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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Darakon
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    Standard Verzögerung mit passiver Weicher realisierbar?

    Hallo zusammen,

    bisher bastle ich nur mit aktiven/digitalen Weichen.
    Ich überlege jetzt auch mal was mit einer passiven Weiche zu bauen.

    Ist es möglich eine Verzögerung von ca. 0,2 ms mit einer passiven Weiche für einen Zweig (Tiefmitteltöner) zu realisieren?


    Danke und Gruß,
    Matthias

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von a.j.h.
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    Nein................... Abgesehen davon, dass du eigentlich den Hochtöner zum Tiefmitteltöner verzögern müsstest.
    Beste Grüße,
    Andreas

    "Don't you think if I were wrong I'd know it" - Dr. Sheldon Lee Cooper

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Moin Matthias,

    ich muss Andreas zustimmen, allerdings gibt's noch einen Trick:

    Du kannst mit einem passiven Allpass die Phase drehen und so zumindest dahin kommen, dass trotz des Zeitversatzes zumindest die Addition passt.

    Das ist aber durchaus nicht trivial, ich fummel da auch gerade erst mit rum....

    Dafür musst du sowohl akustisch als auch elektrisch umfassend Messen können, um das Filter z.B. in Vituix Cad zu simulieren. Dann gibt es da die Chance, die Sache ohne ein riesigen Fundus an Bauteilen hinzubekommen.

    Viele Grüße,
    Stefan

  4. #4
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    Hallo Matthias,

    0,2ms entsprechen 6,9 mm Versatzänderung. Das mechanisch/handwerklich zu realisieren dürfte um Einiges einfacher werden und schneller gehen als es passiv-elektronisch hinzukriegen.

    my 2 cents worth
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Darakon
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    Hallo,

    danke für eure Antworten.
    Hab befürchtet, dass es nicht ohne weiteres funktioniert.

    Bei meinem Projekt geht es darum, einen vor dem Mitteltöner "abgehangenen" Hochtöner zeitlich zu korrigieren. Also eine koaxiale Anordnung ähnlich wie bei den Geithain-Lautsprechern.

    Aktiv funktioniert das auch sehr gut über DSP.
    Die Klang-Unterschiede sind übrigens riesig wenn man die zeitliche Verzögerung an und aus schaltet.

  6. #6
    Aktiv-LS-Fan
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    Jawollja Matthias!

    Aktive Lautsprecher haben also doch 'was

    Merovinger Audio macht sowas auch aktiv mit DSP und das geht auch wirklich gut!

    Kompakt mit Kalotte
    Fast kompakt mit AMT

    Ohne Verzögerung auf gleichen Schallentstehungsort ist die Schalladdition natürlich nicht OK. Das gilt zwar auch für nicht koaxialen Einbau, aber das ist wieder ein anderes, weites Feld...
    Beste Grüße,
    Winfried

    PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)

  7. #7
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    John "Zaph" Krutke hat das auch in einem seiner DIY-Projekte umgesetzt http://www.zaphaudio.com/ZD5.html


  8. #8
    Neuer Benutzer
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    Hallo beisammen,

    Dynaudio hatte doch so etwas damals in ihren letzten DIY-Bausätzen, wo der Hochton zeitlich gebremst wurde!?
    Die Modelle waren Xenon, Gemini und evtl. weitere.
    Grüße aus der Weißwurstmetropole

    Dusan

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Zermatt
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    Hallo,
    Zitat Zitat von Voodoo Beitrag anzeigen
    Hallo beisammen,

    Dynaudio hatte doch so etwas damals in ihren letzten DIY-Bausätzen, wo der Hochton zeitlich gebremst wurde!?
    Die Modelle waren Xenon, Gemini und evtl. weitere.
    Das war doch wohl eher der schon angesprochene Allpass?

    Der ermöglichte, z.B. beim MT eingesetzt, 6 dB Filter bei scheinbar gleicher Polung aller Chassis, d.h. ab einer bestimmten Frequenz wird das Chassis umgepolt betrieben. Ähnliche Allpässe hatte ich z.B. auch beim Dynaudio D54 eingesetzt, der ohne nach oben mit 6 dB Filtern bei MT und HT oft ein wenig kratzig klang. Beim ScanSpeak 13M hatte ich es dann auch mal so ausprobiert.


    Eine merkliche Verzögerung a la "Eimerketten" gibt es dabei als Nebeneffekt vmtl. nicht?

    Zitat Zitat von Darakon Beitrag anzeigen
    Aktiv funktioniert das auch sehr gut über DSP.
    Die Klang-Unterschiede sind übrigens riesig wenn man die zeitliche Verzögerung an und aus schaltet.
    Wie macht sich das bemerkbar? Wirkt es sich irgendwie auf einen Eindruck von Tempo (also hektisch vs. eingeschlafen) aus, oder Räumlichkeit? Oder waren es eher "neutrale" Klang- Unterschiede?


    LG

  10. #10
    Benutzer Benutzerbild von newmir
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    Zitat Zitat von Darakon Beitrag anzeigen
    Die Klang-Unterschiede sind übrigens riesig wenn man die zeitliche Verzögerung an und aus schaltet.
    Wgh52 hast zwar schon drauf hingewiesen, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass wurde ignoriert. Einfaches abschalten der zeitlichen Verzögerung sagt nichts aus über den tatsächlichen klanglichen Einfluss der Verzögerung!
    Herzliche Gruesse
    Michael

  11. #11
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    Zitat Zitat von Zermatt Beitrag anzeigen
    Das war doch wohl eher der schon angesprochene Allpass?
    LG
    Sorry, habe es übersehen daß es sich um einen "Tiefmitteltöner" handelt.
    Die Xenon und Gemini von Dynaudio sind 2-Weger
    Grüße aus der Weißwurstmetropole

    Dusan

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Zermatt
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    Zitat Zitat von Voodoo Beitrag anzeigen
    Sorry, habe es übersehen daß es sich um einen "Tiefmitteltöner" handelt.
    Die Xenon und Gemini von Dynaudio sind 2-Weger
    Die Xennon 3 hat beispielsweise drei Wege.

    Dabei geht es wohl darum, das Chassis (MT oder HT) nach "unten" umzupolen bzw. die Phase zu drehen, die entsprechende Verzögerung ist frequenzabhängig.

    Für die geforderte Verzögerung von 0,2 ms sind die 180°, wenn ich das auf die Schnelle richtig abschätze, vielleicht nach dem Dynaudio Beispiel schon zuviel, aber die Frequenz des Allpasses liesse sich wohl noch anpassen.

  13. #13
    Neuer Benutzer
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    Ja genau! Die Xenon 3 hat diese Kondensatoren-/Spulenkombi im Mittelton. Das Bild des Weichenplanes sagt mehr, als ich es erklären kann.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Grüße aus der Weißwurstmetropole

    Dusan

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