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  1. #381
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard

    Hallo Christoph,

    darauf...
    Der Bereich bis 10kHz ist viel wichtiger. Hier muss es passen und vor allen Dingen der Übergang zum TMT. Gerade beim Letzteren besteht noch Luft nach oben, dazu braucht man aber nur die gängigen und funktionierenden Treiber-WG Kombinationen hernehmen und kann sich austoben: Treiberabstand, Trennfrequenz , Filterflanken, Abstrahlverhalten, Schallwandgeometrie.....das beeinflusst sich ja alles auch gegenseitig!
    ...werde ich sicher achten, vielen Dank für die Hinweise.

    Grüße,
    Christoph
    Geändert von Gaga (30.01.2018 um 09:12 Uhr)

  2. #382
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    Standard Untere Grenzfrequenz

    Ich habe noch einmal eine simple Frage, vielleicht passt diese zum Thema.
    Von welchen Einflussfaktoren hängt die untere Grenzfrequenz beim Horn/Waveguide ab?

    Gruss
    Wolfgang

  3. #383
    Heißmann-Acoustics Benutzerbild von Alexander
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    Standard

    Es gibt da einen Thread, in dem diese grundlegenden Fragen systematisch untersucht werden...
    Auf Deine Frage wird zB. in #7 eingegangen.

    Viele Grüße
    Alexander
    Geändert von Alexander (06.02.2018 um 20:53 Uhr)


  4. #384
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    Standard

    Danke, muss ich wohl übersehen haben.

  5. #385
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard Anpassung HT WG-Hals...

    Moin zusammen,

    denn will ich mal wieder...
    ...versuchen den Faden (Entwicklung/Simulation/Druck und Messung einer Schallführung mit (i) möglichst CD-nahem und (ii) einem durch ein konkretes Konstrukt definiertes Ziel-Abstrahlverhalten) wieder aufzunehmen.

    Der Schwerpunkt liegt für mich nach wie vor auf den Grundlagen - wie der Thread-Titel schon verrät, 'Constant Directivity, wie geht das?'.
    Obwohl ich Christoph prinzipiell zustimme...
    Bei den "Einteilern" gibt es doch mittlererweile genug geteste und auch für exzellent befundene Kombinaionen, so dass ein Entwicklungaufwand nicht mehr wirklich lohnt. Das Streben jedes Fitzelchen oberhalb von 10kHz eliminieren zu wollen ist doch eigentlich reine Selbstbefriedigung. Sieht chic aus, aber ob man's hört.......

    Der Bereich bis 10kHz ist viel wichtiger. Hier muss es passen und vor allen Dingen der Übergang zum TMT. Gerade beim Letzteren besteht noch Luft nach oben, dazu braucht man aber nur die gängigen und funktionierenden Treiber-WG Kombinationen hernehmen und kann sich austoben: Treiberabstand, Trennfrequenz , Filterflanken, Abstrahlverhalten, Schallwandgeometrie.....das beeinflusst sich ja alles auch gegenseitig!
    ...beschäftige ich mich in diesem Beitrag trotzdem mit der Anpassung von HT und WG-Hals - und was da im richtigen Leben so ungefähr passiert.

    Warum das? Na ja, ich unterstütze im DIY Audio-Forum die Entwicklung einer elliptischen Schallführung. ganz schön ist dabei, dass verschiedene Schallführungen schon ausgedruckt vorliegen, vermessen wurden und ich schauen kann, wie gut oder schlecht die Simus damit übereinstimmen. In diesem Zusammenhang habe ich mich damit beschäftigt, HT-Membranen für die Ismus möglichst sinnvoll und genau genug darzustellen.

    Dass die Anpassung des HT an den Hals der Schallführung für die hohen Frequenzen kritisch ist, ist ja nu keine große Neuigkeit mehr. Aber da ich nicht so viele Simus oder Messungen zu diesem Thema im Blick habe, stelle ich ein paar Daten dazu hier rein (wer links zu entsprechenden Messungen oder Simus hat, her damit!).

    Es geht zunächst um ein elliptisches WG. Nachdem ich in den Simus im Bereich >10kHz einige Unregelmässigkeiten gesehen hatte, have ich diese Schallführung mit einer Membran simuliert, die genau in den WG-Hals passt. Sieht so aus:
    2018-03-18 Elliptical WG Type C Membrane full WG throat V1 enclosure 1a.png

    Das horizontal Abstrahlverhalten, in einer unendlichen Schallwand, normiert auf 0°:
    2018-03-18 Elliptical WG Type C Membrane full WG throat V1 horiz norm0 1.png

    Das vertikale Abstrahlverhalten, in einer unendlichen Schallwand, normiert auf 0°:
    2018-03-18 Elliptical WG Type C Membrane full WG throat V1 vert norm0 1.png

    Das sieht ja recht gleichmäßig aus. Allerdings ist die Anpassung eines Hochtöners, hier am Beispiel des SB26ADC, nicht ideal. Der SB26 ist so an den Hals dieser Schallführung angepasst:
    Brandon Waveguide Throat with SB26ADC width 1.jpg

    Die entsprechende CAD-Zeichnung sieht so aus:
    2018-04-01 Elliptical Waveguide Type C SB26ADC Image -0mm diffr slot V6 v19a.png

    Wie wirkst sich dieser Unterschied (Membran, die den ganzen WG-Hals ausfüllt vs Membran mit 'Gap' zwischen Membran und WG-Hals) nun auf die horizontale Abstrahlung (jeweils normiert auf 0°) aus (die Schallführung ist ja identisch)? So:
    2018-04-01 Elliptical WG Type C Membrane full WG throat V1 vs SB26 membrane V6 horiz norm0 1.png
    Auffällig ist die Aufweitung bei ca 13 kHz. Sieht man auch in der Darstellung des SPL unter Winkeln (0-60° in 10°-Schritten):
    2018-04-01 Elliptical WG VerC V6 0mm 0-60Gr horiz SPL Simu vs meas 2.png
    Die Messung dazu (Obacht, die wurde nicht in einer unendlichen Schallwand sondern einer definierten, kleineren Schallwand gemacht):
    Elliptical WG VerC horiz SPL measurement 1.png

    Der Bereich von 1kHz bis >20kHz vergrößert:
    Elliptical WG VerC horiz SPL measurement 1k-20k 1.png

    Zu sehen ist die Aufweitung bei ca 13kHz (unter 0°-30°-Winkeln), der SPL-Anstieg bei ca 20kHz, und der unter Winkeln zu niedrigeren Frequenzen hin wandernde 'Einbruch' von ca 19kHz (unter 30°) bis ca 16kHz (unter 60°).

    Was lerne ich nu daraus? Die Anpassung des HT an den WG-Hals ist wichtig (wusste ich auch schon vorher...). Der 'Spalt' zwischen Kalotten-Aufhängung und WG-Hals sollte möglichst klein gehalten werden. Simus im Bereich >10kHz werden umso ungenauer, je ungenauer die Anpassung des HT an den WG-Hals beachtet wird.

    Ich schaue nochmal, wie das bei der Seas DXT gelöst wurde (siehe hier). Und ob, bzw. wie ein Diffusor-Plättchen hier hilft. Oder ein Diffraktions-Slot... Dann geht'S aber wieder mit dem Bereich <10kHz weiter .

    Ach ja, zum Vergleich, das Abstrahlverhalten der identischen Membran, wie im elliptischen WG simuliert, in einer unendlichen Schallwand ohne Schallführung:
    2018-04-01 Elliptical WG Type C SB26ADC V6 in infin-baffle vs SB26 membrane V6 horiz norm0 1.png

    Ich hoffe das Einbinden der Abbildungen ha funktioniert (noch etwas ungewohnt) und ich kann die hochgeladenen Abbildungen auch in die richtigen Ordner bringen...

    Gruß,
    Christoph

  6. #386
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Chlang
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    Standard

    Hallo Christoph,

    schön, dass dein Forschungsdrang ungebremst ist - Danke!
    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    Was lerne ich nu daraus? Die Anpassung des HT an den WG-Hals ist wichtig (wusste ich auch schon vorher...). Der 'Spalt' zwischen Kalotten-Aufhängung und WG-Hals sollte möglichst klein gehalten werden. Simus im Bereich >10kHz werden umso ungenauer, je ungenauer die Anpassung des HT an den WG-Hals beachtet wird.
    Was mir dazu einfällt: wie wäre es, den Übergang zu verschmieren? Vielleicht ist es möglich, eine Kontur wie unten skizziert zu simulieren, bei der die "Zacken" am Hornhals sich über den Bereich der Sicke erstrecken, ohne sie zu berühren und in ihrer Bewegung einzuschränken (also je nach Membranhub darüber platziert sind)? Im weiteren Verlauf müssten die Zacken dann organisch in den Hornverlauf übergehen.
    Wenn das aus deiner Sicht eine doofe Idee ist, bitte einfach ignorieren...

    Grüße
    Chlang
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  7. #387
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard

    Hallo Chlang,

    vielen Dank...
    Was mir dazu einfällt: wie wäre es, den Übergang zu verschmieren? Vielleicht ist es möglich, eine Kontur wie unten skizziert zu simulieren, bei der die "Zacken" am Hornhals sich über den Bereich der Sicke erstrecken, ohne sie zu berühren und in ihrer Bewegung einzuschränken (also je nach Membranhub darüber platziert sind)? Im weiteren Verlauf müssten die Zacken dann organisch in den Hornverlauf übergehen.
    ...für's Mitdenken!! Das werde ich so ähnlich mal versuchen zu simulieren.

    Zunächst hatte ich noch ein paar Varianten der Membran, Sicke und dem 'Gap' zur WG-Kontur simuliert und dabei noch einen keinen Fehler in der Simu entdeckt.

    Hier daher noch einmal eine korrigierte Simulation mit einer an den SB26ADC angelehnte Kalotte/Sicke am elliptischen Waveguide VarC, in unendlicher Schallwand:


    Die Simulation der horizontalen Abstrahlung unter Winkeln, 0°-60° in 10°-Schritten:


    ...und die entsprechende Messung des WGs (in einer Schallwand), ebenfalls 0°-60°:


    Das kommt jetzt ziemlich gut hin, so dass ich die Simu zum Ausgangspunkt weiterer Variationen (des Übergangs, bzw. der Anpassung von HT zu WG-Hals, evtl. Diffusor) nehmen werde. Die weitere Optimierung soll dann in einem Gehäuse stattfinden, so dass der Einbau gleich mit berücksichtigt wird.

    Grüße,
    Christoph

  8. #388
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Moin,

    ich habe inzwischen diverse Variationen simuliert - diese hier lohnt sich mal als Zwischenstand zu zeigen:


    Die Simulation, d.h. die Kontur der Schallführung, die Membrangeometrie, Abstand zum Hornhals (also HT Frontplatte) etc. ist identisch, wie die im letzten Beitrag gezeigte.

    Die Membran und Sicke (rot) und HT-Front (blau) wurden lediglich 2mm nach unten versetzt und die HT-Front und der WG-Hals mit einer geraden Fläche (gelb) verbunden. Also sowas wie ein 'diffraction slot' eingeführt. Ich habe hier an die Analyse der Seas DXT gedacht (siehe Beitrag #206), hier hatten die ersten, sehr kleinen Stufen der WG-Kontur eine (für mich) überraschend große Wirkung auf die Abstrahlung.

    Was passiert also (horizontale Abstrahlung unter Winkel, 0°-60°, 10°-Schritte)?


    Der Einbruch auf Achse und bis 30° ist fast verschwunden und auch der unter größeren Winkeln (50°-60°) zu niedrigeren Frequenzen hin wandernde Einbruch zwischen 18kHz und 20kHz ist ebenfalls nur noch in einer Andeutung zu sehen.

    Den Effekt möchte ich mir noch genauer und systematisch ansehen - ich war jedenfalls von der Wirkung des 2mm-Steps recht erstaunt.

    Die horizontale Abstrahlung (normiert auf 0°) engt sich zu hohen Frequenzen hin...

    ..immer noch etwas ein. Hier versuche ich noch mit der Kontur und/oder einem Diffusor-Plättchen zu spielen.

    Bis denn - Grüße,
    Christoph

  9. #389
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    Standard

    Hallo Christoph,

    kann deine Beobachtungen nur bestätigen.

    Die "zylindrische Fortsetzung" des Hornhalses vor Beginn der eigentlichen Kontur des Horn/WG (in meinen Posts bezeichne ich das immer als "Halslänge" des Horn/WG) ist extrem einflussreich auf den Super-HT, wirkt aber auf den gesamten Übertragungsbereich "verstetigend" (im Vergleich zur Version ohne) aus.

    Hatte dazu im "Kurzes simples WG in SW" Thread in Post #19 eine einfache Kontur mit 0 mm und 3 mm "Halslänge" betrachtet. Später dann in Post#90 den unterschiedlichen Einfluss der Halslänge (2 ,3, 4 mm) auf die Abstrahlung im HT.

    Denke dies erklärt, zumindest zum kleinen Teil, warum unterschiedliche Horntreiber am selben Horn mitunter extrem unterschiedliches Abstrahlverhalten im HT/Super-HT zeigen, insbesondere wenn sich noch ein Adapter zwischen Hornhals und Treiber befindet - Unterschiede durch die Treiberkammer- und Membrangeometrie mal ausgeblendet.
    Selbst 1-2mm Unterschied in der Stärke der Montageplatte des Treibers kann schon deutlichen Einfluss haben.

    Vermute mal, dass der Einfluss der "Halslänge" um so größer ist, je kürzer die Gesamtlänge und je größer der Öffnungswinkel des Horn/WG ist.

    Gruß Armin

  10. #390
    Chef Benutzer Benutzerbild von Christoph Gebhard
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    Standard

    ...und nach meiner Erfahrung hört man diese Unstetigkeiten auch.

    Ich vermute, Ausschwingen und /oder IMD verschlechtern sich (für einen Beleg müsste man beim Ausschwingen die klassische Skalierung empfindlicher machen), weil Senken und Überhöhungen ihren Ursprung immer in Resonanzen bzw. Stehwellen haben, die sich vermutlich zwischen Kalotte und Phantomschallquelle am Hals bilden. Also auf jeden Fall ist dann eine unnatürliche Zeitkomponente/Verzögerung drin. Sorry, ich kann das nicht besser beschreiben.

    Gerade bei Gewebekalotten ist mir aufgefallen, dass dadurch die feinen obersten Höhen ausfransen. Wenig gelungende Waveguide-Kombis finde ich dann auf Dauer nahezu unhörbar. Bei Metallkalotten hat das meist nur soundenden Charakter und ist nicht so nervig.

    Meine Erfahrungen dazu sind auch nicht so reichhaltig, dass ich daraus ein pauschales Urteil ableiten möchte. Aber ich habe es halt mehrfach so empfunden und eigentlich kein Gegenbeispiel. Ein unstetiges Abstrahlen im Superhochton ist mir klanglich immer aufgefallen. Hier würde ich persönlich schon Sorgfalt walten lassen.

    Gruß, Christoph

  11. #391
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    Standard

    Hi Christoph,

    interessante These:

    Zitat Zitat von Christoph Gebhard Beitrag anzeigen
    .Ein unstetiges Abstrahlen im Superhochton ist mir klanglich immer aufgefallen. Hier würde ich persönlich schon Sorgfalt walten lassen.
    Da wäre jetzt die Frage wie man den SHT genau definiert, also welche Frequenzen sind damit konkret gemeint. In der Branche ist man sich relativ einig, dass die Abstrahlung über ca 12 kHz hinaus nicht mehr zum Hörerlebnis beiträgt. Bei Neumann/Ex-KH ließ sich der Chefentwickler mal zitieren, das trotzdem zu höchsten Frequenzen hin optimiert wird, was aber eher dem Ingenieursanspruch als der tatsächlichen Hörbarkeit geschuldet ist. Ich persönlich bin auch eher der Meinung, dass wenn man durch ein bisschen Grips und Zeit so etwas verbessern kann, das auch zu tun.

  12. #392
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard Der >10kHz-Bereich...

    Hallo zusammen,

    kann deine Beobachtungen nur bestätigen.

    Die "zylindrische Fortsetzung" des Hornhalses vor Beginn der eigentlichen Kontur des Horn/WG (in meinen Posts bezeichne ich das immer als "Halslänge" des Horn/WG) ist extrem einflussreich auf den Super-HT, wirkt aber auf den gesamten Übertragungsbereich "verstetigend" (im Vergleich zur Version ohne) aus.

    Hatte dazu im "Kurzes simples WG in SW" Thread in Post #19 eine einfache Kontur mit 0 mm und 3 mm "Halslänge" betrachtet. Später dann in Post#90 den unterschiedlichen Einfluss der Halslänge (2 ,3, 4 mm) auf die Abstrahlung im HT.
    Hallo Armin, vielen Dank für den Hinweis und die Bestätigung. Ich hatte das natürlich in Deinem Thread mit großem Interesse verfolgt - aber hatte das hier nicht mehr auf dem Schirm.

    ...und nach meiner Erfahrung hört man diese Unstetigkeiten auch.

    Ich vermute, Ausschwingen und /oder IMD verschlechtern sich (für einen Beleg müsste man beim Ausschwingen die klassische Skalierung empfindlicher machen), weil Senken und Überhöhungen ihren Ursprung immer in Resonanzen bzw. Stehwellen haben, die sich vermutlich zwischen Kalotte und Phantomschallquelle am Hals bilden. Also auf jeden Fall ist dann eine unnatürliche Zeitkomponente/Verzögerung drin.
    Hallo Christoph, das finde ich spannend und möchte auch gerne versuchen, die simulierte8n) Schallführungen zu drucken, zu vermessen und auch anzuhören (imm Vergleich zu anderen HTs/Schallführungen).

    Ein unstetiges Abstrahlen im Superhochton ist mir klanglich immer aufgefallen. Hier würde ich persönlich schon Sorgfalt walten lassen.
    und
    Ich persönlich bin auch eher der Meinung, dass wenn man durch ein bisschen Grips und Zeit so etwas verbessern kann, das auch zu tun.
    Das bestätigt mich, hier weiter genau hinzuschauen...

    Den Effekt möchte ich mir noch genauer und systematisch ansehen - ich war jedenfalls von der Wirkung des 2mm-Steps recht erstaunt.
    Na denn...

    Da sich mir die erstaunliche Wirkung des 2mm Steps nicht unmittelbar erklärt, muss ich mich halt mit Simulationen und kleinen Häppchen annähern.

    Daher ein Schritt zurück und zunächst eine Simulation einer Flachen Membran (mit identischem Durchmesser der simulierten SB26ADC-Membran) in unendlicher Schallwand. Wie sieht hier - also ohne jede Schallführung - das Abstrahlverhalten aus?

    Normiert auf 0° in 1m Entfernung (entsprechend wie vorher für das elliptische WG gezeigt):


    Und der SPL unter Winkeln, 0° bis 60°, in 10°-Schritten:


    Aha! Kein Einbruch bei 13kHz auf Achse bis 30°!
    Aber der unter größeren Winkeln zu tieferen Frequenzen hin wandernde Einbruch zwischen ca 15kHz und 18 kHz ist da. Offenbar die Folge des Membran-Durchmessers, also der Richtwirkung der Membran, bzw. Entfernung von der Abstrahlungs-Achse. Hier würde ein kleinerer Membrandurchmesser helfen...

    Wie sieht das nun aus, wenn die flache Membran einfach 2mm zurückversetzt wird (gelb, analog zum '2mm-Step' bei der Schallführung)? Ebenfalls in einer unendlichen Schallwand:


    DIe horizontale Abstrahlung, normiert auf 0°, 1m:


    ...und der SPL unter Winkeln, 0°-60°:


    Nicht viel passiert! Ich nehme mal mit, dass der 2mm-Step bei einer flachen Membran ohne Schallführung keine große Auswirkung auf das Abstrahlverhalten hat. Und dass das Problem bei 13kHz mit einer flachen Membran ohne Schallführung nicht auftaucht.

    Was ist dann die Ursache für den Dip bei 13kHz auf Achse? Welchen Einfluss hat die simulierte SB26-Membran darauf? Und welchen Einfluss hat die Schallführung? Und wieso wirkt der 2mm-Step dann bei der Membran und/oder Schallführung anders, als bei der flachen Membran gleichen Durchmessers?

    Dazu mehr im nächsten Beitrag - ich teile den Beitrag der Übersichtlichkeit halber hier...

    Grüße,
    Christoph

  13. #393
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard Der Vollständigkeit halber...

    Na denn - will ich mal eine der gelisteten Fragen angehen:
    Welchen Einfluss hat die simulierte SB26-Membran darauf?
    Also eine Simulation der (ungefähren) SB26-Membran. In unendlicher Schallwand. Sieht voll langweilig aus:


    Die horizontale Abstrahlung, normiert auf 0°, Abstand 1m:

    ...und der SPL unter Winkeln, 0-60°:


    Kein weltbewegender Unterschied zur flachen Membran - die Kalotte sorgt auf Achse für einen ganz leicht ansteigenden SPL >10kHz und der Einbruch unter Winkeln ist etwas 'verschmiert'. Natürlich bündelt die Kalotte auch, nicht nur die flache Membran (vielleicht nochmal der Hinweis: ABEC simuliert eine 'ideale' Membran, d.h. ohne Aufbrechen etc., gerade bei Gewebekalotten wird das anders aussehen).

    Trotzdem der 2mm-Step, auch mit der 'SB26'-Membran:


    Das horizontale Abstrahlverhalten (hüstel, ist bei einer runden Membran in einer unendlichen Schallwand eher egal ), normiert auf 0° und in 1m Entfernung:


    ...und der SPL unter Winkeln, 0-60°:


    Was passiert? Nicht sehr viel. Auf Achse wird der SPL ganz leicht 'wellig', der Einbruch unter große Winkeln (50° und 60°) wird ein bisschen 'weicher'.

    Da die Unterschiede gering sind, habe ich die beiden Kurvenscharen mal übereinander gelegt (SB26-Membran in unendlicher Schallwand, ohne vs mit 2mm-Step):


    Bei dieser Darstellung ist zu sehen, dass die Abstrahlung durch den 2mm-Step etwas enger wird.

    Der 'Einbruch' bei ca 13kHz axial und unter kleinen Winkeln hängt also mit der Schallführung zusammen. Was macht also die Schallführung? Und wieso ändert sich der Effekt so stark durch den 2mm-Step, bzw. wieso wirkt der 2mm-Step bei der Schallführung anders, als bei der flachen Membran oder SB26-Membran gleichen Durchmessers?

    Mal sehen. In den nächsten Beiträgen. Oder jemand verrät einfach gleich weshalb.


    Wer sich versuchen möchte: Hier noch einmal die simulierte Membran, Sicke, der 2mm-Step und die Schallführung:


    Die Maße dazu:


    Und der SPL unter Winkeln, 0-60° (1m Entfernung):




    Grüße,
    Christoph


    Geändert von Gaga (13.04.2018 um 23:56 Uhr)

  14. #394
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    Standard

    Hi Christoph,

    prima Input! ;-)
    Die jetzige Kontur ist ja mit fast 19cm Durchmesser ja schon ein brummer... vielleicht hatte ich es überlesen, aber für welche Schallwanddimension simulierst, bzw optimierst Du?
    Das mit dem 2mm Step ist in jedem Fall ein Fortschritt, der ggfs bei Hartmembranern ja universell einsetzbar ist.

  15. #395
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard

    Hi!
    prima Input! ;-)
    Vielen Dank!

    Die jetzige Kontur ist ja mit fast 19cm Durchmesser ja schon ein brummer...
    Au - das habe ich falsch - oder zumindest missverständlich eingezeichnet. Korrekt ist...

    ...d.h. ein Breite von etwas über 15cm.

    vielleicht hatte ich es überlesen, aber für welche Schallwanddimension simulierst, bzw optimierst Du?
    Nein, hattest Du nicht überlesen - und diese Frage ist tatsächlich noch zu klären. Im Moment simuliere ich für 'Augerpro', d.h. auf Basis dessen elliptischen WGs (siehe Thread im DIY Audio Forum). Ich nutze das aber hier, um ein paar weitere, grundlegende Prinzipien von Schallführungen etwas genauer anzuschauen.

    Hier würde ich dann eine davon unabhängige Schallführung simulieren, drucken (lassen von nailhead) und dann messen. Zu klären beleibt also (a) der zu verwendende HT und (b) das gewünschte Abstrahlverhalten, die Schallwandbreite etc....

    Das mit dem 2mm Step ist in jedem Fall ein Fortschritt, der ggfs bei Hartmembranern ja universell einsetzbar ist.
    Hierzu kommen noch ein paar Simulationen mit unterschiedlich hohen 'Steps'...*

    Grüße,
    Christoph

    PS: *...was evtl. auch Armin für sein 'Schallwandwaveguide' interessieren könnte (hier im Nachbarthread).

  16. #396
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard

    Denn mache ich gleich mal...
    Hierzu kommen noch ein paar Simulationen mit unterschiedlich hohen 'Steps'...*
    ...damit weiter. Zunächst die Simulationen mit Steps von 1mm, 3mm und 5mm. Alle anderen Parameter bleiben unverändert.

    Das identische, elliptische Waveguide VarC mit einem 1mm-Step zwischen Kalotte und WG-Hals. Das horizontale Abstrahlverhalten, normiert auf 0°:


    1mm-Step - die Winkelfrequenzgänge 0°-90°:


    1mm-Step - die Winkelfrequenzgänge 0°-60°:


    Mit dem 3mm-Step:


    Das horizontale Abstrahlverhalten, normiert auf 0°:


    3mm-Step - die Winkelfrequenzgänge 0°-90°:


    3mm-Step - die Winkelfrequenzgänge 0°-60°:



    Mit dem 5mm-Step:


    Das horizontale Abstrahlverhalten, normiert auf 0°:


    5mm-Step - die Winkelfrequenzgänge 0°-90°:


    5mm-Step - die Winkelfrequenzgänge 0°-60°:


    Was passiert da - außer dass sich für diese Kalotte der 'step' von 2-3mm als beste Variante herausstellt?

    Mehr dazu in den nächsten Beiträgen...

    Gruß,
    Christoph
    Geändert von Gaga (14.04.2018 um 23:49 Uhr)

  17. #397
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    Standard

    Hi,

    anbei etwas zur Frage, wie eine Schallführung auf real gegebenes, unterschiedliches Membranen-Material reagiert.

    - drei Treiber im Vergleich
    - die Geometrie der Membranen und Sicken ist pi-mal-Daumen, bei allen drei identisch.
    - verwendet ist, logo, stets die gleiche Schallführung.
    - die Gewebe (der beiden Gewebe-Kalotten) unterschieden sich optisch (also zumindest im Sinne einer unterschiedlichen Färbung).
    - ob die Membranen der beiden Gewebe-Kalotten deswegen vielleicht unterschiedlich hart (oder weich) sind, ließ sich haptisch nicht feststellen.

    Grüße von
    Thomas


    Drei Membranen verglichen.png
    Homepage: www.waveguide-audio.de < die Bilder-Datenspeichen sind teils kollabiert, also derzeit nur eingeschränkt nutzbar.

  18. #398
    ...braucht Vinyl Benutzerbild von tiefton
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    Standard

    Pi mal Daunen welche treiber sind das?
    Pi mal Daumen, welche davon hab wo ihre Resonanz?
    Pi mal Daumen Treiber 2 mit Ferro und dünnerem Gewebedome
    Pi mal Daumen ist die Sicke immer gleich breit?
    Viele Grüße, Thomas

  19. #399
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    Hi,

    anbei etwas zur Frage, wie eine Schallführung auf real gegebenes, unterschiedliches Membranen-Material reagiert.
    Ob die Unterschiede der 3 Messungen tatsächlich vom Membranmaterial abhängen lässt nicht nachvollziehen, solange die Fragen nach...
    i mal Daunen welche treiber sind das?
    Pi mal Daumen, welche davon hab wo ihre Resonanz?
    Pi mal Daumen Treiber 2 mit Ferro und dünnerem Gewebedome
    Pi mal Daumen ist die Sicke immer gleich breit?
    ...den Treibern, deren genauen (!)- nicht pi-mal-Daumen - Membran und Sickengeometrien, Membranhöhe relativ zu deren Frontplatten nicht geklärt sind.

    Wie sieht das Waveguide ungefähr aus (Durchmesser, Tiefe, Halsdurchmesser?

    Nach den Erfahrungen aus den diversen Simulationen, vermute ich die Ursache der gemessenen Unterschiede eher im Bereich der Membrangeometrien und deren Ankopplung an das Waveguide, weniger aufgrund der unterschiedlichem Membranmaterialien.

    Grundsätzlich finde ich diese Fragestellung - welche HTs passen gut an welche Schallführung - und entsprechende Messungen aber auch interessant.

    Gruß,
    Christoph

  20. #400
    gewerblicher Teilnehmer
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    Beiträge
    102

    Standard

    Hi,

    die Membranenträger sind gleich, folglich ist jeder Treiber (aus der Scan Speak Palette) auch gleich und sowieso präzise an die Schallführung angekoppelt gewesen.

    Die Form der Kalotten (und Sicken) scheint wie gesagt, recht gleich.
    Vielleicht, dass die Kalotte des Metallers eine Spur weniger hoch war.

    Um potentielle Unterschiede wegen Membran-Material weiter zu verifizieren,
    müsste man im Grunde die Membranenträger und die unterschiedlichen Magnet-Systeme, mal untereinander tauschen.
    Also um zu sehen, ob Unterschiede vielleicht von rückseitig der Membranen kommen.

    Bitte ansonsten um Verständnis, dass ich mit relevanten Details (mühsam und teuer erarbeitet > soll mal die Rente aufbessern) schlecht dienen kann.

    Die Treiber brauchen teils auch eine spezielle Modifikation (über "das Übliche hinaus") um sie verwenden zu können.
    Also angenommen irgendwann wäre man simulatorisch auf dem grünen Zweig, dass die eigentliche Arbeit dann vielleicht erst anfängt.
    Und von nun an mit hunderten von Dollars am unfertigen Leben gehalten werden muss.

    Grüße von
    Thomas
    Homepage: www.waveguide-audio.de < die Bilder-Datenspeichen sind teils kollabiert, also derzeit nur eingeschränkt nutzbar.

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