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  1. #41
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    Hallo,

    in Post#39 habe ich leider die Skalierung der nicht normierten Winkelfrequenzgänge verkackt, was die Vergleichbarkeit etwas schwieriger macht.

    Deshalb hier nochmal die angeglichenen nicht normierten Winkelfrequenzgänge deg0-90 von Simu und Messung:

    Axi_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_deg0-90FG.jpg Arta_100cm_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_deg0-90FG.jpg

    Bis 45° sind die Frequenzgänge <13kHz praktisch deckungsgleich (mit geringen Abstrichen im Bereich 1-2kHz).
    AxiDriver ist Dope!

    Gruß Armin

  2. #42
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    Standard

    Hi Armin,

    schön, dass Du nochmal nachgeschaut und das korrigiert hast - ich hatte mich schon über die großen Unterschiede gewundert.

    Gruß,
    Christoph

    PS: Hier mal eine ABEC-Simu Deines letzten WGs in einem Gehäuse, B=20cm, H=30cm, T=20cm (wieder auf Basis des Skripts von Nils).
    Gehäuse ohne Fasen:


    Abstrahlung horizontal, nur HT:


    Abstrahlung horizontal, normiert 0°, nur HT:


    Winkelfrequenzgänge 0-90°, 10°-Schritte, nur HT:


    Man sieht ganz gut, wie der HT/das WG durch den Einbau in die Front weiter nach unten bündelt. Die Unregelmässigkeit um 2,5-3kHz wird durch Fasen an den Gehäusekanten vermutlich verbessert werden können. Der Einbruch unter Winkeln bei >10kHz, der in Deinen Messungen/Simus zu sehen ist, deutet sich auch hier an. Die liegt offenbar in der WG-Kontur. Obacht, Ich habe nicht darauf geachtet, ob/dass die Kalotte mit der von Dir simulierten übereinstimmt. Über 14 kHz habe ich nicht dargestellt, da die Auflösung dieser Simu nicht ausreicht.
    Wenn DU mit der WG-Kontur klar bist, können wir mal in Deinem Gehäuse, mit einem Tieftöner, mit/ohne Fasen, mit ohne Weiche simulieren, wenn Du Lust hast.
    Geändert von Gaga (23.02.2018 um 22:04 Uhr)

  3. #43
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    Hallo,

    Christoph, danke für die Simulation!

    Hier mal eine ABEC-Simu Deines letzten WGs in einem Gehäuse
    Nur um sicher zu sein, du beziehst dich auf Post#39, Schallwand 19mm mit Mini-WG Hals 33mm Durchmesser, 3mm Höhe, verrundet mit Radius 16mm auf einen WG-Mund von 65mm?

    Zeigt auf jeden Fall sehr schön wie früh die Abstrahlung des WG durch die Schallwand beeinflusst wird - insbesondere unter kleinen Winkeln.
    Um die Abstrahlung relativ unabhängig von der Schallwand kontrollieren zu können, müsste schon um 4kHz (oder höher) getrennt werden.

    Hier die normierte Abstrahlung des Mini-WG aus Christophs Post#42 auf üblicher Skalierung:
    abec_SW19mm_H33mm_R16mm_SN.jpg

    Bei herkömmlicher Trennung um 2-2,5kHz würde man die "sprunghafte" Aufweitung mit nachfolgender Einschnürung (von hohen zu tiefen Frequenzen) durch Wechselspiel von SW und WG komplett mitnehmen. Damit wäre die Abstrahlung sehr wahrscheinlich übler als ohne WG - müsste man mal mit Simu überprüfen ;-).

    Was für mich persönlich, den Einsatz von HT mit Mini-WG nur bei sehr hoher Trennung mit entsprechender kontrollierten Abstrahlung im MT (3-4'' TMT+WG oder MT-Kalotte+WG) sinnvoll macht.

    Gruß Armin

  4. #44
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Hallo Armin,

    ich habe das 3-stufige WG aus Beitrag #30 simuliert:

    Breiter abstrahlend, lädt weniger tief
    3fach Fase: Schallwand 21mm, Hals 32mm, Mund 99mm, 2mm hoch, 45° Fase 10mm, 30° Fase 7mm und 10° Fase 2mm hoch
    Sollte zunächst einfach ein Beispiel sein, ich wollte schauen, wie ich das Skript entsprechend anpasse. Wie gesagt, wenn WG-Kontur, Gehäuse und TMT klar sind, dann kann das zusammen simuliert werden...
    Bei herkömmlicher Trennung um 2-2,5kHz würde man die "sprunghafte" Aufweitung mit nachfolgender Einschnürung (von hohen zu tiefen Frequenzen) durch Wechselspiel von SW und WG komplett mitnehmen. Damit wäre die Abstrahlung sehr wahrscheinlich übler als ohne WG - müsste man mal mit Simu überprüfen ;-).
    ...auch mit unterschiedlichen Übergangsfrequenzen, Fasen, Schallwandbreiten, Einbaupositionen etc.

    Gruß,
    Christoph

  5. #45
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    Hallo,

    Zitat:
    Breiter abstrahlend, lädt weniger tief
    3fach Fase: Schallwand 21mm, Hals 32mm, Mund 99mm, 2mm hoch, 45° Fase 10mm, 30° Fase 7mm und 10° Fase 2mm hoch
    Sollte zunächst einfach ein Beispiel sein, ich wollte schauen, wie ich das Skript entsprechend anpasse. Wie gesagt, wenn WG-Kontur, Gehäuse und TMT klar sind, dann kann das zusammen simuliert werden...
    Das ist mal ernüchternd! Hätte nicht gedacht, dass die Schallwand schon so früh Einfluss auf die Abstrahlung nimmt, noch deutlich innerhalb des WG Wirkungsbereich.

    Deswegen dachte ich auch du hättest ein kleineres WG simuliert - sehr lehrreich für mich!

    ...auch mit unterschiedlichen Übergangsfrequenzen, Fasen, Schallwandbreiten, Einbaupositionen etc.
    Ja, das wäre vom Umfang noch ein weiterer Thread ;-)

    Gruß Armin

  6. #46
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    Hallo,

    Das ist mal ernüchternd! Hätte nicht gedacht, dass die Schallwand schon so früh Einfluss auf die Abstrahlung nimmt, noch deutlich innerhalb des WG Wirkungsbereich.
    Ja, ich hatte das mal mit dem rechteckigen Visaton-Waveguide ausprobiert, senkrechte vs horizontale Anordung hier und mit angebrachten Fasen hier.
    Ich war auch erstaunt, wie stark der Einfluss der Schallwand, bzw. Diffraktion an den Schallwandkanten trotz Waveguide tatsächlich ist.

    Daher ist es halt sinnvoll, Waveguide, Schallwand, Fasen und angestrebte Übergangsfrequenz gut aufeinander abzustimmen.

    Gruß,
    Christoph

  7. #47
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    Hallo,

    habe mich mal mit dem parametrisierten ABEC-Projekt von Nils beschäftigt - es wurde in Post#37 von Christoph verlinkt.

    [Off-topic]
    Im Elements.txt Skript scheint ein kleiner Fehler versteckt zu sein, denn sobald eine bestimmte Höhe für den LS überschritten wird, erhält man beim Meshing eine Fehlermeldung - Irgendwas mit "Elements.txt Baffle #15". Nach dem Meshing fehlt dann das Mesh auf der LS-Front.
    [/Off-topic]

    Daher konnte nur ein kleiner LS mit 350mm Höhe simuliert werden. Die Schallwandbreite beträgt 25cm mit angedeuteter 16mm Verrundung. Zum Einsatz kommt, wie schon in Christoph's Bsp aus Post#42 ein 3-fach gefastes WG - hier mit 135mm Durchmesser und einer Tiefe von 30mm. Der Durchmesser des TMT beträgt 145mm.
    3fach_WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_Skizze.jpg

    Auf unendlicher SW simuliert AxiDriver für das WG folgendes normiertes Sonogramm:
    3fach_WG_Bsp_25cmSW_unendl-SW.jpg

    Sieht nicht schlecht aus, die leichte Einschnürung um 5kHz müsste noch korrigiert werden.

    Wenn wir uns nun das normierte Sonogramm eines ähnlichen 3-fach gefasten WG im Gehäuse ansehen (das Solving dauert auf meinem Rechner über 2h, daher hier der Verweis auf ein ähnliches WG mit winzigen Abweichungen), zeigt sich das erwartete Verhalten mit der Aufweitung der Abstrahlung - hier liegt das Maximum der Aufweitung etwas tiefer als im Bsp von Christoph aus Post#42, da die SW um 5cm breiter ist (bitte alles über 10kHz ignorieren)
    3fach_WG_Bsp_25cmSW_unbeschaltet.jpg

    Soweit haben wir durch das WG scheinbar nichts gewonnen. Wie schon im Bsp aus Post#42 würde bei üblicher Trennung um 2khz ein ziemlich verkacktes Abstrahlverhalten die Folge sein.

    Also machen wir es einfach so wie viele Studiomonitor Hersteller und trennen so hoch, dass der kritische Bereich (Aufweitung des WG) in den Übertragungsbereich des TMT fällt, da dieser einen steileren Konus mit etwas mehr Durchmesser als das WG besitzt und sich dadurch(?) die Aufweitung durch die SW abschwächen sollte.

    Somit wird der 145mm TMT erst bei 3,5kHz mit 24dB-LR zum WG getrennt. Das normierte Sonogramm des gesamten LS sieht dann wie folgt aus:
    3fach_WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_NSono.jpg

    Eine leichte Aufweitung um 2,4kHz ist noch vorhanden. Eine etwas tiefere Trennung um 3-3,2kHz würde vielleicht den Bereich um 3,3kHz noch etwas verstetigen.

    Aber schon hier kann man sehen, dass die Verwendung eines (nicht mehr ganz) simplen WG in einer 30mm starken SW einen gangbaren Ansatz darstellt - Falls man bereit ist Abstriche beim FG über 14kHz hinzunehmen.

    Es stellt sich nun die Frage, wie die noch leicht vorhandene Aufweitung um 2,4kHz, verursacht durch Kantendiffraktion von TMT und SW, noch weiter verringert werden kann?
    Dazu würde sich anbieten das TMT-Chassis ebenfalls hinter die SW zu setzen und den SW-Ausschnitt zu verrunden, so wie es in Post#2 auf unendlicher SW simuliert wurde.

    Man erreicht damit etwas mehr Bündelung im von uns gewünschten Bereich und einen etwas längeren Laufweg für den Schall zu den Gehäusekanten. Beides sollte die Kantendiffraktion abschwächen.

    In Post#24 hat Thomas dazu die Messungen eines 13cm TMT auf und hinter einer 17(?)cm breiten SW gepostet. Dort ist zu erkennen, dass die Aufweitung um 3kHz des bündig montierten Chassis komplett verschwindet wenn hinter der SW montiert.

    Das müsste jetzt nur noch simuliert werden

    Gruß Armin

  8. #48
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    Hallo,

    zur besseren Verständlichkeit hier nochmal das normierte Sonogramm für den LS mit WG aus Post#47 in etwas besserer Darstellung bis 15kHz:
    3fach_WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_NSono_bis15kHz.jpg

    Der Vollständigkeit halber auch noch das normierte Sonogramm in vertikaler Richtung:
    3fach_WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_vertNSono_bis15kHz.jpg

    Gruß Armin

  9. #49
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    Ein kleiner Hinweis am Rande: über 10 kHz reicht das Mesh nicht aus. Das hatte ich damals nicht optimiert. Deswegen kommt da so unplausibles Zeug raus. Wenn du da korrekte Ergebnisse haben möchtest, musst du die Meshfrequenz der Teile hochsetzen. Oder einfach nur bis 10 kHz simulieren.

    Ansonsten: bei den Varianten, die ich an dem Modell probiert hatte, sah die schräge Fase am besten aus. Bzw. generell war eine Fase besser als eine Rundung.

  10. #50
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    Hallo Armin,

    spannend.

    Die Schallwandbreite beträgt 25cm mit angedeuteter 16mm Verrundung.
    Es stellt sich nun die Frage, wie die noch leicht vorhandene Aufweitung um 2,4kHz, verursacht durch Kantendiffraktion von TMT und SW, noch weiter verringert werden kann?
    Zunächst durch eine ordentliche Fase, vermute ich.

    Die 16mm-Verrundung hat m.E. keine ausreichende Wirkung auf die Kantendiffraktion.
    Versuch doch mal eine breite Fase, idealer Weise oben bis zur WG-Kontur hin, unten am TMT so viel wie möglich ist (das Skript erlaubt unterschiedliche breite Fasen oben und unten am Gehäuse).

    Gruß,
    Christoph

  11. #51
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    Hallo,

    Ein kleiner Hinweis am Rande: über 10 kHz reicht das Mesh nicht aus. Das hatte ich damals nicht optimiert. Deswegen kommt da so unplausibles Zeug raus. Wenn du da korrekte Ergebnisse haben möchtest, musst du die Meshfrequenz der Teile hochsetzen.
    Hatte ich für die letzte Simu schon auf 20kHz gesetzt, daher liefert die Simu wohl bis etwa 13-15kHz? vernünftige Ergebnisse.
    Wie ist eigentlich das Verhältnis Computerzeit zu Meshfrequenz - vermute mal nicht 1:1?

    Ansonsten: bei den Varianten, die ich an dem Modell probiert hatte, sah die schräge Fase am besten aus. Bzw. generell war eine Fase besser als eine Rundung.
    Zunächst durch eine ordentliche Fase, vermute ich.
    Die 16mm-Verrundung hat m.E. keine ausreichende Wirkung auf die Kantendiffraktion.
    Hast natürlich Recht und du auch

    Weil das Skript einen versteckten Fehler hat, den ich nicht beheben konnte, hat es nur für das 35cm hohe Gehäuse gereicht.
    Aber vielleicht geht es bei kleinen Gehäusen auch ohne großzügige Fasen, wenn die Chassis entsprechend hoch getrennt und durch ein WG geführt werden - mal sehen.

    Jedoch ist meine Ziel-Schallwand, wie in Post#25 kurz dargelegt, 25cm breit und 160cm hoch mit "mittig" angeordnetem MT-HT.

    Versuche mit einer großzügigen 45° Fase waren nicht ganz überzeugend.
    Daher nun der Ansatz mit kleiner Rundung plus WG (für HT + TMT?) aus der Schallwand und hoher Trennung - optimal wäre, herstellbar mit einfachen Mitteln.

    Ansonsten muss ich wieder zurück zur "zum HT verengend verrundeten" SW wie in Post#25 gezeigt. Hat bisher mit Abstand die besten Ergebnisse gezeigt.

    Gruß Armin

  12. #52
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    Zitat Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
    Wie ist eigentlich das Verhältnis Computerzeit zu Meshfrequenz - vermute mal nicht 1:1?
    Dummerweise quadratisch.

    Weil das Skript einen versteckten Fehler hat, den ich nicht beheben konnte, hat es nur für das 35cm hohe Gehäuse gereicht.
    Was für ein Fehler?

  13. #53
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    Hallo,

    Zitat von ctrl
    Wie ist eigentlich das Verhältnis Computerzeit zu Meshfrequenz - vermute mal nicht 1:1?
    Dummerweise quadratisch.
    War ja klar!

    Was für ein Fehler?
    Nils, setze in deinem parametrisierten Skript die Höhe in der Input.txt einfach mal auf 1000 mm dann sollte beim Meshing mit ctrl+F5 eine Fehlermeldung erscheinen und das Mesh auf der LS-Front (im Drawing Register), nach Abschluss des Meshing, fehlen.

    Gruß Armin

  14. #54
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    Zitat Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
    Nils, setze in deinem parametrisierten Skript die Höhe in der Input.txt einfach mal auf 1000 mm dann sollte beim Meshing mit ctrl+F5 eine Fehlermeldung erscheinen und das Mesh auf der LS-Front (im Drawing Register), nach Abschluss des Meshing, fehlen.
    Ah ok, ja das ist ein Problem von dem ABEC-internen Mesher. Der kannn nur bis zu einer gewissen Größe bzw. Anzahl an Dreiecken. Wenn man mehr möchte, muss man zu einem 3D-CAD-Modell und einem externen Mesher greifen oder die Symmetrie erhöhen.

  15. #55
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    Hallo,

    zitiere mich mal selbst aus Post#47:
    Es stellt sich nun die Frage, wie die noch leicht vorhandene Aufweitung um 2,4kHz, verursacht durch Kantendiffraktion von TMT und SW, noch weiter verringert werden kann?
    Dazu würde sich anbieten das TMT-Chassis ebenfalls hinter die SW zu setzen und den SW-Ausschnitt zu verrunden, so wie es in Post#2 auf unendlicher SW simuliert wurde.
    Genau das wurde im folgenden simuliert. Das Gehäuse und Chassis (mit WG im HT) und Trennfrequenz aus Post#47 wurden unverändert übernommen. Der TMT wurde aber um 20mm nach hinten versetzt - keine Verrrundung, keine Fase.

    3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_Skizze.jpg

    Hier die normierten Sonogramme der beiden Versionen, erst die Version mit bündigem TMT, dann die Version mit dem TMT hinter der SW:

    3fach_WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_NSono_bis15kHz.jpg 3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_NSono_15kHz.jpg

    Kann mich nicht so richtig entscheiden, ist die neue Version überhaupt besser?
    Bis 3kHz tritt auf eine kleine Verstetigung ein und die Aufweitung durch die SW geht etwas zurück und wird seltsamer Weise zu höheren Frequenzen verschoben. Wird wohl durch Interferenzen des TMT Mini-WG verursacht werden.
    Das Mini-WG am TMT funktioniert in meinen Augen.

    Die Trennfrequenz ist nun mit 3,5kHz etwas zu hoch. Das zeigt sich auch beim betrachten der normierten FG der neuen Version:

    3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_NFG_15kHz.jpg

    Über 3kHz bündelt der TMT nun stärker, so dass es hier, durch die nun zu hohe Trennfrequenz, zu einer Einschnürung im Abstrahlverhalten kommt.

    Eigentlich müsste man beide Chassis getrennt voneinander betrachten, aber da der Rechenaufwand so enorm ist, würde ich das gerne vermeiden.
    Daher läuft während ich diese Sätze schreibe, schwach begründete optimistische Annahmen zugrundeliegend, schon eine Simu mit 3kHz Trennfrequenz - mal sehen was sich ergibt... Fortsetzung folgt!

    Gruß Armin

  16. #56
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    die Simulation mit der Trennfrequenz bei 3kHz ist durch und es zeigt sich, dass meine Schlussfolgerungen oben zu optimistisch waren -->

    Mit der höheren Trennung füllt das HT-WG bei 4kHz etwas auf, aber eben auch bei 3kHz deutlich mehr als das TMT-WG.
    Was insgesamt zu einer schlechteren Abstrahlung führt.

    UPDATE: Habe ein falsches Diagramm für die Trennung bei 3,5kHz erwischt! Stelle die richtigen Diagramme im nächsten Post nochmal gegenüber.
    Normierte FG bei 3,5kHz im Vergleich zur Trennung bei 3kHz:
    3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3000Hz_NFG_15kHz.jpg 3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3000Hz_NFG_15kHz.jpg

    An einem Prototypen mit realen Messungen und VituixCAD wäre dies in 30sec klar gewesen, so musste ich auf meine Schmach 2,5h warten - das ist so geil

    Um den Beispiel LS weiter zu verbessern, ohne die SW ändern zu müssen, müsste das HT-WG um 4,5 kHz breiter abstrahlen um die durch Kantendiffraktion und WG-Gestaltung (siehe Post#47 das WG in unendlicher SW) verursachte Einschnürung zwischen 3-5kHz zu korrigieren.

    Mal sehen ob ich den Bock dazu finden kann.

    Gruß Armin
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    Geändert von ctrl (02.03.2018 um 17:28 Uhr)

  17. #57
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    Hallo,

    sorry für das Chaos.

    Hier also die richtigen normierten FG Diagramme.
    Normierte FG bei 3,5kHz im Vergleich zur Trennung bei 3kHz:
    3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3500Hz_NFG_15kHz.jpg 3fach_2WG_Bsp_25cmSW_4Ord-LR@3000Hz_NFG_15kHz.jpg

    Jetzt stimmen die oben gemachten Aussagen auch wieder.

    Gruß Armin

  18. #58
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    Hi,

    @ ctrl / Armin mal zwei Frage von einem Unwissenden:

    Frage A:

    2 Stunden Rechenzeit wurden oben genannt.
    Ist dabei schon von einem modernen PC auszugehen?
    Also mit SSD, aktuellem Mittelklasse Prozessor und vielleicht 8GB oder 16GB Ram?

    Oder wenn nicht, könnte man sagen, um wie viel schneller es mit so einem PC gehen würde?

    Ist jedenfalls irre, was da offenbar alles gerechnet werden muss.
    Aber um mit CARA fein aufgelöste raumakustische Vorgänge errechnen zu können, braucht es offenbar auch sehr viel Rechenzeit.

    Frage B:

    so wie ich das sehe, wird mit unbeschalteten Chassis simuliert (?)

    Und dann vermutlich gesagt:

    - TMT, Du hörst bei XY-Herz auf.
    - Und Du HT, du fängst dann an der Stelle an.

    Mittels jener "Normierung" werden dann schätzungsweise Baffel-Step und WG-Gain irgendwie platt gedrückt(?)

    Weil ich es nicht kenne, würde ich rein intuitiv jedenfalls vermuten,
    es wäre besser, mit "beschalteten" Treibern zu simulieren?

    Also ohne dann die Funktion "Normiert" brauchen zu müssen.
    Oder käme für einen groben Überblick beides aufs Gleich raus?

    Falls das Insider- oder Betriebs-Geheimnisse sind, kein Problem.

    Grüße von
    Thomas
    Homepage: www.waveguide-audio.de < die Bilder-Datenspeichen sind teils kollabiert, also derzeit nur eingeschränkt nutzbar.

  19. #59
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo Thomas,

    Frage A:
    2 Stunden Rechenzeit wurden oben genannt.
    Ist dabei schon von einem modernen PC auszugehen?
    Yep! Bei mir werkeln ein Intel i5-7600 (würde sagen untere Mittelklasse 4-Kern/4 Threads CPU) mit 16GB RAM, SSD ist nicht so wichtig da alles im RAM gehalten wird, aber ist bei mir auch vorhanden.

    Falls ich die Simulationen weiterhin regelmäßig betreibe, wäre eine CPU mit mehr Kernen/Threads wohl die wichtigste Anschaffung - am besten gleich eine CPU mit >= 12 Threads.

    Falls der Multithreading Teil der Software gut geschrieben ist (kann bisher nichts gegenteiliges sagen, aber da haben Nils und Christoph sicher mehr Erfahrung als ich), sollte die Rechenzeit in etwa mit den Kernen/(eingeschränkt) Threads skalieren.

    Frage B:
    so wie ich das sehe, wird mit unbeschalteten Chassis simuliert (?)
    Und dann vermutlich gesagt:
    - TMT, Du hörst bei XY-Herz auf.
    - Und Du HT, du fängst dann an der Stelle an.
    Nein, das Skript-Pakt von Nils ist ziemlich genial und hat auch schon eine gebräuchliche Trennung 4.Ord-LR implementiert. Einzig ein Pegelabgleich der Chassis findet nicht statt, was aber unerheblich ist, da sich dadurch in der Abstrahlung nichts ändert und die normierte Darstellung dies aufhebt.

    An dieser Stelle noch ausdrücklich meinen Dank an Nils für den einsteiger-freundlichen Zugang zu ABEC.

    Also ohne dann die Funktion "Normiert" brauchen zu müssen.
    Oder käme für einen groben Überblick beides aufs Gleich raus?
    Die normierte Darstellung wird genutzt um leichter über die Abstrahlqualität urteilen zu können. Dadurch dass sich alles auf den Achsenfrequenzgang (Standardfall) bezieht, fällt sofort auf wenn Unstetigkeiten in der Abstrahlung vorliegen.

    Eine nicht normierte Darstellung (als Sonogramm) hat fast keine Aussagekraft, da der Schalldruck der beiden Chassis in der Simulation meist deutlich verschieden ist.
    Wenn die Winkel-FG dargestellt würden (wäre dann meist eine Schar stark abfallender FG), könnte man natürlich daraus bei genauer Betrachtung alles ablesen - wie z.B. in Post#41. Aber warum sich das Leben unnötig schwer machen ;-)

    Würde man eine vollständige Weiche simulieren mit dann linearem Achsenfrequenzgang, würde man genau die normierte Abstrahlung erhalten.

    Gruß Armin

  20. #60
    gewerblicher Teilnehmer
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    Standard

    Hi ctrl / Armin,

    also da ist dann offenbar schon ordentlich vorab mitgedacht worden.

    Meinen Respekt an jeden, der diese Technik programmieren kann!

    Sei es als der/die Programmierer der Software selbst.

    Oder sei es, als behirnter Anwender, so eine Software zu durchblicken und zielgerichtet füttern zu können.

    Oder natürlich auch Respekt für alle, die irgendwie dem Zweck gerechte "Vorgabe-Masken" (sage ich das so richtig?) ausbaldowert hatten!

    Viel Erfolg jedenfalls, dass sich Versuch und Simulation, dann einigermaßen decken werden.

    Das kann eine Frage sein, ob die Maße die simuliert wurden, mechanisch dann auch tatsächlich so umgesetzt werden konnten.

    Kann aber auch sein alles ist im Lot, und trotzdem ist es anders, wie berechnet.

    Aber irgendwie tastet man sich gewiss letztlich so heran.
    Das ist "mit ohne Simulation" ja auch nicht anders.

    Viel Erfolg jedenfalls und

    Grüße von
    Thomas
    Homepage: www.waveguide-audio.de < die Bilder-Datenspeichen sind teils kollabiert, also derzeit nur eingeschränkt nutzbar.

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