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Thema: ChlangFun3

  1. #21
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Rotes Gesicht Meine Schwester heißt Polyester

    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    Gibt es einen besonderen Grund, weshalb Du Polyesterwatte für die Dämpfung der Reso benutzt?
    Hallo Christoph,

    natürlich gibt es einen besonderen Grund: Polyersterwatte hatte ich (wie Noppenschaum) noch da...

    Aber mit der Kombi hatte ich auch bei der ChlangFun25V ganz gute Erfahrungen gemacht: Die eigentliche Bedämpfung erfolgt mit dem Noppenschaumstoff, der grundsätzlich recht dezent und eher bei höeren Frequenzen wirkt. Meiner Erfahrung nach kann man damit auch im Endbereich einer Line ganz ordentlich Bedämpfen, ohne zuviel Tiefbass zu verlieren.
    Den Anfang der Line ganz unbedämpft zu lassen hatte sich bei meinen Versuchen auch als ungünstig herausgestellt (mehr Welligkeit oberhalb ca. 500 Hz), Noppenschaumstoff bis zum Anfang hat allerdings auch einlagig zuviel Pegel gekostet. Da habe ich dann mit homöopatischen Mengen Polyesterwatte nachgeholfen.
    Ich behaupte nicht, dass es nicht noch besser geht, aber im Rahmen meiner noch vorhandenen Materialien bin ich bis jetzt sehr zufrieden.

    ... und Danke für Lob und Interesse!

    Grüße
    Chlang
    Geändert von Chlang (31.08.2017 um 17:15 Uhr) Grund: "und eher" ergänzt



  2. #22
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    Zitat Zitat von Black-Devil Beitrag anzeigen
    Die Reso aus dem "Port" bei 200Hz ist aber immer noch ganz schön laut, oder?
    Hi Olli,

    Danke für die Frage! Meine Antwort: ja und nein.
    Zum einen kenne ich TML-Konstrukte bei denen es im Nahfeld bzw. der Simulation schlimmer aussah, sich aber für meine Ohren nicht dramatisch ausgewirkt hat (oder man kann sich auch mal die letzte HH mit den Hornkonstruktionen ansehen - Nahfeldmessungen und Simus sehen im Gegensatz zu den veröffentlichten "offiziellen Messungen" verhältnismäßig zerklüftet aus).
    Zum anderen waren meine letzten TML-Entwicklungen auch im Nahfeld deutlich besser, als das wie sich die ChlangFun3 im Moment darstellt.

    Deshalb will ich erstmal sehen, wie sich das Ganze im Fernfeld misst - aber leider regnet es...
    Wenn es da unakzeptabel bleibt, werde ich wohl wieder mit IRRs experimentieren müssen (aber eigentlich sollte das Gehäuse so einfach wie möglich bleiben).

    Grüße
    Chlang
    Geändert von Chlang (31.08.2017 um 17:13 Uhr) Grund: Versuch, verständlicher zu schreiben :-)



  3. #23
    hört-zu Benutzerbild von Joern
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    Moin !

    mal wieder ein tolles und "schlichtes" Projekt !

    Nur so eine Denk-Idee:
    Was passiert, wenn Du den Mittelteiler bis zum Beginn der Line einkürzt ? Also das "Weichenfach" wegläßt ?
    Dann ist die Mundöffnung etwas größer und vielleicht kommt dann noch ein Tick mehr Bass raus ?

    Bin gespannt, wie es weiter geht ...
    Beste Grüße
    Jörn

    what the bleep do we ... - listen to ?

    Bedenke gut, was Du wünschst ! So ein Wunsch kann auch mal in Erfüllung gehen...

  4. #24
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    Zitat Zitat von Joern Beitrag anzeigen
    Was passiert, wenn Du den Mittelteiler bis zum Beginn der Line einkürzt ? Also das "Weichenfach" wegläßt ? Dann ist die Mundöffnung etwas größer und vielleicht kommt dann noch ein Tick mehr Bass raus ?
    Hi Jörn,

    ja, wäre möglich. Tendenziell steigt dann die Abstimmfrequenz und ich bekomme einen höheren Überschwinger in diesem Bereich. Könnte helfen, in dem man wieder mehr bedämpfen könnte. Allerdings entsteht dann aufwärts bis 200 Hz eine zunehmende Senke. Auch nicht optimal.
    Aber ich habe mir die Option offen gehalten, wenn ich auf die Rückseite einen Plateamp (z.B. meine Hypexmodule) einbaue. Dann brauche ich ggf. noch ein Bisschen Querschnitt...

    Grüße
    Chlang



  5. #25
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    Daumen hoch Gardenparty

    Zitat Zitat von Chlang Beitrag anzeigen
    Deshalb will ich erstmal sehen, wie sich das Ganze im Fernfeld misst - aber leider regnet es...
    Kein Regen, kein Wind, außer den Nachbarn, die Lärm machen und da habe ich die Chance genutzt und ein paar Messignale in meinem Garten dagegengehalten.
    Zuerst hatte ich noch 10 cm hohe Füße wie im oben skizzierten optischen Entwurf an das Testgehäuse geschraubt und dann das Ganze auf dem Boden stehend in 1m und 2m Abstand (2m +3dB skaliert) vermessen:



    Fragt mich nicht warum das so aussieht, aber ich lass das dann mal so

    Grüße
    Chlang
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  6. #26
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    Zitat Zitat von Chlang Beitrag anzeigen
    Fragt mich nicht warum ...
    Ich frage mich leider selbst und komme aber nicht wirklich weiter.

    Die oben gezeigten Messungen im Freien in 1 und 2 m Abstand habe ich nochmal wiederholt und dann noch jeweils eine mit verstopftem TML-Auslass und eine mit offenem, aber um 180 gedrehten Box zusätzlich gemacht. Dann habe ich nochmal reflexionsfrei in 1 m Abstand auf Achse gemessen, leider nicht mehr im Freien, weshalb die untere Grenzfrequenz recht hoch liegt (über 200 Hz).


    Messungen im Freien in 1m Abstand auf Achse


    Messungen im Freien in 2 m Abstand auf Achse

    Zuerst dachte ich, dass die Bodenreflexion des Chassis (Mittelpunkt 87 cm über Boden) sich mit der Hauptresonanz des TML-Kanals ausöscht, aber ich bringe die Frequenzen nicht mit den Abständen zusammen (außerdem müsste die Hauptresonanz dann entweder bei 1m oder bei 2m Abstand deutlicher zum Vorschein treten - zu sehen ist sie bei der um 180° gedrehten Box ja, aber nicht soo dramatisch wie von mir befürchtet).
    Ich werde noch ein Bisschen drüber meditieren.
    Wie dem auch sei: Die Horn-TML funktioniert und macht im "Fernfeld" einen relativ ausgeglichenen Bass. Darauf kann man aufbauen...

    Allerdings hat die erste reflexionsfreie Messung des Chassis gezeigt, dass der Frequenzgang in den Mitten auch nicht ganz leicht zu bändigen sein wird... Es bleibt also (zumindest für mich) spannend!

    Grüße
    Chlang
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  7. #27
    Schrott wird wieder flott Benutzerbild von Oldie
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    Hi Christian,

    kann es sein das der Treiber den unteren kleinen Kanal als Absorber sieht ???

    Versuche das mal zu verifizieren.

    Erste Simu mit Treiber TSP vom Hersteller Qms 4,1 und Hub 2mm
    schwarz

    grün mit qms 8,1

    blau dann noch mit 5mm Hub

    Alles noch unbedämpft



    Die Horncharakteristik ist nicht zu verleugnen

    Da die Line nach unten feuert, verlängert sich die Line etwas.
    Habe mal zwanzig Zentimeter angenommen, bei gleichbleibender Öffnungsfläche und dann noch Bedämpfung am Lineanfang mit beta1 500 dazu gepackt.





    Noch die Absorberkammer dazu gepackt, wobei die Öffnungsfläche mehr Einfluss hat als das Volumen.
    Absorberkammer ohne Bedämpfung

    Rote Simu



    Dann noch die Frequenz der Absorberkammervon 90 auf 110 Hz erhöht, Tunnellänge verkürzt sich.



    Irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich die Wahrheit.

    Gehäusebreite netto hatte ich 21cm angenommen.

    In Stein gemeißelt ist das noch nicht.
    Lösung habe ich noch keine, werde nochmal weiter forschen.

    Grüsse Michi
    Zitat von A.E.
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


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  8. #28
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    Moin

    coole Überlegungen, Michi.

    Mir ist noch Christophs Milan - Projekt eingefallen
    da wurden zu so einem Konstrukt ja auch viele grundsätzliche Überlegungen angestellt.
    Vielleicht gibt es dort noch Anregungen ?
    Beste Grüße
    Jörn

    what the bleep do we ... - listen to ?

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  9. #29
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Cool Ich sehe klarer

    Danke für's Mitdenken, Kollegen!

    @Jörn: Ja, das Milanprojekt von Christoph. Hatte ich schon wieder vergessen. Dann muss ich wohl doch nochmal den IHA probieren...

    @Michi: Wow, Danke für die Simus! Der Kanalrest unten stört nicht - da habe ich eine Kontrollmessung mit verstopftem und offenem Kananl gemacht und es ändert sich nichts wesentliches. Aber ich glaube, ich weiß jetzt, was es ist, das das TML-Loch im Fernfeld (teilweise) verschwinden lässt...

    ... dazu habe ich mich an eine alte Simu erinnert, bei der ich mit den AkAbak-Skripten versucht hatte, den Raumeinfluss bei der TML-Simulation mit dazu zu nehmen und plötzlich war das TML-Loch weg. Es lag an der unterschiedlichen Phasenbeziehung durch die unterschiedlichen Lauflängen der Schallanteile aus der Öffnung und dem Chassis.
    Dazu habe ich heute noch mal Messungen der Box auf einem Sockel von 80 cm Höhe im Freien in 1m Entfernung auf Achse a) in Höhe des Chassis (rot), b) in der Mitte der Box und c) auf Höhe des Auslasses gemacht. In der Mitte der Box ist das im Wesentlichen so wie simuliert und im Nahfeld gemessen (Lauflängen gleich) - auf Höhe des Auslasses und des Chassis weichen die Überlagerungsmuster beim Schalldruck dann entsprechend ab. Dabei scheint sich in ca. 2 m Entfernung (siehe Messungen weiter oben) eine günstige Konstellation zu ergeben...



    Grüße
    Chlang
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    Geändert von Chlang (18.09.2017 um 14:33 Uhr) Grund: s zuviel



  10. #30
    Schrott wird wieder flott Benutzerbild von Oldie
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    Hi Christian,

    ich meinte ja nicht den kleinen Rest unter dem Anfang der Line, sondern das erste Drittel der Line wird als Resonator (Absorberkammer) gesehen, unterhalb des Treibers.
    Darauf baut die Simu auf.
    Bei den letzten TQWT's mit kleinem Anfangsquerschnitt hatte ich das gleiche Phänomen .

    Beim nächsten Projekt werde ich diesen Bereich mal mit IRR's bepflanzen.
    Mal guggen was sich tut.

    Grüsse Michi
    Zitat von A.E.
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


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  11. #31
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Zitat Zitat von Oldie Beitrag anzeigen
    ...ich meinte ja nicht den kleinen Rest unter dem Anfang der Line, sondern das erste Drittel der Line wird als Resonator (Absorberkammer) gesehen, unterhalb des Treibers.
    Darauf baut die Simu auf.
    Bei den letzten TQWT's mit kleinem Anfangsquerschnitt hatte ich das gleiche Phänomen
    Ah, jetzt - Danke für die Aufklärung und den interessanten Denkansatz!
    Darüber muss ich noch mal meditieren...
    ... und ggf. simulieren...
    ... und wie oben schon geschrieben, probiere ich beim nächsten Gehäuseentwurf bestimmt eine "richtige" Absorberkammer aus.

    Grüße
    Chlang



  12. #32
    Schrott wird wieder flott Benutzerbild von Oldie
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    Hi Christian,

    Impmessungen wären noch ganz interessant, zum Kaffesatzlesen .

    Werde das auch mal umsetzen, vielleicht schon bis zum Workshop.
    Achtzöller habe ich noch genug zum reinschrauben.

    Der Gehäuseansatz ist sehr spannend

    Grüsse Michi
    Zitat von A.E.
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


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  13. #33
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Hi Michi,

    Danke für das Lob und das mitforschen!
    Zitat Zitat von Oldie Beitrag anzeigen
    Impmessungen wären noch ganz interessant, zum Kaffesatzlesen .
    siehe Post #18, das war zwar die erste Bedämpfungsvariante, aber da hat sich nicht viel getan...

    Grüße
    Chlang



  14. #34
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    Zitat Zitat von Oldie Beitrag anzeigen
    kann es sein das der Treiber den unteren kleinen Kanal als Absorber sieht ???
    Versuche das mal zu verifizieren.
    Hi Michi,

    ich habe noch mal darüber meditiert. Ist sicher auch ein Anzatz, aber da die Simulation des Gehäuses in AJ-Horn bis auf die 20% niedrigere Abstimmung durch die virtuelle Verlängerung wegen der Bedämpfung sehr gut mit der Nahfeld-Messung übereinstimmt (siehe Post #12 (Simu) und #19 (Nahfeldmessung)), gehe ich davon aus, dass das Gehäuse so tut, wie ich es von ihm (ohne gedachte Absorberkammer) erwartet habe.

    Probleme mit dem Verständnis hatte ich mit meinen Messungen im "Fernfeld".

    Grüße
    Chlang



  15. #35
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    Frage IRR(e) Versuche

    Weil es schwer ist, nachträglich eine IHA-Kammer in das enge, schräge Gehäuse einzubauen, habe ich jetzt mal mit IRRs experimentiert und ein DN50 HT-Röhrchen in das Gehäuse geschoben. Durch den Chassisausschnitt war das auch nur möglich, weil ich das ca. 40 cm lange Rohr noch mal auseinandergeschnitten und dann nach dem Einführen der Teile wieder mit Klebeband zusammengeklebt habe.

    Meine Unteruchungen begonnen habe ich mit einem 41 cm langen, halbseitig offenem und unbedämpften Rohr, das eine (Freiluft-)Resonanz bei 210 Hz zeigen sollte. Erwähnen sollte man noch, dass ich das Rohr am offenen Ende mit 45° angeschrägt habe und die 41 cm die kürzeste Länge bezeichnen und zudem durch die Wandnähe der Öffnung im Gehäuse eine virtuelle Verlängerung entsteht, so dass die Resonanz sicher tiefer liegen sollte (war Absicht - kürzen ist leichter als verlängern).
    Zuerst wollte ich wissen, an welcher Position das Resonanzrohr besser wirkt: Öffnung am Anfang der TML (im Druckknoten) oder nahe am Chassis (wo die Energie eingekoppelt wird). Dazu habe ich das Rohr einmal mit Öffnung nach unten, vorne seitlich in das Gehäuse eingeschoben, bis die Spitze der 45° Schräge des Rohrs am Ende der TML anstieß und die Öffnung nach innen zeigte. Das andere mal habe ich das Rohr umgedreht, so dass die Öffnung direkt seitlich hinter dem Chassis lag.
    Für beide Konstellationen und die oben schon gezeigte Variante ohne Resonator habe ich dann wieder Nahfeldmessungen durchgeführt, die ihr unten sehen könnt.


    Nahfeldmessung der letzten Bedämpfungsvariante ohne IRR


    Nahfeldmessung der letzten Bedämpfungsvariante mit unbedämpften IRR, Öffnung am Ende der TML


    Nahfeldmessung der letzten Bedämpfungsvariante mit unbedämpften IRR, Öffnung hinter dem Chassis

    Bei der Anordnung mit der Öffnung nahe des Chassis liegt die Resionanzfrequenz niedriger (bei ca. 190 Hz im Gegensatz zu 200 Hz), hätte ich so nicht erwartet. Ansonsten finde ich, dass die Wirkung besser ist, wenn sich die Offnung des Resonators am Anfang der TML befindet.
    Damit habe ich dann mal weiter gemacht und das Rohr auf 37 cm (virtuelle Verlängerung durch Bedämpfung) gekürzt und mit Polywatte leicht bedämpft.


    Nahfeldmessung der letzten Bedämpfungsvariante mit bedämpften IRR, Öffnung am Ende der TML

    Damit bekomme ich die Resonanzstelle bei 200 Hz sehr gut weggesaugt (5 dB), das TML-Loch wird kleiner und der Frequenzgang des Chassis beruhigt sich sichtlich. Allerdings wirds zwischen 100 und 150 Hz in der Summe deutlich weniger linear.

    Der Resonator funktioniert also, aber so ganz kann mich das Ergebnis - vor allem auch unter Berücksichtigung der "Fernfeldmessung" in 2 m Abstand - noch nicht überzeugen.
    Was meint ihr?

    Mal sehen, ob ich hier noch weiter mache oder mich mit dem Ergebnis der reinen Bedämpfung zufrieden gebe...

    Grüße
    Chlang
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    Geändert von Chlang (06.10.2017 um 10:33 Uhr) Grund: falsche 10er-Potenz



  16. #36
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von holly65_MKII
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    Moin,

    ich nutze für die korrekte "Einmessung" von IRR sehr gern Impedanzmessungen.
    Das ist imho deutlich präziser und zeigt auch ob der gewählte Querschnitt des IRR maximal wirkt.
    F-Gang im Nahfeld habe ich auch schon genutzt - das ist mMn. aber nur ne Krücke.

    Allerdings wirds zwischen 1 und 1,5 kHz in der Summe deutlich weniger linear.
    Ich rate mal ins Blaue...... - kann sein das der IRR von hinten durch die Membran reflektiert?!
    Habe bei den meisten Projekten den RR außen mit Noppenschaum umkleidet, besonders wenn er in nähe / hinter dem Chassi lag.

    Versuch den IRR doch mal im anderen Druckmaximum.

    LG

    Karsten
    Hat die Schnauze voll von sozialen Krüppeln im Forum.

  17. #37
    Stammtischphilosoph Benutzerbild von Tobias
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    Hallo Chlang,
    Wenn die Gehäuse noch roh sind, kannst du ja zum Testen außen
    verschiedene IHA´s testen.
    Also ne Art Vogelhäuschen dranflanschen.
    Bei erfolg das endgültige Gehäuse danach planen.
    Oder mal das fuzzy - Prinzip alá Timmi versuchen.
    Mir scheint das Projekt zu reizvoll um da zu große Kompromisse einzugehen.
    Viel Erfolg
    Gruß Tobias
    ________________

  18. #38
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Pfeil mein Kompromiss

    So, Kollegen,

    jetzt weiß ich wieder mehr, aber der Reihe nach…

    Erst mal Danke, Karsten und Tobias, für’s Mitdenken, auch wenn’s ein bisschen gedauert hat, habe ich eure Einwürfe doch für mich durchdacht.
    Eine Reflexion am IRR war‘s nicht – dafür war er schon zu weit vom Chassis weg und unten gibt’s dann auch die Erklärung. Andere Druckmaxima sind wegen der virtuellen Verlängerung der Line in Abhängigkeit der Bedämpfung schwer zu finden und der IRR mit Öffnung direkt am Chassis hat mich nicht wirklich überzeugt.

    Den „Vogelhäuschen-IHA“ finde ich eine klasse Idee, aber mit IRRs ging‘s auch gut, ohne dass diese die Funktion des Gehäuseprinzips durch die Querschnittsverengung zu sehr beeinträchtigt hätten. Ich habe inzwischen ca. 20 verschiedene IRR-Abstimmungen mit bis zu 2 unterschiedlich abgestimmten IRRs durchgemessen und der absolute Basspegel war im Wesentlichen unverändert.
    Leider hat das alles nicht wirklich viel mehr gebracht, als man oben schon sehen kann. Wenn Interesse besteht, kann ich einige Messungen noch einstellen…

    Und jetzt zu den Kompromissen: Der beste Kompromiss in meinen Augen ist es, es so zu lassen, wie es ohne IRR war. Was passiert, wenn man einen IRR (auch bei einem Vogelhäuschen-IHA) einsetzt, zeigt schön eine AJH-Simu, bei der man das Chassis aus dem ersten Druckminimum nach hinten herausschiebt.



    An die Messungen angepasste AJH-Simu (virtuelle Verlängerung der Lauflänge auf 1,8 m) mit Chassis im ersten Druckminimum (schwarz) und 7 cm nach hinten verschoben (rot).

    Die Simu zeigt den gleichen Effekt um 150 Hz wie der IRR in der Messung. Durch den IRR, aber auch durch Einbringen sonstigen Dämpfungsmaterials am Anfang der Line (gilt auch für entsprechend bedämpfte IHAs), wird diese am Anfang zusätzlich virtuell verlängert und das Chassis wandert aus der optimalen Position im ersten Druckminimum heraus. Jetzt könnte man das bei der Positionierung des Chassis natürlich berücksichtigen, das geht meiner Meinung nach aber nur über Try and Error, da ich noch keine Angaben oder Simulationen gesehen habe, die mir sagen, um wie viel sich die Lauflänge virtuell verlängert, wenn ich soundso viel von einem bestimmten Dämpfungsmaterial in die Line einbringe.

    Und da sich das Ganze ja auch im Nahfeld schon mal nicht soo schlecht misst, der Auslass der Line Richtung Boden und nicht auf den Hörer zeigt und auch die oben gezeigten „Fernfeldmessungen“ vermuten lassen, dass vom „Resonanzschmutz“ aus dem Auslass relativ wenig beim Hörer ankommt, werde ich erst mal ohne IRRs oder IHAs weitermachen.
    Und hey, ein bisschen Horn- bzw. TML-Sound darf bei diesem Projekt ggf. doch auch dabei sein – oder?

    Grüße
    Chlang
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  19. #39
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Pfeil Update

    Hallo Kollegen,

    nachdem ich an anderer Stelle schon verraten habe, dass sich hier was getan hat, möchte ich euch auf den aktullen Stand bringen.

    Zunächst die Messungen (alle in 0,75 m Entfernung auf Hochtönerhöhe)













    Es erscheint mir sinnvoll, die Trennfrequenz knapp über 2 kHz zu legen und da die 15°-Messungen im Wesentlichen den selben Verlauf wie die Durchschnitte der Winkelmessungen zeigen, werde ich zumindest zuerst mal mit den 15°-Kurven in die Entwicklung des digitalen Filters einsteigen.
    Wie das dann aussieht gibt's weiter unten zu sehen.

    Grüße
    Chlang
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  20. #40
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Standard Erstes Filter für das AS2.100D

    So, wie versprochen, hier der aktuelle Stand bei der Filterung via DSP auf meinen Hypex AS2.100D.

    Leider konnte ich nicht wie im "alten" Filterdesigner TT- und HT-Kurven gemeinsam darstellen, daher einmal der Tieftöner und einmal der Hochtöner. Neben Equalizing der Chassis wurde jeweils mit 36 dB getrennt. Der Hochtöner mit Eckfrequenz bei 2,0 kHz und der Tieftöner bei 2,2 kHz (hier möchte ich ggf. noch etwas höher gehen).





    Soweit der aktuelle Stand. Mono habe ich das schon gehört - geht in die richtige Richtung, aber mehr kann ich noch nicht sagen...

    Grüße
    Chlang
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Chlang (17.10.2017 um 15:23 Uhr) Grund: 3*12=36 und nicht 18



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