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  1. #21
    paco de colonia Benutzerbild von paco de colonia
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    Standard Tmt

    ...ich glaube nicht, das die Membran eine Reso bei 1.1 k hat.
    Um die 0.9k kann man aber im Impedanzverlauf den Anflug eines Buckels erkennen:

    http://www.lautsprechershop.de/pdf/s...5w_8531k00.pdf

    Grüße aus Kölle
    Paco

  2. #22
    HSG Franken Benutzerbild von Bizarre
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    Standard

    Zitat Zitat von paco de colonia Beitrag anzeigen
    ...ich glaube nicht, das die Membran eine Reso bei 1.1 k hat.
    Das ist die "Quer" Stehwelle vom Rohr... Also ins Zentrum vom Rohr z.B. 4x4cm Basotect rein.....
    Folge: Peak ist weg, aber die Längsstehwelle rückt weiter nach unten....Also IRRs neu abstimmen...

  3. #23
    paco de colonia Benutzerbild von paco de colonia
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    Standard Tmt

    ...hätte gedacht, das ein rundes Rohr nur eine Länge- aber keine Quer-Reso hat?!

    Grüße
    Paco

  4. #24
    Schrott wird wieder flott Benutzerbild von Oldie
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    Standard

    Hi Paco,

    dafür ein ausgeprägteres Obertonspektrum, die Pipe lässt grüssen.

    Grüsse Michi
    Zitat von A.E.
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


  5. #25
    paco de colonia Benutzerbild von paco de colonia
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    Standard Mitteltonanteil

    Kennt jemand eine Möglichkeit, diesen ungewünschten Mitteltonanteil zu bekämpfen, ohne alles tot zu dämpfen und damit die Wirkung der PM deutlich zu schwächen?

    Grüße aus Kölle, Alaaf
    Paco

  6. #26
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Eismann
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    ich glaube, in dieser Grafik ist der Tipp zu einer anderen Lösung. ist aus post #9 und ich meine die rote Kurve

    Wenn ich nun das Rohr dünner ausführe und gleichzeitig stärker dämpfe. Dann ist die Senke schwächer und der Impedanzverlauf flacher. Werde ich testen. Sollte das funktionieren, kommt für den kürzeren IRR auch solche eine Lösung in Frage.

    @wave-guider
    Die Mode in Querrichtung kann ich gerne auch testen. Basotekt ist da und in der Mitte ist bereits eine Versteifung, die ich verschieben kann und die ist auch zur Fixierung von Baso geeignet.

    Gruß Dietmar

  7. #27
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Eismann
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    Beitrag

    Hallo zusammen,
    leider war ich 10 Tage stark beschäftigt. Aber heute konnte ich weiter abstimmen. Hier ist der letzte Stand:


    Das Bild zeigt die Unterseite. Die Stopfen sind aus Holz mit Säge, Feile und Schleifpapier stramm eingepasst und lassen sich mit einem Hammerstiel rein und rausschieben. So kann ich auch wieder runterstimmen.

    Ich habe nun einige Erkenntnisse, die ich ich hier mitteilen möchte:
    - Durch Dämpfen rutscht die Abstimmfrequenz nach unten (hatten wir in einem vorigem Post schon diskutiert)

    - Jeder zusätzliche IRR beinflußt auch noch andere Frequenzen und auch die anderen IRR's.

    - Dämpfung am offenen Ende hat die stärkste Wirkung (die kleinste Güte) . Man kann also steifflankiger werden, wenn die Dämpfung zum geschlossenen Ende geschoben wird. Dort ist das Druckmaximum und deswegen hat Wolle da keine Wirkung me
    hr.


    Kurioserweise habe ich jetzt bei <200Hz mehr Pegel auf dem Passivstrahler als vorher:

  8. #28
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    Standard

    Hi Eismann,

    meinem Dünkel nach kann ein interner Gegen-Resonator nur wunschgemäß wirken,
    wenn er sich am tatsächlichen Ende des LS-Gehäuses befindet.

    Bei den IRR ist jedoch ein gewisser Abstand (des offenen Endes) zum Ende eines Gehäuses nötig.

    Und das scheint mir jedenfalls der Grund,
    dass ein IRR eine Stehwelle,
    gar nicht komplett platt machen kann.

    "Was man auch abstimmt, das eine weicht dem anderen dabei nur aus"

    Oder so was in der Art.

    Grüße von
    Thomas
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  9. #29
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    Standard

    Klasse, was ihr hier macht, echt jetzt, Leute!

    Das wird was...
    Vielleicht lassen sich irgendwann meine Erfahrungen mit den RRs erklären.
    Beim OLK und auch beim EVOLK ließen sich die Resos fix nach Plan eliminieren. Bei dem Thomann-sub dagegen ließ sich die eine einzige Reso nicht wirklich beeindrucken von unseren Experimenten.
    Mangels echter Relevanz, Reso lag bei 400 Hz oder so, haben wir es pragmatischerweise einfach so gelassen.

  10. #30
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von holly65_MKII
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    Moin Dietmar,

    ich habe Rainers IRR nun schon mehrfach sehr erfolgreich eingesetzt und
    denke das ich einiges an Erfahrung damit habe......

    Deine Messung:
    Zitat Zitat von Eismann Beitrag anzeigen

    zeigt mir das keine der Resonanzen im Gehäuse vollständig bekämft wurde.

    Imho sollte man da systematisch ran gehen - also zuerst beim Chassis freeair die Impedanz messen
    um herauszufinden welche Imp. Störungen aus dem Chassis kommen.
    Dann Imp. Messung im fertig gedämmten Gehäuse - da reicht imho (wenns kein Sonderfall ist) dickerer Noppenschaum an allen Wänden.
    Vergleich beider Messungen zeigt dann welche Resos nur das Gehäuse macht.

    Die Gehäuse Reso mit der niedrigsten Frequenz dann zuerst angehen und so weit daran arbeiten bis die Impedanz im Bereich der Reso vollständig glatt ist.
    Das hat auch den Vorteil das ggf. vorhandene Vielfache der Reso dann auch verschwunden sind.

    Wenn eine Reso mit dem IRR nicht vollständig bekämft werden kann muß die Fläche des IRR vergrößert werden.

    Ich hänge mal Messungen eines meiner Projekte an.

    Dein System mit den verschiebbaren Platten in den Resonatoren finde ich zwar interessant - sehe aber auch eine mögliche Fehlerquelle.
    Die oben "offenen" Rohre machen vermutlich auch "irgendwas" im Gehäuse.

    LG

    Karsten
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  11. #31
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Eismann
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    Zitat Zitat von Wave-Guider Beitrag anzeigen
    Hi Eismann,

    meinem Dünkel nach kann ein interner Gegen-Resonator nur wunschgemäß wirken,
    wenn er sich am tatsächlichen Ende des LS-Gehäuses befindet.
    was wäre denn in meinem Fall das Ende des LS-Gehäuses? Ich habe eine Röhre mit einem TMT oben und euner Passivmembran unten.

  12. #32
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    Hi Karsten, gut dass Du uns mit Deiner Erfahrung unterstützt.

    Zitat Zitat von holly65_MKII Beitrag anzeigen
    ...
    Imho sollte man da systematisch ran gehen - also zuerst beim Chassis freeair die Impedanz messen
    ...
    Dann Imp. Messung im fertig gedämmten Gehäuse - da reicht imho (wenns kein Sonderfall ist) dickerer Noppenschaum an allen Wänden.
    Vergleich beider Messungen zeigt dann welche Resos nur das Gehäuse macht.

    Die Gehäuse Reso mit der niedrigsten Frequenz dann zuerst angehen und so weit daran arbeiten bis die Impedanz im Bereich der Reso vollständig glatt ist.
    Das hat auch den Vorteil das ggf. vorhandene Vielfache der Reso dann auch verschwunden sind.
    den TMT werde ich in der nächsten Session free air messen- gute Idee!
    Die Box ist jetzt fertig gedämmt: 8 mm Bitumen.

    Die 1. Reso entspricht der Höhe der Röhre respektive dem Abstand zwischen TMT-Magnet und Passivmembran. (Sie ist mit der Membran nach innen montiert). Anfangs hatte ich in einer Version 1 auch schon diese Reso. Und im CB konnte ich sie mit 5l loser Polyesterwatte komplett glätten. Das lässt darauf schließen, dass sie von der ungünstigen Gehäuseform kommt.

    Laut deinen Messungen sind wohl auch bei Dir die Resos auch die Wendepunkte von Senke auf Buckel. Falls das hier noch jemand nicht bemerkt hat... und nur einen Buckel weglöschen möchte.

    Was noch interessant ist... die 2.Harmonische ist nicht genau die doppelte Frequenz, sondern es geht ja mit 1/2 lamda, 3/2 lamda, 5/2 lamda usw. Das ergibt die Frequenzen 230 Hz, 690Hz, 1048Hz

    Demnach gehört die Reso bei ca 480 Hz nicht zu dieser Ursache. Verdammt .. jetzt kapier ich es selbst auch.

    Gruß Dietmar

  13. #33
    HSG Franken Benutzerbild von Bizarre
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    Zitat Zitat von Eismann Beitrag anzeigen
    Die Box ist jetzt fertig gedämmt: 8 mm Bitumen.
    Demnach gehört die Reso bei ca 480 Hz nicht zu dieser Ursache. Verdammt .. jetzt kapier ich es selbst auch.
    Der Karsten meint, fertig "bedämpft"... Sind außer dem Bitumen wirklich nur die IRRs drin ?

    Die Reso bei 480Hz ist die Oberwelle der Längsstehwelle ... Der 240Hz IRR hat eine Oberwelle bei 720Hz...

    Ist genau wie Flöte vs. Klarinette .

    LG, Manfred

  14. #34
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    Zitat Zitat von Eismann Beitrag anzeigen
    was wäre denn in meinem Fall das Ende des LS-Gehäuses? Ich habe eine Röhre mit einem TMT oben und euner Passivmembran unten.
    Hi Eismann,

    wenn am Ende eine Passiv-Membrane sitzt, dann kann der interne Gegenresonator ja nicht auch dort an dem Ende sein (muss auf Abstand zum Ende gesetzt sein).

    Aber egal, war nur so eine Überlegung.

    Holly / Karsten hat auch noch mal aufgezählt, was man überhaupt zu tun hätte.

    Grüße von
    Thomas
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  15. #35
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    Zitat Zitat von Bizarre Beitrag anzeigen
    Der Karsten meint, fertig "bedämpft"... Sind außer dem Bitumen wirklich nur die IRRs drin ?
    nein, sonst ist da nichts drin. Einen Sumpf bauen geht in der Röhre nicht.
    Zitat Zitat von Bizarre Beitrag anzeigen

    Die Reso bei 480Hz ist die Oberwelle der Längsstehwelle ... Der 240Hz IRR hat eine Oberwelle bei 720Hz...
    Einfach nur die doppelte Frequenz? Da bin ich mir nicht sicher.


    Aber ich habe nun wegen der 480 Hz die Versteifung im Verdacht. Sie sitzt etwa in der Mitte der Box. Ich werde das Ding mal weg lassen und nochmal messen.

    Gruß Dietmar
    mache für heute Schluss und wünsche Euch einen schönen Abend und eine flotte Woche

  16. #36
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    Standard Orgelpfeife

    Ich überlege gerade, ob die schwierige Abstimmung der IRR´s eine ganz andere Ursache hat:

    Es ist kein klassisches Gehäuse, bei dem sich die Reso aus der Länge des Rohrs ergibt.

    Dieses Rohr hat keinen "geraden" Abschluss, wie ein Verschluss-Stopfen, denn eine Passivmembran bildet den Abschluss des Gehäuses.
    Die Passivmembran (s. Anhang) schliesst das Rohr nicht "gerade" (planar) ab, da sie einen Konus darstellt.
    Dadurch variiert die Rohrlänge um mehrere Zentimeter, in der Mitte ist
    das Rohr länger als zum Rand hin.

    Was meint Ihr, wäre das eine Erklärung?

    http://www.seas.no/index.php?option=...tor&Itemid=465

    Grüße aus Kölle
    Paco

  17. #37
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    Standard

    Moin,

    Zitat Zitat von Bizarre Beitrag anzeigen
    Der Karsten meint, fertig "bedämpft"... Sind außer dem Bitumen wirklich nur die IRRs drin ?

    Die Reso bei 480Hz ist die Oberwelle der Längsstehwelle ... Der 240Hz IRR hat eine Oberwelle bei 720Hz...
    Danke Manfred - sch... Wortfindungsstörungen.

    Fertig bedämft muss die Kiste mMn. sein bevor man mit den Rohr Resonatoren beginnt.
    Ich nutze da sehr gern Noppenschaum (40mm) da sich in vielen Messungen gezeigt hat
    das das Zeug sehr gut ab dem oberen MT wirkt.
    Alles darunter erledigt der IRR.

    Den Vorteil dieser Methode sehe ich in deutlich geringerer "virtueller" Volumenvergrößerung wie es bei klassischer Bedämfung passieren kann.
    Dort ist das im Vorfeld imho sehr schwer einschätzbar.

    Wer sich meine angehängte Imp. Messung oben näher anschaut sieht
    das die Oberwelle der Längsstehwelle mit perfekt funktionierendem IRR ebenfalls Geschichte ist.

    LG

    Karsten

  18. #38
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    Standard Überlegung:

    ...was wäre, wenn der IRR in der Nähe des Tiefmitteltöners statt in der Nähe der Passivmembran angebracht wird?
    Beim TMT ist ja ein Druckmaximum.

    Vielleicht ist an der 480hz-Reso tatsächlich die Versteifung schuld?!

    Grüße
    Paco

  19. #39
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    Hi Paco,

    das Druckmaximum hast Du an beiden Enden.

    Hier liegt aber ein Sonderfall vor da die Druckmaxima (beide)
    laienhaft ausgedrückt nicht "abgeschlossen" sind wie in einer "normalen" Kiste.

    LG

    Karsten

  20. #40
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    Standard

    So, liebe Freunde der resonierenden Röhren, ein paar Grundlagen vom Orgelbauer:

    Hat das Resorohr an beiden Enden einen identischen Abschluss (offen oder geschlossen ist egal, wichtig ist, dass es an beiden Enden gleich ist), gibt es eine lambda/2-Resonanz. Hier gibt es alle harmonischen Oberwellen, also alle ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz, bzw ganzzahligen Quotienten der Grundwellenlänge.

    Haben wir ein Rohr, bei dem ein Ende offen und ein Ende geschlossen ist, bekommen wir einen lambda/4-Resonator, welcher nur ungradzahlige Harmonische ausbildet, also das 1, 3, 5, 7....fache der Grundfrequenz.

    Was passiert letztendlich bei so einer Resonanz/Stehwelle? Es wird Energie gespeichert, indem sie immer wieder von potenzieller Energie in Form von komprimiertem Gas im Druckknoten in kinetische Energie in Form von bewegtem Gas im Schnelleknoten und wieder Retour umgewandelt wird, bis die dabei auftretenden Verluste die vorher hineingesteckte Energie aufgebraucht haben.

    Resonanzen wird man los indem man diese Verluste soweit erhöht, dass die ganze Energie innerhalb einer Schwingungsperiode aufgebraucht wird, der Physiker sagt dann "aperiodisch gedämpfter Oszilator". Dies erreicht man entweder durch Strömungswiderstand im Schnelleknoten einer Stehwelle oder durch Druckverluste im Druckknoten. Der IRR stellt hierbei die zweite Option dar, eingebrachtes Dämpfungsmaterial die erste Option dar.

    In unserem Fall bedeutet es also, dass wir eine große Röhre mit zwei geschlossenen Enden haben, da weder die Lautsprechermembran noch die Passivmembran sich von Frequenzen mehr als zwei Oktaven oberhalb ihrer Eigenresonanz noch großartig beeindrucken lassen. Beidseitig geschlossene Röhre ist also erstmal Lambda/2-Resonator, mit Druckknoten an den geschlossenen Enden und Schnelleknoten in der Mitte. (Bei zwei offenen Enden [aka BR-Rohr] ist das genau umgekehrt, Schnelleknoten an den Enden und Druckknoten in der Mitte.) Die genaue Form der Rohrabschlüsse ist dabei erstmal ziemlich egal, solange es einigermaßen dicht ist (also geringe Druckverluste) resoniert das erstmal fröhlich vor sich hin.

    Was macht jetzt der IRR? Der hat ja seinen Schnelleknoten im Druckknoten der zu entfernenden Stehwelle. Dadurch wird er zu einer gegenphasigen Schwingung angeregt: Wenn im Druckknoten gerade viel Druck ist, schwingt die Welle in den IRR hinein, wodurch sich der Druck im Druckmaximum verringert. Diese Welle läuft jetzt den IRR rauf un runter, und da er nur halb so lang ist wie das große Rohrgehäuse, ist die Welle wieder da, wenn das Druckmaximum gerade am anderen Rohrende angelangt ist und nun ein Druckminimum vorliegt. In diesem Moment kommt aus dem IRR also die Welle wieder heraus und erhöht so den Druck im Druckminimum....

    Dämpfung findet also statt, indem Druckkdifferenzen verringert werden. Allerdings nur sehr selektiv bei einer Frequenz, bei schon leichte Abweichungen wird der Effekt stark verringert. Also sollte man, wie Karsten es schon schrieb, zunächst die andere, deutlich weniger kritische und viel breitbandigere Methode der Schallschnellebedämpfung benutzen, um anschließend gezielt die hartnäckigste Stehwelle per Resonator bekämpfen.

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

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