» über uns

  • 29.06.2025, 11:52
    BiGKahuunaBob
    Ich kenne keinen Limiter, der vor dem EQ regelt, das würde ja seine Schutzfunktion komplett aushebeln.
  • 29.06.2025, 12:18
    Franky
    Hast Du schon mal ein JBL Flip oder Charge gemessen? Die machen das noch extremer. Ich habe bei einem Flip so 22db Peak bei 100 Hz gemessen. Da ist ein 2“Breiti und eine Passivmembran drin.
  • 29.06.2025, 12:47
    Udo
    Zitat:

    Zitat von BiGKahuunaBob Beitrag anzeigen
    ...und keiner kann erklären warum. :confused:.

    es funktioniert weil bei den meisten Musikstücken der Spitzenpegel im Bassbereich um einiges niedriger ist.

    https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...2&d=1751197415

    s. https://sound-au.com/linkwitz-transform.htm#power

    Grüße Udo
  • 29.06.2025, 13:56
    JFA
    Genau das.

    Es gibt ja zwei Arten von Limitern: thermisch (langsam, nicht relevant für den besprochenen Fall) und auf die 3 LTI Zustandsvariablen, in diesem Fall die Auslenkung. Oberhalb und bis ca. 0,7 Fs interessiert das bei einer BR Kiste nicht. Solange das Chassis einigermaßen sinnvoll konstruiert ist passiert in dem Bereich nichts kritisches. Da könnt ihr im Realbetrieb drauf rumprüg
    eln wie ihr wollt, dann macht es halt 30, 40, 70% Klirr, who cares?
  • 29.06.2025, 14:38
    BiGKahuunaBob
    Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
    Ich kenne die Argumentation mit der Energieverteilung bei Musik. Ob das gezeigte (25 Jahre alte?) Beispiel repräsentativ ist, sei mal dahingestellt. Ich würde hier eher auf etabliert Normen gehen, z.b. wie das EIA-426B-Spektrum (grüne Kurve):

    Anhang 77593

    Da sieht man zwar auch einen Abfall zu 20 Hz hin, aber erst <50 Hz. Das hier besprochene Beispiel mit 55 Hz (Franks Screenshots) hat 0 dB (!) Absenkung, d.h. hier wird noch mit vollem Pegel gerechnet. Natürlich kann der selbst gehörter Content stark davon abweichen.

    Man muss sich auch immer bewusst sein, das bei Extrembeispielen (gern auf Messen gespielt) das Material dann einknicken kann, weil der Limiter dann einschreitet.

    EDIT: M-Noise (Meyersound) rechnet den Basspegel sogar voll (blaue Kurve oben).. man könnte meinen die haben Gründe dafür :D
  • 29.06.2025, 15:00
    Franky
    Lange Rede kurzer Sinn. Frag mal Anselm was er sich dabei gedacht hat und dann sehen wir weiter.
  • 29.06.2025, 17:45
    JFA
    Guck mal was bei Filterung noch davon übrig bleibt. Also nach elektrischer und mechanischer.

    Das war übrigens eine meiner Sorgen bei der Flat White, die noch extremer entzerrt. Und auch wenn ich deren Verstärker ans Limit bringen kann passiert das nur unter bestimmten Umständen und Pegeln, bei denen ich immer mit einem Auge die Straße im Aige behalten muss, falls da die Nachbarn mit Fackeln und Mistgabeln auf der Jagd nach der Lärmquelle sind.
  • 29.06.2025, 20:41
    diplo
    Zu „...und keiner kann erklären warum. „


    Doch, das geht denke ich schon.

    Musik besteht typisch zu keinem Zeitpunkt aus einem einzigen Ton, einer einzigen Frequenz. Bei linearer Anregung / Berücksichtigung des kompletten Hörfrequenzbereichs (weißes Rauschen) entfällt auf eine einzelne Frequenz nur etwas mehr als -43 dB der Gesamtleistung. Daher ist es zumeist problemlos möglich einen nicht allzu breiten Frequentbereich um viele dB anzuheben ohne das eine Übersteuerung auftritt.


    Weitere Faktoren sind u.a:
    Aufnahmen sind zumeist nicht voll ausgesteuert sondern mit 3 – 6 dB Aussteuerungsreserve.
    Die im Tread bereits angesprochene nicht lineare Leistungsverteilung, geringer ca. unter 100 Hz und über 6 kHz (eigene Erfahrung, ich hab vor einigen Jahren selbst einiges an Musikmaterial analysiert).
  • 29.06.2025, 23:46
    Azrael
    Bevor irgendjemand falsche Schlüsse zieht:

    Der Artikel, den ich im Startpost verlinkt habe, plädiert nicht für wild bassbetonte DSP-unterstützte Gesamt-Bassabtimunngen, also quasi die Abstimmung der kompletten Box.

    Ich habe beim ersten Lesen des Artikels nur die da beschriebene HP-Filterung betrachtet, aber er dreht sich im Prinzip darum,, wie sich isoliert betrachtet ziemlich extrem wirkende BR-Gehäuse- und DSP-Abstimmungen auf eine vorteilhafte Art ergänzen können, je nachdem, wie man abwägt und wie sorgfältig man vorgeht.
  • 30.06.2025, 09:41
    JFA
    @diplo: genau so. Auch im in meiner Signatur verlinkten Thread bzw. dem dort angehängten PDF gehe ich darauf ein.
    Man hat natürlich bei solchen Abstimmungen immer das Problem, dass man in Spezialfällen eher die Grenze erreicht. Dafür fährt man in allen anderen Fällen besser fährt bzw mehr Freiheits im Design erhält
  • 01.07.2025, 16:07
    BiGKahuunaBob
    Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 2)
    Ich habe noch ein bisschen rumgespielt, mit dem gleichen B&C 8" in 11l BR @55Hz Tuning (rot = gefiltert, grün = ohne alles):

    Anhang 77594

    Neben dem Boost auf dem Tuning und der Absenkung, habe ich noch einen Hochpass @40 Hz und eine leichte Absenkung vor dem Tuning @75 Hz gesetzt.
    Damit bleibt die Auslenkung dann dabei grob innerhalb xmax, bzw. teilweise darüber... da wird es dann mehr (hörbar?) klirren:

    Anhang 77595


    Bei maxSPL würde auf dem Amp dann knapp 500W abverlangt (Limiter steht auf 250W). Bis auf diesen Grenzfall hätten wir dann die diskutierten Vorzüge, darüberhinaus wird halt abgeregelt.
Powered by vBadvanced CMPS v4.3.0