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  1. #21
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    Hallo,

    hatte noch ganz vergessen zu erwähnen, dass sich die HT-WG-Simus mit 32mm Halsdurchmesser auf die SBAcoustics SB21RDC-C000-4 beziehen.
    Mit abmontierter Frontplatte von hinten an der Schallwand angebracht.

    Gruß Armin

  2. #22
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    Hallo,

    habe das Mini-WG aus Post#20 nochmal geringfügig verändert. Das Ergebnis ist ziemlich gut geworden.
    Die 45° Fase wird 3mm niedriger, die 30° und 20° etwas höher.
    Der Durchmesser des Mini-WG beträgt knapp 100mm

    3fach Fase: Schallwand 24mm, Hals 32mm 2mm hoch, 45° Fase 12mm, 30° Fase 6mm und 20° Fase 4mm hoch:

    Axi_3fach_SW24mm_H2mm_deg45-12mm_deg30-6mm_deg20-4mm.jpg

    Axi_3fach_SW24mm_H2mm_deg45-12mm_deg30-6mm_deg20-4mm_N.jpg

    Axi_3fach_SW24mm_H2mm_deg45-12mm_deg30-6mm_deg20-4mm_NFG.jpg


    Wie schon gesagt, weiß noch nicht wie realistisch die Simulationen sind, aber AxiDriver ist schon genial. So etwas mit Stift, Papier und Prototypen zu machen wäre praktisch unmöglich - nimm das Realität, es lebe die Simulation

    Mach mich nun auf den Weg in den Keller und arbeite mal an einem realen Mini-WG um einen Vergleich zu den Simulationen zu erhalten (16mm Abrundfräser auf 22mm SW) - wird aber noch etwas dauern bis zur Fertigstellung.

    Gruß Armin

  3. #23
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    Hallo Armin,

    gute Idee, es mit der 3-fach Fase zu versuchen!

    Ich habe mal die 45° in Dein Sonogramm eingezeichnet.


    Ein paar Fragen zum 3-Stufen-WG:

    - Welche Abstufungen hast Du in der Darstellung der Sonogramme verwendet (3dB/Farbenwechsel)?

    - Auf welches Bündelungsmaß wolltest Du eigentlich raus, also wie bündelt der 6-7'' bei der angestrebten Übergangsfrequenz zum HT?

    - Welche Schallwandbreite schwebt Dir vor? Es ist ganz sinnvoll, die Schallwand bei der WG-Gestaltung mit zu berücksichtigen (zum Beispiel WG bis an den Schallwandrand mit direkt anschliessender Fase...).

    - Die 45° sind realtiv eng im Vergleich zur DXT (siehe DXT-Profil mit Winkeln in Beitrag #206 im WG-Thread. Das flache Profil der DXT vereinfacht es, Umstetigkeiten in der Abstrahlung zu vermeiden.

    - Eine Bitte: Könntest Du das letzte 3-Stufen-WG nochmals mit einer flachen Membran anstelle der Kalotte simulieren? Ich würde gerne sehen, wo die Unregelmässigkeiten bei ca 15, 17 und 19 kHz entstehen.

    - Mit welcher Auflösung (Sampl frequ) für das Mesh hast Du in AxiDriver simuliert?

    - Der SB21 RDC ist ein Ringstrahler, d.h. die innere, nach innen gebogene Membranfläche ist befestigt und strahlt nicht mit ab. Die Simulation einer Kalotte ist daher nicht ganz korrekt. Ringstrahler (wie auch die Peerless XT25T30 oder Vifa XT 300 K/4) wurden gerne und erfolgreich in WGs eingesetzt, da die Ankopplung an den WG-Hals etwas einfacher gelingt. Kann also sein, dass die Messung hier eher besser aussieht...

    Mach mich nun auf den Weg in den Keller und arbeite mal an einem realen Mini-WG um einen Vergleich zu den Simulationen zu erhalten (16mm Abrundfräser auf 22mm SW) - wird aber noch etwas dauern bis zur Fertigstellung.

    Bin sehr gespannt, was dabei rauskommt...

    Grüße,
    Christoph

  4. #24
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    Zitat Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
    Hallo,

    hier noch Simulationen eines 6'' Chassis, einmal bündig mit der Schallwand eingelassen und einmal hinter der Schallwand montiert mit Verrundung.


    Normiertes Sonogramm 6'' Chassis bündig
    Anhang 16167

    Kontur 6'' Chassis hinter 22mm SW mit 16mm Verrrundung
    Anhang 16169

    Normiertes Sonogramm 6'' Chassis SW 22mm mit Verrundung 16mm
    Anhang 16168

    Die Auswirkungen sind ziemlich offensichtlich. Man erreicht damit eine deutliche Einschnürung der Abstrahlung gerade im Übernahmebereich zum HT.

    Minimaler Aufwand, erstaunliche Auswirkung ;-)

    Gruß Armin
    Hi,

    den TMT rückseitig zu montieren,
    könnte das Bündelungsverhalten insgesamt etwas verstetigen.

    Aber eine zu tiefen Frequenzen ausgedehntere Bündelung, war zumindest bei diesem Versuch nicht geben.

    Grüße von
    Thomas
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  5. #25
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    Ein paar Fragen zum 3-Stufen-WG:

    - Welche Abstufungen hast Du in der Darstellung der Sonogramme verwendet (3dB/Farbenwechsel)?
    Ja, alles wie gewohnt, außer es steht ausdrücklich was anderes dabei (oder ich hab's versemmelt).

    - Auf welches Bündelungsmaß wolltest Du eigentlich raus, also wie bündelt der 6-7'' bei der angestrebten Übergangsfrequenz zum HT?
    Habe eigentlich keine große Hoffnung dass es mit einem 6'' Chassis und einem Mini-WG funktioniert, da das WG wahrscheinlich selbst mit Schallwandeinfluss unterhalb von 4kHz zu sehr aufweiten wird (so ist es jedenfalls beim DXT mit seinen 100mm Durchmesser der Fall gewesen). Da eine Trennung von höchstens 3kHz realistisch ist ... große Zweifel.

    Hier ein Sonogramm des 6'' Chassis in einer hohen 25cm breiten SW mit großzügigen 45° Fasen:

    SB17NAC35-4_X-Front_Abstrahlsonogramm_hor_deg0-90_normalisiert_30dB.jpg

    Für die anstehenden Versuche wird allerdings wieder eine verrundete 25cm SW eingesetzt werden (liefert gleichmäßigere Abstrahlung), daher wird sich da noch etwas ändern.

    - Welche Schallwandbreite schwebt Dir vor? Es ist ganz sinnvoll, die Schallwand bei der WG-Gestaltung mit zu berücksichtigen (zum Beispiel WG bis an den Schallwandrand mit direkt anschliessender Fase...).
    Es wird eine 25cm SW mit 16mm Abrundfräser verrundet und bei Bedarf wird die Verrundung von Hand erweitert.
    Die besten Ergebnisse, was die Gleichmäßigkeit der Abstrahlung anbelangt, hatte ich bisher mit einer leicht eingeschnürten verrundeten SW
    TL-160.Voll3.1200.jpg
    So was ähnliches soll es wieder werden.

    - Die 45° sind realtiv eng im Vergleich zur DXT (siehe DXT-Profil mit Winkeln in Beitrag #206 im WG-Thread. Das flache Profil der DXT vereinfacht es, Umstetigkeiten in der Abstrahlung zu vermeiden.
    Die Idee war ja zu sehen was mit den Standard-Werkzeugen möglich ist. Wie zu sehen ist, stößt man doch schnell an Grenzen.

    Der nächste Schritt wäre dann ein möglichst einfaches WG zu gestalten, daher der Versuch mit dem 3-Fasen WG.

    Das könnte man eventuell durch Stufen in der Schallwand die mit Modeliermasse auf die entsprechende Fase gefüllt werden erreichen.

    - Mit welcher Auflösung (Sampl frequ) für das Mesh hast Du in AxiDriver simuliert?
    fmin 1kHz, fmax 20khz, 200 freq points, linear, sample freq 30kHz

    - Eine Bitte: Könntest Du das letzte 3-Stufen-WG nochmals mit einer flachen Membran anstelle der Kalotte simulieren? Ich würde gerne sehen, wo die Unregelmässigkeiten bei ca 15, 17 und 19 kHz entstehen.
    Wie stellt man auf eine flache Membran um? Hab's auf die schnelle nicht hinbekommen.
    Daher hier die Daten für AxiDriver. Einfach die AxiDriver-Demo "Dome - Horn.axi" öffnen und das Script ausführen
    Code:
    // Axidriver Schallwand WG
    // WG-Hals Durchmesser  32mm
    // Schallwand Dicke  24mm
    // Halshöhe  2mm
    // Fase 1 Winkel in Grad  45°
    // Fase 1 Höhe  12mm
    // 
    // Fase 2 Winkel in Grad  30°
    // Fase 2 Höhe  6mm
    // 
    // Fase 3 Winkel in Grad  20°
    // Fase 3 Höhe  4mm
    32mm  2mm
    56mm  12mm
    76.78mm  6mm
    98.76mm  4mm
    Gruß Armin

  6. #26
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    Hallo,

    Aber eine zu tiefen Frequenzen ausgedehntere Bündelung, war zumindest bei diesem Versuch nicht geben.
    Kannst du noch Angaben zur Schallwand Stärke, Verrundung/Fase machen?
    Wenn es identisch zur Simulation war mit 22mm SW mit 16mm Verrrundung und 6mm Hals, dann erdreistet sich die Wirklichkeit von der Simulation abzuweichen ;-)

    den TMT rückseitig zu montieren,
    könnte das Bündelungsverhalten insgesamt etwas verstetigen.
    Finde das sieht mit dem Chassis hinter der Schallwand sensationell besser aus, wenn eine hohe Trennung angestrebt wird.

    Sieht nach einer deutlichen Verschiebung zu tieferen Frequenzen (was nicht verwundert, da der Weg sich verlängert hat) und etwas Abmilderung der Kantendiffraktion aus.

    Bei bündigem Einbau weitet das Chassis um 3kHz extrem auf, was die Trennfrequenz auf unter 2,5kHz drückt.
    Mit Mini-WG könnte, wenn gewünscht, deutlich über 3kHz getrennt werden oder mit geringerer Ordnung (sofern es zum HT passt).

    Gruß Armin

  7. #27
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    Hallo,

    zum frühen Morgen eine 3-Fasen WG Simu, die eine hervorragende Abstrahlung zeigt.

    Christoph, hoffe du findest nicht noch irgendeinen (Bedinungs-)Fehler bei meinen erstellten Simulationen.

    Sollte alles korrekt sein, folgt hier das ultimative WG mit 110mm Durchmesser

    3fach Fase: Schallwand 24mm, Hals 32mm 2mm hoch, 45° Fase 10mm, 30° Fase 8mm und 15° Fase 4mm hoch

    Axi_3fach_SW24mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-8mm_deg20-4mm.jpg

    Axi_3fach_SW24mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-8mm_deg20-4mm_N.jpg

    Axi_3fach_SW24mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-8mm_deg20-4mm_NFG.jpg

    Man beachte die geringfügigen Änderungen (zu Post#22) von wenigen Millimetern und ihre Auswirkungen.
    Leider ist das ohne CNC Fräse kaum richtig hinzubekommen.

    Gruß Armin
    Geändert von ctrl (21.02.2018 um 00:39 Uhr)

  8. #28
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    Zitat Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Kannst du noch Angaben zur Schallwand Stärke, Verrundung/Fase machen?
    Wenn es identisch zur Simulation war mit 22mm SW mit 16mm Verrrundung und 6mm Hals, dann erdreistet sich die Wirklichkeit von der Simulation abzuweichen ;-)

    Finde das sieht mit dem Chassis hinter der Schallwand sensationell besser aus, wenn eine hohe Trennung angestrebt wird.

    Sieht nach einer deutlichen Verschiebung zu tieferen Frequenzen (was nicht verwundert, da der Weg sich verlängert hat) und etwas Abmilderung der Kantendiffraktion aus.

    Bei bündigem Einbau weitet das Chassis um 3kHz extrem auf, was die Trennfrequenz auf unter 2,5kHz drückt.
    Mit Mini-WG könnte, wenn gewünscht, deutlich über 3kHz getrennt werden oder mit geringerer Ordnung (sofern es zum HT passt).

    Gruß Armin
    Hi,

    meine Name Thomas.

    Soweit ich mich deutlich entsinne, war die Schalwandbreite so 17cm oder 18cm.

    Und weniger deutlich erinnert dann, die Tiefe ("sie war gewiss aber rein zylindrischer Form")
    könnte irgendwas zwischen 12mm und 19mm gewesen sein.

    Habe das nicht weiter verfolgt.
    Weil es ja auch noch mechanisch solide gebaut sein will:
    also es in der Praxis ja nachbaubar sein sollte.

    Also ohne das es mechanische unwägbare Verbindungen im System gäbe,
    die je nach Anwender, und dann auch noch jeden zweiten Tag,
    anders luschig wären

    Kommt ja auch noch dazu, dass irgendwelche zusätzlichen Anhebungen dann auch so beschaltet werden können,
    dass sie wirklich flach gemacht werden können.

    Und wenn nicht, halt irgendwelche Welligkeiten bleiben können, die man per normalen Einbau,
    vielleicht gar nicht hätte (ala "Nullsummen-Spiel?")

    Grüße von
    Thomas
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  9. #29
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    Da ist dir wirklich ein schöner Waveguide gelungen!

    Ich hab jetzt nicht alles durchgelesen, ob das schon angemerkt wurde aber: Die Kontur, die du da verwendest ist im Grunde ein le cléac’h Horn (siehe Seite 11). Die einzelnen Stufen sind jeweils um 15° zur nächsten geneigt und der Weg den der Schall entlang jeder Stufe zurücklegen muss ist mit 14,14, 16 und 15,45 mm praktisch gleich.

    Ich vermute, dass die Verwendung von nur 3 Stufen hier dazu führt, dass der WG soweit nach unten funktioniert trotz vergleichsweise kleiner Mundfläche. Wenn man sich vorstellt, dass der WG entsprechend den Regeln der Kontur abgerundet werden würde, würde er beim Übergang zur Schallwand viel weiter auslaufen und eine größere Mundfläche beanspruchen ohne aber seinen Effekt zu niedrigeren Frequenzen auszudehnen, da die generelle Kontur ja noch die gleiche ist aber halt einfach etwas runder.

    Wenn man die Länge der Stufen jetzt noch in Frequenzen umrechnet kommt irgendwas jenseits der 20kHz raus. Insofern kann man wohl davon ausgehen, dass die "schlechte Abrundung" der Stufen einem erst bei Frequenzen irgendeinen Müll reinhauen, die man sowieso nicht mehr hört.

  10. #30
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    Hallo,

    Wenn man die Länge der Stufen jetzt noch in Frequenzen umrechnet kommt irgendwas jenseits der 20kHz raus. Insofern kann man wohl davon ausgehen, dass die "schlechte Abrundung" der Stufen einem erst bei Frequenzen irgendeinen Müll reinhauen, die man sowieso nicht mehr hört.
    Laut Simulation in Post#27 gibt es ja schon unter 20kHz Interferenzprobleme, daher hab ich nochmal, bar jeglicher theoretischer Grundlange, nach Bauchgefühl die Werte geändert.

    Nach zwei, drei Versuchen kam dann für 22mm (z.B. Spanplatte) und 21mm (z.B. Multiplexplatte) was sehr brauchbares heraus. Die Störungen im Super-HT sind komplett verschwunden:

    3fach Fase: Schallwand 22mm, Hals 32mm, Mund 104,5mm, 2mm hoch, 45° Fase 10mm, 30° Fase 7mm und 12° Fase 3mm hoch

    Stärker bündelnd, lädt für 105mm Durchmesser verdammt tief
    Axi_3fach_SW22mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-7mm_deg12-3mm.jpg

    Axi_3fach_SW22mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-7mm_deg12-3mm_N.jpg

    Axi_3fach_SW22mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-7mm_deg12-3mm_NFG.jpg


    Breiter abstrahlend, lädt weniger tief
    3fach Fase: Schallwand 21mm, Hals 32mm, Mund 99mm, 2mm hoch, 45° Fase 10mm, 30° Fase 7mm und 10° Fase 2mm hoch

    Axi_3fach_SW21mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-7mm_deg10-2mm.jpg

    Axi_3fach_SW21mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-7mm_deg10-2mm_N.jpg

    Axi_3fach_SW21mm_H2mm_deg45-10mm_deg30-7mm_deg10-2mm_NFG.jpg

    Wenn sich die WGs in der Realität ähnlich messen wie simuliert, könnte man glatt Geld dafür verlangen ;-)

    Wer fräst mir jetzt einen Prototypen? ;-)

    Gruß Armin

  11. #31
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    Moin Armin,

    Du legst ja los - Hut ab.

    Habe eigentlich keine große Hoffnung dass es mit einem 6'' Chassis und einem Mini-WG funktioniert, da das WG wahrscheinlich selbst mit Schallwandeinfluss unterhalb von 4kHz zu sehr aufweiten wird (so ist es jedenfalls beim DXT mit seinen 100mm Durchmesser der Fall gewesen). Da eine Trennung von höchstens 3kHz realistisch ist ... große Zweifel.
    Es wird noch ein wenig auf die Schallwand ankommen. Nailhead hatte hier ja darauf hingewiesen (und an einem schönen Beispiel gezeigt), dass der Schallwandeinbau das Bündelungsverhalten nach unten hin noch beeinflusst. Denke im nächsten Schritt solltest Du versuchen, die Interaktion WG, Schallwand und Fasen anzuschauen...

    Wie stellt man auf eine flache Membran um? Hab's auf die schnelle nicht hinbekommen.
    Das geht in AxiDriver - muss aber auch eben in die Hilfe schauen. Für meine Frage reicht's aber, wenn Du die Höhe der Kalotte einfach immer geringer machst. Ich bin halt neugierig, wie sehr sich die Höhe der Kalotte in der Simu auf die Anpassung an den Hornhals auswirkt. Vielleicht schaue ich aber einfach selber nach, wenn ich dazu komme - vielen dank für Dein AxiDriver-Skript.

    Christoph, hoffe du findest nicht noch irgendeinen (Bedienungs-)Fehler bei meinen erstellten Simulationen.
    Mach' ich gerne. Muss bei der Gelegenheit aber mal darauf hinweisen, dass hier im Forum ein paar Kollegen mit wesentlich mehr Erfahrung und Wissen zu WGs unterwegs sind, als ich die habe (nailhead, JFA, Nils...).

    Es wäre natürlich schön, wenn sich Dein WG mit einem 3-Platten-Aufbau und entsprechenden Fräsen herstellen ließe. Sonst ist man gleich wieder bei CNC und Druck...

    Ach ja, ich denke dass Du mit dem Ringstrahler ohnehin nochein paar Abweichungen von der Simu bekommst. Bin sehr gespannt und verfolge den Thread weiter mit großem Interesse.

    Gruß,
    Christoph

  12. #32
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
    Wenn sich die WGs in der Realität ähnlich messen wie simuliert, könnte man glatt Geld dafür verlangen ;-)
    Bis ca. 10 kHz tun sie das. Hier auf Seite 22 habe ich mein mit AxiDriver entwickeltes Horn der Simulation gegenübergestellt. Über 10 kHz verhalten sich die Hochtöner meist nicht mehr wie ideale Kolbenschwinger, so dass dass Modell dann nicht mehr passt. Da kann es also zu Abweichungen kommen.

  13. #33
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    Hallo,

    habe mittlerweile die Ursache für das heftige Gezappel bei einigen Simulationen entdeckt - wenn mit der Rohwerten entsprechende Operationen durchgeführt werden, führt das zu den unrealistischen Ausschlägen (oder realistischen mit herkömmlicher Messtechnik nicht fassbaren).

    Daher gehe ich nun wie folgt vor:
    1. AxiDriver schickt Simu an VACS
    2. Mit F4 Directivity kopieren
    3. Dieses dann mit 1/6oct glätten (1/12oct würde wohl auch gehen)
    4. Dann wieder mit F4 kopieren und normieren

    Auf diese Weise erhält man realistischere Ergebnisse - hoffe ich ;-).

    Der bisher am erfolgversprechendste Ansatz ist der mit den 3fach Fasen. Das einzige Problem ist die Störung im Super-HT.
    Diese kommt wohl durch Interferenzen am WG-Mund zustande.

    Hier noch ein Beispiel mit 30mm starker Schallwand:

    Axi_3fach_SW30mm_H2mm_deg45-14mm_deg30-11mm_deg10-3mm.jpg

    Axi_3fach_SW30mm_H2mm_deg45-14mm_deg30-11mm_deg10-3mm_SN.jpg

    Axi_3fach_SW30mm_H2mm_deg45-14mm_deg30-11mm_deg10-3mm_SNFG.jpg

    Bei gerade mal 132mm Munddurchmesser liegt die Kontrolle durch den WG erstaunlich tief.

    Auch gut zu sehen ist, dass die Störung im Super-HT, im Vergleich zu den kleineren 3fach-Fasen WG Simus aus Post#30, nach unten gewandert ist (größerer Munddurchmesser).

    Der nächst logische Schritt ist wohl, es mit 2fach Fase + Verrundung zu versuchen.

    Gruß Armin

  14. #34
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    Hallo Armin,

    wäre es nicht sinnvoller, mit den tatsächlich angestrebten Schallwandmaßen zu simulieren?
    Keine Ahnung: vielleicht geht das nicht?

    Aber wenn doch:

    die Messung eines real gebauten Versuchsmodells,
    wäre dann doch sicher ähnlicher, als zu einer Simulation in unendlicher Schallwand?

    Grüße von
    Thomas
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  15. #35
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    @Thomas
    wäre es nicht sinnvoller, mit den tatsächlich angestrebten Schallwandmaßen zu simulieren?
    Keine Ahnung: vielleicht geht das nicht?
    AxiDriver kann leider nur rotationssymetrische Objekte in einer unendlichen Schallwand simulieren (Versuche dies trickreich zu umgehen waren nicht erfolgreich).

    Daher, ja es wäre sinnvoller und es würde mit ABEC gehen, aber der Aufwand wäre immens hoch (Faktor 15-20, zumindest für mich) - siehe ABEC-Thread.
    Mal sehen ob ich die Schritte zusammenkriege: CAD-Modell ändern für jedes WG im Gehäuse, neues Mesh erzeugen (Import und Export der Daten), Wartezeit für die Berechnung, Import in ABEC, mehr Berechnung, .... bis es dann irgendwann in VACS vorliegt.

    Für AxiDriver habe ich mein Script, in das nur ein paar Eingaben gemacht werden müssen und schon wird das AxiDriver Baffle Script erzeugt. Der Rest (Berechnung, Diagramme in VACS erzeugen) ist in weniger als fünf Minuten erledigt.

    Nils sagte zum einen
    Bis ca. 10 kHz tun sie das
    und zum anderen
    zeigt er in seinem "Richtwirkung erzeugen" auf Seite 22 dass die Schallwand das WG nach unten erweitert.
    Gehe davon aus, dass dies auch für die hier simulierten WG zutrifft.

    Ob der SBAcoustics HT im WG halbwegs so arbeitet wie von AxiDriver simuliert, wird mit einem einfachen WG (mit Rundfräser erstellt) in einer Schallwand (rund 60x80cm) verglichen werden.
    Da schon ein Millimeter Abweichung im Modell erhebliche Auswirkungen hat, ist ein simples WG in Spanplatte durch die grobe Struktur der Platte nicht ganz trivial (hab gerade kein Multiplex zur Hand) - mal sehen...

    Gehe davon aus, dass dies positiv für AxiDriver ausgeht, andernfalls wird das Ergebnis so lange schön geredet bis es passt

    Gruß Armin

  16. #36
    gewerblicher Teilnehmer
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    Viel Glück jedenfalls

    Grüße von
    Thomas
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  17. #37
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Hi Armin,

    und zum anderen
    zeigt er in seinem "Richtwirkung erzeugen" auf Seite 22 dass die Schallwand das WG nach unten erweitert.
    Gehe davon aus, dass dies auch für die hier simulierten WG zutrifft.
    Yep - siehe auch den Beitrag von nailhead hier:
    Es wird noch ein wenig auf die Schallwand ankommen. Nailhead hatte hier ja darauf hingewiesen (und an einem schönen Beispiel gezeigt), dass der Schallwandeinbau das Bündelungsverhalten nach unten hin noch beeinflusst.
    Wegen ABEC:
    Daher, ja es wäre sinnvoller und es würde mit ABEC gehen, aber der Aufwand wäre immens hoch (Faktor 15-20, zumindest für mich) - siehe ABEC-Thread.
    Mal sehen ob ich die Schritte zusammenkriege: CAD-Modell ändern für jedes WG im Gehäuse, neues Mesh erzeugen (Import und Export der Daten), Wartezeit für die Berechnung, Import in ABEC, mehr Berechnung, .... bis es dann irgendwann in VACS vorliegt.
    Du must das nicht unbedingt über CAD-Modelle machen. Schau mal in den Beiträgen #297 und #298 nach.

    Da sind ABEC-Projekte mit parametrisierten Skripten, d.h. damit kannst Du über ein paar wenige Eingaben die von Dir gewünschten Gehäuse und Fasen simulieren.

    Das Skript von Nils kann sogar ein Waveguide simulieren - falls Du magst, kann ich mal die Gehäuse und Waveguidemaße da eintragen, die Dich interessieren. Welche Gehäusegröße schwebt Dir denn vor?

    Bin gespannt, wie sich Dein Schallwand-Waveguide misst...

    Gruß,
    Christoph

    PS: Dein Waveguide sieht dann im Gehäuse mit Fasen dann so aus...
    Geändert von Gaga (22.02.2018 um 23:10 Uhr) Grund: Das Bild...

  18. #38
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    Hallo,

    Yep - siehe auch den Beitrag von nailhead hier:
    Danke für den Link!
    Hatte ich damals, vor 1,5 Monaten, auch gelesen, trotzdem überhaupt nicht mehr auf dem Radar gehabt - vermute das Alter oder "Gedächtnisstörung" oder beides (alte Gedächtnisstörung oder Gedächtnisstörungsalter) - tata, tata...

    Du must das nicht unbedingt über CAD-Modelle machen. Schau mal in den Beiträgen #297 und #298 nach.
    Zu meiner Schande, soweit habe ich den Thread noch nicht durchgearbeitet
    Da sind ABEC-Projekte mit parametrisierten Skripten, d.h. damit kannst Du über ein paar wenige Eingaben die von Dir gewünschten Gehäuse und Fasen simulieren.

    Das Skript von Nils kann sogar ein Waveguide simulieren - falls Du magst, kann ich mal die Gehäuse und Waveguidemaße da eintragen, die Dich interessieren. Welche Gehäusegröße schwebt Dir denn vor?
    Super! Das sieht wirklich vielversprechend aus, werde mich da auf jeden Fall (bald?) einarbeiten.

    Werde mit AxiDriver noch ein paar Versuche zu WG mit 2fach Fase + Verrundung am WG-Mund machen - muss die Tabellenkalkulation zur Erzeugung des Baffle-Script noch anpassen.

    Wenn die durch sind, können wir hier im Thread gemeinsam entscheiden ob und welche Art von WG (nur Verrundung, Fase mit Verrundung, 3fach Fase, 2fach Fase + Verrundung) es Wert ist in ABEC simuliert zu werden.
    Da wäre ich dann für deine Hilfe sehr dankbar.

    Die Schallwand ist 25cm breit mit 16mm Abrundfäser verrundet. Die Höhe beträgt 160cm mit dem WG auf 90cm und dem 6'' Chassis über dem WG.

    Gruß Armin

  19. #39
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    Hallo,

    habe gestern die Test-Schallwand (61x78cm) mit dem Mini-WG fertiggestellt und vermessen.

    Das Fräsen mit dem Abrundfräser ging etwas in die Hose. Nach dem ersten Fräsen war der WG-Mund nur 54 statt 65mm, beim zweiten Fräsvorgang hat das Kugellager des Abrundfräsers in der nur 19mm starken Platte keinen richtigen Halt mehr gehabt.
    So hat der WG-Hals nun statt 32mm Durchmesser, schwankende 32-33mm und am Rand des WG-Mund ist eine winzige Vertiefung statt eines glatten Übergangs zur Platte entstanden.
    Das Schmirgelpapier gab sein Bestes...

    Dies also etwas im Hinterkopf behalten wenn Messung und Simulation verglichen wird.

    So sieht das Mini-WG aus (sollte es aussehen):
    SW 19mm mit Mini-WG Hals 33mm Durchmesser 3mm Höhe, verrundet mit Radius 16mm auf einen WG-Mund von 65mm mit SBAcoustics SB21RDC-C000-4 ohne Frontplatte.

    Axi_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_Kontur.jpg


    Vergleichen wir nun das normierte Abstrahlsonogramm mit 1/12oct Glättung von Simu und Messung:

    Axi_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_SN.jpg Arta_100cm_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_deg0-90-Sonogramm_normiert.jpg


    Hier die nicht normierten Winkelfrequenzgänge deg0-90 der Simu und Messung:
    Axi_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_deg0-90FG.jpg Arta_100cm_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_deg0-90FG.jpg
    UPDATE: Die Skalierung ist der Diagramme ist unterschiedlich und damit schlecht vergleichbar. In Post#41 findet ihr eine korrigierte Version der Diagramme.

    Hier fällt auf, dass in der Simu 75° und 90° eng beieinander liegen, dies bei der Messung für 60° und 75° gilt und 90° stark abfällt.
    Das dürfte an der Schallwand liegen, die eben nur 60x70cm groß, statt "unendlich" war (oder an der Kalotte?).

    Zu guter Letzt noch eine Klirr-Messung bei rund 85dB des Kalöttchens am WG:

    Arta_100cm_SW19mm_Hals33mm_Rundung16mm_deg0_Klirr_85dB.jpg


    Finde die Messungen stimmen mit der Simulation noch recht gut überein, insbesondere wenn man bedenkt was für handwerklichen Murks ich fabriziert habe.
    Da auf jeden Fall über 2kHz getrennt wird, kann man Klirr praktisch vergessen (behaupte ich mal ohne eine 95dB Messung getätigt zu haben ).

    Soweit scheint also alles gut zu sein

    Gruß Armin
    Geändert von ctrl (24.02.2018 um 11:41 Uhr)

  20. #40
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    Standard

    Hallo,

    auch wenn es aufgrund des handwerklichen Patzers etwas peinlich ist, der Vollständigkeit halber noch zwei Fotos vom Mini-WG in der Schallwand.

    SB21RDC_Schallwand_Front.jpg SB21RDC_Schallwand_Back.jpg

    Das Lochband zur Befestigung der Kalotte besitzt einen Metallkern (schwarze Kunststoffummantelung). Die dadurch verursachte Störung des Magnetfeldes der Kalotte ist vernachlässigbar - oder?

    Gruß Armin

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