» über uns

Seite 22 von 22 ErsteErste ... 12 20 21 22
Zeige Ergebnis 421 bis 433 von 433
  1. #421
    Chef Benutzer Benutzerbild von fosti
    Registriert seit
    01.11.2010
    Ort
    Jägermeister Capital
    Beiträge
    2.702

    Standard

    Hallo Christoph,

    mit FEM-Simulationen im magnetischen Bereich habe ich die Erfahrung gemacht, dass "wo sich etwas tut" die Diskretisierung feiner ausfallen sollte. Hier also im Bereich der Sicke, was ja auch der Übergang zum WG-Hals ist. Diese höhere Rechenleistung lässt sich ja aus Symmetriegründen wieder herabsetzen...

    Viele Grüße,
    Christoph

  2. #422
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Gaga
    Registriert seit
    27.02.2011
    Beiträge
    1.497

    Standard Konvex? ?Konkav? Invers? Wo soll das alles noch hinführen?

    Hallo Christoph,

    mit FEM-Simulationen im magnetischen Bereich habe ich die Erfahrung gemacht, dass "wo sich etwas tut" die Diskretisierung feiner ausfallen sollte. Hier also im Bereich der Sicke, was ja auch der Übergang zum WG-Hals ist.
    Vielen Dank für den Tip - ich werde die Simu bei Gelegenheit mit einem feineren mesh wiederholen und schauen, ob und falls ja, wo sich Unterschiede ergeben.

    Mit diesem Disclaimer - evtl. nicht ausreichend feines mesh - zeige ich trotzdem mal die Simus, die schon gelaufen sind.

    Ich schicke auch voraus, dass ich Aufgrund dieser Diskussion...
    Ich denke, wenn man ein WG auf einen Bereich bis 12kHz optimiert, reicht das völlig und lässt evtl. mehr Spielraum.
    ..eine Q&D Hörtest mit Kopfhörer und Sinus gemacht habe, um herauszufinden, wo bei mir da inzwischen die obere Grenze ungefähr liegt. Ich sag's ja nicht gerne, aber um die 15kHz war tatsächlich Schluss.

    Trotzdem habe ich bei den folgenden Simus versucht, das Abstrahlverhalten bis möglichst weit nach oben zu optimieren, d.h. die Abstrahlung gleichmässig zu halten.

    Was habe ich also gemacht? Ich habe bei der Gelegenheit, das Verhalten einer inversen Kalotte in einer neuen Schallführung mit folgenden Eckdaten simuliert:
    - Weiterhin ein elliptisches WG;
    - Mundöffnung nun 150mm breit, 100mm hoch;
    - Die Höhe (oder auch Tiefe) der Schallführung war 63mm,
    - Um eine möglichst breite Abstrahlung in den hohen Frequenzen beizubehalten, wurde der Hals zunächst verengt, bevor sich die WG-Kontur wieder aufweitet;
    - Die inverse Kalotte hat einen Durchmesser von 25,4mm;
    - Wieder unendlicher Schallwand.

    In den Beiträgen #402 und #413 war zu sehen war, dass sich (konvexe) Kalotten besonders leicht an ein WG anpassen lassen, wenn (i) kein Gap zwischen abstrahlender Kalotte und WG-Hals besteht und (ii) der WG-Hals rechtwinklig an die Kalotte anschliesst. Daher habe ich für die inverse Kalotte ebenfalls 2 Simulationen durchgeführt, d.h. eine Simulation, bei der die inverse Kalotte direkt an den WG-Hals anschliesst und eine zweite Simulation, bei der die im letzten Beitrag simulierte inverse Kalotte mit Sicke und 'Gap' eingesetzt wurde.

    Die Schallführung von Simu 1 von oben:


    Die Membran und der WG-Hals im Detail:

    Gut zu sehen, dass die inverse Kalotte direkt an den WG-Hals anschliesst. Auch die Verengung des WG-Halses vor Öffnung der Kontur ist gut zu sehen. In Blick von oben (letztes Bild) ist also nur ein Teil der Kalotte zu sehen.

    Die horizontale Abstrahlung, normiert auf 0°:

    Die horizontale Abstrahlung ist im Bereich von etwas über +/-30° -6dB, noch nicht ganz gleichmässig, aber weitet zu 20kHz hin eher noch auf, als dass die Bündelung der Kalotte auftritt.

    Vertikal sieht das so aus, wieder normiert auf 0°:

    Die vertikale Abstrahlung hatte ich bislang ja meist außer Acht gelassen - zeige ich hier aber mal der Vollständigkeit halber. Die Abstrahlung ist natürlich enger als die horizontale Abstrahlung, dafür nicht so weit nach unten kontrolliert (ich werd's noch genau messen) und auch etwas ungleichmäßiger als die horizontale Abstrahlung - aber kein Desaster.

    Der SPL unter horizontalen Winkeln, 0-90° in 10°-Schritten:

    Die sieht wirklich sehr gleichmässig aus, bis zu 90°-Winkeln. Ein bisschen Gezappel zwischen 18 und 20 kHz- aber da hör' ich ja eh nichts mehr.

    Schön finde ich, dass die Verengung am WG-Hals gut zu funktionieren scheint und auch keine großen Probleme schafft. Allerdings mit der 'idealisierten' Membran.

    Wie seht's dann mit der inversen Membran mit Sicke und 'Gap' aus, ist jetzt die große Frage (ich hoffe auch Eure...). Mehr dazu im nächsten Beitrag.

    Gruß,
    Christoph
    Geändert von Gaga (18.05.2018 um 14:28 Uhr)

  3. #423
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Gaga
    Registriert seit
    27.02.2011
    Beiträge
    1.497

    Standard Schallführung für inverse Kalotte...

    Moin zusammen,

    denn also die entsprechenden Simulationen mit einer an die C25-6-12 angelehnten, inversen Kalotte mit Sicke und 'Gap', d.h. etwas Abstand zwischen Sicke und Hornhals.

    So sieht die inverse Kalotte im Hornhals aus:

    Der Durchmesser der inversen Kalotte ist immer noch 25,4mm, dazu kommen noch die Sicke und der Abstand zum Hornhals. Die innere Hälfte der (ebenfalls inversen) Sicke trägt zur Abstrahlung bei (rot).

    Die horizontale Abstrahlung, normiert auf 0°, +3dB bis -27dB:


    Die Vertikale Abstrahlung, , normiert auf 0°, +3dB bis -27dB:


    Der SPL unter Winkeln von 0°-90° in 10°-Schritten:

    Das ist gar nicht so viel schlechter, als mit der 'idealisierten' Membran.

    Die Unregelmäßigkeit bei knapp über 15 kHz ist nicht dramatisch, vielleicht bekomme ich deren Ursache aber noch raus und kann etwas daran drehen.

    Was habe ich gelernt? Bei der Erstellung der Kontur bin ich wie schon mehrmals von Nils und JFA vorgeschlagen (siehe z.B. im 'gedrucktes Horn'-Thread hier) einfach interaktiv vorgegangen, ohne mir besonders viel Zeit zu nehmen. Das Abstrahlverhalten lässt sich ggf. sicher noch etwas gleichmässiger gestalten. Gut gefällt mir, dass die Simu auch mit der 'realen', inversen Kalotte ganz gut gelingt. Auch wenn sich das Vorgehen, am Hornhals zunächst eine Verengung zu machen, aus der senkrechten Anordnung des Hornhalses zur inversen Kalotte ableiten lässt - natürlich hat's schon jemand gemacht. Ein ganz ähnliche, vielleicht tiefere, hornähnlichere Kontur ist von soongsc im DIY Audio-Forum vorgestellt worden. Leider finde ich die Referenz nicht mehr...

    Was habe ich noch gelernt: Eine brauchbare Kontur einer Schallführung mit ABEC (oder AxiDriver) zu optimieren ist machbar und preiswerte, gute Hörner für Druckkammertreiber kann man auch kaufen. Wirklich anspruchsvoll (zumindest für mich ) ist es, einen Kalotten-HT wirklich gut an eine Schallführung anzupassen. Bzw. genau andersrum, für einen bestimmten HT eine gut angepasste Schallführung zu entwerfen.

    Wie weiter? Na klar, ich werde auch wieder etwas systematischer an den Grundlagen wieder arbeiten. Überlege aber auch, ob sich's jetzt mal lohnt, eine (diese) Schallführung zu drucken und zu messen?

    Ich habe z.B. den relativ preiswerten TangBand 25-2234S (eine inverse Metallkalotte) hier. Leider ist das blöde Schutzgitter angeklebt und ich müsste zur Säsche greifen... Aber bevor ich einen C25-612 zerlege.

    Ist das Abstrahlverhalten des WGs überhaupt interessant? Hier nochmal im Vergleich, horizontales (oben) vs vertikales (unten) Abstrahlverhalten:


    ...und die Maße: 150mm breit, 100mm hoch, 63mm tief.

    Das ließe sich ggf. natürlich noch anpassen. Ich denke da an ein etwas breiteres Abstrahlverhalten horizontal...

    Was meint Ihr?

    Ich schlafe jetzt erstmal drüber. Grüße,
    Christoph
    Geändert von Gaga (19.05.2018 um 13:26 Uhr)

  4. #424
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
    Registriert seit
    19.12.2010
    Ort
    Wunstorf
    Beiträge
    1.237

    Standard

    Moin Christoph,

    das sieht ja schon mal sehr vielversprechend aus! Im Prinzip baust du da ja einen Driffraktionsspalt, nur ohne Diffraktion... Interessant finde ich auch, dass die Abstrahlung ganz oben rum wieder aufweitet, aber das kann man bestimmt durch Optimierung der Kontur in den Griff bekommen. Sind die Simulationen eigentlich schon mit Schallwandeinfluss?

    Eine etwas breitere horizontale Abstrahlung wäre für die meisten HiFi-Anwendungen wohl wünschenswert..

    Ach ja, du solltest dir nochmal die Verwendung der Worte konvex und konkav in den letzten Beiträgen angucken, ist so etwas verwirrend zu lesen. Inverskalotten sind eigentlich konkav geformt. Zum lesen markieren:War das Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav, hatte das Mädchen Sex, wird der Bauch konvex.

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  5. #425
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Gaga
    Registriert seit
    27.02.2011
    Beiträge
    1.497

    Standard

    Moin Onno,

    vielen Dank für den Hinweis auf die konvexe bzw. konkave Form. Tatsächlich habe ich in der Hektik hier schnell nachgeschaut und dann fälschlicher Weise die dort gezeigte konvexe Funktion als 'konvexe' Form falsch verwendet...

    Interessant finde ich auch, dass die Abstrahlung ganz oben rum wieder aufweitet, aber das kann man bestimmt durch Optimierung der Kontur in den Griff bekommen.
    Ja, das sollte möglich sein, aber ich wollte erst dann weiter optimieren, wenn ich das Ziel klar habe.

    Sind die Simulationen eigentlich schon mit Schallwandeinfluss?
    Nein, der WG-Mund befindet sich in einer unendlichen Schallwand. Ich wollte zunächst die Effekte der Anpassung an den WG-Hals, die Kontur und die Schallwand einzeln betrachten.

    D.h. ich sollte jetzt auch den Durchmesser des beabsichtigen Spielpartners und die Schallwandbreite festlegen....

    Eine etwas breitere horizontale Abstrahlung wäre für die meisten HiFi-Anwendungen wohl wünschenswert..
    Ja, das sehe ich auch so.

    Welchen Abstrahlwinkel würdest Du denn bevorzugen?

    Gruß,
    Christoph

  6. #426
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
    Registriert seit
    19.12.2010
    Ort
    Wunstorf
    Beiträge
    1.237

    Standard

    Zitat Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
    Welchen Abstrahlwinkel würdest Du denn bevorzugen?
    Ich bin da noch nicht am Ende meiner Meinungsbildung angekommen. Habe jetzt ne ganze Zeit mit ~60° rotationssymmetrisch gehört, und bin der Meinung dass horizontal breitere Abstrahlung doch angenehmer ist. Zumindest in meinem Wohnzimmer. Bin gerade noch dabei zu testen, ob mit das STH-100 (80x70°) oder das PH-170 (90x65°) besser gefällt, und die erste Tendenz geht eher zum PH-170...

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  7. #427
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von sonicfury
    Registriert seit
    30.03.2010
    Beiträge
    1.005

    Standard

    Horizontal breit ist achtung Anführungszeichen "besser" imhO. Am besten im ordentlichen Raum ist aber *kein* Waveguide sondern ein LS mit tiefer Trennfreq und mit extrem breitem horizontalen Abstrahlverhalten.
    Das ist hinsichtlich Rauminformation das Maximum und die Annäherung an die Punktschalquelle... freilich konzeptionell mit genügend Problemen behaftet (welche treiber erlauben ein so frühes trennen überhaupt blablablubb). Im Kompromißbehafteten Raum ist denke ich ein WG mit fokus auf horizontal optimal (wie ihr hier gerade rauszuarbeiten scheint... find ich übrigens cool!)
    Geändert von sonicfury (19.05.2018 um 11:36 Uhr)
    Es groovt

  8. #428
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von albondiga
    Registriert seit
    14.09.2015
    Ort
    HH
    Beiträge
    267

    Standard

    Zitat Zitat von sonicfury Beitrag anzeigen
    Horizontal breit ist achtung Anführungszeichen "besser" imhO. Am besten im ordentlichen Raum ist aber *kein* Waveguide sondern ein LS mit tiefer Trennfreq und mit extrem breitem horizontalen Abstrahlverhalten.
    Das ist hinsichtlich Rauminformation das Maximum und die Annäherung an die Punktschalquelle...
    Andere bezeichnen sowas dann als Hallsoßenwerfer...
    ...kommt halt auf das Verhaltens des Raums an. Was nützt einem der schönste CD-Waveguide, wenn der Raum frequenzabhängig unterschiedlich agiert. Jegliche Reflektion von Schallanteilen außerhalb der Achse, die aufgrund des CD-Verhaltens ursprünglich tonal ausgewogen war, erreicht dann tonal verbogen das Ohr.

  9. #429
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    21.07.2011
    Beiträge
    319

    Standard

    Hallo,

    wie Toole schreibt und andere hier schon sagten, scheint ein großer horizontaler Öffnungswinkel (oder eine zur vertikalen Abstrahlung, breite horizontale Abstrahlung - z.B. typische Pseudo-D'Appolito) klanglich von Vorteil zu sein.

    Erst vorgestern haben ein Freund und ich einen Einzel-LS Vergleich des breit strahlenden Schallwand-WG (gutes CD-Verhalten bis 1kHz hinab), aus dem Schallwand-WG Thread und eines D'Appolito Stand-LS mit Seas-DXT, der wurde in diesem alten Thread von mir kurz vorgestellt, gemacht.
    (Der D'Appolito-LS soll nur als Beispiel dienen, bitte hier keine MTM-Pro-Contra Diskussion starten)

    Beim D'Appolito-LS löst sich die Musik schön vom LS und wirkt sehr weiträumig. Der breit strahlende WG-LS mit dem guten CD-Verhalten spielt, bezogen auf die genannten Eigenschaften, aber nochmal eine Klasse höher. So gesehen haben sich, für mich, die positiven Aussagen zu breit strahlenden Waveguides (mit geringer Tiefe) in der Realität bestätigt - ist natürlich nur ein sehr subjektiver Eindruck

    D.h. ich sollte jetzt auch den Durchmesser des beabsichtigen Spielpartners und die Schallwandbreite festlegen....
    Dein aktuell simuliertes WG hat 150mm horizontale Breite. Das sollte in Kombination mit der Schallwand eine gute Kontrolle der Abstrahlung bis unter 2kHz ermöglichen; ausgehend von den gemachten Erfahrungen beim Schallwand-WG. Dort hat das WG einen Durchmesser von 173mm und eine gute Abstrahlung bis 1,5kHz (auch noch bei größeren Winkeln).

    Nein, der WG-Mund befindet sich in einer unendlichen Schallwand.
    Vermute dann solltest du auch darauf achten, dass die Abstrahlung ab ca. 4kHz zu tieferen Frequenzen deutlich einschnürt um damit die Kantendiffraktion auszugleichen - das Schallwand-WG in unendlicher SW simuliert und hier gemessen im realen Gehäuse.

    Gruß Armin
    Geändert von ctrl (19.05.2018 um 14:37 Uhr)

  10. #430
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von sonicfury
    Registriert seit
    30.03.2010
    Beiträge
    1.005

    Standard

    Da bin ich voll bei dir armin.

    >>Andere bezeichnen sowas dann als Hallsoßenwerfer...

    Ich nehms dir nicht übel denn du hast einen solchen LS einfach noch nicht gehört. Daher kannst du es nicht besser wissen...und ja wer hat schon den Luxus nen Raum aufwendig zu bearbeiten, stimmt.
    Geändert von sonicfury (19.05.2018 um 14:26 Uhr)
    Es groovt

  11. #431
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Gaga
    Registriert seit
    27.02.2011
    Beiträge
    1.497

    Standard

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

    Speziell für den Hinweis von Armin:
    Vermute dann solltest du auch darauf achten, dass die Abstrahlung ab ca. 4kHz zu tieferen Frequenzen deutlich einschnürt um damit die Kantendiffraktion auszugleichen - das Schallwand-WG in unendlicher SW simuliert und hier gemessen im realen Gehäuse.
    Das - und den Versuch einer möglichst gleichmässig und horizontal breit strahlenden Variante - werde ich bei den weiteren Simus im Blick behalten.

    Grüße,
    Christoph

  12. #432
    Vollaktiv per DSP Benutzerbild von Slaughthammer
    Registriert seit
    19.12.2010
    Ort
    Wunstorf
    Beiträge
    1.237

    Standard

    Zitat Zitat von albondiga Beitrag anzeigen
    Andere bezeichnen sowas dann als Hallsoßenwerfer...
    Achtung, wir reden hier immer noch von recht starker Bündelung. 60° horizontal ist nur wenig breiter als ein 8" Breitbänder abstrahlt. Ein herkömmlicher 17/25 Regallautsprecher strahlt eher in Richtung 120° ab.

    Zitat Zitat von albondiga Beitrag anzeigen
    ...kommt halt auf das Verhaltens des Raums an. Was nützt einem der schönste CD-Waveguide, wenn der Raum frequenzabhängig unterschiedlich agiert. Jegliche Reflektion von Schallanteilen außerhalb der Achse, die aufgrund des CD-Verhaltens ursprünglich tonal ausgewogen war, erreicht dann tonal verbogen das Ohr.
    Meiner Erfahrung nach deuten die meisten Hörplatzmessungen mit Raumeinfluss die ich bisher in verschiedenen Räumen gemacht habe darauf hin, dass man über etwa 500 Hz ein recht ausgewogenes verhalten hat. Da sind dann die Unterschiede eher ob stark oder schwach bedämpft, was man dann am Hochtonabfall sieht. Dass aber diese Diffusfeldmessung großartige tonale Verzerrungen durch den Raum zeigt, habe ich so noch nicht gesehen. Also nicht mehr als hier und da mal ein dB.

    Mein Ansatz ist dann: Die Abstrahlung muss klar zum Raum passen. Je breiter die Abstrahlung ist, desto heller klingt der Diffusanteil bei neutralem Direktschall. Je weniger Dämpfung im Raum ist, desto heller klingt der Diffusanteil. Diese beiden Variablen muss man halt so lange anpassen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Verschieden Einwinkelungen der Lautsprecher können sich hier auch nochmal deutlich auswirken.

    Gruß, Onno
    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  13. #433
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von albondiga
    Registriert seit
    14.09.2015
    Ort
    HH
    Beiträge
    267

    Standard

    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Achtung, wir reden hier immer noch von recht starker Bündelung. 60° horizontal ist nur wenig breiter als ein 8" Breitbänder abstrahlt. Ein herkömmlicher 17/25 Regallautsprecher strahlt eher in Richtung 120° ab.
    Hallsoßenwerfer bezieht sich auf
    Am besten im ordentlichen Raum ist aber *kein* Waveguide sondern ein LS mit tiefer Trennfreq und mit extrem breitem horizontalen Abstrahlverhalten.
    Zitat Zitat von Slaughthammer Beitrag anzeigen
    Mein Ansatz ist dann: Die Abstrahlung muss klar zum Raum passen. Je breiter die Abstrahlung ist, desto heller klingt der Diffusanteil bei neutralem Direktschall. Je weniger Dämpfung im Raum ist, desto heller klingt der Diffusanteil. Diese beiden Variablen muss man halt so lange anpassen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Verschieden Einwinkelungen der Lautsprecher können sich hier auch nochmal deutlich auswirken.
    D'accord. Laminatboden, keine Vorhänge, Jalousie statt Gardine, keine Pflanzen, keine Bücherregale: das Konzept was bei Oma gut funktionierte, funktioniert bei heute weit verbreitetem Wohnstil nicht mehr - bzw. nur in speziellen Räumen.

Seite 22 von 22 ErsteErste ... 12 20 21 22

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •  
Powered by vBadvanced CMPS v4.3.0