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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von xajas
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    Standard Konzept für einen aktiven, auf PA-Chassis, DSP, Dirac basierten Lautsprecher

    Nach vielen Jahren mit “audiofilen” Lautsprechern a‘la Sonus Faber und Bowers & Wilkins bin ich auf die Idee gekommen, diesmal „das Heft selbst in die Hand zu nehmen“ und einen eigenen, meinen besonderen Anforderungen und Randbedingungen entsprechenden Lautsprecher zu bauen. Auslöser dafür waren einige Begegnungen mit den sogenannten „Alleinuterhalter“, Die Dynamik, Druck/Pegel, der ultraknackiger Klang, einfach der Spaßfaktor deren relativ einfachen PA-Anlagen hat mich so beeindruckt, dass ich mir gedacht habe: das will ich auch!
    Schluß mit dem audiophilen Plöng-Plong, ich will etwas mit BUMS und SPASS!!! Auch wenn es nicht ultraneutral und ultrapräzise sein soll, was zählt ist der Adrenalinausstoß J
    So bin ich auf einen aktiven PA-basierten Lautsprecher gekommen. Ich kenne mich in dem PA-Umfeld nicht aus, aber ich habe inzw. einige Recherchen getrieben und sich ein bestimmtes Bild von dem gewünschten Lautsprecher gemacht. Es basiert z.T. auf der Audiodynamikks 12.18. als Vorbild.

    Zuerst ein paar Worte zu den Randbedingungen/Umgebung

    - Raum: Musik-/Hobbykeller 5,75 x 4,55 x 2, 25 m

    - Musikquelle: MacMini und MacBook Pro mit iTunes (z.T mit vielen HighRes Aufnahmen) angeschlossen an einen USB DAC oder iPad Pro gestreamt per AirPlay auf den DAC

    - Klanglicher Schwerpunk: Dynamik, Pegel, Impulsität und ein sehr tief reichender Frequenzgang (ich stehe auf Subwoofer, aber diesmal soll die Box ohne einen getrennten Sub auskommen)

    - Tonale Anpassung des Frequenzgangs an meine Klangliche Vorstellungen und an die Raumakustik erfolgt per DSP und ggf. per Dirac/Acourate u.ä.

    - Die Ausdehnung des gewünschten unteren Frequenzbereich ist per DSP-Entzerrung möglich/einkalkuliert


    Und hier die ersten konkreten Vorstellungen zu dem Lautsprecheraufbau und den angedachten Komponenten (die gilt es noch mit Eurer Hilfe „zu verifizieren“)

    3-Wege Box mit
    - 12“ Coax Chassis Beyma 12CXA400Nd in einem geschlossenen Gehäuse mit ca. 80L, nur zw. MT/HT getrennt, nach unten „offen“
    https://www.beyma.com/getpdf.php?pid=12CXA400Nd

    - 18“ TT/Sub Chassis Beyma 18P1200Nd/N in einem BR Gehäuse mit ca. 210L, abgestimmt auf 35Hz. Angedachte Trennung (je nach dem was der Raum7Messung hergibt) deutlich unter 100Hz
    https://www.beyma.com/getpdf.php?pid=18P1200Nd/N

    Bei der Enstcheidung für ein BR-Gehäuse habe ich mich an der Audiodynamikks und den PA-Lautsprechern orientiert, aber sollte es in einem geschlossenen Gehäuse (mit verfügbaren 200L) funktionieren, dann wäre es mir sogar lieber. Hier bin ich besonders auf eure Meinung und Vorschläge dazu gespannt.

    Weiterhin, wir reden hier über PA-Chaassis, die einiges an Pegel/Leistung ertragen, also wenn ich mit BUMS (Zuhause) sage, dann ist es wahrschinlich für diese Chassis halbe Leistung, was genügend Reserven für potentiele DSP/EQ Entzerrung offen lässst


    Die Elektronik.
    Jetzt wird etwas komplizierter J
    Das ganze wird nicht „in einem Rutsch“ als finale Variante umgesetzt. Ich möchte es in mehreren Ausbaustufen realisieren, sprich low cost / einfach anfangen und mit der Zeit (nach dem sich das Konto erholt hat J ) weiter optimieren.

    Ich fange von hinten an. Die angedachte finale highend Lösung könnte wie folgt aussehen
    - Quelle: MacMini mit JRiver als Player mit Convolver Engine und einem 6-Kanaligen Raum/Chassis Korrektur-Filter/Plug-in erstellt mit Hilfe von Acourate
    - D/A-Wandlung. 6-kanaliger Audiointerface wie z.B. das RME Fireface UCX
    - Verstärkung: 6 Hypex UcD Verstärker-Module

    Aber das wäre eine ferne Zukunft und ich möchte „klein“ anfangen. Dabei denke ich zuerst an eine halbpassive Lösung. Der MT/HT des Coax wird passiv getrennt und das Coax- und das TT-Chassis wiederum aktiv als 2-Wege System per DSP geregelt. Das wäre der Einstieg, den ich mir vorstellen könnte
    - Quelle: MacMini mit iTunes -> USB Ausgang
    - D/A-Wandlung: MiniDSP 2x4 HD oder miniDSP DDRC-24 (also gleich mit Dirac) angeschlossen per USB an den Mac
    - Verstärkung: 4 Hypex UcD400HG Verstärker-Module


    Und jetzt zu meinen ersten Fragen dazu

    1. Ist die Wahl der Chassis OK? (das Coax ist für mich gesetzt, das TT-Chassis - falls bessere Alternativen (vorzugsweise von Beyma) vorhanden, bitte begründet nennen
    2. Würde auch ein GG anstatt BR Funktionieren (das gewählte Chassis, die 200L und DSP/EQ Entzerrung berücksichtigen)?
    3. Wie kann ich eine passende Passivfrequenzweiche für den Coax (angedachte Trennfreqenz 1,5kHz) entwickeln?
    4. Wer hat schon Erfahrungen mit Dirac und Acourate gemacht?
    5. Macht die HxR Erweiterung der Hypex-Module Sinn (zumindest für den 12“ Coax)?
    6. Würde ein UcD180 für den HT (bei Vollaktivierung) reichen
    7. Alternativen für die Hypex Module?

    BTW. Ich bin zu jeder „Schandtat“ bereit und um möglichst einfach und schnell in das Experimentieren einzusteigen (sprich sobald die Coaxen vorhanden sind) würde ich sogar aus dem Auto den Mosconi 4to6 DSP und die 4-Kanalige Alpine PDX-F6 Endstufe ausbauen, um damit den Coax vollaktiv auszuprobieren. Dazu könnte ich einen Vorhandenen REL Stadium Subwoofer anschließen.

    Mal schauen wie es weiter geht .-)
    Geändert von xajas (18.06.2017 um 07:31 Uhr)

  2. #2
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    80 Liter für den Coax kommt mir sehr viel vor eingedenk der Tatsache, dass er ja auch Tieftonunterstützung bekommt....

    Und wieso willst du den Coax passiv trennen, wo doch 6 Kanäle zur Verfügung stehen sollen?

    Was die Frage nach CB oder BR angeht: BR ist natürlich noch was pegelfester, falls das gebraucht wird, CB ließe sich aber einfacher entzerren.

    Viele Grüße,
    Michael

  3. #3
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    Moin! Schönes Vorhaben, verstehe das Spraßkonzept

    Nur ein paar Anmerkungen damit du später nicht enttäuscht bist:

    BR geht nicht tiefer per EQ

    Bei 5.75 Meter Raum muss das Geschlossene nur bis 30Hz entzerrt werden, darunter linearisiert der Roomgain bis 4-5Hz (variiert)

    Geschlossen macht weniger Prering bei Gruppenlaufzeitkorrektur (die in der Raumkorrektur definitiv angewandt wird)

    MiniDSP + Hypex kann rauschen an hochSPL Lautsprecher

    Der Beyma 21PW1400 ist auch nett :-)

    GG funzt per EQ, man braucht nicht viel Strom im Sub-Bereich.

    Schonmal über BMS Koax Compression driver im Jabo nachgedacht? Ich weiß ist grad in Mode und jeder baut es. Ist aber leichter zu entzerren als die KonusKoaxe da das Horn nicht mit der Membrane interferiert.

    Gruß
    Josh

  4. #4
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    Zuerst danke für die schnellen Antworten


    Zu: ...80 Liter für den Coax kommt mir sehr viel vor eingedenk der Tatsache

    Solange es keine negative Auswirkung hat, stört es mich nicht. Ich habe Platz dafür. ich möchte bewusst das Coax Chassis zu einem Vollbereichslautsprecher trimmen (auch nach unten, daher ohne HP), so dass das TT-Chassis wirklich nur die Quasi-Subwoofer Rolle übernimmt

    Zu: Und wieso willst du den Coax passiv trennen, wo doch 6 Kanäle zur Verfügung stehen sollen?

    Sollen :-)

    Der Einstieg ist als 4-Kanal gedacht da günstiger und einfacher

    Anschliessend beim "upgrade" auf 6-Kanal kann ich den Wegfall der Weiche verschmetrzen.

    Weiterhin, mit der passiven Frequenzweiche könnte ich die Coaxen gleich an die vorhandenen B&W MPA1 Monoblöcke anschliessen und sofort loslegen. Die Entzerung könnte ich mit Hilfe von Audio Hijack Pro und entsprechenden parametrischen EQ - AU Plugins auf dem Mac erledigen. Das mache ich schon jetzt und es funzt


    Zu: ...Bei 5.75 Meter Raum muss das Geschlossene nur bis 30Hz entzerrt werden, darunter linearisiert der Roomgain bis 4-5Hz (variiert)
    Geschlossen macht weniger Prering bei Gruppenlaufzeitkorrektur (die in der Raumkorrektur definitiv angewandt wird)

    Das beschäftigt mich am meisten. Was würde passieren, wenn ich es anstatt in BR in ein GG packe. Das würde meiner Neigung zu GG sehr entgegen kommen, aber ich lese immer wieder, dass die PA-Pappen nichts für ein GG sind und wegen Wirkungsgrad/Pegel eher für BR konzipiert sind. Weiterhin, wie hilft ein Roomgain dabei. Gestern hatte ich hier im Forum irgendwo Diagramme gesehen, wo es genau berechet wurde. Kann man es konkret für meinen Raum (das Volumen ist bekannt -> 56m³) und mein Chassis berechnen?

    Zu: ...Der Beyma 21PW1400 ist auch nett :-)

    Ja, aber irgendwan ist Schluß. Ich habe gedanklich mit 8"+12" angefangen und bin mitlerweile bei 12"+18" angekommen. Das muß reichen :-)


    Zu: ...Schonmal über BMS Koax Compression driver :-)
    Den BMS Coax in einem CD Horn hatte ch auch auf dem Schirm, aber letztendlich bin ich von den Horn weg. Ich müsste entweder das Horn sehr groß bauen (tiefe ankopplung), oder den TT nach oben höher koppeln (was ich nicht wollte wegen Sub-Rolle -> grosses Chassis mit einer niedrigen Trennfrequenz)

    BTW.Ich habe inzw. viele Optionen (Konzeptionel und vom Design her) durchgespielt, aber bin immer wieder bei der 12.18 hängen geblieben. Mein Bauchgefühl sagt: sie macht am meiosten BUMS :-)
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von xajas (09.06.2017 um 13:46 Uhr)

  5. #5
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    Roomgain dabei. Gestern hatte ich hier im Forum irgendwo Diagramme gesehen, wo es berechet wurde. Kann man es konkret für meinen Raum und mein Chassis berechnen?
    Nicht zuverlässig, unter 10Hz spielen die Wände und Raumbeschaffenheit zu viel mit rein, unbekannt.
    Mach einfach bis 20 Hz gemessen linear, und lass drunter laufen wies kommt, wird schon so gut wie linear.

    mitlerweile bei 12"+18" angekommen. Das muß reichen :-)
    GG braucht halt Fläche


    Solange es keine negative Auswirkung hat, stört es mich nicht. Ich habe Platz dafür.
    Ein kleines kann dir mehr Wirkungsgrad im unteren Bereich bringen. Außerdem Hub+Klirr im Bass minimieren.
    Wenn du sogar keinen Hochpass willst (was passiv Sinn macht) dann würde ich auf 0.5 oder 0.77 Qts optimieren damit die Ankopplung an den Tieftöner schön sauber geht. Dann hast 2te Ordnung Butterworth.
    Haut die Fs dann nicht auf Trennfrequenz hin, kann man auch alternative einfach winzig klein machen (zb 5 Liter).
    Gewinnt Wirkungsgrad, hohe Fs, entzerrt den Buckel via EQ weg.
    Also mein Fokus wäre primär Fs=Xo und sekundär Qts im Auge behalten (nicht zu klein, nie unter 0.5)

    Gruß
    Josh

  6. #6
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    Ich vermute mehr Wirkungsgrad ist hier nicht das Problem, aber mehr Kontrolle und weniger Klirr ist ein Argument. Ich habe zuerst keine Vorstellung, was das bei den gegebenen TS Parametern bedeutet. Hier Abgelesen von dem Datenblatt


    Resonant frequency, fs
    45 Hz

    D.C. Voice coil resistance, R
    e 6,6 Ω

    Mechanical Quality Factor, Q
    ms 7,10

    Electrical Quality Factor, Q
    es 0,26

    Total Quality Factor, Q
    ts 0,25

    Equivalent Air Volume to C
    ms, Vas 88,5 l

    Mechanical Compliance, C
    ms 207 μm / N

    Mechanical Resistance, R
    ms 2,48 kg / s

    Efficiency, η
    0 2,75 %

    Effective Surface Area, S
    d 0,055 m2

    Maximum Displacement, X
    max **** 6 mm

    Displacement Volume, Vd 210 cm3

    Voice Coil Inductance, L
    e @ 1 kHz1 mH



  7. #7
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    Ah nett. Dann brauchst du genau 12.7 Liter (leer ohne Treiber).
    Dann bekommst du perfektes Butterworth 0.77Q 2ter Ordnung mit flachem Verlauf auf 97dB Wirkungsgrad und Trennfrequenz 127 Hz.

    Wenn du Fan von "mit Wolle vollstopfen" bist, Kannst bis auf 10 Liter runter (mit ganz viel Wolle).

    Edit: sehe grad der Beyma wird ca. 3 Liter Eigenvolumen Membran+Magnet haben. Das frisst dann grad die Wolle auf. Sprich 12.7 L Gehäuse Brutto passt perfekt.

  8. #8
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    Bei den TSP stellt sich laut WinISD ein Qtc von 0,77 mit etwa 9,5 Litern ein. Ein Qtc von 0,5 benötigt etwa 30 Liter. F3 liegt in beiden Fällen bei um 145 Hz, das Qtc von 0,5 sorgt lediglich für einen flacheren Abfall zu den Tiefen hin.

    Ich finde 80 Liter nach wie vor zuviel, so 15 bis maximal 20 Liter würde ich dem in CB gönnen, Dämmmaterial sorgt nochmal für eine virtuelle Volumenvergrößerung.

    Da das Dingen ja ohne Filter laufen soll, ist noch ein netter Nebeneffekt, dass der Membranhub unterhalb des Nutzbereiches besser bedämpft wird, als bei 80 Litern, wo er dann doch etwas ausufert, trotz CB.

    Viele Grüße,
    Michael

    *edit*:
    josh_cpct war schneller. Vermutlich nutzt du ein anderes Simulationsprogramm? Aber im Prinzip sind wir uns ja einig.

  9. #9
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    Ja ich hab nur grad hier den 08-15 Rechner benutzt da ich noch im Büro sitze

    http://www.micka.de/
    https://rechneronline.de/pi/kegelstumpf.php

    12 Liter wird bei dem Treiber schon interessant.
    Ist die Schallwand grad groß genug für den Einbau guggt der Magnet schon hinten raus

    Ja Qtc 0.7 wär gut für mehr Bassbedämpfung. Gibt aber 3dB Buckel in Summe mit Tieftöner weil halt Butterworth.
    Qtc 0.5 wär linearer nach Linkwitz, könnte dir aber im Bass evtl nen Millimeter mehr hub machen wenns laut wird.

  10. #10
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    Zitat Zitat von josh_cpct Beitrag anzeigen
    Ja Qtc 0.7 wär gut für mehr Bassbedämpfung. Gibt aber 3dB Buckel in Summe mit Tieftöner weil halt Butterworth.
    In meinem jugendlichen Leichtsinn hätte ich jetzt gedacht, dass man dem mit einer früheren 12 dB/Oct-Trennung des Tieftontreibers begegnen könnte.

    Zitat Zitat von josh_cpct Beitrag anzeigen
    Qtc 0.5 wär linearer nach Linkwitz, könnte dir aber im Bass evtl nen Millimeter mehr hub machen wenns laut wird.
    Stimmt, und Hub des TMT-Teils eines Coax ist ja etwas, von dem man den HT-Teil verschonen möchte, wobei ich nicht weiß, wie sich das verhält bei einem Coax, bei dem das Horn nicht in die Membrantrichtergeometrie des TMTs übergeht, sondern herausgeführt wird.

    Viele Grüße,
    Michael

  11. #11
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    ich bin ein Anfänger, wenn es um Simulieren geht, aber ich habe das erwähnte WinISD Online gestartet, und die Zwei Chassis nach eurer Empfehlung durchgespielt

    Das Coax mit ein mal mit Optimalvolumen 12.7L und ein mal mit 28L (getrimmt auf Qtc > 0.5)
    Der TT in ein mal in GG mit 156L und ein mal in BR mit 156L

    So sieht es aus - siehe beigefügtes Screenshot.
    Angenommen ich würde bei den simulierten 28/156L bleiben, mit welcher Trennung des TT (Trennfrequenz, Ordnung/Flankensteilheit und Typ) müsste ich rechnen, um einen harmonischen Übergang zu schaffen.
    In welchem Programm könnte ich es simulieren (vorzugsweise online)?
    Natürlich entsprechende Messungen werden es genau bestimmen, aber ich möchte schon vorab ein Gefühl/Vorstellung davon haben.

    In diesem Zusammenhang komme ich noch zurück auf folgendes Statement, das ich nicht ganz verstanden habe.

    ....Haut die Fs dann nicht auf Trennfrequenz hin, kann man auch alternative einfach winzig klein machen (zb 5 Liter).
    Gewinnt Wirkungsgrad, hohe Fs, entzerrt den Buckel via EQ weg.
    Also mein Fokus wäre primär Fs=Xo und sekundär Qts im Auge behalten...


    Die Qts habe ich mit den oben genannten Voluminas auf die >0,5 getrimmt. Das Fs des Coax ist 45Hz, was heist dann Fs=Xo?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von xajas (09.06.2017 um 20:04 Uhr)

  12. #12
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    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    In meinem jugendlichen Leichtsinn hätte ich jetzt gedacht, dass man dem mit einer früheren 12 dB/Oct-Trennung des Tieftontreibers begegnen könnte.
    Stimmt das auseinanderziehen geht natürlich auch.
    So will es das Lehrbuch nicht Aber im Bass passt das genau genug. Nur bei 1-4k würde ich die leichte 1dB Welligkeit vermeiden wollen.

    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Stimmt, und Hub des TMT-Teils eines Coax ist ja etwas, von dem man den HT-Teil verschonen möchte, wobei ich nicht weiß, wie sich das verhält bei einem Coax, bei dem das Horn nicht in die Membrantrichtergeometrie des TMTs übergeht, sondern herausgeführt wird.
    Hast recht ist weniger IMD anfällig als der Tannoy oÄ.
    Der konkrete Koax hier macht 3.5 Xmax. Was bei 100Hz schon böse laut ist. Die 1.5k Trennung auch recht niedrig um da 1.5k zu intermodulieren. Vielleicht hier der Einfachheit eher auf saubere Abstimmung achten. Das ist ja nur minimal Hubunterschied.


    @Xajas: Mit Fs meinte ich eigentlich eingebaut. Wie sagt man da? Fc? Jedenfalls die Reso die am Ende steigt, da hat der Koax dann über 100Hz. Wenn deine Simu hinhaut, wirds wohl so ca 100-120Hz.
    Wenn du das passiv trennst und hinterher entzerrst reicht das als Startwert.
    Muss man hinterher Messen und feintunen.

    Qt würde ich beim Tieftöner fürs GG ignorieren wenn man später Tiefbass entzerrt aktiv. Da ist die linearität weniger das Problem als die extreme Tiefbass Anhebung. Und die fällt umso moderater aus je größer das Volumen. Also nimm das maximum dass du dir erlaubst und stimme dann im Raum ab per Messung.

  13. #13
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    Standard Konzept für einen aktivenn, PA-Chassis, DSP, Dirac basierten Lautsprecher

    Inzwischen habe ich unzählige Chassis durchsimmuliert und einiges dabei gelernt. Gleichzeitig bin ich auch Eurem Hinweis gefolgt, dass bei dem Coax das vor dm TMT vorgesetztes Horn möglicherweise zu Beeinträchtigung des MT führen kann und klangliche Nachteile hat. Ob das so ist, kann ich schlecht einschätzen (bei der Audiodynamikks 12.18 scheint es zu funktionieren), aber das hat mich auf die Idee gebracht, eine konzeptionelle Alternative zu entwickeln. Sie würde auf einem gewöhnlichen Horn-HT und 12" TMT basieren:

    - 1" Horntreiber (höchstwahrscheinlich ein BMS 4552ND) sitzt in einem 15" SEOS-15 CD Horn

    - 12" TMT sitzt in einem 70L geschlossenen Gehäuse

    Trennung TMT zu HT erfolgt bei 700-800Hz.

    Das ganze wird durch einen 18" Sub in ca. 150L geschlossen und digital entzerrt unterstützt.

    Alles wird aktiv gesteuert/getrennt/entzerrt.

    Hier noch mal ein visuelle Gegenüberstellung beider Konzepte
    Horn-HT+TMT vs. Coax



    Für den 18" Sub habe ich auch einige potentielle Kandidaten gefunden (z.B. BMS 18N830v2), aber bei dem 12" TMT bin ich überfragt, welcher in dieser Konstellation geeignet wäre. Hier nochmal die Randbedingungen

    - 12" TMT
    - kein BR, nur GG mit ca. 70L
    - spielt möglichst weit von unten bis 700-800Hz nach oben
    - kann nach unten offen laufen oder per DSP getrennt und entzerrt werden

    Gibt es einen Tip dafür (passend zu dem BMS 1" Treiber)?
    Gerne von BMS, Beyma, RCF, Eminence oder Eighteensound (die sind mir inzw. "Vertraut")

    Vielleicht gibt es sogar ein fertiges Projekt dafür (ich befürchte, die meisten sind auf BR ausgelegt)

    Jegliche weitere Hinweise und Kritiken sind wilkommen. Auch ein tip für eine harmonisch Zusammenstellung aller drei Chassis 1"+12"+18"

    Da mir die Optik ebenfalls wichtig ist, sind "ähnlich" aussehende Chassis willkommen. Also wenn es geht, kein graues glattes 12" und ein geriffeltes, glänzendes 18" :-)

    Am liebsten wären mir die Acoustic Elegance, aber diese scheinen hier nicht zu bekommen zu sein.
    Geändert von xajas (13.06.2017 um 23:35 Uhr)

  14. #14
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    Hallo,

    eine Empfehlung von mir: Nimm DIRAC als Mac-Program.
    Das ist etwas leistungsfähiger als die miniDSP-Geräte - aber vor Allem deutlich flexibler.
    Du kannst innerhalb von wenigen Sekunden neue Zielkurven erstellen - das ist vor Allem bei der Feinabstimmung ungemein hilfreich.

    Auf dem Mac läuft das auch zuverlässig und völlig problemlos - auch mit anderen Playern (z. B. PureMusic)...

    und da Du als quelle ja eh einen Mac hast....

    Grüsse Joachim

    PS: Als Bass - wenn Du auf souveräne Basswiedergabe wert legst - kann ich Membranfläche nur empfehlen ..z. B. einen HSB21 in "unterdimensioniertem" Gehäuse...

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von xajas
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    Standard Konzept für einen aktivenn, PA-Chassis, DSP, Dirac basierten Lautsprecher

    Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Aber dann würde ich auf Acourate zurückgreifen (angeblich besser als DIRAC), d.h. mit Acourate die Einmessung durchführen und das Filter erstellen. Das Filter selbst wird dann auf dem Mac unter JRiver als Plugin integriert (JRiver hat eine eingebaute Convolution Engine). Das würde aber bedeuten, dass ich meine iTunes auf JRiver migrieren müsste. Es sei denn, es gibt einen anderen Weg die Convolution-Engine zw. iTunes Ausgabe und USB Output einzubinden.
    Vielleicht als AU plugin? Ich nutze Hijack Audio.
    Geändert von xajas (14.06.2017 um 00:51 Uhr)

  16. #16
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    DAS Filter.....

    Ich hoffe Du weisst das Filter richtig einzusetzen.....

    EDIT: Das passende Horn für den BMS Koax ist nicht groß: https://www.limmerhorns.de/033/

  17. #17
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    Standard Konzept für einen aktivenn, PA-Chassis, DSP, Dirac basierten Lautsprecher

    Danke, ich habe es korrigiert.
    BTW. Beides ist möglich und richtig (M und N)

    Das genannte BMS 4552ND ist kein Koax und nur 1" groß
    Ich möchte ein CD Horn/Waveguide, aber für 1" und möglichst groß/passend zu dem 12" TT, deshalb das SEOS-15


    So wie ich es verstanden habe, der Sinn des CD Waveguides ist es u.a. das Abstrahlverhalten des HT-Treibers an das Abstrahlverhalten des TMT anzupassen. Daher die Breite, die annähernd dem 12" TT entspricht. So sind die SEOS-Waveguides konzipiert, der SEOS-15 für 12", der SEOS-18 für 15" usw.
    Geändert von xajas (14.06.2017 um 06:27 Uhr)

  18. #18
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Du weisst, dass insbesondere schmalbandige Korrekturen oberhalb der Schröderrequenz am Hörplatz kontraproduktiv sind?

  19. #19
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    Standard Konzept für einen aktivenn, PA-Chassis, DSP, Dirac basierten Lautsprecher

    Ich nehme alles, was am Ende in Summe besser klingt. Da bin ich ganz entspannt, undogmatisch und flexibel :-)
    Geändert von xajas (14.06.2017 um 06:01 Uhr)

  20. #20
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    Was "klingen" angeht, bin ich sehr unemotional sondern eher rational....

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