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  1. #181
    Chef Benutzer
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    Hallo alle Mitwirkende hier,

    @Nils:
    Deine Kontour in Beitrag 180 sieht mir verdächtig nach einem Radialhorn aus, das man auch mit Hornresponse entwerfen kann.

    Auch bei der Simu in Beitrag 178 sieht man, dass mit steigender Frequenz eine zunehmende Einschnürung sichtbar ist.

    @All, allgemein....
    Sehe die Jagd nach CD-Verhalten etwas kritisch....
    Letzlich sind auch WGs nur Spezialfälle von Hörnern, die ja ab einer bestimmten Frequenz einen konstanten Strahlungswiderstand zur Verfügung stellen.
    Damit ist aber unausweichlich ein Energieabfall mit steigender Frequenz verbunden, ergibt sich aus der Treibermechanik.
    Insofern verhält sich ein Horn da nicht anders als ein freistrahlender Treiber oberhalb seiner Bündelungsfrequenz (oberhalb der der Strahlungswiderstand ja auch irgendwann konstant wird).
    Das bedeutet aber, dass echtes CD-Verhalten über alle Abstrahlwinkel gesehen, gar nicht möglich ist, dafür müsste auch der Gesamtenergieverlauf gleichmäßig sein.

    Sicher kann man mit geeigneten Maßnahmen in genau einer Ebene (meist horizontal) sowas wie CD-Verhalten hinbekommen, die Einschnürungen mit steigender Frequenz, die einen insgesamt fallenden Energieverlauf ergeben, finden dann halt in anderen Winkeln/Ebenen statt.

    Ich frage mich halt, ob man mit einem Mehrweger, bei dem die beteiligten Zweige jeweils bei/unterhalb ihrer Bündelungsfrequenz getrennt werden und noch etwas mit Schallwandbreite und ggf. Abstimmungen ausserhalb der 0 Grad Achse "gespielt" wird, eher CD-Verhalten hinbekommt.

    Gruß
    Peter Krips

  2. #182
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Hallo Peter,
    Zitat Zitat von Kripston Beitrag anzeigen
    Deine Kontour in Beitrag 180 sieht mir verdächtig nach einem Radialhorn aus, das man auch mit Hornresponse entwerfen kann.
    Möglich. Ich habe sie nicht verglichen.

    Auch bei der Simu in Beitrag 178 sieht man, dass mit steigender Frequenz eine zunehmende Einschnürung sichtbar ist.
    Ja, das ist nicht optimal. Auch das kann man per Hand optimieren.

    Letzlich sind auch WGs nur Spezialfälle von Hörnern, die ja ab einer bestimmten Frequenz einen konstanten Strahlungswiderstand zur Verfügung stellen.
    Damit ist aber unausweichlich ein Energieabfall mit steigender Frequenz verbunden, ergibt sich aus der Treibermechanik.
    Insofern verhält sich ein Horn da nicht anders als ein freistrahlender Treiber oberhalb seiner Bündelungsfrequenz (oberhalb der der Strahlungswiderstand ja auch irgendwann konstant wird).
    Das bedeutet aber, dass echtes CD-Verhalten über alle Abstrahlwinkel gesehen, gar nicht möglich ist, dafür müsste auch der Gesamtenergieverlauf gleichmäßig sein.
    Auch da kann man bei einem Waveguide optimieren. Neumann zeigt, dass es bis 20 kHz in beide Dimensionen geht. Und diagonal wird das auch gut aussehen. Das ist bei ovalen Hörnern immer so.

    Sicher kann man mit geeigneten Maßnahmen in genau einer Ebene (meist horizontal) sowas wie CD-Verhalten hinbekommen, die Einschnürungen mit steigender Frequenz, die einen insgesamt fallenden Energieverlauf ergeben, finden dann halt in anderen Winkeln/Ebenen statt.
    Nö, wieso? Man kann ja bei einem ovalen Horn alle Winkel optimieren.

    Ich frage mich halt, ob man mit einem Mehrweger, bei dem die beteiligten Zweige jeweils bei/unterhalb ihrer Bündelungsfrequenz getrennt werden und noch etwas mit Schallwandbreite und ggf. Abstimmungen ausserhalb der 0 Grad Achse "gespielt" wird, eher CD-Verhalten hinbekommt.
    Irgendwie verstehe ich deine Einwände nicht. Es geht doch hier gar nicht um ein Lautsprecherkonzept, sondern nur um Waveguides. Was man damit macht, bleibt einem selbst überlassen.

    Im Übrigen bekommt man CD-Verhalten mit tiefer Trennung und ohne Waveguide bis zum unteren Hochton zwar irgendwie angenähert (bis ca. 10 kHz), aber der Lautsprecher strahlt dann eben immer breit ab und damit ist man auf kurze Hördistanzen beschränkt. Genau das will ja nicht jeder.
    Geändert von FoLLgoTT (06.06.2017 um 13:56 Uhr)

  3. #183
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    Hallo Peter,

    ich verstehe die Penetranz, mit der Du immer die gleichen Einwände gegen die (und jetzt wirst Du wie gewohnt polemisch, oder ein wenig provokant, wie Du vermutlich selber sagen würdest) 'Jagd nach CD-Verhalten' vorbringst, nicht wirklich.

    Nils hat es ja schon beantwortet:
    Irgendwie verstehe ich deine Einwände nicht. Es geht doch hier gar nicht um ein Lautsprecherkonzept, sondern nur um Waveguides. Was man damit macht, bleibt einem selbst überlassen.
    Das kann ich nur unterschreiben und bitte Dich, dies endlich zu respektieren.

    Bitte lies Dir den Titel des Threads noch mal durch. Da steht '...Constant Directivity, wie geht das?'. Darum geht's hier - und nicht um eine Wertung, ob und wann man dies braucht.

    Falls Du gerne eine Diskussion über andere Konzepte zur Erzielung von CD-Verhalten oder den Sinn und Zweck von Schallführungen oder sonstwas führen möchtest, dann tue dies bitte im ausgelagerten off-topic Thread hier. Da geht's genau darum. Ich wäre an der Diskussion dort durchaus interessiert und Dir sehr dankbar, wenn Du hier nicht mit den immer gleichen Punkten intervenieren würdest.

    Ich bin langsam auch jede Unterstellung satt, ich würde hier den ausschließlichen Gebrauch von Waveguides oder Hörnern propagieren oder fände alle anderen Lautsprecherkonstrukte ohne Schallführungen schlecht oder unterlegen - nur weil ich einen Thread über Constant Directivity und Schallführungen betreibe. Dem ist nicht so. Ich hoffe damit ist auch mal gut.

    Und dazu...
    Ich frage mich halt, ob man mit einem Mehrweger, bei dem die beteiligten Zweige jeweils bei/unterhalb ihrer Bündelungsfrequenz getrennt werden und noch etwas mit Schallwandbreite und ggf. Abstimmungen ausserhalb der 0 Grad Achse "gespielt" wird, eher CD-Verhalten hinbekommt.
    ...würde ich Dich bitten, mal ausnahmsweise einen eigenen Thread aufzumachen und die Machbarkeit Deiner These dort zu zeigen. Egal, ob simuliert oder aufgebaut und vermessen.

    Das Limit solcher Konstrukte - ich vermute auch, dass man die hinbekommt - hat Nils auch schon benannt:
    Im Übrigen bekommt man CD-Verhalten mit tiefer Trennung und ohne Waveguide bis zum unteren Hochton zwar irgendwie angenähert (aber auch nicht über 10 kHz), aber der Lautsprecher strahlt dann eben immer breit ab und damit ist man auf kurze Hördistanzen beschränkt. Genau das will ja nicht jeder.
    Aber wie gesagt, jeder wie er will, je nach Hörsituation, Raum und Vorlieben - nur bitte nicht ausgerechnet hier in einem Thread zu Schallführungen und Constant Directivity.

    Gruß,
    Christoph

  4. #184
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    Hallo Nils,
    Hallo Christoph,

    wieso gleich diese agressive Reaktion ??
    Ich möchte lediglich mal die Sinne der Simulanten hier dafür schärfen, was CD eigentlich bedeutet.
    Ich habe hier noch nichts gesehen, was wirklich CD ist, dafür müssten alle Winkelfrequenzgänge ALLER EBENEN durch Parallelverschiebung deckungsgleich zum 0-Grad Frequenzgang sein.
    Mit steigender Frequenz zunehmende Bündelung (auch wenn sie in anderen Abstrahlebenen stattfindet) ist eben NICHT CD.

    Und selbst wenn es gelingt, auf einer Ebene (z.B. Horizontal) ein CD-Verhalten hinzubekommen, hat die ganze Konstruktion, wenn man auch die anderen Ebenen betrachtet, dieses dann eben nicht mehr.
    Wobei ja gegen eine mit steigender Frequenz (moderat) zunehmenden Bündelung (=Energieabfall) nichts einzuwenden wäre, aber CD ist es dann dennoch nicht.
    Da verweise ich mal auf das (patentierte) Messverfahren von Olive, an dem wohl auch Toole ein wenig beteiligt war..., das würde das, was ich sage, ganz gewiss aufzeigen.

    Ich würde mir ja auch Schallführungen mit ECHTEM CD-Verhalten (über alle Raumwinkel) wünschen, doch die Betrachtung nur einer Abstrahlebene bringt IMHO nicht die Lösung...
    Ich hege die Befürchtung, dass ECHTES CD (So wie ich es verstehe) mit was hornartigem nicht geht, weil dass das Treiberverhalten (Membranhubverlauf über die Frequenz und daraus folgend Schallschnelle bzw. Schallschnellequadrat auf einen konstanten Strahlungswiderstand arbeitend), nicht hergibt.

    Gruß

    Peter Krips

    P.S. Insofern verfolge ich hier weiter mit Spannung, ob Euch da wirklich echtes CD-Verhalten gelingt....

  5. #185
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    Hallo Peter,
    Zitat Zitat von Kripston Beitrag anzeigen
    wieso gleich diese agressive Reaktion ??
    Ich war eigentlich nicht aggressiv.

    Ich möchte lediglich mal die Sinne der Simulanten hier dafür schärfen, was CD eigentlich bedeutet.
    Das brauchst du gar nicht. Ich denke, wir wissen alle, dass echtes CD, also dass jeder Winkel eine Parallele zu 0° ergibt, technisch nicht möglich ist. Zumindest nicht mit einem beliebigen Bündelungsmaß.

    Aaaaber, das ist auch gar nicht unbedingt nötig. Denn in den Energiefrequenzgang gehen die größeren Winkel kaum noch ein, sofern sie einen deutlich geringen Pegel besitzen. Bis ca. -6 dB (vielleicht auch etwas mehr) haben die Winkel einen relativ großen Einfluss auf den Energiefrequenzgang, je geringer der Pegel wird, desto weniger trägt er bei. Es ist also nach meinem Verständnis nicht wirklich schlimm, wenn größere Winkel nicht mehr frequenzneutral sind.

    Und selbst wenn es gelingt, auf einer Ebene (z.B. Horizontal) ein CD-Verhalten hinzubekommen, hat die ganze Konstruktion, wenn man auch die anderen Ebenen betrachtet, dieses dann eben nicht mehr.
    Wieso? Das ist doch nur eine Frage des Gesamtkonzepts. Ich betrachte immer beide Dimensionen und zusätzlich sogar noch beide Diagonalen. Das ergibt schon ein gutes Gesamtbild.

    Außerdem kombiniere ich inzwischen verschiedene Arten, Richtwirkung zu erzeugen. Z.B. horizontal über eine Schallführung und vertikal durch Interferenz.

    Ich hege die Befürchtung, dass ECHTES CD (So wie ich es verstehe) mit was hornartigem nicht geht, weil dass das Treiberverhalten (Membranhubverlauf über die Frequenz und daraus folgend Schallschnelle bzw. Schallschnellequadrat auf einen konstanten Strahlungswiderstand arbeitend), nicht hergibt.
    Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass man es überhaupt nicht hinkriegt. Man kann sich nur annähern und die für den Energiefrequenzgang relevanten Winkel halbwegs konstant gestalten. Aber über alle Winkel sehe ich da keine Chance.

    P.S. Insofern verfolge ich hier weiter mit Spannung, ob Euch da wirklich echtes CD-Verhalten gelingt....
    Sicherlich nicht.

    Aber mir persönlich reicht (für den Hochton) schon sowas in der Art. Das ist eine ovale Schallführung in unendlicher Schallwand, die man sicherlich vertikal noch ein bisschen optimieren könnte (ist ja nur ein Beispiel).

    Horizontal:


    Vertikal:


    Diagonal:


    Bündelungsmaß (halbkugelbezogen):


    Hier sieht man, das ich nicht strikt auf -6 dB optimiert habe, sondern die kleineren Winkel obenrum etwas aufweite, weil eben die größeren Winkel dort stärker abfallen. Insgesamt ergibt das aber ein konstanteres Bündelungsmaß. Man hat also viele Freiheiten, in welche Richtung man optimiert. Z.B.

    • konstanten Abstrahlwinkel (-3 dB oder -6 dB usw.)
    • konstantes Bündelungsmaß (zylinderbezogen)
    • konstantes Bündelungsmaß (kugelbezogen)
    • usw.
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  6. #186
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    Zitat Zitat von FoLLgoTT Beitrag anzeigen
    Das ist eine ovale Schallführung in unendlicher Schallwand, die man sicherlich vertikal noch ein bisschen optimieren könnte (ist ja nur ein Beispiel).
    zeigen!

  7. #187
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    Zitat Zitat von BiGKahuunaBob Beitrag anzeigen
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    Bitteschön.

    Breite: 20 cm
    Höhe: 12 cm
    Tiefe: 5 cm

    Membran: plan
    Kontur: irgendwie hingefummelt



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  8. #188
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    Danke Nils, sieht gut aus!
    Ist der Eingang 20 oder 25mm groß?

  9. #189
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    Zitat Zitat von BiGKahuunaBob Beitrag anzeigen
    Ist der Eingang 20 oder 25mm groß?
    25,4 mm, also 1".

  10. #190
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von sonicfury
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    Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:

    Wozu braucht man das?

    Antwort:

    Eine Spezialanwendung, kann raumabhängig ein Vorteil sein, muss aber nicht. Ein Waveguide-freier LS der sauber Konstruiert ist und nicht gerade im überkritischen Raum mit dutzenden Glasvitrinen und Co steht, hat keinerlei Nachteile ggü dem besten WG der Welt.
    Es groovt

  11. #191
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    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Eine Spezialanwendung, kann raumabhängig ein Vorteil sein, muss aber nicht.
    Ausgewogenes Abstrahlverhalten ist wohl immer sinnvoll... Toole hat seine Untersuchungen auch in vielen Räumen gemacht, immer mit dem gleichen Ergebnis. Aber ja, es führen auch andere Wege nach Rom...


    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Ein Waveguide-freier LS der sauber Konstruiert ist und nicht gerade im überkritischen Raum mit dutzenden Glasvitrinen und Co steht, hat keinerlei Nachteile ggü dem besten WG der Welt.
    doch, z.b. senkt ein WG im für Ohr kritischsten Bereich (1-2 kHz) Verzerrungen/ steigert max SPL durch die Aufladung.

    Warum herrscht denn hier in dem Thread so eine Anti-WG Stimmung?

  12. #192
    Und so beginnt es... Benutzerbild von FoLLgoTT
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    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
    Nein, das ist in diesem Thread eben nicht der entscheidende Punkt.

    Zitat Zitat von BiGKahuunaBob Beitrag anzeigen
    Warum herrscht denn hier in dem Thread so eine Anti-WG Stimmung?
    Das frage ich mich auch. Zumal der Thread nur von der Entwicklung von Waveguides handelt und es explizit nicht um Lautsprecherkonzepte oder deren Anwendung geht.

    Peter und sonicfurby, wenn euch so viel daran liegt, Konzepte ohne Waveguide zu verteidigen (nichts anderes macht ihr hier), dann macht doch einen eigenen Thread dazu auf. Hier geht es ausschließlich um das "wie" und nicht um das "warum".

  13. #193
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von sonicfury
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    Huch das stimmt, das soll hier in den Fred nicht hinein.

    >>Ausgewogenes Abstrahlverhalten

    Da brauchts kein WG dazu... aber soll hier nu nicht rein.

    >>Warum herrscht denn hier in dem Thread so eine Anti-WG Stimmung?

    Garnicht, ich finde das sogar echt toll was du (Nils) und Gaga und CO hier an Simus und an Wissen verbreitet., echt jut (ernst gemeint).

    Ich hab den gegenteiligen Eindruck- dass es in letzter Zeit zu viel um WG geht. Aber genug davon....
    Es groovt

  14. #194
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    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Huch das stimmt, das soll hier in den Fred nicht hinein.

    >>Ausgewogenes Abstrahlverhalten

    Da brauchts kein WG dazu... aber soll hier nu nicht rein.

    >>Warum herrscht denn hier in dem Thread so eine Anti-WG Stimmung?

    Garnicht, ich finde das sogar echt toll was du (Nils) und Gaga und CO hier an Simus und an Wissen verbreitet., echt jut (ernst gemeint).

    Ich hab den gegenteiligen Eindruck- dass es in letzter Zeit zu viel um WG geht. Aber genug davon....

    Jens, wenn man nicht mit 4 oder mehr Wegen arbeiten will ( kann, darf, wie auch immer) sind WGs die einfachste Lösung, zu einen stetigen Bündelungs- und Abstrahlverhalten zu kommen.

    Ausserdem sind die eher akustisch kritischen Wohnzimmer verbreiteter als angenommen, da sind eher eng als weit abstrahlende LS sowieso die bessere Wahl

    Gruß Jörn
    Dekadenz ist geil, wenn man Geld hat
    guggst Du hier : http://www.joern-hohmann.de

  15. #195
    Gast

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    Ich möchte noch betonen, dass die oben auch schon angeführten Punkte der höheren Belastbarkeit bei geringeren Verzerrungen durchaus ein Punkt sind, die man mit WGs relativ einfach umsetzen kann. Wer einmal den Monacor DT-254 mit und ohne WG gehört hat, weiss was ich meine. Gerade für 2 oder auch 3 Wege machen WGs auch aus dem Grund für mich Sinn.
    Dazu ein besser kontrollierbares Abstrahlverhalten...

    Ich finde den Thread äusserst spannend und natürlich ist auch der WG irgendwie wieder nur ein Kompromiss, aber was ist das nicht bei Lautsprechern - er bleibt in der Wiedergabekette immer der grösste Kompromiss, mit dem man leben muss ;-)

  16. #196
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    Moin zusammen,

    in Beitrag #177 hatte ich angekündigt, den mit einem kleinen Waveguide ausgestatteten Hochtöner Seas DXT 27TBCD/GB genauer anzuschauen.

    Ich hatte das schon kurz im Acht Zoll Shoot Out Thread gemacht. Hier aber wie gewohnt etwas ausführlicher, Schritt für Schritt. Da die Seas DXT rund, also rotationssymmetrisch ist, lässt sich das wieder einfach mit AxiDriver simulieren.

    Aber bevor wir betrachten, wie sich die Kalotte im DXT-Waveguide verhält, zunächst mal die Frage, wie die Kalotte selbst zum Abstrahlverhalten beiträgt. Ist zwar bekannt, aber vielleicht mal schön, das bebildert anzuschauen.

    Zunächst eine (fast) ideale Punktschallquelle mit (hier eine flache Membran mit 1mm Durchmesser und ideal kolbenförmigem Abstrahlverhalten; allerdings mit den 'Chassis-' bzw. 'elektromechanischen Parametern' der DXT) auf unendlicher Schallwand.

    Abstrahlverhalten bei ca 17 kHz:


    SPL unter Winkeln (15°-Schritte, 0-90°):


    Und die Directivity in 0.7m Entfernung 0-75°:


    Wie vermutet, ein gleichmässiges Rundstrahlverhalten bis (über) 20 kHz.

    Leider gibt's im richtigen Leben keine 1mm Hochtöner. Wie sieht also das Abstrahlverhalten einer flachen Memebran mit 28mm Durchmesser aus? Und warum jetzt 28mm und nicht die gebräuchlichen 25mm? Grund ist einfach, dass zu den 25mm Durchmesser der DXT-Membran noch ein Teil der Aufhängung als ebenfalls Schall-abstrahlende Fläche gerechnet wurde.
    Na denn, eine flache Membran mit 28mm Durchmesser (und wir immer bei AxiDriver als ideal, kolbenförmig abstrahlend angenommen), Abstrahlung bei ca 17 kHz:


    SPL und Winkeln, 0-75°, 0,7m Entfernung:


    Und die Directivity, nicht normiert, 0-75°:


    Tja, die Bündelung der Membran haut >6kHz schon ordentlich rein.

    Jetzt ist in der DXT aber eine Kalotte eingebaut. Was macht also eine Kalotte mit 28mm Durchmesser bei 17 kHz? Das:


    Die Kalottenform hilft offenbar, ein etwas gleichmässigeres Abstrahlverhalten hin zu bekommen. SPL unter Winkeln, 15°-Schritte 0-75°:


    Und die entsprechende Directivity:


    Die Bündelung >6 kHz ist natürlich auch da, aber zu den Höhen hin verläuft diese etwas gleichmässiger.

    Wie kriegt die eher mickrige Schallführung der DXT denn mit dieser 28mm Kalotte hin, das Abstrahlverhalten in Richtung CD zu bringen?

    Denn schauen wir zunächst an, was die ersten beiden konischen Teile der DXT Schallführung (netter Weise hier von Thomas vermessen, vielen Dank nochmal!) an. DIese setzen sich aus dem kurzen, unter dem Gitter liegenden Stück, und dem anschliessenden, ersten konischen Stück zusammen (siehe auch nächste Abbildung). Mit simuliert habe ich auch gleich das vor der Kalotte liegende Diffusorplättchen.

    Wieder die Abstrahlung bei ca 17 kHz:


    Der SPL unter Winkeln, 0,7m, 15°-Schritte, 0-75°:


    Das sieht ja schon erstaunlich gleichmässig aus.

    Und die Directivity, 0-90°:


    Allerdings reicht die Kontrolle der Abtrahlung nicht sehr weit runter. Aber verblüffend ist schon, wie stark der Effekt schon eines Teils der DXT-Schallführung ist. Und es drängt sich die Frage auf, weshalb hier nicht der/die für konische Schallführungen typische Einbruch/Einbrüche auf Achse zu sehen ist/sind.

    Dazu und zum Einfluss der noch fehlenden Teile der DXT-Schallführung auf das Abstrahlverhalten mehr im nächsten Beitrag...

    Grüße,
    Christoph

    Geändert von Gaga (18.06.2017 um 18:19 Uhr) Grund: Hinweis 3ee auf die Bezeichnung 'TSP' für die Chassisparameter der Seas DXT

  17. #197
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
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    Vielen Dank schonmal dafür!

  18. #198
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    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    Aber verblüffend ist schon, wie stark der Effekt schon eines Teils der DXT-Schallführung ist. Und es drängt sich die Frage auf, weshalb hier nicht der/die für konische Schallführungen typische Einbruch/Einbrüche auf Achse zu sehen ist/sind.

    Die Stufen und die Linse machen's

    Könntest du mal noch für die DXT Führung ein normiertes Diagramm posten? Freu mich schon auf weiteren Input hier!

    Grüße
    Andreas
    "Post with a Prost" - Schreibe, wie du mit einem Bier in der Hand reden würdest

  19. #199
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Gaga
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    Standard DXT simuliert...

    Hallo nailhead,

    Könntest du mal noch für die DXT Führung ein normiertes Diagramm posten?
    Da hast Du eine Frage gestellt... Ich habe darauf hin die Kontur aufgezeichnet und bei der Gelegenheit nochmals genau die Angaben von Thomas (hier) angeschaut, sowie die Bilder und Angaben hier.

    Die DXT:


    Und die aus den Angaben und Bildern nach 'best guess' abgeleitete DTX-Schallführung, eben mit einigen unsicheren Annahmen:


    Die vielleicht wichtigsten Änderungen betreffen die Kontur zwischen Kalotte und Ditter, sowie die Höhe der Kalotte. Die jetzt angenommene Höhe der Kalotte ist 3mm, bei einem angenommenen Durchmesser von 28mm. Die Schallführung startet mit einem Durchmesser von 32mm. Dies soll die nicht bei der Schallabstrahlung mit wirkende 'Sicke' berücksichtigen. Im der Abbildung oben ist das entsprechend zu sehen. Hier das schon gezeigte (bearbeitete) Foto nach Abnahme des Gitters:


    Wer eine DXT vor sich liegen hat - bitte die angenommenen Werte kontrollieren, nachmessen, korrigieren... Ich würde dafür simulieren, wie sich diese Korrekturen auf das Abstrahlverhalten auswirken.

    Da sich die neuen Werte etwas von den oben in den Simus verwendeten Werten unterscheiden, gleich anschliessend neue Simus. Wieder Schritt für Schritt, ausgehend von der Kalotte in unendlicher Schallwand. Gleich im nächsten Beitrag.

    Gruß,
    Christoph

  20. #200
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    Standard Die DXT - Simus 2. Anlauf...

    Moin,

    hier also die Schritt-für-Schritt Simulationen der (angenommenen) DXT-Schallführung. Zunächst ohne DIffraktions-Linse, um deren Wirkung getrennt betrachten zu können.

    Die Simulationsschritte sind, wie in folgender Abbildung mit Step 1 bis 5 bezeichnet, durchgeführt worden, d.h. von der Kalotte aus der Schallführung lang immer weiter nach außen hin.


    Die flache Membran mit 28mm Durchmesser in unendlicher Schallwand hatte ich bereits in Beitrag #196 simuliert, das spare ich mir.

    Da ich die Kalotte jetzt flacher angenommen hatte, die Simu der Kalotte (d=28mm, h=3mm) in unendlicher Schallwand. Folgende Simulationen sind alle für 0.7m Entfernung berechnet worden (Vergleichbarkeit Messung von Alexander, lässt sich bei Bedarf noch ändern).

    Obacht! Ich zeige die Simus immer in der Reihenfolge
    (i) Abstrahlung bei ca 17 kHz,
    (ii) SPL unter Winkeln in 15°-Schritten und
    (iii) Directivity 0-75° oder am Ende 0-90°.

    Ich kommentiere zunächst wenig. Die genauere Betrachtung, was da wodurch passiert dann anschliessend.

    Jetzt aber. Die Kalotte in unendlicher Schallwand:



    Unterscheidet sich schon von der Simu der höheren Kalotte oben (d=28mm, h=4mm).

    Step 1: d=40mm, h=1,5mm




    Dieser winzige 'Schallführungsstummel' hat schon eine ordentliche Wirkung auf das Abstrahlverhalten.

    Step 2: d=44mm, h=3,5mm




    Step 3: d=66mm, h=9mm




    Das ist der längste, konische Teil der Schallführung.

    So weit so gut für heute. Im nächsten Beitrag dann die Simulation der zwei letzten Steps der Schallführung - und die Betrachtung, welcher Teil der Schallführung welche Auswirkung auf das Abstrahlverhalten hat.

    Und dann natürlich noch die Simulation des Diffraktions-Plättchens...

    Fragen, Anregungen?

    Bis dahin, Grüße,
    Chirstoph

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