangbeschreibungen der Lautsprecher, um die es beim "Taxi-race" ja eigentlich ging, werfen zumindest bei mir mehr Fragen auf, als sie beantworten.
    Da bitte ich Euch, etwas detailierter zu beschreiben. Wenn schon, denn schon ...
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  14. #14
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    naja,war auch nur schnell am abend aus der hüfte geschossen - und da klangeindrücke eine sehr subjektive sache sind, ohne die räumlichkeiten zu kennen, ohne messungen etc. hielt ich mich zurück.

    war ja keine durch striktes einhalten wissenschaftlicher kriterien abgesicherte studie, sondern ein gegenhören wechselnder gruppierungen über einen halben tag.
    und speziell im direkten vergleich ergaben sich dann eben die bzw. meine eindrücke.

    der eierlegenden wollmilchsau ziemlich nahe kommt eben die discoM - auch unter winkel kaum etwas von ihrer ausgewogenheit einbüßend. laut und leise einfach ein rundes ding für jedes musikmaterial. da hörten wir bei allen kandidaten quer duch.
    andes die LYC - klang heller, nicht so satt und souverän; und wenns lauter wurde, mutierte dies ins unangenehme. vielleicht der berühmt/berüchtigte unausgewogene energiefrequenzgang oder dem hochtöner zuzuschreiben, oder der anbindung ans waveguide - das weiß ich ja nicht.
    kenn auch eine modifikation, bei der letzteres anders gelöst wurde, was besser zu flutschen schien.
    die dxt mon ist einfach schwer ok, ohne mängel - aber ich bevozuge die disco, weils ein ziemlich pegelfester allrounder ohne festzustellende mängel ist - aus meiner subjektiven sicht.
    und wenns eben auch um den preis geht, gibts für mich sowieso keine frage mehr.
    die anderen LS aus der kurzbeschreibung hab ich ja - bis auf die kleine twiggy ... nur eher so nebenbei gehört.
    gruß reinhard

  15. #15
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    Hallo Reinhard,
    danke Dir, das erklärt Deine gestrige Beurteilung schon erheblich genauer.
    Wohlklingende Grüße,
    Matthias

  16. #16
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    Dann mach ich mal mit Klangbeschreibung =D

    Zuerst als Vorwort zum Raum in dem wir gehört haben:

    Das Taxi Race fand in meinem Heimkino Zimmer statt das sehr bedämpft ist. Riesige Poröse Absorber in jeder Ecke und die Frontwand fast komplett mit Schaumstoff Matratzen 15cm dick zugepflastert die in 15cm Abstand zur Wand und hinter einem Bücherregal (und daher unsichtbar) stehen dessen Rückwand entfernt wurde und durch Stoff ersetzt. Auf der Rückwand 2-lagig dicke Vorhänge und eine 6-Personen Couch.

    Daraus ergibt sich eine starke Bedämpfung bis in den Grundton und eine immer noch spürbare Bedämpfung im oberen Bass.
    Gegenüber typischen Räumen hört man also mehr Direktschall und der Grund und Mittelton wird stärker bedämpft und hat eine geringere Nachhallzeit. Wichtig ist das deshalb, weil die Klangeindrücke und "Wertungen" in einem anderen Raum durchaus ganz anders sein können.
    Betrieben wurden die Lautsprecher an diversen gleichen Kanälen einer 8-Kanal Endstufe mit LM3886 Modulen die etwa 60W an 4 Ohm oder 50W an 8 Ohm bereitstellen.
    Quelle war ein Surface 4 über den (wirklich guten) Klinkenausgang, ein Minidsp 2x4HD für die aktive LYC und ein Amazon Echo Dot um auf einen weiteren Passiven Lautsprecher umschalten zu können, die Musik kam über Spotify (320kb OGG Vorbis)

    Weiters sehr wichtig:
    2 von den 4 „Taxi Race“ Kandidaten habe ich abgestimmt und diese Abstimmung wurde im Hörraum vorgenommen und ich hatte die Originale vorab zur Verfügung! Wäre das nicht so gewesen hätte ich sicher keine Chance gehabt etwas in der gleichen Liga zu produzieren!
    Außerdem möchte ich darauf hinweisen dass ich im folgenden Text einen Teil der Lautsprecher V2 nenne. Das ist nicht die bessere Variante sondern schlicht die 2. Klanglich ähnliche Variante!
    Alle Kandidate haben eine sehr gute Räumlchkeit und lösen den Klang perfekt von den Boxen. Was unterschiedliche ist ist eben die Abstimmung, daher werde ich darauf näher eingehen.

    Disco-M:
    Optisch der Wahnsinn legt die Disco-M vor Allem einen Stimmbereich vor der seinesgleichen sucht. Es klingt echt, realistisch und die Stimmen sind sehr frisch und fruchtig. Musik klingt natürlich aber nur dann strahlend und crisp wenn es auch die Aufnahme so vorgibt, die Highlights setzen also eher die Mitten als die Höhen. Der Bass ist knackig aber nicht sonderlich tief und neutral laut.
    Stärken: Grundton und Mitten, „realistisch“
    Schwächen: Mehr Bass und Höhen wären schön (bzw. klanglich schönfärbend)

    LBC oder “Disco-M V2” (“meine” Disco-M):
    Die LBC (eigentlich gebe ich meinen Lautsprechern keine Namen, das ist halt der „Arbeitsname“ gewesen) gab es schon etwas vor der Disco-M und ist Sie ist parallel entstanden, zuerst aber als Aktivbox mit der ich nie so richtig glücklich war, darum ist Sie das letzte Jahr im Regal gestanden.

    Die LBC ist etwas kleiner (eher grob LYC Maße, also in jeder Dimension 1-2 cm weniger) und statt dem Discovery Hochtöner verwende ich den Scanspeak Illuminator D3004/660000 an einem ungekürzten WG300. Das WG passt recht gut an das innerste Ende vom angedeuteten Waveguide das der Illuminator bereits hat. Ich wollte den HT weder zerlegen noch ewig lang mit einem komplizierten Adaptersystem herumbauen und es hat halt mit einer runden Platte mit rundem Loch funktioniert (und viel Dichtstreifen MDM-5 Innen und außen)

    Das Battle hat mich inspiriert wieder daran zu feilen und diesmal wollte ich es passiv angehen.
    Ich bin eine Woche gesessen, hab gemessen, simuliert und gehört und 20 Weichenvarianten ausprobiert um an der Disco-M klanglich vorbeizukommen. Außerdem wollte ich mich zumindest irgendwie unterscheiden, der Illuminator Hochtöner ist nämlich klanglich nicht so viel vor dem Discovery am selben Waveguide wenn überhaupt und mit der gleichen Weiche die original Disco-M einfach einen Tick spannender.

    Daher habe ich beschlossen mit passiv aggressiver Gewalt und ohne Rücksicht auf Bauteilgräber meiner LBC mehr echten Bass anzuerziehen. Konsequenterweise hat die LBC daher auch einen kräftigeren Bass und das schönere Fundament als alle anderen Lautsprecher aus dem Battle. Oberhalb davon ist die Disco-M annähernd gleich und ohne Bass sind die beiden auch schwer voneinander zu trennen. Die LBC kommt mir (sehr kleinen) Tick sanfter und seidiger vor als die Disco.
    Durch den kräftigen Bass und fruchtigen Mitten klingt der Lautsprecher weniger hell als die anderen, wird dafür aber bei keiner Lautstärke oder Musik unangenehm und schreit einen nie an (hier spielt auch mit dass der Hochtöner halt aus einer anderen Liga kommt, auch preislich).
    Stärken: Bass, Grundton, Mitten, Natürlichkeit
    Schwächen: etwas wenig Strahlkraft (hab ich versucht, nimmt wieder andere Vorteile weg)

    Little Yellow Cab:
    Sehr interessant war es die LYC wieder mal da zu haben und zu hören. Die typisch gute Räumlichkeit, ein etwas tieferer und kräftigerer Bass zur Disco-M und dafür minimal weniger knackig. Die Stimmen und Mitten klingen im Vergleich zur Disco etwas hohl und blechern, (weil) die Höhen sind deutlich kräftiger und strahlen und glänzen einen an.
    Ich möchte hier meine Freundin zitieren die es nach 2 Minuten hören auf den Punkt gebracht hat: „Die rote Box (Disco-M) klingt realistischer, die grüne Box (LYC original) klingt frischer und brillianter. Ich mag die Grüne mehr“.
    Jetzt ist es nicht ganz so einfach. Bei allgemeiner Musik mag ich die LYC auch mehr. Mit dem zu viel an Höhen ist es so wie beim Makeup bei Frauen: Wenn Sie damit besser aussehen sehen Sie halt besser aus, auch wenn du weißt dass das geschummelt ist und nicht natürlich. Nur bei viel Stimmanteil schlagen die Stärken der Disco wieder durch und Sie klingt für mich (teils deutlich) fruchtiger und angenehmer im direkten Vergleich.
    Was leider nicht geht mit der LYC ist richtig laut. Laut geht noch aber sehr laut schreit dich dann der Hochtöner richtig giftig an. Einerseits weil der Hochton ohnehin kräftiger eingestellt ist, andererseits weil der Hochtöner scheinbar nicht gerne Auslenkung macht und tief angekoppelt ist, Waveguide hin oder her.

    Stärken: Höhen, (etwas) Bass
    Schwächen: Natürlichkeit der Stimmen, hohe Lautstärken

    LYC “V2” aktiv:
    Damit es mehr Testteilnehmer gibt hat Thorsten nochmal eine LYC gebaut mit Originalbestückung nur ohne Weiche drin. Ich hab die Box gemessen und erst am Tag des Taxi Race abgestimmt per Virtuixcad simuliert und mit hören und Minidsp 2x4HD nachjustiert. Vor dem Race dachte ich auch „naja, nix Besonderes“ und hab dann zum halbwegs neutralen unspannenden Lautsprecher 5 Minuten vor allgemeinen Hören noch ein dB Hochton draufgelegt damit Sie mehr nach Little Yellow Cab klingt, OHNE direktes testhören gegen einen anderen Lautsprecher, auch dafür war keine Zeit.

    Amüsanterweise hat dieses neutral +1dB Hochton dann auch 95% genau den Klang der LYC produziert wie sich herausstellen sollte. Die aktive Variante war für mich (und wirklich nur im direkten Vergleich) minimal runder und weniger aggressiv. Ganz am Ende hab ich es noch mit etwas weniger Hochton versucht, das macht die Sache dann noch etwas runder und angenehmer.
    Das heißt jetzt aber nicht mehr oder weniger als dass man aus dem Material der LYC aktiv befeuert und per DSP eingestellt noch minimal mehr raushole kann. Preis/Leistungs mäßig ist das Original besser, zumal die LYC auch mit einer recht simple Weiche auskommt.
    Stärken und Schwächen: Wie LYC (auch die aktiver schreit bei hoher Lautstärke und klingt brilliant)


    Das wars mit dem Race, zusammengefasst:
    Die Disco klingt realistisch natürlich und die LYC frisch strahlend.
    Die jeweiligen Abwandlungen sind mit viel Material und Geldeinsatz leicht verbessert (und auch das ist subjektiv). Mir gefällt das deutliche mehr an Bass aus der LBC sehr gut, das muss aber zum Raum und der Aufstellung passen, LYC und Disco-M sind da sicher unkritischer.

    Weitere Lautsprecher:
    DXT-Mon:
    Wirklich glücklicherweise war die DXT-Mon dabei weil die in meinem Raum alle anderen Lautsprecher nochmal deutlich auf die Plätze verwiesen hat. Der Bass war kräftiger und runder als bei den Taxis (außer LBC), der Mittel und Hochton nochmal sanfter, strahlender und harmonischer.
    Gerade in meinem stark bedämpften Raum produzieren die Taxis durch die stärkere Bündelung zu wenige Reflexionen. Die weniger bündelnde DXT-Mon produziert mehr angenehme Mittel und Hochton Reflexionen wodurch der Lautsprecher bei gleichem neutralen Achsfrequenzgang seidiger und brillianter klingt.
    Die DXT-Mon war schon mal bei mir aber damals nicht eingespielt und daher mit sehr wenig Bass. Das war diesmal absolut nicht der Fall.
    Stärken: Alles. Super von unten bis oben.
    Schwächen: Wenn man sehr laut hören möchte muss man um den kleinen Tieftöner und die PM Angst haben. Verzerren oder Schreien tut trotzdem nichts aber der Physik sind halt Grenzen beim Bass gesetzt wie laut der kleine spielen kann.

    Twiggy Bassreflex (4“ Peerless TMT und 19mm Kalotte Peerless NE – ex Vifa):
    Ich hab die erste Twiggy als TML beim Martin gehört und dachte naja, ganz ok aber nicht so besonders. Martin hat die aber auf viel kleiner und Bassreflex umgebaut und wooooooooow!!!!!

    Der Bass aus der kleinen ist der Wahnsinn, die Erreichbare Lautstärke im Verhältnis zur Größe ist der Wahnsinn und der Mittelhochton ist wirklich sehr angenehm und fast auf DXT-Mon Niveau. Preis Leistung wieder der absolute Wahnsinn.
    Klanglich würde ich sagen MEIN Platz 2 nach der DXT-Mon.
    Auch hier hilft wieder die sehr breite Abstahlung, aber auch der kräftige Bass macht einfach was her.
    Was die Twiggy nicht ganz so gut kann wie eine DXT-Mon oder eine Disco-M ist die Fruchtigkeit in den Mitten, die klingen minimal so als ob da was fehlt wenn man direkt mit der DXT-Mon vergleicht.
    Wenn man Twiggy und DXT-Mon nebeneinanderstellt und umschaltet ist es sogar schwer zu erraten welche genau spielt wenn man nicht auf diesen Mittenbereich achtet. Das ist für die Größe, den Materialeinsatz und die Kosten einfach nur sensationell. Der Hochtöner in meiner LBC und der Tieftöner der DXT-Mon kosten jeweils so viel wie eine ganze Twiggy.
    Stärken:
    Bass, Grundton, Hochton, Lautstärke (für die Größe und einen 4“ TMT)
    Schwächen: Lautstärke (im Vergleich zu 10 mal so großen Boxen :P) Das mit dem Mittelton ist nicht mal eine Schwäche sondern „nur“ keine Stärke.

    Puh… die Tastatur glüht schon

    Lg Ralf
    Geändert von DesLumos (11.03.2018 um 13:52 Uhr)

  17. #17
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    Standard

    Danke erstmal für die Beschreibungen,
    sehr Interessant zu lesen.




    MfG

    Rotel

  18. #18
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    Danke für den ausführlichen Bericht. Macht die Entscheidung zwischen Disco M und LYC aber nicht leichter

  19. #19
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    Standard Messung Linker Lautsprecher auf mittlerem Hörplatz 1/3 smoothing ungefenstert

    Anbei noch eine Messung ;-)

    Die Lautstärke hab ich angepasst, die Disco-M hat etwas mehr Spannungswirkungsgrad als der Rest.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  20. #20
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    Standard

    Hallo Jungs,

    VIELEN DANK für die Schilderung eurer Erfahrungen. Toll, dass ihr das so objektiv beschreibt (sofern das bei Klang überhaupt möglich ist )

    Grüße aus Bayern!

    Edit: Falls es irgendwo weitere Informationen zur Twiggy und zur aktiven Disco gibt => Immer her damit =)

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