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  1. #81
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Standard

    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    ist es vielleicht sinnvoller, einen dieser Treiber anstelle einer Kalotte einzusetzen?
    Nach meiner Erfahrung lässt sich der Hochton mit einem Kompressionstreiber besser in einem stärker bündelnden Horn optimieren und eine Kalotte besser in einem breit strahlenden Waveguide. Ich würde erstmal in diese Richtung forschen, bevor du auf das falsche Pferd setzt. Die Geometrie unterscheidet sich ja schon deutlich.

  2. #82
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von FoLLgoTT Beitrag anzeigen
    Nach meiner Erfahrung lässt sich der Hochton mit einem Kompressionstreiber besser in einem stärker bündelnden Horn optimieren und eine Kalotte besser in einem breit strahlenden Waveguide.
    Genau, wobei man natürlich auch ohne Probleme ausreichende 90° oder sogar über 100° mit einem Kompressionstreiber hin bekommt

    Ansonsten fallen mir noch ein paar weitere Punkte ein:

    Kompressionstreiber vs. Kalottenhochtöner
    - viel mehr Wirkungsgrad und daher auch Maximalpegel als Kalottenhochtöner
    - bei schlechtem Phaseplug-Design und/oder großen Membran-/Schwingspulendurchmessern Resonanzen im Hochtonbereich
    - im Allgemeinen nicht so tief einsetzbar wie Kalottenhochtöner (Ausnahmen gibt es natürlich, z.B. große Schwingspulendurchmesser)
    -Kompressiontreiber sind robuster und einfacher im Umgang (elektrisch und mechanisch ->Meist Umbau nötig, Kalotte eindrücken beim Umbau, Montagemöglichkeit ans Horn/WG)

    Da Pegelansprüche für den Heimbereich nicht so das Hauptthema sind und breite (horizontale) Abstrahlung auch eher bevorzugt wird und die Möglichkeit tiefer zu trennen auch nice to have ist, würde ich fast schon Kalotte für zu Hause bevorzugen.

    Wobei für einen sicheren Nachbau -nicht basteln müssen, einfach Treiber dran schrauben und fertig - es schon Pluspunke geben kann.

    Grüße
    "Post with a Prost" - Schreibe, wie du mit einem Bier in der Hand reden würdest

  3. #83
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard

    Hallo Thomas,

    etwas verspätet geht's hier auch wieder weiter.

    @Gaga,

    Sehr, sehr spannend Deine Simulationen. Nur mal so gefragt, wie sähe denn das Ergebnis bei 34 mm Halsdurchmesser aus, dann gäbe es keinen Spalt?
    Bevor ich eine Reihe Simulationen angehe, die sich um den WG-Hals drehen, schnell noch die Antwort auf Deine Frage oben.

    Um mit der Frontplatte des SB26ADC keinen Spalt bei Ansatz des WGs zu haben, müsste das WG einen Halsdurchmesser von 43mm haben (erst ab diesem Durchmesser ist die Frontplatte plan, bei kleineren Durchmessern sitzt man immer noch auf der Rundung).

    Das sähe dann so aus:


    Ich denke man würde das ohnehin nicht machen, sondern bei einem engeren Hals bleiben und den entstandenen Spalt irgendwie 'zuschmieren'.

    Trotzdem schnell die Simu, was passieren würde, bzw. wie stark sich diese Stufe im WG-Verlauf auf die Abstrahlung auswirken würde.

    Der SPL in 1m Entfernung auf Achse:


    Die Directivity in 1m Entfernung,, nicht normiert:


    Und auf 0° normiert:


    Also nicht gerade der Hit. Da sich die Frontplatte des SB26ADC aber (hoffentlich) demontieren lässt - der neue SB26ADC ist angekommen, morgen werd' ich's wissen - führe ich die weiteren Simus zum Hornhals ohne die Frontplatte durch...

    Dazu mehr im nächsten Beitrag. Auch zum WG, mit dem hier simuliert wurde...

    Grüße,
    Christoph

  4. #84
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard Was passiert am WG-Hals...?

    Moin zusammen,

    ich möchte nochmal genauer schauen, was am Waveguide-Hals passiert. Also simuliere ich Schritt für Schritt die verschiedenen Varianten, angefangen mit einer flachen, ideal abstrahlenden Fläche.

    Ich gehe weiter von der Kalotte des SB26ADC aus, wie in den letzten Beispielen, allerdings mit der Option, die Frontplatte zu demontieren.

    Na denn: Was passiert also, wenn eine Scheibe mit einem Durchmesser von 25mm ohne Sicke in einer unendlichen Schallwand abstrahlt (hier bei 17,6 kHz)?


    Der SPL in 1m Entfernung:


    Die Directivity in 1m Entfernung:


    Directivity normalisiert auf 0°:


    Die 25mm-Membran fängt halt >7kHz an zu bündeln. Ohne weitere Maßnahme (Diffusor, Phasenlug, ...) wird es also in den Höhen bei dieser Bündelung bleiben.

    Da ich weiter (und in den letzten Simulationen) auch immer eine Sicke mit 3mm Breite simuliert habe, zunächst die 25mm-Scheibe mit 3mm-Sicke in unendlicher Schallwand:


    SPL in 1m Entfernung:


    Directivity 1m:


    Directivity 1m normalisiert auf 0°:


    Was passiert? Ein Teil der Sicke wird als schallabstrahlende Fläche mit simuliert, entsprechend setzt die Bündelung etwas früher ein. Und es wird ein wenig lauter durch die größere Fläche.

    Wie sieht das mit der Kalotte der SB26ADC (25mm Durchmesser, 2mm Höhe und 3mm Sicke) aus?


    SPL 1m:


    Directivity 1m:


    AxiDriver nimmt eine ideal abstrahlenden Kalotte an, die nicht in Partialschwingungen aufbricht, was für die Metallkalotte im Simi-Bereich ganz ok ist. Es ist neben der - minimal größeren - Bündelung praktisch kein Unterschied zur flachen Membran zu sehen.

    Was passiert, wenn der Diffusor (Höhe 3,2mm = Abstand Membran 1,2mm) dazu kommt (immer noch die Kalotte in unendlicher Schallwand)?


    SPL 1m:


    Directivity 1m:


    Ok, ok, das hatten wir schon gesehen. Trotzdem, zu sehen ist wieder die Aufweitung und der etwas höhere Schalldruck bei ca 15-17kHz. Dafür geht's darüber mit Schalldruck und Abstrahlung in die Knie. Wo das genau passiert wird an Durchmesser und Abstand des Diffusors liegen...

    Wer's bis hier hin durchgehalten hat, wird mit weiteren Simus mit angesetzem WG belohnt....

    Zunächst die Kalotte (D=25mm, Sicke=3mm) ohne Diffusor im WG:


    SPL 1m:


    Directivity 1m:


    Directivity norm 0°:


    Der SPL fällt zu höheren Grenzen hin ab, da das simulierte WG die Kalotte 'lädt'. Die Bündelung des simulierten WGs wird zwischen 2 kHz und 20 kHz etwas enger (von +/-40° auf ca +/-30°) und zeigt kein perfektes CD-Verhalten, aber ingesamt sieht das recht gleichmässig aus.

    Dann das identische WG mit dem vorhin schon simulierten Diffusor:


    SPL 1m:


    Directivtiy 1m:


    Directivtiy norm 0°:


    Die Aufweitung zwischen ca 15 und 17kHz ist wieder gut zu sehen. Darüber hinaus sind keine weiteren, großen Auswirkungen im Vergleich zur Simu ohne Diffusor zu sehen. Interessant wäre es, den Diffusor so zu gestalten, dass der Effekt etwas geringer und über einen weiteren Frequenzbereich verteilt würde...

    Wer zu später Stunde noch aufmerksam gelesen hat, hat bemerkt, dass ich den Hals des WG aus den letzten Simulationen übernommen habe, d.h. einen 3mm hohen, sich nicht öffnenden Hals simuliert habe.

    Da die Front des SB26ADC aber entfernt werden kann (sehe ich morgen, wenn ich den SB26 erhalte), kann ich unterschiedliche Ansätze oder Hals-Geometrien simulieren. Mehr dazu im nächsten Beitrag. Dann auch, mit welcher WG-Kontur ich die ganze Zeit simuliert habe... Und wie diese vielleicht noch besseres CD-Verhalten bekommen kann.

    Bis dahin, Gruß,
    Christoph

  5. #85
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard Die SB26ADC zerlegt....

    Moin zusammen,

    gute Nachrichten. Die SB26ADC ist angekommen:


    Hmm, 'Finally crafted in Indonesia'? Denn doch aus China...? Die Frage war aber eigentlich, ob die sich einfach zerlegen lässt. Ja, geht. 4 Schrauben gelöst und schon ist die Frontplatte mit Kalotte und Schwingspule ab:


    Hmm, in der Kammer hinterm Magneten...

    ...ist keinerlei Dämpfungsmaterial zu sehen. Der Blick geht direkt runter bis auf die Plastik-Rückseite. Ist da noch Verbesserungspotential?

    Schwingspule und Kalotte lösen sich leicht...

    ...von der Frontplatte.


    Die Kalotte auf dem Magneten:


    Die Anschlussdrähte laufen auf der Platikoberfläche, da muss etwas Schaumstoff dazwischen, oder es braucht zwei kleine Nuten im WG-Hals, damit die Litzen nicht beschädigt werden.

    Die Kalotte sitzt gegenüber der Plastikoberfläche etwas zurückversetzt, d.h. die Kalotte sitzt ca 1mm tief in der Schwingspule, die ungefähr plan mit der Sicke abschliesst. Ich versuche das auszumessen und bei den abschiessenden Simus des WG-Halses zu berücksichtigen.

    Auf jeden Fall kann es mit diesem Hochtöner zunächst weiter gehen...

    Gruß,
    Christoph

  6. #86
    Schrott wird wieder flott Benutzerbild von Oldie
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    Standard

    Hallo Christoph,

    erstmal

    für den Einsatz

    ...ist keinerlei Dämpfungsmaterial zu sehen. Der Blick geht direkt runter bis auf die Plastik-Rückseite. Ist da noch Verbesserungspotential?
    zitieren wir doch mal aus dem Datenblatt :

    Non-reflective rear chamber with optimized damping for improved dynamics


    Flow optimized vented pole piece for optimum coupling to rear chamber

    Die Güte sagt zumindest 1,11 Qts, Qes 1,88 ist schon mal hoch.
    Ob man da viel über's Volumen rausholen kann ???
    zumindest kann man Reflexionen minimieren.
    Bei 4 Ohmigen Chassis fällt die Resonanzspitze eh moderater aus, als bei 8 Ohmigen.
    Ansonsten ist es schon gut bedämpft und das Konstrukt funktioniert.
    Noch die Frage , ist da Ferro drin ?
    Impedanz schon gemessen ?

    Zum Diffusor noch:
    Kann mich entsinnen, bei der guten alten SKK10 von Isophon wurde der Diffusor mit einer ca 2-3mm Bohrung versehen.

    Ansonsten abknipsen.

    Die Seite vom Troels kennst Du ?

    http://www.troelsgravesen.dk/large_domes.htm


    Bin nur neugierig und lass dich nicht drängeln

    Grüsse Michi

    Zitat von A.E.
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


  7. #87
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    Standard

    Hallo.

    Zuerst einmal: Ich finde es ganz großartig hier solche schönen Simulationen zu sehen und mitlesen zu können.

    Ich bin noch relativ neu im HIFI DIY buisness und eine Frage, die in diesem Thread schon gestellt wurde aber meiner Meinung nach nicht ausreichend beantwortet wurde, ist:

    Wie sieht das Designziel bei Constant Directivity eigentlich aus?

    Ich habe hier und hier eine recht schöne Erklärung dazu gefunden, was das theoretische Ziel von CD sein soll aber nicht was ein realistisches ist. Ich habe dazu eine Skizze gemacht.



    Was sieht man? Zuerst mal ganz oben das was ich als erklärtes Ziel von CD verstehe: Über alle Frequenzen konstantes Abstrahlverhalten dargestellt als Skizze (!) einer Polardarstellung und als Q gegen die Frequenz analog zum ersten link. Das ist aber nicht umsetzbar. (Die Farben sind an bereits gezeigte Polarplots angelehnt.)

    Darunter ist das reale Abstrahlverhalten eines "unbehandelten" Lautsprechers. Ab einer gewissen Frequenz, also sobald die Membran des Treibers in den Bereich der Wellenlänge des Schalls kommt, handelt es sich nicht mehr um eine Punktquelle und dann beginnt der Lautsprecher zu fokusieren. Darunter strahlt der Lautsprecher in alle Richtungen gleich ab. Mit steigender Frequenz nimmt die Fokusierung immer weiter zu. Das bedeutet bei sehr niedrigen Frequenzen kommt es immer zu einem gleichmäßigen Abstrahlverhalten, sofern man nicht Lautsprecher in der Größe eines Kleinwagens bauen möchte.

    In den nächsten beiden Abbildungen ist nun realisitsches CD Verhalten abgebildet bei Verwendung eines Waveguides nur für den Hochtöner, da die notwendige Mundfläche für den Tieftöner gigantisch wäre. Das heißt beim Tieftöner gibt es zunächst noch gleichmäßiges Abstrahlverhalten, das dann in höhere Fokusierung übergeht. Der Hochtöner zeigt aber dann CD Verhalten.

    Nach meinem Verständnis muss es also eine solchen Übergang von Q=1 zu Q=konstant geben.
    Die Frage ist nun, wie soll dieser unter optimalen Bedingungen aussehen? Also: Auf was sollen die Simulationen getrimmt werden?
    Die erste Frage: Was ist ein vernünftiger Endwert für Q bzw. wie eng soll der Winkelbereich um 0° sein in dem sich die Lautstärke nicht ändert?
    Die zweite Frage ist: Wie soll der Übergang von Punktquelle zu CD aussehen? Ist ein kontinuierlicher Übergang besser oder ist es besser möglichst früh ein konstantes Q zu erreichen?

    lg,
    Roland
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  8. #88
    Chef Benutzer Benutzerbild von Azrael
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    Standard

    Ein Waveguide wird u.a. auch dafür eingesetzt, um das Abstrahlverhalten des Hochtöners am unteren Ende seines Übertragungsbereiches an das des TMTs am oberen Ende dessen Übertragungsbereichs anzupassen, so dass es im Bereich der Trennfrequenz keine Sprungstelle im Abstrahlverhalten gibt. Diesen Zweck lässt die Grafik außer acht.

    Viele Grüße,
    Michael

  9. #89
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nun, wie soll dieser unter optimalen Bedingungen aussehen? Also: Auf was sollen die Simulationen getrimmt werden?
    Die erste Frage: Was ist ein vernünftiger Endwert für Q bzw. wie eng soll der Winkelbereich um 0° sein in dem sich die Lautstärke nicht ändert?
    Die Frage nach dem Bündelungsmaß ist entscheidend, wenn man einen Lautsprecher auf seinen Raum und seine Abhördistanz hin entwirft. Ziel dieses Threads ist sie aber nicht unbedingt. Denn hier geht es vor allem darum, wie konstante Bündelung erreicht werden kann. Das Bündelungsmaß ist aber sehr individuell und würde wohl den Rahmen sprengen.

    Die zweite Frage ist: Wie soll der Übergang von Punktquelle zu CD aussehen? Ist ein kontinuierlicher Übergang besser oder ist es besser möglichst früh ein konstantes Q zu erreichen?
    Spätestens im modalen Bereich ist Bündelung relativ unwirksam, da der Direktschall immer die Moden mindestens einer Dimension anregt und somit die Dichte der angeregten Moden stark abnimmt. Siehe auch unbedämpftes SBA.

    Als sinnvolle untere Grenzfrequenz für die Bündelung würde ich daher ca. 500 Hz ansehen.

  10. #90
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Moin zusammen,

    vielen Dank für Euer Interesse und Euren Input, freut mich!

    erstmal ....

    für den Einsatz
    Hallo Michi, freut ich sehr, dass Du den Thread verfolgst....

    Noch die Frage , ist da Ferro drin ?
    Impedanz schon gemessen ?
    Nein, da ist kein Ferro drin. Die Impedanz habe ich noch nicht gemessen, kommt aber noch...

    Zum Diffusor noch:
    Kann mich entsinnen, bei der guten alten SKK10 von Isophon wurde der Diffusor mit einer ca 2-3mm Bohrung versehen.
    Ja, den kenn ich auch noch .

    Ansonsten abknipsen.
    Ich werde die SB26ADC ja ohnehin ohne die Frontplatte einsetzen. Je nach Simu werde ich aber wieder einen Diffusor einsetzen, vielleicht auch mit Loch...

    Was macht denn so ein Loch im Diffusor? Schnell mal simuliert...

    Zunächst zum Vergleich der Diffusor ohne Loch, wieder bei 17,6kHz:


    SPL in 1m Entfernung:


    Directivity in 1m Entfernung:


    Directivity normiert auf 0°, 1m Entfernung:


    Wie schon in der letzten Simulation, die Aufweitung bei ca 15-17kHz...

    Nun die identische Kontur und der identische Diffusor, nun mit 3mm-Loch in der Mitte, bei 17,6kHz:


    SPL in 1 m Entfernung:


    Directivity in 1m Entfernung:


    Directivity normiert auf 0°:


    Na sowas - die Aufweitung 'verschmiert' über einen weitern Frenquenzbereich und verschiebt sich zu einer höheren Frequenz (ca 17-18kHz). Insgesamt resultiert ein gleichmässigeres Abstrahlverhalten in den Höhen bis fast 20 kHz.

    Hatte fast vergessen, den Diffusor mit Loch zu simulieren, vielen Dank für den Hinweis auf die SKK10!

    Die Seite vom Troels kennst Du ?

    http://www.troelsgravesen.dk/large_domes.htm
    Nö, kannte ich nicht - auch dafür vielen Dank! Je nach Messung werde ich auch mit Dämpfungsmaßnahmen spielen. Hauptthema wird aber das WG bleiben...

    Dazu und zu den Beiträgen von Roland, Michael und Nils später mehr.

    Grüße,
    Christoph

  11. #91
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard Wozu Constant Directivity?

    Hallo Roland,

    vielen Dank für Dein Interesse an diesem Thread und Constant Directivity!

    Wie sieht das Designziel bei Constant Directivity eigentlich aus?
    Ja, stimmt. Ich habe bisher absichtlich vermieden, diese Frage hier aufzugreifen. Aus dem Grund, den Nils nennt: Ich wollte mich zunächst auf die Frage konzentrieren, wie man bei der Konstruktion eines WGs Constant Directivity erzeugen kann, von welchen Parametern das gewünschte Abstrahlverhalten abhängt etc., zunächst aber nicht die Frage anfassen, wie das 'beste' oder 'gewünschte' Abstrahlverhalten aussehen sollte.

    Trotzdem möchte ich die Steilvorlage von Michael...
    Ein Waveguide wird u.a. auch dafür eingesetzt, um das Abstrahlverhalten des Hochtöners am unteren Ende seines Übertragungsbereiches an das des TMTs am oberen Ende dessen Übertragungsbereichs anzupassen, so dass es im Bereich der Trennfrequenz keine Sprungstelle im Abstrahlverhalten gibt.
    ...nutzen. Letztlich muss ich für die Simu, die ggf. gedruckt und gemessen werden soll entscheiden, an welchen TMT und welches Gehäuse das WG angepasst werden soll, d.h. was mein Ziel ist und wie das Abstrahlverhalten aussehen soll.

    In diesem Zusammenhang finde ich den Thread 'Neutraler Frequenzgang, optimales Abstrahlverhalten...'
    und einige darin angestellte Überlegungen spannend.

    Armin (ctrl):
    Habe mir auch mal auf der Website von Genelec bei den verschiedenen Modellen Chassisgröße und Trennfrequenz zum Hochton angeschaut. Diese liegen für die Chassisgröße praktisch durchweg hoch:
    8030A/B 130 mm (5 in) + 19 mm (3/4 in) ==> 3 kHz
    8240A 165 mm (6 1 /2 in) + 19 mm (3/4 in) ==> 3 kHz
    8250A 205 mm (8 in) + 25 mm (1 in) ==> 1.8 kHz
    8351A 120 mm (5 in) Coax + 19 mm (3/4 in) ==> 2.6 kHz
    8260A 120 mm (5 in) Coax + 19 mm (3/4 in) ==> 2.6 kHz
    G Three 130 mm (5 in) + 19 mm (3/4 in) ==> 3 kHz
    G Four 165 mm (6 1 /2 in) + 19 mm (3/4 in) ==> 3 kHz
    G Five 205 mm (8 in) + 25 mm (1 in) ==> 1.8 kHz

    Was zur Folge hat, dass im kritischen Bereich von 2-4kHz eher weniger Energie abgestrahlt wird. Man kann das anhand der horz. Winkelmessungen in den Datasheets der Modelle gut erkennen.
    Lehrbuchmäßiges CD-Verhalten strebt wohl selbst ein amtlich guter Monitorhersteller nicht an. Meine Erfahrungen zeigen mir auch, dass bei neutralem FG und gleichmäßiger (horiz. Abstrahlung) in dem von mir gehörten Musikmaterial dann zu viele kritische Stellen auftauchen.
    und
    Im ersten Teil wollte ich ausdrücken, das ich meine klanglichen Probleme wohl nicht auf die Aufnahme schieben kann und dass Genelec die Präsenzsenke unter Winkel einbaut damit die beim Hörer ankommenden Reflexionen wieder einem CD-Signal ähnlich sind. Denn entscheidend ist ja nicht das gemessene Verhalten unter Winkel, sondern der Schalldruckverlauf am Ohr.
    etc...

    Wie auch immer, ich werde diesen Thread weiter verfolgen und die Diskussion hier nicht parallel aufnehmen.

    Deine konkreten Fragen hat Nils ja schon gut beantwortet denke ich.

    Vielleicht eine Frage von meiner Seite: Welche TMT-Kombination würde Euch interessieren und warum (17cm- oder 20cm-Bass)?

    Hier wird's von meiner Seite in den nächsten Tagen eher ruhig zugehen, da ich wenig Zeit habe. Dann aber weiter zur bisher simulierten Kontur und Simulationen mit der SB26ADC ohne Frontplatte.

    Grüße,
    Christoph

  12. #92
    HSG Köln/Bonn und Bergisches Land Benutzerbild von Gabrie
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    Hi Christoph,
    bei mir geht es dann, eindeutig, zum 8-Zöller! Gründe: 1. Ich drehe gerne schon mal "auf"! 2. ich habe ein großes Wohnzimmer, Altbau, 3,30 m hoch! Alle kleineren TMTs "verhungern" regelrecht darin. 3. Auch Bass, können die Großen, deutlich sauberer und Verzerrungs-ärmer. 4. Und 1,8 kHz, finde ich auch nicht besonders hoch.
    Herzlichen Dank und Gruß
    Gabriel
    Der Raum und die Aufstellung werden im Allgemeinen unterbewertet!

  13. #93
    eltipo
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    Auch 8". Ansonsten kann ich auch direkt bei Brot und Butter-17/25 bleiben... Bisschen Pegel muss schon drin sein...

    Gesendet von meinem Redmi Note 3 mit Tapatalk

  14. #94
    wtf?! -BOOOOOOOOM Benutzerbild von 3eepoint
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    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    ...Seite: Welche TMT-Kombination ...

    Grüße,
    Christoph
    Tidrange-Mweeter-Tidrange

    Kleiner Scherz^^ Für mich wäre 1"/12" interessant, aber ich denke ich bin damit recht alleine....
    Meine Nachbarn hören auch Metal, ob sie wollen, oder nicht \m/

  15. #95
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    Hallo,

    das gibt mir die Gelegenheit für ein schnelles Danke an Christoph (und die anderen Aktiven) für diesen leckeren Thread.

    ...Und 1,8 kHz, finde ich auch nicht besonders hoch.
    Da gab und gibt es sicherlich Andere die diese Aussage (8'' TT mit oberer Trennfrequenz von 1,8kHz) als Häresie bezeichnen würden ;-)
    Wenn wir uns mal die Bündelungsfrequenz eines 8'' TT mit ungefähr c/pi*d berechnen ergibt sich <700Hz (man kann dann noch den Faktor 1,5 aufschlagen, dann ist aber Schluss ). Zitat aus älterer Quelle: "Dynamische Lautsprecher sollten bis max. zu ihrer Bündelungsfrequenz betrieben werden". Klar, damals waren WG im "normalen" Hifi eher ungewöhnlich. Wer (wie ich) nicht aus dem PA/Monitor-Bereich kommt, findet eine so hohe Trennung doch eher außergewöhnlich - aber ich lerne diesbezüglich gerade dazu.

    Das nur so als Marginalie - bitte weiter machen ;-)

    Gruß Armin

  16. #96
    Chef Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Moin zusammen,

    vielen Dank für Eure Ansagen - geht klar in Richtung 8-Zoll.

    Ich habe mich inzwischen nach 8-Zöllern umgeschaut, die sowohl bis 2-3 kHz rauf gut spielen können, in einem relativ kleinen Volumen ausreichend Bass machen (Regalbox/Monitor, ca 25L) und noch halbwegs Wirkungsgrad haben. Kurz und gut, einen guten Kompromiss zulassen.

    Viel eingefallen ist mir dabei nicht welchen würdet ihr denn empfehlen, zumindest zunächst für die Simu? Omnes Audio Exclusive 8 ? Satori/MW19P-8? ...?

    Nicht ganz so teuer - scheint noch der Scan Speak 22W/8534G00 zu passen, 25L GHP? Falls es keine besseren Vorschläge gibt, würde ich zunächst mit diesem Chassis die Simus machen...

    Gruß,
    Christoph

  17. #97
    eltipo
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    Habe gerade keinen pc zur Hand, aber spannend finde ich den sph 8m von Monacor. Den habe ich auch 4x hier liegen. Der wartet nur auf seinen wg-Partner....

    Gesendet von meinem Redmi Note 3 mit Tapatalk

  18. #98
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    ...dann doch direkt einen 25er/10"
    Macht Geithain mit der RL930 auch so und JBL hat in der M2 sogar einen 38er/15" (trennt aber auch bei 800 Hz).

    PS: Wenn Hochtöner die tiefe Trennung nicht schaffen, dann kleine 2" Breitbänder im Waveguide? Bündelt dann halt stark: http://quint-store.com/index.php?page=product&info=250 oder auch http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/s...ead.php?t=9788

  19. #99
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    2"-Breitbänder haben einen extrem schlechten Kennschalldruck (80 dB). Ich verstehe gar nicht, warum dieser komische Trend so gehypt wird. Das Horn bringt den Kennschalldruck ja nicht einmal auf das Niveau einer nackten Kalotte (90 db). Und hoch belastbar sind die Breitbänder auch nicht bzw. durch den niedrigen Kennschalldruck steigt die Power Compression, weil der Leistungsfluss größer ist.

    Und wofür?
    Geändert von FoLLgoTT (25.11.2016 um 08:25 Uhr)

  20. #100
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    Zitat Zitat von FoLLgoTT Beitrag anzeigen
    2"-Breitbänder haben einen extrem schlechten Kennschalldruck (80 dB)
    Sowas hier? http://www.visaton.de/de/industrie/b...d/frs5x_8.html
    Gut, hält mit dem 14mm Schwingspülchen nur ein paar Watt aus... aber bis auf die Pegellimitierungen lassen sich daraus doch nette Sachen bauen

    Oder der Kandidat? http://www.igtek.it/extended-range-c...one-p-951.html

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